Botschafterkonferenz 2003

BERN. Die jährliche Botschafterkonferenz findet vom 25. bis 28. August 2003 in Bern statt. Dieses Jahr gibt es verschiedene Neuerungen: Zum einen nehmen die Leiterinnen und Leiter der Kooperationsbüros der DEZA zum ersten Mal teil, und zum anderen liegt das Schwergewicht auf der Koordination der Aussenpolitik durch das EDA sowie auf den aussenpolitischen Instrumenten.

Verfahren wegen Verletzung militärischer Geheimnisse

BERN. Gegen den Chefredaktor sowie gegen zwei Redaktoren der Zeitung «SonntagsBlick» wurde ein militärgerichtliches Verfahren eröffnet. Sie werden verdächtigt, militärische Geheimnisse veröffentlicht zu haben.

Rücklauf bei Glas und Alu sehr gut, bei PET ungenügend

BERN. Die neusten Zahlen aus dem Jahr 2002 zeigen: Die Verwertungsquote bei PET-Flaschen liegt bei 72 Prozent. Vorgeschrieben wären 75 Prozent. Das BUWAL hat Massnahmen eingeleitet, die zu einem höheren Rücklauf von PET führen sollen.

Nationalratskommission vertraut auf Bundesgerichtsurteil

BERN. Die Nationalratskommission will das umstrittene Beschwerderecht gegen diskriminierende Einbürgerungsentscheide von der Revision des Bürgerrechts abkoppeln. Die Einbürgerung der 2. und 3. Ausländergeneration soll nicht verzögert werden.

Neues Luftraumüberwachungs- system vor Inbetriebnahme

BERN. Das neue militärische Luftraumüberwachungs- und Einsatzleitsystem FLORAKO soll Anfang 2004 in Betrieb gehen. Zur Zeit durchläuft das Kernsystem die Abnahmephase.

In Landwirtschaftsgebieten ist das Grundwasser mit Pestiziden belastet

BERN. Die Hälfte aller Grundwasserfassungen in landwirtschaftlich genutzten Gebieten ist mit Pestiziden belastet. Dies zeigt eine landesweite Untersuchung von BUWAL und BWG auf. Problematisch sind insbesondere Stoffe, die sich nur schwer abbauen. Nach einer Kontrolluntersuchung in diesem Jahr will das BUWAL Lösungsvorschläge machen.

Jahreskonferenz der Politischen Abteilung IV

BERN. Die Politische Abteilung Menschliche Sicherheit des EDA veranstaltet jährlich zu einem Thema der Friedens- und Menschenrechtspolitik eine Konferenz. Sie ist dieses Jahr Sri Lanka gewidmet.

Bundesrat Deiss trifft NGO's und Wirtschaftsverbände

BERN. Vor der WTO-Runde vom 10. bis 14. September 2003 in Cancun (Mexiko) hat Bundesrat Joseph Deiss heute Vertreter von Wirtschaft, Gewerkschaften und Entwicklungsorganisation angehört.

Waldbrand Leuk: Einsatz der Armee wird verlängert

BERN. Der Einsatz von Rettungstruppen der Armee zur Bekämpfung des Waldbrands bei Leuk (VS) wird verlängert. Der Kanton Wallis hat ein entsprechendes Gesuch gestellt, nachdem ein mit einer Infrarotkamera ausgerüsteter Super Puma der Armee noch zahlreiche Glutnester ausgemacht hat.

 

 

22. August 2003

Botschafterkonferenz 2003

BERN. Die jährliche Botschafterkonferenz findet vom 25. bis 28. August 2003 in Bern (Kultur Casino) statt. Dieses Jahr gibt es verschiedene Neuerungen: Zum einen nehmen die Leiterinnen und Leiter der Kooperationsbüros der DEZA zum ersten Mal teil, und zum anderen liegt das Schwergewicht auf der Koordination der Aussenpolitik durch das EDA sowie auf den aussenpolitischen Instrumenten.

