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Massnahmen
gegen Rammbockeinbrüche
ZÜRICH.
Die Stadt Zürich und die Vereinigung Zürcher Bahnhofstrasse
haben sich auf Sofortmassnahmen gegen so genannte Rammbockeinbrüche
geeinigt. Nächste Woche werden Findlinge als
provisorische Hindernisse vor Bijouterien aufgestellt.
Danach erarbeitet das Tiefbauamt ein Konzept für definitive
Massnahmen.
Vertreter
der Stadt Zürich und der Bijoutiers der Vereinigung Zürcher
Bahnhofstrasse haben am Donnerstagmorgen eine gemeinsame Begehung
durchgeführt. Sie einigten sich auf bauliche Sofortmassnahmen
gegen Rammbockeinbrüche und legten Standorte fest.
Vor
sieben Geschäften an der Bahnhofstrasse und zwei Geschäften in
Seitenstrassen wird das Tiefbauamt ab kommendem Dienstagabend
provisorische Hindernisse aufstellen. Dabei handelt es sich um
Findlinge in der
Richtgrösse 100x100x80 cm mit einer Masse von je rund 2 Tonnen.
Die Findlinge werden fest im Boden verankert. Die Anzahl variiert
je nach Geschäft von einem bis sechs. Die Hindernisse in der
Bahnhofstrasse werden mehrheitlich entlang der Baumachse
aufgestellt. Vor der Bijouterie Türler am Paradeplatz wurden Standorte festgelegt, welche
die Passagiere der Tramlinie 11 möglichst nicht beeinträchtigen.
Diese
Sofortmassnahmen kosten schätzungsweise 35'000 Franken. Für
deren Begleichung werden Stadt und Bijoutiers einen Kostenteiler
festlegen.
Die
heutige Begehung und die daraus folgenden Schritte sind das
Ergebnis einer Besprechung von Vertretungen der Stadt und der
Vereinigung Zürcher Bahnhofstrasse, die Stadtrat Martin Waser im
Juli auf Ersuchen von Bijoutiers einberufen hatte. An der
Besprechung war zudem vereinbart worden, dass unter der Federführung
des Tiefbauamtes noch dieses Jahr ein Konzept für eine definitive
Lösung erarbeitet wird. Deren Finanzierung ist noch nicht
bestimmt.
Neben
den Sicherheitsbedürfnissen der Geschäfte ist auch den
Anforderungen an Ästhetik und Zugänglichkeit des öffentlichen
Raums zu entsprechen.
Zunahme
der Stellensuchenden
FRAUENFELD.
Wie bereits in den vergangenen beiden Jahren ist auch im Juli 2003
im Kanton Thurgau die Zahl der Stellensuchenden angestiegen. 2001
war eine Zunahme von 52 und 2002 eine von 67 zu verzeichnen.
Dieses Jahr betrug der Anstieg 94 Personen. Ein derart starker
Anstieg im Juli erfolgte letztmals 1996. Die Quote stieg neu auf
4,2 Prozent (+ 0.1). Wie im Juni betraf die Zunahme nur Frauen (+
102), die Zahl der Männer nahm sogar um 8 ab.
Kultursee
FRAUENFELD.
Der Monat September wird zum Kulturmonat im Jubiläumsjahr des
Kantons Thurgau. Unter dem Leitmotiv „See und Grenze“ zeigen
Thurgauer Kulturschaffende Einzigartiges: Alle Angebote werden
eigens für diesen Jubiläumsmonat geschaffen. Die Vorbereitungen
laufen seit Monaten.
Zwei
Theaterproduktionen stehen auf dem Programm. „Der Fall Gruber“
des Theaters Theagovia handelt von einer verbotenen Liebe und
zeichnet ein Sittenbild des Thurgaus aus dem
frühen 19. Jahrhundert. Aufgeführt wird diese
Eigenproduktion in der Psychiatrischen Klinik in Münsterlingen.
