Massnahmen gegen Rammbockeinbrüche

ZÜRICH. Die Stadt Zürich und die Vereinigung Zürcher Bahnhofstrasse haben sich auf Sofortmassnahmen gegen so genannte Rammbockeinbrüche geeinigt. Nächste Woche werden Findlinge als  provisorische Hindernisse vor Bijouterien aufgestellt.

Zunahme der Stellensuchenden

FRAUENFELD. Wie bereits in den vergangenen beiden Jahren ist auch im Juli 2003 im Kanton Thurgau die Zahl der Stellensuchenden angestiegen.

Kultursee

FRAUENFELD. Der Monat September wird zum Kulturmonat im Jubiläumsjahr des Kantons Thurgau. Unter dem Leitmotiv „See und Grenze“ zeigen Thurgauer Kulturschaffende Einzigartiges: Alle Angebote werden eigens für diesen Jubiläumsmonat geschaffen.

Wasserräuber erwischt – hohe Bussen drohen

SOLOTHURN. Die Polizei und die Fischereiaufseher haben im Gäu und im Bucheggberg Landwirte beim "Wasserklau" erwischt. Einige hatten keine Bewilligung für die Wasserentnahme, andere, die Bewilligungen hatten, schöpften weit über die ihnen erlaubten Mengen Wasser ab.

Galgenbucktunnel

SCHAFFHAUSEN. Wie das eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie, Kommunikation zum 7. langfristigen Bauprogramm des Bundes mitteilt, schlägt sich die angespannte Situation der Bundesfinanzen im 7. langfristigen Bauprogramm der Nationalstrassen nieder.

Im Wald und in Waldesnähe kein Feuer entfachen

ST. GALLEN. Auf dem Gebiet des Kantons St.Gallen ist es ab sofort verboten, im Wald oder in Waldesnähe Feuer zu entzünden. Das Verbot gilt auch für fest eingerichtete Feuerstellen an solchen Orten.

Keine Betriebsbewilligung zur Führung einer Scientology-Schule

LUZERN. Der Verein "Tagesschule im Grünen Littauerberg" erhält vom Luzerner Bildungs- und Kulturdepartement BKD keine Bewilligung zur Führung einer privaten Tagesschule auf der Stufe Kindergarten und Primarschule.

"SOS-Lehrstelle" erfolgreich abgeschlossen

AARAU. Dank zusätzlichem Beratungs- und Betreuungsangebot durch die Berufs- informationszentren (BIZ) Aarau und Baden konnten viele bisher stellenlose Schulabgängerinnen und Schulabgänger kurz vor den Sommerferien neuen Mut schöpfen und eine Anschlusslösung finden. 

Neues Sicherheitskonzept für die Schulen von Basel-Stadt

BASEL. Mit Beginn des Schuljahrs 2003/2004 tritt in allen Schulen in Basel ein neues Sicherheitskonzept in Kraft. Notruf-Schilder mit den wichtigsten Telefonnummern werden in allen Klassenzimmern aufgehängt, und Informationsblätter in den Lehrerinnen- und Lehrerzimmern vermitteln die wichtigsten Verhaltensregeln sowie Angaben zum Sicherheitsteam im Schulhaus. 

Klee-Ausstellung bei Beyeler

BASEL. Paul Klee schuf zwischen 1933 und 1940 ein vielgestaltiges Spätwerk, das zu den bedeutendsten der Moderne gehört. Die Fondation Beyeler  bietet in einer grossen Sonderausstellung einen breit angelegten Überblick über diese dramatisch verlaufene letzte Werkphase des Künstlers. 

Sperrungen und eingeschränkte Wasserentnahmen bleiben bestehen

BERN. Da die Trockenheit nach wie vor anhält, bleiben die beschlossenen Massnahmen zur Einschränkung der Wasserentnahmen aus Bächen im Kanton Bern weiterhin bestehen. Das hat das Wasser- und Energiewirtschaftsamt (WEA) des Kantons Bern beschlossen. 

