Durchgangsplatz für Fahrende in Kaiseraugst

KAISERAUGST. In der Aargauer Gemeinde Kaiseraugst wird durch den Kanton in der Nähe des Autobahnzubringers A3-A98 erstmals ein offizieller Aufenthaltsort für Fahrende realisiert. Der Durchgangsplatz Augsterstich soll im Mai 2004 bezugsbereit sein.

Urbane Zürcherinnen und Zürcher

ZÜRICH. Die überwiegende Mehrheit der Zürcher Kantonsbevölkerung lebt in städtischen Ballungsräumen: entweder im Millionenzürich oder in einer der anderen vier Agglomerationen auf Kantonsgebiet. Dies zeigen die neusten Teilergebnisse der Volkszählung 2000, die das Statistische Amt kürzlich in einer Studie veröffentlicht hat.

Immer mehr fahren mit dem Auto zur Arbeit

WINTERTHUR. Jedes Jahr, am 22. September, findet der europäische Aktionstag «In die Stadt – ohne mein Auto» statt. Auch die Stadt Winterthur schliesst sich dem Aktionstag an. Gemäss eidgenössischer Statistik fahren immer mehr Leute mit dem Auto zur Arbeit.

Thurgauer Festakt live auf Tele D

FRAUENFELD. Der offizielle Festakt zum Jubiläum „200 Jahre Kanton Thurgau“ am Freitag, 22. August, wird von Tele D (Diessenhofen) live in die Thurgauer Stuben übertragen. Dem Festakt um 12.00 Uhr im Casino Frauenfeld wohnen rund 600 Gäste aus der ganzen Schweiz und dem benachbarten Ausland bei.

Feuer- und Feuerwerkverbot bleibt aufrecht erhalten

FRAUENFELD. Im Kanton Thurgau ist es weiterhin verboten, im Freien Feuer zu entfachen und Feuerwerk abzubrennen. Das hat der Kantonale Führungsstab nach einer neuerlichen Lagebeurteilung entschieden. Die vornehmlich lokalen Gewitter und Niederschläge brachten keine Entschärfung der Situation.

Eidg. Wahlen: 75 Kandidaten, 11 Listen, zwei Ständeratskandidaten

SOLOTHURN. Im Kanton Solothurn bewerben sich 75 Personen - davon 23 Frauen - auf elf Listen um die sieben Nationalratssitze. 1999 hatten sich 86 Personen auf 13 Listen um einen Sitz bemüht. Die bisherigen Roberto Zanetti (SP) und Peter Kofmel FdP) treten nicht mehr an. Für die Ständeratswahlen haben sich nur die bisherigen Ständeräte Rolf Büttiker (FdP) und Ernst Leuenberger (SP) zur Wahl angemeldet. Die Anmeldefrist lief heute um 17 Uhr ab.

163 Personen auf 18 Listen kandidieren für die St.Galler Nationalratssitze

ST. GALLEN. 163 Kandidatinnen und Kandidaten bewerben sich um die zwölf St.Galler Sitze im Nationalrat. Das sind 20 weniger als bei den Wahlen von 1999. Der Frauenanteil beträgt 34,4 Prozent.

Neue Volksschulverordnung tritt in Kraft

STANS. Mit  Beginn des neuen Schuljahres tritt ein Jahr nach dem Erlass des neuen Volksschulgesetzes  im Kanton Nidwalden auch eine neue Volksschulverordnung in Kraft. Sie vereint die Inhalte verschiedener  bisheriger Bestimmungen und bringt Neuerungen in den Bereichen Beurteilung, Übertrittsbestimmungen,  Blockzeit sowie Dispensations- und Absenzenwesen.

Anschub für zwei internationale Schulen in Basel-Stadt

BASEL. Der Basler Regierungsrat hat beschlossen, zwei Schulen, die im soeben angelaufenen Schuljahr mit je einem internationalen Schulangebot begonnen haben, einen Impuls in Form einer Defizitgarantie von maximal je 720'000 Franken zu gewähren.

3 Millionen für den Bau einer Halle für Wechselausstellungen

BASEL. Der Basler Regierungsrat beantragt dem Grossen Rat einen Kredit in der Höhe von 3 Millionen Franken an die Erstellung einer Halle für Wechselausstellungen für das Museum der Kulturen. Der Hauptteil der Kosten wird von der Christoph Merian Stiftung, dem Freiwilligen Museumsverein sowie privaten Spenderinnen und Spendern getragen.

