Bundesrat Samuel Schmid traf Fifa-Präsident Sepp Blatter

ZÜRICH. Bundesrat Samuel Schmid, Vorsteher des Eidg. Departementes für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), traf Fifa-Präsident Joseph S. Blatter am Sitz der Fifa in Zürich.

Rechte des Kindes

BERN. Der Bundesrat hat beschlossen, die beiden Vorbehalte zurückzuziehen, die die Schweiz bei der Ratifizierung des Übereinkommens über die Rechte des Kindes und des Pakts II der UNO angebracht hatte. Dieser Schritt erfolgt im Bestreben um Transparenz und Rechtssicherheit in der schweizerischen Rechtsordnung

Swisscom: stabiler Umsatz - gesteigertes Betriebsergebnis

BERN. Die Swisscom-Gruppe erzielte im ersten Halbjahr 2003 ein gutes Ergebnis: Bei stabilem Umsatz nahmen das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 7,2% auf CHF 2,43 Mrd. und die Nettoeinnahmen aus operativer Geschäftstätigkeit gar um 30,6% auf CHF 2,23 Mrd. zu.

Die Talfahrt im Bauhauptgewerbe setzt sich fort

ZÜRICH. Der «Lichtstreifen am fernen Horizont», den wir vor drei Monaten gemeint hatten zu sichten, bleibt zwar vorhanden, aber weiterhin ausser Reichweite.

Sahara-Geiseln in Zürich angekommen

ZÜRICH. Die Schweizer Sahara-Geiseln landeten heute auf dem Flughafen Zürich-Kloten. Sie waren vom Bundesratsjet in Köln abgeholt worden.

Schwerpunkte der Schweiz an der 58. Generalversammlung der Vereinten Nationen 

BERN. Der Bundesrat hat die Schwerpunkte genehmigt, die die Schweiz an der 58. Generalversammlung der Vereinten Nationen setzen will, sowie die Schweizer Delegation bestimmt, die an der Generaldebatte auf hoher Ebene teilnehmen wird.

Pascal Couchepin dankt den malischen, algerischen und deutschen Behörden

BERN. Bundespräsident Pascal Couchepin dankte am Mittwoch den deutschen, malischen und algerischen Behörden im Namen des Bundesrates für die Rolle, die diese Länder bei der Befreiung der vierzehn Sahara- Geiseln gespielt haben, unter denen sich auch vier Schweizer befanden.

Nationalbankgold und Nationalbankgewinne an Bund und Kantone

BERN. Der Bundesrat hat heute Botschaft und Bundesbeschluss über die Verwendung von 1'300 Tonnen Nationalbankgold ans Parlament verabschiedet. Gemäss Vorschlag des Bundesrats soll dieses für geldpolitische Zwecke nicht mehr benötigte Vermögen in seiner Substanz erhalten und durch einen Fonds bewirtschaftet werden.

Luftüberwachung wird ausgebaut

BERN. Die Überwachung der Lufthoheit der Schweiz wird ausgebaut und dadurch ausserdem die Flugsicherheit verbessert. Der Bundesrat hat entsprechende Grundsatzentscheide zur Einführung einer permanenten Luftraumüberwachung und zur Verbesserung bei der Finanzierung der Flugsicherung gefällt.

Armee XXI startbereit

BERN. Der Sicherheitspolitischen Kommission ist zugesichert worden, dass die Ausbildungsqualität der Armee XXI trotz des Entlastungsprogramms 2003 nicht eingeschränkt wird. Die Kommission spricht sich zudem für die Verlängerung des Swisscoy-Einsatzes bis zum 31. Dezember 2005 aus.

Ministerkonferenz der Frankophonie über die Informationsgesellschaft

BERN. Bundesrat Moritz Leuenberger, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK), wird die Schweizer Delegation an der Ministerkonferenz der Frankophonie über die Informationsgesellschaft anführen, die am 4. und 5. September 2003 in Rabat stattfindet.

