Weko fordert Sanktionen

BERN. Die Wettbewerbskommission (Weko) hat am 4. Februar 2003 ihre jährliche Pressekonferenz durchgeführt.

Bundesgericht rüffelt Bern

BERN. Im Fall eines Mannes, der im Kanton Bern zu Unrecht sechs Wochen ins Gefängnis gesperrt wurde, hält das Bundesgericht fest, dass für einen fürsorgerischen Freiheitsentzug nur ausnahmsweise und als ultima ratio eine Gefängniseinweisung in Frage kommt.

BSE-Fälle in der Schweiz

BERN. In diesem Jahr sind zwei BSE-Fälle gemeldet worden. Ein fünf jähriges Tier aus dem Bezirk Schwyz, dass ein klinischer Verdachtsfall war und eines aus dem Bezirk Muri (AG), dass 1998 geboren wurde.

Rücktritt des Swissmedic-Direktors

BERN. Hans Stocker, Direktor des Heilmittelinstituts Swissmedic tritt zurück. In letzter Zeit, so Stocker, seien eine Reihe von persönlichen Angriffen ihm gegenüber erhoben worden.

Direktor des Bundesamtes geht in Pension

BERN. Der Direktor des Bundesamtes für Sozialversicherung (BSV), tritt auf den 28. Februar 2003 von seinem Posten zurück.

Aussprache über das Sparprogramm

BERN. Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur führte ein Gespräche zum Thema Sparprogramm und der Kreditsperre mit Bundesart Kaspar Villiger.

Neue Ziele in der Energieplanung

BERN. Die aktive Energiepolitik in Bern soll fortgesetzt und die Zusammenarbeit mit den Gemeinden intensiviert werden. In den vergangenen vier Jahren wurden energiepolitische Steuerungsinstrumente für erneubare Energie in Mustergemeinden unterstützt.

Hintergrundpapiere zum Wachstumsbericht

BERN. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) hat in zwei Bänden die Hintergrundpapiere zum Wachstumsbericht des eidgenössischen Volks-Wirtschafts- departements publiziert.

Mehr Entwicklung für mehr Sicherheit

BERN. Die Schweiz intensiviert im Hinblick auf den drohenden Krieg in Irak, ihre humanitäre Hilfe in der Region.

 

 

 

 

 
 

 

 

 

 
 
 
 

4. Februar 2003

Weko fordert Sanktionen

BERN. Die Wettbewerbskommission (Weko) hat am 4. Februar 2003 ihre jährliche Pressekonferenz durchgeführt. Schwerpunkte des vergangenen Jahres bildete die Bekämpfung von Vertikalabreden, welche eine Marktabschottung bewirken, sowie der Finanzsektor. Das Jahr 2002 hat gezeigt, dass direkte Sanktionen im Kartellgesetz notwendig sind. Momentan haben Unternehmen ein Interesse, die Rechtskraft der Entscheide der Weko möglichst hinauszuzögern, was den volkswirtschaftlichen Schaden von unzulässigen Wettbewerbsbeschränkungen weiter erhöht. Dies würde sich mit der Einführung direkter Sanktionen ändern, da die Dauer, während der von einer Abrede oder einem Missbrauch einer beherrschenden Stellung profitiert wurde, bei der Höhe der Sanktionen mitberücksichtigt würde. An Bedeutung haben im Jahr 2002 vorsorgliche Massnahmen gewonnen, mit denen ein Unternehmen per sofort zur Anpassung eines bestimmten Verhaltens verpflichtet werden kann. Vielfach gelingt es dem Sekretariat der Weko, Wettbewerbsbeschränkungen ohne langwierige Verfahren zu beseitigen. Dies kann im Rahmen einer Vorabklärung oder selbst ohne Eröffnung einer Vorabklärung erfolgen.

