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Durchgangsplatz
für Fahrende in Kaiseraugst
KAISERAUGST.
In der Aargauer Gemeinde Kaiseraugst wird durch den Kanton in
der Nähe des Autobahnzubringers A3-A98 erstmals ein offizieller
Aufenthaltsort für Fahrende realisiert. Der Durchgangsplatz
Augsterstich soll im Mai 2004 bezugsbereit sein.
Schätzungsweise
35'000 Menschen unterschiedlicher ethnischer Herkunft zählen in
der Schweiz zum fahrenden Volk. Der Mangel an legalen
Aufenthaltsorten für die Fahrenden führt oft zu wildem
Campieren, welches für die betroffenen Gemeinden meist Ärger und
Kosten verursacht. Vor allem im Unteren Fricktal besteht als Folge
der Grenznähe ein ausgesprochen grosses Bedürfnis nach einem
Standort. Auf Initiative der Gemeinde Kaiseraugst beteiligt sich
der Kanton Aargau nun erstmals an einem entsprechenden Projekt:
„Mit der Realisation des Durchgangsplatzes in Kaiseraugst
schafft der Kanton Aargau kulturgerechten
Lebensraum für die Fahrenden“, führte Landammann und
Baudirektor Peter C. Beyeler anlässlich der Medienkonferenz vom
18. August aus.
Geplant
ist ein sogenannter Durchgangsplatz im Gebiet Augsterstich in der
Nähe des Autobahnzubringers A3-A98. Das Grundstück umfasst 4'000
m² und wird bis zu 20 Wohnwageneinheiten Platz bieten. Strom- und
Kanalisationsanschlüsse sowie eine einfache Wasch – und
WC-Anlage werden fix installiert. Der Platzbetrieb erfolgt durch
die Gemeinde Kaiseraugst, die Anlage bleibt jedoch Eigentum des
Kantons.
Um
einen ordentlichen Betrieb des Durchgangsplatzes garantieren zu können,
arbeiten Gemeinde und Kanton, speziell im Bereich der
Polizeiorgane, eng zusammen. Zur Vorbereitung dieser
Zusammenarbeit wurde eine Arbeitsgruppe „Umsetzung und
Vollzug“ gebildet. Die Kantonspolizei unterstützt die Gemeinde
Kaiseraugst bei der Umsetzung der Platzordung und wird den Platz
regelmässig kontrollieren. „Auf unhaltbare Zustände im
Zusammenhang mit dem Durchgangsplatz oder mit den Fahrenden wird
dabei konsequent reagiert“, erklärte Regierungsrat Kurt Wernli,
Vorsteher des Departements des Innern.
Urbane
Zürcherinnen und Zürcher
Die
überwiegende Mehrheit der Zürcher Kantonsbevölkerung lebt in städtischen
Ballungsräumen: entweder im Millionenzürich oder in einer der
anderen vier Agglomerationen auf Kantonsgebiet. Dies zeigen die
neusten Teilergebnisse der Volkszählung 2000, die das
Statistische Amt kürzlich in einer Studie veröffentlicht hat.
ZÜRICH.
Laut der Studie gehören 131 der 171 Zürcher Gemeinden einer
Agglomeration an. Die Städte und ihre Agglomerationsgemeinden
machen rund drei Viertel der Kantonsfläche aus und beherbergen 95
Prozent der Bevölkerung. Die restlichen fünf Prozent, knapp
63'000 Personen, leben dagegen ausserhalb der Zürcher Ballungsräume
- in ländlichen Gemeinden, die vor allem im Tösstal und im
Weinland zu finden sind.
Agglomeration
Zürich sprengt Grenzen
Mit
Abstand die grösste Agglomeration ist diejenige der Stadt Zürich,
die bereits in den Sechzigerjahren über die Kantonsgrenzen hinaus
gewachsen ist. Gemäss den Ergebnissen der Volkszählung 2000
umfasst sie heute 133 Gemeinden mit insgesamt 1,08 Millionen
Einwohnerinnen und Einwohnern. Seit 1990 sind 32 Gemeinden neu
hinzugekommen, darunter mit dem südbadischen Hohentengen erstmals
eine deutsche Gemeinde. Winterthur, der zweitgrösste Zürcher
Ballungsraum, umfasst zwölf Gemeinden, in denen gut 120'000
Menschen leben. Daneben gibt es drei weitere Agglomerationen, die
ganz oder teilweise auf Zürcher Boden liegen, nämlich
Wetzikon-Pfäffikon, Rapperswil-Jona-Rüti und Schaffhausen.
