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win.03:
93 Einzelmassnahmen und 22 Projekte
WINTERTHUR.
Zur Sanierung des städtischen Finanzhaushaltes hat der Stadtrat
das in Aussicht gestellte Projekt win.03 verabschiedet. Es umfasst
93 Einzelmassnahmen mit einem jährlichen Sparvolumen von 14 Mio.
Franken ab 2004, 25 Mio. Franken ab 2005 und 30 Mio. Franken ab
2006. Zusätzlich werden in einer zweiten Phase zur weiteren
Entlastung des Haushalts 22 Projekte für amts- und departementsübergreifende
Reformen der Stadtverwaltung lanciert.
Das
Projekt win.03 war vom Stadtrat initiiert worden, nachdem die
letztjährige Rechnung mit einem 40-Millionen-Defizit
abgeschlossen hatte, was zu einem Bilanzfehlbetrag von 16
Millionen Franken führte. Bereits in den Jahren zuvor war der
Finanzhaushalt der Stadt sehr angespannt gewesen und es mussten
verschiedentlich finanzielle Rückschläge zulasten des
Eigenkapitals in Kauf
genommen werden. Seit über zehn Jahren bezieht die Stadt
Steuerfussausgleichsleistungen des Kantons in teils beträchtlicher
Höhe.
Das
Projekt win.03 wird in zwei zeitlich gestaffelten Phasen durchgeführt.
In der ersten Phase wurden 93 Einzelmassnahmen zur Sanierung des
städtischen Finanzhaushalts erarbeitet und zur Umsetzung
vorbereitet. In der zweiten Phase sollen ab kommenden Herbst 22
amts- und departementsübergreifende Projekte für Reformen in der
Verwaltung mit einem Sparpotenzial in zweistelliger Millionenhöhe
in Angriff genommen werden.
Weiterbeschäftigung
von ProfessorInnen über den Altersrücktritt
hinaus möglich
ZÜRICH.
Die Universität Zürich soll einzelne Professorinnen und
Professoren über das ordentliche Rücktrittsalter von 65 Jahren
hinaus weiter beschäftigen können. Der Regierungsrat hat auf
Antrag des Universitätsrats die entsprechende Änderung der
Personalverordnung der Universität genehmigt. Privatrechtliche
Verträge sollen massgeschneiderte Lösungen ermöglichen und der
Universität den notwendigen Handlungsspielraum bei der
personellen Erneuerung gewähren. Die Beschäftigung über das
ordentliche Rücktrittsalter hinaus soll nur ausnahmsweise und auf
begrenzte Zeit möglich sein. Bei den weiteren Änderungen in der
Personalverordnung der Universität geht es unter anderem um die
Stellung der nebenamtlichen Professoren, die derjenigen der
hauptamtlichen Professoren angeglichen wird.
Studienberatung
Aargau
AARAU.
Jedes Jahr stehen gegen 1000 Mittelschüler und Mittelschülerinnen
vor der Frage, was sie nach der Matura, dem Diplom machen sollen.
Die neue Veranstaltungsreihe der Studienberatung Aargau
informaktuell informiert über Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten
und bietet den Teilnehmenden die Gelegenheit, ihre Fragen in der
Studienberatung zu diskutieren.
Im
Rahmen der Veranstaltungsreihe informaktuell werden Themen
aufgegriffen, die häufig in den Beratungen angesprochen werden.
Es werden Fragen beantwortet wie: "Ich habe noch keine
Ahnung, was ich machen soll. Soll ich überhaupt studieren?"
oder "Ich möchte einen kreativen Job. Was gibt es da für Möglichkeiten?"
oder "Soll ich ein Zwischenjahr machen? Bringt das etwas oder
ist das nur verschwendete Zeit?". informaktuell vermittelt
grundlegende Informationen und zeigt auf, wie die Teilnehmenden
ihrer Studienwahl einen entscheidenden Schritt näher kommen
Die
Veranstaltungen finden in Aarau und in Wettingen statt. Das genaue
Programm, Angaben zu den Veranstaltungsorten und weitere
Informationen sind auf der Homepage der Studienberatung Aargau zu
finden: www.ag.ch/studienberatung.
