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Gesucht
wird ein Zentrum für dissoziale Asyl Suchende
LUZERN.
Der Regierungsrat des Kantons Luzern hat das Konzept zur
speziellen Unterbringung für Asyl Suchende, die durch unsoziales
und renitentes Verhalten auffallen, gutgeheissen. Die Suche nach
einer geeigneten Liegenschaft an einem abgelegenen Ort läuft.
Der
Regierungsrat hat zustimmend Kenntnis genommen vom Konzept zur
speziellen Unterbringung von dissozialen Asyl Suchenden, das von
einer breit abgestützten Arbeitsgruppe vorgelegt wurde. Das
Konzept sieht die Eröffnung eines speziellen Zentrums für ungefähr
50 erwachsene Asyl Suchende an einem abgelegenen Ort im Kanton
Luzern vor. Diesem Zentrum werden Personen, die durch unsoziales
oder renitentes Verhalten auffallen, zugewiesen. Es handelt sich
dabei um eine kleine Minderheit von Asyl Suchenden, die die öffentliche
Sicherheit und Ordnung stören, die Mitwirkung zur Vorbereitung
der Ausreise verweigern oder die Hausordnungen in anderen Unterkünften
grob verletzen. Neben der Unterbringung in einem speziellen
Zentrum soll für solche Asylsuchenden zudem das Verfahren
beschleunigt werden. Darüber hinaus kann das Amt für Migration
Gebietsverbote aussprechen. Beim Konzept wurde darauf geachtet,
dass die Sicherheit des Zentrums nach innen und nach aussen gewährleistet
ist.
Das
Kantonale Sozialamt sucht nun eine geeignete Liegenschaft. Die
Suche gestaltet sich nicht ganz einfach, da Standort und Gebäude
bestimmten Bedingungen genügen müssen. Bisher ist denn auch noch
kein Objekt gefunden worden, das die Voraussetzungen erfüllt. In
der Verantwortung stehen auch mögliche Standortgemeinden. Das
Gesundheits- und Sozialdepartement und das Kantonale Sozialamt
hoffen auf die Unterstützung durch die Gemeinden.
Unterschied
zwischen Frauen- und Männererwerbsquote verringert sich in
Basel-Stadt
BASEL.
Die Erwerbsquote der 15- bis 64-jährigen Männer ist zwischen
1990 und 2000 von 87,2 % auf 82,6 % gesunken und die Erwerbsquote
der Frauen im erwerbsfähigen Alter von 62,2 % auf 71,1 %
gestiegen.
Die
Männererwerbsquote nahm bei den 15- bis 24-Jährigen nur leicht
ab (von 65,8 % auf 63,1 %). Markant sank sie aber bei den 45- bis
54-Jährigen (von 96,0 % auf 89,3 %) und bei den 55- bis 64-Jährigen
(von 80,2 % auf 69,0 %). Im Gegenzug verdoppelte sich die
Invalidisierungsquote bei den 35- bis 54-jährigen Männern auf
4,7 %. Zudem war die Frühpensionierungsquote bei den 55- bis 61-Jährigen
im Jahr 2000 mit 12,0 % ungefähr 1,5 Mal so hoch wie 1990. Dies
sind auch die Hauptgründe für die geringere Erwerbsquote der Männer
und nicht die längeren Ausbildungen.
Bei
der Frauenerwerbsquote ist im Jahr 2000 der typische
familienzyklische Verlauf verschwunden. Im Gegensatz zur Schweiz
sind die Frauen in Basel-Stadt zwischen 25 und 50 Jahren relativ
konstant zu über 80 % erwerbstätig. Die weibliche Erwerbsquote
hat sich in ihrem Verlauf somit stark der männlichen angepasst.
Im Vergleich zur Schweiz sind Mütter zwischen 25 und 45 Jahren,
die mindestens ein Kind bis 6 Jahre haben, in Basel-Stadt deutlich
häufiger erwerbstätig (BS: 70,1 %; CH: 62,2 %). Ihr Anteil an
der weiblichen Wohnbevölkerung zwischen 25 und 45 Jahren ist
jedoch tiefer als in der Schweiz (BS: 26,0 %; CH: 31,4 %).
