Die Schweizerische MS-Gesellschaft mit neuem Hauptsitz in Zürich - Ein MS-Zentrum ohne Schwellen

ZÜRICH. Die Schweiz. MS-Gesellschaft hat heute in feierlichem Rahmen ihren neuen Hauptsitz in Zürich eingeweiht.

UBS erzielt Reingewinn von 1639 Millionen Franken im zweiten Quartal

BASEL. UBS erzielte einen Reingewinn von CHF 1639 Millionen im zweiten Quartal 2003 und von CHF 2853 Millionen im ersten Halbjahr 2003.

Nationalratskommission will kein neues Supergremium

BERN. Das neue Radio- und Fernsehgesetz (RTVG) soll keine «übermächtige» neue Kommission und keinen Beirat für die SRG bringen. Die Kommission des Nationalrates opponiert dem Modell des Bundesrates und will es im Wesentlichen beim Status quo belassen.

SonntagsZeitung stellt Lifestyle-Beilage ein

ZÜRICH. Nach Informationen der Werbewoche wird die Lifestyle-Beilage «Look» der SonntagsZeitung (SoZ) eingestellt.

Lohnerhöhungen

BERN. Der Schweizerische Grewerkschaftsbund fordert Lohnerhöhungen und ein Investitionsprogramm zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit.

Auf der Alpensüdseite am Montag 41.5 Grad gemessen

ZÜRICH. Die bisher höchste je im offiziellen Messnetz der Schweiz aufgezeichnete Temperatur ist am 2. Juli 1952 in Basel registriert worden. Damals stieg die Temperatur auf 39.0 Grad.

365 Millionen Franken für zivile Bauten

BERN. Die Kommission für öffentliche Bauten des Ständerates beantragt, einen Verpflichtungskredit von 365 Mio. Franken für den Bau von zivilen Bauten zu genehmigen.

Ökologischem Ausgleich droht Rückschritt

BASEL. Die Agrarpolitik 2007 bedroht laut einem Bulletin von Pro Natura die Qualität des ökologischen Ausgleichs.

 

 

13. August 2003

Die Schweizerische MS-Gesellschaft mit neuem Hauptsitz in Zürich - Ein MS-Zentrum ohne Schwellen

ZÜRICH. Die Schweiz. MS-Gesellschaft hat heute in feierlichem Rahmen ihren neuen Hauptsitz in Zürich eingeweiht. Das behindertengerecht eingerichtete Zentrum steht Betroffenen, deren Angehörigen, Fachleuten und allen Interessierten für Beratung, Fachaustausch sowie Seminare offen. Seit dem 1. Juli betreibt die Schweiz. MS-Gesellschaft zudem die MS Infoline, eine Telefonberatung für Fragen rund um Multiple Sklerose.

UBS erzielt Reingewinn von 1639 Millionen Franken im zweiten Quartal

BASEL. UBS erzielte einen Reingewinn von CHF 1639 Millionen im zweiten Quartal 2003 und von CHF 2853 Millionen im ersten Halbjahr 2003. Vor Goodwill war der Reingewinn im zweiten Quartal 15% höher als im Vorjahr und 29% höher als im ersten Quartal. UBS profitierte von den positiven Marktbewegungen im zweiten Quartal und steigerte die Erträge sowie die Rentabilität in sämtlichen Bereichen.

Nationalratskommission will kein neues Supergremium

Das neue Radio- und Fernsehgesetz (RTVG) soll keine «übermächtige» neue Kommission und keinen Beirat für die SRG bringen. Die Kommission des Nationalrates opponiert dem Modell des Bundesrates und will es im Wesentlichen beim Status quo belassen.

BERN. An ihrer jüngsten zweitägigen Sitzung konnte die Nationalratskommission für Verkehr- und Fernmeldewesen (KVF) die Beratungen über das RTVG noch nicht abschliessen. Nach Auskunft ihres Präsidenten Peter Vollmer (SP/BE) will sie das Geschäft in der Dezembersession dem neugewählten Plenum vorlegen.

