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EDA-Hilfe
für SchweizerInnen im Ausland
Rund
1070 Schweizerinnen und Schweizern im Ausland wurde im Jahr 2002 von der
EDA geholfen. Die Erwartungshaltung der betroffenen Personen bedeutet
Mehrarbeit.
BERN. Das Eidgenössische Amt für Auswärtige Angelegenheiten EDA hat im
Jahr 2002 rund 1070 Shweizerinnen und Schweizern bei Schwierigkeiten im
Ausland geholfen. Der Terroranschlag von Bali, der Bürgerkrieg in der
Elfenbeinküste, zunehmnede Spannung und Instabilität in mehreren
Regionen der Welt und vor allem zahlreiche Einzelfälle haben dazu
beigetragen, dass die Zahl der vom EDA behandelten Konsularschutzfälle
erneut zugenommen hat.
Namnetlich
wurden 373 Verhaftungen, 224 Todesfälle, 126 schwere Unfälle, 153
schwere Erkrankungen und 25 Entführungen, 21 davon Kindesentführungen
behandelt. Die im 2001 wegen den tragischen Ereignissen vom 11.
September die Rekordzahl von 167 erreichende Nachforschung, lag 2002 bei
62. 373 Fälle von Schweizerinnenn und Schweizern , die im Ausland
inhaftiert wurden, wurden betreut. 144 davon wegen Drogendelikten, 25
wegen Mordes, 23 wegen Vermögensdelikten, 12 wegen Raub oder Diebstahl,
22 wegen Sittlichkeitsvergehen und 27 sind in Auslieferungshaft. In 64 Ländern
hat sich die EDA mit Fällen von Inhaftierungen befasst, darunter in den
USA 27 neue Fälle, 24 in Deutschland, 15 in Thailand, 12 in Frankreich
und dessen Überseegebieten, 7 in Italien, 6 in Spanien, 5 in Ecuador,
Griechenland und den Phillippinen.
Immer
komplizierter werden die Fälle während die Erwartungshaltung der
betroffenen Personen steigt. Sowohl für die Zentrale in Bern wie für
die betroffenen Vertretungen im Ausland bedeutet dies Mehrarbeit. Neben
den anspruchsvollen in die Statistik aufgenommenen Fällen gingen unsere
Botschaften und Konsulate im Ausland auch auf eine grosse Zahl einfcher
Hilfsgesuche ein.
Die Gesuche um Auskunft über das Schicksal von Angehörigen im
Ausland und über die Sicherheitsanlage in bestimmten
Feriendestinationen bedeutend zugenommen. Die Reisehinweise, welche das
EDA auf der Website www.dfae.admin.ch/voyages
veröffentlicht, wurde von den Schweizerinnen und Schweizern rund 21000
mal pro Monat abgerufen.
Die
Schweizer Armee ist gefragt
Mehr
als 300´000 Diensttage im Einsatz hat die Schweizer Armee im Jahr 2002
geleistet. Nach einer grossen Zahl von gesuchen um Unterstützung
diverser Anlässe im lertzten Jahr, wurden neu Richtlinien erlassen.
BERN. Die Schweizer Armee hat im Jahr 2002 mehr als 300´000 Diensttage im
Einsatz geleistet. Etwa die Hälfte davon entfiel auf subsidäre
Sicherungseinsätze, rund ein Viertel für friedensfördernde Einsätze
und Unterstützungseinsätze. Im Vorjahr betrug dieser Bereich rund ein
Drittel des Totals.
Der
grösste Teilö der Einsatztage wurde von Miliztruppen geleistet.
WK-Verbände, Rekrutenschulen und besonders rekrutierte Freiwillige
(Friedenfördernde Einsätze) gehören dazu. Insbesondere im Bereich der
Botschaftsüberawchung, haben sich die Milizangehörigen, welche ihre
gesamte Dienstpflicht an einem Stück erfüllen, als wertvolles Mittel
erwiesen. Von den Durchdienern profitierte auch die Luftwaffe. Diese
unterstützten das Bundesamt für Betriebe der Luftwaffe und stellten
den Flugbetrieb sicher.
