VCS fordert Obligatorium

für Partikelfilter

BERN. Der heisse Sommer sorgt in der ganzen Schweiz für alarmierende Ozonkonzentrationen - mit gravierenden Folgen für die Gesundheit. Der VCS  fordert langfristige Massnahmen, namentlich ein Obligatorium für Feinstaubfilter und DeNOx-Katalysatoren bei Dieselfahrzeugen.

Selbsthilfemassnahmen:

Ausdehnung auf

Nichtmitglieder

BERN. Fünf Branchen- und drei Produzenten- organisationen wollen ihre Selbsthilfemassnahmen auch für Nichtmitglieder verbindlich erklären lassen. Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) hat heute die entsprechenden Gesuche an den Bundesrat im Schweizerischen Handelsamtsblatt (SHAB) veröffentlicht.

Massnahmen zur

Verbesserung der

Beschäftigungs-

perspektiven älterer

Arbeitnehmer

BERN. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) führt eine Analyse zu den Beschäftigungsperspektiven älterer Arbeitnehmenden in rund zwanzig Ländern durch, darunter auch der Schweiz.

Leitfaden gegen die

Jugendgewalt

BERN. Die CVP Schweiz ist in Sorge über die zunehmende Gewalt unter Jugendlichen. Sei hat deshalb einen Leitfaden gegen Jugendgewalt publiziert.

Leichte Zunahme der

Asylgesuche

BERN. Im Juli 2003 reichten in der Schweiz 1'791 Menschen ein Asylgesuch ein, was gegenüber dem Vormonat einer Zunahme von 228 Gesuchen entspricht.

 

 

5. August 2003

VCS fordert Obligatorium für Partikelfilter

BERN. Der heisse Sommer sorgt in der ganzen Schweiz für alarmierende Ozonkonzentrationen - mit gravierenden Folgen für die Gesundheit. Der VCS  fordert langfristige Massnahmen, namentlich ein Obligatorium für Feinstaubfilter und DeNOx-Katalysatoren bei Dieselfahrzeugen.

Seit mehreren Wochen leiden Schweizerinnen und Schweizer unter hohen Temperaturen und einem markanten Anstieg des bodennahen Ozons. Dafür verantwortlich sind Stickoxide (NOx) und flüchtige Kohlen-wasserstoffe (VOC). 77% der NOx- Emissionen stammen vom motorisierten Privat- und Schwerverkehr. Besonders viel NOx und karzinogene Feinstäube stossen mit Diesel betriebene Fahrzeuge aus: Dieselmotoren erzeugen drei- bis sechsmal mehr NOx und bis 1000 mal mehr Feinstäube (PM10), als Benziner.

In den meisten Schweizer Städte wurde der Ozongrenzwert von 120 μg/m3 in den letzten Wochen oft und stark überschritten. Das Tessin erreicht Höchstwerte von 250-300 μg/m3, Zürich und Lausanne schwanken zwischen 120 und 150 μg/m3. Aber auch auf dem Land und im Gebirge ist die Situation alarmierend: Sogar im Lungenkurort Davos wird der Grenzwert überschritten. Die Folgen für die Gesundheit sind gravierend: Vor allem Kinder, ältere Menschen und Asthmatiker leiden unter Husten, Atemnot und brennenden Augen. Bei einer Ozonkonzentration von 240 μg/m3 nimmt die Lungenfunktion um 15% ab! Studien weisen einen direkten Zusammenhang zwischen Luftqualität und Sterberate nach: In der Schweiz sind 6% der Todesfälle auf die Luftverschmutzung zurückzuführen, jährlich werden über 2000 Personen hospitalisiert.

Selbsthilfemassnahmen: Ausdehnung auf Nichtmitglieder

BERN. Fünf Branchen- und drei Produzentenorganisationen wollen ihre Selbsthilfemassnahmen auch für Nichtmitglieder verbindlich erklären lassen. Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) hat heute die entsprechenden Gesuche an den Bundesrat im Schweizerischen Handelsamtsblatt (SHAB) veröffentlicht.

Gestützt auf die Artikel 8 und 9 des Landwirtschaftsgesetzes kann der Bundesrat in bestimmten Fällen die von Branchen- und Produzentenorganisationen beschlossenen Selbsthilfe-massnahmen auch für Nichtmitglieder verbindlich erklären. Die Massnahmen müssen die Qualitätsverbesserung, die Absatzförderung oder die Anpassung des Angebots an die Nachfrage betreffen. Grosses Gewicht haben die Repräsentativität der Organisation und deren interne Entscheidungsabläufe.

Die Mehrzahl der Gesuche betrifft die Verlängerung bereits bestehender Massnahmen (Interprofession Gruyère, Interprofession du Vacherin fribourgeois, Schweizerischer Bauernverband) oder eine Anpassung an Beschlüsse der jeweiligen Delegiertenversammlung (Emmentaler Switzerland, Schweizer Milchproduzenten, GalloSuisse).

