Trend zu höherer Bildung im Kanton Basel-Stadt

BASEL. Zwischen 1990 und 2000 ist das Bildungsniveau der Wohnbevölkerung des Kantons Basel-Stadt ab 25 Jahre weiter gestiegen.

Military Tattoo in Edinburgh: offizielle Vertretung der Basler Behörden

BASEL. Die Basler Behörden werden am Military Tattoo in Edinburgh durch Regierungsrat Hans Martin Tschudi vertreten.

Christoph Meyer neuer Operndirektor ab 2004

BASEL. Christoph Meyer übernimmt ab der Spielzeit 2004/05 die Sparte Oper des Theater Basel und damit das Amt des jetzigen Operndirektors Dr. Michael Lakner.

20 Mio. Franken für Life Science-Institut der Systembiologie in Basel

BASEL/LIESTAL. Die Regierungen der Kantone Basel-Landschaft und Basel-Stadt haben beschlossen, gemeinsam 20 Mio. Franken an die Startfinanzierung eines Lehr- und Forschungsinstituts für Systembiologie zu bewilligen.

Ganzheitliche Beurteilung von Risken und Gefahren in Basel-Stadt

BASEL. Risken und Gefahren werden in Basel-Stadt von einer Risikokommission beurteilt.

Albi kilber gestorben

BASEL. Der Schauspieler Albi Klieber ist nach schwerer Krankheit am letzten Montag, den 11. August 2003 in Biel verstorben.

"Achtung abfallfreie Zone": Neue Aktion der Stadtreinigung

BASEL. Die Stadtreinigung des Basler Tiefbauamtes macht mit zwanzig Signalisationen mit der Aufschrift "Achtung abfallfreie Zone" auf mehr Sauberkeit aufmerksam.

Mit dem Tram von Allschwil direkt zum Bahnhof Basel SBB?

ALLSCHWIL. Am Montagabend, 18. August 2003 um 19.00 Uhr findet ein Informationsabend in Allschwil (Schulhaus Letten) statt.

Regierungsrat hat kantonalen Sachplan Abfall genehmigt

BERN. Der bernische Regierungsrat hat den Sachplan Abfall, mit dem die Abfallplanung des Kantons Bern auf den neuesten Stand gebracht wird, nach Abschluss des Mitwirkungsverfahrens genehmigt.

Projektierungskredit für Umbau und Erweiterung des Viktoriaschulhauses Bern

BERN. Der Regierungsrat des Kantons Bern hat einen Kredit von 830'000 Franken für die Projektierung des Umbaus des Viktoriaschulhauses in Bern bewilligt.

Kantonsbeitrag an das Institut für Lehrerinnen- und Lehrerbildung Bern

BERN. Der Regierungsrat des Kantons Bern beantragt dem Grossen Rat einen Kredit von 5,5 Millionen Franken als Beitrag an die Betriebsrechnung 2004 des Instituts für Lehrerinnen- und Lehrerbildung Bern Waisenhausplatz.

Keine Wasserentnahme mehr aus der Bünz

AARAU. Die extreme Trockenheit der vergangenen Wochen und die damit verbundenen geringen Abflussmengen haben zur Folge, dass aus der Bünz und ihren Seitenbächen ab sofort kein Wasser für landwirtschaftliche Zwecke mehr entnommen werden darf.

Regierung lehnt undifferenzierte Pauschalbeiträge in der  Berufsbildung ab

CHUR. Die neue Verordnung über die Berufsbildung BBV will "eine optimale  berufliche Bildung für alle Bedürfnisse und Bereiche" langfristig  gewährleisten.

Leerflächenzählung am 1. Juni 2003

ZÜRICH. Rund 345’000 m2 Nutzflächen oder 2,7-mal mehr als vor einem Jahr  stehen in der Stadt Zürich leer.

Generelles Verbot des Feuerns im Freien

ZÜRICH. Die Kantonale Feuerpolizei hat die Gemeinden des Kantons Zürich informiert, dass gemäss Paragraf 2 der kantonalen Verordnung über den allgemeinen Brandschutz zur Zeit im Kanton Zürich ein generelles Verbot des Feuerns im Freien bestehe.

Öffentlicher Verkehr weiter im Aufwind

FRAUENFELD. Die Transportunternehmungen des öffentlichen Verkehrs im Kanton Thurgau beförderten im vergangenen Jahr wieder mehr Personen.

Untersuchung zur Kostenüberschreitung bei der Bristenstrasse

ALTDORF. Die Baudirektion des Kantons Uri hat den Regierungsrat am 12. August 2003, anlässlich der ersten ordentlichen Sitzung nach den Sommerferien, orientiert, dass die unbestrittenermassen schwierige Sicherung und Wiederherstellung der Bristenstrasse zu einer sehr massiven Kostenüberschreitung führte.

Die Natur leidet

FRAUENFELD. Die extreme Trockenheit dieses Sommers stellt den Wald, die Landwirtschaft und die Wasserversorgung im Kanton Thurgau vor teilweise gravierende Probleme.

FIKO wehrt sich gegen Steuerpaket des Bundes

SOLOTHURN. Die Finanzkommission des Kantonsrates spricht sich klar für die Ergreifung des Kantonsreferendums gegen das Steuerpaket 2001 des Bundes aus.

Weniger Stellensuchende und Arbeitslose mit Hilfsfunktionen

ST. GALLEN. Nach wie vor ist auf dem St. Galler Arbeitsmarkt keine Trendwende in Sicht. Die Zahl der Stellensuchenden hat erneut zugenommen.

Neue Submissionsverordnung für den Kanton Zürich

ZÜRICH. Der Zürcher Regierungsrat hat eine neue Submissionsverordnung verabschiedet.

