Zusammenarbeit für die Luftqualität

SOLOTHURN. Die Daten der Stationen zur Messung der Luftqualität in Dornach und dem Brunnersberg werden in Zukunft gemeinsam genutzt.

„Basel liest ein Buch“

BASEL. Das Projekt „Basel liest“ soll die Leselust breiter Bevölkerungskreise wecken und steigern.

Arbeitslosenquote gestiegen

SOLOTHURN. Die Zahl der Arbeitslosen im Kanton Solothurn erhöhte sich im Januar 2003 gegenüber dem Vormonat von 3'862 auf 4'151 Personen.

Entwurf eines neuen Basler Gastgewerbegesetzes

BASEL. Das neue Basler Gastgewerbegesetz sieht mehr Anwohnerschutz vor, regelt das Bewilligungswesen völlig neu und erleichtert den Erwerb des Fähigkeitsausweises.

Weiter Verbesserungen der Luftqualität

LIESTAL. Obwohl langfristig gesehen eine Besserung erreicht wurde, sind trotzdem weitere Massnahmen notwendig, um die Luftqualität im Kanton Basel-Land noch weiter zu verbessern.

Bedenken gegen Post-Pläne

BASEL/LIESTAL. Die beiden Basler Regierungen wiederholen ihre grundsätzlichen Bedenken gegenüber den Umsetzungsalternativen im Projekt REMA (Reengineering Mailprocessing) der Post.

 

 

 

 
 

 

 

 

 
 
 
 

11. Februar 2003

Zusammenarbeit für die Luftqualität

SOLOTHURN. Die Daten der Stationen zur Messung der Luftqualität in Dornach und dem Brunnersberg werden in Zukunft gemeinsam genutzt. Die entsprechenden Zusammenarbeitsverträge wurden im Januar unterschrieben. In beiden Kantonen werden Kosten erspart, denn der Wartungs- und Betriebsaufwand werden geteilt und der Anfahrweg ist kürzer. Seit etlichen Jahren wird der Informationsaustausch zwischen den beiden Partnern sehr intensive betrieben. Für die Zukunft ist geplant, die Erarbeitung von Belastungskarten für Luftschadstoffe partnerschaftlich vorzunehmen.

„Basel liest ein Buch“

BASEL. Das Projekt „Basel liest“ soll die Leselust breiter Bevölkerungskreise wecken und steigern. Die Lesekompetenz soll erhöht und die Gemeinschaft gefördert werden. Die Idee ist, dass möglichst viele Bewohnerinnen und Bewohner einer Stadt zur gleichen Zeit das gleiche Buch lesen und darüber ins Gespräch kommen. Das in Seattle lancierte Projekt „One City. One Book“ ist Vorbild. Im März 2003 ist Projektbeginn. Zwei bis drei Bücher werden dann vorgeschlagen, aus denen im Mai die Bevölkerung das Buch für Basel auswählt. Den eigentlichen Höhepunkt des Projektes stellen die Lesetage im September 2003 dar.

Arbeitslosenquote gestiegen

SOLOTHURN. Die Zahl der Arbeitslosen im Kanton Solothurn erhöhte sich im Januar 2003 gegenüber dem Vormonat von 3'862 auf 4'151 Personen. Die Arbeitslosenquote nahm von 3,2 % auf 3,4 % zu. Die Zahl der Stellensuchenden stieg im Januar von 6'326 auf 6'660, was einer Zunahme von 5,2 % auf 5,5 % entspricht. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich in sämtlichen Regionen. Der stärkste Anstieg verzeichnete die Region Thierstein/Dorneck von 1,9 % auf 2,3 %. Eine deutliche Zunahme von 0,3 Prozentpunkten wurde in Olten und Thal registriert.. Vergleichsweise gering ist die Zunahme von einem Zehntelpunkt in Solothurn und Grenchen. Erneut fiel der Anstieg bei den stellensuchenden Schweizern stärker aus als bei den Ausländern (von 3'468 auf 3'693 gegenüber von 2'858 auf 2'967). Damit verringerte sich der Ausländeranteil von 45,2 auf 44,6 % (Vorjahresmonat 46,6 %). Im Januar waren sämtliche Berufsgruppen von der steigenden Stellensuchendenzahl betroffen. Prozentual registrierten die Heilbehandlung und die Verkaufsberufe die meisten Zugänge. Im Durchschnitt liegen das Baugewerbe, die Metallherstellung und –bearbeitung, die Büroberufe sowie das Gastgewerbe. Einzig die Zeichner und die technischen Fachkräfte vermochten sich dem allgemeinen Trend zu entziehen.

Entwurf eines neuen Basler Gastgewerbegesetzes

Das neue Basler Gastgewerbegesetz sieht mehr Anwohnerschutz vor, regelt das Bewilligungswesen völlig neu und erleichtert den Erwerb des Fähigkeitsausweises.

BASEL. Der Gesetzesentwurf, dessen Ueberweisung an den Grossen Rat der Basler Regierungsrat zugestimmt hat, sieht wesentliche Neuerungen vor. So wird das Bewilligungswesen neu geregelt. Wie bisher bleibt bei reinen Wirtewechsel allein der Gewerbepolizeiliche Dienst zuständig. Zur Beurteilung von Gesuchen, die eine Aenderung des Betriebscharakters, längere Oeffnungszeiten oder eine Neueröffnung beinhalten, werden weitere Amtsstellen beigezogen, wie zum Beispiel die Abteilung Lärmschutz des Amtes für Umwelt und Energie, die auch eine bereits bestehende Belastung des Quartiers berücksichtigt. In das Bewilligungsverfahren werden auch die unmittelbaren NachbarInnen des Quartiers, die auch eine Rekursmöglichkeit haben.