Situation auf dem bernischen Arbeitsmarkt im Juli 2003

BERN. Die Zahl der Arbeitslosen sank im Kanton Bern im Juli 2003 um 52 auf 14’016 Personen. Damit liegt die Arbeitslosenquote gleich wie im Vormonat bei 2,7 Prozent. 

Bahnstrecke wieder offen

INTERLAKEN. Die nach dem gestrigen Zugunglück bei Gsteigwiler unterbrochene Bahnstrecke Interlaken-Zweilütschinen ist wieder offen.

 

8. August 2003

Massnahmen gegen Rammbockeinbrüche

ZÜRICH. Die Stadt Zürich und die Vereinigung Zürcher Bahnhofstrasse haben sich auf Sofortmassnahmen gegen so genannte Rammbockeinbrüche geeinigt. Nächste Woche werden Findlinge als  provisorische Hindernisse vor Bijouterien aufgestellt. Danach erarbeitet das Tiefbauamt ein Konzept für definitive Massnahmen.

Vertreter der Stadt Zürich und der Bijoutiers der Vereinigung Zürcher Bahnhofstrasse haben am Donnerstagmorgen eine gemeinsame Begehung durchgeführt. Sie einigten sich auf bauliche Sofortmassnahmen gegen Rammbockeinbrüche und legten Standorte fest.

Vor sieben Geschäften an der Bahnhofstrasse und zwei Geschäften in Seitenstrassen wird das Tiefbauamt ab kommendem Dienstagabend provisorische Hindernisse aufstellen. Dabei handelt es sich um Findlinge  in der Richtgrösse 100x100x80 cm mit einer Masse von je rund 2 Tonnen. Die Findlinge werden fest im Boden verankert. Die Anzahl variiert je nach Geschäft von einem bis sechs. Die Hindernisse in der Bahnhofstrasse werden mehrheitlich entlang der Baumachse aufgestellt. Vor der Bijouterie  Türler am Paradeplatz wurden Standorte festgelegt, welche die Passagiere der Tramlinie 11 möglichst nicht beeinträchtigen.

Diese Sofortmassnahmen kosten schätzungsweise 35'000 Franken. Für deren Begleichung werden Stadt und Bijoutiers einen Kostenteiler festlegen.

Die heutige Begehung und die daraus folgenden Schritte sind das Ergebnis einer Besprechung von Vertretungen der Stadt und der Vereinigung Zürcher Bahnhofstrasse, die Stadtrat Martin Waser im Juli auf Ersuchen von Bijoutiers einberufen hatte. An der Besprechung war zudem vereinbart worden, dass unter der Federführung des Tiefbauamtes noch dieses Jahr ein Konzept für eine definitive Lösung erarbeitet wird. Deren Finanzierung ist noch nicht bestimmt.

Neben den Sicherheitsbedürfnissen der Geschäfte ist auch den Anforderungen an Ästhetik und Zugänglichkeit des öffentlichen Raums zu entsprechen.

Zunahme der Stellensuchenden

FRAUENFELD. Wie bereits in den vergangenen beiden Jahren ist auch im Juli 2003 im Kanton Thurgau die Zahl der Stellensuchenden angestiegen. 2001 war eine Zunahme von 52 und 2002 eine von 67 zu verzeichnen. Dieses Jahr betrug der Anstieg 94 Personen. Ein derart starker Anstieg im Juli erfolgte letztmals 1996. Die Quote stieg neu auf 4,2 Prozent (+ 0.1). Wie im Juni betraf die Zunahme nur Frauen (+ 102), die Zahl der Männer nahm sogar um 8 ab.

Kultursee

FRAUENFELD. Der Monat September wird zum Kulturmonat im Jubiläumsjahr des Kantons Thurgau. Unter dem Leitmotiv „See und Grenze“ zeigen Thurgauer Kulturschaffende Einzigartiges: Alle Angebote werden eigens für diesen Jubiläumsmonat geschaffen. Die Vorbereitungen laufen seit Monaten.

