Für gesunde Tiere und gesunde Konsumenten

BERN. Die Universität Bern und das Bundesamt für Veterinärwesen BVET wollen künftig auf dem Gebiet der Tierkrankheiten und der Sicherheit tierischer Lebensmittel enger zusammenarbeiten.

Empfehlungen zur Koordination der Antennenstandorte werden eingehalten

BERN. Die Schweizer Mobilfunkbetreiber planen in Zusammenarbeit mit den Kantonen die Standorte ihrer Mobilfunkanlagen ausserhalb der Bauzonen gut.

Ruth Metzler trifft UNO Generalsekretär Kofi Annan

BERN. Bundesrätin Ruth Metzler-Arnold und UNO-Generalsekretär Kofi Annan haben sich am Montag in Genf zu einem Arbeitsgespräch über Fragen der internationalen Immigration getroffen. 

Ständeratskommission wartet auf Tierschutz-Initiative

BERN. Die Ständeratskommission (WBK) will die Revision des Tierschutzgesetzes erst zusammen mit der Volksinitiative des Schweizer Tierschutzes (STS) behandeln.

Strategien und Perspektiven im Schienengüterverkehr

PRATTELN. Die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen (KVF) des Nationalrats hat sich auf dem Werksgelände der Bombardier Transportation AG in Pratteln technische Neuerungen präsentieren lassen und Spitzenvertreter der Bahnen und der Verwaltung angehört.

Energieverbrauch 2002 rückläufig

BERN. Der Energieverbrauch hat im Jahr 2002 um mehr als zwei Prozent abgenommen.

Von der Sicherheitsaufsicht zum Sicherheitsmanagement

BERN. Bundesrat Moritz Leuenberger will die Sicherheitsaufsicht im Luftverkehr modernisieren.  Die Schweiz soll in diesem Bereich auch künftig  in der internationalen Spitzengruppe vertreten sein.

New York-Stipendium für den Lyriker Armin Senser

BERN. Die deutschsprachige Literaturkommission des Kantons Bern vergibt ihr Stipendium für einen sechsmonatigen Aufenthalt in New York an den Berner Lyriker Armin Senser. 

 

 

 

 

 
 

 

 

 

 
 
 
 

1. Juli 2003

Für gesunde Tiere und gesunde Konsumenten

BERN. Die Universität Bern und das Bundesamt für Veterinärwesen BVET wollen künftig auf dem Gebiet der Tierkrankheiten und der Sicherheit tierischer Lebensmittel enger zusammenarbeiten. Zu diesem Zweck werden sie ab 2004 ihre bakteriologischen Laboratorien zu einem neuen Kompetenzzentrum zusammenlegen. Der Vertrag über die Zusammenarbeit wird heute unterschrieben.

Tierkrankheiten und -seuchen bringen der Landwirtschaft grosse Schwierigkeiten und bedeuten für die Veterinärmedizin eine besondere Herausforderung. Ein rasches Erkennen des verursachenden Keimes (Diagnostik) sowie die prompte gezielte Bekämpfung sind deshalb nicht nur für die Tiergesundheit, sondern auch wirtschaftlich bedeutungsvoll. Gewisse Tierkrankheiten (sog. Zoonosen) können auch den Menschen befallen und krank machen. Da sie über Lebensmittel übertragbar sind, gefährden sie die Lebensmittelsicherheit. Antibiotikaresistente Bakterien verursachen in der Veterinärmedizin und vor allem in der Humanmedizin erhebliche Probleme.

In diesen drei Bereichen. durch Bakterien hervorgerufene Zoonosen, bakterielle Tierkrankheiten und Antibiotikaresistenz. wird der Bund ab 1. Januar 2004 im Rahmen der VETSUISSE-Fakultät noch enger mit der Universität Bern zusammenarbeiten, indem das BVET sein bakteriologisches Labor mit jenem des Instituts für Veterinär- Bakteriologie der Universität Bern zusammenlegt. Der Vertrag über die Zusammenarbeit und die Gründung des neuen Zentrums für Zoonosen, bakterielle Tierkrankheiten und Antibiotika-Resistenz (ZOBA) wird heute feierlich unterzeichnet.