Schwerverletzter Mann verstorben

BERN. Am 7. August 2003 war es in Gsteigwiler zu einem Zusammenstoss zweier Zugskompositionen der Berner-Oberland-Bahnen gekommen. Dabei wurden insgesamt 64 Personen verletzt, eine davon schwer.

Arbeitslosenstatistik Juli 2003; neuer Höchststand

HERISAU. Die Arbeitslosigkeit in Appenzell Ausserrhoden hat im Monat Juli 2003 erneut spürbar zugenommen. Insgesamt sind 861 Personen zur Stellensuche eingeschrieben. Dies entspricht gegenüber dem Vormonat mit 814 Personen einer Zunahme von 47. Damit wird ein neuer Höchststand erreicht.

Kantonsreferendum:

Staatsrechnungs- kommission beantragt Ablehnung

AARGAU. Die Staatsrechnungskommission (SRK) des Kantons Aargau beantragt dem Grossen Rat, das Kantonsreferendum abzulehnen. Sie begrüsst das Steuerpaket 2001 des Bundes mehrheitlich.

Waldbrandgefahr - es gilt weiterhin: Keine Feuer im Wald

THUN. Die Waldbrandgefahr in Thun, im Amtsbezirk und in Teilen des  Berner Oberland bleibt bestehen. Die Abteilung Sicherheit und die Feuerwehr Thun  bitten die Bevölkerung um Beachtung und Aufmerksamkeit.

Die Feuerbrandkontrolleure sind unterwegs

AARAU. In diesen Tagen sind die Feuerbrandkontrolleure der Aargauer Gemeinden unterwegs. Nebst der alljährlichen Befallskontrolle werden zusätzlich "Schutzobjekte" erfasst, um welche das Neuanpflanzen von Weissdorn verboten wird.

Umweltschutz als Daueraufgabe für hohe Lebensqualität

ZÜRICH. Der Umweltbericht 2003 der Stadt Zürich mit den Schwerpunktthemen Umweltschutz, Verkehr, Energie, Siedlung, Luft, Lärm, Wasser, Abfall, Boden Natur und Landschaft, Gesundheit und Umwelt, Elektrosmog, Johannesburg 2002 sowie Bevölkerungs-Befragung 2003 ist erschienen.

Zürich mit höchster Kaufkraft - Oslo teuerste Stadt

ZÜRICH. Die europäischen Städte Oslo, Zürich, Kopenhagen und London zählen, zusammen mit Hongkong und Tokio, zu den teuersten der Welt. An der Spitze der Kaufkraft Rangliste liegen die Schweizer Städte Zürich, Genf und Basel sowie Los Angeles und Luxemburg.

 

19. August 2003

Durchgangsplatz für Fahrende in Kaiseraugst

KAISERAUGST. In der Aargauer Gemeinde Kaiseraugst wird durch den Kanton in der Nähe des Autobahnzubringers A3-A98 erstmals ein offizieller Aufenthaltsort für Fahrende realisiert. Der Durchgangsplatz Augsterstich soll im Mai 2004 bezugsbereit sein.

Schätzungsweise 35'000 Menschen unterschiedlicher ethnischer Herkunft zählen in der Schweiz zum fahrenden Volk. Der Mangel an legalen Aufenthaltsorten für die Fahrenden führt oft zu wildem Campieren, welches für die betroffenen Gemeinden meist Ärger und Kosten verursacht. Vor allem im Unteren Fricktal besteht als Folge der Grenznähe ein ausgesprochen grosses Bedürfnis nach einem Standort. Auf Initiative der Gemeinde Kaiseraugst beteiligt sich der Kanton Aargau nun erstmals an einem entsprechenden Projekt: „Mit der Realisation des Durchgangsplatzes in Kaiseraugst schafft der Kanton Aargau kulturgerechten  Lebensraum für die Fahrenden“, führte Landammann und Baudirektor Peter C. Beyeler anlässlich der Medienkonferenz vom 18. August aus.

Geplant ist ein sogenannter Durchgangsplatz im Gebiet Augsterstich in der Nähe des Autobahnzubringers A3-A98. Das Grundstück umfasst 4'000 m² und wird bis zu 20 Wohnwageneinheiten Platz bieten. Strom- und Kanalisationsanschlüsse sowie eine einfache Wasch – und WC-Anlage werden fix installiert. Der Platzbetrieb erfolgt durch die Gemeinde Kaiseraugst, die Anlage bleibt jedoch Eigentum des Kantons.