Zwei Theaterproduktionen stehen auf dem Programm. „Der Fall Gruber“ des Theaters Theagovia handelt von einer verbotenen Liebe und zeichnet ein Sittenbild des Thurgaus aus dem  frühen 19. Jahrhundert. Aufgeführt wird diese Eigenproduktion in der Psychiatrischen Klinik in Münsterlingen. Mit dem „Sagenhaften Zug“ macht die Truppe des „Theaters Jetzt“ Station an verschiedenen Bahnhöfen entlang der Seelinie. Im schienenmobilen Eisenbahnwagen wird Sagenhaftes aus alten Zeiten für Jung und Alt gezeigt.

Die Memoiren der Offiziersfrau Regula Engel, einer Amazone aus napoleonischer Zeit, bringt uns die Schauspielerin Astrid Keller näher. Die vom See-Burgtheater Kreuzlingen organisierten Lesungen finden auf verschiedenen Schlössern der Seeregion statt.

Jederzeit zu besichtigen ist die Freiluft-Ausstellung „Gedächtnis einer Landschaft“ entlang der Bodensee-/Rheinachse. Die zehn Kunstplanen im Gigaformat von Richard Tisserand verweisen auf nicht realisierte Bauprojekte, welche die idyllisch erhaltene Landschaft dauerhaft verändert hätten.

Eine besondere Atmosphäre werden  die Videoinstallationen der KünstlerInnengruppe Thurgau im Hänkiturm in Diessenhofen hervorzaubern. Das Gesamtkunstwerk ist das Resultat eines gemeinsamen Prozesses, trägt aber auch die individuelle Handschrift von zehn Kunstschaffenden. An der Vernissage sind faszinierende Klanggebilde des Quintetts „Solaris“ zu hören. Die neu formierte Band verknüpft scheinbar unvereinbare Musikstile. Im Rahmen von Kultursee sind drei weitere Auftritte geplant.

Das „forum andere musik“ und der „jazzclub konstanz“ laden am zweiten September-Wochenende ein zur 24-Stunden-Veranstaltung „Migration“. Kreuzlingen hat einen hohen Anteil an ausländischen Bewohnerinnen und Bewohnern. Diesem kulturellen Reichtum wird mit einem ausgedehnten und farbigen Programm Rechnung getragen.

Mit dabei ist auch die Litera-Tour des IBC. Auf der „Graf Zeppelin“ lesen Martin R. Dean, Evelyne Hasler, Hanns Josef Ortheil und Szuszanna Gahse. Vorgestellt wird zudem eine neue Literaturzeitschrift und das Stadttheater Konstanz spielt aus „Heidiland“.

Wasserräuber erwischt – hohe Bussen drohen

SOLOTHURN. Die Polizei und die Fischereiaufseher haben im Gäu und im Bucheggberg Landwirte beim "Wasserklau" erwischt. Einige hatten keine Bewilligung für die Wasserentnahme, andere, die Bewilligungen hatten, schöpften weit über die ihnen erlaubten Mengen Wasser ab. Den Fehlbaren drohen hohe Bussen.

Arbeitslosenquote weiter bei 3.1%

SOLOTHURN. Die Zahl der Arbeitslosen stieg im Juli 2003 im Kanton Solothurn im Vergleich zum Vormonat von 4091 Personen auf 4106 Personen, die Arbeitslosenquote blieb jedoch unverändert bei 3.1%. Die Zahl der Stellensuchenden sank von 6860 auf 6763. Die Stellensuchendenquote fiel von von 5.2% auf 5.1%. Die leichte Abnahme bei den Stellensuchenden ist nicht zuletzt auf saisonale Verbesserungen im Bau- und Gastgewerbe zurückzuführen. Auffallend ist, dass sich der Bestandesrückgang auf die Gruppen der Männer und der Ausländer beschränkte.