Sanierungspotenzial
04 unverändert
ZÜRICH.
Der Zürcher Regierungsrat hat im Frühjahr beschlossen, 144
Einzelmassnahmen im Umfang von 1,474 Milliarden Franken innerhalb
des Sanierungsprogramms 04 umzusetzen. Seither wurden die
Massnahmen überprüft und detailliert. Dabei hat sich gezeigt,
dass aus unterschiedlichen Gründen Änderungen an rund einem
Drittel der festgelegten Massnahmen notwendig sind. Einige
Massnahmen müssen inhaltlich und im Sanierungspotenzial angepasst
werden, andere Massnahmen sind zu ersetzen oder werden ersatzlos
gestrichen. Am Sanierungspotenzial wurde nichts verändert.
Sanierung
der N1 bis Thurgauer Kantonsgrenze
ZÜRICH.
Der Zürcher Regierungsrat hat für die Erneuerung der
Nationalstrasse N1 im Abschnitt Winterthur-Ohringen bis zur
Thurgauer Kantonsgrenze einen Kredit von 11 Millionen Franken
bewilligt. An diesem längeren Teilstück werden im Rahmen eines
Projekts sowohl die Fahrbahn, die Brücken, die Signalisation und
die elektronischen Anlagen saniert. Dieses Vorgehen ermöglicht,
die Arbeiten besser aufeinander abzustimmen, was sich positiv auf
die Gesamtkosten auswirkt. Die Projektierung startet im Verlauf
dieses Jahres, der Baubeginn ist auf das Jahr 2006 geplant.
Klinik
Rheinau wird zum Psychiatriezentrum Rheinau
ZÜRICH.
Der Regierungsrat des Kantons Zürich hat die Umbenennung der
«Kantonalen Psychiatrischen Klinik Rheinau» in «Psychiatriezentrum
Rheinau» bewilligt. Auftrag und Struktur der «Kantonalen
Psychiatrischen Klinik Rheinau» haben sich im Laufe der letzten
Jahre im Zusammenhang mit der Umsetzung des Zürcher
Psychiatrie-Konzeptes verändert. Aus diesem Grund beschloss die
Klinikleitung die Neuorganisation der Institution mit einem neuen
Namen abzuschliessen. Mit der Bezeichnung «Psychiatriezentrum
Rheinau» und einem eigenen Signet sollen die diversen überregionalen
Spezialangebote, die Forensische Psychiatrie und Neuropsychiatrie
sowie ein Wohnheim einbezogen werden.
Altlastensanierung
des Hölkenareals in Winterthur
ZÜRICH.
Der Zürcher Regierungsrat hat einen Kredit von 1,3 Millionen
Franken gesprochen für die Altlastensanierung des Hölkenareals
in Winterthur. Auf der Hölkenparzelle und der angrenzenden
Eulachparzelle befinden sich zwei sanierungsbedürftige
Schadstoffherde mit chlorierten Kohlenwasserstoffen (CKW). Diese
beiden Grundstücke befinden sich im Eigentum der Stadt Winterthur
und des Kantons Zürich. Damit die Kosten für die
Altlastensanierung optimiert werden können, führen die Stadt
Winterthur und die Baudirektion als Vertreterin des Kantons die
Sanierung in einem gemeinsamen Projekt durch. Die Stadt Winterthur
wird als Bauherrin für die Sanierung beider Grundstücke
auftreten. Sämtliche bei der Sanierung anfallenden Kosten werden
für beide Grundstücke getrennt ausgewiesen und vom jeweiligen
Grundeigentümer getragen. Über die definitive,
verursachergerechte Verteilung der Sanierungskosten, wie sie das
Umweltschutzgesetz vorsieht, soll zu einem späteren Zeitpunkt
entschieden werden. Die Stadt Winterthur hat am Montag in einer
Mitteilung in Aussicht gestellt, mit der Altlastensanierung im Frühjahr
2004 zu beginnen.
32
Listen und 964 Kandidierende im Kanton Zürich
ZÜRICH.