 

 

20. August 2003

Bundesrat Samuel Schmid traf Fifa-Präsident Sepp Blatter

ZÜRICH. Bundesrat Samuel Schmid, Vorsteher des Eidg. Departementes für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), traf Fifa-Präsident Joseph S. Blatter am Sitz der Fifa in Zürich. Ziel des Gesprächs war ein Tour d'horizon zu aktuellen Fragen der Sportentwicklung auf nationaler und internationaler Ebene.

Spezielle Gesprächsthemen waren die Schnittstellen und gemeinsamen Anliegen von Fifa und Bund. So unter anderem die Situation der Fifa in der Schweiz, Infrastruktur- und Sicherheits-Anforderungen für Grossanlässe, Entwicklungsprogramme in Dritt-Welt-Ländern sowie Massnahmen gegen Doping, Gewalt und Misswirtschaft im Sport.

Rückzug der Vorbehalte zum Übereinkommen über die Rechte des Kindes

BERN. Der Bundesrat hat beschlossen, die beiden Vorbehalte zurückzuziehen, die die Schweiz bei der Ratifizierung des Übereinkommens über die Rechte des Kindes und des Pakts II der UNO angebracht hatte. Dieser Schritt erfolgt im Bestreben um Transparenz und Rechtssicherheit in der schweizerischen Rechtsordnung.

Bei der Ratifizierung des Übereinkommens über die Rechte des Kindes und des Internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte (Pakt II) hatte die Schweiz verschiedene Vorbehalte angebracht. Zwei Vorbehalte betrafen insbesondere den unentgeltlichen Beistand durch einen Dolmetscher bzw. einen amtlichen Verteidiger im Strafverfahren. Hier hatte die Schweiz angemerkt, dass dies die begünstigte Person nicht endgültig von der Zahlung der entsprechenden Kosten befreie.

Am 29. August 2000 zog die Schweiz ihre Vorbehalte zu Artikel 6 der Europäischen Menschenrechtskonvention zurück. In der Folge prüfte der Bundesrat die Möglichkeit, auch die entsprechenden Vorbehalte zurückzuziehen, die die Schweiz zu diesen beiden internationalen Instrumenten angebracht hatte. Die Schweiz ist nämlich verpflichtet, ihre Position zu überdenken, wenn ihre Vorbehalte zu internationalen Übereinkommen keine Rechtsgrundlage mehr haben, damit Transparenz und Rechtssicherheit gewährleistet sind.

Aus diesem Grund hat der Bundesrat nun beschlossen, die Vorbehalte zum Übereinkommen über die Rechte des Kindes und zum Pakt II zurückzuziehen. Dies hat keine besonderen Auswirkungen auf die Praxis, da die Grundsätze, die sich daraus ergeben, bereits beim Rückzug des Vorbehalts zu Artikel 6 der Europäischen Menschenrechtskonvention eingeführt wurden. Mit dem Rückzug wird lediglich das Recht auf unentgeltliche Beiziehung eines Dolmetschers und das Recht auf Rückerstattung der Kosten eines amtlichen Verteidigers durch den Staat bestätigt.

Swisscom: stabiler Umsatz - gesteigertes Betriebsergebnis

BERN. Die Swisscom-Gruppe erzielte im ersten Halbjahr 2003 ein gutes Ergebnis: Bei stabilem Umsatz nahmen das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 7,2% auf CHF 2,43 Mrd. und die Nettoeinnahmen aus operativer Geschäftstätigkeit gar um 30,6% auf CHF 2,23 Mrd. zu. Dank konsequentem Kostenmanagement sanken die operativen Kosten der Gruppe um CHF 140 Mio. auf CHF 4,8 Mrd. Der Reingewinn der Swisscom-Gruppe stieg um 22,1% auf CHF 952 Mio. Das Unternehmen plant für 2003 Investitionen in der Höhe von rund CHF 1,3 Mrd. Swisscom rechnet für das Geschäftsjahr 2003 mit einem leicht rückläufigen Umsatz und einem Betriebsergebnis (EBITDA) mindestens in der Höhe des Vorjahres (CHF 4,4 Mrd.).

