EDA-Hilfe für SchweizerInnen im Ausland

BERN. Rund 1070 Schweizerinnen und Schweizern im Ausland wurde im Jahr 2002 von der EDA geholfen. Die Erwartungshaltung der betroffenen Personen bedeutet Mehrarbeit.

Die Schweizer Armee ist gefragt

BERN. Mehr als 300´000 Diensttage im Einsatz hat die Schweizer Armee im Jahr 2002 geleistet. Nach einer grossen Zahl von gesuchen um Unterstützung diverser Anlässe im lertzten Jahr, wurden neu Richtlinien erlassen.

Kontroverse Teilrevision

BERN. Kontroverse Meinungen kennzeichnen die Ergebnisse des Vernehmlassungsverfahrens zu einer Teilrevision der Raumplanungsverordnung.

Konkurse nahmen markant zu

ST. GALLEN. In der Schweiz mussten im letzten Jahr 8 800 Konkurseröffnungen publiziert werden, 8,1 Prozent mehr als im 2001.

 

 

 

 

 
 

 

 

 

 
 
 
 

15.  Januar 2003

EDA-Hilfe für SchweizerInnen im Ausland

Rund 1070 Schweizerinnen und Schweizern im Ausland wurde im Jahr 2002 von der EDA geholfen. Die Erwartungshaltung der betroffenen Personen bedeutet Mehrarbeit.

BERN. Das Eidgenössische Amt für Auswärtige Angelegenheiten EDA hat im Jahr 2002 rund 1070 Shweizerinnen und Schweizern bei Schwierigkeiten im Ausland geholfen. Der Terroranschlag von Bali, der Bürgerkrieg in der Elfenbeinküste, zunehmnede Spannung und Instabilität in mehreren Regionen der Welt und vor allem zahlreiche Einzelfälle haben dazu beigetragen, dass die Zahl der vom EDA behandelten Konsularschutzfälle erneut zugenommen hat.

Namnetlich wurden 373 Verhaftungen, 224 Todesfälle, 126 schwere Unfälle, 153 schwere Erkrankungen und 25 Entführungen, 21 davon Kindesentführungen behandelt. Die im 2001 wegen den tragischen Ereignissen vom 11. September die Rekordzahl von 167 erreichende Nachforschung, lag 2002 bei 62. 373 Fälle von Schweizerinnenn und Schweizern , die im Ausland inhaftiert wurden, wurden betreut. 144 davon wegen Drogendelikten, 25 wegen Mordes, 23 wegen Vermögensdelikten, 12 wegen Raub oder Diebstahl, 22 wegen Sittlichkeitsvergehen und 27 sind in Auslieferungshaft. In 64 Ländern hat sich die EDA mit Fällen von Inhaftierungen befasst, darunter in den USA 27 neue Fälle, 24 in Deutschland, 15 in Thailand, 12 in Frankreich und dessen Überseegebieten, 7 in Italien, 6 in Spanien, 5 in Ecuador, Griechenland und den Phillippinen.

Immer komplizierter werden die Fälle während die Erwartungshaltung der betroffenen Personen steigt. Sowohl für die Zentrale in Bern wie für die betroffenen Vertretungen im Ausland bedeutet dies Mehrarbeit. Neben den anspruchsvollen in die Statistik aufgenommenen Fällen gingen unsere Botschaften und Konsulate im Ausland auch auf eine grosse Zahl einfcher Hilfsgesuche ein.  Die Gesuche um Auskunft über das Schicksal von Angehörigen im Ausland und über die Sicherheitsanlage in bestimmten Feriendestinationen bedeutend zugenommen. Die Reisehinweise, welche das EDA auf der Website www.dfae.admin.ch/voyages veröffentlicht, wurde von den Schweizerinnen und Schweizern rund 21000 mal pro Monat abgerufen.

Die Schweizer Armee ist gefragt

Mehr als 300´000 Diensttage im Einsatz hat die Schweizer Armee im Jahr 2002 geleistet. Nach einer grossen Zahl von gesuchen um Unterstützung diverser Anlässe im lertzten Jahr, wurden neu Richtlinien erlassen.

BERN. Die Schweizer Armee hat im Jahr 2002 mehr als 300´000 Diensttage im Einsatz geleistet. Etwa die Hälfte davon entfiel auf subsidäre Sicherungseinsätze, rund ein Viertel für friedensfördernde Einsätze und Unterstützungseinsätze. Im Vorjahr betrug dieser Bereich rund ein Drittel des Totals.

