Zollkontingent für Zuchtrinder versteigert

BERN. Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) hat das Zollkontingent für Zuchtrinder versteigert. Der durchschnittliche Steigerungspreis beträgt 480 Franken.

Wasserversorgung weiterhin  sichergestellt

BERN. Der Trinkwasserkonsum in der Schweiz nimmt seit 20 Jahren stetig ab. Durch die enorm hohen Fixkosten der Wasserversorgungen verteuert sich der Wasserpreis pro Kubikmeter. Dies teilt der Schweizerische Verein des Gas- und Wasserfaches (SVGW) in einem Communiqué mit.

Schweizer Minenspezialisten helfen im Irak

BERN. Minenräumprogramme im Irak profitieren von Know-how aus dem VBS: Ein Spezialist für Minendatenbanken ist gegenwärtig im südirakischen Basrah zur Unterstützung der UNO im Einsatz. Ein Angehöriger des Festungswachtkorps  beendet diese Woche seinen Einsatz als Supervisor zugunsten einer im Irak engagierten Schweizer Nichtregierungsorganisation.

Start des Filmfestivals Locarno

LOCARNO. Heute beginnt das Internationale Filmfestival Locarno auf der Piazza Grande. Den Festivalauftakt macht Vincente Minellis «The Band Wagon» aus dem Jahr 1953. Preisverleihung ist am 16. August.

Linie Luzern-Zürich wieder in Betrieb

LUZERN. Das von der grossen Hitze verformte Bahngleis zwischen Cham und Rotkreuz ist in der Nacht auf Mittwoch wieder funktionstüchtig gemacht worden.

Anaplasmose-Fall vor einem Jahr: Schweiz rüstet sich für kommende  Tierkrankheiten

BERN. Die Schweiz muss im Zuge des wachsenden internationalen Handels und der Klimaerwärmung mit neuen Tierkrankheiten rechnen. Deutlich gemacht hat das der Anaplasmose-Ausbruch in einem Stall in Chur vor einem Jahr.

Offizieller Arbeitsbesuch des israelischen Aussenministers Silvan Shalom

BERN. Am 11. August 2003 empfängt Bundesrätin Micheline Calmy-Rey, die Vorsteherin des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten, den israelischen Aussenminister Silvan Shalom in Bern.

 

 

6. August 2003

Zollkontingent für Zuchtrinder versteigert

BERN. Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) hat das Zollkontingent für Zuchtrinder versteigert. Der durchschnittliche Steigerungspreis beträgt 480 Franken.

Das im Juni 2003 gestützt auf die Tierzuchtverordnung ausgeschriebene Teilzollkontingent umfasst 400 Tiere. Alle natürlichen und juristischen Personen sowie Personengemeinschaften konnten fünf Gebote mit verschiedenen Preisen und unterschiedlichen Tierzahlen einreichen.

60 Personen reichten innerhalb der Einreichungsfrist Gebote für 2’065 Tiere ein. Die Zuteilung der Zollkontingentsanteile erfolgte in abnehmender Reihenfolge, beginnend beim höchsten gebotenen Preis. Dabei entsprach der Zuschlagspreis dem gebotenen Preis (Gebotspreisverfahren). Die tiefsten Gebotspreise, die noch berücksichtigt werden konnten, lagen bei 405 Franken pro Tier.

Wasserversorgung weiterhin  sichergestellt

Der Trinkwasserkonsum in der Schweiz nimmt seit 20 Jahren stetig ab. Durch die enorm hohen Fixkosten der Wasserversorgungen verteuert sich der Wasserpreis pro Kubikmeter. Dies teilt der Schweizerische Verein des Gas- und Wasserfaches (SVGW) in einem Communiqué mit.

BERN. Seit gut 20 Jahren ist der Wasserverbrauch in der Schweiz rückläufig. 1981 verbrauchte die Schweizer Bevölkerung noch über 500 Liter Trinkwasser pro Einwohner und Tag. Seither sank die Wasserabgabe um mehr als 100 Liter auf 391 Liter pro Einwohner und Tag. Davon werden nur wenige Prozente getrunken. Der Grossteil wird für das Gewerbe, die Industrie und die tägliche Körperhygiene gebraucht. Allein im Haushalt hat sich der Trinkwasserverbrauch in den letzten 20 Jahren um 20 Liter verringert und beträgt heute im Durchschnitt noch 162 Liter pro Einwohner und Tag.  Neuere Produktionsverfahren und Strukturänderungen führten zu einem markant kleineren Wasserverbrauch in der Industrie.