Galgenbucktunnel

SCHAFFHAUSEN. Wie das eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie, Kommunikation zum 7. langfristigen Bauprogramm des Bundes mitteilt, schlägt sich die angespannte Situation der Bundesfinanzen im 7. langfristigen Bauprogramm der Nationalstrassen nieder. Das Departement weist darauf hin, dass Budgetkürzungen und das Entlastungsprogramm 2003 des Bundes steigenden Forderungen aus den Kantonen gegenüber stehen würden. Durch eine Priorisierung von Neu- und Ausbauprojekten werde im vom Bundesrat gutgeheissenen 7. langfristigen Bauprogramm das vorhandene Geld so effizient wie möglich eingesetzt. In vielen Kantonen kommt es dadurch zu Bauverzögerungen; bei Neubaustrecken namentlich in den Kantonen Bern, Wallis, Obwalden und Jura. Es ist daher erfreulich, dass das für den Kanton Schaffhausen bedeutende Projekt der Erweiterung des Anschlusses A4 Schaffhausen-Süd (Galgenbucktunnel) im 7. langfristigen Bauprogramm enthalten und nicht zurückgestellt worden ist. Gemäss Annahmen des Bundes kann mit einem Baubeginn im Jahre 2008 gerechnet werden. Eine Inbetriebnahme des Tunnels dürfte im Jahre 2012 erfolgen. Der im Bauprogramm enthaltene Zeitplan geht von einem für die Projektierung und Genehmigung üblichen Zeitrahmen aus, ohne Berücksichtigung allfälliger Rechtsmittelverfahren. Zur Zeit wird das generelle Projekt ausgearbeitet. Es ist eine der Zielsetzungen des generellen Projekts, für die Kostenplanung möglichst genaue Werte zu erhalten. Diese werden voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2004 vorliegen.

Im Wald und in Waldesnähe kein Feuer entfachen

ST. GALLEN. Auf dem Gebiet des Kantons St.Gallen ist es ab sofort verboten, im Wald oder in Waldesnähe Feuer zu entzünden. Das Verbot gilt auch für fest eingerichtete Feuerstellen an solchen Orten.

Seit Ende Juli sind keine Niederschläge mehr gefallen, und die seit Tagen andauernde Hitzewelle bringt Temperaturen bis 35 Grad. Eine Wetteränderung mit grösseren Niederschlägen zeichnet sich bis mindestens Mitte nächster Woche nicht ab. Die Gefahr von Waldbränden steigt dadurch täglich.

Der Kanton St.Gallen verbietet deshalb ab sofort und bis auf Widerruf, im Wald und in Waldesnähe offenes Feuer zu entfachen. Dies gilt insbesondere auch für Grillfeuer im Wald an dafür eingerichteten Feuerstellen. Die Gemeinden können unter Verordnung entsprechender Sicherheitsvorkehrungen Ausnahmebewilligungen erteilen.

Keine Betriebsbewilligung zur Führung einer Scientology-Schule

LUZERN. Der Verein "Tagesschule im Grünen Littauerberg" erhält vom Luzerner Bildungs- und Kulturdepartement BKD keine Bewilligung zur Führung einer privaten Tagesschule auf der Stufe Kindergarten und Primarschule. Dem Verein fehle die "Vertrauenswürdigkeit zur Erfüllung dieser öffentlichen Aufgabe" begründet das BKD seinen Entscheid.

Mit Beschluss vom 5. August 2003 hat das Bildungs- und Kulturdepartement das Gesuch des Vereins "Tagesschule im Grünen Littauerberg" zur Erteilung einer Betriebsbewilligung zur Führung einer Privatschule auf Stufe Kindergarten und Primarstufe abgelehnt. Die Ablehnung wird damit begründet, dass es der Trägerschaft an der notwendigen Vertrauenswürdigkeit zur Erfüllung dieser öffentlichen Aufgabe fehlt, weil diese Sandra Planzer erneut als hauptverantwortliche Klassenlehrerin an der neuen Schule einsetzen wollte.