Bundesgericht rüffelt Bern

BERN. Im Fall eines Mannes, der im Kanton Bern zu Unrecht sechs Wochen ins Gefängnis gesperrt wurde, hält das Bundesgericht fest, dass für einen fürsorgerischen Freiheitsentzug nur ausnahmsweise und als ultima ratio eine Gefängniseinweisung in Frage kommt. Am 12. Dezember 2003 war ein 33-jähriger, drogensüchtiger Mann vom Regierungsstatthalter von Nidau vorsorglich für maximal sechs Wochen in das Regionalgefängnis Bern eingewiesen worden. Der Grund für den Entscheid war, dass der Mann in der Universitären Psychiatrischen Klinik Waldau bei Bern das Personal massiv bedroht habe. Einen Rekurs des Mannes wies die kantonale Rekurskommission unter anderem mit Verweis auf weitere massive Drohungen des Mannes gegen Mitarbeiter einer Drogenberatungsstelle in Biel ab. Das Bundesgericht hat nun entschieden, dass die Vorinstanz nicht feststellen konnte, dass der Mann gewalttätig war, noch würde sie klar machen, worin seine Drohungen bestanden hätten. Zwar seien Drohungen ernst zu nehmen, doch rechtfertige dies unter dem Blickwinkel der Verhältnismässigkeit keine Gefängniseinweisung. Die Beschwerde des Mannes ist deshalb gut zu heissen. Der Kläger wird innerhalb drei Tagen in eine geeignete Institution verlegt oder entlassen.

BSE-Fälle in der Schweiz

BERN. In diesem Jahr sind zwei BSE-Fälle gemeldet worden. Ein fünf jähriges Tier aus dem Bezirk Schwyz, dass ein klinischer Verdachtsfall war und eines aus dem Bezirk Muri (AG), dass 1998 geboren wurde. Bei dem zweiten Tier wurde die Seuche bei einer freiwilligen Untersuchung nach einer Normalschlachtung festgestellt. Im Jahr 2002 waren in der Schweiz total 24 BSE-Fälle entdeckt worden.

Rücktritt des Swissmedic-Direktors

BERN. Hans Stocker, Direktor des Heilmittelinstituts Swissmedic tritt zurück. In letzter Zeit, so Stocker, seien eine Reihe von persönlichen Angriffen ihm gegenüber erhoben worden. Der Bericht der Eidg. Finanzkontrolle hatte bei Swissmedic zahlreiche Schwachstellen geortet, unter anderem die fehlende Risikoanalyse bei der Heilmittelkontrolle bemängelt. Der 55-jährige Stocker bleibt noch so lange im Amt, bis der Bundesrat seinen Nachfolger bestimmt hat.

Direktor des Bundesamtes geht in Pension

BERN. Der Direktor des Bundesamtes für Sozialversicherung (BSV), tritt auf den 28. Februar 2003 von seinem Posten zurück. Otto Piller teilte Bundesrat Pascal Couchepin seine Absicht mit, von seinem Recht auf vorzeitige Pensionierung Gebrauch zu machen. Der 61 jährige wurde per 1. Januar 1997 an die Spitze des BSV berufen. Piller war vor seinem Eintritt in den Bundesdienst in der Privatwirtschaft tätig. Er ist promovierter Kernphysiker und Mathematiker. Nach seiner Berufung zum Direktor des BSV 1997 unterzog Otto Piller das Amt einer grundlegenden Reform.

Aussprache über das Sparprogramm

BERN. Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur führte ein Gespräche zum Thema Sparprogramm und der Kreditsperre mit Bundesart Kaspar Villiger. Am 12. Februar 2003 wird eine Sitzung geführt, wo die Prioritäten der Kommission gesehen werden. Ein Antrag die Kredite im Bereich Integration von 40 Millionen auf 84 Millionen Franken zu erhöhen wurde abgelehnt. Gleichzeitig wurde beschlossen, dass die Kredite in der nächsten Beitragsperiode allein für den Zweig „soziale Arbeit“ vorgesehen wird. Dass aufgrund der Bundesbeschlüsse zwar befristete, jedoch keine unbefristeten Stellen geschaffen werden können, wurde oppositionslos durchgesetzt.

Neue Ziele in der Energieplanung

BERN. Die aktive Energiepolitik in Bern soll fortgesetzt und die Zusammenarbeit mit den Gemeinden intensiviert werden. In den vergangenen vier Jahren wurden energiepolitische Steuerungsinstrumente für erneubare Energie in Mustergemeinden unterstützt. Nun sollen ab diesem Jahr auch mit anderen Gemeinden verbindliche Vereinbarungen getroffen werden. Das Ziel dieser Vereinbarung ist die besser aufeinander abgestimmte Leistung von Gemeinden und Kanton. Beispielsweise verpflichtet sich die Gemeinde, einen behördeverbindlichen Energierichtplan zu erstellen. Auch muss sie konkrete Projekte realisieren. Wiederum verpflichtet sich der Kanton, richtige Grundlagen für den Energieplan wichtige Grundlagendaten zu liefern. Auch muss für die räumliche Darstellung und Analyse ein Software zur Verfügung gestellt werden sowie die nötigen Fachkräfte. Zu den bereits bestehenden nationalen Initiativen  wie "Energiestadt" und "Lokale Agenda 21" ist das Berner Abkommen keine Konkurrenz. Das Abkommen unterstützt und ergänzt diese. Die Umsetzung dieser Massnahmen setzt eine gute Energieplanung voraus.