Für die Nationalratswahlen 2003 wurden von Parteien und diversen
Gruppierungen im Kanton Zürich bis zum Wahlanmeldeschluss vom
vergangenen Montag 32 Wahlvorschläge eingereicht, 1999 waren es
28 Wahlvorschläge. Insgesamt 964 Personen, davon 372 Frauen (38,6
Prozent) möchten ins grosse eidgenössische Parlament gewählt
werden.
Neues
Buskonzeptfür Kreuzlingen und Konstanz
KREUZLINGEN.
Die Städte Kreuzlingen und Konstanz sowie die umliegenden
Gemeinden sollen mit dem öffentlichen Verkehr besser erschlossen
werden. In Kreuzlingen wurde ein neues, grenzüberschreitendes
Buskonzept vorgestellt, welches das Angebot von Regionalbus
und Stadtbus auf den Fahrplanwechsel vom Dezember 2004 markant
verbessert.
Um
das Umsteigen auf den öffentlichen Verkehr zu fördern, sollen
neben den Fahrplanverbesserungen auf den Buslinien attraktive
Tarife angeboten werden. Das grenzüberschreitende Buskonzept
tritt zum gleichen Zeitpunkt in Kraft, an dem der Stundentakt für
die Schnellzüge auf der Linie Konstanz-Zürich eingeführt wird.
Das ausgebaute Busangebot garantiert, dass die ganze Agglomeration
vom Anschluss an das schweizerische Schnellzugsnetz profitiert.
Die
Ausgestaltung der Behindertenpolitik
ST.
GALLEN. Die Zuständigkeiten im Behindertenbereich werden
zurzeit zwischen Bund und Kantonen neu aufgeteilt: zum einen im
Rahmen der Revision des Invalidengesetzes, zum andern in
Zusammenhang mit den finanziellen Entlastungsmassnahmen des
Bundes. In dieser Umbruchsituation suchten die
Behindertenorganisationen das Gespräch mit der St.Galler
Regierung. Diese betonte die Bereitschaft zur Ausgestaltung einer
kantonalen Behindertenpolitik
St.Galler
Bibliotheken verstärken ihre Zusammenarbeit
ST.
GALLEN. Verschiedene Neuerungen in den St.Galler Bibliotheken
zielen ab auf bessere Dienstleistungen für die Kundinnen und
Kunden. So bietet die "St.Galler Abfrage" neu die Möglichkeit,
Literatur gleichzeitig in allen St.Galler Bibliotheken zu finden.
Kundenfreundliche Verbesserungen gibt es aber auch bei den
Ausweisen, und durch regelmässige Einführungen geben die
Bibliotheken Gelegenheit, sich mit den Instrumenten der
Literaturrecherche und -beschaffung vertraut zu machen.
Disziplinaruntersuchung
gegen Mitglied des Schulrates eingeleitet
ST.
GALLEN. Die Regierung des Kantons St. Gallen hat gegen ein
Mitglied des Schulrates Abtwil-St.Josefen eine
Diziplinaruntersuchung eingeleitet. Die Untersuchung soll Fragen
beantworten, ob die betreffende Person ihre Schweigepflicht als
Mitglied des Schulrates verletzt hat, indem sie ratsinterne, nicht
für die Öffentlichkeit bestimmte schriftliche Iformationen nach
aussen getragen hat, und ob sie dadurch Persönlichkeitsrechte
verletzt hat.
Das
fragliche Mitglied des Schulrates Abtwil-St.Josefen hatte dem neu
gewählten Ratspräsidenten im Nachgang zur Wahl öffentlich
vorgeworfen, während des Wahlkampfes täuschende Angaben zu
seiner ursprünglichen Berufsausbildung gemacht zu haben. Die übrigen
Ratsmitglieder halten ihm sinngemäss vor, mit diesem Vorwurf das
Amtsgeheimnis verletzt zu haben; das Dokument, das eine - in der
Sache unbedeutende - unrichtige Angabe enthalten habe, sei dem Rat
mit dem ausdrücklichen Vorbehalt zur Kenntnis gebracht worden, für
den internen Gebrauch des Wahlausschusses bestimmt zu sein.