Um einen ordentlichen Betrieb des Durchgangsplatzes garantieren zu können, arbeiten Gemeinde und Kanton, speziell im Bereich der Polizeiorgane, eng zusammen. Zur Vorbereitung dieser Zusammenarbeit wurde eine Arbeitsgruppe „Umsetzung und Vollzug“ gebildet. Die Kantonspolizei unterstützt die Gemeinde Kaiseraugst bei der Umsetzung der Platzordung und wird den Platz regelmässig kontrollieren. „Auf unhaltbare Zustände im Zusammenhang mit dem Durchgangsplatz oder mit den Fahrenden wird dabei konsequent reagiert“, erklärte Regierungsrat Kurt Wernli, Vorsteher des Departements des Innern.

Urbane Zürcherinnen und Zürcher

Die überwiegende Mehrheit der Zürcher Kantonsbevölkerung lebt in städtischen Ballungsräumen: entweder im Millionenzürich oder in einer der anderen vier Agglomerationen auf Kantonsgebiet. Dies zeigen die neusten Teilergebnisse der Volkszählung 2000, die das Statistische Amt kürzlich in einer Studie veröffentlicht hat.

ZÜRICH. Laut der Studie gehören 131 der 171 Zürcher Gemeinden einer Agglomeration an. Die Städte und ihre Agglomerationsgemeinden machen rund drei Viertel der Kantonsfläche aus und beherbergen 95 Prozent der Bevölkerung. Die restlichen fünf Prozent, knapp 63'000 Personen, leben dagegen ausserhalb der Zürcher Ballungsräume - in ländlichen Gemeinden, die vor allem im Tösstal und im Weinland zu finden sind.

Agglomeration Zürich sprengt Grenzen

Mit Abstand die grösste Agglomeration ist diejenige der Stadt Zürich, die bereits in den Sechzigerjahren über die Kantonsgrenzen hinaus gewachsen ist. Gemäss den Ergebnissen der Volkszählung 2000 umfasst sie heute 133 Gemeinden mit insgesamt 1,08 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern. Seit 1990 sind 32 Gemeinden neu hinzugekommen, darunter mit dem südbadischen Hohentengen erstmals eine deutsche Gemeinde. Winterthur, der zweitgrösste Zürcher Ballungsraum, umfasst zwölf Gemeinden, in denen gut 120'000 Menschen leben. Daneben gibt es drei weitere Agglomerationen, die ganz oder teilweise auf Zürcher Boden liegen, nämlich Wetzikon-Pfäffikon, Rapperswil-Jona-Rüti und Schaffhausen.

Ballungsräume wachsen zusammen

Zwischen dem Millionenzürich und benachbarten Ballungsgebieten wie Baden-Brugg, Zug, Winterthur oder Wetzikon-Pfäffikon gibt es fliessende Übergänge. Mitunter kommt es zu einer Art «Seilziehen» um einzelne Gemeinden. So wechselten laut Statistischem Amt die Oberländer Gemeinden Seegräben und Gossau im Verlauf der Neunzigerjahre von der Agglomeration Wetzikon-Pfäffikon in die Agglomeration Zürich. Auch die ehemalige Agglomeration Baden musste fünf Gemeinden, darunter Neuenhof, Unter- und

Oberehrendingen, an Zürich abtreten und verschmolz zusammen mit Brugg zu einem neuen bipolaren Ballungsraum. Die verschiedenen Agglomerationen rücken enger zusammen und ihre gegenseitigen Verflechtungen werden vielfältiger - es entsteht ein eigentliches Agglomerationssystem.

«Superagglo» für 1,68 Millionen Menschen

Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, fasst die schweizerische Statistik funktional eng verflochtene Nachbaragglomerationen zu so genannten Metropolitanregionen zusammen. Im Falle Zürichs umfasst diese «Superagglo» 222 Gemeinden in sieben Kantonen. Sie reicht von Schaffhausen im Norden bis Einsiedeln im Süden und von Lenzburg im Westen bis nach Frauenfeld im Osten. Das allmähliche Zusammenwachsen von Ballungsräumen ist nicht nur im Raum Zürich, sondern auch in anderen Teilen der Schweiz zu beobachten. Weitere zum Teil grenzüberschreitende Metropolitanregionen gibt es im Raum Genf-Lausanne, in Basel, in Bern und im Tessin. Allerdings ist

die Metropolitanregion Zürich mit insgesamt 1,68 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern weitaus die grösste.

