Das Strahlenrisiko in der Schweiz ist klein

BERN. Die Schweizer Bevölkerung war auch 2002 keiner unzulässigen Bestrahlung ausgesetzt; dies auch in Gebieten, die 17 Jahre nach dem Unfall in Tschernobyl noch immer leicht erhöhte Caesium-137-Werte aufweisen.

Schweizer Spielbanken erzielten Umsätze von 300 Mio. Franken

BERN. Die Bruttospielerträge der Schweizer Spielbanken betrugen im Jahr 2002 insgesamt rund 300 Mio. Franken. 

Integrierte Finanzmarktaufsicht

BERN. Der Bundesrat hat am 30. November 2001 eine Expertenkommission unter der Leitung von Prof. Ulrich Zimmerli für die gesetzgeberischen Folgearbeiten zum Schlussbericht der Expertengruppe Finanzmarkaufsicht (Bericht Zufferey) eingesetzt.

Dokumentation zum Finanzplatz Schweiz

BERN. Eine neue Dokumentation gibt einen Überblick über die wirtschaftliche Bedeutung des Finanzplatzes Schweiz, seine Stellung im internationalen Standortwettbewerb, seine regulatorischen und aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen sowie das Engagement der Schweiz im internationalen Kontext.

Risikowahrnehmung entspricht nicht der Realität

BERN. Zum zweiten Mal erscheint der Jahresbericht Lebensmittelsicherheit des Bundes.

 

 

 

 

 
 

 

 

 

 
 
 
 

7. Juli 2003

Das Strahlenrisiko in der Schweiz ist klein

BERN. Die Schweizer Bevölkerung war auch 2002 keiner unzulässigen Bestrahlung ausgesetzt; dies auch in Gebieten, die 17 Jahre nach dem Unfall in Tschernobyl noch immer leicht erhöhte Caesium-137-Werte aufweisen. Einzig die Radonkonzentrationen in einigen Wohnhäusern sind erhöht. Die durchschnittliche Jahresdosis der Bevölkerung von insgesamt 4 milli-Sievert stammt weitgehend aus natürlichen Quellen. Die Hauptbeiträge sind Radon mit 1.6 milli-Sievert, die externe Bestrahlung durch Erd-Radioaktivität mit 0.9 milli-Sievert sowie die Radionuklide im Körper mit 0.4 milli-Sievert. Aus der medizinischen Röntgendiagnostik kommt 1 milli-Sievert, aus allen übrigen künstlichen Strahlenquellen etwa 0.2 milli-Sievert. Der Beitrag der Kernkraftwerke beträgt weniger als ein Prozent der Jahresdosis. Die Caesium-137--Werte in Gras und Milch, welche nach dem Unfall von Tschernobyl im April 1986 massiv angestiegen waren, haben mittlerweile deutlich abgenommen. Einzig gewisse einheimische Wildpilze und Wildschweine aus dem Tessin weisen noch solche Werte auf. Bei den Wildschweinen waren die Limiten vereinzelt überschritten. Ausser diesen Ausnahmen und den schon früher gemeldeten erhöhten Radonkonzentrationen in einigen Wohnräumen waren die Limiten auch 2002 eingehalten.

Schweizer Spielbanken erzielten Umsätze von 300 Mio. Franken

BERN. Die Bruttospielerträge der Schweizer Spielbanken betrugen im Jahr 2002 insgesamt rund 300 Mio. Franken. Die Erträge der im zweiten Semester neu eröffneten zwölf Casinos machen 140 Mio. Franken aus, wie die Eidgenössische Spielbankenkommission (ESBK) in ihrem Jahresbericht festhält. Diese ersten Ergebnisse erfüllen die Erwartungen, jedoch knapp.

Integrierte Finanzmarktaufsicht

BERN. Der Bundesrat hat am 30. November 2001 eine Expertenkommission unter der Leitung von Prof. Ulrich Zimmerli für die gesetzgeberischen Folgearbeiten zum Schlussbericht der Expertengruppe Finanzmarkaufsicht (Bericht Zufferey) eingesetzt. Die Expertenkommission hat nun einen ersten Teilbericht verabschiedet und dem Chef EFD zugestellt. Noch offen sind die Sanktionen und eine allfällige Erweiterung der Aufsicht. Die Eröffnung des Vernehmlassungsverfahrens zu den Expertenvorschlägen und zum Gesetzesentwurf ist für den Herbst 2003 geplant.

Die "Expertenkommission Zimmerli" hat in einem ersten Teilbericht Vorschläge zur Organisation der "Eidg. Finanzmarktaufsicht (FINMA)" sowie zu den fachbereichsübergreifenden Aufsichtsinstrumenten verabschiedet. Die FINMA soll als öffentlich-rechtliche Anstalt mit eigener Rechtspersönlichkeit ausgestaltet werden. Die Oberaufsicht der FINMA obliegt der Bundesversammlung, wobei die Unabhängigkeit zu wahren ist. In dieser neuen Behörde werden vorerst die Eidgenössische Bankenkommission (EBK) und das Bundesamt für Privatversicherungen (BPV) organisatorisch zusammengeführt. Die FINMA wird durch kostendeckende Gebühren und besondere Aufsichtsabgaben finanziert.

