Waldbrand Leuk: Neben Helikoptern auch Einsatz von Bodentruppen

SION. Die zivilen Feuerwehren werden im Kampf gegen den Waldbrand bei Leuk (VS) seit heute Donnerstag von der Armee unterstützt.

Toter Marderhund gefunden in der Ajoie (Jura)

PORRENTRUY. Am 6. August 2003 wurde ein Marderhund von einem Auto überfahren.

Strom wird zunehmend knapp und teuer

AARAU. Wegen der Trockenheit und der Hitzewelle in Frankreich können in einigen Regionen Stromabschaltungen nicht mehr ausgeschlossen werden.

Schweizer F/A-18 üben mit der Deutschen Luftwaffe in Laage bei Rostock

BERN. Im Rahmen der Ausbildungszusammenarbeit zwischen der Deutschen und der Schweizer Luftwaffe findet vom 11. bis 22. August 2003 in Laage bei Rostock (D) eine gemeinsame Luftverteidigungsübung statt.

Neuer Internetauftritt des seco  Online-Abonnement für seco-Pressemitteilungen

BERN. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) hat seinen Internetauftritt überarbeitet.

Landwirtschaftliche Forschungsanstalten rücken zusammen

BERN. Die Eidg. Forschungsanstalt für Agrarökologie und Landbau  und jene für Agrarwirtschaft und Landtechnik einerseits sowie die Forschungs-anstalt für Obst-, Wein- und Gartenbau und jene für Pflanzenbau andererseits werden ab 2006 führungsmässig zusammengefasst.

Aktionsplan für umfassendes Luftsicherheits- management

BERN. Bundesrat Moritz Leuenberger hat den Aktionsplan für die Umsetzung der Empfehlungen aus dem Bericht über die Sicherheit im schweizerischen Luftverkehr genehmigt.

Dank Speicherkraftwerken genügend Wasser für Strom

AARAU. Der Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) teilt mit...

Wird der Bund zum Publikumsforscher?

BERN. Die Kommission für Verkehr- und Fernmeldewesen des Nationalrats will die Publikumsforschung nicht länger der SRG überlassen.

 

 

14. August 2003

Waldbrand Leuk: Neben Helikoptern auch Einsatz von Bodentruppen

SION. Die zivilen Feuerwehren werden im Kampf gegen den Waldbrand bei Leuk (VS) seit heute Donnerstag von der Armee unterstützt. Neben drei Super Pumas der Luftwaffe kommt auch die Bereitschaftskompanie der Rettungstruppen, die Rettungskompanie II/27, zum Einsatz.

Seit heute Donnerstag Morgen unterstützen zwei Super Pumas der Armee die zivilen Behörden im Kampf gegen den Waldbrand bei Leuk. Zusätzlich wird ein dritter Super Puma, der wegen Unterhaltsarbeiten am Boden war, am Nachmittag ebenfalls zum Einsatz gelangen.

Der Kanton Wallis hat die Armee zudem um Unterstützung auch am Boden gebeten. Im Verlaufe des Nachmittags wird die Bereitschaftskompanie der Rettungstruppen, die Rettungskompanie II/27, aus dem Raum Effretikon in Leuk eintreffen und einen Katastrophenhilfeeinsatz leisten. Sie wird zur subsidiären Unterstützung der zivilen Behörden für die Brandbekämpfung sowie für Wassertransporte eingesetzt. Der Einsatz dauert voraussichtlich drei bis fünf Tage. Die Kompanie wird Brigadier Daniel Roubaty unterstellt, der als Kommandant der Territorialbrigade 10 für die militärische Katastrophenhilfe in der betroffenen Region zuständig ist.

Toter Marderhund gefunden in der Ajoie (Jura)

PORRENTRUY. Am 6. August 2003 wurde ein Marderhund von einem Auto überfahren. Das erwachsene Männchen wog ca. 6kg und war ca. 80 cm lang. Es ist der erste dokumentierte Nachweis eines Marderhundes in der Schweiz.

Strom wird zunehmend knapp und teuer

AARAU. Wegen der Trockenheit und der Hitzewelle in Frankreich können in einigen Regionen Stromabschaltungen nicht mehr ausgeschlossen werden. Aufgrund umstrittener Ausnahmeregeln für die Kraftwerke drohen Unternehmen und Haushalten in Frankreich in dieser Woche jedoch noch keine Stromausfälle. Die französische Regierung hatte zur Sicherung der Stromversorgung die Temperaturgrenzwerte für Ableitungen vorübergehend heraufgesetzt. Diese Massnahme betrifft vorerst zehn Kernkraftwerke an den Flüssen Rhone, Loire und Garonne. EDF will langfristig die Konzepte zur Kühlung der Kernkraftwerke und anderer Kraftwerke neu überdenken.

