Vergiftungen durch Kürbisgewächse

AARAU. Dem Kantonalen Laboratorium Aargau wurde eine ernsthafte Vergiftung einer Person durch den Genuss von Zucchini aus einem Hobbygarten gemeldet.

Neues Mitglied des Kantonsrates aus dem Bezirk Meilen

ZÜRICH. Der Zürcher Regierungsrat hat Claudio Zanetti, Parteisekretär, Zollikon, als Mitglied des Kantonsrates als gewählt erklärt. Er tritt die Nachfolge des zurückgetretenen Oskar Bachmann, Stäfa, an. Der 36-jährige Claudio Zanetti war erstes Ersatzmitglied auf der SVP-Liste des Wahlkreises X (Bezirk Meilen).

Neuer Internet-Auftritt vom Sportamt der Stadt Zürich

ZÜRICH. Das Sportamt der Stadt Zürich, eine Dienstabteilung des Schul- und Sportdepartements hat einen neuen Internet-Auftritt.

Kanzleichef der Baurekurskommissionen

ZÜRICH. Tutilo Odermatt, Kanzleichef der Zürcher Baurekurskommissionen, vollendet am 9. Dezember 2003 sein 65. Alterjahr. Der Regierungsrat hat ihn deshalb per Ende Dezember 2003 unter Verdankung der geleisteten Dienste aus dem Staatsdienst entlassen.

Vereinbarung über die Gründung einer interkantonalen Umweltagentur

SCHWYZ. Der Regierungsrat des Kantons Schwyz beantragt dem Kantonsrat den Beitritt zur interkantonalen Vereinbarung  über die Gründung einer Umweltagentur.

Solothurner Kirchgemeindefinanzen 2001 im Lot

SOLOTHURN. Die Finanzen der Solothurner Kirchgemeinden haben sich im Rechnungsjahr 2001 stabil entwickelt.

Revision des Stiftungsrechts: Stellungnahme

SARNEN. Der Regierungsrat des Kantons Obwalden nimmt gegenüber der Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK) weitgehend zustimmend Stellung zu einer Änderung des Stiftungsrechts.

PRIMA-Handbuch

STANS. Vormundschaftliche  Massnahmen wie Vormundschaften, Beistandschaften oder Beiratschaften werden durch  die Vormundschaftsbehörden der Gemeinden an die Amtsvormundschaft Nidwalden  oder an Privatpersonen übertragen.

Nationalstrasse  A2 Hergiswil, Lärmschutzmassnahmen

STANS. Der  Ausbau der bestehenden Lärmschutzgalerie Hergiswil zu einem Tagbautunnel  ist aus Sicht der Bundesämter BUWAL und ASTRA wirtschaftlich nicht verhältnismässig  und nicht finanzierbar.

Blue Balls Festival in Luzern

LUZERN. Das Blue Balls Festival kommt ins Rocken und Rollen: Am Freitag, 18. Juli, legt der Musik- und Kulturevent rund um das Luzerner Seebecken los zu neun Tagen und Nächten mit Blues, R&B, Rock, Funk, Jazz, Reggae, Akustik-Songs und der exklusiven Fotoausstellung "Ikons of Sound".

Vormarsch der deutschen und der ausländischen Sprachen,  Rückgang des Rätoromanisch

CHUR. Die Sprachkultur in Graubünden, dem "Kanton der drei  Landessprachen", ist einem starken und stetigen Wandel ausgesetzt wie  kaum in einem anderen Schweizerkanton.

Altbekannt und doch neu. Luftmess-Station Basel St. Johannplatz frisch eingekleidet

BASEL. Die Luftmess-Station auf dem St. Johanns Platz in Basel ist wegen Überalterung erneuert worden.

Ausschreibung für den ersten Basler Sozialpreis

BASEL. Der erste Sozialpreis im Kanton Basel-Stadt für die Jahre 2003 – 2005 wird am 20. November verliehen.

Von „aua extrema“ zu „Clean Water“

HERISAU. Das Ostschweizer Expo 02 – Projekt „aua extrema“, das Wasser in seiner Vielfalt themati-sierte, hat mit einem Finanzierungsüberschuss abgeschlossen.