 

14. August 2003

Trend zu höherer Bildung im Kanton Basel-Stadt

Zwischen 1990 und 2000 ist das Bildungsniveau der Wohnbevölkerung des Kantons Basel-Stadt ab 25 Jahre weiter gestiegen. Markant zurückgegangen ist der Anteil derjenigen, die nach der obligatorischen Schulzeit keine weiterführende Ausbildung absolviert haben.

BASEL. An beiden Polen des Bildungsspektrums zeigt sich ein Trend zu höherer Bildung: Einerseits verfügen gemäss Volkszählung 2000 nur noch 26,2 % der Wohnbevölkerung ab 25 Jahre höchstens über einen Abschluss auf Sekundarstufe I (obligatorische Schulzeit); zehn Jahre zuvor hatte dieser Anteil bei 36,0 % gelegen. Andererseits ist die Quote der Personen mit einem tertiären Bildungsabschluss zwischen 1990 und 2000 von 14,9 % auf 24,7 % gestiegen. 49,2 % (1990: 49,0 %) der Wohnbevölkerung und damit die grosse Mehrheit haben ein Abgangszeugnis auf Sekundarstufe II in der Tasche; darunter fallen Berufsvorbereitende Schulen, Diplommittelschulen, Vollzeit-Berufsschulen und Berufslehren, Lehrerseminare sowie Maturitätsschulen.

Die Volkszählungsergebnisse 2000 zeigen auffällige geschlechtsspezifische Unterschiede. Deutlich mehr Frauen als Männer haben keine Ausbildung abgeschlossen (4,9 % bzw. 4,1 %) oder höchstens die obligatorische Schulzeit absolviert (25,6 % bzw. 17,1 %). Die Männer dagegen dominieren sämtliche tertiären Bildungsabschlüsse (Höhere Fach- und Berufsausbildung, Höhere Fachschulen, Fachhochschulen, Universitäten). Nach wie vor grösster Beliebtheit erfreuen sich bei beiden Geschlechtern Berufslehren und Vollzeit-Berufsschulen (Frauen 35,2 % und Männer 38,5 %).

Ein differenziertes Bild ergibt die Analyse des Bildungsstandes nach Staatsangehörigkeit. Zwar verfügen prozentual deutlich mehr Ausländerinnen und Ausländer höchstens über einen Abschluss auf Sekundarstufe I (34,8 % gegenüber 17,6 %), und 11,4 % von ihnen können überhaupt keinen Bildungsabschluss vorweisen; bei den Schweizerinnen und Schweizern liegt dieser Wert bei nur 2,5 %. Hingegen stehen bei den Fachhochschul- und Universitätsabschlüssen 18,6 % der Ausländerinnen und Ausländer 13,9 % der Schweizerinnen und Schweizer gegenüber.

Military Tattoo in Edinburgh: offizielle Vertretung der Basler Behörden

BASEL. Die Basler Behörden werden am Military Tattoo in Edinburgh durch Regierungsrat Hans Martin Tschudi vertreten. Nebst dem Besuch des imposanten Spektakels mit dem aufsehenerregenden Auftritt des Basler "Top Secret Drum Corps of Basel", trifft Tschudi auch mit hochrangigen schottischen Persönlichkeiten zusammen.

Die Basler Behörden sind am diesjährigen Military Tattoo in Edinburgh offiziell präsent: Regierungsrat Hans Martin Tschudi wird heute nach Edinburgh reisen, um an der spektakulären Aufführung teilzunehmen. Tschudi wird in Begleitung seiner Frau Barbara das diesjährige Edinburgh Military Tattoo auf Einladung des Generalmajors Nick Parker mitverfolgen. Anlass zur Einladung gab die Teilnahme des "Top Secret Drum Corps of Basel" am Military Tattoo. "Top Secret" ist die einzige nichtmilitärische Formation, die am diesjährigen Edinburgh Tattoo auftritt; ihre Show gedeiht allabendlich zu einem Riesenerfolg.

Den "Trommelhelden" aus Basel, dem "Top Secret Drum Corps", wird Tschudi am Donnerstag Nachmittag einen Besuch abstatten. Das Treffen mit der Bürgermeisterin der Stadt, Lesley Hinds, sowie der Empfang beim Justizminister, Jim Gallagher, wird sodann Gelegenheit bieten, Basel als wichtigen wirtschaftlichen und kulturellen Standort vorzustellen und die Beziehungen zwischen Edinburgh und Basel zu vertiefen. Tschudi wird sowohl den Generalmajor als auch die Bürgermeisterin im Namen des Regierungsrats des Kantons Basel-Stadt an die Basler Fasnacht 2004 einladen.

Christoph Meyer neuer Operndirektor ab 2004

BASEL. Christoph Meyer übernimmt ab der Spielzeit 2004/05 die Sparte Oper des Theater Basel (Direktion: Michael Schindhelm) und damit das Amt des jetzigen Operndirektors Dr. Michael Lakner.

Nach dem Studium der Theater- und Musikwissenschaften, sowie Italienisch begann der gebürtige Lüneburger seine Laufbahn als Regieassistent und Abendspielleiter am Nationaltheater Mannheim.

Von dort aus wechselte er 1990 als Spielleiter an die Oper Köln, wo er später zusätzlich die Position des Chefdisponenten und Leiters des Künstlerischen Betriebsbüros übernahm. Von 1992 - 1995 zeichnete Christoph Meyer zudem im Rahmen eines Lehrauftrages für szenischen Unterricht an der Musikhochschule Köln für mehrere Inszenierungen verantwortlich.

