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Trend
zu höherer Bildung im Kanton Basel-Stadt
Zwischen
1990 und 2000 ist das Bildungsniveau der Wohnbevölkerung des
Kantons Basel-Stadt ab 25 Jahre weiter gestiegen. Markant zurückgegangen
ist der Anteil derjenigen, die nach der obligatorischen Schulzeit
keine weiterführende Ausbildung absolviert haben.
BASEL.
An beiden Polen des Bildungsspektrums zeigt sich ein Trend zu höherer
Bildung: Einerseits verfügen gemäss Volkszählung 2000 nur noch
26,2 % der Wohnbevölkerung ab 25 Jahre höchstens über einen
Abschluss auf Sekundarstufe I (obligatorische Schulzeit); zehn
Jahre zuvor hatte dieser Anteil bei 36,0 % gelegen. Andererseits
ist die Quote der Personen mit einem tertiären Bildungsabschluss
zwischen 1990 und 2000 von 14,9 % auf 24,7 % gestiegen. 49,2 %
(1990: 49,0 %) der Wohnbevölkerung und damit die grosse Mehrheit
haben ein Abgangszeugnis auf Sekundarstufe II in der Tasche;
darunter fallen Berufsvorbereitende Schulen, Diplommittelschulen,
Vollzeit-Berufsschulen und Berufslehren, Lehrerseminare sowie
Maturitätsschulen.
Die
Volkszählungsergebnisse 2000 zeigen auffällige
geschlechtsspezifische Unterschiede. Deutlich mehr Frauen als Männer
haben keine Ausbildung abgeschlossen (4,9 % bzw. 4,1 %) oder höchstens
die obligatorische Schulzeit absolviert (25,6 % bzw. 17,1 %). Die
Männer dagegen dominieren sämtliche tertiären Bildungsabschlüsse
(Höhere Fach- und Berufsausbildung, Höhere Fachschulen,
Fachhochschulen, Universitäten). Nach wie vor grösster
Beliebtheit erfreuen sich bei beiden Geschlechtern Berufslehren
und Vollzeit-Berufsschulen (Frauen 35,2 % und Männer 38,5 %).
Ein
differenziertes Bild ergibt die Analyse des Bildungsstandes nach
Staatsangehörigkeit. Zwar verfügen prozentual deutlich mehr Ausländerinnen
und Ausländer höchstens über einen Abschluss auf Sekundarstufe
I (34,8 % gegenüber 17,6 %), und 11,4 % von ihnen können überhaupt
keinen Bildungsabschluss vorweisen; bei den Schweizerinnen und
Schweizern liegt dieser Wert bei nur 2,5 %. Hingegen stehen bei
den Fachhochschul- und Universitätsabschlüssen 18,6 % der Ausländerinnen
und Ausländer 13,9 % der Schweizerinnen und Schweizer gegenüber.
Military
Tattoo in Edinburgh: offizielle Vertretung der Basler Behörden
BASEL.
Die Basler Behörden werden am Military Tattoo in Edinburgh
durch Regierungsrat Hans Martin Tschudi vertreten. Nebst dem
Besuch des imposanten Spektakels mit dem aufsehenerregenden
Auftritt des Basler "Top Secret Drum Corps of Basel",
trifft Tschudi auch mit hochrangigen schottischen Persönlichkeiten
zusammen.
Die
Basler Behörden sind am diesjährigen Military Tattoo in
Edinburgh offiziell präsent: Regierungsrat Hans Martin Tschudi
wird heute nach Edinburgh reisen, um an der spektakulären Aufführung
teilzunehmen. Tschudi wird in Begleitung seiner Frau Barbara das
diesjährige Edinburgh Military Tattoo auf Einladung des
Generalmajors Nick Parker mitverfolgen. Anlass zur Einladung gab
die Teilnahme des "Top Secret Drum Corps of Basel" am
Military Tattoo. "Top Secret" ist die einzige nichtmilitärische
Formation, die am diesjährigen Edinburgh Tattoo auftritt; ihre
Show gedeiht allabendlich zu einem Riesenerfolg.
Den
"Trommelhelden" aus Basel, dem "Top Secret Drum
Corps", wird Tschudi am Donnerstag Nachmittag einen Besuch
abstatten. Das Treffen mit der Bürgermeisterin der Stadt, Lesley
Hinds, sowie der Empfang beim Justizminister, Jim Gallagher, wird
sodann Gelegenheit bieten, Basel als wichtigen wirtschaftlichen
und kulturellen Standort vorzustellen und die Beziehungen zwischen
Edinburgh und Basel zu vertiefen. Tschudi wird sowohl den
Generalmajor als auch die Bürgermeisterin im Namen des
Regierungsrats des Kantons Basel-Stadt an die Basler Fasnacht 2004
einladen.
Christoph
Meyer neuer Operndirektor ab 2004
BASEL.
Christoph Meyer übernimmt ab der Spielzeit 2004/05 die Sparte
Oper des Theater Basel (Direktion: Michael Schindhelm) und damit
das Amt des jetzigen Operndirektors Dr. Michael Lakner.
Nach
dem Studium der Theater- und Musikwissenschaften, sowie
Italienisch begann der gebürtige Lüneburger seine Laufbahn als
Regieassistent und Abendspielleiter am Nationaltheater Mannheim.
