Bevölkerung verärgert wegen Verzögerung

BERN. Die Bevölkerung zeigt Unmut, weil es in der vergangenen Woche zu Produktionsschwierigkeiten des neuen Schweizer Passes (snc berichtete) gekommen ist.

Aussenminister Abdulazziz Kamilov in Bern

BERN. Zu einem offiziellen Arbeitsbesuch wird am 24. Februar 2003 Bundesrätin Micheline Calmy-Rey, Vorsteherin des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten, den Aussenminister der Republik Usbekistan, Abdulazziz Kamilov, empfangen.

Gesetzesänderung zu Gunsten der Tiere

BERN. Am Mittwoch hat der Bundesrat Gesetzesänderungen auf den 1. April 2003 in Kraft gesetzt, die besagen, dass Tiere künftig nicht mehr als Sachen behandelt werden.

Registrierung einer geschützten geografischen Angabe

BERN. "Saucisson neuchatelois" und "Saucisse neuchateloise" sollen im schweizerischen Handelsamtblatt registriert werden. Das Bundesamt für Landwirtschaft veröffentlichte das entsprechende Gesuch.

Luftverkehrsabkommen mit D nicht ratifiziert

BERN. Die Verkehrskommission des Ständerats lehnt das Luftverkehrsabkommen mit Deutschland ab.

Humanitäre Minenräumung

BERN. Bundesrätin Micheline Calmy-Rey unterzeichnet am 25. Februar 2003 das Abkommen für humanitäre Minenräumung.

 

 

 

 

 
 

 

 

 

 
 
 
 

21. Februar 2003

Bevölkerung verärgert wegen Verzögerung

Um die Verzögerung bei der Produktion der neuen Schweizer Pässe in den Griff zu bekommen, hat Bundesrätin Ruth Metzler-Arnold diverse Schritte eingeleitet.

BERN. Die Bevölkerung zeigt Unmut, weil es in der vergangenen Woche zu Produktionsschwierigkeiten des neuen Schweizer Passes (snc berichtete) gekommen ist. 60.000 Anträge sind anhängig. Bundesrätin Ruth Metzler-Arnold hat beim Bundesamt für Polizei Sofortmassnahmen und die Einsetzung eines Troubleshooters angeordnet.

Wesentlich mehr Bürgerinnen und Bürger haben seit der Einführung des neuen Schweizer Passes anfangs Jahr ein neues Ausweisdokument beantragt. Bis Mitte Februar waren es 102.000 Anträge; 40.000 Pässe konnten produziert werden, 62.000 sind trotz gesteigerter Produktion noch anhängig. Die Zahl der Bestellungen macht einen Viertel der für das Jahr 2003 geschätzten Produktion aus. Technische Schwierigkeiten in der Einführungsphase erschweren den Produktionsverlauf zusätzlich und verzögern die Auslieferung.

Bürgerinnen und Bürger, die ihren Antrag rechtzeitig eingereicht haben und dringend auf das neue Dokument angewiesen sind, geraten in eine schwierige Lage. Bundesrätin Ruth Metzler-Arnold versteht die verärgerten Schweizerinnen und Schweizer und bedauert die Unannehmlichkeiten. Ihrerseits wurden Sofortmassnahmen veranlasst, um die Probleme raschmöglichst in den Griff zu bekommen.

Der Troubleshooter wurde durch Jean-Luc Vez, Direktor im Bundesamt für Polizei, ernannt. Es ist der Chef Abteilung Dienste und Mitglied der Geschäftsleitung, Arnold Bolliger. Er ist Ansprechperson und Schnittstelle zwischen einzelnen Partnern, dem für Ausweisschriften zuständigen Bundesamt für Polizei, dem für die Produktion verantwortlichen Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) im Eidgenössischen Finanzdepartement (EFD), dem Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) sowie den Kantonen und Gemeinden.

Dem Bundesamt für Polizei wurden von der Bundesrätin weiter folgende Aufträge erteilt: Das Amt erarbeitet einen Massnahmenkatalog, um so rasch als möglich eine geregelte Passproduktion zu gewährleisten; das Amt nimmt mit den Kantonen und Gemeinden Kontakt auf, damit sie die Bevölkerung vermehrt darauf aufmerksam machen, nur bei Notwendigkeit einen neuen Pass zu beantragen; das Amt informiert die Öffentlichkeit laufend über den Stand der Dinge.

