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Die
wichtigsten Ereignisse in der Schweiz werden unter die Lupe
genommen.
snc
recherchiert, damit Sie mehr wissen.
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Walter
Fust, DEZA-Direktor:
"Es
sind riesige Transformationsbemühungen, die man
schätzen und Zeit
lassen soll."
(foto:
snc - mehmet gürz)
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Aserbaidschan,
Armenien und Georgien
Süd-Kaukasien
Treffen in Bern
Am
4. November hat in Bern eine wichtige internationale Konferenz
stattgefunden, an der sich Aserbaidschan, Armenien und Georgien
getroffen haben. In dem Treffen, das vom Staatssekretariat für
Wirtschaft und von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit
organisiert wurde, nahmen neben Vertretern aus der Schweizer Politik und
Wirtschaft auch hochrangige politische Delegationen der drei Länder
teil. Thematisiert wurden die wirtschaftliche Transition
(*) und Probleme
wie territoriale Zusammenarbeit.
snc
özen aytac
- sevim civil - zafer sayar
BERN.
(04.11.03) Das Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) und die
Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) hatten zum 8. Fokus
Osteuropa, der Jahreskonferenz der Schweizer Ostzusammenarbeit, geladen.
Süd-Kaukasien wurde mit vielen Fragen und Lösungsvorschlägen zum
Thema. Das Eingangsreferat der Konferenz, an der hochrangige Politiker
aus Aserbaidschan, Armenien und Georgien teilnahmen, wurde von
Aussenministerin Micheline Calmy-Rey geführt. Sie wies auf die
Wichtigkeit von technischer und finanzieller Hilfe im Verlaufe des
Umbauprozesses hin. Bei den anderen Reden standen die wirtschaftliche
Transition und die internationale Zusammenarbeit im Vordergrund.
Bundesrätin
Calmy-Rey betonte, dass der private Wirtschaftssektor von Bedeutung für
die bessere Einbindung in den Weltmarkt sei. Die Zusammenarbeit der drei
süd-kaukasischen Länder würde nicht nur die wirtschaftlichen
Perspektiven verbessern, sondern auch indirekt einen Beitrag zur Lösung
der Konflikte leisten.
David
Syz, Direktor der seco, sagte, dass das private Kapital ausländischer
Investoren nur dorthin fliesse, wo das Investitionsklima günstig sei.
Der hohe Stellenwert von Rechtssicherheit und Transparenz wurde von Syz
hervorgehoben. In Zusammenarbeit mit der DEZA hat die seco im süd-kaukasischen
Gebiet eine grosse Verantwortung im Bereich der wirtschaftlichen
Transition und der territorialen Zusammenarbeit.
Die
zuständigen seco-Mitarbeiter erklärten, dass der Prozess in
Aserbaidschan auch konkrete Projekte beinhalte. Weiter führten sie an,
dass auch ein Investitionsförderungsprogramm von der seco unterstützt
wird. Insgesamt hat das Staatssekretariat für Wirtschaft die süd-kaukasische
Region mit 8 Millionen Franken unterstützt, so die seco-Mitarbeiter.
Mit den 9,5 Millionen Franken, die die DEZA in die Region geschickt hat,
unterstützte die Schweiz diese Projekte mit 17,5 Millionen Franken.
Wirtschaft:
Die eigentlichen Probleme des Südkaukasus
Regierungsvertreter
von Aserbaidschan, Armenien und Georgien erzählten bei ihren Reden von
den Fortschritten in wirtschaftlicher und struktureller Hinsicht in der
Umbauphase. Die georgische Vizeministerin für Wirtschaft, Industrie und
Handel, Natia Turnava, wies auf das Armutsproblem hin, dass eher in den
Städten zum Vorschein komme. Auch wenn es in manchen Bereichen
wirtschaftliche Fortschritte gäbe, bestehen die Themen Armut und
Arbeitslosigkeit weiterhin und müssten bekämpft werden, so Turnava.
Der armenische Botschafter Zorab Mnatsakanian und Exekutivdirektor des
aserbaidschanischen Ministeriums für Wirtschaftsentwicklung, Samir
Velijev, äusserten sich zur Wirtschaft dergestalt, dass sich die Armut,
im Gegensatz zu Georgien, auch in den ländlichen Regionen ausgeweitet
habe.
Arbeitsgruppen
Die
Leitthemen des "Focus Osteuropa" wurden mit Workshops
weitergeführt. Wirtschaftsexperten brachten die Probleme auf den Tisch.
Debattiert wurde unter anderem über die Reform des Finanzsystems, das
Bankwesen, Nutzung von natürlichen Ressourcen und Möglichkeiten zur
wirtschaftlichen Diversifizierung.
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WAS
IST
WAS |
(*)
Was eigentlich sind Transitionsländer?