Von
dort aus wechselte er 1990 als Spielleiter an die Oper Köln, wo
er später zusätzlich die Position des Chefdisponenten und
Leiters des Künstlerischen Betriebsbüros übernahm. Von 1992 -
1995 zeichnete Christoph Meyer zudem im Rahmen eines Lehrauftrages
für szenischen Unterricht an der Musikhochschule Köln für
mehrere Inszenierungen verantwortlich.
Neueinstudierungen
von Produktionen der Kölner Oper brachten ihn u.a. nach Venedig,
Montpellier, Paris, Tokyo sowie nach Barcelona, wo Christoph Meyer
1995 als Künstlerischer Produktionsdirektor (Director de producción
artistica) an das Gran Teatre del Liceu verpflichtet wurde. Er
inszenierte dort u.a. "La Voix Humaine" (1996) und
"Tosca" (1997). Erste Kontakte mit dem Theater Basel gab
es bereits seit 1996/97, der ersten Spielzeit unter der Leitung
von Michael Schindhelm: Christoph Meyer hatte die Koproduktionen
von Händels "Alcina" und "Giulio Cesare"
(Regie: Herbert Wernicke) mitgestaltet.
Zum
Juni 2000 wechselte er vom Gran Teatre del Liceu Barcelona an die
Deutsche Oper Berlin (Generalintendanz: Götz Friedrich) als
Generalsekretär (bis Sommer 2001). Derzeit ist Christoph Meyer in
der künstlerischen Leitung des "Festival Internacional de Música
y Danza de Granada".
20
Mio. Franken für Life Science-Institut der Systembiologie in
Basel
BASEL/LIESTAL.
Die Regierungen der Kantone Basel-Landschaft und Basel-Stadt
haben beschlossen, gemeinsam 20 Mio. Franken an die
Startfinanzierung eines Lehr- und Forschungsinstituts für
Systembiologie zu bewilligen. In den Jahren 2004 bis 2007 soll
zusammen mit der ETH ein Pionierinstitut auf dem neuen
Forschungsgebiet der Systembiologie aufgebaut werden. Ab 2008 wird
es als Life Science-Institut der ETH vollumfänglich aus
Bundesmitteln und aus Drittmitteln betrieben. Die Systembiologie
gilt in diesem Bereich als das Forschungsgebiet der Zukunft
schlechthin. Das Basler Institut wäre das erste dieser Art in
Europa. Die beiden Regierungen fördern mit ihrem Einsatz die
Zukunft sowohl der Wissenschafts- wie der Wirtschaftsregion Basel
nachhaltig.
Ganzheitliche
Beurteilung von Risken und Gefahren in Basel-Stadt
BASEL.
Risken und Gefahren werden in Basel-Stadt von einer
Risikokommission (RISKO) beurteilt. Sie bewertet seit über 10
Jahren risikobehaftete Anlagen. In einem mehrstufigen Verfahren
wird festgelegt, ob ein Risiko unter Abwägung von Gefahren und
Nutzen für Mensch und Umwelt tragbar ist. Die Bewertung der
Kommission dient Regierung und Verwaltung als
Entscheidungsgrundlage bei wichtigen Risikofragen. Ein aktuelles
Mitteilungsblatt informiert die Öffentlichkeit.
Albi
kilber gestorben
BASEL.
Der Schauspieler Albi Klieber ist nach schwerer Krankheit am
letzten Montag, den 11. August 2003 in Biel verstorben.
Der
am 5. August 1955 in Basel Geborene spielte am Theater Basel in
den letzten Jahren u.a. in Inszenierungen von Christoph Marthaler
(Lina Böglis Reise, 1996), Andreas Kriegenburg (Maria Magdalene,
1998) und Stefan Pucher (Snap-Shots, 1999, Kirschgarten, 1999).
Vielen
Baslerinnen und Baslern wird Albi Klieber, der in den achziger
Jahren für Radio DRS das Wunschkonzert moderiert hatte, auch als
Betreiber der "Poesie-Ambulanz" in Erinnerung bleiben,
mit der er den Passanten der Basler Innenstadt Gedichte näherbrachte.
Seine
letzte Rolle war die des Mörders in William Shakespeares
"Richard III." am Schauspielhaus Zürich, zu dessen
Ensemble der Schauspieler gehörte.
"Achtung
abfallfreie Zone": Neue Aktion der Stadtreinigung
BASEL.
Die Stadtreinigung des Basler Tiefbauamtes macht mit zwanzig
Signalisationen mit der Aufschrift "Achtung abfallfreie
Zone" auf mehr Sauberkeit aufmerksam. Diese Signalisationen
werden in den nächsten Tagen im Rahmen der Sauberkeits- und
Abfallkampagne an stark frequentierten Plätzen in der Innerstadt
aufgestellt. Sie sollen - ohne erhobenen Zeigefinger - daran
erinnern, dass der Abfall in den Abfallkübel gehört.
