Friedenspolitik im Zeichen der kritischen Lage der Bundesfinanzen

BERN. Die Aussenpolitische Kommission des Ständerates (APK-S) hat die Beratung eines Gesetzes sowie zweier Rahmenkredite betreffend die zivile Friedensförderung abgeschlossen. 

Beschäftigungslage verschlechtert sich weiter

NEUENBURG. Die Indikatoren des vom Bundesamt für Statistik (BFS) vierteljährlich veröffentlichten Beschäftigungsbarometers zeigen weiterhin einen Abwärtstrend auf dem Schweizer Arbeitsmarkt. Im Vergleich zum Vorjahr nahm im 2. Quartal 2003 sowohl die Anzahl Erwerbstätiger als auch jene der Beschäftigten um 0,9% ab. Wiederum ist vom Stellenrückgang auch der 3. Sektor(-0,4%)betroffen.

SBB-Halbjahresrechnung 2003

BERN. Der SBB-Konzern hat im ersten Halbjahr 2003 Betriebsergebnis und Ebit gesteigert. Das Gesamtperiodenergebnis ist mit 58,2 Mio. Franken wieder positiv, nachdem es im ersten Halbjahr 2002  –25,8 Mio. Franken betragen hatte. Im Personenverkehr entwickelte sich insbesondere der Regional- verkehr erfreulich. Im Güterverkehr wurden die Verluste dank striktem Kostenmanagement halbiert.

Preistransparenz auf dem Strommarkt: Preisüberwacher eröffnet neue Website

BERN. Die oft beklagte Intransparenz bei den Stromtarifen gehört der Vergangenheit an. Ein neu aufgeschalteter Preisvergleich des Preisüberwachers liefert erstmals einen vollständigen Überblick über die in der Schweiz praktizierten Preise für Elektrizität.

Neue Kommandanten SWISSCOY - neuer Ausbildungsstandort

BERN. Gestern rückte das Gros des neunten Kontingentes SWISSCOY zur siebenwöchigen Vorbereitung auf seinen Einsatz im Kosovo am neuen, aber provisorischen Ausbildungsstandort Melchtal (OW) ein. Geführt werden die 188 in der Ausbildung stehenden Personen von Oberstleutnant im Generalstab Ivo Burgener und Major Markus Ernst.

Grundsätzliche Unterstützung für Steueramnestie

GENF. Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrats (WAK-N) tagte am 25. und 26. August in Genf. Schwerpunkt der Beratungen waren Initiativen im Finanzbereich: Die Kommission unterstützte in der Vorprüfung zwei Initiativen für eine allgemeine Steueramnestie. Abgelehnt wurde hingegen eine Initiative bezüglich der Einführung einer Erbschafts- und Schenkungssteuer.

Bundespräsident Pascal Couchepin auf Staatsbesuch in Portugal

BERN. Auf Einladung der Republik Portugal wird  Bundespräsident Pascal Couchepin am Montag und Dienstag einen  zweitägigen Staatsbesuch in Lissabon abstatten. Auf dem Programm des Besuchs stehen neben einem Treffen mit Staatspräsident Jorge Sampaio Gespräche mit Premierminister José Manuel Durão Barroso, dem portugiesischen Parlamentspräsidenten João Mota Amaral und dem Stadtpräsidenten von Lissabon, Pedro Santana Lopes.

 

 

26. August 2003

Friedenspolitik im Zeichen der kritischen Lage der Bundesfinanzen

Die Aussenpolitische Kommission des Ständerates (APK-S) hat die Beratung eines Gesetzes sowie zweier Rahmenkredite betreffend die zivile Friedensförderung abgeschlossen. Beim Rahmenkredit für die Massnahmen des EDA in diesem Bereich beantragt sie ihrem Rat, das Kreditvolumen von 240 auf 175 Millionen Franken zu kürzen. Ferner hat die APK-S im Rahmen des parlamentarischen Mitberichtsverfahrens die Botschaft über die Finanzierung der Exportförderung für die Jahre 2004-2007 beraten.  Zudem hat sich die Kommission aus aktuellem Anlass durch Bundesrätin Micheline Calmy-Rey über die Geiselbefreiung in Mali orientieren lassen.

BERN. Die Kommission hatte sich bereits an ihrer Sitzung vom 3./4. April 2003 mit dem Bundesgesetz über Massnahmen zur zivilen Friedensförderung und Stärkung der Menschenrechte dem Rahmenkredit über Massnahmen zur zivilen Konfliktbearbeitung und Menschenrechtsförderung und dem Rahmenkredit für zivile friedensfördernde Massnahmen im Rahmen des VBS befasst. Dabei hatte sie das EDA aufgefordert, verschiedene Varianten über die Höhe des Rahmenkredits betreffend seine friedenspolitischen Tätigkeiten aufzustellen.