Transitionsländer
oder Transformationsländer sind jene Länder des ehemaligen
Ostblocks, die sich seit 1990 auf dem Weg zu Demokratie und
sozialer Marktwirtschaft befinden. Ihre politischen Institutionen
müssen von Einparteiensystemen umgewandelt werden in
funktionierende demokratische Rechtsstaaten, in denen das Handeln
der Regierungen auf demokratisch beschlossenen Gesetzen beruht. Es
braucht durchsetzungsfähige und von der gerade herrschenden
Regierung unabhängige Gerichte ebenso wie in fairen Wahlen gewählte,
handlungsfähige Parlamente und reformierte Verwaltungen. Im
wirtschaftlichen Geschehen braucht es einen wirksamen Wettbewerb,
funktionierende und kontrollierte Bankensysteme, die potenziellen
Pionier- Unternehmen die Möglichkeit geben, Kredite zu
finanzierbaren Konditionen aufzunehmen. Und es braucht auch den
Verzicht auf die Subventionen an alte, ineffiziente und teilweise
noch staatliche Grossunternehmen aus den Planwirtschaftszeiten.
Die
Transitionsländer des ehemaligen Ostblocks sind sehr
unterschiedlich weit fortgeschritten auf diesem Weg der Reformen.
Zuvorderst liegen die EU Beitrittskandidaten gefolgt von den südosteuropäischen
Staaten. Die Länder der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS)
haben den umfangreichsten Reformbedarf. (Quelle: DEZA) |
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Diplomatischer
Erfolg der Schweiz? |
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NOTIZEN
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Die
Organisation war hervorragend,..... das Thema wichtig und die Gäste,
Experten in ihrem Bereich... Regierungsvertreter, Bürokraten,
Diplomaten, Akademiker... Die Zeit war allerdings begrenzt...
Wir
versuchen, so viele Gesichter wie nur möglich anzusprechen. Die Frage
in unserem Kopfe ist diese: Was ist an dieser Konferenz in
diplomatischer Sicht wirklich wichtig? Natürlich gibt es verschiedene
Bewertungen. Eine Bewertung, die sich nur in den Nuancen voneinander
unterscheidet und von allen Experten gemeinsam getroffen wurde, hat
allerdings die Aufmerksamkeit auf sich gezogen.
Hier
eine kurze Zusammenfassung:
Es
ist allgemein bekannt, dass Aserbaidschan, Armenien und Georgien, die
nach der Auflösung der Sowjetunion eigenständige Staaten geworden
sind, in dieser Phase nicht nur wirtschaftliche Probleme haben. Sogar
Aserbaidschan, das grösste der drei Länder, das wichtige Erdöl- und
Erdgasreserven hat, hat Schwierigkeiten damit, wirtschaftlich auf die
Beine zu kommen.
Dies
zeigt, dass die Schwierigkeiten anderen Ursprungs sind. Obwohl zwischen
Aserbaidschan und Armenien seit 1994 ein Waffenstillstand besteht, an
den man sich hält, befinden sie sich offiziell im Krieg. Russland und
Georgien durchleben weiterhin ernste Problemsituationen durch die Abhaza
und die tschetschenischen Aufstände in der Vergangenheit. Über den
Transport und die Verteilung von Erdöl und Ergasquellen wird
international gekämpft. In Südkaukasien leben viele Völker in grossen
und in kleinen Gruppen zusammen. Die genaue Zahl können sogar die
Experten nicht angeben. Hier anzufügen ist, dass es ganz neue
Entwicklungen gibt...
Die
Konferenz in Bern gewinnt noch mehr an Wichtigkeit, wenn man bedenkt,
dass die Ergebnisse der Wahlen in Georgien noch kein genaues Ergebnis
haben, welches politisches System nach den Wahlen an die Macht kommt,
ist also noch nicht sicher. Hinzukommt, dass in Aserbaidschan niemand
weiss, wie die Lage nach der Haydar Aliyev-Aera werden wird, auch dort rücken
die Wahlen immer näher. Es ist ein wichtiger diplomatischer Erfolg der
Schweiz, dass die Parteien Vertrauen hatten und sich zusammen in der
Bern eingefunden haben. Die erfolgreiche Diplomatie der Schweiz wird
schon seit dem Zerfall der ehemaligen Sowjetunion geführt. Man erinnert
sich auch daran, dass viele Staaten, die um ihre Einwohnerzahl kämpfen,
Schritte eingingen, die die Kaukasen zum Balkan binden könnten. Die
Schweiz hingegen engagierte sich immer für den Südkaukasus. Seit 1993
unterstützt die DEZA, ohne Unterschiede zwischen Region oder Staaten zu
machen, in wirtschaftlicher Transition und territorialer Zusammenarbeit.
Kurz
zu dem, was wir gehört haben...
Natürlich
wird erst die Zeit zeigen, ob Südkaukasien mit der Unterstützung der
Schweiz zu Frieden und Ruhe gelangt.
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David
Syz,
Direktor
der seco:
"Das private
Kapital
ausländischer
Investoren
fliesst
nur
dorthin, wo
das
Investitions-
klima günstig
ist."
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Natia
Turnava,
die georgische
Vizeministerin
für
Wirtschaft,
Industrie und
Handel:
"Das
Armutsproblem
kommt eher in
den
Städten
zum
Vorschein..."
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Exekutiv-
direktor des
aserbai-
dschanischen
Ministeriums für
Wirtschafts-
entwicklung,
Samir
Velijev
(oben),
und der
armenische
Botschafter
Zorab
Mnatsakanian
(unten)
äusserten sich
zur
Wirtschaft
dergestalt, dass
sich die Armut,
im
Gegensatz zu
Georgien, auch
in den ländlichen
Regionen
ausgeweitet
habe.
fotos:
snc -
sevim
civil
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