Ballungsräume
wachsen zusammen
Zwischen
dem Millionenzürich und benachbarten Ballungsgebieten wie
Baden-Brugg, Zug, Winterthur oder Wetzikon-Pfäffikon gibt es
fliessende Übergänge. Mitunter kommt es zu einer Art «Seilziehen»
um einzelne Gemeinden. So wechselten laut Statistischem Amt die
Oberländer Gemeinden Seegräben und Gossau im Verlauf der
Neunzigerjahre von der Agglomeration Wetzikon-Pfäffikon in die
Agglomeration Zürich. Auch die ehemalige Agglomeration Baden
musste fünf Gemeinden, darunter Neuenhof, Unter- und
Oberehrendingen,
an Zürich abtreten und verschmolz zusammen mit Brugg zu einem
neuen bipolaren Ballungsraum. Die verschiedenen Agglomerationen rücken
enger zusammen und ihre gegenseitigen Verflechtungen werden vielfältiger
- es entsteht ein eigentliches Agglomerationssystem.
«Superagglo»
für 1,68 Millionen Menschen
Um
dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, fasst die schweizerische
Statistik funktional eng verflochtene Nachbaragglomerationen zu so
genannten Metropolitanregionen zusammen. Im Falle Zürichs umfasst
diese «Superagglo» 222 Gemeinden in sieben Kantonen. Sie reicht
von Schaffhausen im Norden bis Einsiedeln im Süden und von
Lenzburg im Westen bis nach Frauenfeld im Osten. Das allmähliche
Zusammenwachsen von Ballungsräumen ist nicht nur im Raum Zürich,
sondern auch in anderen Teilen der Schweiz zu beobachten. Weitere
zum Teil grenzüberschreitende Metropolitanregionen gibt es im
Raum Genf-Lausanne, in Basel, in Bern und im Tessin. Allerdings
ist
die
Metropolitanregion Zürich mit insgesamt 1,68 Millionen
Einwohnerinnen und Einwohnern weitaus die grösste.
Wachsende
Bedeutung
Agglomerationen
und deren Gruppierung zu Metropolitanregionen stellen Versuche
dar, räumliche Verdichtungserscheinungen festzuhalten. Sie fassen
Städte und funktional eng mit ihnen verflochtene Nachbargebiete
zusammen und beschreiben so urbane Ballungsräume. Bis vor kurzem
waren sie rein statistische Raumgliederungen und damit ohne
Rechtsverbindlichkeit. Seit sich jedoch die neue Bundesverfassung
auf sie bezieht und der Bund ausdrücklich eine
Agglomerationspolitik an die Hand nehmen will, haben
Agglomerationen an politischer Bedeutung gewonnen.
Immer
mehr fahren mit dem Auto zur Arbeit
WINTERTHUR.
Jedes Jahr, am 22. September, findet der europäische
Aktionstag «In die Stadt – ohne mein Auto» statt. Auch die
Stadt Winterthur schliesst sich dem Aktionstag an. Gemäss eidgenössischer
Statistik fahren immer mehr Leute mit dem Auto zur Arbeit.
Der
22. September fällt dieses Jahr auf einen Montag. Tausende von
Erwerbstätigen fahren mit ihrem Auto zur Arbeit – auch in
Winterthur. Gemäss Angaben des Bundesamtes für Statistik sind
dies täglich um die 15'000 Winterthurerinnen und Winterthurer,
also rund 31 % der erwerbstätigen Bevölkerung. Hinzu kommen fast
13'000 Autofahrerinnen und Autofahrer, die in Winterthur arbeiten,
aber ausserhalb der Stadt wohnen. Das macht 28'000 Autos pro Tag,
die von zu Hause zum Arbeitsplatz und zurück verkehren.