Im
Rahmen der Sauberkeits- und Abfallkampagne stellt die
Stadtreinigung des Tiefbauamtes insgesamt zwanzig Signalisationen
mit der Aufschrift "Achtung abfallfreie Zone" auf. Die
Signalisationen erinnern an stark frequentierten Plätzen im
Innerstadtbereich daran, dass Abfall in die Abfallkübel zu werfen
ist. Vor allem entlang des Rheinweges, auf dem Kasernenareal, in
der Steinenvorstadt und auf dem Barfüsser- und Theaterplatz wird
während der warmen Jahreszeit vermehrt im Freien konsumiert, was
mit Abfall verbunden ist.
Die
Signalisationen, als "Pyramide" mit drei Seiten
konzipiert, sind jeweils auf einer Seite in deutscher Sprache
beschriftet. Auf den beiden weiteren Seiten steht jeweils
ebenfalls "Achtung abfallfreie Zone", allerdings in
einer der folgenden Fremdsprachen: Türkisch, Italienisch,
Spanisch, Albanisch, Englisch, Serbisch, Französisch,
Portugiesisch.
Die
Stadtreinigung verfolgt auch mit diesen Signalisationen das Ziel,
alle Nutzerinnen und Nutzer des öffentlichen Raumes für mehr
Sauberkeit zu sensibilisieren.
Mit
dem Tram von Allschwil direkt zum Bahnhof Basel SBB?
ALLSCHWIL.
Am Montagabend, 18. August 2003 um 19.00 Uhr findet ein
Informationsabend in Allschwil (Schulhaus Letten) statt.
Regierungsrätin Elsbeth Schneider-Kenel wird die Bevölkerung über
Details der Machbarkeitsstudie informieren.
In
enger Zusammenarbeit mit den Gemeinden Allschwil und Schönenbuch
hat die Bau- und Umweltschutzdirektion des Kantons
Basel-Landschaft abklären lassen, ob und wie die Erschliessung
der beiden Gemeinden durch öffentliche Verkehrsmittel verbessert
werden kann. Dabei wurde insbesondere eine Verlängerung der
Tramlinie 8 nach Allschwil Dorf auf die technische Machbarkeit und
die volkswirtschaftlichen Auswirkungen untersucht.
Regierungsrat
hat kantonalen Sachplan Abfall genehmigt
BERN.
Der bernische Regierungsrat hat den Sachplan Abfall, mit dem die
Abfallplanung des Kantons Bern auf den neuesten Stand gebracht
wird, nach Abschluss des Mitwirkungsverfahrens genehmigt.
Vorgesehen ist, die Abfallentsorgung in der Region Bern neu zu
organisieren. Wegen fehlender Kapazitäten der
Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) Bern soll der Abfall von 19
Berner Vorortsgemeinden künftig in der KVA Emmenspitz in Zuchwil
entsorgt werden. Diese ab 2005 geltende neue Zuordnung wird möglich,
weil mit der Inbetriebnahme der KVA Thun Mitte 2004 in der KVA
Emmenspitz Verbrennungskapazitäten von rund 25'000 Tonnen pro
Jahr frei werden.
Projektierungskredit
für Umbau und Erweiterung des Viktoriaschulhauses
Bern
BERN.
Der Regierungsrat des Kantons Bern hat einen Kredit von
830'000 Franken für die Projektierung des Umbaus des
Viktoriaschulhauses in Bern bewilligt. Ziel des Projekts ist die
Instandstellung des im denkmalpflegerischen Inventar als schützenswert
eingestuften Schulhauses und dessen Erweiterung durch einen
Neubau. In der ehemaligen Knabensekundarschule an der
Viktoriastrasse ist seit 1997 die Bauabteilung der Gewerblich
industriellen Berufsschule GIBB untergebracht. Mit der Erweiterung
des Viktoriaschulhauses können die bestehenden Raumprobleme der
GIBB längerfristig gelöst werden.
Kantonsbeitrag
an das Institut für Lehrerinnen- und Lehrerbildung Bern
BERN.
Der Regierungsrat des Kantons Bern beantragt dem Grossen Rat einen
Kredit von 5,5 Millionen Franken als Beitrag an die
Betriebsrechnung 2004 des Instituts für Lehrerinnen- und
Lehrerbildung Bern Waisenhausplatz. Das Lehrerinnen- und
Lehrerbildungsinstitut mit der privaten Trägerschaft Pädagogisches
Ausbildungszentrum NMS Bern bildet Lehrkräfte für den
Kindergarten sowie die unteren und oberen Klassen der Primarstufe
aus. Der Staatsbeitrag an den Personal- und Sachaufwand der NMS
beträgt bis zu 80 Prozent des budgetierten Aufwandes eines
entsprechenden kantonalen Instituts. Die SAR-Massnahmen sehen mit
der Einführung der Pädagogischen Hochschule auf das Studienjahr
2005/06 eine Reduktion des Subventionssatzes von 80 auf 50 Prozent
vor.
Wirtschaftliche
Situation im Berner Jura
BERN.
Die bernische Volkswirtschaftsdirektorin, Regierungsrätin
Elisabeth Zölch-Balmer, hat die konstruktiven Vorschläge für
die wirtschaftliche Entwicklung des Berner Juras zur Kenntnis
genommen. Der aus Persönlichkeiten aus dem Berner Jura
zusammengesetzte “Groupe de réflexion“ unter Leitung des
Unternehmers Rolf Bloch hat im Auftrag der
Volkswirtschaftsdirektorin Massnahmen zur Verbesserung der
Wettbewerbsfähigkeit der Region ausgearbeitet und heute an einer
Medienkonferenz vorgestellt.