Mit dem „Sagenhaften Zug“ macht die Truppe des „Theaters
Jetzt“ Station an verschiedenen Bahnhöfen entlang der Seelinie.
Im schienenmobilen Eisenbahnwagen wird Sagenhaftes aus alten
Zeiten für Jung und Alt gezeigt.
Die
Memoiren der Offiziersfrau Regula Engel, einer Amazone aus
napoleonischer Zeit, bringt uns die Schauspielerin Astrid Keller näher.
Die vom See-Burgtheater Kreuzlingen organisierten Lesungen finden
auf verschiedenen Schlössern der Seeregion statt.
Jederzeit
zu besichtigen ist die Freiluft-Ausstellung „Gedächtnis einer
Landschaft“ entlang der Bodensee-/Rheinachse. Die zehn
Kunstplanen im Gigaformat von Richard Tisserand verweisen auf
nicht realisierte Bauprojekte, welche die idyllisch erhaltene
Landschaft dauerhaft verändert hätten.
Eine
besondere Atmosphäre werden
die Videoinstallationen der KünstlerInnengruppe Thurgau im
Hänkiturm in Diessenhofen hervorzaubern. Das Gesamtkunstwerk ist
das Resultat eines gemeinsamen Prozesses, trägt aber auch die
individuelle Handschrift von zehn Kunstschaffenden. An der
Vernissage sind faszinierende Klanggebilde des Quintetts
„Solaris“ zu hören. Die neu formierte Band verknüpft
scheinbar unvereinbare Musikstile. Im Rahmen von Kultursee sind
drei weitere Auftritte geplant.
Das
„forum andere musik“ und der „jazzclub konstanz“ laden am
zweiten September-Wochenende ein zur 24-Stunden-Veranstaltung
„Migration“. Kreuzlingen hat einen hohen Anteil an ausländischen
Bewohnerinnen und Bewohnern. Diesem kulturellen Reichtum wird mit
einem ausgedehnten und farbigen Programm Rechnung getragen.
Mit
dabei ist auch die Litera-Tour des IBC. Auf der „Graf
Zeppelin“ lesen Martin R. Dean, Evelyne Hasler, Hanns Josef
Ortheil und Szuszanna Gahse. Vorgestellt wird zudem eine neue
Literaturzeitschrift und das Stadttheater Konstanz spielt aus
„Heidiland“.
Wasserräuber
erwischt – hohe Bussen drohen
SOLOTHURN.
Die Polizei und die Fischereiaufseher haben im Gäu und im
Bucheggberg Landwirte beim "Wasserklau" erwischt. Einige
hatten keine Bewilligung für die Wasserentnahme, andere, die
Bewilligungen hatten, schöpften weit über die ihnen erlaubten
Mengen Wasser ab. Den Fehlbaren drohen hohe Bussen.
Arbeitslosenquote
weiter bei 3.1%
SOLOTHURN.
Die Zahl der Arbeitslosen stieg im Juli 2003 im Kanton Solothurn
im Vergleich zum Vormonat von 4091 Personen auf 4106 Personen, die
Arbeitslosenquote blieb jedoch unverändert bei 3.1%. Die Zahl der
Stellensuchenden sank von 6860 auf 6763. Die Stellensuchendenquote
fiel von von 5.2% auf 5.1%. Die leichte Abnahme bei den
Stellensuchenden ist nicht zuletzt auf saisonale Verbesserungen im
Bau- und Gastgewerbe zurückzuführen. Auffallend ist, dass sich
der Bestandesrückgang auf die Gruppen der Männer und der Ausländer
beschränkte.
Galgenbucktunnel
SCHAFFHAUSEN.
Wie das eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr,
Energie, Kommunikation zum 7. langfristigen Bauprogramm des Bundes
mitteilt, schlägt sich die angespannte Situation der
Bundesfinanzen im 7. langfristigen Bauprogramm der
Nationalstrassen nieder. Das Departement weist darauf hin, dass
Budgetkürzungen und das Entlastungsprogramm 2003 des Bundes
steigenden Forderungen aus den Kantonen gegenüber stehen würden.
