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Die Volksabstimmungen vom 5. Juni 2005

Ja zu den Schengen und Dublin

Abkommen 

Die Schweiz hat in ihren Beziehungen zu der EU eine lebenswichtige Schwelle überwunden, die Schengen/ Dublin Abkommen wurden von der Wählerschaft angenommen… 

snc/ Sevim Civil - Zafer Sayar

deutsch/ ali yilmaz

Die Schweizer Wählerschaft hat an der Volksabstimmung, deren Ergebnisse sich am 5. Juni herauskristallisierten, den Schengen/ Dublin Abkommen zugestimmt. An der Volksabstimmung mit einer Beteiligung von 56% erreichten die Ja- Stimmen 54,6%.

Die schweizerische Volkspartei (SVP), Gegner der Schengen/ Dublin- Abkommen, die vor der Abstimmung auf die Emotionen der Wähler/innen einwirken wollte, hat es geschafft, mit zornigen Slogans auf der Tagesordnung zu bleiben.

1 474 704 ja 

1 226 449 nein

Die meisten Ja- Stimmen zu den Schengen- Dublin- Abkommen kamen von den Kantonen in den Grenzgebieten. Neuchatel nimmt unter den zustimmenden Kantonen mit 70,9 Prozent die Stellung ein, gefolgt von Waadt (67,6%), Basel- Stadt (64,6%), Genf (62,9%) und Jura (60,9%). In den sechs Kantonen der West- Schweiz, bei denen Freiburg (59,3%) und Wallis (53,5%) die untersten Plätze einnehmen, kam es auch zu Ja- Stimmen.

Der Kanton Appenzell Innerrhoden hingegen führt mit den 68,5 prozentigen Nein- Stimmen die Kantone an, die sich gegen das Schengen/Dublin- Abkommen ausgesprochen haben. Appenzell Innerrhoden wird gefolgt vom Kanton Tessin (61,9%), Schwyz (61,9%), Uri (61%) und von Glarus (60,8%).

Wann wird die Anwendung in Kraft treten?

Die Schweizer Regierung, die, nachdem die Schweizer Wählerschaft die Schengen/ Dublin- Abkommen annahm, eine Pressemitteilung abgab, informierte die Öffentlichkeit, dass das Inkrafttreten der Abkommen auf das Jahr 2008 geplant ist. Die Zuständigen der Regierung erwähnten, dass die Informationsdatenbank SIS sich in einer Modernisierungsphase befindet. Die Schweiz betont Teilnahme an dem System, nachdem Modernisierung der Informationsdatenbank erfolgt ist. Bis die Abkommen in die Tat umgesetzt werden, sollen die Kontrollen an den Schweizer Grenzen weitergeführt werden. Die Zuständigen, die das Thema anstreifen, dass mit den erhaltenen Ergebnissen der Volksabstimmung auch in der inneren Sicherheit der Schweiz Veränderungen vorgenommen werden müssen, haben zum Ausdruck gebracht, dass bis die Abkommen wirksam, die Anpassungsphase abgeschlossen sein wird.

Im Asylbereich muss die Eurodac Informationsdatenbank aufgestellt werden. Das Dubliner Abkommen wird gleichzeitig mit dem Schengener in Kraft treten.

Ein "Nein zu Schengen und Dublin" sprang vom Pfosten zurück

Während die Resultate der Volksabstimmung aus der Sicht der abgegebenen Stimmenverhältnisses klar und deutlich das Ja- Ergebnis präsentieren, sieht die Situation bei den Kantonen anders aus. Von den zwanzig ganzen Kantonen haben zehn mit Ja, und zehn mit Nein gestimmt. Bei den Halbkantonen haben zwei Ja gesagt, jedoch vier sich gegen die Abkommen entschieden. Wenn in der Volksabstimmung eine Verfassungsänderung oder der Beitritt der Schweiz in die EU zur Diskussion gestanden hätte, so wäre das Ergebnis entsprechend dem politischen System der Schweiz als ein Nein bewertet worden. Denn in diesen Fällen würde neben der Volksmehrheit auch die Kantonsmehrheit gesucht werden. Weil Schengen/ Dublin nicht im oben erwähnten Rahmen an die Hand genommen wird, wurde es, obwohl die Mehrheit der Kantone sich gegen die Abkommen entschieden hat, mit der Mehrheit der Volksstimmen angenommen.

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