Auf Initiative der Vorsteherin des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten, Bundesrätin Micheline Calmy-Rey, die die Synergien zwischen der DEZA und den übrigen Direktionen des EDA stärken will, wurden neben den Vertreterinnen und Vertretern der Schweiz im Ausland auch die Leiterinnen und Leiter der Kooperationsbüros nach Bern eingeladen. An der Konferenz nehmen rund 107 Botschafterinnen und Botschafter und Geschäftsträgerinnen und Geschäftsträger ad interim sowie 16 Leiterinnen und Leiter von Kooperationsbüros teil.

Im Mittelpunkt der Konferenz steht eine Diskussion über die Rolle des EDA bei der Formulierung und Umsetzung der Aussenpolitik (Mehrwert des Departements und seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Koordinationsaufgabe des EDA innerhalb der Bundesverwaltung) sowie über die aussenpolitischen Instrumente. Verschiedene Arbeitsgruppen behandeln unter anderem die Prioritäten und die Ressourcenallokation im Aussennetz und in der Zentrale sowie die spezifischen Verantwortlichkeiten der Missionschefs.

Die Departementsvorsteherin wird in ihrer Eröffnungsansprache auf die Prioritäten des EDA eingehen. Mehrere Schwerpunkte wie die Politik der Schweiz gegenüber der Europäischen Union, das Völkerrecht, aber auch die Aussenpolitik im kulturellen Bereich werden in gesonderten Sitzungen behandelt.

Wie in den Vorjahren nehmen der Bundespräsident und andere Mitglieder des Bundesrates an der Konferenz teil, an der auch externe Referenten sprechen werden.

Verfahren wegen Verletzung militärischer Geheimnisse

BERN. Gegen den Chefredaktor sowie gegen zwei Redaktoren der Zeitung «SonntagsBlick» wurde ein militärgerichtliches Verfahren eröffnet. Sie werden verdächtigt, militärische Geheimnisse veröffentlicht zu haben.

Der Oberauditor der Schweizerischen Armee hat gegen den Chefredaktor sowie gegen zwei Redaktoren der Zeitung «SonntagsBlick» eine vorläufige Beweisaufnahme angeordnet. Sie werden verdächtigt, militärische Geheimnisse veröffentlicht zu haben. Das Verfahren wird vom Untersuchungsrichter des Divisionsgerichts 6 geleitet. In der Ausgabe vom 6. Juli 2003 veröffentlichte der «SonntagsBlick» Bilder und Informationen über eine unterirdische Anlage der Luftwaffe bei Buochs. Diese Anlage ist klassifiziert, weshalb sie der militärischen Geheimhaltung unterliegt. Die Verletzung militärischer Geheimnisse wird gemäss dem Militärstrafgesetz mit Zuchthaus bis zu fünf Jahren, Gefängnis oder Busse bestraft. In leichten Fällen ist eine disziplinarische Bestrafung möglich.

Rücklauf bei Glas und Alu sehr gut, bei PET ungenügend

BERN. Die neusten Zahlen aus dem Jahr 2002 zeigen: Die Verwertungsquote bei PET-Flaschen liegt bei 72 Prozent. Vorgeschrieben wären 75 Prozent. Das BUWAL hat Massnahmen eingeleitet, die zu einem höheren Rücklauf von PET führen sollen. Demgegenüber sind die Verwertungsquoten bei Glasflaschen mit 94 Prozent und bei Aluminiumdosen mit 91 Prozent unverändert hoch.

Nationalratskommission vertraut auf Bundesgerichtsurteil

BERN. Die Nationalratskommission will das umstrittene Beschwerderecht gegen diskriminierende Einbürgerungsentscheide von der Revision des Bürgerrechts abkoppeln. Die Einbürgerung der 2. und 3. Ausländergeneration soll nicht verzögert werden.

Mit 13 zu 7 Stimmen fügte sich die Staatspolitische Kommission (SPK) dem Entscheid des Ständerates, auf ein gesetzlich garantiertes Rekursrecht zu verzichten. Das Urteil des Bundesgerichts, dass Einbürgerungsabstimmungen an der Urne verfassungswidrig seien, sei rechtsgenüglich.

Damit sei eine gesetzliche Verankerung der Rekursmöglichkeit nicht mehr nötig, sagte SPK-Präsident Charles-Albert Antille (FDP/VS) am Donnerstag vor den Medien in Bern. Es sei jetzt Sache der Kantone, die Vorgaben des Bundesgerichtes umzusetzen. Das neue Bürgerrecht soll in der Herbstsession verabschiedet werden.