Durch eine Priorisierung von Neu- und Ausbauprojekten werde im vom
Bundesrat gutgeheissenen 7. langfristigen Bauprogramm das
vorhandene Geld so effizient wie möglich eingesetzt. In vielen
Kantonen kommt es dadurch zu Bauverzögerungen; bei Neubaustrecken
namentlich in den Kantonen Bern, Wallis, Obwalden und Jura. Es ist
daher erfreulich, dass das für den Kanton Schaffhausen bedeutende
Projekt der Erweiterung des Anschlusses A4 Schaffhausen-Süd
(Galgenbucktunnel) im 7. langfristigen Bauprogramm enthalten und
nicht zurückgestellt worden ist. Gemäss Annahmen des Bundes kann
mit einem Baubeginn im Jahre 2008 gerechnet werden. Eine
Inbetriebnahme des Tunnels dürfte im Jahre 2012 erfolgen. Der im
Bauprogramm enthaltene Zeitplan geht von einem für die
Projektierung und Genehmigung üblichen Zeitrahmen aus, ohne Berücksichtigung
allfälliger Rechtsmittelverfahren. Zur Zeit wird das generelle
Projekt ausgearbeitet. Es ist eine der Zielsetzungen des
generellen Projekts, für die Kostenplanung möglichst genaue
Werte zu erhalten. Diese werden voraussichtlich im zweiten
Halbjahr 2004 vorliegen.
Im
Wald und in Waldesnähe kein Feuer entfachen
ST.
GALLEN. Auf dem Gebiet des Kantons St.Gallen ist es ab sofort
verboten, im Wald oder in Waldesnähe Feuer zu entzünden. Das
Verbot gilt auch für fest eingerichtete Feuerstellen an solchen
Orten.
Seit
Ende Juli sind keine Niederschläge mehr gefallen, und die seit
Tagen andauernde Hitzewelle bringt Temperaturen bis 35 Grad. Eine
Wetteränderung mit grösseren Niederschlägen zeichnet sich bis
mindestens Mitte nächster Woche nicht ab. Die Gefahr von Waldbränden
steigt dadurch täglich.
Der
Kanton St.Gallen verbietet deshalb ab sofort und bis auf Widerruf,
im Wald und in Waldesnähe offenes Feuer zu entfachen. Dies gilt
insbesondere auch für Grillfeuer im Wald an dafür eingerichteten
Feuerstellen. Die Gemeinden können unter Verordnung
entsprechender Sicherheitsvorkehrungen Ausnahmebewilligungen
erteilen.
Keine
Betriebsbewilligung zur Führung einer Scientology-Schule
LUZERN.
Der Verein "Tagesschule im Grünen Littauerberg" erhält
vom Luzerner Bildungs- und Kulturdepartement BKD keine Bewilligung
zur Führung einer privaten Tagesschule auf der Stufe Kindergarten
und Primarschule. Dem Verein fehle die "Vertrauenswürdigkeit
zur Erfüllung dieser öffentlichen Aufgabe" begründet das
BKD seinen Entscheid.
Mit
Beschluss vom 5. August 2003 hat das Bildungs- und
Kulturdepartement das Gesuch des Vereins "Tagesschule im Grünen
Littauerberg" zur Erteilung einer Betriebsbewilligung zur Führung
einer Privatschule auf Stufe Kindergarten und Primarstufe
abgelehnt. Die Ablehnung wird damit begründet, dass es der Trägerschaft
an der notwendigen Vertrauenswürdigkeit zur Erfüllung dieser öffentlichen
Aufgabe fehlt, weil diese Sandra Planzer erneut als
hauptverantwortliche Klassenlehrerin an der neuen Schule einsetzen
wollte.