Die Talfahrt im Bauhauptgewerbe setzt sich fort

ZÜRICH. Der «Lichtstreifen am fernen Horizont», den wir vor drei Monaten gemeint hatten zu sichten, bleibt zwar vorhanden, aber weiterhin ausser Reichweite. Die per Stichtag 30. Juni 2003 durchgeführte Konjunkturerhebung des Schweizerischen Baumeisterverbandes (SBV) hält für das 1. Halbjahr 2003 die Fortsetzung der seit Ende 2000 negativen Entwicklung im Bauhauptgewerbe fest. Sowohl von öffentlicher als auch von privater Seite werden immer weniger Bauinvestitionen getätigt; der Rückgang der Auftragseingänge führt zu einer Reduktion der Bautätigkeit und der Umsätze. Die Trendwende, die zuerst im privaten Hochbausektor stattfinden soll, lässt weiter auf sich warten.

Der Auftragseingang im 1. Semester 2003 liegt gesamthaft rund 9,5% unter demjenigen des Vorjahres. Die Abnahme beträgt nominell, d.h. zu laufenden Preisen, im Hochbau 1,0%, und im Tiefbau 18,7%. Ohne Berücksichtigung der in den Jahren 2001 und 2002 vergebenen NEAT-Gotthard-Bauhauptlose, beträgt der Rückgang gesamthaft «nur» noch 0,9%, davon 1,0% im Hochbau und 0,7% im Tiefbau. Betrachtet man die kumulierten Jahreswerte zwischen Juli 2000 und Juni 2003 zeigt sich das wahre Ausmass der Talfahrt bei den Bauinvestitionen: die Reduktion der Aufträge jeweils im 1. Semester beträgt gesamthaft 20,8%, davon 3,3% für den Hochbau und 35,9% im Tiefbau! Trotz Investitionen in grosse Infrastrukturprojekte (andere haben weitgehend gefehlt!), nahmen die Auftragseingänge während der letzten drei Jahre kontinuierlich ab. Davon betroffen sind in nahezu allen Kantonen sowohl der Hochbau als auch der Tiefbau, wenn auch nicht überall gleichzeitig.

Die ins Stocken geratenen Investitionen, sowie die langen Realisierungszeiten der grossen Infrastrukturbauten, führen zu einer Abschwächung der Bautätigkeit. So liegen die Umsätze des 1. Semesters 2003 nominell 5,7% unter denjenigen des 1. Halbjahres 2002; die Abnahme betrifft den Hochbau (–6,2%) und den Tiefbau (–5,1%) in etwa gleichermassen. Die Bautätigkeit ist somit wieder auf dem tiefen Stand vom Ende der 90er Jahre.

Im Quartalsvergleich nahm der Arbeitsvorrat 1) per 1. Juli 2003 gegenüber dem 1. April 2003 gesamthaft um 5,5% ab (Hochbau –2,6%, Tiefbau –7,6%). Im Jahresvergleich ist die Abnahme sogar etwas stärker (insgesamt –8,2%, bzw. –1,5% im Hochbau und –13,9% im Tiefbau). Dieser «NEAT-bereinigte Vorrat» entspricht nach unseren Schätzungen einer durchschnittlichen Auslastung der vollen Kapazitäten von 5,1 Monaten im Hochbau und 7,5 Monaten im Tiefbau (Vorquartal: 5,4 bzw. 7,5 Monate, Vorjahr: rund 5,1 bzw. 7,6 Monate). Von diesem Vorrat werden im dritten Quartal 2003 schätzungsweise 49% im Hochbau und 36% im Tiefbau abgebaut bzw. realisiert (Bauvorhaben). Dass die Auslastung, gemessen an den Kapazitäten, etwa konstant bleibt, d.h. weniger abnimmt als der Vorrat, lässt auf einen leichten Abbau der Kapazitäten bei den Bauunternehmungen schliessen.

