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Konkurrenzkampf lässt den Konsument profitieren

Bevor Aldi die Schweiz erreicht,

gehen die Preise zurück

Die Deutschen Einkaufsketten "Aldi" und "Lidl" haben den mit seinen hohen Preisen bekannten Schweizerischen Markt in Bewegung gesetzt. Zwischen den Einkaufsgiganten Migros und Coop entfacht sich der Konkurrenzkampf schon heute, sodass die Preise zu fallen beginnen.

snc deutsch/ ali yilmaz

snc dossier/ sevim civil - zafer sayar

BASEL. Ja es ist wahr… Aldi in Weinfelden, gelegen im Kanton Thurgau, die Baugenehmigung erhalten und kramt die Ärmel hoch, um sich mit einem Kapital von 150 Millionen Franken offiziell in den Schweizer Markt einzumischen. Die Zuständigen lassen die Öffentlichkeit wissen, dass sie mit weiteren zurückgelegten Schritten in sechs verschiedenen Gebieten der Schweiz Einkaufszentren eröffnen werden. Sektor- Beobachter vermuten, dass auf lange Sicht gesehen die Deutsche Firma Aldi in dem "Alpenland" mit schätzungsweise 60 Niederlassungen anwesend sein wird. Auch die Deutsche Firma Lidl hat die Verhandlungen für ähnliche Pläne ins Laufen gebracht. Beide Einkaufsriesen sind auf dem Weg, im Laufe dieses Jahres sich in den Schweizer Markt einzugliedern.

Konsumenten zufrieden

Diese Nachrichten, die auch die Presse erreicht haben, werden von den Konsumenten mit Freude entgegengenommen. Besonders Personen mit niedrigem und mittlerem Budget begegnen der Bewegung in der Schweiz mit dem Ausruf: "Endlich können wir mal in Ruhe atmen," oder was Ähnlichem. Die Etiketten beweisen, dass diese Wörter nicht aus Spass ausgesprochen werden. Was die Schweizer KonsumentInnen für Nahrungsmittel ausgeben, ist ungefähr 50 % höher als in den anderen EU- Mitgliedstaaten. Bei Frisch- und Fleischwaren steigt dieser Wert sogar auf 90%.

Obwohl man allgemein weiss, dass die Schweiz im Verhältnis zu den Deutschen und Franzosen mehr Geld ausgeben, löst die "Eurostat Statistik" eine echte Schockwirkung aus. Die Zahlen zeigen die zwischenstaatlichen Differenzen auf eine eindeutige Weise. Nach dieser Liste, die mit den Fleischprodukten anfängt, muss man in der Schweiz, verglichen mit den EU- Ländern (ohne Berücksichtigung der neuen EU- Mitglieder), das doppelte materielle Opfer erbringen. Bei den Miet-, Wasser-, Elektrizitäts- und Gaskosten sind die Preise in der Schweiz um 70%, bei den Nahrungsmittel um 50% höher. Wenn man sich die ganze Liste ansieht, erkennt man, dass die Preise in der Schweiz, verglichen mit den EU- Ländern, im Schnitt 30% höher liegen.

Die glücklichen Grenzgebiete

Nicht jeder ist wie im Innern des Landes den Preisen der Schweiz glücklos ausgeliefert. Denn die Meisten, die in Grenzgebieten leben, nehmen den Weg ins Ausland in Kauf, um ihren Nahrungsmittelbedarf zu decken, denn die Preise erscheinen ausserhalb der Schweiz als einiges attraktiver. Die Statistiken belegen, dass mit diesen kleinen Einkäufen insgesamt grosse Zahlen erreicht werden. Die Ausgaben, die für die Deckung der Küchenbedürfnisse allein in Deutschland und Frankreich an den jeweiligen Einkaufsstellen abgelegt werden, betragen jährlich zusammengerechnet 1,4 Milliarden Franken.

Wieso ist alles in der Schweiz teuerer?

Dass der Lohn der Arbeiter und Arbeiterinnen in der Schweiz im Vergleich zur EU höher ist, gilt nur als eine der Gründe, die für die hohen Preise stehen. Preisüberwacher Rudolf H. Strahm sagt: "Eine wichtige Begründung für die teure Angelegenheit sind die Importpreise", und fährt auf diese Weise fort: "Verglichen mit Deutschland bezahlt die Schweiz 20 Milliarden Franken mehr für Importwaren. Dieser Unterschied wird zur Hälfte von den Konsumenten, zur Hälfte von den Kassen der Firmen gedeckt."

Marktexperten vermuten eine Mitwirkung zum Ansteigen der Importzahlen bei den ausländischen Einfuhrhändlern, die von der Kaufkraft der Schweiz profitieren möchten. Sie sagen: "Wenn es um die Schweiz geht, hat jeder die Gewohnheit, seine Waren teuerer zu verkaufen."

Wie weit werden die Preise sinken?

Die Aldi und Lidl- Einkaufsketten sind noch nicht in der Schweiz, aber die Kenntnis, dass sie in der Zukunft da sein werden, lässt die Preise schon heute in die Tiefe fallen. Die zwei Einkaufsgiganten der Schweiz, Coop und Migros sind in Vorbereitung, damit sie mit der vor der Tür stehenden Preiskonkurrenz mithalten können. Diese beiden Firmen haben schon jetzt, bevor die Deutschen Riesen kommen, den Konkurrenzkampf untereinander entfachtet, damit sie mit einer neuen günstigen Preispolitik die Konsumenten auf ihre Seite ziehen können. Die Zahl der billigeren Etiketten in den Migros und Coopfillialen wächst jeden Tag.

Die Löhne werden nicht fallen

Jedoch treffen sich die Experten in dem Punkt, dass die Preise in der Schweiz, solange die Löhne der Arbeiter/ innen und die Zollabgaben das gleiche Niveau standhalten, nicht in die Höhenlage der EU- Länder fallen können. Auch wenn die Zollpreise in der Verhandlungs- und Integrationsphase fallen sollten, wird bei den Löhnen der Arbeiter und Arbeiterinnen keine Senkung erwartet. In diesem Zusammenhang weiss man, dass die Gewerkschaften bezogen auf dieses Thema sehr entschlossen sind, mit einer breiten Unterstützung aus dem Volk im Rücken, keine Rückschritte zu akzeptieren. Die offiziellen Äusserungen unterstützen diese Auffassung, und auch die Aldi und Lidl Sprecher/ innen erwähnen, dass sie bei den Löhnen die Schweizer Regeln akzeptiert haben.