Wachsende Bedeutung

Agglomerationen und deren Gruppierung zu Metropolitanregionen stellen Versuche dar, räumliche Verdichtungserscheinungen festzuhalten. Sie fassen Städte und funktional eng mit ihnen verflochtene Nachbargebiete zusammen und beschreiben so urbane Ballungsräume. Bis vor kurzem waren sie rein statistische Raumgliederungen und damit ohne Rechtsverbindlichkeit. Seit sich jedoch die neue Bundesverfassung auf sie bezieht und der Bund ausdrücklich eine Agglomerationspolitik an die Hand nehmen will, haben Agglomerationen an politischer Bedeutung gewonnen.

Immer mehr fahren mit dem Auto zur Arbeit

WINTERTHUR. Jedes Jahr, am 22. September, findet der europäische Aktionstag «In die Stadt – ohne mein Auto» statt. Auch die Stadt Winterthur schliesst sich dem Aktionstag an. Gemäss eidgenössischer Statistik fahren immer mehr Leute mit dem Auto zur Arbeit.

Der 22. September fällt dieses Jahr auf einen Montag. Tausende von Erwerbstätigen fahren mit ihrem Auto zur Arbeit – auch in Winterthur. Gemäss Angaben des Bundesamtes für Statistik sind dies täglich um die 15'000 Winterthurerinnen und Winterthurer, also rund 31 % der erwerbstätigen Bevölkerung. Hinzu kommen fast 13'000 Autofahrerinnen und Autofahrer, die in Winterthur arbeiten, aber ausserhalb der Stadt wohnen. Das macht 28'000 Autos pro Tag, die von zu Hause zum Arbeitsplatz und zurück verkehren.

Arbeitspendeln mit dem Auto hat zugenommen

Die Zahl der Erwerbstätigen, die mit dem Auto zur Arbeit fahren, ist in den letzten Jahrzehnten markant angestiegen. Dies liegt einerseits daran, dass immer mehr Personen ausserhalb ihrer Wohngemeinde arbeiten. 1950 wurde noch ein Wegpendler-Anteil von 17 % verzeichnet. Im Jahr 2000 pendelten bereits 57,8 % der Erwerbstätigen zu einem Arbeitsort ausserhalb der Wohngemeinde.

Anderseits hat während den letzten 30 Jahren ein grosser Wandel bei der Wahl der Verkehrsmittel stattgefunden. Der Trend zur Verwendung des Privatautos hat sich gemäss Bundesamt für Statistik verstärkt. Im Jahr 2000 fuhr knapp die Hälfte aller Erwerbstätigen mit dem Auto zur Arbeit (49,2 %), während es 1970 erst 23,3 % waren. Winterthur liegt mit rund 30 % Erwerbstätigen, die das Auto für den Arbeitsweg benutzen, unter dem schweizerischen Schnitt, jedoch über Basel-Stadt mit 20 %. Gemäss Bundesamt für Statistik hängt die Nutzung der Verkehrsmittel von Faktoren wie Siedlungsstruktur, Kultur, öffentlichem Verkehrsnetz oder attraktiven Velowegen ab.

Vergleicht man die Nutzung des Velos, ist festzustellen, dass rund 11 % der Winterthurer Erwerbstätigen mit dem Velo zur Arbeit fahren, während es gesamtschweizerisch nur rund 6 % sind. Von den Erwerbstätigen, die in Winterthur wohnen und arbeiten, benutzen sogar rund 19 % das Velo für den Arbeitsweg. 8 % dieser «Binnenpendler» gehen zu Fuss zur Arbeit, 28 % benutzen öffentliche Verkehrsmittel.

Verzicht oder Gewinn?

Die Stadt Winterthur und «EnergieSchweiz» möchten die Autofahrerinnen und Autofahrer ermuntern, ihr Auto zu Hause zu lassen, wann immer dies möglich ist. Das Umsteigen auf öffentliche Verkehrsmittel oder Velo ist nicht nur positiv für die Umwelt, sondern auch für das persönliche Wohlbefinden. Wer beispielsweise mit dem Velo zur Arbeit radelt oder einen Spaziergang zur Bushaltestelle macht, hat bereits etwas für seine Gesundheit getan.

Thurgauer Festakt live auf Tele D

FRAUENFELD. Der offizielle Festakt zum Jubiläum „200 Jahre Kanton Thurgau“ am Freitag, 22. August, wird von Tele D (Diessenhofen) live in die Thurgauer Stuben übertragen. Dem Festakt um 12.00 Uhr im Casino Frauenfeld wohnen rund 600 Gäste aus der ganzen Schweiz und dem benachbarten Ausland bei.