Dazu kommen drei neue Ausdehnungsgesuche: Die Sortenorganisation Emmentaler Switzerland hat Qualitätsverbesserungsmassnahmen für den Emmentaler Käse festgeschrieben, die Sbrinz Käse GmbH und die Interessengemeinschaft Dinkel Absatzförderungsmassnahmen für Sbrinz, respektive Dinkel.

Mit der Veröffentlichung der Gesuche sollen die Nichtmitglieder der Organisationen über die Gesuche informiert werden. Die Veröffentlichung ist Teil des Vernehmlassungsverfahrens, sie gewährt keine besonderen Einspracherechte.

Massnahmen zur Verbesserung der Beschäftigungsperspektiven älterer Arbeitnehmer

BERN. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) führt eine Analyse zu den Beschäftigungsperspektiven älterer Arbeitnehmenden in rund zwanzig Ländern durch, darunter auch der Schweiz. Ziel ist es, die Regierungen vermehrt für die Notwendigkeit zu sensibilisieren, ältere Arbeitnehmende so lange als möglich und unter möglichst guten Voraussetzungen in der Arbeitswelt zu halten. Vor dem Hintergrund der demographischen Alterung ist diese Frage - nicht zuletzt im Hinblick auf die Finanzierung der Sozialwerke - von erstrangiger Bedeutung.

Für die Schweiz kommt die OECD zum Schluss, dass trotz der im internationalen Vergleich hohen Arbeitsmarktpartizipation älterer Arbeitnehmenden das Arbeitskräftemanagement für diese Alterskategorie(50 und älter) noch nicht optimal ist. Verbesserungsmöglichkeiten sieht die OECD namentlich in der Koordination zwischen den verschiedenen Stellen, die für sozialpolitische und arbeitsmarktliche Belange zuständig sind sowie bei der Koordination zwischen den Kantonen. Die OECD moniert, dass bei Entscheiden auf verschiedenen staatlichen Ebenen und in den einzelnen Sozialwerken den Auswirkungen auf die anderen Bereiche zu wenig Beachtung geschenkt wird.

Dieses Problem wurde in der Schweiz bereits erkannt. Der Bund hat in Zusammenarbeit mit den kantonalen Stellen und den verschiedenen Sozialwerken das Projekt IIZ in die Wege geleitet, das eine verstärkte interinstitutionelle Zusammenarbeit gewährleisten soll. Diese Bestrebungen könnten unter anderem auch die Faktoren, welche die Beschäftigungsfähigkeit der älteren Arbeitnehmenden beeinflussen, verbessern.

Die OECD hebt ausserdem hervor, dass es künftig immer wichtiger sein wird, dass sich die Arbeitnehmenden permanent weiterbilden, damit ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt gewahrt bleiben. Die Empfehlungen der OECD erstrecken sich auch auf andere Bereiche. So müssten die Instrumente der Arbeitslosenversicherung, insbesondere bei Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV), den Besonderheiten der älteren Arbeitslosen noch besser angepasst werden. Gemäss den Empfehlungen der OECD sollte in der Lohnpolitik die altersbezogene Lohnbemessung vermehrt einer kompetenz- und produktivitätsbasierten Bewertung Platz machen, um auf dem Arbeitsmarkt eine grössere Flexibilität in der letzten Phase des Erwerbslebens zu erreichen.

Leitfaden gegen die Jugendgewalt

BERN. Die CVP Schweiz ist in Sorge über die zunehmende Gewalt unter Jugendlichen. Sei hat deshalb einen Leitfaden gegen Jugendgewalt publiziert. Dieser enthält nützliche und konkrete Hinweise für Jugendliche, Eltern und Lehrpersonen, welche im Alltag mit Jugendgewalt konfrontiert werden. Daneben enthält der Leitfaden auch politische Forderungen, welche auf allen staatlichen Ebenen umgesetzt werden müssen.

Leichte Zunahme der Asylgesuche

BERN. Im Juli 2003 reichten in der Schweiz 1'791 Menschen ein Asylgesuch ein, was gegenüber dem Vormonat einer Zunahme von 228 Gesuchen entspricht. Die Zahl der neuen Asylanträge liegt aber deutlich unter der Vergleichszahl vom Juli 2002, als 2'456 Gesuchseingänge registriert wurden. Asylsuchende aus Serbien, Montenegro stehen auch im Juli 2003 mit 248 Gesuchen an erster Stelle. An zweiter Stelle befinden sich Asylsuchende aus der Türkei mit 124 Gesuchen und an dritter Stelle Asylsuchende aus Irak mit 113 Gesuchen.

 

 

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