Dokumentation zum Finanzplatz Schweiz

BERN. Eine neue Dokumentation gibt einen Überblick über die wirtschaftliche Bedeutung des Finanzplatzes Schweiz, seine Stellung im internationalen Standortwettbewerb, seine regulatorischen und aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen sowie das Engagement der Schweiz im internationalen Kontext. Sie hat zum Ziel, die wichtigsten Fakten zum Finanzplatz Schweiz und den geltenden Rechtsrahmen einem breiteren Publikum, insbesondere auch im Ausland, bekannt zu machen.

Die Dokumentation zeigt, dass sich der Finanzsektor als tragender Pfeiler der Schweizer Wirtschaft und als gegenüber dem Ausland offener Finanzplatz von internationaler Bedeutung im internationalen Standortwettbewerb behaupten muss. Weiter wird darauf hingewiesen , dass eine wirksame und anpassungsfähige Finanzmarktregulierung und -aufsicht eine zentrale Rolle spielt für den Kunden-, Investoren- und Systemschutz sowie für die Wahrung der Marktintegrität. Regulatorische Reformen. so die Dokumentation –dienen zugleich auch der günstigen Ausgestaltung der Rahmenbedingungen, damit die Schweiz weiterhin als Standort für Finanzunternehmen attraktiv bleibt. In der Dokumentation finden sich auch Belege für eine aktive und lösungsorientierte Zusammenarbeit auf internationaler Ebene, mit welcher die Schweiz ihre Verantwortung für ein stabiles und integres globales Finanzsystem wahr nimmt.

Risikowahrnehmung entspricht nicht der Realität

BERN. Zum zweiten Mal erscheint der Jahresbericht Lebensmittelsicherheit des Bundesamtes für Gesundheit in einer neuen leserfreundlichen Form. Er zeigt auf, mit welchen Themen sich das BAG 2002 im Bereich Lebensmittelsicherheit schwergewichtig befasst hat und erlaubt den Einblick in die

vielfältigen Aufgaben jener Bundesbehörde, welche gemeinsam mit vielen Partnern dafür sorgt, dass Lebensmittel in der Schweiz sicher sind.

Die Experten sind sich einig, dass Lebensmittel heute sicherer sind als je zuvor. Der Aufwand jedoch, diese Sicherheit zu gewährleisten, wird unter anderem aufgrund des wachsenden und zunehmend globalisierten Warenangebots immer grösser.

Allerdings befürchteten die Konsumentinnen und Konsumenten im 2002, dass sie wegen verschiedener Rückstände in Lebensmitteln nicht mehr bedenkenlos essen dürften: Verunreinigungen mit unerwünschten Substanzen, Diskussionen um einzelne Themen im umfangreichen Revisionspaket 98/02 und der Nachweis von Acrylamid in Rösti, Pommes-Frites, Snacks, Kaffee und anderen kohlenhydratreichen Lebensmitteln sorgten für Schlagzeilen und viel Verunsicherung. Der Jahresbericht bringt die wichtigsten Ereignisse in einen grösseren Zusammenhang und zeigt, wo die wirklichen Risiken im Lebensmittelbereich liegen, nämlich in erster Linie bei falschen Ernährungsgewohnheiten und mangelnder Hygiene. Es zeigt sich immer wieder, dass zwischen Risikowahrnehmung und Risikolage, scheinbarer momentaner Dringlichkeit und langfristigen Prioritäten grosse Differenzen bestehen, deren Auswirkungen auf das individuelle Verhalten und auf die Politik nicht ausbleiben. So darf festgestellt werden, dass die Überwachung von chemischen Rückständen auf einem hohen Niveau ist, im Bereich der Hygiene geht mit der Abschaffung der entsprechenden Ausbildung in Schulen wertvolles Wissen verloren. Im Bereich Ernährung haben wir bis heute lediglich erste Schritte hinter uns, zurzeit ist eine Verschlechterung der Situation festzustellen.

Die Tatsache, dass Herr und Frau Schweizer zu viel auf die Waage bringen, wird erst seit kurzem als realer Risikofaktor anerkannt: 42 % der Männer und 28 % der Frauen sind zu schwer; die WHO hat das Übergewicht kürzlich sogar zum Gesundheitsrisiko Nummer eins erklärt. Dabei beeinträchtigen die Folgen von Übergewicht nicht nur das persönliche Wohlbefinden, sie belasten auch massiv die Gesundheitskosten. Mit dem Projekt Suissebalance hat das BAG gemeinsam mit Gesundheitsförderung Schweiz einen wichtigen Schritt zur Förderung der optimalen Ernährung und Bewegung getan. Die Fragen rund um Ernährung und Essverhalten werden die Gesundheitsbehörden in den kommenden Jahren aber nicht nur in Bezug auf Übergewicht beschäftigen. Fehlernährung bei Kindern und Jugendlichen ist ebenso ein Thema wie mangelnde Kenntnisse im hygienischen Umgang mit Lebensmitteln. In diesen Bereichen ist noch viel Aufklärungsarbeit nötig.

Neben Ernährungsfragen und Problemen mit unerwünschten Rückständen in Lebensmitteln stellt die Globalisierung der Warenflüsse für alle Instanzen eine weitere grosse Herausforderung dar. Sie bringt eine enorme Warenvielfalt mit sich, welche neue gesetzliche Grundlagen erfordert, den Ausbau der Rückverfolgbarkeit und die Erweiterung der Lebensmittelkontrolle. Eine erfolgreiche Bewältigung der zum Teil neuen oder erweiterten Aufgaben ist ganz direkt abhängig von einer guten, vernetzten und partnerschaftlichen Zusammenarbeit aller beteiligten Instanzen auf nationaler und internationaler Ebene.

 

 

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