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Waldbrand
Leuk: Neben Helikoptern auch Einsatz von Bodentruppen
SION.
Die zivilen Feuerwehren werden im Kampf gegen den Waldbrand bei
Leuk (VS) seit heute Donnerstag von der Armee unterstützt. Neben
drei Super Pumas der Luftwaffe kommt auch die
Bereitschaftskompanie der Rettungstruppen, die Rettungskompanie
II/27, zum Einsatz.
Seit
heute Donnerstag Morgen unterstützen zwei Super Pumas der Armee
die zivilen Behörden im Kampf gegen den Waldbrand bei Leuk. Zusätzlich
wird ein dritter Super Puma, der wegen Unterhaltsarbeiten am Boden
war, am Nachmittag ebenfalls zum Einsatz gelangen.
Der
Kanton Wallis hat die Armee zudem um Unterstützung auch am Boden
gebeten. Im Verlaufe des Nachmittags wird die
Bereitschaftskompanie der Rettungstruppen, die Rettungskompanie
II/27, aus dem Raum Effretikon in Leuk eintreffen und einen
Katastrophenhilfeeinsatz leisten. Sie wird zur subsidiären
Unterstützung der zivilen Behörden für die Brandbekämpfung
sowie für Wassertransporte eingesetzt. Der Einsatz dauert
voraussichtlich drei bis fünf Tage. Die Kompanie wird Brigadier
Daniel Roubaty unterstellt, der als Kommandant der
Territorialbrigade 10 für die militärische Katastrophenhilfe in
der betroffenen Region zuständig ist.
Toter
Marderhund gefunden in der Ajoie (Jura)
PORRENTRUY.
Am 6. August 2003 wurde ein Marderhund von einem Auto überfahren.
Das erwachsene Männchen wog ca. 6kg und war ca. 80 cm lang. Es
ist der erste dokumentierte Nachweis eines Marderhundes in der
Schweiz.
Strom
wird zunehmend knapp und teuer
AARAU.
Wegen der Trockenheit und der Hitzewelle in Frankreich können in
einigen Regionen Stromabschaltungen nicht mehr ausgeschlossen
werden. Aufgrund umstrittener Ausnahmeregeln für die Kraftwerke
drohen Unternehmen und Haushalten in Frankreich in dieser Woche
jedoch noch keine Stromausfälle. Die französische Regierung
hatte zur Sicherung der Stromversorgung die Temperaturgrenzwerte für
Ableitungen vorübergehend heraufgesetzt. Diese Massnahme betrifft
vorerst zehn Kernkraftwerke an den Flüssen Rhone, Loire und
Garonne. EDF will langfristig die Konzepte zur Kühlung der
Kernkraftwerke und anderer Kraftwerke neu überdenken.
Der
Stromkonzern beteuerte, von dem Ausnahmeregeln nur in Ausnahmefällen
Gebrauch zu machen. Um die Umweltauflagen zu erfüllen, habe EDF
vielmehr das Wärmekraftwerk Vitry-sur-Seine bei Paris vorübergehend
vom Netz genommen.
Insgesamt
drosselte EDF demnach in den vergangenen Tagen die Leistung der
französischen Kraftwerke um 4000 Megawatt, was der Leistung von
vier Kernkraftwerke entspreche. Dennoch stellte Frankreich in den
heissesten Stunden des Tages von 8 Uhr bis 20 Uhr etwa 4000
Megawatt zur Verfügung für den Export in die Schweiz, nach
Grossbritannien, Italien Belgien und Spanien. Üblicherweise seien
es 8000 bis 10 000 Megawatt, so der Netzbetreiber RTE.
Die
Pariser Strombörse Powernext verzeichnete heftige Kursausschläge
und Rekordumsätze. Dabei kletterte der Preis pro Megawattstunde
am 10. August im Tagesverlauf zwischenzeitlich auf 1000 Euro, um
am 11. August wieder auf 67 Euro zu stürzen. Die anhaltende Hitze
hat auch die Strompreise an der deutschen Strombörse EEX in
Leipzig in die Höhe getrieben. Auf dem Spotmarkt wurde der Preis
für eine Megawattstunde Strom am 11. August auf 50,35 Euro
festgesetzt. Das ist fast das Doppelte des
Jahresdurchschnittspreises. Der SWEP-Index stieg am 13. August auf
110,5 Euro (SFr. 170,4).