Der grösste Teilö der Einsatztage wurde von Miliztruppen geleistet. WK-Verbände, Rekrutenschulen und besonders rekrutierte Freiwillige (Friedenfördernde Einsätze) gehören dazu. Insbesondere im Bereich der Botschaftsüberawchung, haben sich die Milizangehörigen, welche ihre gesamte Dienstpflicht an einem Stück erfüllen, als wertvolles Mittel erwiesen. Von den Durchdienern profitierte auch die Luftwaffe. Diese unterstützten das Bundesamt für Betriebe der Luftwaffe und stellten den Flugbetrieb sicher.

Die Nachfrage  nach Leistungen der Armee im Bereich der subsidiären Sicherungseinsätze  hat bereits im Jahr 2001 zugenommen. 2002 verstärkte sich dieser Trend noch. Die Einsätze im Rahmen von Botschaftsüberwachungen in Genf, Bern und Zürich sowie die Verstärkung des Grenzwachtkorps bildeten die Schwergewichte. Primär kamen dabei als Leistungserbringer, Angehörige des Festungswachtkorps zum Einsatz.

Nach dem USIS-Entscheid des Bundesrats vom 6.11.2002 zeichnet sich ab, dass die Nachfrage nach Unterstützung durch die Armee im Bereich der inneren Sicherheit in den nächsten Jahren noch weiter steigen wird.

Von den die letztes Jahr im Bereich der Unterstützungseinsätze geleistet wordenen 69´691 Diensttagen, kamen mehr als die Hälfte der Landesausstellung Expo 02 zugute. Unterstützt wurden diese vorallem in den Bereichen Aufbau und Sicherheit, aber auch beim Rückbau der Infrastriktur.

Der Generalstabchef hat am 1. Februar 2002 neue Richtlinien für die Unterstützungseinsätze erlassen, nachdem sich die Armee in den Vorjahren mit einer grossen Zahl von Gesuchen um Unterstützung diverser Anlässe konfrontiert sah.

Kontroverse Teilrevision

BERN. Kontroverse Meinungen kennzeichnen die Ergebnisse des Vernehmlassungsverfahrens zu einer Teilrevision der Raumplanungsverordnung. Der Revisionsvorschlag hatte zum Ziel, die Vorschriften für die Aenderung bestehender Gebäude ausserhalb der Bauzonen zu präzisieren. Die in der Vernehmlassung befassten Parteien, Verbände und Organsisationen hielten weitgehend an jenen Positionen fest, die sie bereits bis anhin vertreten hatten. So forderte die eine Seite stärkere Liberalisierungen, die andere Seite eine grössere Zurückhaltung. Ueber das weitere Vorgehen entscheidet der Bundesrat.

Konkurse nahmen markant zu

ST. GALLEN. In der Schweiz mussten im letzten Jahr 8 800 Konkurseröffnungen publiziert werden, 8,1 Prozent mehr als im 2001. Die Zahl der Pleiten ist damit auf den höchsten Stand seit vier Jahren geklettert. Sank die Zahl der Firmenkonkurse seit dem Rekordjahr 1997 mit 4 450 Konkursen auf 3 610 in 2001, stieg sie 2002 erstmals wieder an, nämlich um 10,8 Prozent auf 4 000. Insgesamt wurden laut Schweizerischer Verband Creditreform in den letzten zehn Jahren rund 41 000 Firmen in der Schweiz, oder jede neunte, durch einen Konkurs vernichtet. Gegen rund 4 800 Privatpersonen musste im letzten Jahr ein Konkursverfahren eröffnet werden, was einer Zunahme von 6 Prozent entspricht. Dies ist die höchste Zahl seit Inkrafttreten des revidierten Schuld-, Betreibungs- und Konkursgesetzes SchKG. Das Jahr 2002 schliesst mit 31 000 neu im Handelsregister eingetragenen Firmen ab, die dritthöchste je veröffentlichte Zahl. Bei den Löschungen ist eine Abnahme um 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 22 000 zu verzeichnen. Per Saldo ergibt sich ein Wachstum von 8 960 Firmen, was einer Zunahme von 5 Prozent entspricht.

 

 

 

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