Trafobrand im Stadtkreis 4

ZÜRICH. Am Donnerstag, 17. Juli 2003, kurz nach 09.00 Uhr, ging bei der Funk- und Notrufzentrale der Stadtpolizei Zürich die Meldung ein, dass auf der Sihlbrücke, gegenüber der Helvetiabar, eine Trafostation in Brand geraten sei.

 

 

 

 
 

 

 

 

 
 
 
 

17. Juli 2003

Vergiftungen durch Kürbisgewächse

AARAU. Dem Kantonalen Laboratorium Aargau wurde eine ernsthafte Vergiftung einer Person durch den Genuss von Zucchini aus einem Hobbygarten gemeldet. Fälle mit bitter schmeckenden Zucchetti/Zucchini oder anderen Kürbisgewächsen werden um die Erntezeit den Kantonalen Laboratorien und dem Schweizerischen Toxikologischen Informationszentrum (01 251 51 51) immer wieder übermittelt. Die Betroffenen leiden bereits nach Einnahme kleiner Mengen unter Erbrechen und heftigen, manchmal blutigen Durchfällen mit Koliken. Als weitere Symptome können Schwindel, starker Speichelfluss, Kopfschmerzen, beschleunigter Puls und Kollaps auftreten. Unbehandelt kann es bei Kleinkindern, Betagten und Kranken zu lebensgefährlichem Flüssigkeitsmangel kommen.

Verursacht werden diese Symptome durch Cucurbitacine. Diese Wirkstoffe sind bei den Kürbisgewächsen weit verbreitet. Die verwendeten Teile der kultivierten Kürbisgewächse wie Zucchetti/Zucchini, Gurke, Esskürbis, Melone sind als Ergebnis von Züchtungen frei von Cucurbitacinen. Allerdings kann es zu Rückmutationen oder Kreuzungen mit anderen Kürbisgewächsen kommen. In diesem Zusammenhang besonders problematisch ist der immer beliebtere Anbau von Zierkürbissen im eigenen Garten, da viele davon Cucurbitacine bilden. Weil die Befruchtung über Bienen erfolgt, können Kreuzungen von Zier- mit Esskürbissen über relativ grosse Distanzen erfolgen. Die Nachkommen dieser Pflanzen bilden dann wieder die giftigen Cucurbitacine. Sie sind den ungefährlichen Pflanzen oft zum Verwechseln ähnlich. Curcurbitacinhaltige Pflanzen sind an ihrem bitteren Geschmack erkennbar. Bitter schmeckende Zucchetti/Zucchini sind deshalb potentiell giftig und sofort wieder auszuspucken. Da der bittere Geschmack von Kindern oder Personen, welche bitter schlecht schmecken, oft nicht erkannt wird, wird zudem empfohlen, keine im Garten wild aufkommende (z.B. aus dem eigenen Kompost) oder aus eigenen Samen gezogene Kürbisgewächse zu essen.

Neues Mitglied des Kantonsrates aus dem Bezirk Meilen

ZÜRICH. Der Zürcher Regierungsrat hat Claudio Zanetti, Parteisekretär, Zollikon, als Mitglied des Kantonsrates als gewählt erklärt. Er tritt die Nachfolge des zurückgetretenen Oskar Bachmann, Stäfa, an. Der 36-jährige Claudio Zanetti war erstes Ersatzmitglied auf der SVP-Liste des Wahlkreises X (Bezirk Meilen).

Neuer Internet-Auftritt vom Sportamt der Stadt Zürich

ZÜRICH. Das Sportamt der Stadt Zürich, eine Dienstabteilung des Schul- und Sportdepartements hat einen neuen Internet-Auftritt. Die neue Website ist wie bisher erhältlich unter www.sportamt.ch . Durch das Redesign werden die Internetseiten dem Erscheinungsbild der Stadt Zürich angepasst. Die Sportamt-Website wird täglich von rund 300 Interessierten besucht. Neu finden die Besucherinnen und Besucher von www.sportamt.ch rasch und übersichtlich umfangreiche Informationen zur gewünschten Sportart und Sportanlage. www.sportamt.ch beinhaltet zum Beispiel alle Öffnungszeiten der Bäder, einen Sportveranstaltungs-Kalender, den wöchentlichen Sport-Tipp und den       Leihmaterialkatalog. Schülerinnen und Schüler finden Sportkurs-Angebote und Infos zum städtischen Sport-Ferienlager. Diejenigen die ohne Clubmitgliedschaft zum Beispiel Tennis spielen möchten, erhalten schnell die entsprechenden Infos. Die Internetseiten sind mit nützlichen Links und Formularen für den Download ergänzt. Alle Sportamt-Broschüren und der Newsletter „Sport in Zürich“ kann man einfach übers Internet beziehen.