Schweizer
F/A-18 üben mit der Deutschen Luftwaffe in Laage bei Rostock
BERN.
Im Rahmen der Ausbildungszusammenarbeit zwischen der Deutschen und
der Schweizer Luftwaffe findet vom 11. bis 22. August 2003 in
Laage bei Rostock (D) eine gemeinsame Luftverteidigungsübung
statt. Die Schweizer Luftwaffe wird mit fünf F/A-18 (vier
Einsatzflugzeuge und ein Reserveflugzeug) am 11. August nach Laage
fliegen. Die Deutsche Luftwaffe wird mit MiG-29, Tornado und
Phantom an der Übung teilnehmen.
Eine
vom Bundesrat bewilligte Zusammenarbeitsvereinbarung (Memorandum
of Understanding, MoU) bildet die rechtliche Grundlage der militärischen
Ausbildungszusammenarbeit mit der Deutschen Luftwaffe.
Neuer
Internetauftritt des seco Online-Abonnement
für seco-Pressemitteilungen
BERN.
Das Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) hat seinen
Internetauftritt überarbeitet. Neu können Pressemitteilungen und
ausgewählte Publikationen im Abonnement bezogen werden. Die Ausführung
des Auftritts trägt ausserdem den Bedürfnissen der
Sehbehinderten Rechnung.
Die
seco-Homepage www.seco.admin.ch
bietet Zugriff auf aktuelle
Analysen und Zahlen zu Themen wie Wirtschaftsentwicklung,
Arbeitslosigkeit oder Konsumentenstimmung. Im weiteren können
Formulare, Merkblätter und Publikationen heruntergeladen werden.
Der Zugriff erfolgt über dynamische Menüs. Für die
Informationsrecherche stehen eine Stichwortsuche und eine ausführliche
Suchmaske zur Verfügung. Ergänzt wird das Angebot durch einen
ausführlichen Index.
Neu
können die wichtigsten regelmässig publizierten Daten wie
Arbeitslosenzahlen oder Konjunkturindex sowie weitere ausgewählte
Publikationen im Abonnement bezogen werden. An- und Abmeldung
erfolgen online.
In
der Textversion ist die seco-Homepage für die Betrachtung mit
spezieller Zusatzsoftware, wie sie von sehbehinderten Menschen
verwendet wird, geeignet. Es wird damit den entsprechenden
Richtlinien des Bundes betreffend Internetzugang für
Sehbehinderte Rechnung getragen.
Ebenfalls
ist die neue Website des seco-Leistungsbereiches Entwicklung &
Transition aufgeschaltet worden. Sie informiert rund um das Thema
Wirtschaftliche Entwicklungszusammenarbeit und ist über die
seco-Homepage zu erreichen.
Landwirtschaftliche
Forschungsanstalten rücken zusammen
BERN.
Die Eidg. Forschungsanstalt für Agrarökologie und Landbau
(FAL, Reckenholz) und jene für Agrarwirtschaft und Landtechnik
(FAT, Tänikon) einerseits sowie die Forschungs-anstalt für
Obst-, Wein- und Gartenbau (FAW, Wädenswil) und jene für
Pflanzenbau (RAC, Changins) andererseits werden ab 2006 führungsmässig
zusammengefasst. Die Standorte bleiben erhalten. Die
organisatorischen Zusammenfassungen sollen dazu beitragen, die
Leistungen der Forschungsanstalten trotz der geplanten Budgetkürzungen
von 5 Millionen Franken soweit wie möglich zu erhalten.
Im
Rahmen des Entlastungsprogramms des Bundes müssen die
Landwirtschaftlichen Forschungsanstalten ihre Budgets reduzieren.