Empfehlungen zur Koordination der Antennenstandorte werden eingehalten

BERN. Die Schweizer Mobilfunkbetreiber planen in Zusammenarbeit mit den Kantonen die Standorte ihrer Mobilfunkanlagen ausserhalb der Bauzonen gut. Dies hat eine gemeinsam von den Bundesämtern BAKOM, BUWAL und ARE in Auftrag gegebene Studie ergeben. In der Studie wurde geprüft, wie die Vorgaben betreffend des Aufbaus von Antennenanlagen für Mobilfunknetze umgesetzt werden. Dabei ging es insbesondere um die Beurteilung der Landschaftsauswirkungen ausserhalb des Siedlungsbereichs. Die Studie zeigt, dass sich diesbezüglich zur Zeit keine konkreten Massnahmen aufdrängen.

Ruth Metzler-Arnold trifft UNO Generalsekretär Kofi Annan

BERN. Bundesrätin Ruth Metzler-Arnold und UNO-Generalsekretär Kofi Annan haben sich am Montag in Genf zu einem Arbeitsgespräch über Fragen der internationalen Immigration getroffen. Dabei ging es um die Möglichkeit, die zwischenstaatliche Zusammenarbeit zu verbessern, zum Beispiel durch die Schaffung einer internationalen Kommission. Diese hätte zur Aufgabe, dem Migrationsdialog zwischen Ursprungs-, Transit- und Destinationsstaaten neue Impulse zu verleihen. Zur Sprache kam auch die Berner Initiative. Im Rahmen dieser Initiative lädt das Bundesamt für Flüchtlinge (BFF) am kommenden Mittwoch und Donnerstag, 2./3. Juli 2003, rund 60 Regierungsvertreter und Mitarbeiter internationaler Organisationen (International Organisation for Migration (IOM), UNHCR, International Labour Organisation (ILO), etc.) nach Bern ein. Dabei sollen geeignete Rahmenbedingungen für eine effektive zwischenstaatliche Zusammenarbeit diskutiert und ausgearbeitet werden.

Forum zur Chemiewaffenabrüstung

Über 100 Vertreter von vierzehn Ländern, Nichtregierungs- und internationalen Organisationen nahmen am Forum zur Chemiewaffenabrüstung vom 26. bis 27. Juni 2003 in Genf teil.

GENF. Organisiert durch das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten und Green Cross im Palais des Nations unter der Schirmherrschaft der Vereinigten Nationen, besprach das Forum die Herausforderungen bei der Zerstörung von 40 000 Tonnen Chemiewaffen, welche an sieben Orten in Russland gelagert werden, und schaffte eine Plattform für einen Austausch zwischen Vertretern Russlands und von Ländern, welche die Chemiewaffenvernichtung unterstützen.

Generaldirektor Rogelio Pfirter der Haager Organisation zur Überwachung des Chemiewaffenübereinkommens, welche für die internationale Kontrolle und Verifikation der Chemiewaffenvernichtung zuständig ist, ermahnte alle Teilnehmer, ihre Anstrengungen zur Unterstützung Russlands zu beschleunigen und zu verstärken, damit der Termin im 2007, an dem Chemiewaffen weltweit vernichtet sein sollen, eingehalten werden kann. "Die Möglichkeit, erstmalig eine Klasse von Massenvernichtungswaffen vollständig aus der Welt zu schaffen verbindet uns", sagte Pfirter, "und die Vernichtungsanstrengungen sind ein wichtiges Instrument gegen die Weiterverbreitung von solchen Waffen und den internationalen Terrorismus", so Pfirter.

