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Offizieller
Arbeitsbesuch von
Calmy-Rey
in Südafrika
und
Mosambik
Bundesrätin
Micheline Calmy-Rey, reist vom 19. bis 23. Februar 2004 zu einem
offiziellen Arbeitsbesuch nach Südafrika und Mosambik. In Südafrika
wird sich Calmy-Rey mit ihrer Amtskollegin, Nkosazana Clarice
Dlamini Zuma, treffen. In Mosambik wird sie vom Aussen- und
Kooperationsminister Leonardo Santos Simâo empfangen.
quelle:
eda
Mit
ihrer Reise nach Südafrika, die vom 19. bis 21. Februar 2004
dauert, leistet Bundesrätin Micheline Calmy-Rey einer Einladung
von Dlamini Zuma Folge. Das Treffen bietet Gelegenheit, die
ausgezeichneten Beziehungen zwischen den beiden Ländern zu
vertiefen.
Gegenstand
der Gespräche sind unter anderem neue Formen der Zusammenarbeit
zwischen Südafrika und der Schweiz, vor allem in den Bereichen
Friedensförderung und Entwicklungshilfe, die Situation der Frauen
in Afrika und in der Schweiz sowie die Genfer Initiative. Die jüngsten
Entwicklungen der Afrikanischen Union und der "Neuen
Partnerschaft für die Entwicklung Afrikas" (NEPAD) sowie die
Situation in der Region der Grossen Seen sollen ebenfalls
angesprochen werden. Zudem wird Bundesrätin Micheline Calmy-Rey
Kooperationsprojekte besichtigen, die von der Schweiz unterstützt
werden.
Bundesrätin
Micheline Calmy-Rey wird in Pretoria am 19. Februar die neue
Schweizerische Botschaft einweihen. Teilnehmen werden gegen 200
Persönlichkeiten Südafrikas aus Politik, Wirtschaft,
Gesellschaft, Kultur und aus dem Diplomatischen Corps. Die
Botschaftseröffnung bildet den Auftakt für eine Reihe von
schweizerischen Projekten, welche Präsenz Schweiz zusammen mit
der Botschaft in Pretoria anlässlich von "10 Jahre neues Südafrika"
realisieren wird.
Vom
21. bis 23. Februar 2004 besucht die Vorsteherin des Departements
für auswärtige Angelegenheiten Mosambik, einem Schwerpunktland
der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit. In der Hauptstadt
Maputo wird sie den Aussen- und Kooperationsminister Leonardo
Santos Simâo treffen. Gesprächsthemen sind die bilateralen
Beziehungen, die schweizerischen Zusammenarbeitsprogramme und die
Situation in Mosambik. Wie bereits in Südafrika wird Bundesrätin
Calmy-Rey auch in Mosambik Projekte der Entwicklungshilfe und der
zivilen Friedensförderung besichtigen, die von der Schweiz
unterstützt werden.
Bilaterale
Beziehungen mit Südafrika
Die
Beziehungen zwischen der Schweiz und Südafrika sind sehr gut und
freundschaftlich.
Mit
einem Umsatz von rund einer Milliarde Franken im Jahr 2002 ist die
Schweiz ein wichtiger Handelspartner Südafrikas. Auf bilateraler
Ebene ist Südafrika der wichtigste Handelspartner der Schweiz auf
dem afrikanischen Kontinent.
Mit
Direktinvestitionen in der Höhe von 777 Millionen Franken seit
1994 ist die Schweiz ein wichtiger und stabiler Investor. 2002 war
unser Land der sechstgrösste ausländische Direktinvestor in Südafrika.
Eine Reihe von Schweizer Unternehmen sind in Südafrika tätig.
Viele benutzen Südafrika auch als Basis für ihre Geschäfte im
übrigen Afrika, vor allem im südlichen Afrika.
Tochtergesellschaften und Niederlassungen von Schweizer
Unternehmen in Südafrika, darunter einige grosse multinationale
Konzerne, beschäftigen rund 22'000 Menschen.