Die
Nachfrage
nach Leistungen der Armee im Bereich der subsidiären
Sicherungseinsätze
hat bereits im Jahr 2001 zugenommen. 2002 verstärkte sich dieser
Trend noch. Die Einsätze im Rahmen von Botschaftsüberwachungen in
Genf, Bern und Zürich sowie die Verstärkung des Grenzwachtkorps
bildeten die Schwergewichte. Primär kamen dabei als Leistungserbringer,
Angehörige des Festungswachtkorps zum Einsatz.
Nach
dem USIS-Entscheid des Bundesrats vom 6.11.2002 zeichnet sich ab, dass
die Nachfrage nach Unterstützung durch die Armee im Bereich der inneren
Sicherheit in den nächsten Jahren noch weiter steigen wird.
Von
den die letztes Jahr im Bereich der Unterstützungseinsätze geleistet
wordenen 69´691 Diensttagen, kamen mehr als die Hälfte der
Landesausstellung Expo 02 zugute. Unterstützt wurden diese vorallem in
den Bereichen Aufbau und Sicherheit, aber auch beim Rückbau der
Infrastriktur.
Der
Generalstabchef hat am 1. Februar 2002 neue Richtlinien für die Unterstützungseinsätze
erlassen, nachdem sich die Armee in den Vorjahren mit einer grossen Zahl
von Gesuchen um Unterstützung diverser Anlässe konfrontiert sah.
Kontroverse
Teilrevision
BERN. Kontroverse Meinungen kennzeichnen die Ergebnisse des
Vernehmlassungsverfahrens zu einer Teilrevision der
Raumplanungsverordnung. Der Revisionsvorschlag hatte zum Ziel, die
Vorschriften für die Aenderung bestehender Gebäude ausserhalb der
Bauzonen zu präzisieren. Die in der Vernehmlassung befassten Parteien,
Verbände und Organsisationen hielten weitgehend an jenen Positionen
fest, die sie bereits bis anhin vertreten hatten. So forderte die eine
Seite stärkere Liberalisierungen, die andere Seite eine grössere Zurückhaltung.
Ueber das weitere Vorgehen entscheidet der Bundesrat.
Konkurse
nahmen markant zu
ST.
GALLEN. In der Schweiz mussten im letzten Jahr 8 800 Konkurseröffnungen
publiziert werden, 8,1 Prozent mehr als im 2001. Die Zahl der Pleiten
ist damit auf den höchsten Stand seit vier Jahren geklettert. Sank die
Zahl der Firmenkonkurse seit dem Rekordjahr 1997 mit 4 450 Konkursen auf
3 610 in 2001, stieg sie 2002 erstmals wieder an, nämlich um 10,8
Prozent auf 4 000. Insgesamt wurden laut Schweizerischer Verband
Creditreform in den letzten zehn Jahren rund 41 000 Firmen in der
Schweiz, oder jede neunte, durch einen Konkurs vernichtet. Gegen rund 4
800 Privatpersonen musste im letzten Jahr ein Konkursverfahren eröffnet
werden, was einer Zunahme von 6 Prozent entspricht. Dies ist die höchste
Zahl seit Inkrafttreten des revidierten Schuld-, Betreibungs- und
Konkursgesetzes SchKG. Das Jahr 2002 schliesst mit 31 000 neu im
Handelsregister eingetragenen Firmen ab, die dritthöchste je veröffentlichte
Zahl. Bei den Löschungen ist eine Abnahme um 4,4 Prozent gegenüber dem
Vorjahr auf 22 000 zu verzeichnen. Per Saldo ergibt sich ein Wachstum
von 8 960 Firmen, was einer Zunahme von 5 Prozent entspricht.
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