7. Schengen/Dublin Verhandlungsrunde

BERN. Um die kommenden Treffen auf politischer Ebene zu den Bilateralen II vorzubereiten, zielten die Verhandlungen insbesondere darauf ab, die noch offenen Fragen zu klären.

Über die innere Sicherheit der Schweiz

BERN. Die Bundesräte Ruth Metzler, Kaspar Villiger und Samuel Schmid trafen sich am 14.02.03 zu einer Aussprache zum Projekt Überprüfung des Systems der Inneren Sicherheit der Schweiz (USIS). 

Internationales Medizin-Forum in Zürich

ZÜRICH. Die Stiftung GMF (Global Medical Forum, internationales Forum für Entscheidungsträger im Gesundheitswesen) wird ihren Standort in Zürich haben.

Protestpausen bei Swisscom

BERN. Gegen den angekündigten Abbau von mehr als 1.000 Stellen haben die Swisscom-Angestellten erneut protestiert.

Sondierungsgespräche in Berlin

BERN. Der Schweizer Verkehrsminister, Moritz Leuenberger, reist heute zu Sondierungsgesprächen über das Luftverkehrsabkommen Schweiz/Deutschland nach Berlin.

Info-Zugang für alle

GENF. Moritz Leuenberger, der schweizer Medienminister, fordert für alle Menschen den gleichen Zugang zu Information und Kommunikation.

 

 

 

 

 
 

 

 

 

 
 
 
 

17. Februar 2003

7. Schengen/Dublin Verhandlungsrunde

Zur Assoziierung der Schweiz an Schengen/Dublin hat am 14.02.2003 in Brüssel die 7. Verhandlungsrunde zwischen der Schweiz und der Europäischen Union stattgefunden.

BERN. Um die kommenden Treffen auf politischer Ebene zu den Bilateralen II vorzubereiten, zielten die Verhandlungen insbesondere darauf ab, die noch offenen Fragen zu klären. Die internationale Rechtshilfe unter Wahrung des schweizerischen Bankgeheimnisses und die Modalitäten der Übernahme des zukünftigen Schengen Acquis durch die Schweiz waren die Punkte, die im Vordergrund standen.

Auch die Fragen zu Dublin, die am Vortag auf Expertenebene besprochen worden sind, wurden thematisiert. In diesem Bereich sehen beide Seiten keine grösseren Schwierigkeiten. Das Dubliner Erstasylabkommen wird in eine Gemeinschaftsverordnung (Dublin II) überführt, welche von der EG demnächst formell verabschiedet wird. Dublin II soll gemeinsam mit der am 15. Januar 2003 in Betrieb genommenen europäischen Datenbank für Fingerabdrücke (Eurodac) entscheidend zur Verbesserung der Zusammenarbeit der an Dublin beteiligten Staaten in der Asylpolitik beitragen.

Ein weiterer Gegenstand der Gespräche waren die Fragen zur Anwendung und Auslegung der Bestimmungen des Schengen Aquis. Die Behörden und Gerichte der Schweiz, bzw. der EU, sollen die Bestimmungen von Schengen/Dublin möglichst einheitlich anwenden. Zu diesem Zweck ist vorgesehen, dass ein Gemischter Ausschuss die Rechtsprechung des Gerichtshofes der Europäischen Gemeinschaften einerseits, sowie diejenige der zuständigen schweizerischen Gerichte andererseits verfolgt und allfällige Divergenzen zu beseitigen versucht. In diesem Zusammenhang kann die Schweiz beim Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaft auch Schriftsätze einreichen oder schriftliche Erklärungen abgeben.

Schengen regelt die Aufhebung der Personenkontrollen an den Binnengrenzen. Zur Kompensation eines allfälligen Sicherheitsverlusts werden die Kontrollen an den Aussengrenzen des Schengen Raums verstärkt und die internationale Polizeizusammenarbeit der Schengenstaaten intensiviert. Das Kernstück dieser Zusammenarbeit ist das elektronische Fahndungssystem SIS. Mit Hilfe dieses computergeschützten Informationssystems können Fahndungsdaten zu Personen und Gegenstände in Echtzeit ausgeschrieben und abgerufen werden. SIS wird von der Vereinigung der schweizerischen Kriminalpolizeichefs als unabdingbares Mittel im Kampf gegen das grenzüberschreitende Verbrechen angesehen.