Arbeitspendeln
mit dem Auto hat zugenommen
Die
Zahl der Erwerbstätigen, die mit dem Auto zur Arbeit fahren, ist
in den letzten Jahrzehnten markant angestiegen. Dies liegt
einerseits daran, dass immer mehr Personen ausserhalb ihrer
Wohngemeinde arbeiten. 1950 wurde noch ein Wegpendler-Anteil von
17 % verzeichnet. Im Jahr 2000 pendelten bereits 57,8 % der
Erwerbstätigen zu einem Arbeitsort ausserhalb der Wohngemeinde.
Anderseits
hat während den letzten 30 Jahren ein grosser Wandel bei der Wahl
der Verkehrsmittel stattgefunden. Der Trend zur Verwendung des
Privatautos hat sich gemäss Bundesamt für Statistik verstärkt.
Im Jahr 2000 fuhr knapp die Hälfte aller Erwerbstätigen mit dem
Auto zur Arbeit (49,2 %), während es 1970 erst 23,3 % waren.
Winterthur liegt mit rund 30 % Erwerbstätigen, die das Auto für
den Arbeitsweg benutzen, unter dem schweizerischen Schnitt, jedoch
über Basel-Stadt mit 20 %. Gemäss Bundesamt für Statistik hängt
die Nutzung der Verkehrsmittel von Faktoren wie Siedlungsstruktur,
Kultur, öffentlichem Verkehrsnetz oder attraktiven Velowegen ab.
Vergleicht
man die Nutzung des Velos, ist festzustellen, dass rund 11 % der
Winterthurer Erwerbstätigen mit dem Velo zur Arbeit fahren, während
es gesamtschweizerisch nur rund 6 % sind. Von den Erwerbstätigen,
die in Winterthur wohnen und arbeiten, benutzen sogar rund 19 %
das Velo für den Arbeitsweg. 8 % dieser «Binnenpendler» gehen
zu Fuss zur Arbeit, 28 % benutzen öffentliche Verkehrsmittel.
Verzicht
oder Gewinn?
Die
Stadt Winterthur und «EnergieSchweiz» möchten die
Autofahrerinnen und Autofahrer ermuntern, ihr Auto zu Hause zu
lassen, wann immer dies möglich ist. Das Umsteigen auf öffentliche
Verkehrsmittel oder Velo ist nicht nur positiv für die Umwelt,
sondern auch für das persönliche Wohlbefinden. Wer
beispielsweise mit dem Velo zur Arbeit radelt oder einen
Spaziergang zur Bushaltestelle macht, hat bereits etwas für seine
Gesundheit getan.
Thurgauer
Festakt live auf Tele D
FRAUENFELD.
Der offizielle Festakt zum Jubiläum „200 Jahre Kanton
Thurgau“ am Freitag, 22. August, wird von Tele D (Diessenhofen)
live in die Thurgauer Stuben übertragen. Dem Festakt um 12.00 Uhr
im Casino Frauenfeld wohnen rund 600 Gäste aus der ganzen Schweiz
und dem benachbarten Ausland bei.
Feuer-
und Feuerwerkverbot bleibt aufrecht erhalten
FRAUENFELD.
Im Kanton Thurgau ist es weiterhin verboten, im Freien Feuer
zu entfachen und Feuerwerk abzubrennen. Das hat der Kantonale Führungsstab
nach einer neuerlichen Lagebeurteilung entschieden. Die
vornehmlich lokalen Gewitter und Niederschläge brachten keine
Entschärfung der Situation.
Eidg.
Wahlen: 75 Kandidaten, 11 Listen, zwei Ständeratskandidaten
SOLOTHURN.
Im Kanton Solothurn bewerben sich 75 Personen - davon 23 Frauen -
auf elf Listen um die sieben Nationalratssitze. 1999 hatten sich
86 Personen auf 13 Listen um einen Sitz bemüht. Die bisherigen
Roberto Zanetti (SP) und Peter Kofmel FdP) treten nicht mehr an. Für
die Ständeratswahlen haben sich nur die bisherigen Ständeräte
Rolf Büttiker (FdP) und Ernst Leuenberger (SP) zur Wahl
angemeldet. Die Anmeldefrist lief heute um 17 Uhr ab.
163
Personen auf 18 Listen kandidieren für die St.Galler
Nationalratssitze
ST.
GALLEN. 163 Kandidatinnen und Kandidaten bewerben sich um die
zwölf St.Galler Sitze im Nationalrat. Das sind 20 weniger als bei
den Wahlen von 1999. Der Frauenanteil beträgt 34,4 Prozent.