Die
Durchführung der Disziplinaruntersuchung obliegt der
Disziplinarkommission der Regierung. Diese wird zu gegebener Zeit
Antrag zum weiteren Vorgehen stellen.
Gründung
einer interkantonalen Umweltagentur
SARNEN.
Der Obwaldner Regierungsrat unterbreitet dem Kantonsrat
Bericht und Antrag zum Beitritt zur Vereinbarung über die Gründung
einer interkantonalen Umweltagentur.
Die
Umweltagentur der Zentralschweizer Kantone Uri, Schwyz, Obwalden,
Nidwalden, Luzern und Zug bezweckt die Beschaffung, Auswertung und
Verbreitung von Umweltdaten, den Aufbau von Messnetzen, die
Einrichtung und Führung von Datenzentralen, die Herstellung und
Pflege von Software für kommerzielle und technische Anwendungen,
die Übernahme von Vertretungen sowie den Erwerb und die
Verwertung von gewerblichen Schutzrechten. Die
Umweltdienstleistungen beschränken sich dabei nicht auf den Luftbereich, sondern können auch die weiteren
Umweltbereiche wie Lärm, Wasser, Boden oder den Verkehr umfassen.
Beitritt
zu einer Interkantonalen Vereinbarung
SARNEN.
Der Regierungsrat des Kantons Obwalden verabschiedet zuhanden des
Kantonsrates Bericht und Entwurf zu einem Kantonsratsbeschluss über
den Beitritt zur Interkantonalen Vereinbarung für Schulen mit
spezifisch-strukturierten Angeboten für Hochbegabte.
Die
neue Vereinbarung gilt für die Sekundarstufe I und II, nicht aber
für die Primarstufe, und umfasst alle Bereiche der Hochbegabung wie Musik,
bildende und gestaltende Kunst, Tanz, Theater, Sport sowie
allgemeine Hochbegabung in weiteren schulischen Fächern.
Bekämpfung
der Schafs-Klauenfäule
CHUR.
Eine systematische Sanierung der Schafsbestände gegen die Klauenfäule (Moderhinke) ist möglich, wie es die heutige
Situation in Graubünden
beispielhaft aufzeigt. Seit 1994 hat das kantonale
Veterinäramt konsequent bei den einheimischen Schafsbeständen
die Klauenfäule bekämpft.
Rückschläge waren insbesondere dann zu
verzeichnen, wenn einheimische und ausserkantonale
Schafbestände zur Alpsömmerung zusammengekommen sind. 2001 hat das
gesamtschweizerisch tätige
Beratungs- und Gesundheitsdienst für Kleinwiederkäuer BGK das Bündner Konzept zur Moderhinke-Bekämpfung übernommen und
es auch in anderen
Kantone eingeführt. Mitglieder des BGK lassen nun ihre Herden
nach dem Bündner Konzept kontrollieren. Seitdem gilt ein
Grossteil der Bündner
Schafhaltungen als moderhinkefrei respektive als nachhaltig
"saniert".
In
Graubünden sind rund 1000 Schafbetriebe (ca. 2/3 der Bündner
Schafbestände) Mitglieder beim BGK, der ab 2004 auch für
die weitere Moderhinkebekämpfung
im Kanton zuständig sein wird. Marktstatistiken
belegen den Erfolg der systematischen Moderhinkebekämpfung:
2002 war die Nachfrage nach Lämmer aus Bündner Schafhaltungen höher und
der Erlös daraus
deutlich über dem schweizerischen Durchschnitt.
Umfrage
über den Bedarf an ausserfamiliären Betreuungsangeboten
BIEL.
In Biel gibt es rund 430 Krippenplätze, 80 Tageselternplätze,
450 Hortplätze und etwa 320 Plätze an Mittagstischen für
Schulkinder. Für diese Angebote ist die Stadt verantwortlich, sie
werden aber vom Kanton unter bestimmten Bedingungen mitfinanziert.
