Bundesrat Deiss nimmt an der WTO-Ministerkonferenz in Cancún teil

BERN. Der Bundesrat hat an seiner heutigen Sitzung das Verhandlungsmandat für die fünfte WTO-Ministerkonferenz beschlossen, die vom 10. bis 14. September 2003 in Cancún (Mexiko) stattfindet. Bundesrat Joseph Deiss, Vorsteher des Eidgenössischen Volkswirtschafts- departements, wird die Schweizer Delegation leiten.

Zollverwaltung prüft Schwefelgehalt von Treibstoffen

BERN. Die Überprüfung des Schwefelgehaltes von Treibstoffen soll aus wirtschaftlichen Gründen durch die Zollverwaltung und nicht durch die Eidg. Materialprüfungsanstalt (EMPA) erfolgen. Das hält der Bundesrat in seiner Antwort auf eine Interpellation von Nationalrat Peter Weigelt (FDP/SG) fest.

Werbeaufwand: Verschärfte Sommerflaute im Juni

ZÜRICH. Der Bruttowerbeaufwand in der Schweiz ging laut «Werbewoche» im ohnehin stets umsatzschwachen Juli gegenüber dem Vorjahr um 5,3 % zurück. Den grössten Rückgang (um 11,2 % auf 91 Millionen Franken) erlitten die Tageszeitungen. Laut Media Focus setzten sie erstmals seit Januar 1999 in einem Monat weniger als 100 Millionen Franken mit kommerzieller Werbung um.

Verwahrung gefährlicher Pädophiler

BERN. Die Kommission für Rechtsfragen des Nationalrates hat nach eingehender Prüfung des revidierten Strafgesetzbuches vom Dezember 2002 festgestellt, dass sich mit den im Parlament bereits verabschiedeten Bestimmungen der Schutz der Allgemeinheit im heiklen Bereich der Pädophilie vollumfänglich garantieren lässt.

Schweizer Konsumenten bevorzugen Schweizer Frischprodukte

BERN. Bei den Frischprodukten ist den Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten die Herkunft besonders wichtig. Fleisch, Gemüse, Früchte, sowie Milch und Milchprodukte sollen aus der Schweiz stammen. Dies berichtet das Bundesamt für Gesundheit (BAG) in der aktuellen Ausgabe seines wöchentlichen Bulletins. Beim Fleisch achten fast drei viertel der Befragten darauf, dass es aus der Schweiz stammt.

SBV engagiert sich für trockenheitsgeschädigte Bauern

BERN. Die anhaltende extreme Trockenheit stellt die Landwirtschaft in den betroffenen Regionen vor grosse betriebliche  und finanzielle Probleme. Unterdessen belaufen sich die Schäden gemäss vorsichtigen Schätzungen des Schweizerischen Bauernverbandes (SBV) auf rund 500 Millionen Franken.

Martin Bopp geht in Pension - Maria Ossowski wird neue Leiterin Moderation DRS 2

BASEL. Eine bekannte Grösse von Schweizer Radio DRS, Martin Bopp, geht in den Ruhestand. Martin Bopp arbeitete seit 1967 für SR DRS und war zuletzt Leiter Moderation DRS 2 und stellvertretender Programmleiter DRS 2. Schweizer Radio DRS dankt ihm für sein grosses Engagement, den langjährigen Einsatz und wünscht ihm für den neuen Lebensabschnitt ganz herzlich alles Gute. Maria Ossowski tritt am 1. November die Nachfolge an als Leiterin Moderation DRS 2.

LSVA: Entschädigung den Kosten angepasst

BERN. Für die Erhebung der Leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA) erhält die Eidg. Zollverwaltung (EZV) seit 1. Januar 2003 sieben statt wie zuvor vier Prozent der Einnahmen als Aufwandentschädigung. Dies vor allem, um die effektiven Kosten zu decken, wie der Bundesrat in seiner Antwort auf eine Interpellation von NationalratUlrich Fischer (FDP/AG) festhält.

Kleinere Kartoffelernte und höhere Preise

BERN. Schweizer Landwirte ernteten dieses Jahr insgesamt 480'000 Tonnen Kartoffeln, rund neun Prozent weniger als im letzten Jahr. Damals waren es 526'000 Tonnen. Die Preise könnten je nach Sorte bis zu zwei Franken pro 100 Kilogramm steigen. Wenn sich die Kartoffeln gut einlagern lassen, werden die Verluste kleiner sein.