Kanzleichef der Baurekurskommissionen

ZÜRICH. Tutilo Odermatt, Kanzleichef der Zürcher Baurekurskommissionen, vollendet am 9. Dezember 2003 sein 65. Alterjahr. Der Regierungsrat hat ihn deshalb per Ende Dezember 2003 unter Verdankung der geleisteten Dienste aus dem Staatsdienst entlassen. Gleichzeitig ernannte der Regierungsrat Alain Griffel per 1. Januar 2004 zum neuen Kanzleichef.

Vereinbarung über die Gründung einer interkantonalen Umweltagentur

SCHWYZ. Der Regierungsrat des Kantons Schwyz beantragt dem Kantonsrat den Beitritt zur interkantonalen Vereinbarung  über die Gründung einer Umweltagentur. Diese Institution     soll eine vertiefte Zusammenarbeit der Kantone im Umweltbereich ermöglichen und namentlich Dienstleistungen in den Bereichen Monitoring, Informatik, Datenverwaltung und Kommunikation erbringen.

Aufgabenfelder der geplanten interkantonalen Umweltagentur sind die Beschaffung, Auswertung  und Verbreitung von Umweltdaten, der Aufbau von Messnetzen, die     Einrichtung und Führung von Datenzentralen, die Herstellung und Pflege von Software für kommerzielle und technische Anwendungen, die Übernahme von Vertretungen sowie der Erwerb und die Verwertung von gewerblichen Schutzrechten.

Solothurner Kirchgemeindefinanzen 2001 im Lot

SOLOTHURN. Die Finanzen der Solothurner Kirchgemeinden haben sich im Rechnungsjahr 2001 stabil entwickelt. Der Selbstfinanzierungsgrad liegt bei gestiegenen Nettoinvestitionen nahe bei 100 Prozent. Insgesamt weisen die Kirchgemeinden ein kleines Nettovermögen pro Konfessionsangehörige aus. Dies und mehr kann der neuen Ausgabe der statistischen Mitteilung "Kirchgemeindefinanzen 2001", welche die Abteilung Finanzausgleich und Statistik des Amtes für Finanzen jährlich publiziert, entnommen werden.

Revision des Stiftungsrechts: Stellungnahme

SARNEN. Der Regierungsrat des Kantons Obwalden nimmt gegenüber der Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK) weitgehend zustimmend Stellung zu einer Änderung des Stiftungsrechts.

Die vorgelegten Revisionsvorschläge beinhalten namentlich die Einführung eines Zweckänderungsvorbehalts, die Erhöhung der steuerlichen Abzugsfähigkeit von zehn Prozent auf  bis zu 40 Prozent, unter gewissen Bedingungen bis zu 100 Prozent, und die Einführung einer obligatorischen Revisionsstelle.

Der Regierungsrat ist mit der Stossrichtung der vorgeschlagenen Änderung grundsätzlich                einverstanden. Insbesondere würde die Einführung eines Zweckänderungsvorbehaltes zu Gunsten des Stifters in Zukunft einfachere Zweckänderungen ermöglichen. Er unterstützt auch die Einführung einer obligatorischen Revisionsstelle, ist aber der Meinung, es sei für die vielen kleinen und einfachen Stiftungen wichtig, dass auch nicht professionelle und ehrenamtliche Revisionsstellen möglich blieben.

Der vorgeschlagenen Verbesserung der steuerlichen Rahmenbedingungen stimmt der Regierungsrat nur in einem beschränkten Rahmen zu. Der Umfang der Abzüge solle nicht zu hoch angesetzt werden, weil die Gefahr bestehe, dass dem Kanton durch hohe Spenden erhebliches Steuersubstrat entzogen würde. Auch könnten Steuerpflichtige mit den Spenden gezielt die Steuerprogression brechen. Eine Erhöhung auf 40 Prozent gehe seines Erachtens zu weit, und Zuwendungen in der Höhe von 100 Prozent des Reineinkommens/Reingewinns lehne er ab. Diese würden dem Grundsatz der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und der Steuergerechtigkeit                widersprechen.