Micheline Calmy-Rey, Vorsteherin des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten, bekräftigte die Schlüsselfunktion einer starken finanziellen sowie koordinierten Unterstützung durch die USA, G-8-Nationen und andere Länder für den rechtzeitigen und erfolgreichen Abschluss des russischen Chemiewaffenvernichtungsprogramms. Sie betonte auch die seit Jahren aktive Hilfe der Schweiz für die russische Chemiewaffenvernichtung und die kürzlich beschlossene Unterstützung von 17 Millionen Franken für Russlands milliardenschwere Anstrengungen. Toni Frisch von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) und Jean-Jacques De Dardel vom Zentrum für Internationale Sicherheitspolitik betonten unter anderem die Wichtigkeit des Einbezugs der Bevölkerung, die Vermittlungsarbeit der neutralen Nichtregierungsorganisation Green Cross und die wirtschaftliche und strukturelle Förderung von Gemeinden während der Umsetzung von Abrüstungsprojekten in der früheren Sowjetunion.

Das Forum fand zu einem Zeitpunkt statt, an dem die Vernichtungsanstrengungen in den fünf Besitzerstaaten an Geschwindigkeit gewinnen, mit einer voraussichtlichen Verdoppelung der Vernichtungskapazitäten in den nächsten zwei Jahren. Zur Unterstützung der Vernichtung des Chemiewaffenarsenals Russlands, dem grössten der Welt, haben die USA USD 900 Millionen bereitgestellt. Und die G8-Länder versprachen letztes Jahr in Kananaskis (Kanada) USD 20 Milliarden in den nächsten zehn Jahren für die Vernichtung von atomaren, biologischen und chemischen Waffen in Russland, ein Plan, den sie kürzlich am Gipfel in Evian bestätigten. Auch Russland stellt dieses Jahr fünf Milliarden Rubel (USD 161 Millionen) für die Chemiewaffenvernichtung zur Verfügung. Die Wichtigkeit einer internationalen Partnerschaft wurde mehrmals unterstrichen, ebenso wie die Wichtigkeit solch informeller Möglichkeiten wie dieses Forum, um Gedanken auszutauschen.

Michail Gorbatschow, Vorstandspräsident Green Cross International, unterstrich gegenüber den Forumsteilnehmern, die historische Wichtigkeit, die Erbschaft des Kalten Krieges. Lager mit atomaren, chemischen und biologischen Waffen. zu bewältigen und deren Dringlichkeit eines Gelingens für die internationale Sicherheit und Frieden.

Ständeratskommission wartet auf Tierschutz-Initiative

BERN. Die Ständeratskommission (WBK) will die Revision des Tierschutzgesetzes erst zusammen mit der Volksinitiative des Schweizer Tierschutzes (STS) behandeln. Mit 7 zu 1 Stimmen bei 3 Enthaltungen hat sie beschlossen, die Arbeiten am Gesetz zu sistieren.

Strategien und Perspektiven im Schienengüterverkehr. Präsentation zukünftiger Entwicklungspotentiale und Innovationsmöglichkeiten

PRATTELN. Die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen (KVF) des Nationalrats hat sich auf dem Werksgelände der Bombardier Transportation AG in Pratteln technische Neuerungen präsentieren lassen und Spitzenvertreter der Bahnen und der Verwaltung angehört.

Die Kommission hat den ersten Tag ihrer dreitägigen Sitzung ganz dem Güterverkehr gewidmet. Am Morgen hat sie mit den Direktoren der SBB Cargo und der BLS Cargo, Daniel Nordmann und Dirk Stahl, dem Generalssekretär des Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK), Hans Werder, und dem Direktor des Bundesamtes für Verkehr (BAV), Max Friedli, Strategien und unterschiedliche Modelle für die zukünftige Entwicklung im Schienengüterverkehr diskutiert. Zum anschliessenden Gedankenaustausch beim Mittagessen durfte die Kommission zudem den basellandschaftlichen Volkswirtschaftsdirektor Erich Straumann und den Gemeindpräsident von Pratteln, Willy Schneider empfangen.

Der Nachmittag war für die Präsentation technischer Innovationsmöglichkeiten reserviert. Der Verwaltungsratspräsident und der Geschäftsführer der Bombardier Transportation AG (Schweiz), Wolfgang Tölsner und Alfred Ruckstuhl stellten zusammen mit Theo Allemann, Geschäftsleitungsmitglied der Hupac Intermodal SA einen neu, spezifisch für die Schweiz konstruierten Tieflader-Güterwagen und eine neue Mehrstrom-Lok für den grenzüberschreitenden Schienenverkehr in Europa vor.