Sandra
Planzer musste ihre Privatschule "Freie Primarschule Sandra
Planzer" auf dem Littauerberg nach dem Entscheid des
Bundesgerichts vom April 2003 auf Ende Juli 2003 schliessen. Gestützt
auf den Entscheid des Bundesgerichts kann unter dem Gesichtspunkt
der Vertrauenswürdigkeit von einer Trägerschaft die redliche Erfüllung
der übertragenen Aufgaben erwartet werden, was unter anderem
bezweckt, die Kinder präventiv vor einem intoleranten und mit den
Werten der Volksschule unvereinbaren Unterricht zu schützen. Mit
dem erneuten geplanten Einsatz von Sandra Planzer als
hauptverantwortlicher Lehrerin würden die Kinder nach Meinung des
Bildungs- und Kulturdepartements vor einem solchen Unterricht
nicht geschützt.
"SOS-Lehrstelle"
erfolgreich abgeschlossen
AARAU.
Dank zusätzlichem Beratungs- und Betreuungsangebot durch die
Berufs-informationszentren (BIZ) Aarau und Baden konnten viele
bisher stellenlose Schulabgängerinnen und Schulabgänger kurz vor
den Sommerferien neuen Mut schöpfen und eine Anschlusslösung
finden. "SOS-Lehrstelle" wurde vom Departement BKS mit
Geldern aus dem Lehrstellenbeschluss II ermöglicht.
"SOS-Lehrstelle"
richtete sich an Jugendliche ohne Anschlussperspektive nach der
obligatorischen Schulzeit. Ohne Anmeldung konnten sie vom 10. bis
27. Juni jeden Nachmittag individuelle Hilfe einholen bei der
Suche nach einem Ausbildungsplatz oder einer Zwischenlösung.
Über
200 Jugendliche aus dem ganzen Kanton nahmen das Angebot wahr.
Offensichtlich entsprach es den Bedürfnissen der Jugendlichen,
nicht zuletzt auch dadurch, dass die Beratung unkompliziert und
einfach zugänglich war. Es zeigte sich deutlich, dass sich
Jugendliche am Ende der Schulzeit bis zum Schluss motiviert für
einen Ausbildungsplatz einsetzen.
Bis
zum Stichtag 20. Juli wurde für 85 Jugendliche eine Anschlusslösung
gefunden (Lehr- oder Anlehrstellen, Schulen, Zwischenjahre). Viele
weitere konnten durch die Beratung neu motiviert werden. Etliche
Zusagen sind noch ausstehend.
Die
Aktion stiess sowohl bei den betroffenen Schülerinnen und Schülern,
wie auch bei deren Lehrpersonen, den Eltern und den
Ausbildungsbetrieben auf grosses Echo. Das positive Resultat der
Aktion ist auf intensive Zusammenarbeit aller beteiligten Partner
aus Schule, Elternhaus, Wirtschaft und öffentlicher Hand
(kantonale Verwaltung, regionale Berufsberatungsstellen) zurückzuführen.
Sie alle haben erkannt, dass es weder menschlich, noch sozial oder
volkswirtschaftlich zu verantworten ist, dass Jugendlichen der
Anschluss ins Erwerbs- und Erwachsenenleben nach der Schule
verwehrt bleibt. Die Task-Force des Bundes schätzt die Lage auf
dem Lehrstellenmarkt als "stabil, aber angespannt" ein.
Massnahmen für eine erneute Durchführung 2004 werden gegenwärtig
geprüft.
Neues
Sicherheitskonzept für die Schulen von Basel-Stadt
Mit
Beginn des Schuljahrs 2003/2004 tritt in allen Schulen in Basel
ein neues Sicherheitskonzept in Kraft. Notruf-Schilder mit den
wichtigsten Telefonnummern werden in allen Klassenzimmern aufgehängt,
und Informationsblätter in den Lehrerinnen- und Lehrerzimmern
vermitteln die wichtigsten Verhaltensregeln sowie Angaben zum
Sicherheitsteam im Schulhaus. Die neue Sicherheitsorganisation
beschränkt sich auf Grundregeln und ermöglicht damit jedem
Schulhaus ein eigenständiges und auf seine Bedürfnisse und
Eigenheiten ausgerichtetes Handeln.