Tatsächlich verzeichnet man bei den Vollbeschäftigten im Bauhauptgewerbe, deren Zahl in diesem Quartal nicht vollständig erhoben wurde, eine geschätzte Abnahme von rund 5,5% im Vergleich zum 1. Semester 2002. Der Rückgang verteilt sich gleichmässig zwischen Betriebspersonal und technischem/kommerziellem Stab.

Im Baubetriebsinventar liegen die Ausgaben für Neuinvestitionen insgesamt rund 27% über dem Niveau des Vorjahressemesters; auch hier sind bedeutende regionale Unterschiede festzuhalten, welche nicht nur die verschiedenen Geschäftsaussichten, sondern auch die in letzter Zeit unterschiedlich getätigten Investitionen widerspiegeln (so z.B. im Kanton Zürich, wo jetzt ein Minus von rund 75% zu verzeichnen ist, nach den extrem hohen Werten der letzten zwei Jahre im Zusammenhang mit den vergebenen Infrastrukturprojekten; im weiteren zählen dazu rechnerische Abgrenzungen mit dem Nachbarkanton Aargau).

Ergänzend zur SBV-Erhebung meldet die KOF/ETH aufgrund ihrer eigenen Umfrage vorsichtige Zukunftserwartungen seitens der Unternehmen. Diese rechnen mittelfristig weiter mit einem unveränderten Rückgang der Auftragseingänge mit weiteren Preissenkungen, insbesondere im Tiefbau, welcher mittelfristig deutlich schrumpfen.

Sahara-Geiseln in Zürich angekommen

ZÜRICH. Die Schweizer Sahara-Geiseln landeten heute auf dem Flughafen Zürich-Kloten. Sie waren vom Bundesratsjet in Köln abgeholt worden.

Zum Empfang waren Angehörige und Freunde angereist. Auch Bundesrätin Micheline Calmy-Rey sowie weitere Behördenvertreter waren vor Ort.

Die freigelassenen Geiseln waren in der Nacht mit einem Airbus der deutschen Luftwaffe von Mali nach Köln geflogen worden. Die vier Schweizer, neun Deutschen und der Niederländer waren Ende Februar in Algerien verschleppt und am Montag in Mali freigelassen worden.

Schwerpunkte der Schweiz an der 58. Generalversammlung der Vereinten Nationen

BERN. Der Bundesrat hat die Schwerpunkte genehmigt, die die Schweiz an der 58. Generalversammlung der Vereinten Nationen setzen will, sowie die Schweizer Delegation bestimmt, die an der Generaldebatte auf hoher Ebene teilnehmen wird. Die 58. Generalversammlung der Vereinten Nationen wird am 16. September 2003 in New York eröffnet.

Die Schweiz wird sich zum zweiten Mal seit ihrem Beitritt am 10. September 2002 als UNO-Vollmitglied an der Arbeit der Generalversammlung beteiligen. Dies bietet für unser Land die Gelegenheit, ein starkes politisches Zeichen zu setzen für die universelle Rolle der UNO und die Prinzipien, die sie verteidigt.

Bundespräsident Pascal Couchepin wird sich am 23. September, zu Beginn der Generaldebatte auf hoher Ebene, an die Generalversammlung wenden. Die Vorsteherin des EDA, Bundesrätin Micheline Calmy-Rey, wird ihrerseits an mehreren wichtigen Veranstaltungen teilnehmen und bilaterale Gespräche mit Amtskollegen führen, die sich zu dieser Zeit in New York aufhalten.