Energieverbrauch 2002 rückläufig

BERN. Der Energieverbrauch hat im Jahr 2002 um mehr als zwei Prozent abgenommen. Wichtige Ursachen der Abnahme waren die höheren Temperaturen, die stagnierende Konjunktur, die rückläufige Industrieproduktion, ein Rückgang der Reisetätigkeit und die zunehmende Wirkung von EnergieSchweiz.

Der Endenergieverbrauch der Schweiz lag mit 853’670 Terrajoule (TJ) um 2,1% unter dem Niveau des Vorjahres. Mit Ausnahme der Elektrizität (+0,5%), des Brennholzes (+1,6%) und der übrigen erneuerbaren Energien (+ 0,9%) war der Verbrauch rückläufig:

Erdölbrennstoffe (-4,8%), Erdgas (-1,7%), Kohle (-7,1%), Fernwärme (-0,1%) sowie Müll und Industrieabfälle (-1,2%). Auch der Absatz der Treibstoffe ging um 2,1% zurück; allerdings verlief die Entwicklung uneinheitlich: Flugtreibstoffe -7,5%, Autobenzin -2,0% und Dieselöl +3,5%.

Von der Sicherheitsaufsicht zum Sicherheitsmanagement

BERN. Bundesrat Moritz Leuenberger will die Sicherheitsaufsicht im Luftverkehr modernisieren.  Die Schweiz soll in diesem Bereich auch künftig  in der internationalen Spitzengruppe vertreten sein. Der Vorsteher des UVEK hat einen Sicherheitsdelegierten ernannt, der ihm bis nach den Sommerferien einen umsetzungsfähigen Aktionsplan vorlegt. Gestützt darauf werden dem Bundesrat zuhanden des Parlaments entsprechende Anträge gestellt. Die laufenden Arbeiten an der Reorganisation der Sicherheitsaufsicht im Departement  sollen auf den Aktionsplan abgestimmt werden. Er  basiert auf einer vom UVEK in Auftrag gegebenen Studie: gemäss dieser ist das Sicherheitsniveau in der schweizerischen Luftfahrt zwar nach wie vor überdurchschnittlich; es ist aber in den letzten Jahren gesunken. Handlungsbedarf besteht  insbesondere im Bereich des Sicherheitsmanagements

Der "Ultra Low Rola Tieflader-Güterwagen" ist durch eine spezielle Absenkung in der Lage, auch Lastwagen mit einer Eckhöhe von 4m. bisher sind nur 3.80m möglich. durch den Gotthard-Tunnel zu transportieren. Dies ist von entscheidender Bedeutung, weisen doch 80 Prozent aller Lastwagen im Nord-Süd-Transitverkehr eine Eckhöhe von bis zu 4m auf.

Die neue Mehrsystem-Lokomotive Re 484ist auf den vier häufigsten Spannungssystemen in Europa einsetzbar und ermöglicht so eine schnellere technische Grenzabfertigung. Zeitgewinn und Effizienzsteigerung sind im internationalen Güterverkehr besonders wichtig, weil die Pünktlichkeit der Zustellung einer der zentralen Faktoren für die Verkehrsverlagerung darstellt.

Die Sitzung fand unter dem Vorsitz von Nationalrat Peter Vollmer (SP/BE) in Pratteln statt. Die beiden weiteren Sitzungstage in Bern werden schwergewichtig der Detailberatung zum neuen Radio- und Fernsehgesetz (RTVG) gewidmet sein.

New York-Stipendium für den Lyriker Armin Senser

BERN. Die deutschsprachige Literaturkommission des Kantons Bern vergibt ihr Stipendium für einen sechsmonatigen Aufenthalt in New York an den Berner Lyriker Armin Senser. Dieser erhält die Möglichkeit, von August 2004 bis Januar 2005 in New York zu leben und zu arbeiten.

 

 

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