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Mit
der Industrialisierung der Schweiz musste sie aus dem Ausland
Arbeitskräfte rekrutieren. Somit fanden zahlreiche ImmigrantInnen
unterschiedlichster Kulturen in der Schweiz Brot und Arbeit. Sie
brachten nicht nur ihre Arbeitskraft mit sich, sondern auch ihre
kulturelle Identität und somit ihre Sprache.
Die
Schweiz ist vielsprachiger, als es die amtliche Viersprachigkeit
verdeutlicht, denn mittlerweile benutzt ein grosser Teil der
Bevölkerung nicht amtliche Sprachen. Dadurch ist die Schweiz ein
mehrsprachiger Raum. Bevor wir uns mit der Mehrsprachigkeit
genauer befassen können, müssen wir uns zunächst mit einigen
Begriffen wie individuelle und kollektive Mehrsprachigkeit
vertraut machen.
Die
Stadt ist der zentrale Ort, in dem Einheimische, Zuzügler,
Pendler, sowie ansässige Menschen aus verschiedenen Kulturen
zusammenfinden. Um die Bedeutung der Sprachen im Stadtleben zu
betrachten, haben wir den Kanton Basel-Stadt mit 100 Sprachen als
ein Modellfall ausgesucht.
In
dieser Arbeit werden wir die Mehrsprachigkeit von ihrer Geschichte
ausgehend bis zum heutigen Zeitpunkt darstellen und politische,
soziale sowie kulturelle Aspekte behandeln.
In
der Arbeit werden für die historische Entwicklung die Archive und
die schriftlichen Quellen als Grundlage genutzt. Für die
Darstellung der aktuellen Situation hingegen werden mit den
Personen, die in ihrem Alltag sich mehrerer Sprachen bedienen,
Interviews durchgeführt.
Mit
den InterviewpartnerInnen wird dann versucht herauszufinden, wie
sich die individuelle Mehrsprachigkeit im Raum Basel Stadt
manifestiert. Das Augenmerk wird sich auf fünf Personen
konzentrieren. In ausführlichen Gesprächen wird versucht,
Zusammenhänge zwischen individueller Identität und Sprachkönnen
deutlich werden zu lassen.
Anhand
von Fragebögen an die einzelnen Familien der
InterviewpartnerInnen wird anschliessend versucht, die gewonnenen
Informationen zu ergänzen. >>> |