BASEL.
Wenn Schülerinnen und Schüler am kommenden Montag in ihre
Klassenzimmer strömen, werden sie neben der Türe
Notruf-Schildchen mit den wichtigsten Telefonnummern vorfinden. In
den Lehrerinnen- und Lehrerzimmern werden zudem farbige
Informationsblätter hängen, welche die wichtigsten
Verhaltensregeln im Falle von Notfallsituationen sowie Angaben zum
örtlichen Sicherheitsteam und zum Sammelplatz enthalten. Diese
beiden Massnahmen sind Teil des neuen Sicherheitskonzepts für die
Schulen von Basel-Stadt.
Mit
dem Projekt «Sicherheit an den Schulen» will das
Erziehungsdepartement die Auftragslage und die Zuständigkeiten klären.
Das neue Sicherheitskonzept ist einfach, damit es auch praktikabel
bleibt. Es sieht bloss ein erforderliches Minimum an Regeln vor
und soll genügend Raum für situatives Handeln lassen. Weil sich
die Verhältnisse von Standort zu Standort unterschiedlich präsentieren,
muss die Weiterentwicklung jeweils vom einzelnen Schulhaus
ausgehen.
Bis
Ende August 2003 wird in jedem Schulhaus ein Sicherheitsteam
gebildet, bestehend aus einer Person aus der Schulhausleitung oder
Schulleitung, dem Schulhauswart oder der Schulhauswartin und nach
Bedarf aus einer Lehrperson. Das Team ist zuständig für die
Notfallorganisation und instruiert nach Bedarf die Lehrerinnen und
Lehrer. Im Ereignisfall ist das Team erster Ansprechpartner und
Kommunikationsdrehscheibe, seine Mitglieder werden mit Infoblättern
zum Verhalten in elementaren Sicherheitsfragen ausgestattet.
Das
Erziehungsdepartement stellt einen Sicherheitsbeauftragten als
Bindeglied zwischen den Sicherheitsteams in den Schulen und Schulhäusern
und den professionellen Partnern Feuerwehr, Polizei, Sanitätsdienst
und weiteren Stellen.
Klee-Ausstellung
bei Beyeler
BASEL.
Paul Klee schuf zwischen 1933 und 1940 ein vielgestaltiges Spätwerk,
das zu den bedeutendsten der Moderne gehört. Die Fondation
Beyeler bietet in
einer grossen Sonderausstellung einen breit angelegten Überblick
über diese dramatisch verlaufene letzte Werkphase des Künstlers.
Die Ausstellung ist in Zusammenarbeit mit dem Sprengel Museum
Hannover entstanden, wo
sie vom 23. November 2003 bis 15.Februar 2004 zu sehen ist. Es
handelt
sich um die seit 1990 erste umfassende Präsentation dieser
letzten Schaffensjahre des grossen Bildermagiers Paul Klee.
Ausgangspunkt
ist das Jahr der Machtergreifung der Nationalsozialisten in
Deutschland: Im April 1933 wird Klee mit sofortiger Wirkung von
der Düsseldorfer Akademie beurlaubt, an der er seit 1931 lehrte,
und emigriert im Dezember in
seine Jugendstadt Bern. Diese radikal geänderten Lebensumstände
wirken sich nachhaltig auf sein künstlerisches Schaffen
aus. Arbeitete der Künstler ab 1933 unter dem unmittelbaren
Eindruck der politischen Bedrohung der europäischen Kultur und
ihrer Avantgarden, so kam ab 1935/36 die ganz persönliche Tragik
einer unheilbaren Erkrankung hinzu, deren Ausbruch das Spätwerk
im engeren Sinne ankündigt. In den
vier abschliessenden Lebensjahren von 1937 bis 1940 erfuhr
das Werk eine letzte
Verdichtung. Nun fand Klee zu seinem typischen, durch den Kontrast
von farbigen Flächen und schwarzen Balkenlinien gekennzeichneten
Spätstil. Die mit über 100 Werken – in erster Linie Gemälden
und farbigen Blättern – bestückte Schau präsentiert
bedeutende Beispiele dieser
letzten Schaffensperiode, in der zwischen Heiterkeit, Ironie und
Tragik das Grenzenlose aufscheint.