Sandra Planzer musste ihre Privatschule "Freie Primarschule Sandra Planzer" auf dem Littauerberg nach dem Entscheid des Bundesgerichts vom April 2003 auf Ende Juli 2003 schliessen. Gestützt auf den Entscheid des Bundesgerichts kann unter dem Gesichtspunkt der Vertrauenswürdigkeit von einer Trägerschaft die redliche Erfüllung der übertragenen Aufgaben erwartet werden, was unter anderem bezweckt, die Kinder präventiv vor einem intoleranten und mit den Werten der Volksschule unvereinbaren Unterricht zu schützen. Mit dem erneuten geplanten Einsatz von Sandra Planzer als hauptverantwortlicher Lehrerin würden die Kinder nach Meinung des Bildungs- und Kulturdepartements vor einem solchen Unterricht nicht geschützt.

"SOS-Lehrstelle" erfolgreich abgeschlossen

AARAU. Dank zusätzlichem Beratungs- und Betreuungsangebot durch die Berufs-informationszentren (BIZ) Aarau und Baden konnten viele bisher stellenlose Schulabgängerinnen und Schulabgänger kurz vor den Sommerferien neuen Mut schöpfen und eine Anschlusslösung finden. "SOS-Lehrstelle" wurde vom Departement BKS mit Geldern aus dem Lehrstellenbeschluss II ermöglicht.

"SOS-Lehrstelle" richtete sich an Jugendliche ohne Anschlussperspektive nach der obligatorischen Schulzeit. Ohne Anmeldung konnten sie vom 10. bis 27. Juni jeden Nachmittag individuelle Hilfe einholen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz oder einer Zwischenlösung.

Über 200 Jugendliche aus dem ganzen Kanton nahmen das Angebot wahr. Offensichtlich entsprach es den Bedürfnissen der Jugendlichen, nicht zuletzt auch dadurch, dass die Beratung unkompliziert und einfach zugänglich war. Es zeigte sich deutlich, dass sich Jugendliche am Ende der Schulzeit bis zum Schluss motiviert für einen Ausbildungsplatz einsetzen.

Bis zum Stichtag 20. Juli wurde für 85 Jugendliche eine Anschlusslösung gefunden (Lehr- oder Anlehrstellen, Schulen, Zwischenjahre). Viele weitere konnten durch die Beratung neu motiviert werden. Etliche Zusagen sind noch ausstehend.

Die Aktion stiess sowohl bei den betroffenen Schülerinnen und Schülern, wie auch bei deren Lehrpersonen, den Eltern und den Ausbildungsbetrieben auf grosses Echo. Das positive Resultat der Aktion ist auf intensive Zusammenarbeit aller beteiligten Partner aus Schule, Elternhaus, Wirtschaft und öffentlicher Hand (kantonale Verwaltung, regionale Berufsberatungsstellen) zurückzuführen. Sie alle haben erkannt, dass es weder menschlich, noch sozial oder volkswirtschaftlich zu verantworten ist, dass Jugendlichen der Anschluss ins Erwerbs- und Erwachsenenleben nach der Schule verwehrt bleibt. Die Task-Force des Bundes schätzt die Lage auf dem Lehrstellenmarkt als "stabil, aber angespannt" ein. Massnahmen für eine erneute Durchführung 2004 werden gegenwärtig geprüft.

Neues Sicherheitskonzept für die Schulen von Basel-Stadt

Mit Beginn des Schuljahrs 2003/2004 tritt in allen Schulen in Basel ein neues Sicherheitskonzept in Kraft. Notruf-Schilder mit den wichtigsten Telefonnummern werden in allen Klassenzimmern aufgehängt, und Informationsblätter in den Lehrerinnen- und Lehrerzimmern vermitteln die wichtigsten Verhaltensregeln sowie Angaben zum Sicherheitsteam im Schulhaus. Die neue Sicherheitsorganisation beschränkt sich auf Grundregeln und ermöglicht damit jedem Schulhaus ein eigenständiges und auf seine Bedürfnisse und Eigenheiten ausgerichtetes Handeln.