Neueinstudierungen von Produktionen der Kölner Oper brachten ihn u.a. nach Venedig, Montpellier, Paris, Tokyo sowie nach Barcelona, wo Christoph Meyer 1995 als Künstlerischer Produktionsdirektor (Director de producción artistica) an das Gran Teatre del Liceu verpflichtet wurde. Er inszenierte dort u.a. "La Voix Humaine" (1996) und "Tosca" (1997). Erste Kontakte mit dem Theater Basel gab es bereits seit 1996/97, der ersten Spielzeit unter der Leitung von Michael Schindhelm: Christoph Meyer hatte die Koproduktionen von Händels "Alcina" und "Giulio Cesare" (Regie: Herbert Wernicke) mitgestaltet.

Zum Juni 2000 wechselte er vom Gran Teatre del Liceu Barcelona an die Deutsche Oper Berlin (Generalintendanz: Götz Friedrich) als Generalsekretär (bis Sommer 2001). Derzeit ist Christoph Meyer in der künstlerischen Leitung des "Festival Internacional de Música y Danza de Granada".

20 Mio. Franken für Life Science-Institut der Systembiologie in Basel

BASEL/LIESTAL. Die Regierungen der Kantone Basel-Landschaft und Basel-Stadt haben beschlossen, gemeinsam 20 Mio. Franken an die Startfinanzierung eines Lehr- und Forschungsinstituts für Systembiologie zu bewilligen. In den Jahren 2004 bis 2007 soll zusammen mit der ETH ein Pionierinstitut auf dem neuen Forschungsgebiet der Systembiologie aufgebaut werden. Ab 2008 wird es als Life Science-Institut der ETH vollumfänglich aus Bundesmitteln und aus Drittmitteln betrieben. Die Systembiologie gilt in diesem Bereich als das Forschungsgebiet der Zukunft schlechthin. Das Basler Institut wäre das erste dieser Art in Europa. Die beiden Regierungen fördern mit ihrem Einsatz die Zukunft sowohl der Wissenschafts- wie der Wirtschaftsregion Basel nachhaltig.

Ganzheitliche Beurteilung von Risken und Gefahren in Basel-Stadt

BASEL. Risken und Gefahren werden in Basel-Stadt von einer Risikokommission (RISKO) beurteilt. Sie bewertet seit über 10 Jahren risikobehaftete Anlagen. In einem mehrstufigen Verfahren wird festgelegt, ob ein Risiko unter Abwägung von Gefahren und Nutzen für Mensch und Umwelt tragbar ist. Die Bewertung der Kommission dient Regierung und Verwaltung als Entscheidungsgrundlage bei wichtigen Risikofragen. Ein aktuelles Mitteilungsblatt informiert die Öffentlichkeit.

Albi kilber gestorben

BASEL. Der Schauspieler Albi Klieber ist nach schwerer Krankheit am letzten Montag, den 11. August 2003 in Biel verstorben.

Der am 5. August 1955 in Basel Geborene spielte am Theater Basel in den letzten Jahren u.a. in Inszenierungen von Christoph Marthaler (Lina Böglis Reise, 1996), Andreas Kriegenburg (Maria Magdalene, 1998) und Stefan Pucher (Snap-Shots, 1999, Kirschgarten, 1999).

Vielen Baslerinnen und Baslern wird Albi Klieber, der in den achziger Jahren für Radio DRS das Wunschkonzert moderiert hatte, auch als Betreiber der "Poesie-Ambulanz" in Erinnerung bleiben, mit der er den Passanten der Basler Innenstadt Gedichte näherbrachte.

Seine letzte Rolle war die des Mörders in William Shakespeares "Richard III." am Schauspielhaus Zürich, zu dessen Ensemble der Schauspieler gehörte.

"Achtung abfallfreie Zone": Neue Aktion der Stadtreinigung

BASEL. Die Stadtreinigung des Basler Tiefbauamtes macht mit zwanzig Signalisationen mit der Aufschrift "Achtung abfallfreie Zone" auf mehr Sauberkeit aufmerksam. Diese Signalisationen werden in den nächsten Tagen im Rahmen der Sauberkeits- und Abfallkampagne an stark frequentierten Plätzen in der Innerstadt aufgestellt. Sie sollen - ohne erhobenen Zeigefinger - daran erinnern, dass der Abfall in den Abfallkübel gehört.

Im Rahmen der Sauberkeits- und Abfallkampagne stellt die Stadtreinigung des Tiefbauamtes insgesamt zwanzig Signalisationen mit der Aufschrift "Achtung abfallfreie Zone" auf. Die Signalisationen erinnern an stark frequentierten Plätzen im Innerstadtbereich daran, dass Abfall in die Abfallkübel zu werfen ist. Vor allem entlang des Rheinweges, auf dem Kasernenareal, in der Steinenvorstadt und auf dem Barfüsser- und Theaterplatz wird während der warmen Jahreszeit vermehrt im Freien konsumiert, was mit Abfall verbunden ist.

Die Signalisationen, als "Pyramide" mit drei Seiten konzipiert, sind jeweils auf einer Seite in deutscher Sprache beschriftet. Auf den beiden weiteren Seiten steht jeweils ebenfalls "Achtung abfallfreie Zone", allerdings in einer der folgenden Fremdsprachen: Türkisch, Italienisch, Spanisch, Albanisch, Englisch, Serbisch, Französisch, Portugiesisch.

Die Stadtreinigung verfolgt auch mit diesen Signalisationen das Ziel, alle Nutzerinnen und Nutzer des öffentlichen Raumes für mehr Sauberkeit zu sensibilisieren.

Mit dem Tram von Allschwil direkt zum Bahnhof Basel SBB?

ALLSCHWIL. Am Montagabend, 18. August 2003 um 19.00 Uhr findet ein Informationsabend in Allschwil (Schulhaus Letten) statt. Regierungsrätin Elsbeth Schneider-Kenel wird die Bevölkerung über Details der Machbarkeitsstudie informieren.

