Zu- und Abnahme der Aargauer Statistik

AARAU. Im Jahr 2002 hat die Kriminalität gegenüber dem Vorjahr leicht zugenommen. Die Zahl der Unfalltoten ist angestiegen. Bei den Verkehrsunfällen wird ein Rückgang registriert.

Umsetzung des Integrationsleitbilds

BASEL. Fremd- und mehrsprachige Kinder und Jugendliche sollen an den Schulen im Kanton Basel-Stadt noch besser integriert werden. Aber auch die Herkunftssprachen sollen gefördert werden.

Aktualisierte Pflegeheimliste Basel-Stadt

BASEL. Die Pflegeheimliste des Kantons Basel-Stadt wurde auf den 1. Januar 2003 rückwirkend, mit Zustimmung des Regierungsrats, aktualisiert.

Auswertung der Verkehrsunfälle Basel-Stadt

BASEL. Ein mehrheitlich positives Bild zeigt die Auswertung der Verkehrsunfälle in Basel-Stadt. Im Jahr 2002 ist ein erfreulicher Rückgang der Unfallzahlen registriert worden.

Kriterien zur Privatwirtschaft

LIESTAL. In der Beantwortung eines Postulats hält der Baselbieter Regierungsrat fest, dass die Kantonale Verwaltung nur in begründeten Einzelfällen die Privatwirtschaft konkurrenziert.

Zusammenarbeit im Kanton auf gutem Weg

LIESTAL. Verschiedene Sozialinstitutionen des Kantons Basel-Land planen gemeinsam, eine effizientere Zusammenarbeit anzustreben.

Neues Gesetz über die Archivierung

LIESTAL. Ein neues Gesetz über die Archivierung wird dem Landrat beantragt. Im Allgemeinen ist der Gesetzesentwurf auf positives Echo gestossen. Kleine Änderungswünsche konnten beachtet werden.

Jodtabletten und Sirenenalarm

AARAU. In der ganzen Schweiz findet wiederum am Mittwoch, 5 Februar 2003 der Sirenenprobealarm statt.

Neuer Vizepräsident der CRUS

BASEL. Die Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten hat den Rektor der Universität Basel, Prof. Dr. Ulrich Gäbler, zu ihrem Vizepräsident gewählt.

Basler Patienten in der Reha Chrischona genehmigt

BASEL. Für die Hospitalisierung von Basler Patientinnen und Patienten in der Reha Chrischona, gewährt der Kanton Basel-Stadt dem Bürgerspital weiterhin Beiträge.

Einmal in vier Jahren Schulkolonie

BASEL. Das an den Primarschulen zur Verfügung stehende jährliche Kontingent an Schulkolonien ist an den gewachsenen Bedarf angepasst worden.

Kaufmännische Führungskraft in den Schulen

BASEL. Die Arbeit der Basler Schulleitungen wird durch die neuen Schulkonzepte und die zunehmende Vielfalt an Vorstellungen über Bildung und Erziehung in jeder Hinsicht aufwändiger und anspruchsvoller gemacht.

Betreibungsämter fusionieren

BERN. Der Berner Regierungsrat hat beschlossen, dass die Dienststellen Saanen und Obersimmental des Betreibungs- Konkursamts Berner Oberland in Blankenburg  zusammengelegt werden.

Bund unterstützt ICT-Weitebildung

ZÜRICH. Die Weitebildung von Lehrpersonen im Bereich Information and Communication Technologies (ICT) im Kanton Zürich wird vom Bund mit 4,1 Millionen Franken unterstützt.

Verfassungsartikel zur Medienpolitik

BASEL. Die Schaffung einer verfassungsrechtlichen Grundlage für die direkte Förderung der Presse in der Schweiz, wird vom Regierungsrat begrüsst.

Ampeln an der Elsässer- und Mülhauserstrasse

BASEL. Zur Verbesserung der Verkehrsicherheit soll beim Knoten Elsässerstrasse/ Mülhauserstrasse eine neue vollverkehrsabhängige Lichtsignalanlage erstellt werden.

