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Gleichgewichtige
Schweizer Wirtschaft
Gemäss
IWF wird die Schweizer Wirtschaft von einer ausgewogenen
Wirtschaftpolitik unterstützt. Daher dürfte der Aufschwung im
Laufe der Jahre an Fahrt gewinnen.
BERN.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) ist der Meinung, dass die
Schweizer Wirtschaft grundsätzlich von einer ausgewogenen
Wirtschaftspolitik unterstützt wird. Daher dürfte, nach Ansicht
der IWF, der Aufschwung im laufe des Jahres an Fahrt gewinnen,
falls sich die geopolitischen Unsicherheiten auflösen. In der längeren
Frist muss mehr Wettbewerb auf den Inlandmärkten geschaffen
werden, um höhere Produktivität und Wachstum zu erreichen. Der
IWF zeigt sich besorgt über die Perspektiven für den
Finanzhaushalt. Er empfiehlt Sparmassnahmen.
An
einem Treffen der Delegation des IWF vom 14. bis 24. Februar 2003
wurden Schlussfolgerungen gezogen. Der weltwirtschaftliche
Aufschwung hat entgegen den Erwartungen nicht eingesetzt.
Entsprechend stagniert die auf Exporte ausgerichtete Schweizer
Wirtschaft. Der Konsum bliebt aber trotz strakem Investitionsrückgang,
schwachen Exporten und wachsender Arbeitslosigkeit, stabil. Die
Wirtschaft ist insgesamt robust, während einige Sektoren,
insbesondere der Finazsektor und der Tourismus, stärker vom
negativen Wirtschaftsklima betroffen sind. Es bestehen Anzeichen für
ein stärkeres Wirtschaftswachstum im Laufe diese Jahres. Der IWF
geht von einem Zuwachs des BIP von ¾ Prozent im Jahr 2003 aus,
was in den Prognosen der Bundesbehörden übereinstimmt. Die
geopolitischen Unsicherheiten als Faktor für höhere Ölpreise
und Auslöser einer weiteren Aufwertung des Schweizer Frankens könnten
aber für ein ungünstigeres Szenario sorgen.
Der
IWF beurteilt die Inflationsgefahr weiterhin als gering. Er
anerkennt die Flexibilität der Schweizerischen Nationalbank in
der Führung des Geldpolitik angesichts der anhaltenden
Nachfrageschwäche. Gemäss IWF sollen die Zinsen auf dem gegenwärtigen
tiefen Niveau belassen werden, während Interventionen auf den
Devisenmärkten ins Auge gefasst werden könnten, wenn der Druck
auf den Franken anhalten sollte.
Die
Lehrstelleninitiative
Das
Volk stimmt am 18. Mai unter anderem auch über die
Lehrstellen-Initiative ab. Bundesrat und Parlament lehnen diese
Initiative ab. Das neue Berufsbildungsgesetz würde ihrer Meinung
nach bessere Lösungen bieten.
BERN.
Am 18. mai 2003 stimmt das Volk unter anderem über die
Lehrstellen- Initiative (LIPA) ab. Diese Initiative lehnen
Bundesrat und Parlament ab. Sie sind der Meinung, dass das neue
Berufsbildungsgesetzt Probleme auf dem Lehrstellenmarkt im Rahmen
einer umfassenden Neuregelung besser löst. Die Initiative würde
die duale Berufsbildung als gemeinsame Aufgabe von Wirtschaft und
öffentlicher Hand gefähreden, die Bürokrati aufblähen und
durch zusätzliche Abgaben die Wettbewerbsfähigkeit von Schweizer
Unternehmen beeinträchtigen.
Bundesrat
Joseph Deiss erklärte, dasauch wenn ein Recht auf Bildung in der
Verfassung verankert würde, so wäre das noch keien Garantie,
dass den Jugendlichen jederzeit in der richtigen Quantität die
gewünschten Lehrstellen angeboten werden könnten.
Bereits
heute verpflichtet der Bund die Kantone, sich für eine
angemessene Aus- und Weiterbildung Jugendlicher einzusetzten. In
der Berufsbildung wird dieses Ziel gemeinsam mit der Wirtschaft
verfolgt. An dieser Zusammenarbeit zwischen Privatwirtschaft und
öffentlicher hand, wollen Bundesrat und Parlament festhalten.
Gemäss
Initiativekomitees sollen jährlich 400 bis 500 Millionen Franken
in den neuzuschaffenden Berufbildungsfonds fliessen. Zeichnet sich
ein Lehrstellenmangel ab, so müssten die Kantone mit diesem Geld
berufliche Vollzeitschulen einrichten. Unternehmen würden dazu
verleitet, ihre Verantwortung für die berufliche Grundausbildung
gegen Bezahlung auf den Staat zu überwälzen. Entgegen der
Absicht der Initianten würde die Zahl der „Trittbettfaher“
also der Arbeitgeber, die keine Ausbildungsverantwortung
wahrnehmen, noch ansteigen. Damit bestünde die Gefahr, dass die
bewährte duale Berufsbildung in ein System überbringe, in dem
der Staat für die Bildung sorgt und die Wirtschaft nur noch
zahlt.
Um
die aktuellen Probleme auf dem Lehrstellenmarkt anzugehen, wird
eine Task Force aus Vertretern von Bund und Kantonen gebildet.
Schweizer
Telekom-Markt
BERN.
Das BAKOM hat heute aktualisierte Zahlen zur Entwicklung des
Telekom-Marktes in der Schweiz publiziert. Die Zahlen basieren auf
einer Studie des Wissenschaftlichen Instituts für
Kommunikationsdienste. Sie wurde bereits im Frühjahr 2002 im
Auftrag des BAKOM erstellt. Zusätzlich zur Aktualisierung musste
WIK auch einige Korrekturen aufgrund eines Umrechnungsfehlers
vornehmen. Einige Preisvergleiche basierten für die Schweiz auf
falschen Berechnungen für den Vergleich der kaukraft. Die mit
Zahlen von 2002 aktualisierten und bezüglich der fehler
korrigierten Zahlen sind ab heute auf der Internetseite des
Bundesamtes für Kommunikation (BAKOM) abrufbar.
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