Sperrungen
und eingeschränkte Wasserentnahmen bleiben bestehen
BERN.
Da die Trockenheit nach wie vor anhält, bleiben die
beschlossenen Massnahmen zur Einschränkung der Wasserentnahmen
aus Bächen im Kanton Bern weiterhin bestehen. Das hat das Wasser-
und Energiewirtschaftsamt (WEA) des Kantons Bern beschlossen. Die
Massnahmen haben sich bewährt.
Nach
der über Wochen anhaltenden Trockenheit musste das Wasser- und
Energiewirtschaftsamt (WEA) des Kantons Bern ab 15. Juli 2003 -
zusätzlich zu den immer gesperrten Gewässern - die
Wasserentnahme in 35 zusätzlichen Flüssen und Bächen im Berner
Mittelland verbieten. Dieses generelle Verbot ist in der
Zwischenzeit für 15 Bäche vorübergehend gelockert worden.
Berechtigte Landwirte können zur Bewässerung von Kartoffel- und
Gemüsekulturen unter Einhaltung bestimmter Vorschriften Wasser
entnehmen. So darf nur von abends 20.00 Uhr bis morgens 06.00 Uhr
gewässert werden. Zudem darf die im eidg. Gewässerschutzgesetz
festgelegte Mindestwassermenge höchstens um einen Viertel
unterschritten werden. Diese Massnahme hat sich bewährt. Die
Massnahmen gelten bis zum 15. August 2003. In der nächsten Woche
wird das WEA über das weitere Vorgehen befinden.
Nicht
betroffen von der Sperrung der Wasserentnahme sind das Berner
Oberland und der Berner Jura. Daran ändert sich ebenfalls nichts,
obwohl die regelmässigen Messungen zeigen, dass in Bächen des
Berner Juras die Abflussmengen stark zurückgegangen sind. In
dieser Region wird jedoch kein Wasser für Bewässerungen
entnommen.
Da
die Wasserstände durch die weiterhin anhaltende Trockenheit in
den letzten Tagen weiter gesunken sind, musste das
Fischereiinspektorat des Kantons Bern vermehrt Bäche ausfischen,
um die Fische retten zu können.
Situation
auf dem bernischen Arbeitsmarkt im Juli 2003
BERN.
Die Zahl der Arbeitslosen sank im Kanton Bern im Juli 2003 um 52
auf 14’016 Personen. Damit liegt die Arbeitslosenquote gleich
wie im Vormonat bei 2,7 Prozent. Das schweizerischen Mittel blieb
ebenfalls unverändert mit 3,6 Prozent. Die Zahl der
Stellensuchenden nahm im Kanton Bern um 197 Personen zu und liegt
nun auf 20'896.
Die
Zahl der arbeitslosen Männer im Kanton Bern sank im Monat Juli
2003 um 213 (2,6 Prozent) auf 7’951. Der Anteil Frauen hat um
161 (2,7 Prozent) auf 6’065 zugenommen. Mit 9’239 Personen
waren 131 Schweizerinnen und Schweizer mehr arbeitslos als im
Vormonat. Bei den Ausländerinnen und Ausländern sank die Zahl um
183 auf 4'777 Personen. Die Verbesserung der Beschäftigungslage
erfolgte vor allem aus saisonalen Gründen (Baugewerbe -117
Personen, Gastgewerbe -70, Zunahme des Zwischenverdienstes +186).
