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Schweiz
bleibt Holzexportland
NEUENBURG.
Im Jahr 2002 wurden in den Schweizer Wäldern 4,5 Millionen
Kubikmeter Holz geerntet und in den Handel gebracht. Die Holzernte
hat gegenüber dem Vorjahr um rund 20 Prozent abgenommen und liegt
damit wieder im Durchschnitt der Jahre vor dem Sturm Lothar. 63
Prozent des geschlagenen Stammholzes oder 42 Prozent der gesamten
Holzernte wurden exportiert. Trotzdem bleibt die Bilanz der öffentlichen
Forstbetriebe defizitär. Dies geht aus der vom Bundesamt für
Statistik (BFS) und vom Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft
(BUWAL) veröffentlichten Forststatistik für das Jahr 2002
hervor.
Wechsel
an der Heeresspitze
BERN.
Nach sieben Jahren an der Spitze des Heeres verlässt
Korpskommandant Jacques Dousse seinen Posten per 31. August 2003.
Er wird am 1. September von Divisionär
Luc Fellay, dem neuen Kommandanten Heer, abgelöst.
Restrukturierung
des BAZL unter neuer Führung
BERN.
Die geplante Reorganisation des Bundesamtes für Zivilluftfahrt
(BAZL) soll von einer neuen Führung an die Hand genommen werden.
Bundesrat Leuenberger und Direktor André Auer sind übereingekommen,
dass ein Wechsel an der Spitze des Amtes im Interesse des BAZL und
seiner Aufgabenerfüllung liegt. Auer stellt deshalb am 1.
September sein Amt als Direktor zu Verfügung. Seine Funktion soll
ad interim von Max Friedli, Direktor des Bundesamtes für Verkehr,
wahrgenommen werden.
Das
BAZL befindet sich zurzeit in einer schwierigen Umbruchphase. Die
bisherige punktuelle Sicherheitsaufsicht soll schrittweise durch
ein umfassendes Sicherheitsmanagement abgelöst werden. Diese
bedingt nicht nur eine sofortige, koordinierte Intensivierung der
Aufsicht, sondern auch eine radikale
Umstrukturierung des Amtes. Beides geschieht in einem sehr
komplexen und dynamischen Umfeld.
In
dieser Situation sind Bundesrat Leuenberger und
André Auer übereingekommen, den Weg für eine Erneuerung
der Amtsführung frei zu machen. Sie wollen mit diesem Schritt
erreichen, dass die die notwendigen Umsetzungsarbeiten im
Interesse des Amtes und der gesamten Zivilluftfahrt optimal
durchgeführt werden können.
Flughafen
Zürich exportiert weiterhin Lärm in deutsches Gebiet
ZÜRICH
/ LANDSHUT. Trotz der im April erlassenen deutschen An- und
Abflugregelungen setzt der Flughafen Zürich weiterhin alles
daran, möglichst viel Anflugverkehr über deutsches Gebiet zu
leiten. In den Abend- und Morgenstunden werden außerdem wie in
der Vergangenheit Starts Richtung Norden geführt, um das eigene
Gebiet südlich des Flughafens zu schonen. Dies geht jetzt aus dem
geänderten und vom Schweizer Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL)
bereits genehmigten Betriebsreglements des Flughafens hervor.
Hiergegen hat der Landkreis jetzt Verwaltungsbeschwerde eingelegt.
"Einen derartigen Lärmexport akzeptieren wir nicht", so
Landrat Dr. Wütz. "Das Vorgehen des Flughafens zeigt, dass
die von Deutschland bisher getroffenen Beschränkungen des An- und
Abflugverkehrs nicht ausreichen, um uns nachhaltig zu entlasten."
Erholung
auf dem Wohnungsmarkt
NEUENBURG.
Der Schweizer Wohnungsmarkt hat im 2. Quartal 2003 zugelegt. Die
Wohnungsproduktion steigerte sich gegenüber der entsprechenden
Vorjahresperiode um 4,6%. Ein deutliches Plus von 15%
verzeichneten die im Bau befindlichen Wohnungen. Die Zahl der
baubewilligten Wohnungen erhöhte sich um 3%. So weit die
wichtigsten provisorischen Ergebnisse der quartalsweise durchgeführten
Erhebung des Bundesamtes für Statistik (BFS) über die
Wohnungsproduktion.
Bundesanwaltschaft
ermittelt wegen Geldwäschereiverdachts gegen mehrere
philippinische Staatsangehörige
BERN.
Die Bundesanwaltschaft führt seit Dezember 2002 ein
gerichtspolizeiliches Ermittlungsverfahren in Anwendung von
Artikel 340bis StGB gegen mehrere philippinische Staatsangehörige
wegen des Verdachts der Geldwäscherei gemäss Art. 305bis StGB.
Das
von der Bundesanwaltschaft geführte Verfahren gegen die
philippinischen Staatsangehörigen wurde aufgrund einer den
Strafverfolgungsbehörden des Bundes weitergeleiteten Meldung der
Meldestelle für Geldwäscherei (MROS/Money Laundering Reporting
Office Switzerland) des Bundesamts für Polizei eröffnet. Es geht
im Rahmen des Ermittlungsverfahrens darum, Finanztransaktionen zu
untersuchen, die in Zusammenhang mit möglichen
Korruptionshandlungen im Ausland stehen könnten, und in die
mehrere philippinische Staatsbürger involviert sind. In diesem
Kontext, und um den Sachverhalt aufzuklären, hat die
Bundesanwaltschaft am 17. März dieses Jahres ein
Rechtshilfeersuchen an die philippinischen Behörden gerichtet,
dessen formelle Antwort noch aussteht. Mit Rücksicht auf die
laufenden Untersuchungen und im Hinblick auf die für die in das
Strafverfahren involvierten Personen geltende Unschuldsvermutung
ist es den Strafverfolgungsbehörden vorderhand nicht möglich,
weitere Informationen zu dem in der Schweiz laufenden
Strafverfahren zu erteilen.