 

 

 

 
 

 

 

 

 
 
 
 

28. Januar 2003

Zu- und Abnahme der Aargauer Statistik

Im Jahr 2002 hat die Kriminalität gegenüber dem Vorjahr leicht zugenommen. Die Zahl der Unfalltoten ist angestiegen. Bei den Verkehrsunfällen wird ein Rückgang registriert.

AARAU. Bei der Bevölkerung stossen jedes Jahr die Zahlen über die Entwicklung der polizeilichen Delikte und der Strassenverkehrsunfälle auf grosses Interesse. Die Entwicklung im Jahr 2002 wurde von Regierungsrat Kurt Wernli, zusammen mit der Führungsspitze des kantonalen Polizeikorps an einer Medienkonferenz in Aarau, am Dienstag, 27. Januar 2003, erläutert. Regierungsrat Kurt Wernli sagte an der Medienkonferenz, dass die Kantonspolizei Aargau ihren Auftrag im Bereiche der Kernaufgaben mit bescheidenen personellen Mitteln gut erfüllt hat, und dass die hochwertigen Rechtsgüter der Bevölkerung des Kantones wiederum nachhaltig geschützt werden konnten.

Die Kriminalstatistik des Kantones zeigt, dass bei den Delikten nach Strafgesetzbuch eine Zunahme von 33.895 auf 35.979 zu verzeichnen ist. Gesunken gegenüber dem Vorjahr von 50,1 Prozent auf 46,6 Prozent ist die Aufklärungsquote. Rund 1.000 Betäubungsmitteldelikte weniger als im Vorjahr, mit 4.320, gelangten zur Anzeige. Die Zahl der Drogentoten ist von sieben auf vier gesunken. Auch die Tötungsdelikte sind zurückgegangen; die Zahl betrug im Vorjahr 13. Im Jahr 2002 sind sieben registriert worden. Hier lag die Aufklärungsquote bei 100 Prozent. Eine Abnahme von 12 ist bei den Raubdelikten zu verzeichnen, die Zahl betrug 104. 44 Prozent der Raubdelikte konnten aufgeklärt werden. Ein deutlicher Rückgang ist auch bei den Entreissdiebstählen zu sehen. Die Zahl betrug im Jahr 2002 39, dies bedeutet einen Rückgang von 14 Diebstählen. Im Vorjahr war sie 48. Im Vergleich zum Vorjahr haben die Zahlen der Vergewaltigungen und Schändungen von 74 auf 147 zugenommen. Die Aufklärungsquote bei diesen Delikten liegt bei 96 Prozent.

Zu verzeichnen ist eine unbedeutende Abnahme gegenüber dem Vorjahr bei den 3.390 (-6)Einbruch- und Einschleichediebstählen, die 2002 verübt worden sind. Die Aufklärungsquote beträgt 25 Prozent. Die Zahl der im Jahr 2002 im Kanton Aargau gesamthaft ermittelten Straftäterinnen und Straftäter liegt bei 7.951.

3.723 Verkehrsunfälle, so die Unfallstatistik, ereigneten sich im Jahr 2002 auf dem Strassennetz des Kantons Aargau. Im Vorjahr waren es 3.996. Das entspricht einem Rückgang von 6,8 Prozent. Die Zahl der Verletzten ist mit 2.129 um drei zurückgegangen. Negativ präsentiert sich die Zahl der Verkehrstoten. Hier ist die Zahl von 35 im Vorjahr auf 44 angestiegen, was eine Zunahme von 25,7 Prozent entspricht.

Die Zahl der Unfälle mit Beteiligung von Fussgängern hat mit 173 gegenüber dem Vorjahr um 12 zugenommen. Die Zahl der Verletzten liegt hier mit 172 gegenüber dem Vorjahr um vier höher. Das gleiche gilt für die Unfallopfer mit elf gegenüber sieben im Jahr 2001. Bei 77 Unfällen auf Fussgängerstreifen waren fünft mit Todesfolge. Dies sind zwei Tote mehr als im Vorjahr.

Umsetzung des Integrationsleitbilds

Fremd- und mehrsprachige Kinder und Jugendliche sollen an den Schulen im Kanton Basel-Stadt noch besser integriert werden. Aber auch die Herkunftssprachen sollen gefördert werden.