Heute
(14. August 2003) hat der vom Unternehmer Rolf Bloch, Courtelary,
geleitete „Groupe de réflexion“ an einer Medienkonferenz
einen Bericht der Öffentlichkeit vorgestellt. Dieser macht eine
Reihe von konkreten Vorschlägen für die künftige
wirtschaftliche Entwicklung des Berner Juras. Die bernische
Volkswirtschaftsdirektorin, Regierungsrätin Elisabeth Zölch-Balmer,
dankt der Arbeitsgruppe für die geleistete Arbeit und würdigt
die Qualität des Berichts. Dass eine repräsentative Gruppe aus
dem Berner Jura die Initiative ergriffen und konkrete Massnahmen
zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Region
ausgearbeitet habe, sei sehr positiv, stellt die
Volkswirtschaftsdirektorin fest. Die vorgeschlagenen Massnahmen
bewegten sich zum grössten Teil im Rahmen der kantonalen
Strategie und hätten weder Änderungen der gesetzlichen
Grundlagen noch besondere Aktionsprogramme zur Folge.
Der
Bericht wird jetzt dem beco Berner Wirtschaft vorgelegt. Er wird
dem Regionalrat unterbreitet, und im Verlauf des Herbstes ist eine
vertiefte Diskussion von Volkswirtschaftsdirektion und „Groupe
de réflexion“ zum Inhalt des Berichts vorgesehen.
Die
„Groupe de réflexion“ entstand im August 2002. Als Folge der
Restrukturierung des Firma Tornos in Moutier hatten die bernischen
Kantonsbehörden die interessierten Kreise im Berner Jura
aufgerufen, sich gemeinsam mit der wirtschaftlichen Zukunft der
Region auseinander zu setzen. Die Arbeitsgruppe setzte sich
zusammen aus neun Personen aus Kreisen der Wirtschaft, der
Gewerkschaften und der Politik. Sie tagte zwischen Oktober 2002
und Juli 2003 insgesamt elf Mal.
Keine
Wasserentnahme mehr aus der Bünz
AARAU.
Die extreme Trockenheit der vergangenen Wochen und die damit
verbundenen geringen Abflussmengen haben zur Folge, dass aus der Bünz
und ihren Seitenbächen ab sofort kein Wasser für
landwirtschaftliche Zwecke mehr entnommen werden darf.
Die
andauernde Hitze hat dazu geführt, dass die Abflussmengen der Bünz
und ihrer Seitenbäche in den vergangenen Tagen auf ein so tiefes
Niveau gesunken sind, dass Wasserentnahmen für
landwirtschaftliche Zwecke ab sofort nicht mehr möglich sind.
Die
geringe Abflussmenge, kombiniert mit den aktuell hohen
Wassertemperaturen, gefährdet die Fische. Bereits mussten mehrere
kritische Bachabschnitte ausgefischt und die Tiere umgesiedelt
werden.
Dazu
Peter Berner, Projektleiter in der Abteilung Landschaft und Gewässer
des Baudepartements: „Die Situation ist kritisch. Wenn in den nächsten
Tagen keine nennenswerten Niederschläge fallen, ist es gut möglich,
dass wir noch weitere Bäche für landwirtschaftliche
Wasserentnahmen sperren müssen“.
Dieser
Wasserentnahme-Stopp für die Bünz hat einschneidende
Auswirkungen auf einzelne landwirtschaftliche Betriebe. Dennoch
kann nur der solidarische Verzicht auf Wasserentnahmen ein
Fischsterben vermeiden.
Zum
heutigen Zeitpunkt können nur noch neue Bewilligungen für
Wasserentnahmen aus Aare, Reuss, Limmat, Rhein sowie aus dem
Hallwilersee zum Bewässern der Felder erteilt werden. Dafür ist
jeweils eine individuelle Bewilligung vom Baudepartement nötig.
Regierung
lehnt undifferenzierte Pauschalbeiträge in der
Berufsbildung ab
CHUR.
Die neue Verordnung über die Berufsbildung BBV will
"eine optimale berufliche
Bildung für alle Bedürfnisse und Bereiche" langfristig
gewährleisten. Diese Zielsetzung unterstützt auch die Bündner
Regierung in ihrer
Vernehmlassung an das Eidgenössiche Volkswirtschaftsdepartement
und stellt gleichzeitig klar: Die Berufsbildung im Kanton
Graubünden muss auch
in Zukunft den Nachwuchs für die Wirtschaft in den entlegenen
Regionen sichern und die Ausbildung zu Berufen gewährleisten,
die nicht mit den
Klassengrössen der Wirtschaftszentren des Mittellandes zu
vergleichen sind.
In
diesem Sinne fordert die Bündner Regierung vom Bund, die
Verordnung mit speziellen Bestimmungen für den Bereich der
Gesundheits- und
Sozialberufe zu ergänzen; zudem muss sie klar regeln, wann
private Anbieter in
der Grund- und Weiterbildung subventioniert werden müssen.