Der Stromkonzern beteuerte, von dem Ausnahmeregeln nur in Ausnahmefällen Gebrauch zu machen. Um die Umweltauflagen zu erfüllen, habe EDF vielmehr das Wärmekraftwerk Vitry-sur-Seine bei Paris vorübergehend vom Netz genommen.

Insgesamt drosselte EDF demnach in den vergangenen Tagen die Leistung der französischen Kraftwerke um 4000 Megawatt, was der Leistung von vier Kernkraftwerke entspreche. Dennoch stellte Frankreich in den heissesten Stunden des Tages von 8 Uhr bis 20 Uhr etwa 4000 Megawatt zur Verfügung für den Export in die Schweiz, nach Grossbritannien, Italien Belgien und Spanien. Üblicherweise seien es 8000 bis 10 000 Megawatt, so der Netzbetreiber RTE.

Die Pariser Strombörse Powernext verzeichnete heftige Kursausschläge und Rekordumsätze. Dabei kletterte der Preis pro Megawattstunde am 10. August im Tagesverlauf zwischenzeitlich auf 1000 Euro, um am 11. August wieder auf 67 Euro zu stürzen. Die anhaltende Hitze hat auch die Strompreise an der deutschen Strombörse EEX in Leipzig in die Höhe getrieben. Auf dem Spotmarkt wurde der Preis für eine Megawattstunde Strom am 11. August auf 50,35 Euro festgesetzt. Das ist fast das Doppelte des Jahresdurchschnittspreises. Der SWEP-Index stieg am 13. August auf 110,5 Euro (SFr. 170,4).

Schweizer F/A-18 üben mit der Deutschen Luftwaffe in Laage bei Rostock

BERN. Im Rahmen der Ausbildungszusammenarbeit zwischen der Deutschen und der Schweizer Luftwaffe findet vom 11. bis 22. August 2003 in Laage bei Rostock (D) eine gemeinsame Luftverteidigungsübung statt. Die Schweizer Luftwaffe wird mit fünf F/A-18 (vier Einsatzflugzeuge und ein Reserveflugzeug) am 11. August nach Laage fliegen. Die Deutsche Luftwaffe wird mit MiG-29, Tornado und Phantom an der Übung teilnehmen.

Eine vom Bundesrat bewilligte Zusammenarbeitsvereinbarung (Memorandum of Understanding, MoU) bildet die rechtliche Grundlage der militärischen Ausbildungszusammenarbeit mit der Deutschen Luftwaffe.

Neuer Internetauftritt des seco  Online-Abonnement für seco-Pressemitteilungen

BERN. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) hat seinen Internetauftritt überarbeitet. Neu können Pressemitteilungen und ausgewählte Publikationen im Abonnement bezogen werden. Die Ausführung des Auftritts trägt ausserdem den Bedürfnissen der Sehbehinderten Rechnung.

Die seco-Homepage www.seco.admin.ch   bietet Zugriff auf aktuelle Analysen und Zahlen zu Themen wie Wirtschaftsentwicklung, Arbeitslosigkeit oder Konsumentenstimmung. Im weiteren können Formulare, Merkblätter und Publikationen heruntergeladen werden. Der Zugriff erfolgt über dynamische Menüs. Für die Informationsrecherche stehen eine Stichwortsuche und eine ausführliche Suchmaske zur Verfügung. Ergänzt wird das Angebot durch einen ausführlichen Index.

Neu können die wichtigsten regelmässig publizierten Daten wie Arbeitslosenzahlen oder Konjunkturindex sowie weitere ausgewählte Publikationen im Abonnement bezogen werden. An- und Abmeldung erfolgen online.

In der Textversion ist die seco-Homepage für die Betrachtung mit spezieller Zusatzsoftware, wie sie von sehbehinderten Menschen verwendet wird, geeignet. Es wird damit den entsprechenden Richtlinien des Bundes betreffend Internetzugang für Sehbehinderte Rechnung getragen.