Wasser ist fast kostenlos

Wasser als Rohstoff kostet praktisch nichts, denn davon gibt es in der Schweiz gesamthaft betrachtet mehr als genug. Der heisse Sommer 2003 führte zwar in einzelnen Gemeinden zu Versorgungsengpässen. Doch die Wasserversorgungen haben aus dem
Trockenjahr 1976 gelernt. Gesamthaft verfügen sie heute in der Regel über eine hohe Lieferkapazität und Versorgungssicherheit.

Die Versorgung mit Trinkwasser kostet

Hingegen sind die Bereitsstellungs- und Unterhaltskosten für die Infrastrukturen entscheidend. 53'000 Kilometer Trinkwasserleitungen müssen in einwandfreiem Zustand gehalten werden. Bei einer Lebensdauer von rund 50 Jahren werden im Durchschnitt etwa 2% der Leitungen pro Jahr ersetzt, was rund 1000 km Erneuerung pro Jahr ausmacht. Zudem sind in den letzten Jahren die Anforderungen an das Lebensmittel Trinkwasser und damit an die Wasserversorgungen stark angestiegen. Qualifizierte Brunnenmeister und andere Wasserversorgungsfachleute sorgen rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr für hohe Versorgungssicherheit, Qualitätskontrollen und auch Grundwasserschutz.

Der reduzierte Verbrauch hat Auswirkungen auf den Wasserpreis, da Wasserversorgungen einen hohen Fixkostenanteil bis zu 90 % und einen geringen mengenabhängigen Kostenteil aufweisen. Das heisst, die rund 1.3 Mia Franken Betriebskosten bleiben für die Versorgungsunternehmen bestehen, ob ein Tropfen Wasser verkauft wird oder nicht. Um kostendeckend zu arbeiten, müssen die kleineren Verkaufsmengen längerfristig durch höhere Kubikmeterpreise kompensiert werden. Wassersparen zahlt sich folglich nur beim Heisswasserverbrauch aus, weil dort Energie gespart werden kann.

Trotzdem bleibt das Trinkwasser günstig, 1000 Liter kosten im Schweizer Durchschnitt Fr. 1.60.

Wasserkonsum entspricht der Menge des Bielersees

Die Schweizerischen Wasserversorgungen haben 2001 1,04 Milliarden Kubikmeter Wasser gefördert. Dies entspricht ungefähr der Menge des Bielersees oder einem Wasserwürfel der Kantenlänge von 1 km. Das Trinkwasser der Schweiz setzt sich je zu 40% aus Grund- und Quellwasser zusammen. Die restlichen 20% stammen aus den Seen. Die Qualität des Wassers ist ausgezeichnet, knapp 40 % erfordern keinerlei Aufbereitung, die restlichen 60 % werden schonend und naturnah aufbereitet.

Schweizer Minenspezialisten helfen im Irak

Minenräumprogramme im Irak profitieren von Know-how aus dem VBS: Ein Spezialist für Minendatenbanken ist gegenwärtig im südirakischen Basrah zur Unterstützung der UNO im Einsatz. Ein Angehöriger des Festungswachtkorps  beendet diese Woche seinen Einsatz als Supervisor zugunsten einer im Irak engagierten Schweizer Nichtregierungsorganisation.

BERN. Ein Minenspezialist des Festungswachtkorps (FWK) stand während rund zwei Monaten als Supervisor mit der Schweizer Nichtregierungsorganisation Fondation Suisse de Déminage (FSD) im Irak im Einsatz. Die FSD ist im Auftrag des UNO-Welternährungsprogrammes (WFP) in mehreren Provinzen tätig. Die Hauptaufgabe der FSD: die vom WFP benutzten Verkehrswege und

Infrastrukturen von Minen und Blindgängern zu befreien. Der Schweizer Supervisor betreute die einheimischen Minenräumteams vor Ort und bildete diese aus. Hinzu kam die technisch schwierige Aufgabe der Kampfmittelbeseitigung. Die Schweizer Supervisoren werden in Ausbildungskursen des VBS auf diese Aufgabe vorbereitet.