BASEL. Rund 40 Prozent beträgt der Anteil der ausländischen Schülerinnen und Schüler an den Basler Schulen. Das Statistische Amt erwartet bis ins Jahr 2005 eine Zunahme von zwei Prozent. Waren im Jahr 1998 noch 61 Prozent der Schülerinnen und Schüler ohne Schweizer Pass hier geboren, stieg der Anteil der in der Schweiz geborenen ausländischen Kinder und Jugendlichen auf 72 Prozent im Jahr 2002 an.

Nun beantragt der Regierungsrat dem Grossen Rat, dass eine Motion, die den Einbezug der Muttersprache in den Untericht fordert, als Anzug überwiesen wird. Es soll geprüft werden, wie dieses Anliegen in die Projekte des Erziehungsdepartements sowie in das neue Bildungsgesetz integriert werden kann. Eine breit zusammengesetzte Reflexionsgruppe konkretisiert zur Zeit die Empfehlungen des Gesamtsprachenkonzeptes der Konferenz der kantonalen ErziehungsdirektorInnen (EDK) für den Kanton Basel-Stadt. Das Gesamtsprachenkonzept Basel wird unter anderem vorschlagen, die herkunftssprachen der Schülerinnen und Schüler in die Lehrpläne zu integrieren.. Der Schlussbericht wird im nächsten März vorliegen und anschliessen in die Vernehmlassung geschickt.

Die Regierung erachtet die Integration fremdsprachiger Kinder und Jugendlicher als für die Zukunft des Kantons von zetraler Bedeutung. Bildung und Integration sind zwei der vier im Politikplan der Regierung verankerten Schwerpunkte. An den Basler Schulen sind in den letzten Jahren grosse Anstrengungen zur Umsetzung des Integrationsleitbildes unternommen worden. So wurden verwschiedene Projekte im Kindergarten und in den Primarschulen lanciert, wie zum Beispiel das Projekt „Standardsprache im Kindergarten“, in dem untersucht wird, welche Auswirkungen ein auf Hochdeutsch geführter Unterricht auf die Sprachentwicklung hat.

Aktuell liegt der Schwerpunkt bei den Orientierungsschulen. Ein stufenübergreifendes Sprachförderungskonzept, das die zentralen Sprachkompetenzen an den Uebergänger der Schulstufen beschreibt, ist zur Zeit in Arbeit. Ueber die Integrationsprojekte hinaus dienen auch das Gesamtsprachenkonzept oder die neu bis zum siebten Schuljahr eingeführte Fünftagewoche mit Mittagsverpflegung dieser Zielsetzung. Eine bessere quartierübergreifende Durchmischung der Schulklassen an der Orientierungsschule hält der der Regierungsrat nur auf Kosten der Aufhebung des Quartierprinzps für möglich. Bei der Klasseneinteilung der Weiterbildungsschule (WBS), welche nie quartierspezifisch organisiert war, wird speziell auf eine ausgewogene Durchmischung geachtet. Erwartet werden weitere Verbesserungen auf dieser Stufe von der vom Regierungsrat beschlossenen Schaffung einer integrativen Volksschule, zu der auch das achte und neunte Schuljahr gehören.

Mit der Erarbeitung eines modernen Bildungsgesetzes, das das Schulgesetz aus dem Jahr 1929 ablösen soll, wird in den nächsten Wochen begonnen.