Die Schweizer Delegation wird sich auf die folgenden Schwerpunkte konzentrieren:

Stärkung der Rolle der UNO und Umsetzung der Reformen: Eines der wichtigsten Anliegen der Schweiz bleibt die kontinuierliche Verbesserung des Zusammenhalts sowie der Kohärenz und der Effizienz der Aktivitäten der UNO. Dies ist eine unerlässliche Voraussetzung, damit die UNO als Ganzes und ihre verschiedenen Organisationen die wachsende Zahl von Herausforderungen in einem sich rasch verändernden Umfeld bewältigen kann.

Umsetzung der Millenniums-Entwicklungsziele – Engagement für eine nachhaltige Entwicklung: Die Schweiz teilt die Ziele der UNO beim Aufbau einer friedlicheren, wohlhabenderen und gerechteren Welt. Unser Land will deshalb die Umsetzung der Millenniums-Entwicklungsziele unterstützen, das Engagement für die nachhaltige Entwicklung in den Bereichen Wirtschaft, Soziales und Umwelt fortsetzen und dafür sorgen, dass diese Bereiche im UNO-System koordiniert angegangen werden. Die Frage der Entwicklungsfinanzierung gilt es weiterzuverfolgen.

(http://www.un.org/french/milleniumgoals/)

Förderung der menschlichen Sicherheit: Die Schweiz setzt sich ein für eine bessere Ausrichtung der Prioritäten der UNO auf Aktivitäten, die die menschliche Sicherheit betreffen. Dies umfasst die Förderung von Frieden und Sicherheit durch Rüstungskontrolle und Abrüstung, die Förderung und den Schutz der Menschenrechte, die humanitäre Politik und den Schutz der natürlichen Ressourcen als Grundlage für das menschliche Leben.

Neben diesen drei Schwerpunkten wird sich die Schweiz aktiv an der Arbeit der Kommissionen der Generalversammlung in den folgenden Bereichen beteiligen: Definition der Rolle der Vereinten Nationen im Irak, Friedensprozess im Nahen Osten, Engagement bei der Bekämpfung von HIV/AIDS, Unterstützung des Weltinformationsgipfels, dessen erster Teil im Dezember 2003 in Genf stattfinden wird, Stärkung der Rolle des Sports im Dienste von Frieden und Entwicklung, Beteiligung an den laufenden Überlegungen zum Thema Migration, Budgetfragen, Bekämpfung des Terrorismus und dessen Finanzierung sowie Unterstützung des Internationalen Strafgerichtshofs.

Pascal Couchepin dankt den malischen, algerischen und deutschen Behörden

BERN. Bundespräsident Pascal Couchepin dankte am Mittwoch den deutschen, malischen und algerischen Behörden im Namen des Bundesrates für die Rolle, die diese Länder bei der Befreiung der vierzehn Sahara- Geiseln gespielt haben, unter denen sich auch vier Schweizer befanden. Der Bundesrat dankte Deutschland während eines Telefongesprächs mit Kanzler Gerhard Schröder «für die Effizienz der deutschen Dienststellen in der Behandlung der Geiselaffäre. Dies ist einmal mehr ein Beweis für die ausgezeichneten Beziehungen zwischen der Schweiz und Deutschland, die von wahrer Freundschaft geprägt sind», fügte Herr Couchepin bei.

Der Bundespräsident sprach auch dem malischen Präsidenten Amadou Touré und dem algerischen Präsidenten Abdelaziz Bouteflika seinen Dank aus. Mit letzterem hatte Pascal Couchepin die Geiselfrage bereits bei dessen Aufenthalt in Lausanne vor dem erweiterten G-8- Gipfel erörtert.

Pascal Couchepin zeigte seine Freude über den glücklichen Ausgang der Geiselnahme für die vier Schweizer Bürger. Er appellierte auch an die Schweizer Bevölkerung, sich gut über die Sicherheitslage in den Ländern zu erkundigen, in denen sie ihre Ferien zu verbringen gedenken. Das Eidgenössische Departement für Auswärtige Angelegenheiten unterhält zu diesem Zweck eine Webseite mit Hinweisen für Reisende.