Schliesslich verlangt die Regierung eine Überarbeitung der
BBV im Bereich der zu
erwartenden Kosten. Speziell der Wechsel von der
Defizitfinanzierung zu einer undifferenzierten
Pauschalsubventionierung der Berufsbildung durch den Bund würde den Kanton Graubünden
finanziell zusätzlich
massiv belasten. Das Berufsbildungsgesetz und die BBV sollen
deshalb nicht vor Januar 2005 - statt im Januar 2004 - in
Kraft treten.
Von
Letzigrund auf neu bauen und gestalten
Zufrieden
und zuversichtlich präsentierten Stadträtinnen Kathrin Martelli
und Monika Weber heute Donnerstag erstmals die Vorschläge für
den Neubau des Stadion Letzigrund. Sie empfehlen vier verschiedene
Varianten zur Weiterbearbeitung.
Im April 2004 soll das Siegerprojekt bekannt gegebenwerden.
Wenn
alles nach Plan verläuft, schleifen die Bagger den altehrwürdigen
Letzigrund im Sommer 2007. Für einmal kann sich die
„Weltklasse“ im Jahr darauf nicht auf dem Letzigrund
messen. Aber schon 2009 wird das Stadion den weltbesten Athleten
und Athletinnen wieder die unverwechselbare Letzigrund-Stimmung
bieten können. Der FC Zürich
hingegen wird – so hoffen Monika Weber und Kathrin
Martelli - bereits ins neue Stadion Zürich umgezogen sein, dank dessen privater
Finanzierung der
Neubau im Letzigrund erst möglich gemacht wurde.
Die
12 Projekte zum Wettbewerb „Stadion Letzigrund“ können
besichtigt werden.
Ort:
Laufkeller des Stadion Letzigrund (Eingang Herdernstrasse
beschildert)
Zeit:
18. bis 31. August (ohne Samstag 23.), jeweils 16 bis 20 Uhr.
Leerflächenzählung
am 1. Juni 2003
ZÜRICH.
Rund 345’000 m2 Nutzflächen oder 2,7-mal mehr als vor einem
Jahr stehen in der
Stadt Zürich leer. Die Leerflächenziffer beträgt somit 3,07%,
bei den Büros und Praxen gar
4,39%
Die
Erhebung der leer stehenden Industrie- und Geschäftsflächen vom
1. Juni 2003 ergab für die Stadt Zürich insgesamt 345’411 m2
leere Flächen. Dies entspricht einem Anstieg um rund 215’000 m2
oder 165% gegenüber dem Vorjahr. Gemessen an der gesamten Nutzfläche
ergibt sich eine
Leerflächenziffer von 3,07 Prozent; das sind 1,91 Prozentpunkte
mehr als im letzten Jahr (1,16%). Diese Ziffer ist jedoch immer
noch tiefer als jene der Jahre 1995 bis 1998 (4,36% bis 4,80%).
Weiter
an Gewicht gewonnen hat der Bestand an Leerflächen bei den
Nutzungen für Büros und Praxen; sie machen rund 251’700 m2
oder 72,9 Prozent aller Leerflächen aus (2001: 44,7%; 2002: 62,4%) und
haben sich innert
Jahresfrist mehr als verdreifacht. Ebenfalls stark, aber weniger
gewichtig, war der Anstieg der Leerflächen bei den für
Werkstatt- und Produktionsnutzungen
bestimmten Räumen; deren Bestand hat sich mehr als versechsfacht.
Rund
83’700 m2 oder fast ein Viertel aller Leerflächen haben mehr
als 10'000 m2. Rund drei Viertel von ihnen sind für Büros und
Praxen vorgesehen.
Interessant
ist eine Analyse nach Bauperioden: Häufiger leer sind die Gebäude
der Jahre 1951 bis 1980 (1951-1960: 5,48%; 1961-1980: 3,70% bis 4,01%) sowie diejenigen, die nach 2000 erstellt wurden: Bei
den in den Jahren 2001 und 2002 erstellten Gebäuden beträgt die
Leeflächenziffer 4,86% und bei denjenigen, die seit dem 1. Januar
2003 fertig gestellt, wurden
gar 61,18%. Überdurchschnittlich stark betroffen sind die für Büros
und Praxen vorgesehenen Räume: Bei dieser Nutzungsart beträgt
die Leerflächenziffer für die Jahre 2001 und 2002 38,24% und für
das Berichtsjahr gar 74,50%.
Statistik
Stadt Zürich wird detaillierte Ergebnisse, u. a. über den Miet-
und Verkaufspreis der leer stehenden Flächen und deren Verteilung
nach Quartieren, demnächst veröffentlichen.
Generelles
Verbot des Feuerns im Freien
ZÜRICH.
Die Kantonale Feuerpolizei hat die Gemeinden des Kantons Zürich
informiert, dass gemäss § 2 der kantonalen Verordnung über den
allgemeinen Brandschutz zur Zeit im Kanton Zürich ein generelles
Verbot des Feuerns im Freien bestehe.