Aktualisierte Pflegeheimliste Basel-Stadt

BASEL. Die Pflegeheimliste des Kantons Basel-Stadt wurde auf den 1. Januar 2003 rückwirkend, mit Zustimmung des Regierungsrats, aktualisiert. Es sind neben verschiedenen Kapazitätsanpassungen auch grössere Veränderungen zu verzeichnen. Das Pflegeheim des Augenspitals wurde im Juni 2002 geschlossen. Die etappenweise Aufhebung des „Gyrengartens“ des Kantonsspitals Basel wird Mitte 2003 abgeschlossen sein. Ein Teil der Bewohnerinnen und Bewohner wird im „Pflegeheim Zum Lamm“ Aufnahme finden, welches deshalb neun zusätzliche Pflegeheimplätze betreiben wird. Der „Sternenhof“ neue Pflegewohngruppen mit 28 Plätzen eröffnet. Die Pflegeheime „Marienhaus“ und „Gustav Benz-Haus“ richten ebenfalls Pflegewohngruppen mit insgesamt 16 Plätzen ein. Dem Pflegeheim „Glaibasel“ steht der Umbau des Heims zu einem „Demenzhaus“ bevor. Das Pflegeheim wird im Laufe des ersten Halbjahres 2003 seine Kapazitäten deshalb um 14 Plätze reduzieren. Der Kanton Basel-Stadt geht von einem Bedarf von 23 Pflegeheimplätzen pro 100 Personen ab 80 Jahren aus. Gemäss neuster Prognose der Bevölkerungsentwicklung des Statistischen Amtes wäre demnach im Jahre 2005 mit einem Bedarf von 2.770 Plätzen zu rechnen.

Auswertung der Verkehrsunfälle Basel-Stadt

Ein mehrheitlich positives Bild zeigt die Auswertung der Verkehrsunfälle in Basel-Stadt. Im Jahr 2002 ist ein erfreulicher Rückgang der Unfallzahlen registriert worden.

BASEL. Im vergangenen Jahr haben die Auswertungen der Gesamtzahlen wiederum ein mehrheitliches positives Bild gezeigt. Die polizeilich aufgenommenen und statistisch erfassten Verkehrsunfälle haben sich im erneut reduziert. Im Jahr 2002 ereigneten sich 2.026 Verkehrsunfälle, was gegenüber dem Vorjahr, mit 2.221 Unfällen, einer Abnahme von 8,8 Prozent entspricht. Beim Sachschaden blieb es bei 1.455 Fällen, Verletzte forderten 571 Unfälle und leider auch Todesopfer. Der Sachschaden, der sich im Vorjahr auf 11,8 Millionen Franken belief, betrug 9,8 Millionen Franken.

Im vergangenen Jahr starben sieben Personen, im Vorjahr waren es 12 Personen; zwei davon Fussgängerinnen. Auf dem Fussgängerstreifen verunfallte die eine, auf ein unvorsichtiges Überqueren der Fahrbahn ist der zweite Unfall zurückzuführen. Ums Leben kamen auch zwei Velofahrer, zwei Personenwagenlenker und eine Mitfahrerin in einem Kleinbus. Die beiden Autolenker gerieten in einen Unfall in Folge plötzlich auftretender gesundheitlicher Probleme. Fünf der insgesamt erwachsenen Todesopfer waren über 65 Jahre alt.

Auf 6,5 Prozent nahm die Zahl der verletzten Personen ab, dies sind 651 Menschen gewesen. Die Verletzungsfolgen sind bei 520 Personen als leicht und bei 131 als schwer eingestuft worden. Im Vorjahr waren es 553 leicht und 143 schwer Verletzte.

Zurückgegangen ist auch die Zahl der Velounfälle, um drei Prozent und jene der Fussgängerunfälle, um 3,4 Prozent. Bei 161 Unfällen wurden 130 Velofahrer verletzt und zwei getötet. 97 verletzte Fussgänger gab es bei 114 Unfällen und zwei Todesopfer.

33 Personen, im Vorjahr 55, sind bei den 123 Unfällen auf der Autobahn verletzt worden. Die Zahl der Autobahnunfälle ist um 11,5 Prozent gesunken.

Erfreulich ist auch der Rückgang der Unfallzahlen, die unter Alkoholeinfluss stattgefunden haben. 136 Unfälle, dies bedeutet einen Rückgang von 2,9 Prozent. Auf Drogenmissbrauch sind 12 Unfälle zurückzuführen, unter Medikamenteneinfluss ereigneten sich 10 Unfälle. Im Gegensatz zum Vorjahr, 55 Verletzte, wurden 45 Personen verletzt.