Gestützt auf den erhaltenen Informationen hat die Kommission vier Optionen eingehend diskutiert: 144 - 175 - 200 - 240 Millionen Franken. Einige Mitglieder plädierten für ein verstärktes friedenspolitisches Engagement als eine neue Form der Guten Dienste. Dies ermöglicht eine profilierte Positionierung der Schweiz im internationalen Umfeld vor dem Hintergrund steigender Bedürfnisse nach Konfliktprävention und -bearbeitung. Die Mehrheit der Kommission befand jedoch, dass angesichts der prekären Finanzlage des Bundes und im Hinblick auf das Entlastungsprogramm, auch in diesem Gebiet sich Sparmassnahmen aufdrängen und das politisch Wünschbare dem finanziell Machbaren zu unterordnen ist. Ein Antrag auf 175 Millionen Franken obsiegte sodann mit 6 zu 6 Stimmen und Stichentscheid des Kommissionspräsidenten gegen einen Antrag auf 200 Millionen Franken und mit 7 zu 4 Stimmen bei einer Enthaltung gegen den Antrag von Bundesrat und Nationalrat auf 240 Millionen Franken. Diese Lösung bedeutet konkret eine Plafonierung der jährlichen Verpflichtungskredite auf das im Jahr 2002 erreichte Volumen von 44 Millionen Franken.

Dem Bundesgesetz sowie dem Rahmenkredit des VBS hat die Kommission einhellig zugestimmt, wobei sie Ihrem Rat einige Änderungen im Vergleich zur Fassung des Nationalrates beantragt.

Mit der Botschaft über die Finanzierung der Exportförderung für die Jahre 2004-2007 hat sich die APK-S im Rahmen des parlamentarischen Mitberichtsverfahrens auseinandergesetzt. Die Kommission geht mit dem Nationalrat einig, dass eine Evaluation der Exportförderung angebracht ist, um die notwendigen Bereinigungen und Verbesserungen der Strukturen vornehmen zu können. Mit 5 zu 4 Stimmen schlägt sie aber der mit der Vorberatung dieses Geschäftes beauftragten Kommission für Wirtschaft und Abgaben vor, im Gegensatz zum Nationalrat einen Rahmenkredit von 34 Millionen Franken für eine Dauer von zwei Jahren (2004-2005) zu genehmigen. Der vom Nationalrat gewährte einjährige Rahmenkredit von 17 Millionen für 2004 ist aus ihrer Sicht zu kurz, um eine fundierte Evaluation zu ermöglichen.

Ferner hat sich die Kommission durch Bundesrätin Micheline Calmy-Rey über die Umstände der Geiselbefreiung in Mali orientieren lassen. Dabei hat sie der Vorsteherin des EDA und den involvierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ihre Höhe Anerkennung für die erfolgreiche Bewältigung der schwierigen Angelegenheit ausgesprochen. Zur Frage eines allfälligen Lösegeld schloss sich die Kommission der Vorsteherin des EDA an, das Thema nicht weiter zu erörtern, insbesondere um keine Nachahmungstäter auf den Plan zu rufen. Hingegen insistierte sie darauf, dass die Schweiz von den involvierten Ländern alles abverlange, um die Entführer zur Rechenschaft zu ziehen. Ebenso hielt sie eine Diskussion über die Kostenbeteiligung der Entführten im vorliegenden Einzelfall nicht für opportun, liess sich aber über die Rechtslage und den Ermessensspielraum der zuständigen Behörden in der Praxis orientieren. An einer späteren Sitzung will die Kommission auf die Angelegenheit zurückkommen und Massnahmen prüfen, sofern sie Handlungsbedarf dafür erkennen sollte.

Beschäftigungslage verschlechtert sich weiter

NEUENBURG. Die Indikatoren des vom Bundesamt für Statistik (BFS) vierteljährlich veröffentlichten Beschäftigungsbarometers zeigen weiterhin einen Abwärtstrend auf dem Schweizer Arbeitsmarkt. Im Vergleich zum Vorjahr nahm im 2. Quartal 2003 sowohl die Anzahl Erwerbstätiger als auch jene der Beschäftigten um 0,9% ab. Wiederum ist vom Stellenrückgang auch der 3. Sektor(-0,4%)betroffen. Aussichtsbeurteilungsziffer und Index der offenen Stellen notieren auf einem neuen Tiefststand und lassen somit keine baldige Trendwende erwarten.

SBB-Halbjahresrechnung 2003

BERN. Der SBB-Konzern hat im ersten Halbjahr 2003 Betriebsergebnis und Ebit gesteigert. Das Gesamtperiodenergebnis ist mit 58,2 Mio. Franken wieder positiv, nachdem es im ersten Halbjahr 2002  –25,8 Mio. Franken betragen hatte. Im Personenverkehr entwickelte sich insbesondere der Regional- verkehr erfreulich. Im Güterverkehr wurden die Verluste dank striktem Kostenmanagement halbiert. Die Verkehrsleistung nahm leicht zu – trotz anhaltend schwieriger Konjunktur.