FIFA erwirbt Wohnraum in Zürich

BERN. Die Fédération Internationale de Football Association (FIFA) will in Zürich eine Wohnliegenschaft erwerben, ohne dafür eine sogenannte Lex-Koller-Bewilligung (Bundesgesetz über den Erwerb von Grundstücken im Ausland) einholen zu müssen. Die FIFA hat dem Bundesrat nun ein Gesuch eingereicht, welches dieser aus staatspolitischem Interesse gutgeheissen hat.

Dreissig Schweizer Organisationen warnen vor Freihandel um jeden Preis

BERN. Der freie Handel soll nicht zu Lasten der Entwicklungsländer, der Landwirtschaft und der Umwelt vorangetrieben werden. Das forderte die Gruppierung Schweizer Koordination Gerechter Welthandel heute an ihrer Pressekonferenz.

Den Teufelskreis stoppen

BERN. Laut einer Mitteilung der Gastgewerbe-Gewerkschaft UNIA liegt der Durchschnittsverdienst im Gastgewerbe einen Drittel unter dem gesamtschweizerischen Wert für alle Branchen. Ein Drittel des Nachwuchses für Küche und Service steigt bereits während der Lehre oder kurz nach Abschluss aus dem Beruf aus. Vier Jahre nach der Lehre hat jeder zweite Koch das Gastgewerbe bereits wieder verlassen.

Bundesratsentscheide zur NEAT

BERN. Der Bundesrat hat drei Entscheide zur NEAT gefällt: Er gab 378 Millionen aus den Reserven für die beiden AlpTransit-Achsen Lötschberg und Gotthard frei, genehmigte eine Vereinbarung mit der BLS Lötschbergbahn AG (BLS AG) über die Inbetriebnahme des Basistunnels und erhöhte den Zahlungskredit 2003 für die Lötschberg-Basislinie.

Zweite Versammlung der Vertragsstaaten des Internationalen Strafgerichtshofs

BERN. Vom 8. bis 12. September 2003 treffen sich in New York die über 90 Vertragsstaaten des Römer Statuts des Internationalen Strafgerichtshofs zu ihrer zweiten Jahresversammlung. Es geht darum, den Aufbau hinsichtlich Personal und Infrastruktur abzuschliessen, damit der Gerichtshof seine Aufgabe effektiv wahrnehmen kann.

 

 

27. August 2003

Bundesrat Deiss nimmt an der WTO-Ministerkonferenz in Cancún teil

BERN. Der Bundesrat hat an seiner heutigen Sitzung das Verhandlungsmandat für die fünfte WTO-Ministerkonferenz beschlossen, die vom 10. bis 14. September 2003 in Cancún (Mexiko) stattfindet. Bundesrat Joseph Deiss, Vorsteher des Eidgenössischen Volkswirtschafts-departements, wird die Schweizer Delegation leiten. Nachdem vor knapp zwei Jahren in Doha (Katar) eine Verhandlungsrunde lanciert wurde, geht es in Cancún darum, den Stand der Verhandlungen zu evaluieren und die nötigen politischen und operationellen Impulse zu geben, damit die Runde wie vorgesehen bis am 1. Januar 2005 abgeschlossen werden kann.

Verschiedene Punkte im heute vorliegenden Entwurf für eine Ministererklärung werden in Cancún noch Gegenstand von intensiven Verhandlungen sein. So ist bei den Landwirtschaftsverhandlungen die Suche nach einem Gleichgewicht zwischen der weiteren Liberalisierung und der Berücksichtigung von nicht-kommerziellen Anliegen noch nicht abgeschlossen. Zudem ist noch offen, ob es gelingen wird, Verhandlungen über die Themen Investitionen, Wettbewerb, Handelserleichterung und öffentliches Beschaffungswesen zu lancieren. In Cancún sollte schliesslich auch ein Beschluss über den Zugang zu Medikamenten für die ärmsten Länder zustande kommen.

Zollverwaltung prüft Schwefelgehalt von Treibstoffen

BERN. Die Überprüfung des Schwefelgehaltes von Treibstoffen soll aus wirtschaftlichen Gründen durch die Zollverwaltung und nicht durch die Eidg. Materialprüfungsanstalt (EMPA) erfolgen. Das hält der Bundesrat in seiner Antwort auf eine Interpellation von Nationalrat Peter Weigelt (FDP/SG) fest.

