Bundesrat Joseph Deiss: Lehrstellenmarkt ist stabil

BERN. Die Lage auf dem Lehrstellenmarkt ist trotz angespannter Wirtschaftslage stabil. Bei Beginn des Lehrjahres 2003 wurden gesamtschweizerisch noch rund 5000 Lehrstellen als offen gemeldet. Neue Lehrstellen wurden vor allem im Gesundheitswesen und im gewerblichen Bereich geschaffen.

Markenschutz via Internet boomt

BERN. Nur neun Monate nach der offiziellen Öffnung der Website https://e-trademark.ige.ch gehen durchschnittlich zwei von fünf Gesuchen für den Schutz einer Marke online beim Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum ein - womit selbst die hohen Erwartungen übertroffen werden.

Lärmsanierungsfristen verlängert

BERN. Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) schickt den überarbeiteten Entwurf zur Revision der Lärmschutz-Verordnung in die Konsultation. 

Längere Frist zur Vernichtung überzähliger Embryonen

BERN. Die rund 1000 eingefrorenen Embryonen sollen Ende 2003 noch nicht vernichtet werden müssen. Eine Kommission des Nationalrats stellt sich in diesem Punkt gegen den Ständerat. Die Patentierbarkeit embryonaler Stammzellen schliesst sie generell aus.

Hariri an die Schweiz ausgeliefert

BERN. Marokko hat Hussein Hariri an die Schweiz ausgeliefert. Der libanesische Flugzeugentführer traf am Nachmittag in Begleitung von vier  schweizerischen Polizeibeamten in Belp ein und wurde anschliessend nach Bern überführt.

Folgen der Trockenheit für die Gewässer

BERN. Der heisse Sommer liess die Wasserstände von Flüssen und Seen stark zurückgehen und dafür die Wassertemperatur ansteigen - jedenfalls im Mittelland und im Jura, wo kein Schmelzwasser aus den Alpen zur Verfügung stand. Diese beiden Faktoren führten zu einer Abnahme der Wasserqualität in den Flüssen. Trotz zahlreicher Massnahmen der Kantone zum Schutz der Wasserfauna konnte ein Fischsterben in mehreren Regionen nicht verhindert werden.

Der Bundespräsident empfängt den neuen Generaldirektor der WHO in Bern

BERN. Am Dienstag 26.8. wird der neue Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Dr. Jong-Wook Lee, von Bundespräsident Pascal Couchepin in Bern empfangen. Er wird dabei ebenfalls mit Vertreterinnen und Vertretern der Bundesbehörden zusammentreffen, darunter auch Thomas Zeltner vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) und Botschafter Walter Fust der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA).

 

 

25. August 2003

Bundesrat Joseph Deiss: Lehrstellenmarkt ist stabil

BERN. Die Lage auf dem Lehrstellenmarkt ist trotz angespannter Wirtschaftslage stabil. Bei Beginn des Lehrjahres 2003 wurden gesamtschweizerisch noch rund 5000 Lehrstellen als offen gemeldet. Neue Lehrstellen wurden vor allem im Gesundheitswesen und im gewerblichen Bereich geschaffen.

BERN. Bundesrat Joseph Deiss, Vorsteher des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements, beurteilte in der heutigen Medienorientierung nicht nur das Angebot, sondern auch die Zahl der bisherigen Lehrvertragsabschlüsse als positiv.

Dass der Lehrstellenmarkt in der Schweiz nicht eingebrochen ist, führte er auf die gemeinsamen Anstrengungen von Verbänden, Unternehmen,Kantonen und Bund zurück. Der tiefgreifende Strukturwandel in Wirtschaft, Technologie und Demografie schlage jedoch in hohem Mass auch auf die Berufsbildung durch, so Bundesrat Joseph Deiss.

