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Konjunkturverlauf
schleppend
Die
weltwirtschaftliche Lage ist nach wie vor von Unsicherheiten geprägt.
Vor allem in der EU kam es zu einer äusserst verhaltener
Konjunkturentwicklung.
BERN.
Die weltwirtschaftliche Lage ist nach wie vor von
Unsicherheiten geprägt. Nach Erholungstendenzen im ersten
Halbjahr 2002 bildete sich vorerst kein nachhaltiger Aufschwung
heraus. Von der Geld- und Finanzpolitik gingen aber erneut
expansive Impulse aus. Die Aktienkurse brachen ein. Bilanzbetrügereien
drückten af das Vertrauen. Hinzu kam der Irak-Konflikt mit der
Gefahr steigender Ölpreise. Die Vertrauenskrise, die sich in
einer global schwachen Investitionstätigkeit äussert, hat die
Regionen unterschiedlich getroffen. Vor allem in der EU kam es zu
einer äusserst verhaltenen Konjunkturentwicklung.
Die
expansive Wirtschaftspolitik der USA dürfte sich allmählich
bemerkbar machen. Insbesondere unter den Annahmen, dass die
geopolitische Lage die Wirtschaft nicht zusätzlich belastet und
die Aktienkurse nicht nochmals substanziell an Wert verlieren,
sollte vor allem die US-Wirtschaft an Schwung gewinnen. Davon wir
auch Europa profitieren, wenngleich in den Euroländern die
Geldpolitik deutlich zurückhaltender reagierte und die
Finanzpolitik auf Konsolidierung ausgerichtet ist.
Die
Schweizersiche Wirtschaft wuchs im 4. Quartal erneut leicht. Der
private Konsum expandierte etwas, allerdings einzig dank den
Rubriken Gesundheit und Wohnen, die weniger von der
konjunkturellen Lage beeinflusst werden. Die Investitionstätigkeit
gab weiter deutlich nach. Die Exporte legten langsamer zu als in
den Vorquartalen. Jedoch ist diese Volumenzahl nur schwach abgestützt
und geht mit merklichen Preisreduktionen einher. Die Importe
behielten die rückläufige Tendenz bei.
Für
das gesamte Jahr 2002 resultierte eine Zunahme des realen BIP von
0,1%. Die Entwicklung war geprägt von einer rezessiven
Inlandnachfrage, stagnierten Exporten und rückläufigen Importen.
Um 0,6% nahm die Beschäftigung ab und die Arbeitslosigkeit spürbar
zu. Die Teuerung blieb niedrig.
Schwaches
Wachstum der Wirtschaft
Das
schwache Wachstum der Schweizer Wirtschaft hält an. Im 4. Quartal
2002 nahm das reale Bruttoinlandprodukt (BIP) gegenüber dem
Vorquartal um 1,4 Prozent zu.
BERN.
Die positiven Impulse für die Zunahme des realen
Bruttoinlandprodukts stammen hauptsächlich von der
Aussenwirtschaft. Das reale Bruttoinlandprodukt ist bereinigt von
Saison- und Zufallseinflüssen, auf Jahresbasis hochgerechnete Veränderungsrate
im 4. Quartal 2002 im Vergleich zum Vorquartal um 0,7 Prozent
angestiegen. Dieses Wachstum ist hauptsächlich auf steigende
Ausgaben in den Bereichen Wohnen und Gesundheit zurückzuführen.
Bei den anderen Rubriken hingegen waren sinkende Tendenzen zu
beobachten. Der Staatskonsum expandierte mit einer Rate von 2,1
Prozent wiederum deutlich.
Der
Rückgang der Anlageinvestitionen hielt an (- 8,5 Prozent), die
Bauinvestitionen gingen um 3,6 Prozent zurück, die Ausrüstungsinvestitionen
um 12,8 Prozent. Bei den Letztgenannten waren alle Kategorien
(Maschinen und Präzisionsinstrumente, Nutzfahrzeuge und
Flugzeuge) von der rezessiven Entwicklung betroffen.
Die
realen Exporte Waren und Dienstleistungen erhöhten sich im 4.