Das Parlament hat am 20. Juni 2003 einer Änderung des Umweltschutzgesetzes zugestimmt, die den Bund ermächtigt, eine Lenkungsabgabe auf Treibstoffen mit einem Schwefelgehalt von mehr als 0,001 Prozent zu erheben. Ziel ist es, die Einführung schwefelfreier Treibstoffe zu fördern. Der Bundesrat hat die Eidg. Zollverwaltung mit dem Vollzug dieses Erlasses beauftragt.

Mit seiner Interpellation vom 5. Juni 2003 wollte Nationalrat Peter Weigelt vom Bundesrat wissen, ob die Prüfung des Schwefelgehaltes von Treibstoffen an die EMPA ausgelagert werden könne, da diese bereits über ein entsprechendes Analysegerät verfüge. Ausserdem verlangte er Auskunft darüber, weshalb die Zollverwaltung international genormte Messtoleranzen nicht anwenden wolle. So werde ein neues Handelshemmnis geschaffen.

In seiner Antwort hält der Bundesrat fest, dass die Kosten für die Schwefelanalysen bei einer Auslagerung an die EMPA mehr als doppelt so hoch wären. Aus diesem Grund verzichte man darauf. In Bezug auf die Messtoleranzen weist der Bundesrat darauf hin, dass die Ermittlung des Schwefelgehaltes wie jede Analyse mit einer Messungenauigkeit behaftet sei. Die Zollverwaltung werde dem Rechnung tragen, indem sie sich an der internationalen Norm ISO 4259 orientiere. Von einem neuen Handelshemmnis könne nicht gesprochen werden.

Werbeaufwand: Verschärfte Sommerflaute im Juni

ZÜRICH. Der Bruttowerbeaufwand in der Schweiz ging laut «Werbewoche» im ohnehin stets umsatzschwachen Juli gegenüber dem Vorjahr um 5,3 % zurück. Den grössten Rückgang (um 11,2 % auf 91 Millionen Franken) erlitten die Tageszeitungen. Laut Media Focus setzten sie erstmals seit Januar 1999 in einem Monat weniger als 100 Millionen Franken mit kommerzieller Werbung um. Auch die Publikumszeitschriften litten (minus 7,9 %), während die Fachzeitschriften das erste positive Ergebnis (0,5 %) seit Januar verzeichnen konnten. Die Radiowerbung blickt mit einem Plus von 1,3 % weiterhin auf ein durchweg positives Jahr 2003. Sehr gut entwickelten sich die audiovisuellen Medien: TV legte um 12,8 % zu und liegt über alle sieben Monate nur noch 0,1 % zurück. Das Kino meldet mit einem Wachstum um 64,6 % ein beachtliches Sommerhoch. Weniger erfreulich ist das Resultat der Plakatwerbung (minus 7,3 %). Immerhin sinke das kumulierte Jahresminus nach dem miserablen 1. Quartal jeden Monat, kommentiert Media Focus. Im Internet wurden 634'000 Franken Umsatz gemeldet. Wegen geänderter Erfassungsmethoden ist dieser Wert nicht vollständig und kann nicht mit dem Vorjahreswert (834'000 Franken) verglichen werden.

Verwahrung gefährlicher Pädophiler

BERN. Die Kommission für Rechtsfragen des Nationalrates hat nach eingehender Prüfung des revidierten Strafgesetzbuches vom Dezember 2002 festgestellt, dass sich mit den im Parlament bereits verabschiedeten Bestimmungen der Schutz der Allgemeinheit im heiklen Bereich der Pädophilie vollumfänglich garantieren lässt. Das bereitgestellte Gesetzesdispositiv weist demnach keine Lücken auf, wie verschiedentlich behauptet wurde, und ermöglicht durchaus die Verwahrung gefährlicher pädophiler Straftäter. Die Kommission hat sich deshalb mit 14 zu 2 Stimmen bei 5 Enthaltungen gegen eine neue Gesetzesrevision in diesem Bereich ausgesprochen.