Für die Führung eines Restaurationsbetriebes ist auch in Zukunft der Erwerb eines Fähigkeitsausweises erforderlich. Die Anforderungen an das „Patent“ werden aber erleichtert, da nur noch Elementarwissen geprüft wird.

Was die Oeffnungszeiten betrifft, können laut Gesetzesentwurf, alle ordentlichen Restaurationsbetriebe von 05.00 bis 01.00 Uhr sowie in den Nächten auf Samstag und Sonntag bis 02.00 Uhr geöffnet sein. Jeder Wirt kann verlängerte Oeffnungszeiten beantragen (s.o).

Klar formuliert werden die Bestimmungen für Vereins- und Clubwirtschaften, die weiterhin ohne Fähigkeitsausweis betrieben werden können. Der Gesetzesentwurf sieht eine zeitlich auf drei Tage pro Woche für je fünf Stunden bis maximal 24 Uhr fixierte Oeffnungszeit und das Verbot einer Betriebsführung zu dauernden Erwerbszwecken vor.

Viel zu reden gab in den letzten Jahren die Gastwirtschaftsabgabe, die sich auf zwei bis vier Promille des Umsatzes beläuft und dem Staat jährlich rund zwei Millionen Franken einbringen.. Das neue Gastgewerbegesetz sieht eine leichte Reduktion des Abgabesatzes auf maximal drei Promille vor, was Mindereinnahmen von rund 400'000 Franken bedeutet.

Weiter Verbesserungen der Luftqualität

Obwohl langfristig gesehen eine Besserung erreicht wurde, sind trotzdem weitere Massnahmen notwendig, um die Luftqualität im Kanton Basel-Land noch weiter zu verbessern.

LIESTAL. Die Luftqualität im Kanton Basel-Land soll durch weitere Massnahmen verbessert werden. Die Änderungen der Luftbelastung sind seit fünf Jahren von Jahr zu Jahr nur noch gering. Eher wetterbedingte geringfügige Ab- und Zunahmen wechseln sich ab. Langfristig gesehen wurde zwar eine Besserung erreicht, doch sind weitere Massnahmen zur Verbesserung notwendig.

Die Hauptquelle für die Stickstoffdioxid-Belastung ist der motorisierter Verkehr. Die Belastungsunterschiede sind je nach Standort sehr gross, Die Stickoxid-Belastung ist entlang der stark befahrenen Hauptverkehrsachsen übermässig. Abseits davon liegt sie im Bereich des Grenzwertes oder darunter.  Überscheitungen des Tagesgrenzwertes werden nur noch lokal an Strassenstandorten gemessen. Ihre Zahl hat sich aber reduziert von 21 im Jahr 2001 auf 14 Tage im Jahr 2002.

Die Schwebestaubmessungen haben im 1997 begonnen. Der damals sinkende Trend hat sich nur bis zum Jahr 2002 durchsetzen können und hat sich nicht mehr fortgesetzt. Der Jahresgrenzwert wird an stark verkehrsbelasteten Strassen deutlich überschritten. Im Jahr 2002 hat vor allem die Zahl der Tage mit Überschreitung des Tagesgrenzwertes deutlich zugenommen. Spitzenwerte der Staubbelastung treten bei winterlichen Kältephasen mit Inversion auf.

Aus der übermässigen Luftverschmutzung, Stickoxiden und flüchtigen organischen Verbindungen unter starker Sonneneinstrahlung entsteht Ozon. Unter diesen Bedingungen steigen die Ozonwerte im Sommer und tagsüber stark an. Die Intensität der Ozonbildung wird von der Witterung gesteuert. Dies war auch im Jahr 2002 deutlich zu beobachten. Die Dauer der übermässigen Belastung definiert als Stunden über dem Grenzwert von 120 Mikrogramm pro m3 Luft. Die Zahl der Ozonbelastung war damals je nach Standort an 105 bis 575 Stunden hoch.

Zur Überwachungsdienstes des Transitverkehrs-Abkommens wurde eine Station im Hardwald, direkt an der Autobahn A2 errichtet, finanziert durch den Bund als Teil eines gesamtschweizerischen Projektes.

Bedenken gegen Post-Pläne

BASEL/LIESTAL. Die beiden Basler Regierungen wiederholen ihre grundsätzlichen Bedenken gegenüber den Umsetzungsalternativen im Projekt REMA (Reengineering Mailprocessing) der Post. Als minimales Entgegenkommen gegenüber den Regionen werden die Varianten mit Subzentren gewertet, womit mindestenes doppelt so viele Personaleinheiten in Basel verbleiben würden wie bei der reinen Dreizentrenvariante. Aus Sicht der beiden Basler Regierungen sei es bedauerlich, dass die Schweizerische Post die Oeffnung der Märkte in Europa als Bedrohung und nicht als Chance begriffen wird, und dass keine Variante mit Hauptzentren auf einer Nord-Süd-Achse seriös durchgerechnet wurde.

 

 

 

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