Kostendruck prägt 7. langfristiges Bauprogramm für die Nationalstrassen

BERN. Die angespannte Situation der Bundesfinanzen schlägt sich im 7. langfristigen Bauprogramm der Nationalstrassen nieder. Die Budgetkürzungen und das Entlastungsprogramm stehen steigenden Forderungen aus den Kantonen gegenüber.

Stellungnahme des Bundesrates zum Bericht der Kommission für Rechtsfragen des Nationalrates

BERN. Der Bundesrat widersetzt sich nicht der vorgeschlagenen Revision, wonach der scheidungswillige Ehegatte bereits nach zwei Jahren Trennung mit einer Klage die Scheidung verlangen kann.

SBB- und Post-Angestellte erst 2007 ohne Einschränkung in den Nationalrat wählbar

BERN. Die Angestellten von SBB und Post sollen erstmals ab der Legislaturperiode 2007 bis 2011 ohne Einschränkungen ein allfälliges Nationalrats-Mandat annehmen können.

Neues Parkkonzept stösst mehrheitlich auf gutes Echo

BERN. Der Bundesrat hat vom Vernehmlassungsbericht zur Teilrevision des Natur- und Heimatschutzgesetzes (NHG) Kenntnis genommen.

Konzession für das Musikprogramm TVM3

BERN. Der Bundesrat erteilt der TVM3 AG eine Konzession für die Verbreitung eines Fernsehprogramms mit Schwerpunkt aktuelle Musik in der französischsprachigen Schweiz. Das Programm wird durch Informationsbulletins ergänzt.

Doppelbesteuerungs- abkommen zwischen der Schweiz und Israel

BERN. Ein Abkommen zwischen der Schweiz und Israel zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen ist am 2. Juli 2003 in Jerusalem durch den schweizerischen Botschafter, Ernst Iten, und durch den israelischen Aussenminister, Silvan Shalom, unterzeichnet worden.

Bundesrat verabschiedet Verhandlungsmandat zur Personenfreizügigkeit

BERN. Das Abkommen des freien Personenverkehrs soll auf die neuen EU-Mitgliedstaaten ausgeweitet werden: Der Bundesrat hat nach Konsultation der Kantone und der aussenpolitischen Kommissionen des Parlaments das entsprechende Verhandlungsmandat verabschiedet.

Beiträge an Behinderteninstitutionen steigen um 40 %

BERN. Die Beiträge an Behinderteninstitutionen für Erwachsene, d.h. Wohnheime und Werkstätten für Behinderte werden in den nächsten Jahren weiterhin deutlich steigen trotz der Sanierungsmassnahmen, die der Bundesrat am Mittwoch verabschiedet hat.

 

 

 

 

 
 

 

 

 

 
 
 
 

3. Juli 2003

Kostendruck prägt 7. langfristiges Bauprogramm für die Nationalstrassen

Die angespannte Situation der Bundesfinanzen schlägt sich im 7. langfristigen Bauprogramm der Nationalstrassen nieder. Die Budgetkürzungen und das Entlastungsprogramm stehen steigenden Forderungen aus den Kantonen gegenüber.

BERN. Durch eine Priorisierung von Neu- und Ausbauprojekten wird im nun vom Bundesrat gutgeheissenen 7. langfristigen Bauprogramm das vorhandene Geld so effizient wie möglich eingesetzt. In vielen Kantonen kommt es dadurch jedoch zu Bauverzögerungen; bei Neubaustrecken namentlich in den Kantonen Bern, Wallis, Obwalden und Jura.

Das langfristige Bauprogramm der Nationalstrasse ist die rollende Planung im Hinblick auf die Fertigstellung des beschlossenen Nationalstrassennetzes. Im 7. langfristigen Bauprogramm stehen steigende Projektkosten einem durch engere Finanzplanvorgaben und Entlastungsprogramm reduzierten Budget gegenüber. Die Kürzungen im Rahmen des Entlastungsprogramms, welche in diesem Sommer den eidgenössischen Räten zugeleitet werden, sind bereits in das nun vorliegende 7. langfristige Bauprogramm integriert. Damit ergibt sich die folgende Zahlenbasis für Nationalstrassenbauprojekte in den kommenden Jahren:

