Gleichgewichtige Schweizer Wirtschaft

BERN. Der Internationale Währungsfonds (IWF) ist der Meinung, dass die Schweizer Wirtschaft grundsätzlich von einer ausgewogenen Wirtschaftspolitik unterstützt wird.

Die Lehrstelleninitiative

BERN. Am 18. mai 2003 stimmt das Volk unter anderem über die Lehrstellen- Initiative (LIPA) ab.

Schweizer Telekom-Markt

BERN. Das BAKOM hat heute aktualisierte Zahlen zur Entwicklung des Telekom-Marktes in der Schweiz publiziert.

 

 

 

 

 
 

 

 

 

 
 
 
 

24. Februar 2003

Gleichgewichtige Schweizer Wirtschaft

Gemäss IWF wird die Schweizer Wirtschaft von einer ausgewogenen Wirtschaftpolitik unterstützt. Daher dürfte der Aufschwung im Laufe der Jahre an Fahrt gewinnen.

BERN. Der Internationale Währungsfonds (IWF) ist der Meinung, dass die Schweizer Wirtschaft grundsätzlich von einer ausgewogenen Wirtschaftspolitik unterstützt wird. Daher dürfte, nach Ansicht der IWF, der Aufschwung im laufe des Jahres an Fahrt gewinnen, falls sich die geopolitischen Unsicherheiten auflösen. In der längeren Frist muss mehr Wettbewerb auf den Inlandmärkten geschaffen werden, um höhere Produktivität und Wachstum zu erreichen. Der IWF zeigt sich besorgt über die Perspektiven für den Finanzhaushalt. Er empfiehlt Sparmassnahmen.

An einem Treffen der Delegation des IWF vom 14. bis 24. Februar 2003 wurden Schlussfolgerungen gezogen. Der weltwirtschaftliche Aufschwung hat entgegen den Erwartungen nicht eingesetzt. Entsprechend stagniert die auf Exporte ausgerichtete Schweizer Wirtschaft. Der Konsum bliebt aber trotz strakem Investitionsrückgang, schwachen Exporten und wachsender Arbeitslosigkeit, stabil. Die Wirtschaft ist insgesamt robust, während einige Sektoren, insbesondere der Finazsektor und der Tourismus, stärker vom negativen Wirtschaftsklima betroffen sind. Es bestehen Anzeichen für ein stärkeres Wirtschaftswachstum im Laufe diese Jahres. Der IWF geht von einem Zuwachs des BIP von ¾ Prozent im Jahr 2003 aus, was in den Prognosen der Bundesbehörden übereinstimmt. Die geopolitischen Unsicherheiten als Faktor für höhere Ölpreise und Auslöser einer weiteren Aufwertung des Schweizer Frankens könnten aber für ein ungünstigeres Szenario sorgen.

Der IWF beurteilt die Inflationsgefahr weiterhin als gering. Er anerkennt die Flexibilität der Schweizerischen Nationalbank in der Führung des Geldpolitik angesichts der anhaltenden Nachfrageschwäche. Gemäss IWF sollen die Zinsen auf dem gegenwärtigen tiefen Niveau belassen werden, während Interventionen auf den Devisenmärkten ins Auge gefasst werden könnten, wenn der Druck auf den Franken anhalten sollte.

Die Lehrstelleninitiative

Das Volk stimmt am 18. Mai unter anderem auch über die Lehrstellen-Initiative ab. Bundesrat und Parlament lehnen diese Initiative ab. Das neue Berufsbildungsgesetz würde ihrer Meinung nach bessere Lösungen bieten.

BERN. Am 18. mai 2003 stimmt das Volk unter anderem über die Lehrstellen- Initiative (LIPA) ab. Diese Initiative lehnen Bundesrat und Parlament ab. Sie sind der Meinung, dass das neue Berufsbildungsgesetzt Probleme auf dem Lehrstellenmarkt im Rahmen einer umfassenden Neuregelung besser löst. Die Initiative würde die duale Berufsbildung als gemeinsame Aufgabe von Wirtschaft und öffentlicher Hand gefähreden, die Bürokrati aufblähen und durch zusätzliche Abgaben die Wettbewerbsfähigkeit von Schweizer Unternehmen beeinträchtigen.

Bundesrat Joseph Deiss erklärte, dasauch wenn ein Recht auf Bildung in der Verfassung verankert würde, so wäre das noch keien Garantie, dass den Jugendlichen jederzeit in der richtigen Quantität die gewünschten Lehrstellen angeboten werden könnten.

Bereits heute verpflichtet der Bund die Kantone, sich für eine angemessene Aus- und Weiterbildung Jugendlicher einzusetzten. In der Berufsbildung wird dieses Ziel gemeinsam mit der Wirtschaft verfolgt. An dieser Zusammenarbeit zwischen Privatwirtschaft und öffentlicher hand, wollen Bundesrat und Parlament festhalten.

Gemäss Initiativekomitees sollen jährlich 400 bis 500 Millionen Franken in den neuzuschaffenden Berufbildungsfonds fliessen. Zeichnet sich ein Lehrstellenmangel ab, so müssten die Kantone mit diesem Geld berufliche Vollzeitschulen einrichten. Unternehmen würden dazu verleitet, ihre Verantwortung für die berufliche Grundausbildung gegen Bezahlung auf den Staat zu überwälzen. Entgegen der Absicht der Initianten würde die Zahl der „Trittbettfaher“  also der Arbeitgeber, die keine Ausbildungsverantwortung wahrnehmen, noch ansteigen. Damit bestünde die Gefahr, dass die bewährte duale Berufsbildung in ein System überbringe, in dem der Staat für die Bildung sorgt und die Wirtschaft nur noch zahlt.

Um die aktuellen Probleme auf dem Lehrstellenmarkt anzugehen, wird eine Task Force aus Vertretern von Bund und Kantonen gebildet.

Schweizer Telekom-Markt

BERN. Das BAKOM hat heute aktualisierte Zahlen zur Entwicklung des Telekom-Marktes in der Schweiz publiziert. Die Zahlen basieren auf einer Studie des Wissenschaftlichen Instituts für Kommunikationsdienste. Sie wurde bereits im Frühjahr 2002 im Auftrag des BAKOM erstellt. Zusätzlich zur Aktualisierung musste WIK auch einige Korrekturen aufgrund eines Umrechnungsfehlers vornehmen. Einige Preisvergleiche basierten für die Schweiz auf falschen Berechnungen für den Vergleich der kaukraft. Die mit Zahlen von 2002 aktualisierten und bezüglich der fehler korrigierten Zahlen sind ab heute auf der Internetseite des Bundesamtes für Kommunikation (BAKOM) abrufbar.

 

 

 

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