Berufe, die noch vor kurzem als zukunftsträchtig erschienen, wie die Informatik, haben an Wachstumspotenzial eingebüsst. Auch der einst schier unerschöpflich erscheinende kaufmännische Sektor verzeichnet Einbrüche. Betroffen ist davon vor allem der Lehrstellenmarkt in den urbanen Zentren Zürich, Bern, Basel, Aargau, Luzern und Solothurn. Wer seinen Traumberuf nur in diesen Berufsgattungen Sektoren sehe, dürfe in der Zukunft mehr Schwierigkeiten bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz haben, v.a. in den urbanen Zentren Zürich, Bern, Basel, Aarau, Luzern und Solothurn.  Denn es mache wenig Sinn, Strukturerhaltung zu betreiben und in beliebten Berufen mehr Lehrlinge auszubilden, als der Arbeitsmarkt aufnehmen könne. Bundesrat Joseph Deiss erläuterte vor den Medien nochmals die Lehrstellenpolitik des Bundes und die Aufgaben der Task Force Lehrstellen 2003. Damit die Jugendlichen ihren Berufsweg aufbauen könnten, sei es jedoch unabdingbar, dass die Wirtschaft auch weiterhin auf die Lehrlingsausbildung setze.

Nachdem kurzfristig kein Einbruch auf dem Lehrstellenmarkt zu verzeichnen ist, setzt richtet der Bund bei in der Lehrstellenpolitik seine Prioritäten  gezielt mittel- bis langfristig aus. Um den von der Task Force georteten lokalen und regionalen Problemen rasch und bedürfnisgerecht zu begegnen, steht die Unterstützung der Lehrstellenförderung, der Lehrbetriebsverbünde und die gezielte Vermittlung von Jugendlichen an Unternehmen durch Fachpersonen im Vordergrund. Flankierend dazu will der Bund mit der Verfeinerung der Lehrstellenstatistik in Zusammenarbeit mit den Kantonen ein Instrument der Qualitätssicherung schaffen. Zudem soll zusammen mit den Kantonen das Berufswahlverfahrenprozedere durch gezielte Vermittlung und Mentoring bei bestimmten Zielgruppen von Jugendlichen verbessert werden, führte Ursula Renold, stellvertretende Direktorin des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie (BBT) aus. Dafür steht mit dem neuen Berufsbildungsgesetz ein wirksames Instrument zur Verfügung.

Die Task Force wird ihre Arbeit weiterführen bis mit Inkrafttreten des neuen Berufsbildungsgesetzes die eidgenössische Berufsbildungskommission eingesetzt wird und deren Funktion der Beobachtung des Lehrstellenmarktes übernimmt. In der Deutschschweiz dauert die Lehrstellenvergabe grösstenteils noch bis Ende August, in der Romandie bis Mitte Oktober. Die kantonalen Berufsbildungsämter beraten die Jugendlichen im Berufswahlprozess.

Markenschutz via Internet boomt

BERN. Nur neun Monate nach der offiziellen Öffnung der Website https://e-trademark.ige.ch gehen durchschnittlich zwei von fünf Gesuchen für den Schutz einer Marke online beim Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum ein - womit selbst die hohen Erwartungen übertroffen werden.

Markenschutz hat eine lange Tradition in der Schweiz: 1880 wurde die erste Marke hinterlegt, im Sommer 2002 konnte die 500'000ste Marke im Schweizer Markenschutzregister eingetragen werden. Ganz im Sinne des Service Public bietet das Eidgenössische Institut für Geistiges Eigentum seit Ende Oktober 2002 allen Kunden unter https://e-trademark.ige.ch die Möglichkeit, Marken online zu hinterlegen.

Wurden im ersten Monat nach dem Aufschalten der Website bereits 11 % der Anmeldungen auf elektronischem Weg vorgenommen, gelangte nach nur zwei Monaten bereits jedes vierte Gesuch über diesen Weg ins Institut. Die Durchschnittswerte für Mai, Juni und Juli 2003 liegen über 40 %; im Mai konnten gar erstmals mehr Hinterlegungen via Internet als auf dem Postweg verzeichnet werden!

Lärmsanierungsfristen verlängert

BERN. Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) schickt den überarbeiteten Entwurf zur Revision der Lärmschutz-Verordnung in die Konsultation. Gegenüber dem ersten Entwurf sind die Sanierungsfristen übermässig lärmiger Strassen vor allem aufgrund finanzieller Engpässe bei Bund und Kantonen nochmals verlängert worden, um acht Jahre für Nationalstrassen (bis 2015 zu sanieren) und um sechs Jahre für Haupt- und übrige Strassen (bis 2018 zu sanieren). Zur Siche-rung des Sanierungsfortschrittes wird aber neu eine periodische Berichterstattung an die Öffentlichkeit über den Stand der Arbeiten eingeführt.