Punkt
17 Uhr ist am Montag, 18. August 2003, die Frist zum Einreichen
der Listen für die Nationalratswahlen vom 19. Oktober 2003
abgelaufen. Beim zuständigen Departement für Inneres und Militär
wurden insgesamt 18 Listen eingereicht, gleich viele wie vor vier
Jahren. Um die 12 Sitze bewerben sich im Kanton St.Gallen 163
Personen. Das sind 20 weniger als 1999. Mit 56 Frauen und 107 Männern
auf den Listen erreicht der Frauenanteil 34,4 Prozent gegenüber
31,7 Prozent vor vier Jahren.
Die
Frist zum Einreichen der Nationalratswahlen wurde auch diesmal bis
fast zur letzten Stunde ausgenutzt. Am Montagnachmittag traf beim
Departement für Inneres und Militär noch die 18. Liste ein.
Neu
dabei sind die Listen "Tierschutz ist Menschenschutz",
"Die Ostschweizer Partei DOP Kt. St.Gallen",
"Katholische Volkspartei" sowie "Mutig und
innovativ, Einer für alle". Nicht mehr antreten werden die
Listen "Auto-Partei", "Freies Bürgertum" und
"Junge Liste".
Neue
Volksschulverordnung tritt in Kraft
STANS.
Mit Beginn des
neuen Schuljahres tritt ein Jahr nach dem Erlass des neuen
Volksschulgesetzes im
Kanton Nidwalden auch eine neue Volksschulverordnung in Kraft. Sie
vereint die Inhalte verschiedener
bisheriger Bestimmungen und bringt Neuerungen in den
Bereichen Beurteilung, Übertrittsbestimmungen,
Blockzeit sowie Dispensations- und Absenzenwesen.
Wesentliche
Änderungen
Im
Bereich der
Beurteilungen kommt den Noten wieder ein grösseres Gewicht zu. Am
Grundsatz der
ganzheitlichen Beurteilung soll festgehalten werden. Die
Lehrpersonen haben also
darauf zu achten, dass das Bild, das sich aus den Noten und der
Verhaltensbeurteilung ergibt,
mit ihrem Gesamteindruck einer Schülerin oder eines Schülers
übereinstimmen.
Weiter
werden auf der Primarstufe ab dem neuen Schuljahr
im Fach Französisch Noten erteilt. An der
Orientierungsschule werden künftig
insgesamt zwei Beurteilungsgespräche stattfinden, und die
Skala der Verhaltensbeurteilung
wird erweitert.
Die
vorgesehene Neuregelung im Bereich des Klassenübertritts
sowie des Übertritts an die Orientierungsschule soll mehr
Transparenz sowie eine
bessere Verbindlichkeit und Vergleichbarkeit der Verfahren gewährleisten.
Während bisher nur für die Orientierungsschule
Promotionsbestimmungen existierten,
die sich auf Notenwerte abstützten, gelten neu auch entsprechende
Anforderungen für den Klassenübertritt auf der
Primarstufe und den Übertritt
an die Orientierungsschule. So müssen hier die Leistungen
in zwei der drei Promotionsbereiche
Deutsch, Mathematik sowie Mensch und Umwelt genügend sein,
während für den Klassenübertritt an der
Orientierungsschule künftig
die Beurteilungen in mindestens drei der vier
Promotionsbereiche Deutsch, Fremdsprachen,
Mathematik sowie Mensch und Umwelt genügen müssen. Auch für
die Zuweisungen zu
den Stammklassen der Kooperativen Orientierungsschule und den
Niveaufächern sind
verbindliche Mindestanforderungen festgelegt worden. Eine Verschärfung
der bisherigen Promotions-, Übertritts- und
Zuweisungspraxis ist mit diesen
Massnahmen grundsätzlich nicht beabsichtigt.
Die
Blockzeiten werden mit
einer Übergangsfrist bis zum Schuljahr 2005/06 von bisher 1¾
Stunden auf 3½
Stunden ausgeweitet.
Das
Absenzen- und Dispensationswesen
liegt künftig vermehrt im Kompetenzbereich von Lehr-person
und Schulleitung, womit
gegenüber der bisherigen Praxis eine flexiblere Handhabung gewährleistet
werden soll. So können Schulleitungen künftig Absenzen
bis zur Dauer von
einer Woche bewilligen, wobei auf einen Katalog von Gründen und
Anlässen, die eine
Absenz rechtfertigen, verzichtet wird.
