Schweizer Soldaten sollen G-8-Gipfel schützen

BERN. 4500 Schweizer Soldaten sollen im Juni rund um den G-8-Gipfel in Evian für Sicherheit sorgen.

Massnahmen gegenüber Verbindungen zu  bin Laden

BERN. Das Eidgenössischer Volkswirtschaftsdepartement hat am 13. Februar 2003 den Anhang der Verordnung über Massnahmen gegenüber Personen und Organisationen mit Verbindungen zu Usama bin Laden, der Gruppierung „Al-Qaida“ oder den Taliban um sechs Einträge ergänzt.

Schweizer Technologiepreis an Basler Physiker

BASEL. Die SwissProbe AG hat den diesjährigen „Swiss Technology Award“ gewonnen. Geehrt wurde das Physikerteam der Universität Basel für die Entwicklung eines hochauflösenden Magnetokraftmikroskops.

Zu Lasten der alten Krankenkasse

LUZERN. Laut Eidgenössischem Versicherungsgericht (EVG) gehen Medikamente, die vom Arzt oder Apotheker auch für die Zeit nach einem Krankenkassenwechsel abgegeben werden, vollständig zu Lasten der alten Krankenkasse.

Aids-Medikamente für arme Länder verbilligt

BASEL. Das Pharmaunternehmen Roche verbilligt seine Aids-Medikamente in den armen Staaten deutlich.

 

 

 

 

 
 

 

 

 

 
 
 
 

13. Februar 2003

Schweizer Soldaten sollen G-8-Gipfel schützen

4500 Schweizer Soldaten sollen im Juni rund um den G-8-Gipfel in Evian für Sicherheit sorgen. Für die Sicherheit ist eine Kooperation mit Frankreich notwendig. Ein Staatsvertrag ist in Arbeit.

BERN. Im Juni 2003 sollen 4500 Schweizer Soldaten für Sicherheit rund um den G-8-Gipfel in Evian sorgen. In Evian-les-bains treffen sich die Regierungschefs der sieben führenden Industrienationen und Russlands. Dazu kommen im Rahmen der Partnerschaft für Afrika (NEPAD) 20 weitere Staats- und Regierungschefs aus Entwicklungs- und Schwellenländern. Sie werden von rund 10'000 Delegierten und 3000 Medienschaffenden begleitet. Diesen Einsatz muss das Parlament aber genehmigen. Ein Staatsvertrag mit Frankreich ist in Arbeit.

Der Sommet d’Evian bietet, laut Aussenministerin Calmy-Rey, die Gelegenheit, zu zeigen, dass die Schweiz fähig ist, internationale Grossanlässe mitzuorganisieren. Auf internationaler Ebene könne sie so ihren Ruf festigen. Der G-8-Gipfel habe massive sicherheitsrelevante Auswirkungen auf die Genferseeregion. Zudem sei die Sicherheit der völkerrechtlich geschützten Personen zu garantieren, zum anderen sei mit globalisierungskritischen Kundgebungen zu rechnen.

Dass die Demonstrationen aber auf französischem Territorium statt fänden, davon gehe der Bundesrat aus. Schliesslich sei die Schweiz nicht Mitglied der G-8. Die Grenzkontrollen werden verstärkt und die Bevölkerung der Region wird in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden müssen.

Laut dem Verteidigungsminister Samuel Schmid sind die sicherheitspolitischen Herausforderungen  nur in Kooperation mit Frankreich zu bewältigen. Die Armee könne profitieren von den Erfahrungen aus gemeinsame Übungen von Luftwaffe und Rettungstruppe.

Die Schweiz geht davon aus, dass Frankreich die Kosten für Unterkunft und Transporte der NEPAD-Delegierten übernimmt. Diskutiert wird auch eine Beteiligung an den Sicherheitskosten. Die Gesamtkosten der Schweiz betrügen schätzungsweise 40 Millionen Franken. Der Armee-Einsatz allein dürfte 4 Millionen Franken kosten. Der Assistenzdienst wird zwischen dem 22. Mai und dem 5. Juni geleistet.