Kein Beirat für die SRG

Mit 15 zu 3 Stimmen lehnte die KVF die Schaffung einer Kommission für Fernmeldewesen und elektronische Medien ab, in der die heutige ComCom, die Unabhängige Beschwerdeinstanz (UBI) und weitgehend auch das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) aufgegangen wären. «Wir wollen keine derart übermächtige Kommission», sagte Vollmer.

Als überflüssig erachtet die KVF auch den vom Bundesrat vorgeschlagenen 15-köpfigen Beirat, der - ohne jegliche Entscheidbefugnisse - das Programmschaffen der SRG beobachten sollte. Sie bestellte bei der Verwaltung ein neues Modell, das sich im Wesentlichen an die bestehende Ordnung mit ComCom, UBI und BAKOM hält.

Gegen das Entlastungsprogramm

Eine Lanze brach die KVF für swissinfo/Schweizer Radio International. Sie schrieb ins Gesetz, dass der Bund das Angebot für das Ausland weiterhin zu Hälfte finanzieren soll. Der Bundesrat sieht dies nur noch «in der Regel» vor. Mit dem Entlastungsprogramm will er die Unterstützung sogar gänzlich streichen und den SRG- Gebührenzahlern überbürden.

Die Publikumsforschung möchte die KVF im Gegensatz zum Bundesrat nicht länger auf die SRG beschränken. Sie sucht dafür eine neue Trägerschaft, in die auch die privaten Veranstalter eingebunden würden.

Neu schlägt die Nationalratskommission weiter vor, dass 40 Prozent der Radiofrequenzen den Privaten zustehen sollen. Heute beansprucht die SRG rund 75 Prozent. Gemäss KVF soll der Bundesrat festlegen, wie viele Radio- und Fernsehprogramme die SRG verbreiten darf.

Totales Werbeverbot für Alkohol

Eine Reihe anderer Entscheide hatte die KVF schon früher getroffen. Unter anderem hielt sie an einem totalen Alkoholwerbeverbot auch für die privaten Veranstalter fest, denen der Bundesrat Publizät für Bier und Wein erlauben wollte. Im Gegenzug sollen private TV-Stationen frei sein, wie und wann sie ihre Sendungen durch Werbung unterbrechen wollen.

Um der Medienkonzentration Einhalt zu gebieten, schliesst die KVF Konzessionen für Veranstalter aus, die in ihrem Gebiet über andere marktbeherrschende Medien verfügen. Ein Veranstalter soll höchstens zwei Fernseh- und zwei Radiokonzessionen erwerben dürfen.

Vier Prozent für die Privaten

Grundsätzlich hielt sich die KVF beim RTVG an die Konzeption des Bundesrates, der einen starken Service public vorab durch die SRG sichern und gleichzeitig die Chancen der Privaten verbessern will. Neu sollen private Veranstalter von den SRG-Gebühreinnahmen von derzeit 1,1 Milliarden maximal 4 Prozent erhalten, was einer Erhöhung von 12 auf 44 Millionen entspräche.

SonntagsZeitung stellt Lifestyle-Beilage ein

ZÜRICH. Nach Informationen der Werbewoche wird die Lifestyle-Beilage «Look» der SonntagsZeitung (SoZ) eingestellt. Die Juni-Ausgabe unter dem Titel «Sommer-Festival» war die letzte, die Ausgaben vom September und November zu den Themen Wohnen und Weihnachtsshopping werden nicht mehr realisiert. «Look» ist vergangenen November erstmals erschienen. Sechs Nummern waren für dieses Jahr geplant. Laut SoZ-Verlagsleiterin Sandra Geiger verkaufte sich das Magazin auf dem Werbemarkt zu schlecht. Um im Lesermarkt besser Fuss zu fassen, wäre dagegen eine häufigere Erscheinung nötig gewesen. Daher wurde die Einstellung beschlossen. In diesem Jahr gebe es keine Magazinbeilagen mehr, so Geiger, man konzentriere sich auf die erfolgreichen Extra-Bünde wie das Immobilien-Special. Das «Sommer-Festival»-Special, das bereits vor mehreren Jahren eingeführt wurde, soll weiter bestehen. Personelle Auswirkungen bei der SoZ hat die Massnahme nicht. «Look» wurde mit freien Mitarbeitern unter der Koordination von Lisa Feldmann, Redaktorin beim «Trend»-Bund, realisiert. Für das Layout war Studio Achermann zuständig.