Nationalbankgold und Nationalbankgewinne an Bund und Kantone

BERN. Der Bundesrat hat heute Botschaft und Bundesbeschluss über die Verwendung von 1'300 Tonnen Nationalbankgold ans Parlament verabschiedet. Gemäss Vorschlag des Bundesrats soll dieses für geldpolitische Zwecke nicht mehr benötigte Vermögen in seiner Substanz erhalten und durch einen Fonds bewirtschaftet werden. Die Erträge sollen während 30 Jahren zu einem Drittel an den Bund und zu zwei Dritteln an die Kantone ausgeschüttet werden. Gleichzeitig hat der Bundesrat auch die Stellungnahme zur Initiative "Nationalbankgewinne für die AHV" ans Parlament überwiesen. Diese Initiative sieht vor, die Nationalbankgewinne künftig an den AHV-Fonds auszuschütten. Vorbehalten bliebe 1 Milliarde Franken jährlich für die Kantone. Die Initiative wird zur Ablehnung empfohlen.

Luftüberwachung wird ausgebaut

BERN. Die Überwachung der Lufthoheit der Schweiz wird ausgebaut und dadurch ausserdem die Flugsicherheit verbessert. Der Bundesrat hat entsprechende Grundsatzentscheide zur Einführung einer permanenten Luftraumüberwachung und zur Verbesserung bei der Finanzierung der Flugsicherung gefällt.

Zukünftig wird die Luftwaffe die Luftlage permanent überwachen und analysieren. Gleichzeitig kann skyguide auf die von der Luftwaffe mit Hilfe von Primärradaren erstellte Luftlage zugreifen. Weiter hat der Bundesrat beschlossen, das Finanzierungssystem der Flugsicherung in der Schweiz zu verbessern.

Botschaft über das Zweite Protokoll zum Haager Abkommen von 1954 für den Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten

BERN. Der Bundesrat hat die Botschaft über das Zweite Protokoll vom 26. März 1999 zum Haager Abkommen von 1954 für den Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten verabschiedet. Das im Rahmen der UNESCO erarbeitete Zweite Protokoll trägt den Entwicklungen in den Bereichen des humanitären

Völkerrechts, des internationalen Strafrechts und des Rechts zum Schutz von Kulturerbe Rechnung.

Das Zweite Protokoll bringt gegenüber dem Haager Abkommen von 1954 grundlegende Neuerungen: Dazu gehört eine detaillierte Regelung der strafrechtlichen Verfolgung schwerer Verstösse gegen den Kulturgüterschutz. Sämtliche Bestimmungen des Zweiten Protokolls sind nicht nur auf internationale, sondern auch auf innerstaatliche bewaffnete Konflikte

anwendbar. Im Bereich der Prävention verpflichtete bereits das Haager Abkommen die Vertragsstaaten, schon in Friedenszeiten für den Schutz des Kulturguts vor den absehbaren Folgen eines bewaffneten Konflikts zu sorgen. Das Zweite Protokoll enthält nun eine Auflistung von präventiven Massnahmen wie z.B. die Erstellung von Verzeichnissen zur Sicherung des Kulturguts. Es sieht ausserdem einen verbesserten Schutz für die bedeutendsten Kulturgüter der Menschheit vor.

Ausrichtung der Revision des Lotteriegesetzes ist umstritten

BERN. Der Bundesrat hat am Mittwoch von den Ergebnissen der Vernehmlassung Kenntnis genommen. Die Revisionsbedürftigkeit des 80- jährigen Gesetzes wurde anerkannt. Der Gesetzesentwurf für die Revision des Lotteriegesetzes ist in der Vernehmlassung indessen mehrheitlich kontrovers aufgenommen worden. Einerseits wurde die Beibehaltung des Lotteriemonopols der Kantone gefordert, anderseits wurde eine Marktöffnung im Lotteriebereich

verlangt. Das EJPD wird dem Bundesrat bis Ende 2003 Vorschläge für das weitere Vorgehen unterbreiten.