In enger Zusammenarbeit mit den Gemeinden Allschwil und Schönenbuch hat die Bau- und Umweltschutzdirektion des Kantons Basel-Landschaft abklären lassen, ob und wie die Erschliessung der beiden Gemeinden durch öffentliche Verkehrsmittel verbessert werden kann. Dabei wurde insbesondere eine Verlängerung der Tramlinie 8 nach Allschwil Dorf auf die technische Machbarkeit und die volkswirtschaftlichen Auswirkungen untersucht.

Regierungsrat hat kantonalen Sachplan Abfall genehmigt

BERN. Der bernische Regierungsrat hat den Sachplan Abfall, mit dem die Abfallplanung des Kantons Bern auf den neuesten Stand gebracht wird, nach Abschluss des Mitwirkungsverfahrens genehmigt. Vorgesehen ist, die Abfallentsorgung in der Region Bern neu zu organisieren. Wegen fehlender Kapazitäten der Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) Bern soll der Abfall von 19 Berner Vorortsgemeinden künftig in der KVA Emmenspitz in Zuchwil entsorgt werden. Diese ab 2005 geltende neue Zuordnung wird möglich, weil mit der Inbetriebnahme der KVA Thun Mitte 2004 in der KVA Emmenspitz Verbrennungskapazitäten von rund 25'000 Tonnen pro Jahr frei werden.

Projektierungskredit für Umbau und Erweiterung des Viktoriaschulhauses Bern

BERN. Der Regierungsrat des Kantons Bern hat einen Kredit von 830'000 Franken für die Projektierung des Umbaus des Viktoriaschulhauses in Bern bewilligt. Ziel des Projekts ist die Instandstellung des im denkmalpflegerischen Inventar als schützenswert eingestuften Schulhauses und dessen Erweiterung durch einen Neubau. In der ehemaligen Knabensekundarschule an der Viktoriastrasse ist seit 1997 die Bauabteilung der Gewerblich industriellen Berufsschule GIBB untergebracht. Mit der Erweiterung des Viktoriaschulhauses können die bestehenden Raumprobleme der GIBB längerfristig gelöst werden.

Kantonsbeitrag an das Institut für Lehrerinnen- und Lehrerbildung Bern

BERN. Der Regierungsrat des Kantons Bern beantragt dem Grossen Rat einen Kredit von 5,5 Millionen Franken als Beitrag an die Betriebsrechnung 2004 des Instituts für Lehrerinnen- und Lehrerbildung Bern Waisenhausplatz. Das Lehrerinnen- und Lehrerbildungsinstitut mit der privaten Trägerschaft Pädagogisches Ausbildungszentrum NMS Bern bildet Lehrkräfte für den Kindergarten sowie die unteren und oberen Klassen der Primarstufe aus. Der Staatsbeitrag an den Personal- und Sachaufwand der NMS beträgt bis zu 80 Prozent des budgetierten Aufwandes eines entsprechenden kantonalen Instituts. Die SAR-Massnahmen sehen mit der Einführung der Pädagogischen Hochschule auf das Studienjahr 2005/06 eine Reduktion des Subventionssatzes von 80 auf 50 Prozent vor.

Wirtschaftliche Situation im Berner Jura

BERN. Die bernische Volkswirtschaftsdirektorin, Regierungsrätin Elisabeth Zölch-Balmer, hat die konstruktiven Vorschläge für die wirtschaftliche Entwicklung des Berner Juras zur Kenntnis genommen. Der aus Persönlichkeiten aus dem Berner Jura zusammengesetzte “Groupe de réflexion“ unter Leitung des Unternehmers Rolf Bloch hat im Auftrag der Volkswirtschaftsdirektorin Massnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Region ausgearbeitet und heute an einer Medienkonferenz vorgestellt.

Heute (14. August 2003) hat der vom Unternehmer Rolf Bloch, Courtelary, geleitete „Groupe de réflexion“ an einer Medienkonferenz einen Bericht der Öffentlichkeit vorgestellt. Dieser macht eine Reihe von konkreten Vorschlägen für die künftige wirtschaftliche Entwicklung des Berner Juras. Die bernische Volkswirtschaftsdirektorin, Regierungsrätin Elisabeth Zölch-Balmer, dankt der Arbeitsgruppe für die geleistete Arbeit und würdigt die Qualität des Berichts. Dass eine repräsentative Gruppe aus dem Berner Jura die Initiative ergriffen und konkrete Massnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Region ausgearbeitet habe, sei sehr positiv, stellt die Volkswirtschaftsdirektorin fest. Die vorgeschlagenen Massnahmen bewegten sich zum grössten Teil im Rahmen der kantonalen Strategie und hätten weder Änderungen der gesetzlichen Grundlagen noch besondere Aktionsprogramme zur Folge.

Der Bericht wird jetzt dem beco Berner Wirtschaft vorgelegt. Er wird dem Regionalrat unterbreitet, und im Verlauf des Herbstes ist eine vertiefte Diskussion von Volkswirtschaftsdirektion und „Groupe de réflexion“ zum Inhalt des Berichts vorgesehen.

Die „Groupe de réflexion“ entstand im August 2002. Als Folge der Restrukturierung des Firma Tornos in Moutier hatten die bernischen Kantonsbehörden die interessierten Kreise im Berner Jura aufgerufen, sich gemeinsam mit der wirtschaftlichen Zukunft der Region auseinander zu setzen. Die Arbeitsgruppe setzte sich zusammen aus neun Personen aus Kreisen der Wirtschaft, der Gewerkschaften und der Politik. Sie tagte zwischen Oktober 2002 und Juli 2003 insgesamt elf Mal.

Keine Wasserentnahme mehr aus der Bünz

AARAU. Die extreme Trockenheit der vergangenen Wochen und die damit verbundenen geringen Abflussmengen haben zur Folge, dass aus der Bünz und ihren Seitenbächen ab sofort kein Wasser für landwirtschaftliche Zwecke mehr entnommen werden darf.