Lohnerhöhungen

BERN. Der Schweizerische Grewerkschaftsbund fordert Lohnerhöhungen und ein Investitionsprogramm zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. Die Lohnforderungen der Verbände bewegen  sich, soweit bis heute bekannt, grossmehrheit­lich in der Bandbreite von 2% bis 3%. Sie sind dem wirtschaftlichen Umfeld angepasst und berücksichtigen die Unterschiede zwischen den Branchen. Dabei gilt allerdings, dass eine Lohnerhöhung in der Grössenordnung von 2% (unter Einschluss der Teuerung) als Minimum gelten muss, wenn die Kaufkraft der Beschäftigten nicht real geschwächt werden soll. Für das kommende Jahr muss nämlich berücksichtigt werden, dass die Kaufkraft der Löhne über die Teuerung hinaus durch die stark steigenden BVG-Prämien und die Krankenkassenprämien beeinträchtigt wird. Die Kaufkraft der Löhne muss in diesem Sinne unabhängig von der wirtschaftlichen Lage der Unternehmen gewährleistet werden. Die minimale Lohnerhöhung von 2% ist zudem durch die generelle Steigerung der Arbeitsproduktivität gerechtfertigt. Gleich­zeitig wird in den Branchen mit grossem Aufholbedarf (meist mit mehrheitlich weiblicher Be­schäftigung) die Kampagne für die starke Anhebung der Mindestlöhne fortgesetzt.

Die Wirtschaftsentwicklung steht allerdings nicht nur im Zeichen der Lohnverhandlungen, sondern vor allem auch in dem der dramatisch gestiegenen Arbeitslosigkeit. Die Zahl der re­gistrierten Stellensuchenden – dem aussagekräftigsten Indikator der realen Arbeitslosigkeit – liegt nun seit Monaten über 200'000, ohne dass seitens zuständigen Departementes etwas anderes als die angestaubten Ideologien des wirtschaftspolitischen Absentismus zu hören wären. Den Volkswirtschaftsminister kümmert es nicht, dass der von ihm noch anfangs Jahr für die Jahresmitte prognostizierte Aufschwung bestenfalls eine gutgemeinte Selbsttäuschung war und schlechterenfalls einfach dem Einlullen zum Nichtstun diente. Die Vorhersagen sind jedenfalls durch die Realität widerlegt. Der anhaltende wirtschaftspolitische Absentismus des zuständigen Departementes ist ein Bruch der Verfassung, die von den politisch Verantwortli­chen überhaupt und vor allem auch in der Haushaltspolitik eine aktive Bekämpfung der Arbeitslosigkeit verlangt (Art. 100). Gleichzeitig ist er volkswirtschaftlich verantwortungslos. Die Steuergelder sind nicht dafür da, die zuständigen Instanzen für Schönreden und Nichtstun zu entlöhnen.

Auf der Alpensüdseite am Montag 41.5 Grad gemessen

ZÜRICH. Die bisher höchste je im offiziellen Messnetz der Schweiz aufgezeichnete Temperatur ist am 2. Juli 1952 in Basel registriert worden. Damals stieg die Temperatur auf 39.0 Grad. Unter den momentan herrschenden, etwas besonderen Bedingungen, ist dieser Wert nun laut einem ulletin von MeteoSchweiz deutlich überschritten worden. Am Montag, 11. August 2003 kletterte die Temperatur an der Messstation in Grono (Misox, GR, 382 m ü.M.) auf der Alpensüdseite auf 41.5 Grad. Es handelt sich dabei um eine nach internationalen Vorgaben konventionell betriebene Messstation, welche dreimal täglich abgelesen wird. Bereits bei der Mittagablesung (14.00 h lokale Zeit) lag die Temperatur bei 40.0 Grad.

365 Millionen Franken für zivile Bauten

BERN. Die Kommission für öffentliche Bauten des Ständerates beantragt, einen Verpflichtungskredit von 365 Mio. Franken für den Bau von zivilen Bauten zu genehmigen.