Feuer- und Feuerwerkverbot bleibt aufrecht erhalten

FRAUENFELD. Im Kanton Thurgau ist es weiterhin verboten, im Freien Feuer zu entfachen und Feuerwerk abzubrennen. Das hat der Kantonale Führungsstab nach einer neuerlichen Lagebeurteilung entschieden. Die vornehmlich lokalen Gewitter und Niederschläge brachten keine Entschärfung der Situation.

Eidg. Wahlen: 75 Kandidaten, 11 Listen, zwei Ständeratskandidaten

SOLOTHURN. Im Kanton Solothurn bewerben sich 75 Personen - davon 23 Frauen - auf elf Listen um die sieben Nationalratssitze. 1999 hatten sich 86 Personen auf 13 Listen um einen Sitz bemüht. Die bisherigen Roberto Zanetti (SP) und Peter Kofmel FdP) treten nicht mehr an. Für die Ständeratswahlen haben sich nur die bisherigen Ständeräte Rolf Büttiker (FdP) und Ernst Leuenberger (SP) zur Wahl angemeldet. Die Anmeldefrist lief heute um 17 Uhr ab.

163 Personen auf 18 Listen kandidieren für die St.Galler Nationalratssitze

ST. GALLEN. 163 Kandidatinnen und Kandidaten bewerben sich um die zwölf St.Galler Sitze im Nationalrat. Das sind 20 weniger als bei den Wahlen von 1999. Der Frauenanteil beträgt 34,4 Prozent.

Punkt 17 Uhr ist am Montag, 18. August 2003, die Frist zum Einreichen der Listen für die Nationalratswahlen vom 19. Oktober 2003 abgelaufen. Beim zuständigen Departement für Inneres und Militär wurden insgesamt 18 Listen eingereicht, gleich viele wie vor vier Jahren. Um die 12 Sitze bewerben sich im Kanton St.Gallen 163 Personen. Das sind 20 weniger als 1999. Mit 56 Frauen und 107 Männern auf den Listen erreicht der Frauenanteil 34,4 Prozent gegenüber 31,7 Prozent vor vier Jahren.

Die Frist zum Einreichen der Nationalratswahlen wurde auch diesmal bis fast zur letzten Stunde ausgenutzt. Am Montagnachmittag traf beim Departement für Inneres und Militär noch die 18. Liste ein.

Neu dabei sind die Listen "Tierschutz ist Menschenschutz", "Die Ostschweizer Partei DOP Kt. St.Gallen", "Katholische Volkspartei" sowie "Mutig und innovativ, Einer für alle". Nicht mehr antreten werden die Listen "Auto-Partei", "Freies Bürgertum" und "Junge Liste".

Neue Volksschulverordnung tritt in Kraft

STANS. Mit  Beginn des neuen Schuljahres tritt ein Jahr nach dem Erlass des neuen Volksschulgesetzes  im Kanton Nidwalden auch eine neue Volksschulverordnung in Kraft. Sie vereint die Inhalte verschiedener  bisheriger Bestimmungen und bringt Neuerungen in den Bereichen Beurteilung, Übertrittsbestimmungen,  Blockzeit sowie Dispensations- und Absenzenwesen.

Wesentliche Änderungen

Im Bereich  der Beurteilungen kommt den Noten wieder ein grösseres Gewicht zu. Am Grundsatz  der ganzheitlichen Beurteilung soll festgehalten werden. Die Lehrpersonen haben  also darauf zu achten, dass das Bild, das sich aus den Noten und der Verhaltensbeurteilung  ergibt, mit ihrem Gesamteindruck einer Schülerin oder eines Schülers  übereinstimmen.

Weiter werden auf der Primarstufe ab dem neuen Schuljahr  im Fach Französisch Noten erteilt. An der Orientierungsschule werden künftig  insgesamt zwei Beurteilungsgespräche stattfinden, und die Skala der Verhaltensbeurteilung  wird erweitert.

Die vorgesehene Neuregelung im Bereich des Klassenübertritts  sowie des Übertritts an die Orientierungsschule soll mehr Transparenz sowie  eine bessere Verbindlichkeit und Vergleichbarkeit der Verfahren gewährleisten.  Während bisher nur für die Orientierungsschule Promotionsbestimmungen  existierten, die sich auf Notenwerte abstützten, gelten neu auch entsprechende  Anforderungen für den Klassenübertritt auf der Primarstufe und den Übertritt  an die Orientierungsschule. So müssen hier die Leistungen in zwei der drei  Promotionsbereiche Deutsch, Mathematik sowie Mensch und Umwelt genügend sein,  während für den Klassenübertritt an der Orientierungsschule künftig  die Beurteilungen in mindestens drei der vier Promotionsbereiche Deutsch, Fremdsprachen,  Mathematik sowie Mensch und Umwelt genügen müssen. Auch für die  Zuweisungen zu den Stammklassen der Kooperativen Orientierungsschule und den Niveaufächern  sind verbindliche Mindestanforderungen festgelegt worden. Eine Verschärfung  der bisherigen Promotions-, Übertritts- und Zuweisungspraxis ist mit diesen  Massnahmen grundsätzlich nicht beabsichtigt.