2004 1'470,3 Mio

2005 1'460,7 Mio

2006 1'436,1 Mio

2007 1'452,6 Mio

Die Forderungen aus den Kantonen übersteigen die verfügbaren Bundesmittel erheblich, was zu einer Priorisierung der Bauvorhaben führen muss. Diese Priorisierung erfolgt bei den Neubaustrecken nach den vom Bundesrat festgelegten Vorgaben, wonach Strecken mit hohem Verkehrsnutzen wie die Verbindung "Innerschweiz-Zürich" (A4) vordringlich realisiert werden, während Strecken mit kleineren Frequenzen zurückgestellt werden müssen. Das bedeutet, dass auch baureife Projekte zurückgestellt werden müssen.

Eröffnungen Neubaustrecken

Im 7. langfristigen Bauprogramm der Nationalstrassen sind aus diesen Gründen folgende Eröffnungstermine für die wichtigsten Neubaustrecken vorgesehen:

N4 Fildern. Knonau. Kantonsgrenze ZG Eröffnung 2010

N5 Umfahrung Biel Ost-Ast Eröffnung 2014

N5 Umfahrung Biel West-Ast Eröffnung 2016

N8 Umfahrung Lungern Eröffnung 2011

N9 Leuk – Gampel Eröffnung 2014

N9 Siders – Leuk Eröffnung 2013

N16 Moutier – Court Eröffnung 2011

N 16 Delémont. Kantonsgrenze BE Eröffnung 2012

Auswirkungen des Entlastungsprogramms auf Ausbaustrecken

Die im Entlastungsprogramm vorgesehenen Kürzungen werden zur Hälfte auf Neubaustrecken eingespart und zur anderen Hälfte auf vorgesehenen Ausbauten.

Die Einsparungen betreffen schwergewichtig Lärmschutz, Luftreinhaltemassnahmen sowie Lawinengalerien und Tunnels. Betroffen sindAusbauvorhaben in insgesamt 10 Kantonen verteilt über die ganze Schweiz, die maximal 3 Jahre zurückgestellt werden.

Stellungnahme des Bundesrates zum Bericht der Kommission für Rechtsfragen des Nationalrates

BERN. Der Bundesrat widersetzt sich nicht der vorgeschlagenen Revision, wonach der scheidungswillige Ehegatte bereits nach zwei Jahren Trennung mit einer Klage die Scheidung verlangen kann. Welche minimale Trennungszeit aber vom Gesetzgeber vorgeschrieben werden soll, bleibt letztlich eine Ermessensfrage und das Resultat der Abwägung von verschiedenen Interessen, hält der Bundesrat in seiner Stellungnahme zum Bericht der Kommission für Rechtsfragen des Nationalrates fest.

SBB- und Post-Angestellte erst 2007 ohne Einschränkung in den Nationalrat wählbar

BERN. Die Angestellten von SBB und Post sollen erstmals ab der Legislaturperiode 2007 bis 2011 ohne Einschränkungen ein allfälliges Nationalrats-Mandat annehmen können. Weil die materielle Regelung der Unvereinbarkeit (Staatsangestellte/Mitglied des Parlaments) in der alleinigen Kompetenz der Legislative liegt, will der Bundesrat diese Einschränkungen nicht selber. mit Wirkung ab der nächsten Legislaturperiode. aufheben. Dies schreibt er in seiner Antwort auf eine Interpellation von Nationalrat Peter Vollmer (SP/BE).

Neues Parkkonzept stösst mehrheitlich auf gutes Echo

BERN. Der Bundesrat hat vom Vernehmlassungsbericht zur Teilrevision des Natur- und Heimatschutzgesetzes (NHG) Kenntnis genommen. Das Prinzip von drei unterschiedlichen Parktypen und die zentrale Rolle der regionalen Bevölkerung bei der Gründung von neuen Pärken wird allgemein begrüsst. Nun wird zu Handen des Parlamentes eine Botschaft ausgearbeitet.

Die Gesetzesrevision soll die Gründung von Natur- und Landschaftspärken ermöglichen : Diese müssen auf regionalen Initiativen beruhen und von den Kantonen unterstützt werden. Der Bund prüft die Parkprojekte auf ihre Qualität, anerkennt sie als Pärke von nationaler Bedeutung, unterstützt sie finanziell und erteilt ihnen das Recht, an Produkte und Dienstleistungen Parklabels zu verleihen.