Justizministerin Ruth Metzler, die immer für ein Rekursrecht eingetreten war, stellte sich hinter den Antrag der Kommission. Das Bundesgerichtsurteil habe eine neue Ausgangslage geschaffen. Jetzt stehe fest: "Das Beschwerderecht existiert". Gleichzeitig werde das Bürgerrechtspaket um eine strittige Frage entlastet.

Mit 11 zu 9 Stimmen abgelehnt wurde in der SPK ein Antrag, eine neue Vorlage zum Beschwerderecht auszuarbeiten, die die Rechte der Kantone und Gemeinden stärken sollte. Laut Metzler gibt dieser ins Plenum getragene Minderheitsantrag die Möglichkeit, das Thema erneut und vertieft zu diskutieren und zu erläutern.

Unzufrieden mit dem Kommissionsentscheid ist die SVP. Wie der Berner Nationalrat Rudolf Joder auf Anfrage erklärte, trägt sich seine Fraktion mit dem Gedanken, mit einer parlamentarischen Initiative das Bundesgerichtsurteil zu "korrigieren". Kantone und Gemeinden sollten in ihren Einbürgerungsverfahren autonom bleiben.

Das Diskrimierungsverbot und die Gemeindeautonomie seien in der Verfassung garantiert, sagte Joder. Dieser Konflikt müsse ausgetragen werden. Laut Justizministerin Metzler wäre es für den Bundesrat "schwierig", eine Initiative zu unterstützen, die hinter den Bundesgerichtsentscheid zurückgehen würde.

Kernpunkte der neuen Bürgerrechtsregelung sind die automatische Einbürgerung in der Schweiz geborener Kinder der dritten Ausländergeneration (jus soli). Ausländerinnen und Ausländer der zweiten Generation sollen den roten Pass leichter erhalten können. Ihren Antrag können sie schon nach 8 statt 12 Jahren stellen.

Neues Luftraumüberwachungssystem vor Inbetriebnahme

BERN. Das neue militärische Luftraumüberwachungs- und Einsatzleitsystem FLORAKO soll Anfang 2004 in Betrieb gehen. Zur Zeit durchläuft das Kernsystem die Abnahmephase.

Mit FLORAKO wird das heutige, über 30-jährige militärischen Luftraumüberwachungs- und Einsatzleitsystem FLORIDA ersetzt. Mit den Rüstungsprogrammen 1998 und 1999 bewilligten die Eidgenössischen Räte 728 Millionen Franken für die vollständige Modernisierung der Luftraumüberwachung. FLORAKO umfasst Radaranlagen, Rechner für die Aufbereitung der Luftlage, Mittel für die elektronische Identifikation, für Kommunikation, Einsatzleitung, Luftraummanagement und Ausbildung. Zudem werden mit FLORAKO die Voraussetzungen für die Erstellung einer gemeinsamen zivilen und militärischen Luftlage geschaffen. FLORAKO ermöglicht ein modernes Luftraum-Management und ist ein zentrales System zur künftigen Wahrung der Lufthoheit und Luftverteidigung.

In Landwirtschaftsgebieten ist das Grundwasser mit Pestiziden belastet

BERN. Die Hälfte aller Grundwasserfassungen in landwirtschaftlich genutzten Gebieten ist mit Pestiziden belastet. Dies zeigt eine landesweite Untersuchung von BUWAL und BWG auf. Problematisch sind insbesondere Stoffe, die sich nur schwer abbauen. Nach einer Kontrolluntersuchung in diesem Jahr will das BUWAL Lösungsvorschläge machen.

Im Jahr 2002 wurden im Rahmen von NAQUA (nationales Netz zur Qualitätsbeobachtung des Grundwassers) 390 Grundwassermessstellen in 21 Kantonen untersucht. Das Schwergewicht wurde dabei auf Messstellen in Gebieten mit landwirtschaftlicher Nutzung gelegt. Dabei zeigte sich: In mehr als 50% der untersuchten Messstellen wurden Spuren von Pestiziden oder deren Abbauprodukten gefunden.

