„Existenzsicherung im Föderalismus“

BASEL. Die Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe hat die Transferleistungen des Sozialsystems in den 26 Kantonshauptorten untersucht.

Keine Erholung des Zürcher Arbeitsmarktes in Sicht

ZÜRICH. Die Arbeitslosigkeit auf dem Zürcher Arbeitsmarkt hat weiter zugenommen und lag Ende Januar bei 4,5 Prozent.

Notfall - Gülle auf gefrorenen Böden

LIESTAL. In den kalten Jahreszeiten, wenn der Boden durchnässt und gefroren ist, darf keine Gülle ausgetragen werden. 

Chancengleichheit

LIESTAL. Das neue Fachblatt der Fachstelle für Gleichstellung informiert über ihren gesetzlichen Auftrag, die Arbeitsschwerpunkte und Projekte.

 

 

 

 
 

 

 

 

 
 
 
 

13. Februar 2003

„Existenzsicherung im Föderalismus“

Die Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe hat die Transferleistungen des Sozialsystems in den 26 Kantonshauptorten untersucht. Seit dem Stichtag der Studie sind bedeutende Verbesserungen erfolgt.

BASEL. Die Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) hat für drei Haushaltstypen, die jeweils knapp über dem Niveau der Sozialhilfe liegen, das verfügbare Einkommen verglichen. Die drei Typen waren Alleinerziehende, Alleinstehende mit Alimentenverpflichtung und vierköpfige Familien. Die Steuer- und Mietbelastung sowie die jeweils ausgerichteten Sozialtransfers wurden dabei besonders berücksichtigt. Mit Sozialtransfers sind Verbilligungen der Krankenkassenprämien, Alimentebevorschussung, Familien- und Kinderzulagen, Unterhaltszuschüsse, Mietzinsbeiträge etc. gemeint.

Aufgrund des Stichtages der Studie vom 1.1.2002 blieben wesentliche sozialpolitische Massnahmen, die von Basel-Stadt zwischenzeitlich getroffen wurden, unberücksichtigt. Dies ist zwar verständlich, muss aber bei der Beurteilung der Studienergebnisse berücksichtigt werden. Die erwähnten Massnahmen haben nämlich genau dort angesetzt, wo die Studie für Basel kritische Werte ausweist. Beispielsweise bei den Steuern, der Alimentenbevorschussung und den Kinderzulagen. Die Situation in Basel-Stadt ist demnach heute wesentlich besser als in der Studie dargestellt.

Noch auf dem alten Steuergesetz basiert die SKOS-Studie. Auf das Steuerjahr 2003 hin sind die Einkommenssteuern dank des revidierten Gesetzes generell gesenkt und der Kinderabzug erhöht worden. Familien mit tiefen Einkommen werden zusätzliche Kinderabzüge gewährt. Neu profitieren Alleinerziehende, die nicht mit dem anderen Elternteil eines gemeinsamen Kindes zusammen wohnen, vom günstigeren Steuertarif.

In der Studie wird auch die im Baselstädtischen Steuergesetz vorgesehen Praxis der Steuererlasse völlig ausser Acht gelassen. Im Kanton Basel-Stadt profitieren jedoch im Jahre 2002 total 4'253 Haushalte mit geringem Einkommen von einem vollständigen oder teilweisen Erlass der Steuern. Insgesamt verzichtete der Kanton damit auf Einnahmen von 9,97 Millionen Franken zugunsten von bedrängten Haushalten. Dabei handelt es sich typischerweise schwergewichtig um von der Studie erfasste Personen.

Weiter wurde in Basel-Stadt auch die Alimentenbevorschussung bei Alleinerziehenden per 1. September 2002 verbessert. Vom anrechenbaren Einkommen können nunmehr auch die Prämien der Nichtbetriebsunfallversicherung sowie die ordentlichen Beiträge an die berufliche Vorsorge in Abzug gebracht werden.

Erfreulich ist, dass Basel bei den Kosten für die Kinderbetreuung in der Gruppe der günstigsten Angebote liegt. Nachdem ein weiterer Ausbau des Angebots an Krippenplätze bereits beschlossen ist, verbessert sich diese Bild zusätzlich, weil mehr Familien diese Dienstleistungen in Anspruch nehmen und damit eine Verbesserung des Familieneinkommens erreichen können.

Das Lohnniveau in Basel gehört zu den höheren der Schweiz. Damit ist auch die Wahrscheinlichkeit, tatsächlich in einem der untersuchten tiefen Lohnbereiche zu liegen, in Basel deutlich geringer als in anderen Regionen.

Keine Erholung des Zürcher Arbeitsmarktes in Sicht

Die Arbeitslosigkeit auf dem Zürcher Arbeitsmarkt hat weiter zugenommen und lag Ende Januar bei 4,5 Prozent. Für 2003 ist nicht mit einer beschäftigungswirksamen Erholung zu rechnen.

ZÜRICH. Im Kanton Zürich waren Ende Januar 37'687 Personen bei der öffentlichen Arbeitvermittlung zur Stellensuche angemeldet. Allein im Januar haben sich 6'039 neu angemeldet. Die meisten neuen Stellensuchenden kamen aus den Berufgruppen Büro, Gastgewerbe, Verkauf, Metallbearbeitung/Maschinenbau, Reinigung, Baugewerbe und Malerei sowie technische Berufe.

3'610 Personen konnten sich aber trotz schwierigem Umfeld und wenigen offenen Stellen im Januar bei den Vermittlungszentren wieder abmelden. 63 Prozent dieser Personen gaben an, eine Stelle gefunden zu haben.