Die
Schweiz unterstützt den südafrikanischen Übergangsprozess seit
1994 mit einem besonderen Programm, das auf gute Regierungsführung,
Bildung und Landreform ausgerichtet ist. Die Schweiz war auch das
erste Land, das einen finanziellen Beitrag an den Entschädigungsfonds
der Wahrheits- und Versöhnungskommission leistete und deren
Ermittlungsteam Experten zur Verfügung stellte.
Die
Schweiz hat den wirtschaftlichen und sozialen Wandel in Südafrika
bis jetzt mit insgesamt 150 Millionen Franken unterstützt. Sie gründete
unter anderem die Schweizerisch-südafrikanische
Kooperationsinitiative (Swiss-South African Cooperation
Initiative, SSACI). Diese verfügt über ein Jahresbudget von 2
Millionen Franken (das zur Hälfte von der Direktion für
Entwicklung und Zusammenarbeit und zur Hälfte von Schweizer
Unternehmen finanziert wird, die in Südafrika tätig sind) und
unterstützt Projekte von südafrikanischen Nichtregierungsorganisationen
im Hinblick auf bessere Beschäftigungsmöglichkeiten für
historisch benachteiligte Bevölkerungsgruppen Südafrikas.
Ausserdem
unterstützt die Schweiz eine Reihe von friedenspolitischen
Projekten im südlichen Afrika. Dazu gehören die Errichtung einer
Schlichtungsstelle für Streitigkeiten am Arbeitsplatz (zusammen
mit der Internationalen Arbeitsorganisation) sowie eines Frühwarnsystems
am "Institute for Security Studies" in Pretoria.
Die
schweizerische Wirtschaftszusammenarbeit beinhaltet unter anderem
den Aufbau eines Zentrums für umweltschonende Produktion (Cleaner
Production Center, CPC) zur Erhöhung der Öko-Effizienz gewisser
Industriesektoren. Daneben unterstützt sie die Einführung von
Mechanismen zur Förderung von ausländischen Direktinvestitionen.
Um die Kompetenzen im Bereich des Handelsrechts im südlichen
Afrika auszubauen, trug die Schweiz zur Errichtung eines
handelsrechtlichen Zentrums (Trade Law Centre, TRALAC) an der
Universität von Stellenbosch bei.
Bilaterale
Beziehungen mit Mosambik
Die
Beziehungen zwischen der Schweiz und Mosambik, die bis ins 19.
Jahrhundert zurückreichen (Schweizer Mission), sind traditionell
gut. Sie wurden in den letzten Jahren durch das starke Engagement
der Schweiz in der Entwicklungszusammenarbeit im Schwerpunktland
Mosambik weiter vertieft.
Die
Schweiz spielte auch nach dem Friedensabkommen von Rom von 1992
eine wichtige Rolle, indem sie zur Demobilisierung und
Reintegration von Regierungs- und Guerillatruppen beitrug und
Mosambik im Rahmen der erfolgreichen UNO-Operation ONUMOZ mit
technischer Hilfe unterstützte.
Die
Entwicklungszusammenarbeit und der damit verbundene politische
Dialog stehen im Zentrum der bilateralen Beziehungen. Der
Kulturaustausch zwischen den beiden Ländern ist rege. Auf
weiterhin bescheidenem Niveau bewegt sich das Handelsvolumen.
Die
Entwicklungszusammenarbeit in Mosambik geht auf das Jahr 1979 zurück.
Seit 1985 verfügt die Schweiz in Maputo über ein Kooperationsbüro.
Das Programm 2002-2006 umfasst Aktivitäten der DEZA, der
Politischen Abteilung IV und des seco. Schwerpunkte sind die
Unterstützung der Demokratisierung und Dezentralisierung, die
zivile Friedensförderung, Wirtschaftsförderung, Gesundheit,
Wasser und Hygiene, ländliche Entwicklung sowie Entminung.
Mit
einem Jahresbudget von rund 35 Millionen Franken ist Mosambik
einer der wichtigsten Empfänger schweizerischer
Entwicklungshilfe.
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