Anschub
für zwei internationale Schulen in Basel-Stadt
BASEL.
Der Basler Regierungsrat hat beschlossen, zwei Schulen, die im
soeben angelaufenen Schuljahr mit je einem internationalen
Schulangebot begonnen haben, einen Impuls in Form einer
Defizitgarantie von maximal je 720'000 Franken zu gewähren. Damit
soll dem Freien Gymnasium und der KALAIDOS Bildungsgruppe Schweiz
(Minerva Schulen) ermöglicht werden, ab dem Schuljahr 2005/06 mit
einem Vollangebot, das alle Altersgruppen abdeckt, auf dem Markt
präsent zu sein. Der Regierungsrat stärkt mit dieser Massnahme,
die im Rahmen der Standortförderung erfolgt, die nationale und
internationale Konkurrenzfähigkeit des Wirtschaftsstandorts
Basel.
3
Millionen für den Bau einer Halle für Wechselausstellungen
BASEL.
Der Basler Regierungsrat beantragt dem Grossen Rat einen Kredit in
der Höhe von 3 Millionen Franken an die Erstellung einer Halle für
Wechselausstellungen für das Museum der Kulturen. Der Hauptteil
der Kosten wird von der Christoph Merian Stiftung, dem
Freiwilligen Museumsverein sowie privaten Spenderinnen und
Spendern getragen. Insgesamt kostet der Bau 12.5 Millionen
Franken. Gleichzeitig beantragt der Regierungsrat dem Grossen Rat
einen Kredit von 370'000 Franken für begleitende archäologische
Massnahmen im Zusammenhang mit diesem Bau.
Nach
der Einrichtung einer Dauerausstellung für die Tibetsammlung verfügt
das Museum der Kulturen über keine Räumlichkeiten mehr für
Wechselausstellungen. Die Präsentation von Sonderausstellungen
ist aber für den Ruf eines Museums von grosser Bedeutung. Die
Stiftung für das Museum der Kulturen hat sich deshalb seit längerem
bemüht, die Möglichkeit für den Bau einer neuen Halle für
Wechselausstellungen zu schaffen. Im Auftrag dieser Stiftung
erarbeitet das renommierte Architekturbüro Herzog + de Meuron ein
Projekt, das die Aufstockung des Museumsbaus der Architekten
Vischer + Söhne aus dem Jahr 1913 vorsieht und einen
Ausstellungssaal mit rund 650m2 vorschlägt. Gleichzeitig ist die
Schaffung eines eigenen Zugangs und Museumsshop für das Museum
der Kulturen sowie die Verbesserung der Besucherfaszilitäten
vorgesehen. Nach der Vollendung geht die Halle als Schenkung in
den Besitz des Kantons über.
Die
Kosten für die Realisierung des Vorschlages sind mit insgesamt
12,5 Millionen Franken veranschlagt. An die Finanzierung tragen
die Christoph Merian Stiftung, der Freiwillige Museumsverein sowie
verschiedene private Spenderinnen und Spender mit insgesamt 9,5
Millionen Franken bei. Der Regierungsrat beantragt dem Grossen
Rat, den Restbetrag in Höhe von 3 Millionen Franken als Beitrag
des Kantons Basel-Stadt an das Bauvorhaben zu genehmigen.
In
der näheren Umgebung der Baustelle für die geplante Halle für
Wechselausstellungen des Museums der Kulturen sind bei früheren
Grabungen spätkeltische Gruben, römische Gebäude und
Befestigungen, mittelalterliche Gräber und Teile des ehemaligen
Augustinerklosters gefunden worden. Die Neugestaltung des Schürhofs
im Sinne des Projektvorschlages der Architekten setzt eine
systematische Untersuchung dieses Baufelds durch die archäologische
Bodenforschung voraus. Diese müssen von Gesetzes wegen durch den
Kanton finanziert werden. Der Regierungsrat beantragt deshalb dem
Grossen Rat die Genehmigung eines entsprechenden Kredits von
370'000 Franken.
Schwerverletzter
Mann verstorben
BERN.