Die Öffentlichkeit und die Politikerinnen und Politiker in Biel
verlangen immer dringender den Ausbau dieser Angebote. Die Schul-
und Kulturdirektion und die Sozial- und Gesundheitsdirektion haben
deshalb ein entsprechendes Projekt an die Hand genommen. Zur
Realisierung und im Hinblick auf die Mitfinanzierung durch den
Kanton brauchen sie verlässliche Daten. Deshalb führen sie eine
Umfrage bei allen Familien mit Kindern zwischen null und 15 Jahren
durch.
Der
Tourismus im 2. Quartal 2003
BERN.
Im 2. Quartal 2003 wurden in den Hotels der Bundesstadt 63 709
(Vorjahresquartal: 68 952) Gäste registriert. Das sind 7,6 %
weniger als in der Vorjahresperiode. Im gleichen Zeitraum lag die
Zahl der Logiernächte mit 120 750 (126 973) 4,9 % unter dem
entsprechenden Vorjahreswert.
Kredite
für Drogenanlaufstelle „Cactus“ und Verein „Yucca“ in
Biel
BERN.
Aus dem Fonds für Suchtprobleme hat der Regierungsrat des
Kantons Bern einen Kredit von 2,7 Millionen Franken als
Finanzierungsbeitrag für die Kontakt- und Anlaufstelle
„Cactus“ in Biel bewilligt. Damit kann die Anlaufstelle, deren
Angebot jährlich 500 Drogenkonsumierende in Anspruch nehmen, für
die Jahre 2001 bis 2006 finanziell unterstützt werden. Ebenfalls
aus dem Fonds für Suchtprobleme hat der Regierungsrat 280'000
Franken für den Verein „Yucca“ in Biel genehmigt. Der Verein
„Yucca“ bietet im Rahmen eines privatwirtschaftlichen
Restaurants Randständigen und Drogenabhängigen einen
Aufenthalts- und Kontaktort im Parterre der Anlaufstelle
„Cactus“ an. Der Kredit entspricht der vom Kanton mit der
Stadt Biel vereinbarten Unterstützung, wonach die Stadt Biel für
die Jahre 2002 bis 2006 zwei Drittel der Kosten des Vereins und
der Kanton einen Drittel übernimmt.
Regierungsrat
begrüsst die Weiterentwicklung des Guichet virtuel
BERN.
Seit dem Jahr 2000 arbeiten Bund, Kantone und Gemeinden an einem
gemeinsamen Internetportal, das über die zentrale Internetadresse
www.ch.ch die Internetangebote von Bund, Kantonen und Gemeinden
strukturiert und zugänglich macht. In einer Stellungnahme an die
Bundesbehörden begrüsst die bernische Kantonsregierung die
Weiterentwicklung des Guichet virtuel vom Informations- zum
Transaktionsportal, wodurch in Zukunft auch Transaktionen wie
Bestellung und Bezahlung von Dokumenten möglich werden sollen.
Der Regierungsrat vertritt allerdings die Auffassung, dass die
Entwicklungskosten für die geplanten Internetdienstleistungen vom
Bund zu tragen sind und dass deren Nutzung durch die Kantone auf
freiwilliger Basis erfolgen soll.
Otto
von Allmen wird neuer Chef der Regionalpolizei Berner Oberland
BERN.
Der Regierungsrat des Kantons Bern hat den 54-jährigen Otto von
Allmen, Lauterbrunnen, zum neuen Chef der Regionalpolizei Berner
Oberland ernannt. Der gelernte Maschinenschlosser ist seit 1977 im
Dienst der Kantonspolizei und war zuletzt Chef stationierte
Polizei Berner Oberland mit 80 unterstellten Mitarbeitern.
Parallel zu seiner beruflichen Tätigkeit befasst sich von Allmen
seit Jahren mit der Bergrettung und hat sich auf diesem Gebiet
polizeiintern sowie international einen hervorragenden Namen
geschaffen. Er tritt sein neues Amt auf den 1. September 2003 an.
Gemeindefusionen
zur Genehmigung an den Grossen Rat überwiesen
BERN.