Noch immer erschreckend hoch ist der Anteil der Unfälle mit pflichtwidrigem Verhalten, obwohl eine kleine Abnahme mit 38 Prozent registriert worden ist. In 761 Fällen begingen die jeweiligen Fahrzeuglenker Fahrerflucht. Im Vorjahr waren es 878. Besonders verwerflich sind dabei die 35 Führerfluchten, bei denen angefahrene und verletzte Personen im Stich gelassen und somit bewusst mögliche Todesfolgen in Kauf genommen wurden.

Sehr erfreulich ist, dass die Zahl der Unfälle, an denen Kinder beteiligt waren, um über 31 Prozent zurückgegangen ist. Die Zahl der verletzten Kinder verringerte sich auf 24. Sicherlich trägt die Polizei einen grossen Beitrag hierzu. Die Präventionsarbeiten, die nicht nur an den Schulen durchgeführt werden, helfen Menschenleben retten.

Hier muss angeführt werden, dass die Polizei nur in einem bedingten Mass das Umfeld zu einer positiven Entwicklung der Unfallzahlen bieten kann. Viel stärker beeinflusst wird die Entwicklung der Unfallzahlen durch das Verhalten der einzelnen Verkehrsteilnehmer. Mit mehr Vorsicht, gegenseitiger Rücksichtnahme und dem notwendigen Verantwortungsbewusstsein können noch viele Unfälle mit ihren oft gravierenden Folgen vermieden werden.

Kriterien zur Privatwirtschaft

LIESTAL. In der Beantwortung eines Postulats hält der Baselbieter Regierungsrat fest, dass die Kantonale Verwaltung nur in begründeten Einzelfällen die Privatwirtschaft konkurrenziert.

Nur in wirtschaftlich sinnvollen Einzelfällen und falls eine rechtliche Grundlage besteht, kommt es zu einer Konkurrenzsituation. Die politische Akzeptanz einer unternehmerischen Tätigkeit der Kantonalen Verwaltung muss zudem auch überprüft werden. Geltende Kriterien werden definiert, damit die Verwaltung auch in diesen Einzelfällen kostendeckende Offerten anbieten kann.

Zusammenarbeit im Kanton auf gutem Weg

LIESTAL. Verschiedene Sozialinstitutionen des Kantons Basel-Land planen gemeinsam, eine effizientere Zusammenarbeit anzustreben. Aufgrund des grossen Engements aller Beteiligten hat sich diese interinstitutionelle Zusammenarbeit im Kanton Basel-Landschaft schon in kurzer Zeit weit entwickelt. Im gesamtschweizerischen Vergleich darf sich das Zwischenergebnis im Kanton Basel-Landschaft sehen lassen. Es sollen Strukturen und Instrumente erprobt werden, welche eine effizientere und kundengerechtere Betreuung arbeitsloser und erwerbsbehinderter Personen fördern. Die Vermeidung von zeitlichen Verzögerungen im Stellenbereich zwischen den beteiligten Vollzugsstellen ist weiteres Ziel. Damit sollen Verfahren schneller und transparenter und somit auch kundenfreundlicher vollzogen werden können. Die „Koordinationsstelle interinstitutionelle Zusammenarbeit“ hat im ersten Jahr ihrer Tätigkeit Schwerpunkte festgelegt, und zusammen mit weiteren Kreisen mögliche Konzepte verfasst.

Neues Gesetz über die Archivierung

Ein neues Gesetz über die Archivierung wird dem Landrat beantragt. Im Allgemeinen ist der Gesetzesentwurf auf positives Echo gestossen. Kleine Änderungswünsche konnten beachtet werden.

LIESTAL. Der Regierungsrat beantragt dem Landrat ein neues Gesetz über die Archivierung. Bei der Vernehmlassung ist der Gesetzesentwurf auf positives Echo gestossen. In der Überarbeitung konnte kleineren Änderungswünschen weitgehend nachgekommen werden.