Trotzdem
bestehen auch im Jahr 2000 in Basel-Stadt noch beträchtliche
Unterschiede in der Frauenerwerbsquote nach Gemeinden und
Wohnvierteln. Am tiefsten ist sie in den reinen Wohngemeinden und
–quartieren mit hohem Familienanteil, nämlich in Riehen und
Bettingen bzw. Hirzbrunnen und Bruderholz (zwischen 64,0 % und
66,4 %). Gerade hier ist sie aber in den letzten zehn Jahren auch
am stärksten gewachsen. In Bettingen hat sie beispielsweise um
beinahe die Hälfte zugenommen.
Nordwestschweiz
fordert Engagement des Bundes für den TGV Rhin-Rhône
BASEL.
Der Standort Schweiz braucht wesentlich schnellere
Bahnverbindungen in die grossen europäischen Zentren. Die
kantonalen Direktoren des öffentlichen Verkehrs der
Nordwestschweiz fordern den Bundesrat daher auf, dem Projekt TGV
Rhin-Rhône in der Botschaft zum Anschluss der Schweiz an das
europäische Hochgeschwindigkeitsnetz hohe Priorität einzuräumen.
Die
ÖV-Direktorinnen und -Direktoren der Kantone AG, BL, BS, JU und
SO (KÖV NWCH) betrachten die Anbindung der Schweiz an das Europäische
Hochgeschwindigkeitsnetz (HGV) als dringend für den Erhalt der
Standortgunst. Für die KÖV NWCH ist die Integration in den
internationalen Eisenbahnverkehr eine wichtige Investition in die
wirtschaftliche Zukunft des Landes und in eine ökologisch
vertretbare Mobilität. Sie fordert daher den Bundesrat auf, die
sogenannte "HGV-Botschaft" ohne weiteren Verzug in die
Vernehmlassung zu geben. Diese Position hat die KÖV NWCH in einem
Brief an Bundesrat Leuenberger festgehalten.
Für
die KÖV NWCH ist klar, dass prioritär diejenigen Projekte
realisiert werden müssen, die eine wesentliche Verkürzung der
Fahrzeiten zwischen dem Städtesystem Schweiz und den Ballungsräumen
im benachbarten Ausland bewirken. Dieses Kriterium erfüllt am
besten der TGV Rhin-Rhône, der zukünftig die Deutschschweiz via
Basel (und den Jura bzw. Biel via Belfort) mit Paris und Lyon-Südfrankreich
verbinden soll. Die KÖV NWCH erwartet daher einen
Finanzierungsbeitrag der Schweiz zur ersten Etappe dieses
Projekts, der zeitgerecht, entsprechend dem Projektfortschritt in
Frankreich zur Verfügung stehen muss.
Die
KÖV NWCH erwartet ferner, dass der Bund im Rahmen des HGV-Kredits
die nötigen Voraussetzungen schafft, um den Landesflughafen
Basel-Mulhouse (EAP) bis 2010 entsprechend den Festlegungen des
Sachplans Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) an das internationale
Eisenbahnnetz anzuschliessen.
Mission
21 verlängert Finanzierung
für Theologie-Professur
BASEL.
Die mission 21 hat mit der Universität Basel die
Verlängerung der Finanzierung für die 1992 auf zwölf
Jahre eingerichtete Professur "Ökumene, Mission und
interkulturelle Gegenwartsfragen" vereinbart. Die an der
Theologischen Fakultät angesiedelte
Professur kann mit den zur Verfügung stehenden Mitteln ab
August 2004 zu 50 Prozent mit der jetzigen
Stelleninhaberin, Prof.
Dr. Christine Lienemann,
weitergeführt werden.
Start
des Studiengangs Sekundarstufe I wie geplant
AARAU.
Der Studiengang Sekundarstufe I startet im Kanton Aargau im
August 2003 wie vorgesehen. Die Überweisung einer FDP-Motion zur
Ausbildung von Bezirkslehrpersonen hat keine Auswirkungen auf den
Studiengang für dieses Jahr. Auch für 2004 ist ein für alle
drei Typen der Oberstufe gemeinsamer Studiengang vorgesehen.