BASEL. Wenn Schülerinnen und Schüler am kommenden Montag in ihre Klassenzimmer strömen, werden sie neben der Türe Notruf-Schildchen mit den wichtigsten Telefonnummern vorfinden. In den Lehrerinnen- und Lehrerzimmern werden zudem farbige Informationsblätter hängen, welche die wichtigsten Verhaltensregeln im Falle von Notfallsituationen sowie Angaben zum örtlichen Sicherheitsteam und zum Sammelplatz enthalten. Diese beiden Massnahmen sind Teil des neuen Sicherheitskonzepts für die Schulen von Basel-Stadt.

Mit dem Projekt «Sicherheit an den Schulen» will das Erziehungsdepartement die Auftragslage und die Zuständigkeiten klären. Das neue Sicherheitskonzept ist einfach, damit es auch praktikabel bleibt. Es sieht bloss ein erforderliches Minimum an Regeln vor und soll genügend Raum für situatives Handeln lassen. Weil sich die Verhältnisse von Standort zu Standort unterschiedlich präsentieren, muss die Weiterentwicklung jeweils vom einzelnen Schulhaus ausgehen.

Bis Ende August 2003 wird in jedem Schulhaus ein Sicherheitsteam gebildet, bestehend aus einer Person aus der Schulhausleitung oder Schulleitung, dem Schulhauswart oder der Schulhauswartin und nach Bedarf aus einer Lehrperson. Das Team ist zuständig für die Notfallorganisation und instruiert nach Bedarf die Lehrerinnen und Lehrer. Im Ereignisfall ist das Team erster Ansprechpartner und Kommunikationsdrehscheibe, seine Mitglieder werden mit Infoblättern zum Verhalten in elementaren Sicherheitsfragen ausgestattet.

Das Erziehungsdepartement stellt einen Sicherheitsbeauftragten als Bindeglied zwischen den Sicherheitsteams in den Schulen und Schulhäusern und den professionellen Partnern Feuerwehr, Polizei, Sanitätsdienst und weiteren Stellen.

Klee-Ausstellung bei Beyeler

BASEL. Paul Klee schuf zwischen 1933 und 1940 ein vielgestaltiges Spätwerk, das zu den bedeutendsten der Moderne gehört. Die Fondation Beyeler  bietet in einer grossen Sonderausstellung einen breit angelegten Überblick über diese dramatisch verlaufene letzte Werkphase des Künstlers. Die Ausstellung ist in Zusammenarbeit mit dem Sprengel Museum Hannover entstanden,  wo sie vom 23. November 2003 bis 15.Februar 2004 zu sehen ist. Es handelt      sich um die seit 1990 erste umfassende Präsentation dieser letzten Schaffensjahre des grossen Bildermagiers Paul Klee.

Ausgangspunkt ist das Jahr der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland: Im April 1933 wird Klee mit sofortiger Wirkung von der Düsseldorfer Akademie beurlaubt, an der er seit 1931 lehrte, und emigriert im Dezember  in seine Jugendstadt Bern. Diese radikal geänderten Lebensumstände  wirken sich nachhaltig auf sein künstlerisches Schaffen aus. Arbeitete der Künstler ab 1933 unter dem unmittelbaren Eindruck der politischen Bedrohung der europäischen Kultur und ihrer Avantgarden, so kam ab 1935/36 die ganz persönliche Tragik einer unheilbaren Erkrankung hinzu, deren Ausbruch das Spätwerk im engeren Sinne ankündigt. In den  vier abschliessenden Lebensjahren von 1937 bis 1940 erfuhr das Werk eine  letzte Verdichtung. Nun fand Klee zu seinem typischen, durch den Kontrast von farbigen Flächen und schwarzen Balkenlinien gekennzeichneten Spätstil. Die mit über 100 Werken – in erster Linie Gemälden und farbigen Blättern – bestückte Schau präsentiert bedeutende Beispiele  dieser letzten Schaffensperiode, in der zwischen Heiterkeit, Ironie und Tragik das Grenzenlose aufscheint.

