Schweizer kaufen markant weniger Autos Letztes Jahr

BERN. wurden deutlich weniger Autos verkauft. Dies wiederspiegelt die gegenwärtige Konjunkturlage. Es wird ein Absatzrückgang zwischen 6 und 7 % befürchtet.

"Alles im Griff?"

BERN. Seit zwei Jahren nehmen rund 20 Schweizer Gemeinden am nationalen Alkoholpräventionsprogramm teil.

 

 

 

 

 
 

 

 

 

 
 
 
 

6. Januar 2003

Schweizer kaufen markant weniger Autos Letztes Jahr wurden deutlich weniger Autos verkauft. Dies wiederspiegelt die gegenwärtige Konjunkturlage. Es wird ein Absatzrückgang zwischen 6 und 7 % befürchtet.

BERN. Im Vergleich zu 2001, das jedoch ein sehr gutes Jahr war, rechnen die Importeure mit einem Absatzrückgang zwischen 6 und 7 Prozent. Hanspeter Schick, Direktor von Autoschweiz (Vereinigung der Automobil-Importeure), versicherte, dass die Marke von 300'000 verkauften Neuwagen noch nicht erreicht worden sei.

Die Dezember-Zahlen werden Mitte Januar publiziert. 274.189 Neuwagen wurden bis November 202 verkauft. Dies entspricht einem Rückgang von 7,7 Prozent gegenüber 2001. Ein Einbruch von 17,2 Prozent war allein im November registriert worden. Er war der stärkste Rückgang im vergangenen Jahr. Im Oktober hatte das Minus noch 2,8 Prozent betragen.

Anhand der Ergebnisse des Auto-Marktes, ist die gegenwärtige Konjunkturlage zu erkennen. Sehr zurückhaltend werden heute grössere Investitionen und Anschaffungen getätigt. Schick vertritt die Meinung, dass der Auto-Markt in der Schweiz gesättigt sei und demgemäss das Ergebnis gut liege im Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Viele Unsicherheiten und der drohende Irak-Krieg erschweren den Ausblick für das Jahr 2003.

Es lässt sich noch nicht sagen, wie sich die anstehende Liberalisierung des Schweizer Auto-Markts auswirken werde. Die Autohändler wurden von der Wettbewerbskommission verpflichtet, Parallelimporte aus dem EWR-Raum künftig nicht mehr zu behindern, was zu tieferen Preisen führen soll.

Trotz der anhaltenden Konjunkturflaute, betrug der Rückgang der Auto-Verkäufe bloss rund 2 Prozent. Die Ertragsentwicklung in der Auto-Branche ist nicht zu erkennen. Die Dezember- Zahlen für den europäischen Markt liegen auch noch nicht vor. Bis November ging die Zahl der Neuzulassung in der EU um 3,8 Prozent zurück. Allein im November wurde ein Minus von 6,2 Prozent registriert, nachdem es in den beiden Vormonaten leichte Zuwächse gegeben hatte.

„Alles im Griff?“ läuft gut!

BERN. Seit zwei Jahren nehmen rund 20 Schweizer Gemeinden am nationalen Alkoholpräventionsprogramm teil. Das Programm heisst „Alles im Griff?“ und gesucht wird nach neuen Wegen in der Alkoholprävention. Im Zentrum steht interdisziplinäres Verhalten. Das Projekt geht davon aus, dass Gemeinden und Private kooperieren müssen, um eine den lokalen Bedürfnissen entsprechende Alkoholpolitik umzusetzen. Eine Auswertung der Pilotphase führte zu unterschiedlichen Projekten. Während in den einen Gemeinden Personalverantwortliche von Betrieben geschult wurden, engagierten sich in anderen Vereine, das Gastgewerbe, Jugendarbeiter oder die für Veranstaltungen zuständige Behörde.

Handbücher für die Durchführung von Veranstaltungen, Zertifikate für Wirte, die Alkohol verantwortungsbewusst ausschenken, Konzepte für gezielte Kontrollen oder Systeme für die Honorierung von Vorbildhaltungen in Vereinen, sind als Massnahmen erarbeitet worden. Das Projekt wird bis 2007 mit den jetzt gewonnen Erkenntnissen breiter angelegt. Beteiligen können sich bis zu 150 Gemeinden aus der ganzen Schweiz.

 

 

 

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