Längere Frist zur Vernichtung überzähliger Embryonen

BERN. Die rund 1000 eingefrorenen Embryonen sollen Ende 2003 noch nicht vernichtet werden müssen. Eine Kommission des Nationalrats stellt sich in diesem Punkt gegen den Ständerat. Die Patentierbarkeit embryonaler Stammzellen schliesst sie generell aus.

Nach dem Willen des Ständerates müssten die überzähligen Embryonen aus der in-vitro-Fertilisation Ende 2003 vernichtet werden, weil das neue Gesetz dann noch nicht in Kraft ist. Mit 15 zu 8 Stimmen hatte die Nationalratskommission bereits früher anders entschieden. Mit einer dringlichen Gesetzesänderung legte sie nun neue Fristen fest.

Danach sollen die überzähligen Embryonen noch bis Ende 2005 zur Fortpflanzung verwendet werden dürfen. Ihr Einsatz zu wissenschaftlichen Zwecken ist noch bis Ende 2008 erlaubt. Nach Auskunft von Kommissionssprecher Jacques Neyrinck (CVP/VD) muss dabei das betroffene Paar sein schriftliches Einverständnis geben.

Nichts wissen will die Nationalratskommission vom Beschluss des Ständerates, dass an embryonalen Stammzellen nur geforscht werden darf, wenn nachgewiesenermassen nicht auch adulte Zellen oder Tierversuche zum Ziel führen. Forscher wiesen in der Kommission darauf hin, dass sich die Notwendigkeit der Methode nicht im Voraus belegen lasse.

Anders als der Ständerat entschied die WBK auch in der Patentfrage. Die kleine Kammer schloss nur unveränderte embryonale Stammzelllinien - das heisst blosse Entdeckungen - von der Patentierbarkeit aus. Mit Stichentscheid des Präsidenten statuierte die WBK nun aber ein Patentverbot auch für modifizerte Zelllinien.

Umbestritten sind im Gegensatz zu diesen Stoffpatenten laut Johannes Randegger (FDP/BS) die sogenannten Verfahrenspatente. Dabei geht es um Patente für die Labortechnik zur Herstellung von Zelllinien modifizierter oder auch unmodifizierter Art.

Im übrigen hielt sich die Nationalratskommission an die Linie des Erstrates. Auch sie machte aus dem ursprünglichen Embryonenforschungsgesetz des Bundesrates ein Stammzellenforschungsgesetz. Die Forschung am menschlichen Embryo wird später in einem anderen Gesetz geregelt.

Für die Stammzellenforschung sollen strikte Voraussetzungen gelten. Die Gewinnung von Stammzellen wird beispielsweise nur bewilligt, wenn sie an ein konkretes Forschungsvorhaben gebunden ist, das ethischen Standards genügt. Dem Embryo dürfen nur bis zum 7. Tag Stammzellen entnommen werden. Der Handel mit Embryonen und Stammzellen ist untersagt.

Hariri an die Schweiz ausgeliefert

BERN. Marokko hat Hussein Hariri an die Schweiz ausgeliefert. Der libanesische Flugzeugentführer traf am Nachmittag in Begleitung von vier  schweizerischen Polizeibeamten in Belp ein und wurde anschliessend nach Bern überführt.

Hussein Hariri war am 8. September 2002 aus dem Strafvollzug in der Strafanstalt Plaine de l'Orbe VD geflüchtet. Dank den gemeinsamen Anstrengungen der Bundesanwaltschaft, der Bundeskriminalpolizei und der Waadtländer Kantonspolizei gelang es, den Flüchtigen ausfindig zu machen und am 23. Dezember 2002 von den marokkanischen Behörden verhaften zu lassen.