Dabei sollen die Forschungsleistungen nicht oder möglichst wenig
abgebaut werden. Das heisst, dass die Einsparungen in
organisatorischer Hinsicht und durch Zusammenlegung von
administrativen Aufgaben gesucht werden.
Jetzt
sind erste Entscheide gefallen, wie die Vorgaben umgesetzt werden
sollen: Aus heute sechs werden ab 2006 führungsmässig noch drei
landwirtschaftliche Forschungseinheiten. Bereits eingeleitet ist
die führungsmässige Zusammenfassung der Forschungsanstalt für
Milchwirtschaft (FAM, Liebefeld) mit jener für Nutztiere (RAP,
Posieux) ab 2004. FAL und FAT einerseits sowie FAW und RAC
andererseits sollen als neue Einheiten ab 2006 operationell tätig
sein. Die Standorte bleiben erhalten.
Die
Budgetkürzungen führen zu einem Stellenabbau. Entlassungen
sollen soweit möglich vermieden werden.
Bis
Ende Jahr sind die führungsmässigen Verantwortlichkeiten für
die Umsetzung der Entscheide festgelegt. Das eidgenössische
Parlament wird im Dezember definitiv über die Budgetkürzungen
entscheiden.
Das
System „DUO“ bewährt sich im ersten Jahr
BERN-WABERN.
Das Bundesamt für Flüchtlinge (BFF) zieht eine positive Bilanz
über das System „DUO“, das vor einem Jahr eingeführt worden
ist, um die Asylverfahren zu beschleunigen. Fast ein Fünftel
aller Asylentscheide wurden direkt in den vier Empfangsstellen
(ES) des Bundes und im Transitzentrum getroffen.
Innerhalb
eines Jahres, von Anfang August 2002 bis Ende Juli 2003, wurden in
den vier ES (Vallorbe, Basel, Kreuzlingen und Chiasso) und im
Transitzentrum Altstätten / SG insgesamt 5’716 Asylgesuche im
beschleunigten Verfahren entschieden. Dies entspricht 19 % aller
erstinstanzlichen Entscheide des BFF.
In
der Hälfte der Fälle wurde auf die Asylgesuche nicht
eingetreten, weil diese offensichtlich unbegründet oder missbräuchlich
waren. In 32 % der Fälle wurde ein (positiver oder negativer)
materieller Entscheid getroffen. Insgesamt 42 Personen wurden als
Flüchtlinge anerkannt und erhielten Asyl. 18 % der Gesuche wurden
auf andere Weise erledigt (z. B. Abschreibungen).
Eine
neue Verfahrenssektion in jeder Empfangsstelle:
Seit
dem 2. August 2002 verfügt jede der vier ES über eine zusätzliche
Sektion mit fünf bis zehn Mitarbeitenden, die über Asylgesuche
entscheiden. Sie ergänzen die bereits dort tätigen Personen, die
mit der Aufnahme und Befragung von Asylsuchenden betraut sind.
Dank
diesem als „DUO“ bezeichneten System hat sich die mittlere
Dauer des erstinstanzlichen Verfahrens (von der Ankunft in der ES
bis zum Entscheid) drastisch verkürzt: In 90 % der Fälle, die in
den ES entschieden wurden, betrug sie durchschnittlich 16 Tage.
Die Asylsuchenden hielten sich jedoch kaum länger in den ES bzw.
im Transitzentrum auf. Von August 2002 bis Juli 2003 lag die
mittlere Aufenthaltsdauer bei 13 Tagen gegenüber 12 Tagen in der
entsprechenden Vorperiode.
Beschwerden:
In
rund 35 % der Fälle wurde gegen einen Nichteintretensentscheid
oder einen negativen Entscheid Beschwerde erhoben. In nahezu sechs
von zehn Fällen ist die Schweizerische Asylrekurskommission (ARK)
nicht darauf eingetreten. 16 % der Beschwerden wurden abgewiesen
und nur etwas mehr als 1 % gutgeheissen.
Aktionsplan
für umfassendes Luftsicherheitsmanagement
BERN.
