Modellversuche zahlen sich aus

BERN. Die Vorteile der Modellversuche im Straf- und Massnahmenvollzug sind erheblich: Die Kosten fallen insbesondere bei der gemeinnützigen Arbeit, teilweise auch bei der elektronischen Überwachung tiefer aus als beim konventionellen Vollzug. Zudem kann damit die Über- resp. Vollbelegung von Vollzugseinrichtungen gesenkt werden. 

Auf dem Weg zu ökologischeren Steuern?

BERN. Der Anteil des Ertrags aus den umweltbezogenen Steuern am Total der Steuereinnahmen und Sozialabgaben ist in rund zehn Jahren von 5% (1990) auf 6,1% (2001) gestiegen. 

Internationale Branchengrössen an den 2. Bieler Kommunikationstagen

BIEL. Die internationale Prominenz der Telekommunikations- und Medienbranche und über 300 Besucher treffen sich an den 2. Bieler Kommunikationstagen am 8. und 9. Mai 2003.

 

 

 

 

 
 

 

 

 

 
 
 
 

30. April 2003

Modellversuche zahlen sich aus

Die Vorteile der Modellversuche im Straf- und Massnahmenvollzug sind erheblich: Die Kosten fallen insbesondere bei der gemeinnützigen Arbeit, teilweise auch bei der elektronischen Überwachung tiefer aus als beim konventionellen Vollzug. Zudem kann damit die Über- resp. Vollbelegung von Vollzugseinrichtungen gesenkt werden. Zu diesem Schluss gelangt eine am Dienstag veröffentlichte Publikation des Bundesamtes für Justiz (BJ).

BERN. Der Bund unterstützt die Kantone seit 1987 bei der Entwicklung und Erprobung von verschiedensten neuen Methoden und Konzepten im Straf- und Massnahmenvollzug und in der Jugendhilfe. Ziel ist es, die Erkenntnisse aus den Modellversuchen, die wissenschaftlich ausgewertet werden, in die Revisionen des Sanktionenrechts einfliessen zu lassen. Die Publikation des BJ über "Neue Wege im Straf- und Massnahmevollzug" schafft erstmals einen Überblick über alle Modellversuche, die in den letzten 15 Jahren erfolgreich durchgeführt worden sind.

Ein Grossteil der Modelle erprobt alternative Vollzugsformen. Damit soll einerseits der Eintritt in die Vollzugseinrichtung verhindert werden, andererseits erhalten die Verurteilten so die Möglichkeit, einen Beitrag zur Wiedergutmachung zu leisten - zumindest symbolisch in Form von gemeinnütziger Arbeit. Zudem können sie trotz Strafe ihrer Arbeit nachgehen und damit weiterhin ihren Lebensunterhalt verdienen. Dies bringt den grossen Vorteil, dass es zu keinem Bruch in der beruflichen und familiären Biografie der verurteilten Person kommt.

Für die Vollzugsbehörden der Kantone ist wichtig, dass die alternativen Methoden oft günstiger sind als der Vollzug hinter Gittern. Ein Vergleich der getesteten Methoden zeigt, dass dies insbesondere für den Vollzug von unbedingten Freiheitsstrafen in Form von gemeinnütziger Arbeit zutrifft. Nur beschränkt gilt dies hingegen für den Vollzug in Halbgefangenschaft, der bis zu 12 Monaten dauern kann und ab einer Dauer von 6 Monaten in einem speziellen Betreuungssetting vollzogen wird.

Neben den Modellversuchen, in denen alternative Vollzugskonzepte erprobt werden,gibt es Programme, die sich an spezifische Gruppen richten, z.B. an Drogenabhängige, an Straftäter mit Persönlichkeitsstörungen oder an leistungsschwache Insassen. Neue Wege werden auch mit der Entwicklung und Erprobung neuer Betreuungsformen beschritten. Dazu zählt etwa der erfolgreich erprobte "Gruppenvollzug" in der geschlossenen Vollzugseinrichtung, wo der Insasse weniger Zeit in seiner Zelle eingeschlossen ist und die Einordnung in eine Gruppe die Basis der Resozialisierung bildet. Eine neue Betreuungsform stellt auch die "Arbeitsprogression" dar: Die oft nicht oder nur ungenügend ausgebildeten Insassen werden schulisch und beruflich gefördert, um deren Startchancen für eine Wiedereingliederung ins Berufsleben zu erhöhen.

Die Publikation kommt zum Schluss, dass die Modellversuche für die Weiterentwicklung des Straf- und Massnahmenvollzugs sowohl nötig als auch sinnvoll sind. Die alleine im Jahr 2001 geleisteten 4'245 Einsätze in gemeinnütziger Arbeit und die mehreren Hundert Vollzüge unter elektronischer Überwachung senkten nicht nur die Vollzugskosten, sondern wirkten sich auch auf die Belegungszahlen der Vollzugseinrichtungen aus. Die Vollbelegung der offenen und halboffenen Vollzugseinrichtungen ist nicht mehr die Norm. Zudem konnte die Überbelegung in Untersuchungsgefängnissen abgebaut werden. Mit dieser Situation steht die Schweiz beinahe alleine da in Europa. Weil die Nachfrage nach Haftplätzen zurück ging, konnte zudem das eine oder andere Bauvorhaben zurück gestellt oder sogar fallen gelassen werden.

Auf dem Weg zu ökologischeren Steuern?

BERN. Der Anteil des Ertrags aus den umweltbezogenen Steuern am Total der Steuereinnahmen und Sozialabgaben ist in rund zehn Jahren von 5% (1990) auf 6,1% (2001) gestiegen. Damit liegt die Schweiz immer noch hinter der Europäischen Union zurück. Dieser Ertrag ist fast zur Hälfte auf die Erhöhung des Steuersatzes auf Treibstoffen zurückzuführen. Den jüngsten Analysen des Bundesamtes für Statistik (BFS) zum Thema ist zu entnehmen, dass lediglich 3% des Ertrags aus den umweltbezogenen Steuern direkt für die Umwelt zweckgebunden sind. Rund 39% dieses Ertrags wurden 2001 zur Finanzierung der Strasseninfrastruktur eingesetzt.nkt für das Treffen der sogenannten G-21 Staaten in Evian (erweiterte G8) geändert. Da George Bush und Pascal Couchepin an dieses Treffen eingeladen wurden, haben sich Washington und Bern gemeinsam entschieden, der Einladung von Präsident Jacques Chirac vorrangig Folge zu leisten.

Internationale Branchengrössen an den 2. Bieler Kommunikationstagen

BIEL. Die internationale Prominenz der Telekommunikations- und Medienbranche und über 300 Besucher treffen sich an den 2. Bieler Kommunikationstagen am 8. und 9. Mai 2003. Der CEO von Orange SA Salomon Trujillo und John Gage, Mitbegründer und Chefentwickler von Sun Microsystems äussern sich unter anderen zur Zukunft der Telekommunikation. Nik Gowing, Hauptprogrammgestalter der BBC, Ibrahim Helal, Chefredaktor von Al Jazeera und Tony Maddox CNN International Senior Vice President for Europe, Africa and the Middle East sprechen über die globale Information in Zeiten von Krieg und Frieden.

 

 

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