Konzession für das Musikprogramm TVM3

BERN. Der Bundesrat erteilt der TVM3 AG eine Konzession für die Verbreitung eines Fernsehprogramms mit Schwerpunkt aktuelle Musik in der französischsprachigen Schweiz. Das Programm wird durch Informationsbulletins ergänzt.

Auf der Grundlage moderner Informatik-Unterstützung plant der Initiant des Projekts die Verbreitung eines 24-Stunden-Fernsehprogramms mit Schwerpunkt Musik für 15- bis 30-Jährige via Kabel. Dieser Musikteppich wird ergänzt durch Kurznachrichten, die am unteren Bildschirmrand durchlaufen, Informationsbulletins, Sportnachrichten, Rubriken zu Kino, Kultur und Schweizer Musik sowie Serviceangebote wie Kleinanzeigen, Glückwünsche und Spiele. Parallel dazu ist ein Internet-Auftritt vorgesehen. Es wird zudem möglich sein, das Tonsignal des Fernsehens als Radioprogramm zu hören.

Das Projekt wird zu 98 Prozent von Fabien Aubry getragen, der über eine langjährige Erfahrung im Bereich der elektronischen Medien verfügt.

Seit der Einstellung des Kinokanals "Télécinéromandie" im Jahr 1993 ist dieses Projekt das erste private sprachregionale Fernsehen in der Romandie.

Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Schweiz und Israel

BERN. Ein Abkommen zwischen der Schweiz und Israel zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen ist am 2. Juli 2003 in Jerusalem durch den schweizerischen Botschafter, Ernst Iten, und durch den israelischen Aussenminister, Silvan Shalom, unterzeichnet worden.

Das ausgehandelte Abkommen folgt weitgehend dem Musterabkommen der OECD sowie der entsprechenden schweizerischen Vertragspraxis. Es wird mit einer Botschaft des Bundesrates den eidgenössischen Räten unterbreitet und ist vor dem Inkrafttreten durch die zuständigen Instanzen beider Länder zu genehmigen.

Bundesrat verabschiedet Verhandlungsmandat zur Personenfreizügigkeit

BERN. Das Abkommen des freien Personenverkehrs soll auf die neuen EU-Mitgliedstaaten ausgeweitet werden: Der Bundesrat hat nach Konsultation der Kantone und der aussenpolitischen Kommissionen des Parlaments das entsprechende Verhandlungsmandat verabschiedet.

Der Bundesrat sieht sich nach seinen Konsultationen mit der Konferenz der Kantonsregierungen und den aussenpolitischen Kommissionen von National- und Ständerat in seiner Position bestätigt. Der Mandatsentwurf des Bundesrates vom 14. Mai 2003 wurde gutgeheissen, so dass die Verhandlungen zur Ausdehnung des freien Personenverkehrs auf die neuen EU-Länder aufgenommen werden können.

Die EU wird sich am 1. Mai 2004 um voraussichtlich zehn neue Mitgliedländer erweitern (Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn, Zypern). Dadurch werden sechs der sieben bilateralen Abkommen zwischen der Schweiz und der EU automatisch auf die neuen Mitgliedstaaten ausgedehnt. Nur für das Personenfreizügigkeitsabkommen sind Verhandlungen nötig.

Beiträge an Behinderteninstitutionen steigen um 40 %

BERN. Die Beiträge an Behinderteninstitutionen für Erwachsene, d.h. Wohnheime und Werkstätten für Behinderte werden in den nächsten Jahren weiterhin deutlich steigen trotz der Sanierungsmassnahmen, die der Bundesrat am Mittwoch verabschiedet hat. Die Institutionen erhalten im Jahr 2006 insgesamt 1,4 Milliarden Franken gegenüber 1 Milliarde Franken im Jahr 2000. Die Beitragssteigerung von 40% in diesen 6 Jahren sowie der Zuwachs der Beiträge an Sonderschulen werden von der Änderung der Verordnung über die Invalidenversicherung, welche die Regierung beschlossen hat, nicht in Frage gestellt.

 

 

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