Ebenfalls ist die neue Website des seco-Leistungsbereiches Entwicklung & Transition aufgeschaltet worden. Sie informiert rund um das Thema Wirtschaftliche Entwicklungszusammenarbeit und ist über die seco-Homepage zu erreichen.

Landwirtschaftliche Forschungsanstalten rücken zusammen

BERN. Die Eidg. Forschungsanstalt für Agrarökologie und Landbau (FAL, Reckenholz) und jene für Agrarwirtschaft und Landtechnik (FAT, Tänikon) einerseits sowie die Forschungs-anstalt für Obst-, Wein- und Gartenbau (FAW, Wädenswil) und jene für Pflanzenbau (RAC, Changins) andererseits werden ab 2006 führungsmässig zusammengefasst. Die Standorte bleiben erhalten. Die organisatorischen Zusammenfassungen sollen dazu beitragen, die Leistungen der Forschungsanstalten trotz der geplanten Budgetkürzungen von 5 Millionen Franken soweit wie möglich zu erhalten.

Im Rahmen des Entlastungsprogramms des Bundes müssen die Landwirtschaftlichen Forschungsanstalten ihre Budgets reduzieren. Dabei sollen die Forschungsleistungen nicht oder möglichst wenig abgebaut werden. Das heisst, dass die Einsparungen in organisatorischer Hinsicht und durch Zusammenlegung von administrativen Aufgaben gesucht werden.

Jetzt sind erste Entscheide gefallen, wie die Vorgaben umgesetzt werden sollen: Aus heute sechs werden ab 2006 führungsmässig noch drei landwirtschaftliche Forschungseinheiten. Bereits eingeleitet ist die führungsmässige Zusammenfassung der Forschungsanstalt für Milchwirtschaft (FAM, Liebefeld) mit jener für Nutztiere (RAP, Posieux) ab 2004. FAL und FAT einerseits sowie FAW und RAC andererseits sollen als neue Einheiten ab 2006 operationell tätig sein. Die Standorte bleiben erhalten.

Die Budgetkürzungen führen zu einem Stellenabbau. Entlassungen sollen soweit möglich vermieden werden.

Bis Ende Jahr sind die führungsmässigen Verantwortlichkeiten für die Umsetzung der Entscheide festgelegt. Das eidgenössische Parlament wird im Dezember definitiv über die Budgetkürzungen entscheiden.

Das System „DUO“ bewährt sich im ersten Jahr

BERN-WABERN. Das Bundesamt für Flüchtlinge (BFF) zieht eine positive Bilanz über das System „DUO“, das vor einem Jahr eingeführt worden ist, um die Asylverfahren zu beschleunigen. Fast ein Fünftel aller Asylentscheide wurden direkt in den vier Empfangsstellen (ES) des Bundes und im Transitzentrum getroffen.

Innerhalb eines Jahres, von Anfang August 2002 bis Ende Juli 2003, wurden in den vier ES (Vallorbe, Basel, Kreuzlingen und Chiasso) und im Transitzentrum Altstätten / SG insgesamt 5’716 Asylgesuche im beschleunigten Verfahren entschieden. Dies entspricht 19 % aller erstinstanzlichen Entscheide des BFF.

In der Hälfte der Fälle wurde auf die Asylgesuche nicht eingetreten, weil diese offensichtlich unbegründet oder missbräuchlich waren. In 32 % der Fälle wurde ein (positiver oder negativer) materieller Entscheid getroffen. Insgesamt 42 Personen wurden als Flüchtlinge anerkannt und erhielten Asyl. 18 % der Gesuche wurden auf andere Weise erledigt (z. B. Abschreibungen).

Eine neue Verfahrenssektion in jeder Empfangsstelle:

Seit dem 2. August 2002 verfügt jede der vier ES über eine zusätzliche Sektion mit fünf bis zehn Mitarbeitenden, die über Asylgesuche entscheiden. Sie ergänzen die bereits dort tätigen Personen, die mit der Aufnahme und Befragung von Asylsuchenden betraut sind.

Dank diesem als „DUO“ bezeichneten System hat sich die mittlere Dauer des erstinstanzlichen Verfahrens (von der Ankunft in der ES bis zum Entscheid) drastisch verkürzt: In 90 % der Fälle, die in den ES entschieden wurden, betrug sie durchschnittlich 16 Tage. Die Asylsuchenden hielten sich jedoch kaum länger in den ES bzw. im Transitzentrum auf. Von August 2002 bis Juli 2003 lag die mittlere Aufenthaltsdauer bei 13 Tagen gegenüber 12 Tagen in der entsprechenden Vorperiode.