Befriedigendes
Halbjahresergebnis
BERN.
Im ersten Halbjahr 2003 hat die Schweizerische Post einen
Konzerngewinn von 142 Mio CHF erzielt (Vorjahr 116 Mio CHF).
Angesichts des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes ist dieses
Ergebnis befriedigend. Es ist jedoch nach wie vor nicht
ausreichend, um die finanzielle Eigenständigkeit des Konzerns
sicherzustellen. Höheren Ergebnissen bei Logistics, PostFinance
und PostAuto steht ein tieferes Resultat bei PostMail gegenüber.
Die Reduktion des Briefvolumens und der Trend weg von der A-Post
zu margenärmeren B-Produkten halten an. Das bessere
Halbjahresergebnis wird von einmalig anfallenden Sonderfaktoren
beeinflusst. Per Ende Jahr erwartet die Post ein Ergebnis leicht
unter dem Vorjahr. Aufgrund der erstmaligen Bilanzierung der bei
Gründung der Pensionskasse der Post bestehenden
Vorsorgeverpflichtungen von 3,7 Milliarden CHF weist die Post ein
negatives Eigenkapital aus. Das revidierte Postorganisationsgesetz
gibt dem Bund die Ermächtigung,
diese Vorsorgeverpflichtungen auszufinanzieren.
tschau.ch:
Jugendberatung im Internet
LAUSANNE.
Seit dem Deutschschweizer Start der tschau Online-Beratung Mitte
Januar 2003 wurden bereits
550 Fragen (Stand Mitte Juli 03) von Jugendlichen beantwortet.
Tendenz steigend. Die
Anonymität
sowie die kompetente Beratung sprechen die Benützerinnen und Benützer
an.
"Bei
tschau.ch erhalten die Jugendlichen auf ihre Fragen und Probleme
persönliche, auf sie zugeschnittene und verständliche
Informationen und Hilfestellungen", sagt Matthias Meyer,
Projektleiter tschau bei der Schweizerischen Fachstelle für
Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA), in Lausanne. Die Fragen
werden innert drei Tagen auf der Internetseite beantwortet. Das
Expertenteam setzt sich aus Jugendberaterinnen und Jugendberatern,
und aus Spezialistinnen und Spezialisten zu den jeweiligen Themen
zusammen.
Heikle
Themen offen ansprechen
Die
Besonderheiten der Internet-Beratung sieht Meyer auch darin, dass
das Medium Internet - unabhängig von Ort und Zeit - 24 Stunden
nutzbar ist. "Durch die Niederschwelligkeit und Anonymität
sind die Jugendlichen zudem schneller bereit, heikle Probleme
offen anzusprechen", so der Projektleiter und fügt hinzu,
dass das Schreiben ein strukturierter Prozess sei und zu einer
ersten Konkretisierung des Problems führe. "Dieses Vorgehen
schafft bereits eine gewisse Distanz zur gestellten Frage.
Bundesrätin
Ruth Metzler-Arnold plädiert für mehr Frauen im Parlament
BERN.
Bundesrätin Ruth Metzler-Arnold ist am Freitag im Bundeshaus mit
CVP-Politikerinnen, die für den Nationalrat und den Ständerat
kandidieren, zusammen getroffen. Dabei gab die Bundes- rätin
ihrer Hoffnung Ausdruck, dass die Frauen – über die Partei-
grenzen hinweg - bereits in der nächsten Legislatur im Parlament
stärker vertreten sein werden als bisher.
„Wer
sich einsetzt, setzt sich aus“, sagte die Justizministerin den
über 30 anwesenden Kandidatinnen. Mit Kritik, die teilweise auch
gegen die eigene Person gerichtet sei, müsse jede Politikerin
rechnen. Umso mehr brauche es heute Politikerinnen und Politiker,
die sich stark engagieren, Verantwort-ung wahrnehmen und den Mut
haben, für ihre Politik einzustehen.
Bundesrätin
Metzler-Arnold rief die anwesenden Politikerinnen dazu auf, sich für
eine zukunftsorientierte, innovative und glaubwürdige Politik
stark zu machen. Sie hoffe, möglichst viele Kandidatinnen aller
Parteien Anfang Dezember als gewählte Nationalrätinnen und –
Ständerätinnen begrüssen zu können.
Mazedonische
Kinder auf dem Weg in ihre Heimat
BERN.
101 Kinder und ihre dreizehn Betreuer aus Mazedonien haben am
Mittwoch Morgen mit Bussen das Swiss Cor-Lager in S-chanf (GR)
verlassen und sind mit einer Sondermaschine zurück in ihre Heimat
geflogen. Damit gehen für die Stiftung Swiss Cor und für den
Zivilschutz Basel-Stadt, der das Kinderlager durchführte, zwei äusserst
erfolgreiche Wochen zu Ende.
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