Hintergrundpapiere zum Wachstumsbericht

BERN. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) hat in zwei Bänden die Hintergrundpapiere zum Wachstumsbericht des eidgenössischen Volks-Wirtschaftsdepartements publiziert. Rund um die Wachstumsschwäche der Schweizer Wirtschaft bieten insgesamt zehn Studien dieser Publikation vertiefende Analysen zu den wichtigsten Fragen.  Die sechs Studien in deutscher Sprache im ersten Band und die vier Studien in französischer Sprache im zweiten Band ergänzen den im Mai 2002 publizierten Wachstumsbericht. Sechs der vorliegenden Studien untersuchen die wirtschaftspolitisch beeinflussbaren Determinanten des Wachstums der Arbeitsproduktivität. Es handelt sich dabei um die Studien zur "Wettbewerbspolitik", zu den "Finances publiques" zu "Aussenwirtschaftspolitik", zur "Bildungspolitik" zur "Stabilité macroéconomique" und zur "Innovationspolitik". Jede dieser Studien liefert vertiefende Analysen zu einem Kapitel im Wachstumsbericht. Die übrigen vier Studien behandeln weitere Aspekte des Wachstumsprozesses. Ein Beitrag analysiert, inwieweit das Phänomen der Schweizer Wachstumsschwäche von den gewählten Daten abhängt.

Mehr Entwicklung für mehr Sicherheit

Die Schweiz intensiviert im Hinblick auf den drohenden Krieg in Irak, ihre humanitäre Hilfe in der Region. Die DEZA stellt das Jahresthema "Sicherheit durch Entwicklung" an der diesjährigen Jahresmedienkonferenz vor.

BERN. An der diesjährigen Jahresmedienkonferenz der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) vom 4.2.03, wurde das Jahresthema "Sicherheit durch Entwicklung" vorgestellt. Die DEZA erläuterte warum diese Themenwahl und was Sicherheit im Zusammenhang mit Entwicklungszusammenarbeit bedeutet. Es handelt sich hier um die Sicherheit für die Bevölkerung, um menschliche Sicherheit und nicht diejenige zwischen den Staaten.

Die Direktion bereitet sich auf die Zuspitzung der Krise vor und haben sich in die Bemühungen wichtiger Akteure des UNO-Systems eingebracht. Wie so viele Millionen von Menschen, hoffen sie auch, dass dieser Krieg nicht stattfinden wird.

Die DEZA wurde im Irak mit humanitärer Hilfe schon Jahre vor der Krise aktiv. Unterstützt wurde das Welternährungsprogramm der UNO und das IKRK. Seit Jahren ist das IKRK im Irak tätig. Es ging dabei um Aufbaunahrung für alte Leute, Kinder, Kranke und um Unterstützung für das Gesundheitswesen. Ein Koordinator der humanitären Hilfe befindet sich dazu vor Ort. Es handelt sich dabei u eine Unterstützung im Betrag von ca. 4 Millionen Franken. Diese Hilfe soll weitergeführt werden.

Um je nach Verlauf der humanitären Situation aktiv werden zu können, stehen Experten nun in Bereitschaft. Dabei wird insbesondere an die direkt betroffene Bevölkerung und an Flüchtlingsströme gedacht, und daran, wie die Partnerorganisationen im Einsatz gestärkt werden können.

Das Thema Sicherheit durch Entwicklung wurde gewählt, um Zusammenhänge und Wirkung ihrer Arbeit von einer anderen Sichtweise her aufzuzeigen. "Wenn wir mehr Sicherheit vor Ort – aber letztlich auch bei uns – wollen, braucht es mehr Entwicklung." meinte DEZA-Direktor Walter Faust.

Es wurde festgestellt, dass es zwar mehr demokratisch gewählte Regierungen in der Staatenwelt gibt. Aber leider steigt ebenfalls die Zahl der Länder, welche Zerfallerscheinungen aufweisen.

 

 

 

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