Massnahmen gegenüber Verbindungen zu  bin Laden

BERN. Das Eidgenössischer Volkswirtschaftsdepartement hat am 13. Februar 2003 den Anhang der Verordnung über Massnahmen gegenüber Personen und Organisationen mit Verbindungen zu Usama bin Laden, der Gruppierung „Al-Qaida“ oder den Taliban um sechs Einträge ergänzt. Gegenüber dem in Anhang 2 genannten Personenkreis bestehen ein Rüstungsembargo, eine Ein- und Durchreisesperre sowie Finanzsanktionen. Mit dieser Änderung setzt die Schweiz kürzlich erfolgte Beschlüsse des gemäss Resolution 1267 zuständigen Sanktionskomitees der Vereinten Nationen um.

Schweizer Technologiepreis an Basler Physiker

BASEL. Die SwissProbe AG hat den diesjährigen „Swiss Technology Award“ gewonnen. Geehrt wurde das Physikerteam der Universität Basel für die Entwicklung eines hochauflösenden Magnetokraftmikroskops. Das Gerät erfasst kleinstmöglich noch abbildbare Objekte im Nanobereich, dem millionsten Teil eines Millimeters. Mit der neuen Erfindung können laut Jury Materialeigenschaften untersucht und optimiert werden. Die Speicherdichte auf Festplatten werden damit weiter erhöht. Das SwissProbe plant nun die Serienreife und die Vermarktung des Gerätes.

Zu Lasten der alten Krankenkasse

LUZERN. Laut Eidgenössischem Versicherungsgericht (EVG) gehen Medikamente, die vom Arzt oder Apotheker auch für die Zeit nach einem Krankenkassenwechsel abgegeben werden, vollständig zu Lasten der alten Krankenkasse. Die SWICA-Krankenkasse wollte nur einen Viertel  der 1324 Franken für ein Akne-Medikament übernehmen, das eine Hausärztin ihrer Patientin Anfangs Dezember 2000 abgegeben hatte. Bis zu deren Wechsel zur Sanitas per Ende Jahr hatte sie davon nur eine der vier Packungen einnehmen müssen, den Rest im neuen Jahr. Das EVG hat nun entschieden, dass die Kosten dem Versicherer aufzubinden seien, bei dem der Patient im Zeitpunkt der Behandlung versichert gewesen sei.

Aids-Medikamente für arme Länder verbilligt

BASEL. Das Pharmaunternehmen Roche verbilligt seine Aids-Medikamente in den armen Staaten deutlich. In den ärmsten Ländern der Welt sowie in den afrikanischen Staaten südlich der Sahara verkauft Roche die Medikamente nach eigenen Angaben ohne Gewinn. Roche schreibt, dass mit den Massnahmen den am schlimmsten von Aids betroffenen Ländern der Zugang zu den Proteasehemmern Invirase und Viracept weiter erleichtert werden soll. In den am wenigsten entwickelten Ländern sowie in Afrika will Roche zudem nicht gegen Verletzungen der Patente für Anti-HIV und Aids-Mittel vorgehen. Auch sollen neue Patente für solche Medikamente nicht angemeldet werden. In den 49 am wenigsten entwickelten Ländern und in 13 afrikanischen Staaten liefert Roche die Packung Viracept zu nur noch 90.90 Franken und Invirase zu 94.40 Franken. Die Preise gelten für Regierungen, institutionelle Anbieter von Anti-HIV-Therapien und Nichtregierungsorganisationen. Roche hat bereits im Jahr 2000 nach dem Beitritt zur „Accelerating Acces Initiative“ die Preise für seine Proteasehemmer gesenkt. Dennoch wurde das Unternehmen weiter für seine Preispolitik kritisiert, zuletzt im November durch die Organisation „Ärzte ohne Grenzen“.

 

 

 

español

bienvenidos

türkçe

merhaba

deutsch

home

dossiers

interviews

portraits

news box

migration

CH in kürze

fotobank

agenda

jahresbericht

impressum