Die andauernde Hitze hat dazu geführt, dass die Abflussmengen der Bünz und ihrer Seitenbäche in den vergangenen Tagen auf ein so tiefes Niveau gesunken sind, dass Wasserentnahmen für landwirtschaftliche Zwecke ab sofort nicht mehr möglich sind.

Die geringe Abflussmenge, kombiniert mit den aktuell hohen Wassertemperaturen, gefährdet die Fische. Bereits mussten mehrere kritische Bachabschnitte ausgefischt und die Tiere umgesiedelt werden.

Dazu Peter Berner, Projektleiter in der Abteilung Landschaft und Gewässer des Baudepartements: „Die Situation ist kritisch. Wenn in den nächsten Tagen keine nennenswerten Niederschläge fallen, ist es gut möglich, dass wir noch weitere Bäche für landwirtschaftliche Wasserentnahmen sperren müssen“.

Dieser Wasserentnahme-Stopp für die Bünz hat einschneidende Auswirkungen auf einzelne landwirtschaftliche Betriebe. Dennoch kann nur der solidarische Verzicht auf Wasserentnahmen ein Fischsterben vermeiden.

Zum heutigen Zeitpunkt können nur noch neue Bewilligungen für Wasserentnahmen aus Aare, Reuss, Limmat, Rhein sowie aus dem Hallwilersee zum Bewässern der Felder erteilt werden. Dafür ist jeweils eine individuelle Bewilligung vom Baudepartement nötig.

Regierung lehnt undifferenzierte Pauschalbeiträge in der  Berufsbildung ab

CHUR. Die neue Verordnung über die Berufsbildung BBV will "eine optimale  berufliche Bildung für alle Bedürfnisse und Bereiche" langfristig  gewährleisten. Diese Zielsetzung unterstützt auch die Bündner Regierung  in ihrer Vernehmlassung an das Eidgenössiche Volkswirtschaftsdepartement  und stellt gleichzeitig klar: Die Berufsbildung im Kanton Graubünden  muss auch in Zukunft den Nachwuchs für die Wirtschaft in den entlegenen  Regionen sichern und die Ausbildung zu Berufen gewährleisten, die nicht  mit den Klassengrössen der Wirtschaftszentren des Mittellandes zu  vergleichen sind.

In diesem Sinne fordert die Bündner Regierung vom Bund, die  Verordnung mit speziellen Bestimmungen für den Bereich der Gesundheits-  und Sozialberufe zu ergänzen; zudem muss sie klar regeln, wann private  Anbieter in der Grund- und Weiterbildung subventioniert werden müssen.  Schliesslich verlangt die Regierung eine Überarbeitung der BBV im  Bereich der zu erwartenden Kosten. Speziell der Wechsel von der  Defizitfinanzierung zu einer undifferenzierten Pauschalsubventionierung  der Berufsbildung durch den Bund würde den Kanton Graubünden finanziell  zusätzlich massiv belasten. Das Berufsbildungsgesetz und die BBV sollen  deshalb nicht vor Januar 2005 - statt im Januar 2004 - in Kraft treten.

Von Letzigrund auf neu bauen und gestalten 

Zufrieden und zuversichtlich präsentierten Stadträtinnen Kathrin Martelli und Monika Weber heute Donnerstag erstmals die Vorschläge für den Neubau des Stadion Letzigrund. Sie empfehlen vier verschiedene Varianten zur  Weiterbearbeitung. Im April 2004 soll das Siegerprojekt bekannt gegebenwerden.

Wenn alles nach Plan verläuft, schleifen die Bagger den altehrwürdigen Letzigrund im Sommer 2007. Für einmal kann sich die „Weltklasse“ im Jahr darauf nicht auf dem Letzigrund messen. Aber schon 2009 wird das Stadion den weltbesten Athleten und Athletinnen wieder die unverwechselbare Letzigrund-Stimmung bieten können. Der FC Zürich  hingegen wird – so hoffen Monika Weber und Kathrin Martelli - bereits  ins neue Stadion Zürich umgezogen sein, dank dessen privater Finanzierung  der Neubau im Letzigrund erst möglich gemacht wurde.

Die 12 Projekte zum Wettbewerb „Stadion Letzigrund“ können besichtigt werden.

Ort: Laufkeller des Stadion Letzigrund (Eingang Herdernstrasse beschildert)

Zeit: 18. bis 31. August (ohne Samstag 23.), jeweils 16 bis 20 Uhr.

Leerflächenzählung am 1. Juni 2003

ZÜRICH. Rund 345’000 m2 Nutzflächen oder 2,7-mal mehr als vor einem Jahr  stehen in der Stadt Zürich leer. Die Leerflächenziffer beträgt somit 3,07%, bei den Büros und Praxen gar  4,39%

Die Erhebung der leer stehenden Industrie- und Geschäftsflächen vom 1. Juni 2003 ergab für die Stadt Zürich insgesamt 345’411 m2 leere Flächen. Dies entspricht einem Anstieg um rund 215’000 m2 oder 165% gegenüber dem Vorjahr. Gemessen an der gesamten Nutzfläche ergibt sich  eine Leerflächenziffer von 3,07 Prozent; das sind 1,91 Prozentpunkte mehr als im letzten Jahr (1,16%). Diese Ziffer ist jedoch immer noch tiefer als jene der Jahre 1995 bis 1998 (4,36% bis 4,80%).