Die Blockzeiten werden  mit einer Übergangsfrist bis zum Schuljahr 2005/06 von bisher 1¾ Stunden  auf 3½ Stunden ausgeweitet.

Das Absenzen- und Dispensationswesen  liegt künftig vermehrt im Kompetenzbereich von Lehr-person und Schulleitung,  womit gegenüber der bisherigen Praxis eine flexiblere Handhabung gewährleistet  werden soll. So können Schulleitungen künftig Absenzen bis zur Dauer  von einer Woche bewilligen, wobei auf einen Katalog von Gründen und Anlässen,  die eine Absenz rechtfertigen, verzichtet wird.

Anschub für zwei internationale Schulen in Basel-Stadt

BASEL. Der Basler Regierungsrat hat beschlossen, zwei Schulen, die im soeben angelaufenen Schuljahr mit je einem internationalen Schulangebot begonnen haben, einen Impuls in Form einer Defizitgarantie von maximal je 720'000 Franken zu gewähren. Damit soll dem Freien Gymnasium und der KALAIDOS Bildungsgruppe Schweiz (Minerva Schulen) ermöglicht werden, ab dem Schuljahr 2005/06 mit einem Vollangebot, das alle Altersgruppen abdeckt, auf dem Markt präsent zu sein. Der Regierungsrat stärkt mit dieser Massnahme, die im Rahmen der Standortförderung erfolgt, die nationale und internationale Konkurrenzfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Basel.

3 Millionen für den Bau einer Halle für Wechselausstellungen

BASEL. Der Basler Regierungsrat beantragt dem Grossen Rat einen Kredit in der Höhe von 3 Millionen Franken an die Erstellung einer Halle für Wechselausstellungen für das Museum der Kulturen. Der Hauptteil der Kosten wird von der Christoph Merian Stiftung, dem Freiwilligen Museumsverein sowie privaten Spenderinnen und Spendern getragen. Insgesamt kostet der Bau 12.5 Millionen Franken. Gleichzeitig beantragt der Regierungsrat dem Grossen Rat einen Kredit von 370'000 Franken für begleitende archäologische Massnahmen im Zusammenhang mit diesem Bau.

Nach der Einrichtung einer Dauerausstellung für die Tibetsammlung verfügt das Museum der Kulturen über keine Räumlichkeiten mehr für Wechselausstellungen. Die Präsentation von Sonderausstellungen ist aber für den Ruf eines Museums von grosser Bedeutung. Die Stiftung für das Museum der Kulturen hat sich deshalb seit längerem bemüht, die Möglichkeit für den Bau einer neuen Halle für Wechselausstellungen zu schaffen. Im Auftrag dieser Stiftung erarbeitet das renommierte Architekturbüro Herzog + de Meuron ein Projekt, das die Aufstockung des Museumsbaus der Architekten Vischer + Söhne aus dem Jahr 1913 vorsieht und einen Ausstellungssaal mit rund 650m2 vorschlägt. Gleichzeitig ist die Schaffung eines eigenen Zugangs und Museumsshop für das Museum der Kulturen sowie die Verbesserung der Besucherfaszilitäten vorgesehen. Nach der Vollendung geht die Halle als Schenkung in den Besitz des Kantons über.

Die Kosten für die Realisierung des Vorschlages sind mit insgesamt 12,5 Millionen Franken veranschlagt. An die Finanzierung tragen die Christoph Merian Stiftung, der Freiwillige Museumsverein sowie verschiedene private Spenderinnen und Spender mit insgesamt 9,5 Millionen Franken bei. Der Regierungsrat beantragt dem Grossen Rat, den Restbetrag in Höhe von 3 Millionen Franken als Beitrag des Kantons Basel-Stadt an das Bauvorhaben zu genehmigen.