Im
August 2003 beginnen an der FHA Pädagogik zwei neue Studiengänge
der Lehrerbildung, nämlich der Studiengang Primarstufe und der
Studiengang Sekundarstufe I. Im Studiengang Sekundarstufe I werden
Lehrpersonen für alle drei Typen der aargauischen Oberstufe, also
für die Real-, Sekundar- und Bezirksschule ausgebildet. Der
Grundsatz der gemeinsamen Ausbildung aller Oberstufenlehrpersonen
wurde im Jahre 2000 durch den Grossen Rat im Rahmen der
Gesamtkonzeption Lehrerinnen- und Lehrerbildung (GKLL)
beschlossen.
Reithalle:
erneute Gewalt gegen die Polizei
BERN.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde die Polizei auf der Schützenmatte
in Bern mehrmals von bis zu ca. 40 Autonomen aus der Reithalle mit
Petarden, Steinen und Flaschen angegriffen. Die Vermummten zündeten
Container an und errichteten auf der Schützenmattstrasse eine
Strassensperre. Ein Polizist wurde durch einen Pflasterstein am
Knie getroffen. Ueber Sachschäden liegen noch keine Angaben vor;
mehrere Fahrzeuge dürften durch die Flaschen- und Steinwürfe
beschädigt worden sein. Die Polizei setzte Gummischrot und
Reizstoff ein.
Ab
nächstem Jahr 120 neue Lehrstellen im Gesundheitswesen
BERN.
Der Kanton Bern schafft die Voraussetzung, dass im nächsten Jahr
rund 120 neue Lehrstellen für Fachangestellte Gesundheit (FaGe)
angeboten werden können. Die FaGe ist ein völlig neues
Berufsangebot im Gesundheitswesen. Geschaffen werden die
Lehrstellen in den drei Regionen Oberland, Biel-Seeland und
Oberaargau-Emmental.
Im
Rahmen der Neugestaltung der Berufe im Gesundheitswesen (Neue
Bildungssystematik, NBS) wollen die Gesundheits- und Fürsorgedirektion
und die Erziehungsdirektion des Kantons Bern in einer gemeinsamen
Aktion ab August 2004 rund 120 neue Lehrstellen für
Fachangestellte Gesundheit (FaGe) anbieten. Dieser neue Beruf, der
in den nächsten Jahren schweizweit eingeführt wird, kann direkt
nach der obligatorischen Schulzeit – also mit 16 Jahren –
erlernt werden. Die Ausbildung dauert drei Jahre. Angeboten werden
die Lehrstellen von Spitälern, Heimen und Spitexorganisationen in
den drei Regionen Oberland, Biel-Seeland und Oberaargau-Emmental.
Der Berufsschulunterricht wird in den bestehenden
Pflegeberufsschulen mit Sitz in Spiez, Biel und Langenthal
stattfinden. Die Berufsausbildung FaGe eröffnet verschiedene
Berufs- und Ausbildungsmöglichkeiten. Unter anderem dient sie als
Vorbereitung für die Ausbildung zur diplomierten Pflegefachfrau
und zum diplomierten Pflegefachmann; oder sie erlaubt den Erwerb
der Berufsmatura und damit den Zugang zur Fachhochschule.
Abfallmengen
stagnieren. Verminderung bleibt dringend
LIESTAL.
Trotz flauer Konjunktur bewegt sich die Kehrichtmenge im Kanton
Basel-Landschaft nur geringfügig nach unten. 179 kg pro Person
gelangten 2002 aus den Haushalten in die
Kehrichtverbrennungsanlage und 133 kg in die Wertstoffsammlungen.
Das sind je 1 kg weniger als 2001. Damit bei einer
wirtschaftlichen Erholung die Mengen nicht wieder stark anwachsen,
müssen die Massnahmen zur Abfallvermeidung auf allen Ebenen verstärkt
werden.
Im
2002 wurden pro Person 179 kg Hauskehricht und Sperrgut am
Strassenrand bereitgestellt. 1 kg weniger als 2001. Auch bei den
durch die Gemeinden gesammelten Wertstoffen (ohne Grünabfälle)
ergab sich ein Rückgang um 1 kg auf 133 kg pro Person und Jahr.
Damit liegt die Verwertungsrate mit knapp 43% zwar recht hoch, lässt
sich aber offensichtlich ohne gezielte Massnahmen nicht mehr so
leicht steigern. Nicht berücksichtigt in diesen Zahlen sind die
Grünabfälle (dezentrale/zentrale Kompostierung) sowie die
Wertstoffe, die über den Detailhandel separat erfasst werden
(PET, Alu-Dosen, usw.).
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