Mitte Juli entsandte das VBS einen Milizoffizier zugunsten des UNO-Minenräumprogrammes im Irak; er ist stationiert in Basrah und unterstützt dort den Aufbau des Bereiches "Mine Information" und "Geographic Information System", wo insbesondere auch das von der ETH Zürich entwickelte Minendatenbanksystem IMSMA zum Einsatz kommt. Diese Datenbank erleichtert es, Prioritäten für zukünftige Minenräum-Aktivitäten zu definieren.

Es ist geplant, dass das VBS den Minenräumprogrammen im Irak technisches Material zur berührungsfreien Zerstörung von Minen und Blindgängern liefert; dadurch können vor Ort sowohl die Sicherheit der Minenräumer als auch die Räumgeschwindigkeit erhöht werden. Bei diesem Material handelt es sich um ein schweizerisches Produkt.

Mit diesen Einsätzen setzt die Schweizer Armee das 1997 vor dem Hintergrund ihres Friedensförderungsauftrages begonnene Engagement im Bereich der humanitären Minenräumung fort. Neben dem Engagement im Irak beteiligt sich die Schweiz mit Spezialisten an Minenräumprogrammen in Albanien, Tschad, Irak, Eritrea, Sri Lanka und Somaliland. Zum Einsatz gelangen sowohl Milizoffiziere als auch Angehörige der Gruppe Rüstung und des FWK. Ziel des VBS ist es, mittel- bis langfristig rund zehn Spezialisten permanent im Einsatz zu haben.

Start des Filmfestivals Locarno

LOCARNO. Heute beginnt das Internationale Filmfestival Locarno auf der Piazza Grande. Den Festivalauftakt macht Vincente Minellis «The Band Wagon» aus dem Jahr 1953. Preisverleihung ist am 16. August. Am Festival werden rund 440 Filme gezeigt, 100 mehr als letztes Jahr.

Linie Luzern-Zürich wieder in Betrieb

LUZERN. Das von der grossen Hitze verformte Bahngleis zwischen Cham und Rotkreuz ist in der Nacht auf Mittwoch wieder funktionstüchtig gemacht worden. Die SBB-Linie Luzern-Zürich konnte daher von Betriebsbeginn weg wieder normal verkehren.

Anaplasmose-Fall vor einem Jahr: Schweiz rüstet sich für kommende  Tierkrankheiten

BERN. Die Schweiz muss im Zuge des wachsenden internationalen Handels und der Klimaerwärmung mit neuen Tierkrankheiten rechnen. Deutlich gemacht hat das der Anaplasmose-Ausbruch in einem Stall in Chur vor einem Jahr. Beinahe 300 Kühe mussten damals getötet werden - ein in der Schweiz bis dahin unbekanntes Ausmass dieser Krankheit. Forschende der Universität Zürich, des Instituts für Viruskrankheiten und Immunprophylaxe (IVI) und des Bundesamtes für Veterinärwesen (BVET) klären nun die Hintergründe des Ausbruches und machen die Schweiz für möglicherweise kommende Seuchen wie die Blauzungenkrankheit bereit.

Offizieller Arbeitsbesuch des israelischen Aussenministers Silvan Shalom

BERN. Am 11. August 2003 empfängt Bundesrätin Micheline Calmy-Rey, die Vorsteherin des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten, den israelischen Aussenminister Silvan Shalom in Bern.

Es handelt sich um den ersten offiziellen Arbeitsbesuch Silvan Shaloms als Aussenminister. Bei den Gesprächen werden verschiedene Fragen im Zusammenhang mit den bilateralen Beziehungen zwischen der Schweiz und Israel, insbesondere politischer, diplomatischer und wirtschaftlicher Art, besprochen. Weiter steht ein Meinungsaustausch über die Entwicklung der Situation im Nahen Osten auf dem Programm. Dabei werden die beiden Minister die jüngsten Anstrengungen der Konfliktparteien zur Umsetzung des Friedensplans des Nahost-Quartetts erörtern.

 

 

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