§
2 Abs. 3 der Verordnung über den allgemeinen Brandschutz
verbietet das Feuern im Freien, wenn
Gebäude gefährdet sind oder sich leichtentzündliche
Stoffe in der Nähe befinden. Die Hitze und Trockenheit der
letzten Wochen haben dazu geführt, dass Wälder und Buschgebiete
heute generell als leichtentzündlich zu betrachten sind, und dass
auch eine grosse Distanz nicht ausreicht, um der Brandgefahr genügend
zu begegnen. § 2 der Verordnung über den allgemeinen Brandschutz
muss daher zur Zeit so verstanden werden, dass er das Feuern im
Freien generell verbietet. Dies gilt auch für das Wegwerfen von
Raucherwaren und das Abbrennen von Feuerwerk.
Die
Kantonale Feuerpolizei hat die Gemeinden über diese Auslegung von
§ 2 der Verordnung über den allgemeinen Brandschutz orientiert
und sie ersucht, im Rahmen ihrer feuerpolizeilichen Aufgaben gegen
Verletzungen der genannten Vorschrift einzuschreiten. Gleichzeitig
wurden die Gemeinden darauf hingewiesen, dass sie befugt seien,
unter Berücksichtigung der lokalen Umstände und der
Schutzvorkehren im Einzelfall Ausnahmen von diesem Verbot
zuzulassen.
Öffentlicher
Verkehr weiter im Aufwind
FRAUENFELD.
Die Transportunternehmungen des öffentlichen Verkehrs im Kanton
Thurgau beförderten im vergangenen Jahr wieder mehr Personen.
Insgesamt zählten Bahn, Bus und Schiff im Jahre 2002 22,9
Millionen Passagiere, das sind 584 000 Personen oder 2,6 Prozent
mehr als im Vorjahr. Die von der Abteilung Öffentlicher
Verkehr/Tourismus herausgegebene Statistik-Broschüre enthält
eine Menge interessanter Daten zum öffentlichen Verkehr im Kanton
Thurgau.
Am
14. Dezember 2002 erfolgte erstmals der Fahrplanwechsel im Winter.
Die öffentlichen Verkehrsmittel legen im Fahrplanjahr 2003
gesamthaft 9,8 Millionen fahrplanmässige Kilometer zurück. Dabei
bieten die Bahnen knapp die Hälfte (49 Prozent) dieser Leistung
an, gefolgt von den regionalen Buslinien mit einem Anteil von 44
Prozent. Der Rest fällt auf die städtischen Verkehrsbetriebe in
Frauenfeld und Kreuzlingen sowie auf die Schiffslinien auf
Bodensee, Untersee und Rhein. Die Thurgauerinnen und Thurgauer können
auf Kantonsgebiet an insgesamt 769 Haltestellen in die öffentlichen
Verkehrsmittel einsteigen.
Im
vergangenen Jahr beförderten die Transportunternehmungen 22,9
Millionen Passagiere sicher und umweltschonend an ihr Ziel. 70
Prozent der Passagiere reisten mit der Bahn. Die Thurtallinie
Romanshorn-Winterthur weist mit 5,8 Millionen Passagieren das grösste
Verkehrsaufkommen auf, gefolgt von der Seelinie
Romanshorn-Schaffhausen mit 2,9 Millionen und der Bahnlinie
Konstanz-Weinfelden-Wil mit 1,8 Millionen. Bei den Buslinien
verzeichneten die Postautolinien St. Gallen-Arbon (929 000
Passagiere), Frauenfeld-Steckborn (225 000) und Kreuzlingen-Altnau
(217 000) die höchsten Kundenfrequenzen.
Erfreulich
ist wiederum die Tatsache, dass im Jahre 2002 die Zahl der
Passagiere zum sechsten Mal in Folge zugenommen hat. Bahn, Bus und
Schiff beförderten im Vergleich zum Vorjahr 584 000 Kunden zusätzlich
(+ 2,6 Prozent). Diese Zunahme ist auf die kontinuierlichen
Angebotsverbesserungen der letzten Jahre zurückzuführen. Überdurchschnittliche
Zuwachsraten konnten auf der Thurtallinie Romanshorn-Winterthur (+
135 000 Passagiere, + 3,0 Prozent), bei der Frauenfeld-Wil-Bahn (+
88 000, + 9,1 Prozent) und auf der ehemaligen
Mittelthurgau-Bahnstrecke Konstanz-Weinfelden-Wil (+ 60 000, + 3,4
Prozent) registriert werden. Bei den Buslinien stieg die Zahl der
Passagiere auf den Linien St. Gallen-Arbon (+ 52 000, + 5,9
Prozent), Kreuzlingen-Altnau (+ 13 000, + 6,4 Prozent) und
Amriswil-Muolen (+ 11 000, + 20,1 Prozent) am stärksten an.
Untersuchung
zur Kostenüberschreitung bei der Bristenstrasse
ALTDORF.
Die Baudirektion des Kantons Uri hat den Regierungsrat am 12.
August 2003, anlässlich der ersten ordentlichen Sitzung nach den
Sommerferien, orientiert, dass die unbestrittenermassen schwierige
Sicherung und Wiederherstellung der Bristenstrasse zu einer sehr
massiven Kostenüberschreitung führte. Statt des ursprünglich
angenommenen und beschlossenen Kreditrahmens von 3,6 Mio. Franken
weist die Abrechnung per Anfang August einen Kostenaufwand von 9,6
Mio. Franken auf. Für den Regierungsrat ist klar, dass diese
wesentlichen Mehrkosten zwingend nach Massnahmen rufen. Er hat
daher beschlossen, eine externe Fachperson zu beauftragen, die
Ursachen dieser Kostenüberschreitung zu untersuchen. Ziel der
Abklärungen ist es, die fachtechnische, organisatorische,
administrative, personelle und rechtliche Seite der Bautätigkeit
an der Bristenstrasse zu prüfen und gestützt darauf Massnahmen
zu ergreifen.