Bisher waren die kantonalen Archivierungsbestimmungen vorwiegend in der Verordnung über die Besorgung und die Benützung des Staatsarchivs vom 21. Februar 1961 enthalten. In formeller und inhaltlicher Hinsicht ist der Erlass von 1961 veraltet und trägt weder den veränderten Anforderungen des Umfelds noch der seither erfolgten Professionalisierung des kantonalen Archivwesens Rechnung. In zahlreichen anderen Gesetzen und Verordnungen gibt es Spezialbestimmungen zur Aktienbildung, Aufbewahrung und Einsichtnahmen in staatliche Unterlagen. Sie sind recht widersprüchlich. Mit dem Erlass eines Gesetzes über das Archivwesen erteilte der Landrat am 20. März 1997 den Auftrag zur Ausarbeitung einer zeitgemässen und kohärenten Archivgesetzgebung.

Eine Versachlichung und systematische Schaffung ist Hauptziel des Gesetzesentwurfes. Für einen klar umrissenen Geltungsbereich gilt die Archivierungspflicht. Explizit neu im Geltungsbereich enthalten sind die Gemeinden, welche nach den Grundsätzen des Gesetzes selbständig archivieren sollen. Auch für die selbständigen Anstalten und Private, wenn sie öffentliche Aufgaben wahrnehmen, ist dieselbe Regelung vorgesehen. Archivierung wird als Prinzip und öffentliche Aufgabe verstanden. Während des gesamten Lebenszyklus von öffentlichen Unterlagen spielt sie eine Rolle. Das neue Gesetz ist daher nicht einfach ein „Gesetz über das Staatsarchiv“, sondern betrifft auch die Aktenführung in den Dienststellen.

Archivierung hat immer zwei Gesichter: Einerseits die Sicherung und Aufbewahrung von relevanten Unterlagen, andererseits aber auch deren Zugänglichkeit und Vermittlung. Während bestimmter Schutzfristen wird die Einsicht vom Staatsarchiv, gemeinsam mit der abliefernden Behörde, aufgrund einer Interessenabwägung beurteilt und bewilligt.

Jodtabletten und Sirenenalarm

AARAU. In der ganzen Schweiz findet wiederum am Mittwoch, 5 Februar 2003 der Sirenenprobealarm statt. Die Aarauer Stadtkanzlei macht in diesem Zusammenhang aufmerksam, dass sich der vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) für den Herbst/Winter 2002 in Aussicht gestellte Austausch der Jodtabletten für die Bevölkerung im definierten Gefahrenbereich von Kraftwerken verzögert. Die Einwohnerinnnen und Einwohner der Stadt Aarau betrifft dies auch. Die Neuverteilung an die Bevölkerung ist jetzt in der zweiten Jahreshälfte 2003 vorgesehen.

Neuer Vizepräsident der CRUS

BASEL. Die Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten hat den Rektor der Universität Basel, Prof. Dr. Ulrich Gäbler, zu ihrem Vizepräsident gewählt. Der neue Vizepräsident wird ab Mitte März 2003 seine Arbeit im Vorstand der CRUS (Conférence des Recteurs des Universités Suisses) für eine Amtsperiode von drei Jahren aufnehmen. Die CRUS verfolgt das Ziel, die gemeinsame Anliegen der Schweizer Universitäten zu fördern und deren Interessen wahrzunehmen. Sie vertritt die Universitäten der Schweiz gegenüber politischen Behörden, der Wirtschaft sowie der Öffentlichkeit.

Basler Patienten in der Reha Chrischona genehmigt

BASEL. Für die Hospitalisierung von Basler Patientinnen und Patienten in der Reha Chrischona, gewährt der Kanton Basel-Stadt dem Bürgerspital weiterhin Beiträge. Der entsprechend erneute Vertrag wurde vom Regierungsrat genehmigt. Der Kanton leistet auf der Basis eines Leistungsauftrages Beiträge für die Spitalbehandlung der Baselstädtischen Patientinnen und Patienten. Das Beitragsvolumen beläuft sich auf jährlich rund 2,8 Millionen Franken.

Einmal in vier Jahren Schulkolonie

BASEL. Das an den Primarschulen zur Verfügung stehende jährliche Kontingent an Schulkolonien ist an den gewachsenen Bedarf angepasst worden. Einmal in vier Jahren können alle Klassen eine Schulkolonie durchführen. Eine zweite Kolonie ist bis zur Ausschöpfung des Budgets grundsätzlich auch möglich. Weil aber die Belastung für die Klassenlehrkraft gross ist, soll die Durchführung weiterhin freiwillig bleiben.

