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Zollkontingent
für Zuchtrinder versteigert
BERN.
Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) hat das Zollkontingent
für Zuchtrinder versteigert. Der durchschnittliche
Steigerungspreis beträgt 480 Franken.
Das
im Juni 2003 gestützt auf die Tierzuchtverordnung ausgeschriebene
Teilzollkontingent umfasst 400 Tiere. Alle natürlichen und
juristischen Personen sowie Personengemeinschaften konnten fünf
Gebote mit verschiedenen Preisen und unterschiedlichen Tierzahlen
einreichen.
60
Personen reichten innerhalb der Einreichungsfrist Gebote für
2’065 Tiere ein. Die Zuteilung der Zollkontingentsanteile
erfolgte in abnehmender Reihenfolge, beginnend beim höchsten
gebotenen Preis. Dabei entsprach der Zuschlagspreis dem gebotenen
Preis (Gebotspreisverfahren). Die tiefsten Gebotspreise, die noch
berücksichtigt werden konnten, lagen bei 405 Franken pro Tier.
Wasserversorgung
weiterhin sichergestellt
Der
Trinkwasserkonsum in der Schweiz nimmt seit 20 Jahren stetig ab.
Durch die enorm hohen Fixkosten der Wasserversorgungen verteuert
sich der Wasserpreis pro Kubikmeter. Dies teilt der Schweizerische
Verein des Gas- und Wasserfaches (SVGW) in einem Communiqué mit.
BERN.
Seit gut 20 Jahren ist der Wasserverbrauch in der Schweiz rückläufig.
1981 verbrauchte die Schweizer Bevölkerung noch über 500 Liter
Trinkwasser pro Einwohner und Tag. Seither sank die Wasserabgabe
um mehr als 100 Liter auf 391 Liter pro Einwohner und Tag. Davon
werden nur wenige Prozente getrunken. Der Grossteil wird für das
Gewerbe, die Industrie und die tägliche Körperhygiene gebraucht.
Allein im Haushalt hat sich der Trinkwasserverbrauch in den
letzten 20 Jahren um 20 Liter verringert und beträgt heute im
Durchschnitt noch 162 Liter pro Einwohner und Tag.
Neuere Produktionsverfahren und Strukturänderungen führten
zu einem markant kleineren Wasserverbrauch in der Industrie.
Wasser
ist fast kostenlos
Wasser
als Rohstoff kostet praktisch nichts, denn davon gibt es in der
Schweiz gesamthaft betrachtet mehr als genug. Der heisse Sommer
2003 führte zwar in einzelnen Gemeinden zu Versorgungsengpässen.
Doch die Wasserversorgungen haben aus dem
Trockenjahr 1976 gelernt. Gesamthaft verfügen sie heute in der
Regel über eine hohe Lieferkapazität und Versorgungssicherheit.
Die
Versorgung mit Trinkwasser kostet
Hingegen
sind die Bereitsstellungs- und Unterhaltskosten für die
Infrastrukturen entscheidend. 53'000 Kilometer
Trinkwasserleitungen müssen in einwandfreiem Zustand gehalten
werden. Bei einer Lebensdauer von rund 50 Jahren werden im
Durchschnitt etwa 2% der Leitungen pro Jahr ersetzt, was rund 1000
km Erneuerung pro Jahr ausmacht. Zudem sind in den letzten Jahren
die Anforderungen an das Lebensmittel Trinkwasser und damit an die
Wasserversorgungen stark angestiegen. Qualifizierte Brunnenmeister
und andere Wasserversorgungsfachleute sorgen rund um die Uhr, 365
Tage im Jahr für hohe Versorgungssicherheit, Qualitätskontrollen
und auch Grundwasserschutz.
Der
reduzierte Verbrauch hat Auswirkungen auf den Wasserpreis, da
Wasserversorgungen einen hohen Fixkostenanteil bis zu 90 % und
einen geringen mengenabhängigen Kostenteil aufweisen. Das heisst,
die rund 1.3 Mia Franken Betriebskosten bleiben für die
Versorgungsunternehmen bestehen, ob ein Tropfen Wasser verkauft
wird oder nicht. Um kostendeckend zu arbeiten, müssen die
kleineren Verkaufsmengen längerfristig durch höhere
Kubikmeterpreise kompensiert werden. Wassersparen zahlt sich
folglich nur beim Heisswasserverbrauch aus, weil dort Energie
gespart werden kann.
Trotzdem
bleibt das Trinkwasser günstig, 1000 Liter kosten im Schweizer
Durchschnitt Fr. 1.60.
Wasserkonsum
entspricht der Menge des Bielersees
Die
Schweizerischen Wasserversorgungen haben 2001 1,04 Milliarden
Kubikmeter Wasser gefördert. Dies entspricht ungefähr der Menge
des Bielersees oder einem Wasserwürfel der Kantenlänge von 1 km.
Das Trinkwasser der Schweiz setzt sich je zu 40% aus Grund- und
Quellwasser zusammen. Die restlichen 20% stammen aus den Seen. Die
Qualität des Wassers ist ausgezeichnet, knapp 40 % erfordern
keinerlei Aufbereitung, die restlichen 60 % werden schonend und
naturnah aufbereitet.