Der Regierungsrat des Kantons Bern hat die von den Gemeinden
Englisberg und Zimmerwald einerseits sowie von Niederwichtrach und
Oberwichtrach anderseits beschlossenen Fusionen zur Genehmigung an
den Grossen Rat überwiesen. Der Grosse Rat wird die Fusionen in
der Septembersession behandeln. Die neuen Gemeinden Wald und
Wichtrach werden ihren Zusammenschluss auf den 1. Januar 2004
vollziehen. Die beiden Fusionen entsprechen der Strategie der
Kantonsregierung, mit welcher die verschiedenen Arten von
Gemeindereformen unterstützt und gefördert werden sollen.
Bieler
Messe
BIEL.
Am 30. August 2003 öffnen sich in Biel die Tore für neun
Tage aufregend-interessante Messeerlebnisse im Expo-Park. Dazu gehören
die Entdeckungen und Anregungen in den facettenreichen
Sonderausstellungen, die kulinarischen Genüsse in den Messebeizen
und der besondere Gaumenkitzel in der Degustationshalle ebenso wie
das abwechslungsreiche Rahmenprogramm, das sowohl mitreissende
Unterhaltung als auch informative Diskussionsforen bietet.
Regierung
will Staatshaushalt um 720 Millionen entlasten
AARAU.
Mit Verbesserungen von insgesamt 720 Millionen Franken will der
Regierungsrat bis 2006 den Staatshaushalt ausgleichen. Veränderte
Rahmenbedingungen zwingen zu einschneidenden Massnahmen.
An
einem ausserordentlichen Säulenhausgespräch informierte der
Gesamtregierungsrat am Mittwoch in Aarau die Vorsitzenden der vier
grossen Parteien und Grossrats-Fraktionen im Sinne eines
Zwischenstandes über die finanzielle Ausgangslage und die
geplanten finanzpolitischen Massnahmen für die Jahre 2004 bis
2006. Nicht beeinflussbare externe Verschlechterungen
(Lastenverschiebungen des Bundes auf den Kanton, Wirtschaftslage,
demografische Entwicklung) führen dazu, dass sich die Fehlbeträge
in den kommenden drei Jahren ohne Gegenmassnahmen drastisch erhöhen
würden.
Der
Regierungsrat legt deshalb für die Jahre 2004 bis 2006 Massnahmen
im Umfang von total rund 720 Millionen Franken vor. Diese
Massnahmen führen in
Teilbereichen zu einem schmerzhaften Abbau staatlicher Leistungen.
Der Regierungsrat kann sie nur dann verantworten, wenn sie vom
Grossen Rat mitgetragen werden. Darunter befinden sich Massnahmen
im Personalbereich sowie eine Anpassung der Finanzströme zwischen
Kanton und Gemeinden.
Anerkennung
durch Parteien
Am
Säulenhausgespräch, das der offenen Aussprache und gegenseitigen
Vertrauensbildung dient, haben die Abgeordneten der vier grossen
Parteien und Fraktionen – SVP-Fraktionschef Lieni Füglistaller
und Parteileitungsmitglied Alexander Hürzeler, FDP-Parteipräsident
Herbert H. Scholl und Fraktionschefin Corina Eichenberger (FDP),
SP-Parteipräsident Heinrich Schöni und Fraktionschef Markus
Leimbacher sowie
CVP-Parteipräsident Theo Vögtli und Fraktionschefin Esther Egger
– die schwierige Ausgangslage und die finanzpolitischen
Absichten des Regierungsrates zur Kenntnis genommen und dem
Regierungsrat Anerkennung für den Willen zur Lösung der
finanzpolitischen Probleme gezollt. Sie hiessen die Stossrichtung
der Massnahmen im Grundsatz gut und signalisierten Gesprächsbereitschaft
im Rahmen der Überarbeitung des Finanzplans.
Die
weitere Diskussion wird im Rahmen der Budgetvorlage stattfinden.
Der Regierungsrat wird die Entlastungsmassnahmen dem Parlament und
der Öffentlichkeit im September vorstellen. Die formelle
Budget-Botschaft an den Grossen Rat folgt anschliessend.