Der
Regierungsrat drängt darauf, den Expertenbericht möglichst rasch
zu erhalten. Er hat die landrätliche Finanzkommission über
diesen Schritt informiert und wird den gesamten Landrat während
der September-Session über den aktuellen Stand orientieren.
Die
Natur leidet
FRAUENFELD.
Die extreme Trockenheit dieses Sommers stellt den Wald, die
Landwirtschaft und die Wasserversorgung im Kanton Thurgau vor
teilweise gravierende Probleme. Dieses Fazit zog der Sonderstab
Trockenheit des Kantonalen Führungsstabes anlässlich einer
Medienorientierung vor Ort im Wald und auf dem Feld.
Eine
Besichtigung auf dem Seerücken bei Kalchrain hat gezeigt, dass
vielerorts, vor allem Buchen, schon herbstlich rot und braun verfärbt
sind. Andere Bäume zeigen sich noch erstaunlich grün. Doch neben
dem Befall von Rottannen durch den Borkenkäfer beobachtet man
auch abdorrende Laubbäume und Fichtenwipfel. Das bringt Probleme
für die Waldeigentümer und Revierförster, wie der Förster
Robert Schönholzer ausführte: „Die vom Borkenkäfer befallenen
Rottannenrinden, -wipfel und -äste müssten eigentlich verbrannt
werden. Nun ist aber Feuern im Wald verboten, und andere Methoden
sind nicht erprobt, teuer oder verboten.“ Er fügte an, dass ein
tagelanger Landregen notwendig wäre, bis der Boden im Wald wieder
genügend Wasser hat.
„Für
die Jahreszeit hat es extrem wenig Wasser in Flüssen, Bächen und
Seen. Ebenfalls sind die Quellerträge stark zurück gegangen.“
Das stellte Marco Baumann vom Kantonalen Amt für Umwelt fest.
Dennoch ist nach seiner Meinung die Wasserversorgung im Thurgau
nicht gefährdet. Er führt das auf das Verbundsystem zurück,
wonach im Thurgau keine Gemeinde in der Wasserversorgung eine
Insel ist. Dieses System ist nach der Wasserknappheit im Jahr 1976
vorangetrieben und ausgebaut worden.
Prekär
sieht die Lage für einen Teil der Thurgauer Landwirtschaft aus.
Hans Stettler, Chef des Landwirtschaftsamtes, drückte sich klar
und unmissverständlich aus: „Die Trockenheit stellt die
Landwirtschaft vor grosse Probleme. Weil kaum mehr Gras gewachsen
ist, fällt im Futterbau der zweite Ernteschnitt und vielerorts
auch der dritte Schnitt vollständig aus.“ In vielen Bereichen
muss mit massiven Ernteausfällen gerechnet werden. Besonders
hoffnungslos zeigt sich die Lage gemäss Stettler bei den
Kartoffeln, welche nicht bewässert werden konnten: „Sie kämpfen
in einem Stresszustand ums Überleben und bilden neue Knollen.
Diese neuen Knollen können nicht mehr als Speisekartoffeln
verkauft werden.“ Die Obstbäume stossen bereits unreife Früchte
ab und die noch hängenden Äpfel werden im Wachstum gehindert.
Jürg
Rüsch, der Chef des Kantonalen Führungsstabes, zählt in Sachen
Feuerverbot auf die Vernunft der Bürgerinnen und Bürger, dennoch
appellierte er: „Ich ersuche mit Nachdruck, auf offene Feuer im
Freien oder Feuerwerk vorläufig zu verzichten.“
FIKO
wehrt sich gegen Steuerpaket des Bundes
SOLOTHURN.
Die Finanzkommission des Kantonsrates spricht sich klar für die
Ergreifung des Kantonsreferendums gegen das Steuerpaket 2001 des
Bundes aus. Dieses würde dem Kanton und den Einwohner- und
Kirchgemeinden Steuerausfälle von insgesamt 113 Mio Franken
bescheren. Allein der Kanton müsste zum Ausgleich der Steuerausfälle
die Staatssteuer um 10 Prozent erhöhen. Im Weiteren hat die FIKO
den Steuerungsgrössen im direkten Finanzausgleich der
Einwohnergemeinden für das Jahr 2004 zugestimmt.
Weniger
Stellensuchende und Arbeitslose mit Hilfsfunktionen
ST.
GALLEN. Nach wie vor ist auf dem St. Galler Arbeitsmarkt keine
Trendwende in Sicht. Die Zahl der Stellensuchenden hat erneut
zugenommen. Rund die Hälfte der Zunahme setzt sich aus
jugendlichen Stellensuchenden zusammen. Hingegen hat die Anzahl
Stellensuchender und Arbeitsloser mit Hilfsfunktionen abgenommen,
was als positiver Saisoneffekt gewertet wird.