Bundesrat Moritz Leuenberger hat den Aktionsplan für die
Umsetzung der Empfehlungen aus dem Bericht über die Sicherheit im
schweizerischen Luftverkehr genehmigt. Mit der Umsetzung der
Massnahmen wird in den kommenden Tagen unter der Leitung des
Sicherheitsdelegierten Markus Mohler begonnen. Der UVEK-Vorsteher
will die Sicherheitsaufsicht im Luftverkehr so modernisieren, dass
die Schweiz künftig in diesem Bereich wieder vorbildlich ist.
Dank
Speicherkraftwerken genügend Wasser für Strom
AARAU.
Der Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) teilt
mit:
Viele
Länder in Europa haben unter der Hitze auch im Bereich der
Stromproduktion und -versorgung zu leiden. In Italien ist der
Stromverbrauch auf Rekordhöhen geklettert. Die notwendige
Klimatisierung ist eine der Hauptursachen dafür. Italiens Behörden
warnen vor der Gefahr von Stromausfällen.
Auch
in den Niederlanden drohen Stromsperren wegen der Engpässe. Die
Bevölkerung wurde aufgerufen Strom zu sparen. In Frankreich ist
die Produktion einer Anzahl Kernkraftwerke gedrosselt, da das Kühlwasser
der Flüsse zum Teil nicht ausreicht oder bereits so warm ist,
dass die Flussfauna Schaden leiden kann. In Deutschland wird wärmeres
Kühlwasser in den Flüssen mit einer Ausnahmebewilligung
gestattet.
Nicht
so in der Schweiz. Die Speicherseen in den Alpen weisen einen
durchschnittlichen Füllungsgrad auf. Sie profitieren durch das
intensivierte Schmelzen von Gletschereis und Restschneemengen. Die
Speicherkraftwerke bringen ihre normale Leistung. In den grossen
Flüssen, wie Aare und Rhein fliesst zwar weniger Wasser als
normalerweise zu dieser Jahreszeit. Es sind aber trotzdem alle
Kraftwerke in Betrieb. Der Rhein beispielsweise produziert etwa
70% dessen, was zu dieser Jahreszeit üblich ist. Eine Ausnahme
bilden die Kleinstkraftwerke an Bächen, die zum Teil ausser
Betrieb genommen werden mussten. Ihr Produktionsausfall ist aber
gering.
Die
Schweiz ist im Sommer generell ein Stromexportland, da wir mehr
Strom produzieren können, als wir selber benötigen. Auch im
Moment wird Strom exportiert. In ländlichen Gegenden wurde sogar
festgestellt, dass weniger Strom benötigt wird als sonst zu
dieser Jahreszeit. Die Leute essen abends kalte Mahlzeiten und
sind sehr lange im Freien, brauchen also weniger Strom. Die Städte
gleichen dies mit einer Zunahme aber wieder aus. Auch wir
Schweizer lieben es kühler und haben Klimageräte und
Ventilatoren im Einsatz.
Fazit:
Die Schweizer Stromversorgung ist sichergestellt. Im Notfall könnten
Massnahmen wie Drosselung der Exporte zur Anwendung kommen.
Wird
der Bund zum Publikumsforscher?
BERN.
Die Kommission für Verkehr- und Fernmeldewesen des
Nationalrats will die Publikumsforschung nicht länger der SRG überlassen.
In einem Grundsatzentscheid in der Beratung zum neuen Radio- und
Fernsehgesetz hat sie sich am Dienstag für die Gründung einer
erweiterten Trägerschaft ausgesprochen. Deren genaue
Ausgestaltung wurde auf eine spätere Sitzung verschoben. Wie
Kommissionspräsident Peter Vollmer gegenüber der Werbewoche erklärte,
sollen private Veranstalter gleichwertig eingebunden werden. Eine
Beteiligung des Bundes oder von Forschungsinstituten sei ebenfalls
denkbar. Aber auch unter der erweiterten Trägerschaft soll die
Publikumsforschung aus Gebührengeldern finanziert werden.
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