Das Dubliner Übereinkommen dient der effizienten europäischen Koordination und Lastenteilung in der Asylpolitik und ist ein entscheidendes Instrument gegen den Asylmissbrauch. Dieses Abkommen wird durch eine neue EG-Verordnung, die Dublin II, ersetzt. Dieses Abkommen soll zu einer verbesserten Zusammenarbeit führen. Das Dubliner System bestimmt einerseits das für die Prüfung eines Asylantrags zuständige Mitgliedland und vermindert Zweitgesuche. Durch die Inbetriebnahme der elektronischen Datenbank für Fingerabdrücke Eurodac am 15. Januar 2003 werden solche Zweitgesuche klar identifizierbar. Die betroffenen Gesuchssteller können ins zuständige Erstgesuchsland zurückgeführt werden. Als „Dublin-Mitgliedstaat“ könnte auch die Schweiz Zweitasylgesuche ablehnen.

Über die innere Sicherheit der Schweiz

BERN. Die Bundesräte Ruth Metzler, Kaspar Villiger und Samuel Schmid trafen sich am 14.02.03 zu einer Aussprache zum Projekt Überprüfung des Systems der Inneren Sicherheit der Schweiz (USIS).  Ziel war es, Lösungsansätze für die letzte Phase von USIS zu besprechen. Darüber waren alle einig, dass die Überprüfung des Systems der inneren Sicherheit zu Ende geführt werden soll. Dass der subsidäre Unterstützungseinsatz der Armee zu erfolgen hat, wie der Bundesrat beschloss, war unbestritten. Dass Lösungen für die bestehende Lücke gefunden werden müssen, stand auch ausser Frage. Deshalb wollen die Vertreter des Bundesrates an einer eigens dazu einberufenen Klausur die politischen Spielräume unter den gegebenen finanziellen Leitplanken ausloten.

Internationales Medizin-Forum in Zürich

ZÜRICH. Die Stiftung GMF (Global Medical Forum, internationales Forum für Entscheidungsträger im Gesundheitswesen) wird ihren Standort in Zürich haben. Die Stiftung GMF wurde im Jahr 2001 ins Leben gerufen. Sie dient dazu Entscheidungsträger aus der Medizin, Wissenschaft, Wirtschaft sowie Regierungsvertreter in einen Dialog zu setzen. Entwicklungen und Probleme im Gesundheitswesen sollen frühzeitig erkannt und daraus Massnahmen formuliert werden. Die Grundlage für die Entscheidung, Zürich als Sitz und Veranstaltungsort des GMF zu wählen, waren das dichte Netz an Hochschulen und renommierten Spitälern, die ausgezeichnete Infrastruktur sowie die Nähe zu Forschenden, jungen Biotech-Unternehmen und verschiedenen Technologie-Transferorganisationen. Zürich stärkte in den letzten Jahren seine Position als Standort für Medizinal- und Biotechnologie. Die Ansiedlung des Global Medical Forum ist ein weiteres, wichtiges Element in dieser Entwicklung. Die Stiftung veranstaltet jährlich ein internationales Forum. Das erste Forum fand in Pontresina statt. Die Aktivitäten wurden nun nach Rüschlikon verlegt. Vom 24. – 26. März 2003 findet im Swiss Re Centre for Global Dialogue in Rüschlikon das zweite Forum statt.

Protestpausen bei Swisscom

BERN. Gegen den angekündigten Abbau von mehr als 1.000 Stellen haben die Swisscom-Angestellten erneut protestiert. Sie forderten alternative Arbeitszeitmodelle. Giorgio Pardini, Sprecher der Gewerkschaft Kommunikation, sagte, dass rund 420 Beschäftigte an den zweistündigen Protestpausen in Lausanne, Sitten und Luzern teilgenommen haben. Vor Wochenfrist waren bereits in anderen Städten Pausen eingelegt worden.

Sondierungsgespräche in Berlin

BERN. Der Schweizer Verkehrsminister, Moritz Leuenberger, reist heute zu Sondierungsgesprächen über das Luftverkehrsabkommen Schweiz/Deutschland nach Berlin. Er will mit seinem deutschen Amtskollegen Manfred Stolpe erörtern, ob die Verhandlungen wieder aufgenommen werden können. An den Gesprächen werden auch der Zürcher Regierungsrat Ruedi Jeker und Ministerpräsident Erwin Teufel von Baden-Württemberg teilnehmen.

Info-Zugang für alle

GENF. Moritz Leuenberger, der schweizer Medienminister, fordert für alle Menschen den gleichen Zugang zu Information und Kommunikation. An der zweiten Vorbereitungskonferenz für den Weltgipfel zur Informationsgesellschaft äusserte er sich zu diesem Thema. Die Kluft zwischen Arm und Reich würde grösser werden, wenn die Info-Kluft nicht geschlossen werden könne. Weiter rief er Zivilgesellschaft und Privatwirtschaft dazu auf, ihre Ideen für einen breiteren Zugang zu den Informationstechnologien in die Diskussion einzubringen. Aus über 100 Ländern nahmen 1600 Personen am zweiwöchigen Verbereitungsgipfel in Genf teil.

 

 

 

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