Kaufmännische Führungskraft in den Schulen

BASEL. Die Arbeit der Basler Schulleitungen wird durch die neuen Schulkonzepte und die zunehmende Vielfalt an Vorstellungen über Bildung und Erziehung in jeder Hinsicht aufwändiger und anspruchsvoller gemacht. Dass die Rektorinnen und Rektoren von administrativen Aufgaben entlastet sind, ist von grosser Bedeutung. Es wird in Betracht gezogen, dafür eine kaufmännisch ausgebildete, dem Rektor unterstellte Führungskraft einzusetzen. Der Regierungsrat unterstützt diese Entwicklung. Die Qualität der Schulleitungsfunktion kann verbessert werden, ohne dass der finanzielle Aufwand erhöht werden muss.

Betreibungsämter fusionieren

BERN. Der Berner Regierungsrat hat beschlossen, dass die Dienststellen Saanen und Obersimmental des Betreibungs- Konkursamts Berner Oberland in Blankenburg  zusammengelegt werden. Die Zusammenlegung wurde ausgelöst durch die Pensenreduktion der Dienststellenleiterin in Saanen und erfolgt auf den 1. März 2003. Die Fusion ermöglicht einen optimalen Einsatz der personellen und finanziellen Mittel und somit einen besseren Service für Kundinnen und Kunden.

Bund unterstützt ICT-Weitebildung

ZÜRICH. Die Weitebildung von Lehrpersonen im Bereich Information and Communication Technologies (ICT) im Kanton Zürich wird vom Bund mit 4,1 Millionen Franken unterstützt. Mit der Pädagogischen Hochschule Zürich und der Fachhochschule Aargau hat die Bildungsdirektion ein Konzept für eine ICT-Weiterbildung entwickelt. Geplant ist die Ausbildung von 240 Lehrpersonen bis zum Jahre 2006. Weitere Informationen zur Initiative „Public Private Partnership – Schule im Netz“ und zum Lehrgang sind im Internet unter der Adresse www.schulinformatik.ch publiziert.

Verfassungsartikel zur Medienpolitik

BASEL. Die Schaffung einer verfassungsrechtlichen Grundlage für die direkte Förderung der Presse in der Schweiz, wird vom Regierungsrat begrüsst. Um das gesteckte Ziel zu erreichen ist die bestehende indirekte Subventionierung über die Post kein taugliches Mittel. Die Schaffung der entsprechenden Grundlagen war daher seit längerer Zeit ein drängendes Thema. Die Qualität der journalistischen Ausbildung soll daneben auch gefördert werden.

Ampeln an der Elsässer- und Mülhauserstrasse

BASEL. Zur Verbesserung der Verkehrsicherheit soll beim Knoten Elsässerstrasse/Mülhauserstrasse eine neue vollverkehrsabhängige Lichtsignalanlage erstellt werden. Obwohl der Grosse Rat eine Anpassung der ehemaligen Anlage an die neuen Verhältnisse zweimal ablehnte. Für Schulkinder und Betagte ist es nicht ungefährlich, die relativ stark befahrene Elsässerstrasse zu überqueren. Nun entstehen, nachdem die alte Anlage aufgrund der Grossratsbeschlüsse demontiert worden ist, Kosten in Höhe von 730'000 Franken.

Die Verkehrsbelastungen beim Knoten Elsässerstrasse/Mülhauserstrasse sind markant. Verkehrszählungen haben ergeben, dass allein am Abend stündlich 1'240 Personenwagen als Tagesspitze den Knoten passieren. Die Zahl der Velos und Mofas mit 290 erfassten Zweiradfahrenden pro Stunde ist auch beachtlich. Zusätzlich von acht Tramzügen der Linie 11 sowie von vier Metro-Cars der Linien 603 und 604 wird der Knoten pro Richtung und Stunde befahren. Die vorhandenen Fussgängerstreifen werden relativ stark beansprucht. Je nach Übergang liegen die stündlichen Frequenzen aus der Summe beider Gehrichtungen zwischen 160 und annähernd 300 Fussgängerinnen und Fussgängern.

 

 

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