Am 7. August 2003 war es in Gsteigwiler zu einem Zusammenstoss
zweier Zugskompositionen der Berner-Oberland-Bahnen gekommen.
Dabei wurden insgesamt 64 Personen verletzt, eine davon schwer.
Diese schwer verletzte Person, ein 53-jähriger Schweizer, ist am
frühen Montag Morgen, 18. August 2003 im Universitätsspital Zürich
an den Folgen der Verletzungen verstorben.
Arbeitslosenstatistik
Juli 2003; neuer Höchststand
HERISAU.
Die Arbeitslosigkeit in Appenzell Ausserrhoden hat im Monat Juli
2003 erneut spürbar zugenommen. Insgesamt sind 861 Personen zur
Stellensuche eingeschrieben. Dies entspricht gegenüber dem
Vormonat mit 814 Personen einer Zunahme von 47. Damit wird ein
neuer Höchststand erreicht. Der bisherige Höchststand stammt vom
Dezember 1993 mit insgesamt 821 Stellensuchenden. Vom Total von
861 Personen gelten deren 255 als nicht arbeitslose
Stellensuchende, weil sie entweder einem Zwischenverdienst
nachgehen (155) oder in eine der verschiedenen arbeitsmarktlichen
Massnahmen eingebettet sind. Auch die Zahl der arbeitslosen
Stellen- suchenden hat innert Monatsfrist um 35 Personen (von 571
im Juni auf 606 im Juli) zugenommen, so dass die Arbeitslosenquote
- Verhältnis von arbeitslosen Stellensuchenden zum Total der
Erwerbstätigen gemäss Volkszählung 2000 - von 2.0 % auf 2.1 %
anstieg.
Kantonsreferendum:
Staatsrechnungskommission beantragt Ablehnung
AARGAU.
Die Staatsrechnungskommission (SRK) des Kantons Aargau
beantragt dem Grossen Rat, das Kantonsreferendum abzulehnen. Sie
begrüsst das Steuerpaket 2001 des Bundes mehrheitlich. Die grossrätliche
Staatsrechnungskommission hat sich an ihrer Sitzung vom 15. August
2003 mit 8 zu 5 Stimmen bei 2 Enthaltungen gegen das
Kantonsreferendum ausgesprochen.
Waldbrandgefahr
- es gilt weiterhin: Keine Feuer im Wald
THUN.
Die Waldbrandgefahr in Thun, im Amtsbezirk und in Teilen des
Berner Oberland bleibt bestehen. Die Abteilung Sicherheit
und die Feuerwehr Thun bitten
die Bevölkerung um Beachtung und Aufmerksamkeit.
Trotz
der Niederschläge vom vergangenen Wochenende bleibt
infolge der wochenlangen Trockenperiode und Hitze die akute
Waldbrandgefahr bestehen.
Bis länger andauernde ergiebige Niederschläge fallen, verschärft
sich die Situation täglich.
Deshalb ist es verboten, im Wald und in Waldesnähe wie
auch in der Nähe von abgedörrten Feldern Feuer zu
entfachen oder brennende Raucherwaren
wegzuwerfen.
Die
Gemeinde Thun bittet deshalb die Bevölkerung deshalb mit
Nachdruck, aufmerksam zu sein und Beobachtungen von Rauch
oder Feuer im Wald sofort
an Polizei und Feuerwehr zu melden. Der Vorsteher der Direktion
Sicherheit der Stadt Thun, Heinz Leuenberger verleiht der
erlassenen Warnung der Waldabteilung
3 Nachdruck und appelliert an die Verantwortung der Thuner
Bevölkerung. Nur bei hoher Achtsamkeit und rascher
Alarmierung im Ereignisfall können
verheerende Brände verhütet werden. Die Direktion Sicherheit der
Stadt Thun dankt der
Bevölkerung für ihre Mithilfe.
Die
Feuerbrandkontrolleure sind unterwegs
AARAU.
In diesen Tagen sind die Feuerbrandkontrolleure der Aargauer
Gemeinden unterwegs. Nebst der alljährlichen Befallskontrolle
werden zusätzlich "Schutzobjekte" erfasst, um welche
das Neuanpflanzen von Weissdorn verboten wird. Die Fachstelle
Pflanzenschutz bittet alle Grundstückbesitzerinnen und -besitzer,
den Gemeindekontrolleurinnen und -kontrolleuren freien Zugang zu
den privaten Grundstücken zu gewähren.
