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Umweltschutz
- Kooperation
SOLOTHURN.
Der Kanton Solothurn hat eine Kooperationsvereinbarung im Bereich
Umweltschutz mit der Flextronics (Switzerland) unterzeichnet. Der
Kanton setzt damit beim Umweltschutz verstärkt auf die
Eigenverantwortung der Wirtschaft. Diese Form der Zusammenarbeit
mit der Wirtschaft dient der Umsetzung des Kooperationsprinzips
und der vermehrten Arbeit mit der Wirtschaft. Dies postuliert auch
das Schweizerische Umweltgesetz. Ziel dieser Vereinbarung ist
unter anderem, die Förderung der partnerschaftlichen
Zusammenarbeit sowie der Kommunikation zwischen Unternehmen und
Behörden und damit die Stärkung des gegenseitigen Vertrauensverhältnisses.
Erfolgreiche
Neugestaltung des 9. Schuljahres
BERN.
Die Möglichkeit, im 9. Schuljahr verschiedene Berufspraktika zu
absolvieren, motiviert die Schülerinnen und Schüler zu mehr
Engagement in der Schule. Die Erfahrungen mit der Praxis
erleichtern den Übergang in die Beruflehre und in weiterführende
Schulen. Die Evaluation des Pilotprojekts „Neugestaltung des 9.
Schuljahrs“ stellt dies fest. Der Zustrom zum 10. Schuljahr
konnte nicht gebremst werden.
Die
Erziehungsdirektion Bern startete dieses Pilotprojekt im Jahr
1999. Eine engere Beziehung des 9. Schuljahres mit den
Berufslehren und den weiterführenden Schulen herzustellen, ist
Ziel dieses Projektes. Von den Pilotschulen werden fünf
verschiedene Module angeboten. Bei der Evaluation hat sich das
Berufspraktikum als Höhepunkt des Projektes herauskristallisiert.
Es ist eine grosse Hilfe für die Laufbahnentscheidung der Schülerinnen
und Schüler und steigert die Motivation. Von der Zusammenarbeit
profitieren Schulen und Betriebe. Die Evaluation hat aufgezeigt,
dass das 9. Schuljahr isoliert zu erneuern nicht genügt. Vielmehr
müssten die gesamten drei Jahre der Sekundarstufe I einbezogen
werden. Eine Verbesserung der Kommunikation zwischen Sekundarstufe
I und II wird auch gewünscht.
Rechtsauskunftsstellen
werden unterstützt
AARAU.
Der Kanton sorgt gemäss § 97 Absatz 2 der Kantonsverfassung für
unentgeltliche Rechtsauskunftsstellen. Der Grosse Rat hat mit dem
Budget 2003 einen Kredit von Fr. 100.000,00 bewilligt für Beiträge
an Organisationen, die unentgeltliche Rechtsauskunftsstellen
betreiben. Beitragsgesuche haben bereits der Anwaltsverband und
die im Aargau tätigen Arbeitnehmerdachverbände (AGB, VAA, SYNA)
gestellt. Weitere Organisationen sind eingeladen, einen
Beitragsgesuch zu stellen. Bis 25. März 2003 können die
Beitragsgesuche beim Departement des Innern, Generalsekretariat,
Frey-Herosé-Strasse 12, 5001 Aarau, eingereicht werden.
Hilfestellungen
im Erziehungsalltag
BASEL.
Wichtige Hilfestellungen für den Erziehungsalltag bietet
„Triple P“ (Positive Parenting Program). Triple P wird unter
Lizenz vom Institut für Familienforschung und –Beratung der
Universität Freiburg in der ganzen Schweiz angeboten. Von der
Abteilung Jugend, Familien und Prävention (AJFP) des
Justizdepartements wird es im Kanton Basel-Stadt seit dem letzten
Jahr koordiniert und vernetzt. Die erste Ausbildung von 14
Triple-P-Trainerinnen und –Trainern fand im April 2002 statt.
Bereits seit Mai 2002 werden Triple-P-Gruppentrainings für Eltern
angeboten. In den Trainingskursen werden die positive Beziehung
zwischen Eltern und Kindern gefördert, indem der Umgang mit
kindlichem Verhalten eingeübt, die Erziehungskompetenz der Eltern
verbessert sowie konstruktive Lösungsstrategien bei
Problemsituationen vermittelt und umgesetzt werden. Im April
startet in Zusammenarbeit von AJFP und Radio Basilisk eine Serie
von Radiosendungen zu verschiedenen Erziehungsthemen. In diesem
Sendungen wird auf die „Kleinen Helfer“ von Triple P
hingewiesen. Diese nützlichen Ratgeber beziehen sich auf die häufigsten
Problemsituationen des Erziehungsalltags, wie etwa Schlaf-, Ess-
oder Schreiprobleme. Sie richten sich an Eltern von Kindern
verschiedener Altersstufen. Beim Institut für Familienforschung
und –beratung (www.triplep.ch)
können sie bestellt werden.
HAG
Pilotphase abgeschlossen
Der
Regierungsrat will das Angebot der heroingestützten Behandlung
(HAG) weiterführen. Die ersten 2 Betriebsjahre der HAG wurden
seinerseits als positiv beurteilt.
AARAU.
Die HAG ist eine organisierte Heroinabgabe. Während der letzten 2
Jahre wurden 33 Patientinnen und Patienten in der Psychiatrischen
Klinik in Königsfelden im Rahmen der heroingestützten Behandlung
betreut. Es wurden schwersüchtige Menschen in das HAG- Programm
aufgenommen und behandelt, wodurch sich deren miserabler körperlicher
und seelischer Zustand rasch besserte.
Die
meisten der behandelten Patientinnen und Patienten bekamen durch
die organisierte Heroinabgabe wieder festen Boden unter die Füsse.
Sie nahmen eine Beschäftigung auf und fanden zurück zu einem
geregelten Tagesablauf. Die budgetierten Belegungszahlen konnten
bis anhin leider nicht erreicht werden, und die HAG ist somit
nicht selbsttragend. Das Gesundheitsdepartement rechnet mit einem
jährlichen Defizit von Fr. 200.000,--. Durch Zusatzleistungen,
wie die Führung von Methadonprogrammen oder durch eine höhere
Auslastung, würde das Defizit weiter gesenkt.
Eine
Schliessung der HAG hätte für die Programmteilnehmerinnen und
–teilnehmer schwerwiegende Folgen. Sie wären gezwungen, sich
wieder mit illegalen Stoffen zu versorgen. Dies würde eine Rückkehr
in die Szene und in die Kriminalität mit sich ziehen. Der
psychische, aber auch der physische Zustand würde sich innert kürzester
Zeit rapide verschlechtern.
Die
durch den Wegfall der HAG eingesparten Kosten würden in anderen
Bereichen des Sozial- und Gesundheitswesen oder der Justiz in höherem
Mass wieder anfallen. Der Regierungsrat schlägt deshalb dem
Grossen Rat vor, die Heroinabgabe durch die Psychiatrischen
Dienste des Kantons Aargau definitiv weiter zu führen. Diese
sollte aber mit einer Auflage, die die bestehenden Ressourcen
durch die Übernahme zusätzlicher Aufgaben so gut wie möglich
auszulasten belegt, ergänzt werden.
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