Konjunkturverlauf schleppend

BERN. Die weltwirtschaftliche Lage ist nach wie vor von Unsicherheiten geprägt. 

Schwaches Wachstum der Wirtschaft

BERN. Die positiven Impulse für die Zunahme des realen Bruttoinlandprodukts stammen hauptsächlich von der Aussenwirtschaft.

Hilfe für Burkina Faso

BERN. Burkina Faso ist ein Scherpunktland der Schweizer Entwicklungs- zusammenarbeit.

 

 

 

 

 
 

 

 

 

 
 
 
 

27. Februar 2003

Konjunkturverlauf schleppend

Die weltwirtschaftliche Lage ist nach wie vor von Unsicherheiten geprägt. Vor allem in der EU kam es zu einer äusserst verhaltener Konjunkturentwicklung.

BERN. Die weltwirtschaftliche Lage ist nach wie vor von Unsicherheiten geprägt. Nach Erholungstendenzen im ersten Halbjahr 2002 bildete sich vorerst kein nachhaltiger Aufschwung heraus. Von der Geld- und Finanzpolitik gingen aber erneut expansive Impulse aus. Die Aktienkurse brachen ein. Bilanzbetrügereien drückten af das Vertrauen. Hinzu kam der Irak-Konflikt mit der Gefahr steigender Ölpreise. Die Vertrauenskrise, die sich in einer global schwachen Investitionstätigkeit äussert, hat die Regionen unterschiedlich getroffen. Vor allem in der EU kam es zu einer äusserst verhaltenen Konjunkturentwicklung.

Die expansive Wirtschaftspolitik der USA dürfte sich allmählich bemerkbar machen. Insbesondere unter den Annahmen, dass die geopolitische Lage die Wirtschaft nicht zusätzlich belastet und die Aktienkurse nicht nochmals substanziell an Wert verlieren, sollte vor allem die US-Wirtschaft an Schwung gewinnen. Davon wir auch Europa profitieren, wenngleich in den Euroländern die Geldpolitik deutlich zurückhaltender reagierte und die Finanzpolitik auf Konsolidierung ausgerichtet ist.

Die Schweizersiche Wirtschaft wuchs im 4. Quartal erneut leicht. Der private Konsum expandierte etwas, allerdings einzig dank den Rubriken Gesundheit und Wohnen, die weniger von der konjunkturellen Lage beeinflusst werden. Die Investitionstätigkeit gab weiter deutlich nach. Die Exporte legten langsamer zu als in den Vorquartalen. Jedoch ist diese Volumenzahl nur schwach abgestützt und geht mit merklichen Preisreduktionen einher. Die Importe behielten die rückläufige Tendenz bei.

Für das gesamte Jahr 2002 resultierte eine Zunahme des realen BIP von 0,1%. Die Entwicklung war geprägt von einer rezessiven Inlandnachfrage, stagnierten Exporten und rückläufigen Importen. Um 0,6% nahm die Beschäftigung ab und die Arbeitslosigkeit spürbar zu. Die Teuerung blieb niedrig.

Schwaches Wachstum der Wirtschaft

Das schwache Wachstum der Schweizer Wirtschaft hält an. Im 4. Quartal 2002 nahm das reale Bruttoinlandprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal um 1,4 Prozent zu.

BERN. Die positiven Impulse für die Zunahme des realen Bruttoinlandprodukts stammen hauptsächlich von der Aussenwirtschaft. Das reale Bruttoinlandprodukt ist bereinigt von Saison- und Zufallseinflüssen, auf Jahresbasis hochgerechnete Veränderungsrate im 4. Quartal 2002 im Vergleich zum Vorquartal um 0,7 Prozent angestiegen. Dieses Wachstum ist hauptsächlich auf steigende Ausgaben in den Bereichen Wohnen und Gesundheit zurückzuführen. Bei den anderen Rubriken hingegen waren sinkende Tendenzen zu beobachten. Der Staatskonsum expandierte mit einer Rate von 2,1 Prozent wiederum deutlich.

Der Rückgang der Anlageinvestitionen hielt an (- 8,5 Prozent), die Bauinvestitionen gingen um 3,6 Prozent zurück, die Ausrüstungsinvestitionen um 12,8 Prozent. Bei den Letztgenannten waren alle Kategorien (Maschinen und Präzisionsinstrumente, Nutzfahrzeuge und Flugzeuge) von der rezessiven Entwicklung betroffen.