In der näheren Umgebung der Baustelle für die geplante Halle für Wechselausstellungen des Museums der Kulturen sind bei früheren Grabungen spätkeltische Gruben, römische Gebäude und Befestigungen, mittelalterliche Gräber und Teile des ehemaligen Augustinerklosters gefunden worden. Die Neugestaltung des Schürhofs im Sinne des Projektvorschlages der Architekten setzt eine systematische Untersuchung dieses Baufelds durch die archäologische Bodenforschung voraus. Diese müssen von Gesetzes wegen durch den Kanton finanziert werden. Der Regierungsrat beantragt deshalb dem Grossen Rat die Genehmigung eines entsprechenden Kredits von 370'000 Franken.

Schwerverletzter Mann verstorben

BERN. Am 7. August 2003 war es in Gsteigwiler zu einem Zusammenstoss zweier Zugskompositionen der Berner-Oberland-Bahnen gekommen. Dabei wurden insgesamt 64 Personen verletzt, eine davon schwer. Diese schwer verletzte Person, ein 53-jähriger Schweizer, ist am frühen Montag Morgen, 18. August 2003 im Universitätsspital Zürich an den Folgen der Verletzungen verstorben.

Arbeitslosenstatistik Juli 2003; neuer Höchststand

HERISAU. Die Arbeitslosigkeit in Appenzell Ausserrhoden hat im Monat Juli 2003 erneut spürbar zugenommen. Insgesamt sind 861 Personen zur Stellensuche eingeschrieben. Dies entspricht gegenüber dem Vormonat mit 814 Personen einer Zunahme von 47. Damit wird ein neuer Höchststand erreicht. Der bisherige Höchststand stammt vom Dezember 1993 mit insgesamt 821 Stellensuchenden. Vom Total von 861 Personen gelten deren 255 als nicht arbeitslose Stellensuchende, weil sie entweder einem Zwischenverdienst nachgehen (155) oder in eine der verschiedenen arbeitsmarktlichen Massnahmen eingebettet sind. Auch die Zahl der arbeitslosen Stellen- suchenden hat innert Monatsfrist um 35 Personen (von 571 im Juni auf 606 im Juli) zugenommen, so dass die Arbeitslosenquote - Verhältnis von arbeitslosen Stellensuchenden zum Total der Erwerbstätigen gemäss Volkszählung 2000 - von 2.0 % auf 2.1 % anstieg.

Kantonsreferendum: Staatsrechnungskommission beantragt Ablehnung

AARGAU. Die Staatsrechnungskommission (SRK) des Kantons Aargau beantragt dem Grossen Rat, das Kantonsreferendum abzulehnen. Sie begrüsst das Steuerpaket 2001 des Bundes mehrheitlich. Die grossrätliche Staatsrechnungskommission hat sich an ihrer Sitzung vom 15. August 2003 mit 8 zu 5 Stimmen bei 2 Enthaltungen gegen das Kantonsreferendum ausgesprochen.

Waldbrandgefahr - es gilt weiterhin: Keine Feuer im Wald

THUN. Die Waldbrandgefahr in Thun, im Amtsbezirk und in Teilen des  Berner Oberland bleibt bestehen. Die Abteilung Sicherheit und die Feuerwehr Thun  bitten die Bevölkerung um Beachtung und Aufmerksamkeit.

Trotz der Niederschläge vom vergangenen Wochenende bleibt  infolge der wochenlangen Trockenperiode und Hitze die akute Waldbrandgefahr  bestehen. Bis länger andauernde ergiebige Niederschläge fallen, verschärft sich  die Situation täglich. Deshalb ist es verboten, im Wald und in Waldesnähe wie  auch in der Nähe von abgedörrten Feldern Feuer zu entfachen oder brennende  Raucherwaren wegzuwerfen.

Die Gemeinde Thun bittet deshalb die Bevölkerung deshalb mit  Nachdruck, aufmerksam zu sein und Beobachtungen von Rauch oder Feuer im Wald  sofort an Polizei und Feuerwehr zu melden. Der Vorsteher der Direktion  Sicherheit der Stadt Thun, Heinz Leuenberger verleiht der erlassenen Warnung der  Waldabteilung 3 Nachdruck und appelliert an die Verantwortung der Thuner  Bevölkerung. Nur bei hoher Achtsamkeit und rascher Alarmierung im Ereignisfall  können verheerende Brände verhütet werden. Die Direktion Sicherheit der Stadt  Thun dankt der Bevölkerung für ihre Mithilfe.