Aussenminister Abdulazziz Kamilov in Bern

BERN. Zu einem offiziellen Arbeitsbesuch wird am 24. Februar 2003 Bundesrätin Micheline Calmy-Rey, Vorsteherin des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten, den Aussenminister der Republik Usbekistan, Abdulazziz Kamilov, empfangen. Im Zentrum der Gespräche stehen die bilateralen Beziehungen, die Situation in Usbekistan und Zentralasien sowie die internationale Zusammenarbeit. Im Anschluss an die Arbeitssitzung wird Kamilov den Bundespräsidenten Pascal Couchepin und den Vorsteher des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements, Bundesrat Joseph Deiss, treffen. Am 25. Februar 2003 wird Nationalratspräsident Yves Christen Kamilov zu einem Höflichkeitsbesuch empfangen. Die Gespräche werden auch dazu genutzt, die ausgezeichneten Beziehungen zwischen der Schweiz und Usbekistan zu pflegen. Usbekistan bildet ein Schwerpunktland der schweizerischen Entwicklungszusammenarbeit. Es gehört auch zu der Stimmrechtsgruppe der Schweiz bei den Bretton Woods Institutionen. Die diplomatischen Beziehungen zwischen der Schweiz und Usbekistan sind gut und werden ausgebaut. Die Schweiz, die Usbekistan am 23. Dezember 1991 als unabhängigen Staat anerkannte, hat eine Botschaft in Taschkent.

Gesetzesänderung zu Gunsten der Tiere

BERN. Am Mittwoch hat der Bundesrat Gesetzesänderungen auf den 1. April 2003 in Kraft gesetzt, die besagen, dass Tiere künftig nicht mehr als Sachen behandelt werden. Ihrer Eigenart als empfindungs- und leidungsfähige Lebewesen wird Rechnung getragen. Die Gesetzesänderungen berücksichtigen das gewandelte Volksempfinden gegenüber Tieren und verbessern deren rechtliche Stellung.

Registrierung einer geschützten geografischen Angabe

BERN. "Saucisson neuchatelois" und "Saucisse neuchateloise" sollen im schweizerischen Handelsamtblatt registriert werden. Das Bundesamt für Landwirtschaft veröffentlichte das entsprechende Gesuch.

"Saucisse neuchateloise" und "Saucisson neuchatelois" bezeichnen eine geräucherte Wurstware. Sie wird im Kanton Neuenburg aus schweizer Schweinefleisch hergestellt. Die Verwendung von Rindskranzdärmen und Rindmitteldärmen ist die typische Eigenschaft für diese Erzeugnisse. Es ist eine Art der Haltbarmachung von Schweinefleisch. Diese Art beruht jedoch auf einer älteren Tradition der Herstellung von Hauswürsten. Die beiden Wurstprodukte gehören zur berühmten „Torrée“, bei der man die Würste in der Glut kocht. Die Qualität und Haupteigenschaften dieser Würste werden also durch ihre geografischen Herkunft bestimmt. Durch die Registrierung der Ursprungsbezeichnungen und geografischen Angaben lassen sich die Gebietsnamen und traditionellen Bezeichnungen schützen. Für das Register der Weinbezeichnungen sind die Kantone zuständig. Ist ein Name geschützt, darf er nur von den Produzenten des entsprechend definierten Gebiets benutzt werden. Diese halten sich an ein detailliertes Pflichtenheft.

Luftverkehrsabkommen mit D nicht ratifiziert

BERN. Die Verkehrskommission des Ständerats lehnt das Luftverkehrsabkommen mit Deutschland ab. Sie hat am Donnerstag mit 8 zu 3 Stimmen beschlossen, die neue Lärmverteilung über Kloten nicht zu ratifizieren. Der vom Nationalrat verworfene Staatvertrag wird somit scheitern. Die vorgezogenen Flugsperren an Wochenenden über Süddeutschland werden dann aufgehoben. Es ist damit zu rechnen, dass Berlin umgehend eine einseitige Verordnung erlässt, die strenger ist als das Abkommen. Der Nationalrat war gar nicht erst auf den Vertrag eingetreten. Der Kanton Zürich, die Fluggesellschaft Swiss und der Flughafen Kloten hatten ihr Veto eingelegt. Für Baden-Württemberg, den Landkreis Waldshut, aber auch für das deutsche Parlament ist das Abkommen für die Schweiz zu günstig. Die Verkehrskommission trat zwar auf den Staatsvertrag ein, setzte aber ihre Beratungen aus, um Sondergespräche für allfällige Nachbesserungen zu ermöglichen. Diese scheiterten jedoch am letzten Montag in Berlin. Laut Präsident Ernst Leuenberger (SP/SO), hat die Kommission vor ihrem Entscheid auch das negative Urteil abwarten wollen. Auch wollte sie erst nach den Erfahrungen mit den neune Flugsperren entscheiden.

Humanitäre Minenräumung

BERN. Bundesrätin Micheline Calmy-Rey unterzeichnet am 25. Februar 2003 das Abkommen für humanitäre Minenräumung. Das Abkommen gilt zwischen dem Bundesrat und dem Genfer Internationalen Zentrum. Es soll die Rechtsstellung des Minenzentrums in der Schweiz regeln. Diese erhielt im 2001 ein internationales Mandat von den Vertragsstaaten des Ottawa-Übereinkommens. Damit das Minenzentrum seine Aufgaben im Bereich der internationalen Zusammenarbeit in völliger Unabhängigkeit wahrnehmen kann, schafft das Abkommen Voraussetzungen.

 

 

 

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