Sperrungen und eingeschränkte Wasserentnahmen bleiben bestehen

BERN. Da die Trockenheit nach wie vor anhält, bleiben die beschlossenen Massnahmen zur Einschränkung der Wasserentnahmen aus Bächen im Kanton Bern weiterhin bestehen. Das hat das Wasser- und Energiewirtschaftsamt (WEA) des Kantons Bern beschlossen. Die Massnahmen haben sich bewährt.

Nach der über Wochen anhaltenden Trockenheit musste das Wasser- und Energiewirtschaftsamt (WEA) des Kantons Bern ab 15. Juli 2003 - zusätzlich zu den immer gesperrten Gewässern - die Wasserentnahme in 35 zusätzlichen Flüssen und Bächen im Berner Mittelland verbieten. Dieses generelle Verbot ist in der Zwischenzeit für 15 Bäche vorübergehend gelockert worden. Berechtigte Landwirte können zur Bewässerung von Kartoffel- und Gemüsekulturen unter Einhaltung bestimmter Vorschriften Wasser entnehmen. So darf nur von abends 20.00 Uhr bis morgens 06.00 Uhr gewässert werden. Zudem darf die im eidg. Gewässerschutzgesetz festgelegte Mindestwassermenge höchstens um einen Viertel unterschritten werden. Diese Massnahme hat sich bewährt. Die Massnahmen gelten bis zum 15. August 2003. In der nächsten Woche wird das WEA über das weitere Vorgehen befinden.

Nicht betroffen von der Sperrung der Wasserentnahme sind das Berner Oberland und der Berner Jura. Daran ändert sich ebenfalls nichts, obwohl die regelmässigen Messungen zeigen, dass in Bächen des Berner Juras die Abflussmengen stark zurückgegangen sind. In dieser Region wird jedoch kein Wasser für Bewässerungen entnommen.

Da die Wasserstände durch die weiterhin anhaltende Trockenheit in den letzten Tagen weiter gesunken sind, musste das Fischereiinspektorat des Kantons Bern vermehrt Bäche ausfischen, um die Fische retten zu können.

Situation auf dem bernischen Arbeitsmarkt im Juli 2003

BERN. Die Zahl der Arbeitslosen sank im Kanton Bern im Juli 2003 um 52 auf 14’016 Personen. Damit liegt die Arbeitslosenquote gleich wie im Vormonat bei 2,7 Prozent. Das schweizerischen Mittel blieb ebenfalls unverändert mit 3,6 Prozent. Die Zahl der Stellensuchenden nahm im Kanton Bern um 197 Personen zu und liegt nun auf 20'896.

Die Zahl der arbeitslosen Männer im Kanton Bern sank im Monat Juli 2003 um 213 (2,6 Prozent) auf 7’951. Der Anteil Frauen hat um 161 (2,7 Prozent) auf 6’065 zugenommen. Mit 9’239 Personen waren 131 Schweizerinnen und Schweizer mehr arbeitslos als im Vormonat. Bei den Ausländerinnen und Ausländern sank die Zahl um 183 auf 4'777 Personen. Die Verbesserung der Beschäftigungslage erfolgte vor allem aus saisonalen Gründen (Baugewerbe -117 Personen, Gastgewerbe -70, Zunahme des Zwischenverdienstes +186). Grössere Abnahmen verzeichneten auch die Wirtschaftszweige Beratung, Planung, Informatik (-41), sowie der Bereich Verkehr, Nachrichtenübermittlung (-17), während im Bereich Öffentliche Dienste (+38) die stärkste Zunahme erfolgte. In 12 von 26 Amtsbezirken sank die Zahl der Arbeitslosen. Die höchste Quote verzeichnete der Amtsbezirk Biel mit 5,6 Prozent (-3,1 Prozent) gefolgt von Moutier mit 4,7 Prozent (-4,0 Prozent). Die Quote liegt mit 0,6 Prozent im Amtsbezirk Saanen am tiefsten.