Die Schweizer Vertretung in Rabat übergab am 23. Januar bzw. am 28. Februar 2003 im Auftrag des Bundesamtes für Justiz (BJ) dem marokkanischen Aussenministerium das formelle Auslieferungsersuchen. Das Ersuchen stützt sich auf das Urteil des Bundesstrafgerichts vom 24. Februar 1989, das Hariri unter anderem wegen Mordes, Geiselnahme und Gefährdung durch Sprengstoffe zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe verurteilt hatte, sowie auf einen Haftbefehl der Bundesanwaltschaft wegen Verdachts strafbarer Vorbereitungshandlungen und Fälschung von Ausweisen. Die marokkanischen Behörden bewilligten die Auslieferung sowohl für die weitere Verbüssung der lebenslänglichen Freiheitsstrafe sowie für die Hariri von der Bundesanwaltschaft zur Last gelegten Straftaten. Ob und wann in Zukunft eine bedingte Entlassung Hariris in Frage kommt, wird die zuständige Behörde des Kantons Genf entscheiden.

Folgen der Trockenheit für die Gewässer

BERN. Der heisse Sommer liess die Wasserstände von Flüssen und Seen stark zurückgehen und dafür die Wassertemperatur ansteigen - jedenfalls im Mittelland und im Jura, wo kein Schmelzwasser aus den Alpen zur Verfügung stand. Diese beiden Faktoren führten zu einer Abnahme der Wasserqualität in den Flüssen. Trotz zahlreicher Massnahmen der Kantone zum Schutz der Wasserfauna konnte ein Fischsterben in mehreren Regionen nicht verhindert werden.

Während die alpinen Gewässer auf Grund der Gletscherschmelze viel Wasser führten, sind andernorts die Pegelstände sehr tief. Die kleineren und mittleren Flüsse in Jura, Mittelland und Voralpen führten in diesen Tagen nur noch etwa einen Zehntel bis einen Drittel jener Wassermengen, die durchschnittlich im August abfliessen. Besonders wenig Wasser hatte es zum Beispiel in der Broye, wo nur noch 8% des langjährigen August-Mittelwerts festgestellt wurden. Dies ist immerhin noch drei Mal mehr als im August 1945, als der bisherige Minusrekord bei der Messstation Broye - Payerne aufgezeichnet wurde. Als Folge der tiefen Wasserstände und der langen Sonnenscheindauer wurden sie ungewöhnlich stark erwärmt. Dies gilt auch für grössere Flüsse unterhalb von Seen, wo mehrere Temperaturrekorde gebrochen wurden. So erreichten zum Beispiel die Rhone bei Chancy mit 25,1 Grad und der Rhein bei Rheinfelden mit 25,8 Grad jeweils die höchste dort gemessene Wassertemperatur. Auch Aare, Reuss, Linth und Broye verzeichneten Rekordwerte. Im Tessiner Fluss Tresa wurde bei Ponte Tresa gar 30,5 Grad gemessen.

Auswirkungen auf die Umwelt

Die Trockenheit hatte in ökologischer Hinsicht zwei Hauptauswirkungen auf die Flüsse:

Eine Abnahme der Wasserqualität Die geringen Wassermengen in den Vorflutern des Flachlandes führen zu einer verminderten Verdünnung der Abwässer aus Kläranlagen. Dies kann vor allem an kleineren Bächen und Flüssen lokal zu erhöhten Konzentrationen der verbleibenden Schad- und Nährstoffe sowie von Bakterien führen.

Grosse Verluste bei Forellen, Äschen und Aalen Wasserflora und Wasserfauna, insbesondere Fische, leiden unter der anhaltenden Trockenheit. Das festgestellte Fischsterben ist auf die erhöhten Wassertemperaturen und auf die dadurch verminderte Sauerstoffkonzentration zurückzuführen. Zusammen rufen diese beiden Faktoren einen physiologischen Stress hervor, der bei Fischen zum Tod führen kann. Das Problem stellt sich insbesondere bei den Forellen und den Äschen, doch können auch andere Arten davon betroffen sein. Im Rhein zwischen Untersee und Eglisau hat das Fischsterben einen Höhepunkt erreicht. Dort mussten die Berufs- und Angelfischer über 20'000 tote Äschen aus dem Hochrhein entsorgen, die die hohen Wassertemperaturen von über 25 Grad nicht überlebten. Auch im Lago di Muzzano oberhalb von Lugano mussten vor einer Woche hunderte von toten Fischen geborgen werden, die wegen dem durch die Wassertemperatur begünstigten Zersetzungsprozess der Algen keinen Sauerstoff mehr erhielten. Ähnliche Vorkommnisse sind vor allem aus den vielen kleinen Fliessgewässern des Mittellandes zu vermelden. Angesichts des Ausmasses und der langen Dauer der Trockenheit konnten sie trotz aller möglichen Massnahmen der kantonalen Ämter zum Schutz der Wasserfauna - Einschränkungen oder Verbote bei Wasserentnahmen (Landwirtschaft), beim Baden und im Bereich der Fischerei; Umsiedelung von Fischen in andere Gewässer - nicht verhindert werden.