Preistransparenz auf dem Strommarkt: Preisüberwacher eröffnet neue Website

BERN. Die oft beklagte Intransparenz bei den Stromtarifen gehört der Vergangenheit an. Ein neu aufgeschalteter Preisvergleich des Preisüberwachers liefert erstmals einen vollständigen Überblick über die in der Schweiz praktizierten Preise für Elektrizität.

Auf der neuen Website strompreise.preisueberwacher.ch können sich Interessierte ab sofort die Preise einer kWh in Rappen anzeigen lassen, welche die Elektrizitätsverteilunternehmen (EVU) der Schweiz für 14 verschiedene Verbraucherkategorien verrechnen. Dieser Preis enthält die fixen Gebühren(Grundgebühr, Leistungspreis, Zählermiete) und die konsumabhängigen Energiepreise (exkl. Mehrwertsteuer). Eine Grafik zeigt, wo der ermittelte Preis im kantonalen Vergleich und gegenüber dem schweizerischen Durchschnitt angesiedelt ist (vgl. das Beispiel der Gemeinde Interlaken auf der Rückseite dieser Medienmitteilung).

Die Preisüberwachung hat auf der Basis einer Vollerhebung die Durchschnittspreise pro kWh für 14 standardisierte Verbraucherkategorien selbst berechnet und den EVU zur Kontrolle unterbreitet. Verschiedene EVU wiesen daraufhin, dass ihre Tarifzeiten für den Verbraucher günstiger seien als die vom Preisüberwacher verwendeten Standardtarifzeiten. Bei diesen EVU wurde eine entsprechende Korrektur vorgenommen.

Eine Beurteilung der Frage, ob die Preise zu hoch oder angemessen sind, ist gestützt auf den jetzt publizierten Preisvergleich noch nicht möglich. Dafür müssen auch Faktoren wie zum Beispiel die Anschlussdichte und die geographische Situation berücksichtigt werden.

Der Preisüberwacher wird die erhobenen Daten nun im Detail statistisch auswerten. Anschliessend werden die auffälligen Fälle einer vertieften ökonomischen Analyse unterzogen. Wo nötig, wird der Preisüberwacher schliesslich Preissenkungen verlangen.

Neue Kommandanten SWISSCOY - neuer Ausbildungsstandort

BERN. Gestern rückte das Gros des neunten Kontingentes SWISSCOY zur siebenwöchigen Vorbereitung auf seinen Einsatz im Kosovo am neuen, aber provisorischen Ausbildungsstandort Melchtal (OW) ein. Geführt werden die 188 in der Ausbildung stehenden Personen von Oberstleutnant im Generalstab Ivo Burgener und Major Markus Ernst.

Grundsätzliche Unterstützung für Steueramnestie

GENF. Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrats (WAK-N) tagte am 25. und 26. August in Genf. Schwerpunkt der Beratungen waren Initiativen im Finanzbereich: Die Kommission unterstützte in der Vorprüfung zwei Initiativen für eine allgemeine Steueramnestie. Abgelehnt wurde hingegen eine Initiative bezüglich der Einführung einer Erbschafts- und Schenkungssteuer. Die Traktandenliste umfasste ausserdem vier Leistungsaufträge in den Bereichen Nationalgestüt, landwirtschaftliche Forschung, Swissmint und Bundesamt für Metrologie und Akkreditierung sowie einige Standesinitiativen im landwirtschaftlichen Bereich.

Bundespräsident Pascal Couchepin auf Staatsbesuch in Portugal

BERN. Auf Einladung der Republik Portugal wird  Bundespräsident Pascal Couchepin am Montag und Dienstag einen  zweitägigen Staatsbesuch in Lissabon abstatten. Auf dem Programm des Besuchs stehen neben einem Treffen mit Staatspräsident Jorge Sampaio Gespräche mit Premierminister José Manuel Durão Barroso, dem portugiesischen Parlamentspräsidenten João Mota Amaral und dem Stadtpräsidenten von Lissabon, Pedro Santana Lopes. Die bilateralen Beziehungen zwischen Portugal und der Schweiz sowie Fragen der internationalen Politik, namentlich der europäischen Integration,  werden im Mittelpunkt der Gespräche zwischen Herrn Couchepin und seinen Gastgebern stehen. Ein weiteres Thema werden die schweren  Waldbrände und ihre Folgen sein: Die Schweiz hat soeben beschlossen, einen Kredit von einer Million Franken zur Unterstützung der Geschädigten bereit zu stellen.

 

 

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