Im
Juli hat die Zahl der Stellensuchenden im Kanton St.Gallen um
weitere 194 Personen zugenommen, was einem neuen Total von 11'491
entspricht. Mit 4,7 Prozent der erwerbstätigen Bevölkerung ist
die Stellensuchendenquote somit unverändert geblieben im
Vergleich zum Juni. Die Arbeitslosenquote ist ebenfalls unverändert
und ausgedrückt in absoluten Zahlen leicht zurückgegangen. Das
heisst, per Ende Juli waren 7'088 Personen arbeitslos. Der erneute
Anstieg der Zahl der Stellensuchenden fand ausschliesslich in den
RAV-Regionen St.Gallen, Rorschach und Rheintal statt. Die neuen
Stellensuchenden stammen mehrheitlich aus den Branchen des
Dienstleistungssektors und aus dem Handel.
Ein
negativen Saisoneffekt ist bei den arbeitslosen Jugendlichen und
stellensuchenden Lehrabgängerinnen und Lehrabgängern zu
verzeichnen. Die Gruppe der Stellensuchenden zwischen 15 und 24
Jahren hat im Juli um 154 Personen zugenommen und beträgt jetzt
2'379 Personen. In diesem Zusammenhang ist auch die Anzahl der
stellensuchenden Lehrabgängerinnen und Lehrabgänger grösser
geworden. Im Juli war noch eine Zunahme von 56 Personen zu
verbuchen. Die bald abgeschlossenen Berufslehren wirken sich
negativ auf die Statistik aus. Auch die stellensuchende
Schulabgängerinnen und Schulabgängern haben Einfluss: Ende Juli
waren es 188 Personen, 23 mehr als im Vormonat. Jugendliche
Stellensuchende haben auf dem derzeit ohnehin schwierigen
Arbeitsmarkt vor allem ein Problem: mangelnde Berufserfahrung.
Die
Abnahme der Anzahl Stellensuchender in Hilfsfunktionen (-109) und
Arbeitsloser in Hilfsfunktionen (-138) stellt möglicherweise
erste Anzeichen einer Lockerung des starren Nachfragepotentials für
weniger qualifiziertes Personal dar. Die weitere Entwicklung muss
allerdings abgewartet werden, da diese Abnahme auch saisonal, das
heisst ferienbedingt, zustande gekommen sein könnte. Besonders im
Bauhaupt- und Baunebengewerbe, in der Landschaftsgestaltung und in
der Gastronomie sind während den Sommerwochen und der Ferienzeit
immer wieder kurzfristig Stellen offen, allerdings meist nur für
eine befristete Dauer.
Erfreulicherweise
hat die Zahl der gemeldeten offenen Stellen zugenommen. Im Juli
waren wieder 682 Stellen offen, dies sind 110 mehr als im Juni.
Erstaunlicherweise nahm in den RAV-Regionen Rapperswil und Sargans
das Stellenangebot in den Dienstleistungsbereichen Planung,
Informatik und Beratung markant zu.
Neue
Submissionsverordnung für den Kanton Zürich
ZÜRICH.
Der Zürcher Regierungsrat hat eine neue Submissionsverordnung
verabschiedet. Sie wurde auf das zur Zeit in der kantonsrätlichen
Beratung stehende Gesetz über den Beitritt zur revidierten
Interkantonalen Vereinbarung über das öffentliche
Beschaffungswesen abgestimmt. Die Rechtsgrundlagen im Kanton Zürich
mussten inhaltlich nur geringfügig angepasst werden. Gesamthaft
bringt die Revision für den Kanton Zürich und seine Gemeinden
keine grundlegenden Änderungen.
Das
Gesetz über den Beitritt des Kantons Zürich zur Interkantonalen
Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen (IVöB) und
die Submissionsverordnung (SVO) sind seit dem 1. November 1997 für
die kantonalen Vergabestellen und seit 1. Januar 1999 auch für
die Gemeinden die massgeblichen Grundlagen im Beschaffungswesen.
Die
Umsetzung des Bilateralen Abkommens Schweiz - EU und
Harmonisierungsbestrebungen der Kantone, namentlich im Bereich der
Verfahrensschwellenwerte, haben eine Revision des interkantonalen
Rechts und damit der Bestimmungen der einzelnen Kantone
erforderlich gemacht. Der Regierungsrat hat dem Kantonsrat im
Dezember 2002 das Gesetz über den Beitritt zur Interkantonalen
Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen überwiesen.
Bei der Behandlung dieses Gesetzes wird der Kantonsrat auch darüber
entscheiden, ob er die vom Regierungsrat beschlossene
Submissionsverordnung seiner Genehmigung unterstellen will. Die
Verordnung richtet sich grundsätzlich nach den gemeinsamen
Vergaberichtlinien der Kantone.
Die
Rechtsgrundlagen im Kanton Zürich mussten inhaltlich nur geringfügig
angepasst werden. Gesamthaft bringt die Revision für den Kanton Zürich
und seine Gemeinden keine grundlegenden Änderungen. Das Zürcher
Recht wurde aber auf der Basis des bisher Bekannten ergänzt und
neu geordnet.
Der
Beitritt zur revidierten Interkantonalen Vereinbarung über das öffentliche
Beschaffungswesen und die Inkraftsetzung des neuen Rechts sind auf
den 1. Januar 2004 geplant.
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