Die
Mütter- und Väterbefragung der Stadt Zürich
Das
Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann der Stadt Zürich
und Statistik Stadt Zürich haben eine telefonische Erhebung bei
2300 Müttern und Vätern, davon 44% AusländerInnen, durchführen
lassen. Erstmals spiegeln sich damit in einer Befragung die realen
Zahlenverhältnisse der ausländischen und einheimischen Eltern.
ZÜRICH.
Die Ergebnisse der Befragung wurden an einer
Medienorientierung unter Leitung der beiden Stadträtinnen Monika
Stocker und Monika Weber, Vorsteherinnen des Sozialdepartements
und des Schul- und Sportdepartements, präsentiert.
Die
vorherrschende Familienform in Zürich ist die des Ehepaars mit
Kindern. Jede 5.Mutter ist Alleinerziehende. Mit 75 Prozent
liegt die Erwerbsquote der Mütter in der Stadt über dem
gesamtschweizerischen Durchschnitt und ist höher als im Kanton Zürich.
Ein Drittel der Befragten verfügt über sehr komfortable
Einkommensverhältnisse. AusländerInnen behelfen sich bei der Fremdbetreuung ihrer Kinder am
ehesten mit Tagesmüttern.
Dies
sind nur einige der Ergebnisse der repräsentativen Befragung von
Müttern und Vätern im Auftrag des Büros für Gleichstellung und
von Statistik Stadt Zürich. Damit liegen jetzt aktuelle Zahlen
und detaillierte Fakten zur Lebenssituation von Familien in Zürich
vor. Befragt wurden die Mütter und Väter zur Bildungs-, Erwerbs-
und Einkommenssituation, zur Wohnsituation, zur Alltagsorganisation der Kinderbetreuung
sowie zur Arbeitsteilung
in der Partnerschaft.
Die
Resultate machen ausserdem deutlich, dass es innerhalb der Gruppe
der ausländischen Eltern erhebliche Unterschiede in der
Lebenssituation gibt. So haben ausländische Mütter und Väter
zwar in der Regel ein tieferes
Bildungsniveau als Schweizer Eltern, ein Defizit, das sich auch
in der zweiten Generation fortsetzt. Allerdings verfügt
eine Minderheit bei den ausländischen Eltern –
JahresaufenthalterInnen mit hoher beruflicher Qualifikation – über
entsprechend hohe Einkommen und hat
insgesamt sehr gute Lebensverhältnisse.
Beinahe
60% der befragten Väter sind in einer Führungsfunktion tätig.
Nur eine Minderheit der Eltern lebt ein egalitäres Erwerbsmuster
von entweder Vollzeit-Vollzeit oder Teilzeit-Teilzeit. Bei diesen
engagieren sich auch die Väter deutlich stärker in der
Kinderbetreuung.
Die
Hausarbeit bleibt, ungeachtet des Erwerbsarbeitspensums, in der
Zuständigkeit der Frauen, worüber sich die meisten von ihnen
unzufrieden äussern.
44
Prozent der befragten Eltern lassen ihre Kinder fremdbetreuen. Das
Angebot an subventionierten Einrichtungen und Betreuungsplätzen
für Säuglinge kann noch immer nicht mit der Nachfrage Schritt
halten, 15 Prozent der befragten Eltern haben einen Platz für
ihre Kinder gesucht und keinen erhalten.
Trotz
– am ehesten bei ausländischen Müttern und Vätern – nicht durchweg komfortablen Wohnverhältnissen äussert sich eine
Mehrheit der Eltern zufrieden mit ihrer Wohnsituation in der
Stadt.
Die
Ergebnisse der Befragung geben der Stadt wichtige Impulse und
Grundlagen für die Ausrichtung von kommunalen Aktivitäten in der
Sozial- und Integrationspolitik, der Wohnpolitik und in Bezug auf
gleichstellungspolitische Massnahme
Ab
heute illustriert eine stadtweite Plakatkampagne des Büros für
Gleichstellung die Realität des Alltags von Müttern und Vätern
in Zürich. Ein Alltag, der neben den „grossen“ Themen einer
Wirtschaftsmetropole leicht vergessen geht, den es jedoch stets zu
organisieren und zu bewältigen gilt.
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