Schweizer
Minenspezialisten helfen im Irak
Minenräumprogramme
im Irak profitieren von Know-how aus dem VBS: Ein Spezialist für
Minendatenbanken ist gegenwärtig im südirakischen Basrah zur
Unterstützung der UNO im Einsatz. Ein Angehöriger des
Festungswachtkorps beendet
diese Woche seinen Einsatz als Supervisor zugunsten einer im Irak
engagierten Schweizer Nichtregierungsorganisation.
BERN.
Ein Minenspezialist des Festungswachtkorps (FWK) stand während
rund zwei Monaten als Supervisor mit der Schweizer
Nichtregierungsorganisation Fondation Suisse de Déminage (FSD) im
Irak im Einsatz. Die FSD ist im Auftrag des UNO-Welternährungsprogrammes
(WFP) in mehreren Provinzen tätig. Die Hauptaufgabe der FSD: die
vom WFP benutzten Verkehrswege und
Infrastrukturen
von Minen und Blindgängern zu befreien. Der Schweizer Supervisor
betreute die einheimischen Minenräumteams vor Ort und bildete
diese aus. Hinzu kam die technisch schwierige Aufgabe der
Kampfmittelbeseitigung. Die Schweizer Supervisoren werden in
Ausbildungskursen des VBS auf diese Aufgabe vorbereitet.
Mitte
Juli entsandte das VBS einen Milizoffizier zugunsten des
UNO-Minenräumprogrammes im Irak; er ist stationiert in Basrah und
unterstützt dort den Aufbau des Bereiches "Mine
Information" und "Geographic Information System",
wo insbesondere auch das von der ETH Zürich entwickelte
Minendatenbanksystem IMSMA zum Einsatz kommt. Diese Datenbank
erleichtert es, Prioritäten für zukünftige Minenräum-Aktivitäten
zu definieren.
Es
ist geplant, dass das VBS den Minenräumprogrammen im Irak
technisches Material zur berührungsfreien Zerstörung von Minen
und Blindgängern liefert; dadurch können vor Ort sowohl die
Sicherheit der Minenräumer als auch die Räumgeschwindigkeit erhöht
werden. Bei diesem Material handelt es sich um ein schweizerisches
Produkt.
Mit
diesen Einsätzen setzt die Schweizer Armee das 1997 vor dem
Hintergrund ihres Friedensförderungsauftrages begonnene
Engagement im Bereich der
humanitären Minenräumung
fort. Neben dem Engagement im Irak beteiligt sich die Schweiz mit
Spezialisten an Minenräumprogrammen in Albanien, Tschad, Irak,
Eritrea, Sri Lanka und Somaliland. Zum Einsatz gelangen sowohl
Milizoffiziere als auch Angehörige der Gruppe Rüstung und des
FWK. Ziel des VBS ist es, mittel- bis langfristig rund zehn
Spezialisten permanent im Einsatz zu haben.
Start
des Filmfestivals Locarno
LOCARNO.
Heute beginnt das Internationale Filmfestival Locarno auf der
Piazza Grande. Den Festivalauftakt macht Vincente Minellis «The
Band Wagon» aus dem Jahr 1953. Preisverleihung ist am 16. August.
Am Festival werden rund 440 Filme gezeigt, 100 mehr als letztes
Jahr.
Linie
Luzern-Zürich wieder in Betrieb
LUZERN.
Das von der grossen Hitze verformte Bahngleis zwischen Cham
und Rotkreuz ist in der Nacht auf Mittwoch wieder funktionstüchtig
gemacht worden. Die SBB-Linie Luzern-Zürich konnte daher von
Betriebsbeginn weg wieder normal verkehren.
Anaplasmose-Fall
vor einem Jahr: Schweiz rüstet sich für kommende Tierkrankheiten
BERN.
Die Schweiz muss im Zuge des wachsenden internationalen
Handels und der Klimaerwärmung mit neuen Tierkrankheiten rechnen.
Deutlich gemacht hat das der Anaplasmose-Ausbruch in einem Stall
in Chur vor einem Jahr. Beinahe 300 Kühe mussten damals getötet
werden - ein in der Schweiz bis dahin unbekanntes Ausmass dieser
Krankheit. Forschende der Universität Zürich, des Instituts für
Viruskrankheiten und Immunprophylaxe (IVI) und des Bundesamtes für
Veterinärwesen (BVET) klären nun die Hintergründe des
Ausbruches und machen die Schweiz für möglicherweise kommende
Seuchen wie die Blauzungenkrankheit bereit.
Offizieller
Arbeitsbesuch des israelischen Aussenministers Silvan Shalom
BERN.
Am 11. August 2003 empfängt Bundesrätin Micheline Calmy-Rey,
die Vorsteherin des Eidgenössischen Departements für auswärtige
Angelegenheiten, den israelischen Aussenminister Silvan Shalom in
Bern.
Es
handelt sich um den ersten offiziellen Arbeitsbesuch Silvan
Shaloms als Aussenminister. Bei den Gesprächen werden
verschiedene Fragen im Zusammenhang mit den bilateralen
Beziehungen zwischen der Schweiz und Israel, insbesondere
politischer, diplomatischer und wirtschaftlicher Art, besprochen.
Weiter steht ein Meinungsaustausch über die Entwicklung der
Situation im Nahen Osten auf dem Programm. Dabei werden die beiden
Minister die jüngsten Anstrengungen der Konfliktparteien zur
Umsetzung des Friedensplans des Nahost-Quartetts erörtern.
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