Weiter an Gewicht gewonnen hat der Bestand an Leerflächen bei den Nutzungen für Büros und Praxen; sie machen rund 251’700 m2 oder 72,9  Prozent aller Leerflächen aus (2001: 44,7%; 2002: 62,4%) und haben sich  innert Jahresfrist mehr als verdreifacht. Ebenfalls stark, aber weniger gewichtig, war der Anstieg der Leerflächen bei den für Werkstatt- und  Produktionsnutzungen bestimmten Räumen; deren Bestand hat sich mehr als versechsfacht.

Rund 83’700 m2 oder fast ein Viertel aller Leerflächen haben mehr als 10'000 m2. Rund drei Viertel von ihnen sind für Büros und Praxen vorgesehen.

Interessant ist eine Analyse nach Bauperioden: Häufiger leer sind die Gebäude der Jahre 1951 bis 1980 (1951-1960: 5,48%; 1961-1980: 3,70% bis  4,01%) sowie diejenigen, die nach 2000 erstellt wurden: Bei den in den Jahren 2001 und 2002 erstellten Gebäuden beträgt die Leeflächenziffer 4,86% und bei denjenigen, die seit dem 1. Januar 2003 fertig gestellt,  wurden gar 61,18%. Überdurchschnittlich stark betroffen sind die für Büros und Praxen vorgesehenen Räume: Bei dieser Nutzungsart beträgt die Leerflächenziffer für die Jahre 2001 und 2002 38,24% und für das Berichtsjahr gar 74,50%.

Statistik Stadt Zürich wird detaillierte Ergebnisse, u. a. über den Miet- und Verkaufspreis der leer stehenden Flächen und deren Verteilung nach Quartieren, demnächst veröffentlichen.

Generelles Verbot des Feuerns im Freien

ZÜRICH. Die Kantonale Feuerpolizei hat die Gemeinden des Kantons Zürich informiert, dass gemäss § 2 der kantonalen Verordnung über den allgemeinen Brandschutz zur Zeit im Kanton Zürich ein generelles Verbot des Feuerns im Freien bestehe.

§ 2 Abs. 3 der Verordnung über den allgemeinen Brandschutz verbietet das Feuern im Freien, wenn  Gebäude gefährdet sind oder sich leichtentzündliche Stoffe in der Nähe befinden. Die Hitze und Trockenheit der letzten Wochen haben dazu geführt, dass Wälder und Buschgebiete heute generell als leichtentzündlich zu betrachten sind, und dass auch eine grosse Distanz nicht ausreicht, um der Brandgefahr genügend zu begegnen. § 2 der Verordnung über den allgemeinen Brandschutz muss daher zur Zeit so verstanden werden, dass er das Feuern im Freien generell verbietet. Dies gilt auch für das Wegwerfen von Raucherwaren und das Abbrennen von Feuerwerk.

Die Kantonale Feuerpolizei hat die Gemeinden über diese Auslegung von § 2 der Verordnung über den allgemeinen Brandschutz orientiert und sie ersucht, im Rahmen ihrer feuerpolizeilichen Aufgaben gegen Verletzungen der genannten Vorschrift einzuschreiten. Gleichzeitig wurden die Gemeinden darauf hingewiesen, dass sie befugt seien, unter Berücksichtigung der lokalen Umstände und der Schutzvorkehren im Einzelfall Ausnahmen von diesem Verbot zuzulassen.

Öffentlicher Verkehr weiter im Aufwind

FRAUENFELD. Die Transportunternehmungen des öffentlichen Verkehrs im Kanton Thurgau beförderten im vergangenen Jahr wieder mehr Personen. Insgesamt zählten Bahn, Bus und Schiff im Jahre 2002 22,9 Millionen Passagiere, das sind 584 000 Personen oder 2,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Die von der Abteilung Öffentlicher Verkehr/Tourismus herausgegebene Statistik-Broschüre enthält eine Menge interessanter Daten zum öffentlichen Verkehr im Kanton Thurgau.

Am 14. Dezember 2002 erfolgte erstmals der Fahrplanwechsel im Winter. Die öffentlichen Verkehrsmittel legen im Fahrplanjahr 2003 gesamthaft 9,8 Millionen fahrplanmässige Kilometer zurück. Dabei bieten die Bahnen knapp die Hälfte (49 Prozent) dieser Leistung an, gefolgt von den regionalen Buslinien mit einem Anteil von 44 Prozent. Der Rest fällt auf die städtischen Verkehrsbetriebe in Frauenfeld und Kreuzlingen sowie auf die Schiffslinien auf Bodensee, Untersee und Rhein. Die Thurgauerinnen und Thurgauer können auf Kantonsgebiet an insgesamt 769 Haltestellen in die öffentlichen Verkehrsmittel einsteigen.

Im vergangenen Jahr beförderten die Transportunternehmungen 22,9 Millionen Passagiere sicher und umweltschonend an ihr Ziel. 70 Prozent der Passagiere reisten mit der Bahn. Die Thurtallinie Romanshorn-Winterthur weist mit 5,8 Millionen Passagieren das grösste Verkehrsaufkommen auf, gefolgt von der Seelinie Romanshorn-Schaffhausen mit 2,9 Millionen und der Bahnlinie Konstanz-Weinfelden-Wil mit 1,8 Millionen. Bei den Buslinien verzeichneten die Postautolinien St. Gallen-Arbon (929 000 Passagiere), Frauenfeld-Steckborn (225 000) und Kreuzlingen-Altnau (217 000) die höchsten Kundenfrequenzen.