Die kantonale Arbeitslosenquote liegt im Durchschnitt bei 4,5 Prozent. In den städtischen Gebieten bleibt die Arbeitslosenquote weiterhin auf hohem Niveau. Die ländlichen Bezirke waren insgesamt doch sowohl im Vergleich zum Vormonat als auch im Vorjahr überdurchschnittlich von der Zunahme der Arbeitslosigkeit betroffen.

Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen stellt einen kleinen Hoffnungsschimmer dar. Der Manpower-Stellenindex, der die Fläche der in den Tageszeitungen publizierten Inserate misst, weist jedoch weiterhin nach unten.

Ein positives Zeichen setzt auch die Kurzarbeit-Statistik. Für den Monat Dezember sank die Zahl der von Kurzarbeit betroffenen Personen um 349 gegenüber dem Vormonat. Dies bedeutet für die ausgefallenen Arbeitsstunden einen Rückgang von 40 Prozent auf 44'698 Stunden. Die wirtschaftlichen Aktivitäten sinken über die Feiertage generell, wodurch auch weniger Kurzarbeit beansprucht wird. Daher ist diese Abnahme nicht überzuinterpretieren.

Die Beschäftigten im Bereich „Dienstleistungen für Unternehmen“ haben sich im betrachteten Zeitraum fast verdoppelt. Diese Entwicklung spiegelt den anhaltenden Trend zur Verlagerung von Arbeitsplätzen vom industriellen und gewerblichen Sektor zu den Dienstleistungen. Im Kanton Zürich entfallen heute 79 Prozent der Arbeitsplätze auf Dienstleistungsbranchen.

Notfall – Gülle auf gefrorenen Böden

LIESTAL. In den kalten Jahreszeiten, wenn der Boden durchnässt und gefroren ist, darf keine Gülle ausgetragen werden.  Denn dies führt unweigerlich zu Abschwemmungen in die Oberflächengewässer oder zu Auswaschungen ins Grundwasser.

Hofdünger, das heisst Gülle und Mist, ist ein wertvoller Pflanzennährstoff erster Güte. Eine gute Hofdüngerbewirtschaftung schliesst die Stoffkreisläufe sinnvoll, schützt die Gewässer und spart Kosten. In der Regel sind für die Lagerdauer 4 bis 5 Monate, im Berggebiet bis 6 Monate erforderlich. Etwa 90 Prozent der Landwirtschaftsbetriebe im Kanton Basel-Landschaft entsprechen inzwischen diesen gesetzlichen Vorschriften. Allerdings richten sich die Witterungsbedingungen weder nach dem Gesetz noch nach den Interessen der Landwirte. Auch die Lagerkapazitäten, die rechnerisch mindestens bis in den März reichen sollten, sind jetzt in vielen Betrieben erschöpft. Das Amt für Umweltschutz und Energie (AUE) appelliert an die Sorgfaltspflicht und bittet Landwirte, die sich in der beschriebenen Lage befinden, um Kontaktaufnahme. Landwirte, die noch grössere Lagerkapazitäten für Gülle zur Verfügung haben und bereit sind Fremdgülle aus der Nachbarschaft aufzunehmen, sind gebeten dies ebenfalls beim AUE oder direkt beim Nachbarlandwirt zu melden.

Chancengleichheit

Das neue Fachblatt der Fachstelle für Gleichstellung informiert über ihren gesetzlichen Auftrag, die Arbeitsschwerpunkte und Projekte. Die Erhöhung des Frauenanteil in allen Gremien ist das Ziel.

LIESTAL. Entsprechend dem Gleichstellungsziel der Regierung informiert das neue Fachblatt der Fachstelle über ihren gesetzlichen Auftrag, ihre Arbeitsschwerpunkte und Projekte. Ziel ist die Erhöhung des Frauenanteils in allen Gremien. Schon jetzt steht Baselland beim Frauenanteil im Parlament national nach Basel-Stadt an zweiter Stelle. Doch ein Drittel Frauen und zwei Drittel Männer in der Volksvertretung sind noch keine ausgeglichene Bilanz. Das Beispiel Genfs zeigt ausserdem, dass auch ein substanzieller Frauenanteil zurückgehen kann. Fortgesetze Überzeugungsarbeit ist deshalb notwendig.

Die Wahlkarte der Fachstelle für Gleichstellung „Sie wählen.....den Ausgleich“ wirbt für eine ausgeglichene Vertretung von Frauen und Männern im Landrat und in der Exekutive. Die Karte ist darüber hinaus eine Aufforderung, überhaupt vom eignen Stimmrecht Gebrauch zu machen.  Sie wird an alle stimmberechtigte Haushalte des Baselbiets verteilt. Mit den „gleichstellungspolitischen Wahlprüfsteinen“ hat die Fachstelle die Meinungen zu politische Themen eingeholt., welche im Kanton bereits auf der Agenda sind oder in der nächsten Legislatur wichtig sein werden.

Der Frauenrat Basel-Landschaft setzte für die Wahlen 2003 das Schwerpunktthema Medien, denn die Analysen der eidgenössischen Wahlen 1999 ergaben, dass Frauen insgesamt viel weniger Medienpräsenz bekommen hatten. Der Frauenrat leistet überparteiliche Vernetzungsarbeit, gibt Tipps und Hilfestellungen. Besonders wichtig dabei war die Modulare Politausbildung MOPA, u.a. mit dem Schwerpunkt Medientraining. Der Frauenrat setzt zudem auf intensive Medienkontakte, um über politische Schwerpunkte der Kandidatinnen zu informieren.

 

 

 

español

bienvenidos

türkçe

merhaba

deutsch

home

dossiers

interviews

portraits

news box

migration

CH in kürze

fotobank

agenda

jahresbericht

impressum