Die Ziele des Gesetzesentwurfes, der von einer aus Vertretern des Bundes und der Kantone zusammengesetzten Expertenkommission ausgearbeitet worden war, wurden in der Vernehmlassung positiv aufgenommen: Mit der Revision des Lotteriegesetzes sollen korrekt und transparent durchgeführte Lotterien und Wetten gewährleistet und die Gesellschaft vor schädlichen Auswirkungen der Spiele geschützt werden. Die Reinerträge aus den Spielen sollen zudem weiterhin gemeinnützigen oder wohltätigen Vorhaben zugute kommen.

Grösstenteils unbestritten waren ferner die Beibehaltung der Kompetenz der Kantone zur Verteilung der Mittel aus den Lotterie- und Wettfonds, die Schaffung einer zentralen Instanz für die Bewilligung und Beaufsichtigung von Grossveranstalterinnen sowie die vorgeschlagenen Neuerungen bei der Besteuerung der Spielgewinne (Wechsel von der Verrechnungssteuer zur Quellensteuer).

Monopol contra Marktöffnung

Einige wichtige Punkte des Gesetzesentwurfs waren hingegen umstritten, wobei die Stossrichtung der Kritik angesichts der völlig unterschiedlichen Erwartungen an das neue Lotteriegesetz diametral auseinander ging.

Die Fachdirektorenkonferenz, die Kantone und die zwei grossen Lotteriegesellschaften (Interkantonale Landeslotterie, Loterie Romande) setzten sich entschieden für die Beibehaltung des Status quo (Lotteriemonopol der Kantone) ein und sprachen sich gegen eine beschränkte Marktöffnung für neue Grossveranstalterinnen aus. Diese Kreise forderten zudem, auf die Festlegung von engen Schranken bei der Ausgestaltung der Spiele (maximale Auszahlungsquote) zu verzichten, den Bundessteuersatz zu senken und von einer Unterstellung der Lotterie- und Wettveranstalter unter das Geldwäschereigesetz abzusehen.

Die Spitzenverbände (Arbeitgeberverband, economiesuisse, Gewerkschaftsbund), Hilfswerke und Umweltschutzorganisationen sowie die Spielbanken- und Geldspielautomatenbranche forderten hingegen eine Marktöffnung. Sie kritisierten, dass der Gesetzesentwurf das Lotteriemonopol zementiere und damit einseitig die Kantone und die zwei von ihnen beherrschten Lotteriegesellschaften begünstige.

Armee XXI startbereit

BERN. Der Sicherheitspolitischen Kommission ist zugesichert worden, dass die Ausbildungsqualität der Armee XXI trotz des Entlastungsprogramms 2003 nicht eingeschränkt wird. Die Kommission spricht sich zudem für die Verlängerung des Swisscoy-Einsatzes bis zum 31. Dezember 2005 aus. Sie ist mit dem Einsatz grösstenteils zufrieden, bedauert aber, dass die für die Begleitung der Auslandeinsätze vorgesehene ausserparlamentarische Kommission noch nicht gebildet worden ist. Im Übrigen wurde sie über die über die Brände, welche auf dem Übungsplatz Hinterrhein bei Panzermanövern verursacht, zufrieden stellend informiert.

Ministerkonferenz der Frankophonie über die Informationsgesellschaft

BERN. Bundesrat Moritz Leuenberger, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK), wird die Schweizer

Delegation an der Ministerkonferenz der Frankophonie über die Informationsgesellschaft anführen, die am 4. und 5. September 2003 in Rabat stattfindet. Die Konferenz dient der Vorbereitung der Frankophonie auf den Weltgipfel über die Informationsgesellschaft (WSIS). Der erste Teil des Weltgipfels findet vom 10. bis zum 12. Dezember 2003 in der Schweiz, in Genf, statt.

 

 

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