Erfreulich ist wiederum die Tatsache, dass im Jahre 2002 die Zahl der Passagiere zum sechsten Mal in Folge zugenommen hat. Bahn, Bus und Schiff beförderten im Vergleich zum Vorjahr 584 000 Kunden zusätzlich (+ 2,6 Prozent). Diese Zunahme ist auf die kontinuierlichen Angebotsverbesserungen der letzten Jahre zurückzuführen. Überdurchschnittliche Zuwachsraten konnten auf der Thurtallinie Romanshorn-Winterthur (+ 135 000 Passagiere, + 3,0 Prozent), bei der Frauenfeld-Wil-Bahn (+ 88 000, + 9,1 Prozent) und auf der ehemaligen Mittelthurgau-Bahnstrecke Konstanz-Weinfelden-Wil (+ 60 000, + 3,4 Prozent) registriert werden. Bei den Buslinien stieg die Zahl der Passagiere auf den Linien St. Gallen-Arbon (+ 52 000, + 5,9 Prozent), Kreuzlingen-Altnau (+ 13 000, + 6,4 Prozent) und Amriswil-Muolen (+ 11 000, + 20,1 Prozent) am stärksten an.

Untersuchung zur Kostenüberschreitung bei der Bristenstrasse

ALTDORF. Die Baudirektion des Kantons Uri hat den Regierungsrat am 12. August 2003, anlässlich der ersten ordentlichen Sitzung nach den Sommerferien, orientiert, dass die unbestrittenermassen schwierige Sicherung und Wiederherstellung der Bristenstrasse zu einer sehr massiven Kostenüberschreitung führte. Statt des ursprünglich angenommenen und beschlossenen Kreditrahmens von 3,6 Mio. Franken weist die Abrechnung per Anfang August einen Kostenaufwand von 9,6 Mio. Franken auf. Für den Regierungsrat ist klar, dass diese wesentlichen Mehrkosten zwingend nach Massnahmen rufen. Er hat daher beschlossen, eine externe Fachperson zu beauftragen, die Ursachen dieser Kostenüberschreitung zu untersuchen. Ziel der Abklärungen ist es, die fachtechnische, organisatorische, administrative, personelle und rechtliche Seite der Bautätigkeit an der Bristenstrasse zu prüfen und gestützt darauf Massnahmen zu ergreifen.

Der Regierungsrat drängt darauf, den Expertenbericht möglichst rasch zu erhalten. Er hat die landrätliche Finanzkommission über diesen Schritt informiert und wird den gesamten Landrat während der September-Session über den aktuellen Stand orientieren.

Die Natur leidet

FRAUENFELD. Die extreme Trockenheit dieses Sommers stellt den Wald, die Landwirtschaft und die Wasserversorgung im Kanton Thurgau vor teilweise gravierende Probleme. Dieses Fazit zog der Sonderstab Trockenheit des Kantonalen Führungsstabes anlässlich einer Medienorientierung vor Ort im Wald und auf dem Feld.

Eine Besichtigung auf dem Seerücken bei Kalchrain hat gezeigt, dass vielerorts, vor allem Buchen, schon herbstlich rot und braun verfärbt sind. Andere Bäume zeigen sich noch erstaunlich grün. Doch neben dem Befall von Rottannen durch den Borkenkäfer beobachtet man auch abdorrende Laubbäume und Fichtenwipfel. Das bringt Probleme für die Waldeigentümer und Revierförster, wie der Förster Robert Schönholzer ausführte: „Die vom Borkenkäfer befallenen Rottannenrinden, -wipfel und -äste müssten eigentlich verbrannt werden. Nun ist aber Feuern im Wald verboten, und andere Methoden sind nicht erprobt, teuer oder verboten.“ Er fügte an, dass ein tagelanger Landregen notwendig wäre, bis der Boden im Wald wieder genügend Wasser hat.

„Für die Jahreszeit hat es extrem wenig Wasser in Flüssen, Bächen und Seen. Ebenfalls sind die Quellerträge stark zurück gegangen.“ Das stellte Marco Baumann vom Kantonalen Amt für Umwelt fest. Dennoch ist nach seiner Meinung die Wasserversorgung im Thurgau nicht gefährdet. Er führt das auf das Verbundsystem zurück, wonach im Thurgau keine Gemeinde in der Wasserversorgung eine Insel ist. Dieses System ist nach der Wasserknappheit im Jahr 1976 vorangetrieben und ausgebaut worden.

Prekär sieht die Lage für einen Teil der Thurgauer Landwirtschaft aus. Hans Stettler, Chef des Landwirtschaftsamtes, drückte sich klar und unmissverständlich aus: „Die Trockenheit stellt die Landwirtschaft vor grosse Probleme. Weil kaum mehr Gras gewachsen ist, fällt im Futterbau der zweite Ernteschnitt und vielerorts auch der dritte Schnitt vollständig aus.“ In vielen Bereichen muss mit massiven Ernteausfällen gerechnet werden. Besonders hoffnungslos zeigt sich die Lage gemäss Stettler bei den Kartoffeln, welche nicht bewässert werden konnten: „Sie kämpfen in einem Stresszustand ums Überleben und bilden neue Knollen. Diese neuen Knollen können nicht mehr als Speisekartoffeln verkauft werden.“ Die Obstbäume stossen bereits unreife Früchte ab und die noch hängenden Äpfel werden im Wachstum gehindert.

Jürg Rüsch, der Chef des Kantonalen Führungsstabes, zählt in Sachen Feuerverbot auf die Vernunft der Bürgerinnen und Bürger, dennoch appellierte er: „Ich ersuche mit Nachdruck, auf offene Feuer im Freien oder Feuerwerk vorläufig zu verzichten.“

FIKO wehrt sich gegen Steuerpaket des Bundes

SOLOTHURN. Die Finanzkommission des Kantonsrates spricht sich klar für die Ergreifung des Kantonsreferendums gegen das Steuerpaket 2001 des Bundes aus. Dieses würde dem Kanton und den Einwohner- und Kirchgemeinden Steuerausfälle von insgesamt 113 Mio Franken bescheren. Allein der Kanton müsste zum Ausgleich der Steuerausfälle die Staatssteuer um 10 Prozent erhöhen. Im Weiteren hat die FIKO den Steuerungsgrössen im direkten Finanzausgleich der Einwohnergemeinden für das Jahr 2004 zugestimmt.