Schweizer Konsumenten bevorzugen Schweizer Frischprodukte

BERN. Bei den Frischprodukten ist den Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten die Herkunft besonders wichtig. Fleisch, Gemüse, Früchte, sowie Milch und Milchprodukte sollen aus der Schweiz stammen. Dies berichtet das Bundesamt für Gesundheit (BAG) in der aktuellen Ausgabe seines wöchentlichen Bulletins. Beim Fleisch achten fast drei viertel der Befragten darauf, dass es aus der Schweiz stammt. Beim Gemüse ist es rund die Hälfte, bei Früchten vierzig Prozent, bei Eiern sowie bei Milch und Milchprodukten ist es gut ein Sechstel der Befragten.   Beim Einkauf ist für achtzig Prozent der Preis das wichtigste Kriterium, gefolgt von Gewicht und Menge. Als drittwichtigstes Kriterium nannten rund siebzig Prozent das Produktionsland. Allerdings verliert die Herkunft an Bedeutung, je mehr Verarbeitungsschritte und Zutaten ein Produkt aufweist.

Die Schweiz geniesse als Produktionsland einen besonders hohen Stellenwert, heisst es in der Studie zur Lebensmittelsicherheit des BAG weiter. Mit der Schweiz würden insbesondere gute Qualität, Frische, Hygiene und kurze Transportwege assoziiert. Ein Teil der Befragten betonte auch, die Schweizer Produktion unterstützen zu wollen.

SBV engagiert sich für trockenheitsgeschädigte Bauern

BERN. Die anhaltende extreme Trockenheit stellt die Landwirtschaft in den betroffenen Regionen vor grosse betriebliche  und finanzielle Probleme. Unterdessen belaufen sich die Schäden gemäss vorsichtigen Schätzungen des Schweizerischen Bauernverbandes (SBV) auf rund 500 Millionen Franken. Der SBV begrüsst das inzwischen getroffene Massnahmenbündel, ist aber der Meinung, zusätzliche Massnahmen müssten folgen.

Martin Bopp geht in Pension - Maria Ossowski wird neue Leiterin Moderation DRS 2

BASEL. Eine bekannte Grösse von Schweizer Radio DRS, Martin Bopp, geht in den Ruhestand. Martin Bopp arbeitete seit 1967 für SR DRS und war zuletzt Leiter Moderation DRS 2 und stellvertretender Programmleiter DRS 2. Schweizer Radio DRS dankt ihm für sein grosses Engagement, den langjährigen Einsatz und wünscht ihm für den neuen Lebensabschnitt ganz herzlich alles Gute. Maria Ossowski tritt am 1. November die Nachfolge an als Leiterin Moderation DRS 2.

LSVA: Entschädigung den Kosten angepasst

BERN. Für die Erhebung der Leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA) erhält die Eidg. Zollverwaltung (EZV) seit 1. Januar 2003 sieben statt wie zuvor vier Prozent der Einnahmen als Aufwandentschädigung. Dies vor allem, um die effektiven Kosten zu decken, wie der Bundesrat in seiner Antwort auf eine Interpellation von NationalratUlrich Fischer (FDP/AG) festhält.

Mit seiner Interpellation vom 5. Mai 2003 hatte Fischer vom Bundesrat wissen wollen, weshalb die Aufwandentschädigung für die Zollverwaltung bereits zwei Jahre nach der Einführung der LSVA von vier auf sieben Prozent erhöht worden sei.

In den Jahren 2001 und 2002 beliefen sich die Kosten für die Erhebung der LSVA laut bundesrätlicher Antwort auf rund 60 bzw. 50 Millionen Franken. Dies entspricht einem Anteil von etwa 8 (2001) respektive 5,5Prozent (2002) der Einnahmen. Demgegenüber standen Aufwand-entschädigungen für die EZV in der Höhe von 31 bzw. 35 Millionen Franken. Die Mittel aus der seit Anfang 2003 geltenden Entschädigung von 7 Prozent sollen dazu dienen, die Kosten in den Jahren 2003 und 2004 zu decken sowie den Mehraufwand und die Vorinvestitionen der EZV früherer Jahre abzutragen.

Bei der Erhebung der LSVA, so der Bundesrat weiter, schlagen vor allem die Infrastrukturkosten zu Buche. Um die LSVA weiterhin einwandfrei erheben zu können, bedürfe es entsprechender Unterhaltsarbeiten. Ausserdem gelte es, regelmässig technische Neuerungen vorzunehmen.

Am 1. Januar 2005 entfallen die 40-Tonnen Kontingente. Gleichzeitig werden die LSVA-Tarife erhöht. Der Bundesrat ist sich bewusst, dass sich die Aufwandentschädigung für die EZV dadurch nochmals erhöhen wird. Er wird deshalb den Prozentsatz im Jahr 2006 überprüfen und gegebenenfalls anpassen.