Die Feuerbrandkontrolleure sind unterwegs

AARAU. In diesen Tagen sind die Feuerbrandkontrolleure der Aargauer Gemeinden unterwegs. Nebst der alljährlichen Befallskontrolle werden zusätzlich "Schutzobjekte" erfasst, um welche das Neuanpflanzen von Weissdorn verboten wird. Die Fachstelle Pflanzenschutz bittet alle Grundstückbesitzerinnen und -besitzer, den Gemeindekontrolleurinnen und -kontrolleuren freien Zugang zu den privaten Grundstücken zu gewähren.

Umweltschutz als Daueraufgabe für hohe Lebensqualität

ZÜRICH. Der Umweltbericht 2003 der Stadt Zürich mit den Schwerpunktthemen Umweltschutz, Verkehr, Energie, Siedlung, Luft, Lärm, Wasser, Abfall, Boden Natur und Landschaft, Gesundheit und Umwelt, Elektrosmog, Johannesburg 2002 sowie Bevölkerungs-Befragung 2003 ist   erschienen. 

Der Umweltbericht 2003 enthält eine Fülle spannender Informationen. Wussten Sie beispielsweise, dass: 

-45 Prozent aller Haushalte in der Stadt Zürich ohne Auto auskommen;

-jeden Tag 322'000 Personen mit der Bahn die Stadtgrenze überqueren; 

-innerhalb der Stadt 37 Prozent der Wege zu Fuss zurückgelegt werden; 

-im Jahr 2002 rund 282 Millionen Fahrgäste die VBZ benutzt haben; 

-mit 13 bis 18° französischer Härte das Zürcher Wasser relativ weich ist und es deshalb für eine perfekt saubere Wäsche nur wenig Waschmittel braucht; 

-die Stadt Zürich den Gewässerpreis 2003 erhalten hat; 

-beim Altpapier-Sammeln die Stadtzürcherinnen und Stadtzürcher mit 72  Kilogramm pro Person und Jahr zwar Spitze sind, aber die Kehrichtsäcke immer noch mit einem Viertel kompostierbarem Abfall gefüllt werden; 

-1'200 Pflanzenarten in der Stadt Zürich heimisch und 600 Naturobjekte in einem Inventar festgehalten sind; 

-336 Mobilfunkantennen auf dem Stadtgebiet in Betrieb sind; 

-wir mit unserem Lebensstil 2.6 Planeten Erde bräuchten, um langfristig überleben zu können?

Im Umweltbericht 2003 der Stadt Zürich sind aktuelle Problembereiche ersichtlich:

-Die Zürcher Luft: Obwohl diese in den letzten Jahren besser geworden ist, geben zwei Schadstoffe immer wieder zur Sorge Anlass. Im Sommer werden regelmässig die Grenzwerte von Ozon überschritten. Die Hitzewellen in den Jahren 2002/2003 brachten Extremwerte, die nicht mehr für möglich  gehalten wurden. In der kälteren Jahreszeit belastet lungengängiger       Feinstaub (PM10) unsere Gesundheit. In der Stadt Zürich bildet PM10 das grösste luftschadstoffbedingte Krebsrisiko.

-Die Lärmbelastung: Nach wie vor sind rund 120'000 Personen in ihrem direkten Wohnumfeld einem Strassenlärm ausgesetzt, der über dem gesetzlich vorgeschriebenen Immissionsgrenzwert liegt. Rund 20'000  Einwohnerinnen müssen mit Belastungen über dem Alarmwert leben. Auch Veranstaltungslärm wird immer öfter als störend empfunden. Zudem würden die geplanten Südanflüge die Bevölkerung in Zürich-Nord zusätzlich       mit Lärm belasten. Der motorisierte Strassenverkehr: Er gilt als Hauptursache von schlechter Luft und zu viel Lärm. In der Bevölkerungs-Befragung 2003 nannten die Zürcherinnen und Zürcher den Verkehr als grösstes Problem. 29 Prozent finden, es fahren schlicht zu viele Autos durch die Stadt.

Zürich mit höchster Kaufkraft - Oslo teuerste Stadt

ZÜRICH. Die europäischen Städte Oslo, Zürich, Kopenhagen und London zählen, zusammen mit Hongkong und Tokio, zu den teuersten der Welt. An der Spitze der Kaufkraft Rangliste liegen die Schweizer Städte Zürich, Genf und Basel sowie Los Angeles und Luxemburg. Die neue Ausgabe der UBS-Analyse  «Preise und Löhne» vergleicht die Kaufkraft in 70 Städten rund um die Welt anhand detaillierter Erhebungen zu Lebenshaltungskosten und Lohnniveau.

 

 

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