Quartal gegenüber dem Vorquartal um 4,8 Prozent. Die Zunahme ist
sowohl auf einen Anstieg der Exporte von Waren (+ 3,4 Prozent),
wie auch der Dienstleistungen inklusive Fremdverkehr (+ 10,7
Prozent) zurückzuführen. Die realen Importe von Waren und
Dienstleistungen sanken um 4,2 Prozent, die Warenimporte gingen um
4,8 Prozent zurück und die Dienstleistungsimporte inklusive
Fremdenverkehr stagnierten (+ 0,4 Prozent).
Im
Vergleich zum 4. Quartal des Vorjahres blieb der Preisindex des
Bruttoinlandprodukts mit – 0,1 Prozent praktisch stabil. Beim
Konsum der Privathaushalte lag der Index um 0,9 Prozent und bei
den Exporten von Diensten inklusive Fremdenverkehr um 1,3 Prozent
über dem Vorjahresstand. Die Preise haben sich für die
Bauinvestitionen und die Ausrüstungsinvestitionen nach unten
entwickelt (- 1,5 Prozent bzw. – 0,5 Prozent). Die Exportpreise
(- 4,0 Prozent) fielen merklich stärker als die für Importe (-
1,8 Prozent), womit es zu einer Verschlechterung der Terms of
trade kam.
Hilfe
für Burkina Faso
BERN.
Burkina Faso ist ein Scherpunktland der Schweizer
Entwicklungszusammenarbeit. Der Bundesrat hat am 26. Februar 2003
beschlossen, der Regierung von Burkina Faso eine Budgethilfe von
insgesamt 24 Millionen Schweizer Franken zu gewähren. Das
entsprechende Abkommen wird am 21. März in Ouagadougou von
Botschafter Johannes Kunz, als Vertreter des Bundes, und dem
Finanz- und Budgetminister von Burkina Faso, Jean-Baptiste Compaoré
unterzeichnet. Der Beitrag in Form einer nicht rückzahlbaren
Spende soll die Anstrengungen der Regierung von Burkina Faso im
Kampf gegen die Armut und im Bereich Wirtschaftsreformen unterstützten.
Er wird im Rahmen eines gemeinsamen Programms zur Budgetunterstützung
geleistet. Die Europäische Kommission, Belgien, Dänemark, die
Niederlande und Schweden beteiligen sich neben der Schweiz an der
Unterstützung. Sie ist auf die Anstrengungen der burkinischen
Regierung in der Bekämpfung der Armut ausgerichtet. Die Hilfe
soll in den Jahren 2003, 2004 und 2005 ausbezahlt werden.
Alcopops
ist keine Limonade
BERN.
Alcopops sehen aus wie Limonade, sie schmecken süss wie Limonade,
sie werden auch getrunken wie Limonade. Sie haben jedoch einen
Alkoholgehalt von ungefähr 6 Prozent. Etwa soviel wie Bier. Kaum
ein Jugendlicher oder eine Jugendliche und schon gar nicht ein
Kind trinkt innerhalb kurzer Zeit zwei, drei Stangen Bier.
Hingegen werden Süssgetränke von Jugendlichen problemlos in grösseren
Mengen und in kurzer Zeit konsumiert, Alcopops ebenfalls. Dieser
unbewusste oder bloss halbbewusste Alkoholkonsum schaden der
Gesundheit der Kinder und Jugendlichen in hohem Masse. Zum Schutze
von Kindern und Jugendlichen sollen Alcopops mit einem Satz
besteuert werden, der das Vierfache des normalen Steuersatzes auf
Spirituosen beträgt. Der Bundesrat hat beschlossen, dem Parlament
eine Vorlage für diese Sondersteuer zu unterbreiten. Auf einer
2.75-dl-Falsche zu 5.6 Volumenprozent sollen ungefähr 1.80
Franken an Steuern erhoben werden. Mit den Alcopops wird
mindestens zum Teil ein Kundensegment angesprochen, das nach
Gesetz gar nicht Zielpublikum sein darf: Kinder und Jugendliche
unter 18 Jahren. Mit moderner Präsentation massiver Werbung und
vor allem mit dem süssen Geschmack versuchen Anbieter, sich eine
neue Kundschaft heranzubilden. Die verlockende Süssigkeit bewirkt
auch, dass der Alkohol geschmacklich kaum wahrgenommen wird.
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