Weniger Stellensuchende und Arbeitslose mit Hilfsfunktionen

ST. GALLEN. Nach wie vor ist auf dem St. Galler Arbeitsmarkt keine Trendwende in Sicht. Die Zahl der Stellensuchenden hat erneut zugenommen. Rund die Hälfte der Zunahme setzt sich aus jugendlichen Stellensuchenden zusammen. Hingegen hat die Anzahl Stellensuchender und Arbeitsloser mit Hilfsfunktionen abgenommen, was als positiver Saisoneffekt gewertet wird.

Im Juli hat die Zahl der Stellensuchenden im Kanton St.Gallen um weitere 194 Personen zugenommen, was einem neuen Total von 11'491 entspricht. Mit 4,7 Prozent der erwerbstätigen Bevölkerung ist die Stellensuchendenquote somit unverändert geblieben im Vergleich zum Juni. Die Arbeitslosenquote ist ebenfalls unverändert und ausgedrückt in absoluten Zahlen leicht zurückgegangen. Das heisst, per Ende Juli waren 7'088 Personen arbeitslos. Der erneute Anstieg der Zahl der Stellensuchenden fand ausschliesslich in den RAV-Regionen St.Gallen, Rorschach und Rheintal statt. Die neuen Stellensuchenden stammen mehrheitlich aus den Branchen des Dienstleistungssektors und aus dem Handel.

Ein negativen Saisoneffekt ist bei den arbeitslosen Jugendlichen und stellensuchenden Lehrabgängerinnen und Lehrabgängern zu verzeichnen. Die Gruppe der Stellensuchenden zwischen 15 und 24 Jahren hat im Juli um 154 Personen zugenommen und beträgt jetzt 2'379 Personen. In diesem Zusammenhang ist auch die Anzahl der stellensuchenden Lehrabgängerinnen und Lehrabgänger grösser geworden. Im Juli war noch eine Zunahme von 56 Personen zu verbuchen. Die bald abgeschlossenen Berufslehren wirken sich  negativ auf die Statistik aus. Auch die stellensuchende Schulabgängerinnen und Schulabgängern haben Einfluss: Ende Juli waren es 188 Personen, 23 mehr als im Vormonat. Jugendliche Stellensuchende haben auf dem derzeit ohnehin schwierigen Arbeitsmarkt vor allem ein Problem: mangelnde Berufserfahrung.

Die Abnahme der Anzahl Stellensuchender in Hilfsfunktionen (-109) und Arbeitsloser in Hilfsfunktionen (-138) stellt möglicherweise erste Anzeichen einer Lockerung des starren Nachfragepotentials für weniger qualifiziertes Personal dar. Die weitere Entwicklung muss allerdings abgewartet werden, da diese Abnahme auch saisonal, das heisst ferienbedingt, zustande gekommen sein könnte. Besonders im Bauhaupt- und Baunebengewerbe, in der Landschaftsgestaltung und in der Gastronomie sind während den Sommerwochen und der Ferienzeit immer wieder kurzfristig Stellen offen, allerdings meist nur für eine befristete Dauer.

Erfreulicherweise hat die Zahl der gemeldeten offenen Stellen zugenommen. Im Juli waren wieder 682 Stellen offen, dies sind 110 mehr als im Juni. Erstaunlicherweise nahm in den RAV-Regionen Rapperswil und Sargans das Stellenangebot in den Dienstleistungsbereichen Planung, Informatik und Beratung markant zu.

Neue Submissionsverordnung für den Kanton Zürich

ZÜRICH. Der Zürcher Regierungsrat hat eine neue Submissionsverordnung verabschiedet. Sie wurde auf das zur Zeit in der kantonsrätlichen Beratung stehende Gesetz über den Beitritt zur revidierten Interkantonalen Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen abgestimmt. Die Rechtsgrundlagen im Kanton Zürich mussten inhaltlich nur geringfügig angepasst werden. Gesamthaft bringt die Revision für den Kanton Zürich und seine Gemeinden keine grundlegenden Änderungen.

Das Gesetz über den Beitritt des Kantons Zürich zur Interkantonalen Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen (IVöB) und die Submissionsverordnung (SVO) sind seit dem 1. November 1997 für die kantonalen Vergabestellen und seit 1. Januar 1999 auch für die Gemeinden die massgeblichen Grundlagen im Beschaffungswesen.

Die Umsetzung des Bilateralen Abkommens Schweiz - EU und Harmonisierungsbestrebungen der Kantone, namentlich im Bereich der Verfahrensschwellenwerte, haben eine Revision des interkantonalen Rechts und damit der Bestimmungen der einzelnen Kantone erforderlich gemacht. Der Regierungsrat hat dem Kantonsrat im Dezember 2002 das Gesetz über den Beitritt zur Interkantonalen Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen überwiesen. Bei der Behandlung dieses Gesetzes wird der Kantonsrat auch darüber entscheiden, ob er die vom Regierungsrat beschlossene Submissionsverordnung seiner Genehmigung unterstellen will. Die Verordnung richtet sich grundsätzlich nach den gemeinsamen Vergaberichtlinien der Kantone.

Die Rechtsgrundlagen im Kanton Zürich mussten inhaltlich nur geringfügig angepasst werden. Gesamthaft bringt die Revision für den Kanton Zürich und seine Gemeinden keine grundlegenden Änderungen. Das Zürcher Recht wurde aber auf der Basis des bisher Bekannten ergänzt und neu geordnet.

Der Beitritt zur revidierten Interkantonalen Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen und die Inkraftsetzung des neuen Rechts sind auf den 1. Januar 2004 geplant.

 

 

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