Umweltschutz
als Daueraufgabe für hohe Lebensqualität
ZÜRICH.
Der Umweltbericht 2003 der Stadt Zürich mit den Schwerpunktthemen
Umweltschutz, Verkehr, Energie, Siedlung, Luft, Lärm, Wasser,
Abfall, Boden Natur und Landschaft, Gesundheit und Umwelt,
Elektrosmog, Johannesburg 2002 sowie Bevölkerungs-Befragung 2003
ist erschienen.
Der
Umweltbericht 2003 enthält eine Fülle spannender Informationen.
Wussten Sie beispielsweise, dass:
-45
Prozent aller Haushalte in der Stadt Zürich ohne Auto auskommen;
-jeden
Tag 322'000 Personen mit der Bahn die Stadtgrenze überqueren;
-innerhalb
der Stadt 37 Prozent der Wege zu Fuss zurückgelegt werden;
-im
Jahr 2002 rund 282 Millionen Fahrgäste die VBZ benutzt haben;
-mit
13 bis 18° französischer Härte das Zürcher Wasser relativ
weich ist und es deshalb für eine perfekt saubere Wäsche nur
wenig Waschmittel braucht;
-die
Stadt Zürich den Gewässerpreis 2003 erhalten hat;
-beim
Altpapier-Sammeln die Stadtzürcherinnen und Stadtzürcher mit 72
Kilogramm pro Person und Jahr zwar Spitze sind, aber die
Kehrichtsäcke immer noch mit einem Viertel kompostierbarem Abfall
gefüllt werden;
-1'200
Pflanzenarten in der Stadt Zürich heimisch und 600 Naturobjekte
in einem Inventar festgehalten sind;
-336
Mobilfunkantennen auf dem Stadtgebiet in Betrieb sind;
-wir
mit unserem Lebensstil 2.6 Planeten Erde bräuchten, um
langfristig überleben zu können?
Im
Umweltbericht 2003 der Stadt Zürich sind aktuelle Problembereiche
ersichtlich:
-Die
Zürcher Luft: Obwohl diese in den letzten Jahren besser geworden
ist, geben zwei Schadstoffe immer wieder zur Sorge Anlass. Im
Sommer werden regelmässig die Grenzwerte von Ozon überschritten.
Die Hitzewellen in den Jahren 2002/2003 brachten Extremwerte, die
nicht mehr für möglich gehalten
wurden. In der kälteren Jahreszeit belastet lungengängiger
Feinstaub (PM10) unsere Gesundheit. In der Stadt Zürich
bildet PM10 das grösste luftschadstoffbedingte Krebsrisiko.
-Die
Lärmbelastung: Nach wie vor sind rund 120'000 Personen in ihrem
direkten Wohnumfeld einem Strassenlärm ausgesetzt, der über dem
gesetzlich vorgeschriebenen Immissionsgrenzwert liegt. Rund 20'000
Einwohnerinnen müssen mit Belastungen über dem Alarmwert
leben. Auch Veranstaltungslärm wird immer öfter als störend
empfunden. Zudem würden die geplanten Südanflüge die Bevölkerung
in Zürich-Nord zusätzlich
mit Lärm belasten. Der motorisierte Strassenverkehr: Er
gilt als Hauptursache von schlechter Luft und zu viel Lärm. In
der Bevölkerungs-Befragung 2003 nannten die Zürcherinnen und Zürcher
den Verkehr als grösstes Problem. 29 Prozent finden, es fahren
schlicht zu viele Autos durch die Stadt.
Zürich
mit höchster Kaufkraft - Oslo teuerste Stadt
ZÜRICH.
Die europäischen Städte Oslo, Zürich, Kopenhagen und London zählen,
zusammen mit Hongkong und Tokio, zu den teuersten der Welt. An der
Spitze der Kaufkraft Rangliste liegen die Schweizer Städte Zürich,
Genf und Basel sowie Los Angeles und Luxemburg. Die neue Ausgabe
der UBS-Analyse «Preise
und Löhne» vergleicht die Kaufkraft in 70 Städten rund um die
Welt anhand detaillierter Erhebungen zu Lebenshaltungskosten und
Lohnniveau.
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