Die realen Exporte Waren und Dienstleistungen erhöhten sich im 4. Quartal gegenüber dem Vorquartal um 4,8 Prozent. Die Zunahme ist sowohl auf einen Anstieg der Exporte von Waren (+ 3,4 Prozent), wie auch der Dienstleistungen inklusive Fremdverkehr (+ 10,7 Prozent) zurückzuführen. Die realen Importe von Waren und Dienstleistungen sanken um 4,2 Prozent, die Warenimporte gingen um 4,8 Prozent zurück und die Dienstleistungsimporte inklusive Fremdenverkehr stagnierten (+ 0,4 Prozent).

Im Vergleich zum 4. Quartal des Vorjahres blieb der Preisindex des Bruttoinlandprodukts mit – 0,1 Prozent praktisch stabil. Beim Konsum der Privathaushalte lag der Index um 0,9 Prozent und bei den Exporten von Diensten inklusive Fremdenverkehr um 1,3 Prozent über dem Vorjahresstand. Die Preise haben sich für die Bauinvestitionen und die Ausrüstungsinvestitionen nach unten entwickelt (- 1,5 Prozent bzw. – 0,5 Prozent). Die Exportpreise (- 4,0 Prozent) fielen merklich stärker als die für Importe (- 1,8 Prozent), womit es zu einer Verschlechterung der Terms of trade kam.

Hilfe für Burkina Faso

BERN. Burkina Faso ist ein Scherpunktland der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit. Der Bundesrat hat am 26. Februar 2003 beschlossen, der Regierung von Burkina Faso eine Budgethilfe von insgesamt 24 Millionen Schweizer Franken zu gewähren. Das entsprechende Abkommen wird am 21. März in Ouagadougou von Botschafter Johannes Kunz, als Vertreter des Bundes, und dem Finanz- und Budgetminister von Burkina Faso, Jean-Baptiste Compaoré unterzeichnet. Der Beitrag in Form einer nicht rückzahlbaren Spende soll die Anstrengungen der Regierung von Burkina Faso im Kampf gegen die Armut und im Bereich Wirtschaftsreformen unterstützten. Er wird im Rahmen eines gemeinsamen Programms zur Budgetunterstützung geleistet. Die Europäische Kommission, Belgien, Dänemark, die Niederlande und Schweden beteiligen sich neben der Schweiz an der Unterstützung. Sie ist auf die Anstrengungen der burkinischen Regierung in der Bekämpfung der Armut ausgerichtet. Die Hilfe soll in den Jahren 2003, 2004 und 2005 ausbezahlt werden.

Alcopops ist keine Limonade

BERN. Alcopops sehen aus wie Limonade, sie schmecken süss wie Limonade, sie werden auch getrunken wie Limonade. Sie haben jedoch einen Alkoholgehalt von ungefähr 6 Prozent. Etwa soviel wie Bier. Kaum ein Jugendlicher oder eine Jugendliche und schon gar nicht ein Kind trinkt innerhalb kurzer Zeit zwei, drei Stangen Bier. Hingegen werden Süssgetränke von Jugendlichen problemlos in grösseren Mengen und in kurzer Zeit konsumiert, Alcopops ebenfalls. Dieser unbewusste oder bloss halbbewusste Alkoholkonsum schaden der Gesundheit der Kinder und Jugendlichen in hohem Masse. Zum Schutze von Kindern und Jugendlichen sollen Alcopops mit einem Satz besteuert werden, der das Vierfache des normalen Steuersatzes auf Spirituosen beträgt. Der Bundesrat hat beschlossen, dem Parlament eine Vorlage für diese Sondersteuer zu unterbreiten. Auf einer 2.75-dl-Falsche zu 5.6 Volumenprozent sollen ungefähr 1.80 Franken an Steuern erhoben werden. Mit den Alcopops wird mindestens zum Teil ein Kundensegment angesprochen, das nach Gesetz gar nicht Zielpublikum sein darf: Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Mit moderner Präsentation massiver Werbung und vor allem mit dem süssen Geschmack versuchen Anbieter, sich eine neue Kundschaft heranzubilden. Die verlockende Süssigkeit bewirkt auch, dass der Alkohol geschmacklich kaum wahrgenommen wird.

 

 

 

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