Grössere Abnahmen verzeichneten auch die Wirtschaftszweige
Beratung, Planung, Informatik (-41), sowie der Bereich Verkehr,
Nachrichtenübermittlung (-17), während im Bereich Öffentliche
Dienste (+38) die stärkste Zunahme erfolgte. In 12 von 26
Amtsbezirken sank die Zahl der Arbeitslosen. Die höchste Quote
verzeichnete der Amtsbezirk Biel mit 5,6 Prozent (-3,1 Prozent)
gefolgt von Moutier mit 4,7 Prozent (-4,0 Prozent). Die Quote
liegt mit 0,6 Prozent im Amtsbezirk Saanen am tiefsten.
Von
den 20’896 Stellensuchenden (+197 oder +1,0 Prozent) gingen
3’641 Personen (+186) einer bezahlten Arbeit im Sinne eines
Zwischenverdienstes nach. 1’172 Personen (-11) nahmen an einem
Beschäftigungsprogramm teil und 1’098 (-210) aller
Stellensuchenden absolvierten eine Weiterbildung bzw. Umschulung,
die länger als einen Monat dauerte. Gemessen am Total der
Stellensuchenden waren 17,4 Prozent (Vormonat 16,7) in einem
Zwischenverdienst. 5,6 Prozent (5,7) absolvierten ein Beschäftigungsprogramm.
5,3 Prozent (6,3) eine Weiterbildung. 67,1 Prozent der
Stellensuchenden (68,0) waren ohne Arbeit.
Mobilitätsstrategie
für die Agglomeration Biel
BIEL.
In der Agglomeration Biel wird wie in den anderen grösseren
Ballungsgebieten des Kantons Bern eine Mobilitätsstrategie
erarbeitet. Ein spezielles Augenmerk wird dabei auf die
Verkehrsentwicklung der nächsten 15 Jahre gelegt. Während der
Bauzeit der A5-Umfahrung Biel zeichnet sich eine weitere Verschärfung
der Verkehrssituation auf den Strassen ab. Die Strategie soll im
August 2004 vorliegen.
Die
Mobilitätsstrategie der Agglomeration Biel soll aufzeigen, wie
die Mobilitätsbedürfnisse und die Funktionsfähigkeit des
Gesamtverkehrssystems in dieser Region in Zukunft sichergestellt
werden können. Nebst der langfristigen Optik wird ein spezielles
Augenmerk auf die Entwicklung der nächsten 15 Jahre gelegt. Während
der Bauphase der Umfahrung Biel der A 5 dürfte es zu einer Verschärfung
der bereits heute kritischen Situation auf dem Strassennetz
kommen. In die Strategie aufgenommen werden ebenfalls Überlegungen
zur Siedlungsentwicklung.
Die
Mobilitätsstrategie ist Bestandteil der Agglomerationsstrategie
des Kantons Bern. Die Arbeiten werden durch eine Behördendelegation
unter der Leitung vom Stefan Müller, Generalsekretär der
Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion (JGK) geführt.
Projektleiter ist Kantonsplaner Peter Rytz. In der
Projektorganisation sind die Stadt Biel, die Region und die
beteiligten kantonalen Stellen vertreten. Die Gemeinden werden,
unter anderem über die bestehende Agglo-Plattform, periodisch über
den Stand der Dinge informiert. Die Arbeiten wurden Anfang Juni
2003 in Angriff genommen. Der Schlussbericht soll im August 2004
vorliegen und bis Ende 2004 durch die Gemeinden und die kantonalen
Stellen konsolidiert werden.
Für
die Untersuchung steht ein Kredit von insgesamt 280000 Franken zu
Verfügung. Der Regionalplanungsverband Biel-Seeland beteiligt
sich an den Aufwendungen partiell. Weitere Angaben zum Projekt
finden sich im Internet unter www.region-biel-seeland.ch Rubrik
„mobilität“.
Bahnstrecke
wieder offen
INTERLAKEN.
Die nach dem gestrigen Zugunglück bei Gsteigwiler unterbrochene
Bahnstrecke Interlaken-Zweilütschinen ist wieder offen. Seit
heute Morgen sechs Uhr verkehren die Züge der BOB wieder
fahrplanmässig. Bei der Kollision eines Regionalzugs mit einem
Extrazug waren 64 Personen verletzt worden.
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