Mehrere Regentage sind für eine Normalisierung der Lage nötig

Die gewittrigen Niederschläge der letzten Woche liessen die Abflüsse nur vorübergehend kurz ansteigen. Um die Pegel der Flüsse wieder zu normalisieren bräuchte es mehrere Tage Regenwetter oder drei bis vier intensive Regenereignisse innerhalb von zehn Tagen. Gestützt auf die Erfahrungen im Dürresommer von 1947, wo sich Flora und Fauna wieder erholten, ist, mit Ausnahme bei den im Bestand gefährdeten Fischarten, nicht mit bleibenden Schäden in der Natur zu rechnen, falls es wieder normal regnet. Beispielsweise ist jedoch die Regenerationsfähigkeit der Äsche, deren Bestand in der ganzen Schweiz gefährdet ist, sehr beschränkt. Für die kommenden Monate ist eine ausführliche Bilanz der Auswirkungen der Trockenheit auf den Wasserhaushalt geplant.

Der Bundespräsident empfängt den neuen Generaldirektor der WHO in Bern

BERN. Am Dienstag 26.8. wird der neue Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Dr. Jong-Wook Lee, von Bundespräsident Pascal Couchepin in Bern empfangen. Er wird dabei ebenfalls mit Vertreterinnen und Vertretern der Bundesbehörden zusammentreffen, darunter auch Thomas Zeltner vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) und Botschafter Walter Fust der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA). Anlässlich dieses Besuchs werden verschiedene Themen aufgegriffen, insbesondere die Perspektiven und Prioritäten der WHO unter der Leitung des neuen Generaldirektors, die Beziehungen mit der Schweiz sowie die Rolle, die der Schweiz als Gastland gegenüber dieser internationalen Organisation zukommt. Der im Mai 2003 von der Weltgesundheitsversammlung gewählte Jong-Wook Lee hat am vergangenen 21. Juli Gro Harlem Brundtland an der Spitze dieser Organisation abgelöst.

Die WHO ist im Bereich der öffentlichen Gesundheit ein wichtiger Partner der Schweiz und ganz besonders des Bundesamts für Gesundheit (BAG). Die Rolle als internationale Koordinatorin dieser UNO-Agentur war gerade im vergangenen Frühling im Kampf gegen die atypische Pneumonie (SARS) asiatischen Ursprungs von zentraler Bedeutung. Dank ihrem weltweiten Netzwerk ist die WHO in der Lage, die globale Überwachung der Infektionskrankheiten sicherzustellen, wobei die durch das Influenza-Virus hervorgerufene Grippe zu einer der bekanntesten und gefährlichsten zählt. Die von der WHO und ihren Partnern koordinierten Aktionen und Massnahmen sind entscheidend für die Prävention von Pandemien, den Kampf gegen impfvermeidbare Krankheiten, den Zugang zu medizinischer Betreuung und Medikamenten, die Ausrottung von Infektionskrankheiten (Pocken und bald auch Kinderlähmung) und die Bekämpfung der Aids- Pandemie. Weiter hat diese Organisation energische Massnahmen zur Bekämpfung des Tabakkonsums getroffen. So haben die 192 WHO- Mitgliedstaaten im Mai die Rahmenkonvention zur Tabakkontrolle einstimmig gutgeheissen. Mit diesem Instrument soll die tabakbedingte Sterblichkeit weltweit reduziert werden.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist somit eine der wichtigsten und renommiertesten in Genf beheimateten Organisationen. Die Schweizist Mitglied seit der Gründung dieser Organisation im Jahr 1948 und hat seither verschiedene Aufgaben wahrgenommen, insbesondere war sie von 1999 bis 2002 Mitglied des Exekutivrats. Die Beteiligung der Schweiz am Budget der WHO betrug im Jahr 2002 etwa 14 Mio. Franken.

 

 

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