Kleinere Kartoffelernte und höhere Preise

BERN. Schweizer Landwirte ernteten dieses Jahr insgesamt 480'000 Tonnen Kartoffeln, rund neun Prozent weniger als im letzten Jahr. Damals waren es 526'000 Tonnen. Die Preise könnten je nach Sorte bis zu zwei Franken pro 100 Kilogramm steigen. Wenn sich die Kartoffeln gut einlagern lassen, werden die Verluste kleiner sein. Kaum Rückgänge verzeichnen Saatgut mit 30'000 Tonnen, Frühkartoffeln mit 24'000 Tonnen und Bio-Kartoffeln mit 15'000 Tonnen. Besonders stark ist der Ertrag bei den anfälligen Sorten zurückgegangen. Bei den Speisekartoffeln ist es vor allem Bintje, bei den Pommes-Frites Sorten sind es Agria und Eba. Dieses Jahr könne die Nachfrage für diese drei Sorten nicht gedeckt werden, erklärte Schneider. Bei Bintje und Agria fehlen jeweils 10'000 Tonnen. Dies ist ein Viertel bei Bintje und 16 Prozent bei Agria. Von der Sorte Eba fehlt rund ein Sechstel, 5'000 Tonnen. Wegen der Trockenheit waren die Kartoffeln physisch gestresst und hatten Durchwuchs, wie Schneider erklärt: Mehr Kartoffeln als gewöhnlich hatten ausgeschlagen und bereits im Boden eine zweite Generation gebildet. Beide Generationen genügen den Qualitätsansprüchen für Speisekartoffeln nicht mehr und werden verfüttert. Auch sind die Kartoffeln kleiner als in anderen Jahren.   Zum Glück habe die Anbaufläche in diesem Jahr um 400 Hektaren, drei Prozent, zugenommen, sagt Schneider. Sonst wären die Verluste noch grösser ausgefallen. Swisspatat bemühe sich, die Nachfrage bestmöglich zu befriedigen.

FIFA erwirbt Wohnraum in Zürich

BERN. Die Fédération Internationale de Football Association (FIFA) will in Zürich eine Wohnliegenschaft erwerben, ohne dafür eine sogenannte Lex-Koller-Bewilligung (Bundesgesetz über den Erwerb von Grundstücken im Ausland) einholen zu müssen. Die FIFA hat dem Bundesrat nun ein Gesuch eingereicht, welches dieser aus staatspolitischem Interesse gutgeheissen hat. Schon 1992 und 1996 wurden entsprechende Gesuche der FIFA befürwortet.

Dreissig Schweizer Organisationen warnen vor Freihandel um jeden Preis

BERN. Der freie Handel soll nicht zu Lasten der Entwicklungsländer, der Landwirtschaft und der Umwelt vorangetrieben werden. Das forderte die Gruppierung Schweizer Koordination Gerechter Welthandel heute an ihrer Pressekonferenz. Der Gruppierung gehören dreissig Schweizer Gewerkschafts- und Bauernverbände sowie Umweltschutz- und Entwicklungsverbände an. Sie warnen gemeinsam vor den Folgen einer zu raschen Liberalisierung und stellen Forderungen an die Vertreter der Schweizer Delegation bei den Verhandlungen der Welthandelsorganisation (WTO).   Die Koordination verlangt unter anderem, dass sich die Schweiz in Cancùn für die Anliegen der ärmeren Länder einsetzt.

Die Bauernverbände wehrten sich gegen das Agrardossier der WTO. Für Fernand Cuche, Nationalrat der Grünen und Sekretär der Bauernorganisation Uniterre, sind die Vorschläge für ein neues Agrarabkommen nicht akzeptabel. Die WTO solle sich Nahrungssicherheit als Ziel setzen, anstatt den Weltmarkt für Nahrungsmittel von Hindernissen befreien zu wollen, sagte er. Der Bundesrat solle ein Verhandlungsmoratorium im Bereich Landwirtschaft fordern, um die Ziele neu zu formulieren, verlangte Cuche weiter. Wenn der Bundesrat in der WTO neue Konzessionen anbiete, gehe das gegen die Schweizer Gesetzgebung. Dann wäre das Referendum zu ergreifen.   Der Schweizerische Bauernverband (SBV) hält eine Liberalisierung der Schweizer Landwirtschaft für nicht verkraftbar, wenn sie über die laufende Agrarreform hinaus geht. Dies sagte der Direktor des SBV Jacques Bourgeois. Weiter fordert der Verband eine lückenlose Deklaration sowie Herkunftsbezeichnungen für in- und ausländische Produkte. Der SBV setze sich mit dieser Forderung für qualitativ hochwertige und gesunde Lebensmittel ein, sagte Bourgeois weiter. Soziale Aspekte müssten in den Verhandlungen genügend beachtet werden. Es sei ferner ausserordentlich wichtig, dass klimatische und topografische Besonderheiten der einzelnen Länder berücksichtigt würden.