Weitaus am häufigsten finden sich in den untersuchten Grundwasserproben Spuren von Herbiziden (Unkrautvernichter).

In 10% der Messstellen weist mindestens eine der gemessenen Substanzen eine Konzentration von mehr als 0.1 µg/l (Mikrogramm pro Liter) auf, womit die gesetzliche Anforderung an die Grundwasserqualität nicht erfüllt ist.

Die höchste gefundene Konzentration einer einzelnen Substanz betrug 0.9 µg/l. Die höchste gefundene Konzentration aller gemessenen Substanzen zusammen betrug 1.87 µg/l

Die tatsächliche Pestizid-Belastung des Grundwassers aus landwirtschaftlich genutzten Gebieten dürfte sogar noch etwas höher sein, als das die letztjährige Messkampagne aufzuzeigen vermag. Während in der Schweiz rund 350 Pestizidwirkstoffe für den landwirtschaftlichen Einsatz zugelassen sind, konnten aus finanziellen und analysetechnischen Gründen maximal 88 Stoffe untersucht werden, bei einem grossen Teil der Messstellen sogar nur deren 7 (namentlich Triazine, zu denen auch das Atrazin gehört). Für rund einen Drittel der zugelassenen Pestizide fehlt bis anhin gar eine routinemässig anwendbare Analysenmethode.

Pestizideinträge in ober- und unterirdische Gewässer erfolgen in der Regel stossweise z.B. bei grösseren Niederschlägen nach dem Pestizideinsatz. Die Untersuchungen im Rahmen der vorliegenden Messkampagne müssen sich jedoch auf maximal 4 Stichproben pro 

Jahreskonferenz der Politischen Abteilung IV

BERN. Die Politische Abteilung Menschliche Sicherheit des EDA veranstaltet jährlich zu einem Thema der Friedens- und Menschenrechtspolitik eine Konferenz. Sie ist dieses Jahr Sri Lanka gewidmet.

Der bewaffnete Konflikt zwischen der mehrheitlich singhalesischen Regierung und den Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) hat in Sri Lanka zu grossem Leid geführt. Seit Februar 2002 besteht ein Waffenstillstand, und ein offizieller Friedensprozess ist im Gang.

Die sri-lankische Diaspora in der Schweiz ist gemessen an der Bevölkerung eine der grössten weltweit. Der Konflikt in Sri Lanka wird hier deshalb genauer beobachtet als in anderen Ländern. Die Politische Abteilung IV des EDA engagiert sich, indem sie den offiziellen Friedensprozess politisch unterstützt, Beratung im Bereich Machtteilung, Föderalismus und dezentrale Strukturen tätigt und bei der Entminung einen Beitrag leistet.

Bundesrat Deiss trifft NGO's und Wirtschaftsverbände

BERN. Vor der WTO-Runde vom 10. bis 14. September 2003 in Cancun (Mexiko) hat Bundesrat Joseph Deiss heute Vertreter von Wirtschaft, Gewerkschaften und Entwicklungsorganisation angehört.

Der Vorsteher des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartementes (EVD) wollte Meinungen und Informationen aus erster Hand. Vertieft diskutiert wurden bei diesem Treffen die Themen Landwirtschaft, Dienstleistungen und das geplante Abkommen zum Schutz von Investitionen. Bundesrat Deiss wies in der Aussprache noch einmal auf die Bedeutung einer multifunktionellen Landwirtschaft aus Schweizer Sicht hin. Kontrovers wurde dabei insbesondere auch das Investitionsschutzabkommen diskutiert. Die intensive Debatte wurde mit Blick auf die Sitzung des Bundesrates vom nächsten Mittwoch geführt. Dann will der Bundesrat das Verhandlungsmandat der schweizerischen Delegation verabschieden.

Waldbrand Leuk: Einsatz der Armee wird verlängert

BERN. Der Einsatz von Rettungstruppen der Armee zur Bekämpfung des Waldbrands bei Leuk (VS) wird verlängert. Der Kanton Wallis hat ein entsprechendes Gesuch gestellt, nachdem ein mit einer Infrarotkamera ausgerüsteter Super Puma der Armee noch zahlreiche Glutnester ausgemacht hat.

 

 

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