Von den 20’896 Stellensuchenden (+197 oder +1,0 Prozent) gingen 3’641 Personen (+186) einer bezahlten Arbeit im Sinne eines Zwischenverdienstes nach. 1’172 Personen (-11) nahmen an einem Beschäftigungsprogramm teil und 1’098 (-210) aller Stellensuchenden absolvierten eine Weiterbildung bzw. Umschulung, die länger als einen Monat dauerte. Gemessen am Total der Stellensuchenden waren 17,4 Prozent (Vormonat 16,7) in einem Zwischenverdienst. 5,6 Prozent (5,7) absolvierten ein Beschäftigungsprogramm. 5,3 Prozent (6,3) eine Weiterbildung. 67,1 Prozent der Stellensuchenden (68,0) waren ohne Arbeit.

Mobilitätsstrategie für die Agglomeration Biel

BIEL. In der Agglomeration Biel wird wie in den anderen grösseren Ballungsgebieten des Kantons Bern eine Mobilitätsstrategie erarbeitet. Ein spezielles Augenmerk wird dabei auf die Verkehrsentwicklung der nächsten 15 Jahre gelegt. Während der Bauzeit der A5-Umfahrung Biel zeichnet sich eine weitere Verschärfung der Verkehrssituation auf den Strassen ab. Die Strategie soll im August 2004 vorliegen.

Die Mobilitätsstrategie der Agglomeration Biel soll aufzeigen, wie die Mobilitätsbedürfnisse und die Funktionsfähigkeit des Gesamtverkehrssystems in dieser Region in Zukunft sichergestellt werden können. Nebst der langfristigen Optik wird ein spezielles Augenmerk auf die Entwicklung der nächsten 15 Jahre gelegt. Während der Bauphase der Umfahrung Biel der A 5 dürfte es zu einer Verschärfung der bereits heute kritischen Situation auf dem Strassennetz kommen. In die Strategie aufgenommen werden ebenfalls Überlegungen zur Siedlungsentwicklung.

Die Mobilitätsstrategie ist Bestandteil der Agglomerationsstrategie des Kantons Bern. Die Arbeiten werden durch eine Behördendelegation unter der Leitung vom Stefan Müller, Generalsekretär der Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion (JGK) geführt. Projektleiter ist Kantonsplaner Peter Rytz. In der Projektorganisation sind die Stadt Biel, die Region und die beteiligten kantonalen Stellen vertreten. Die Gemeinden werden, unter anderem über die bestehende Agglo-Plattform, periodisch über den Stand der Dinge informiert. Die Arbeiten wurden Anfang Juni 2003 in Angriff genommen. Der Schlussbericht soll im August 2004 vorliegen und bis Ende 2004 durch die Gemeinden und die kantonalen Stellen konsolidiert werden.

Für die Untersuchung steht ein Kredit von insgesamt 280000 Franken zu Verfügung. Der Regionalplanungsverband Biel-Seeland beteiligt sich an den Aufwendungen partiell. Weitere Angaben zum Projekt finden sich im Internet unter www.region-biel-seeland.ch Rubrik „mobilität“.

Bahnstrecke wieder offen

INTERLAKEN. Die nach dem gestrigen Zugunglück bei Gsteigwiler unterbrochene Bahnstrecke Interlaken-Zweilütschinen ist wieder offen. Seit heute Morgen sechs Uhr verkehren die Züge der BOB wieder fahrplanmässig. Bei der Kollision eines Regionalzugs mit einem Extrazug waren 64 Personen verletzt worden.

 

 

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