Beschwerden:

In rund 35 % der Fälle wurde gegen einen Nichteintretensentscheid oder einen negativen Entscheid Beschwerde erhoben. In nahezu sechs von zehn Fällen ist die Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) nicht darauf eingetreten. 16 % der Beschwerden wurden abgewiesen und nur etwas mehr als 1 % gutgeheissen.

Aktionsplan für umfassendes Luftsicherheitsmanagement

BERN. Bundesrat Moritz Leuenberger hat den Aktionsplan für die Umsetzung der Empfehlungen aus dem Bericht über die Sicherheit im schweizerischen Luftverkehr genehmigt. Mit der Umsetzung der Massnahmen wird in den kommenden Tagen unter der Leitung des Sicherheitsdelegierten Markus Mohler begonnen. Der UVEK-Vorsteher will die Sicherheitsaufsicht im Luftverkehr so modernisieren, dass die Schweiz künftig in diesem Bereich wieder vorbildlich ist.

Dank Speicherkraftwerken genügend Wasser für Strom

AARAU. Der Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) teilt mit:

Viele Länder in Europa haben unter der Hitze auch im Bereich der Stromproduktion und -versorgung zu leiden. In Italien ist der Stromverbrauch auf Rekordhöhen geklettert. Die notwendige Klimatisierung ist eine der Hauptursachen dafür. Italiens Behörden warnen vor der Gefahr von Stromausfällen.

Auch in den Niederlanden drohen Stromsperren wegen der Engpässe. Die Bevölkerung wurde aufgerufen Strom zu sparen. In Frankreich ist die Produktion einer Anzahl Kernkraftwerke gedrosselt, da das Kühlwasser der Flüsse zum Teil nicht ausreicht oder bereits so warm ist, dass die Flussfauna Schaden leiden kann. In Deutschland wird wärmeres Kühlwasser in den Flüssen mit einer Ausnahmebewilligung gestattet.

Nicht so in der Schweiz. Die Speicherseen in den Alpen weisen einen durchschnittlichen Füllungsgrad auf. Sie profitieren durch das intensivierte Schmelzen von Gletschereis und Restschneemengen. Die Speicherkraftwerke bringen ihre normale Leistung. In den grossen Flüssen, wie Aare und Rhein fliesst zwar weniger Wasser als normalerweise zu dieser Jahreszeit. Es sind aber trotzdem alle Kraftwerke in Betrieb. Der Rhein beispielsweise produziert etwa 70% dessen, was zu dieser Jahreszeit üblich ist. Eine Ausnahme bilden die Kleinstkraftwerke an Bächen, die zum Teil ausser Betrieb genommen werden mussten. Ihr Produktionsausfall ist aber gering.

Die Schweiz ist im Sommer generell ein Stromexportland, da wir mehr Strom produzieren können, als wir selber benötigen. Auch im Moment wird Strom exportiert. In ländlichen Gegenden wurde sogar festgestellt, dass weniger Strom benötigt wird als sonst zu dieser Jahreszeit. Die Leute essen abends kalte Mahlzeiten und sind sehr lange im Freien, brauchen also weniger Strom. Die Städte gleichen dies mit einer Zunahme aber wieder aus. Auch wir Schweizer lieben es kühler und haben Klimageräte und Ventilatoren im Einsatz.

Fazit: Die Schweizer Stromversorgung ist sichergestellt. Im Notfall könnten Massnahmen wie Drosselung der Exporte zur Anwendung kommen.

Wird der Bund zum Publikumsforscher?

BERN. Die Kommission für Verkehr- und Fernmeldewesen des Nationalrats will die Publikumsforschung nicht länger der SRG überlassen. In einem Grundsatzentscheid in der Beratung zum neuen Radio- und Fernsehgesetz hat sie sich am Dienstag für die Gründung einer erweiterten Trägerschaft ausgesprochen. Deren genaue Ausgestaltung wurde auf eine spätere Sitzung verschoben. Wie Kommissionspräsident Peter Vollmer gegenüber der Werbewoche erklärte, sollen private Veranstalter gleichwertig eingebunden werden. Eine Beteiligung des Bundes oder von Forschungsinstituten sei ebenfalls denkbar. Aber auch unter der erweiterten Trägerschaft soll die Publikumsforschung aus Gebührengeldern finanziert werden.

 

 

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