Den Teufelskreis stoppen

BERN. Laut einer Mitteilung der Gastgewerbe-Gewerkschaft UNIA liegt der Durchschnittsverdienst im Gastgewerbe einen Drittel unter dem gesamtschweizerischen Wert für alle Branchen. Ein Drittel des Nachwuchses für Küche und Service steigt bereits während der Lehre oder kurz nach Abschluss aus dem Beruf aus. Vier Jahre nach der Lehre hat jeder zweite Koch das Gastgewerbe bereits wieder verlassen. Mehr als 40% der Beschäftigten des Gastgewerbes hat heute keine Berufsausbildung. Repräsentative Stichproben der Kontrollstelle für den L-GAV haben in den letzten Jahren ergeben, dass 1/3 der kontrollierten Betriebe gegen die Bestimmungen des L-GAV verstösst.

Bundesratsentscheide zur NEAT

BERN. Der Bundesrat hat drei Entscheide zur NEAT gefällt: Er gab 378 Millionen aus den Reserven für die beiden AlpTransit-Achsen Lötschberg und Gotthard frei, genehmigte eine Vereinbarung mit der BLS Lötschbergbahn AG (BLS AG) über die Inbetriebnahme des Basistunnels und erhöhte den Zahlungskredit 2003 für die Lötschberg-Basislinie. Mit der Reservenfreigabe werden unter anderem Projektoptimierungen und die längere Laufzeit des Projekts am Gotthard aufgefangen. Diese Kosten waren bereits bekannt und sind im Fonds für Eisenbahngrossprojekte (FinöV-Fonds) berücksichtigt.

Zweite Versammlung der Vertragsstaaten des Internationalen Strafgerichtshofs

BERN. Vom 8. bis 12. September 2003 treffen sich in New York die über 90 Vertragsstaaten des Römer Statuts des Internationalen Strafgerichtshofs zu ihrer zweiten Jahresversammlung. Es geht darum, den Aufbau hinsichtlich Personal und Infrastruktur abzuschliessen, damit der Gerichtshof seine Aufgabe effektiv wahrnehmen kann.

Der Internationale Strafgerichtshof mit Sitz in Den Haag ist zuständig für die Beurteilung von Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen. Institutionelle Fragen werden mindestens einmal jährlich von einer Versammlung der Vertragsstaaten entschieden. Nachdem an der Gründungsversammlung im September 2002 und an zwei Fortsetzungssitzungen im Frühjahr 2003 alle grundlegenden Entscheide getroffen wurden, ist der Gerichtshof grundsätzlich operationell.

Eigentliche Gerichtsfälle sind noch nicht hängig. Nach Angaben des Anklägers, des Argentiniers Luis Moreno Ocampo, wird jedoch die Situation in Ituri (Demokratische Republik Kongo) besonders aufmerksam verfolgt. Damit der Gerichtshof für ein allfälliges Eingreifen in dieser oder in einer anderen Situation tatsächlich gerüstet ist, muss der Aufbau möglichst rasch abgeschlossen werden. Ein zentraler Punkt der zweiten Jahresversammlung ist darum das Budget für das Jahr 2004.

Wichtige Entscheidungen betreffen ferner die Anerkennung einer neu gegründeten Internationalen Kammer von Strafanwälten beim Gerichtshof und die Schaffung eines eigenen, von der UNO unabhängigen Sekretariats der Vertragsstaatenversammlung. Schliesslich werden die Beratungen über das Verbrechen der Aggression fortgesetzt.

Die Schweizer Delegation setzt sich wie bisher dafür ein, dass dem Gerichtshof jede erforderliche Unterstützung zuteil wird und die zur Verfügung stehenden Mittel wirksam eingesetzt werden. Sie wird angeführt vom Ständigen Vertreter der Schweiz bei der UNO in New York, Botschafter Jenö Staehelin.

 

 

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