Für 2004 legt der Bundesrat dem Parlament ein ziviles Bauprogramm mit Verpflichtungskrediten von insgesamt 365 Mio. Franken vor. Die grössten Bauvorhaben sind dabei: die Gesamtsanierung des Bernerhofes (42,3 Mio. Franken) der Neubau eines Tiefmagazins für die Schweizerische Landesbibliothek (37,5 Mio. Franken) Umbauten im Parlamentsgebäude und den Bundeshäusern West und Ost (30.0 Mio. Franken) sowie Fassaden- und Dachsanierung des Bundeshauses West (23,5 Mio. Franken) die Einrichtung eines Sammlungszentrums des Schweizerischen Landesmuseums in Affoltern am Albis (28,0 Mio. Franken) und die Sanierung des Altbaus des Landesmuseums (16 Mio. Franken) die Verlegung der Militärbibliothek in Bern (20 Mio. Franken) der Neubau der Botschaftsresidenz in Washington (17,7 Mio. Franken). Die übrigen Bauvorhaben kosten weniger als 10 Mio. Franken und sind deshalb in einem Sammelkredit von Fr. 150 Mio. zusammengefasst.

Die Kommission für öffentliche Bauten des Ständerates hatte sich bereits in früheren Sitzungen mit einigen Projekten befasst und sich von deren Notwendigkeit überzeugen lassen. Sie beantragt dem Plenum einstimmig, dem Bauprogramm 2004 zuzustimmen. Noch nicht überzeugt ist die Kommission allerdings von der Notwendigkeit der Weiterführung der Militärbibliothek als separate Institution mit eigenem Gebäude. Die Kommission macht denn ihre Zustimmung zu diesem Projekt auch abhängig von einem Bedürfnisnachweis für den Betrieb einer separaten Militärbibliothek.

Ökologischem Ausgleich droht Rückschritt

BASEL. Die Agrarpolitik 2007 bedroht laut einem Bulletin von Pro Natura die Qualität des ökologischen Ausgleichs. Dass dieser doppelt rentiert, zeigt aber gerade der trockenheisse Sommer 2003: Die Bauern haben ein wettersicheres Standbein und mit Feldhasen und Co. geht’s mancherorts wieder aufwärts.

Für viele Bauernbetriebe sind ökologische Ausgleichsflächen zu einem wichtigen Betriebszweig geworden. Das zeigt die extreme Trockenheit deutlich auf. Wer Ökologie in Form von Buntbrachen, Extensivwiesen oder Hecken «produziert», hat dank ökologischen Direktzahlungen ein wettersicheres Standbein. Diesen Landwirten droht nun Ungemach von Verordnungen zur Agrarpolitik 2007, die sich zur Zeit in der Vernehmlassung befindet.

Bauern etwa, die artenreiche Bergwiesen bisher alle zwei Jahre gemäht haben, sollen nur noch in den «Mähjahren» ökologische Direktzahlungen erhalten. Der Kontrollaufwand sei zu gross, glaubt das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW). Pro Natura befürchtet, dass dadurch biologisch wertvolle Flächen entweder aufgegeben werden oder dass sie stärker genutzt werden. Beides schadet der Vielfalt an seltenen Pflanzen und Tieren. Auch die ökologisch besonders wertvollen Hecken werden von der AP 2007 weiterhin stiefmütterlich behandelt. Pro Natura fordert deshalb, dass den Bauern die Pflege dieser wichtigen Trittsteine in der Natur endlich angemessen abgegolten werden. Negativ wird sich die AP 2007 auf die kleinen und mittleren Bauern auswirken. Sie werden durch die neuen Bezugsbedingungen für Direktzahlungen benachteiligt. Pascale Aubert, Pro Natura Landwirtschaftsexpertin: «Die Statistik zeigt ganz klar: Kleine Betriebe weisen prozentual mehr ökologische Ausgleichsflächen auf als grössere. Dementsprechend leisten sie einen grösseren Beitrag für eine vielfältige Natur und Landschaft.»

Pro Natura fordert deshalb den Bundesrat auf, den eingeschlagenen Weg zur nachhaltigen Landwirtschaft konsequent weiterzugehen. Das grösste Defizit besteht vorab im Bereich Ökologie, umso mehr als damit den Bauernfamilien auch in sozialer Hinsicht mehr Luft verschafft werden kann.

 

 

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