PRIMA-Handbuch

STANS. Vormundschaftliche  Massnahmen wie Vormundschaften, Beistandschaften oder Beiratschaften werden durch  die Vormundschaftsbehörden der Gemeinden an die Amtsvormundschaft Nidwalden  oder an Privatpersonen übertragen. Mit dieser Arbeit wird eine vielfältige,  anspruchsvolle und interessante Aufgabe im öffentlichen Interesse übernommen.  Um private Mandatsträgerinnen und Mandatsträger in ihrer Arbeit zu unterstützen  hat nun eine Fachgruppe aus Gemeinden und der Amtsvormundschaft unter Leitung  des Kantonalen Sozialamtes das Handbuch PRIMA erstellt, das die wesentlichsten Grundlagen  der Mandatsführung für vormundschaftliche Massnahmen enthält.

Nationalstrasse  A2 Hergiswil, Lärmschutzmassnahmen

STANS. Der  Ausbau der bestehenden Lärmschutzgalerie Hergiswil zu einem Tagbautunnel  ist aus Sicht der Bundesämter BUWAL und ASTRA wirtschaftlich nicht verhältnismässig  und nicht finanzierbar. Anstelle des eingereichten Vorprojektes muss die Baudirektion  des Kantons Nidwalden eine kostengünstigere Lösung für die Lärmsanierung der A2  im Abschnitt Hergiswil erarbeiten.

Blue Balls Festival in Luzern

LUZERN. Das Blue Balls Festival kommt ins Rocken und Rollen: Am Freitag, 18. Juli, legt der Musik- und Kulturevent rund um das Luzerner Seebecken los zu neun Tagen und Nächten mit Blues, R&B, Rock, Funk, Jazz, Reggae, Akustik-Songs und der exklusiven Fotoausstellung "Ikons of Sound".

Gleich zu Beginn langt einer der ganz grossen Songwriter in die Tasten: Randy Newman wird sich um 20.30 Uhr an den Flügel des KKL-Konzertsaals setzen und allen potentiellen Liedermachern im Publikum eine unvergessliche Lektion in allerfeinstem Songwriting erteilen. Solo, in der Schweiz exklusiv und garantiert ohne Hut. "You Can Leave Your Hat On", einer der legendären Kompositionen des knapp 60-jährigen, in New Orleans geborenen Amerikaners ist im exklusiven Ambiente des akustisch einmaligen KKL-Konzertsaals für einmal nicht allzu wörtlich zu nehmen.

Kraftvoll geht die Opening-Night um 22.15 Uhr im Luzerner Saal weiter: Die Blues Brothers setzen sich nicht nur ihr Markenzeichen, die dunklen Sonnenbrillen, auf ihre Nasen, sondern schnüffeln mit Special Guest Eddie Floyd tief im Fundus von Blues, R&B, Rock, Funk und traditionell-fetzigen Nummern herum. Da heisst es für das Publikum nur noch: kräftig einziehen, tief durchatmen und schweisstreibend abfeiern, bis der letzte schräge Akkord verklungen ist.

Ein visueller Leckerbissen sind die "Ikons of Sound" von Isabel Snyder, die täglich von 18.00 bis 24.00 Uhr auf der KKL-Terrasse zu bewundern sind. Die renommierte Schweizer Fotografin mit Wohnsitz in Los Angeles ist während des gesamten Festivals vor Ort aktiv. Sie setzt Stars wie Randy Newman oder die Blues Brothers derart gekonnt vor die Linse ihrer Kamera, dass die exklusiv in Luzern geschossenen Bilder beinahe zu rocken und rollen scheinen.

Vormarsch der deutschen und der ausländischen Sprachen,  Rückgang des Rätoromanisch

Die Sprachkultur in Graubünden, dem "Kanton der drei  Landessprachen", ist einem starken und stetigen Wandel ausgesetzt wie  kaum in einem anderen Schweizerkanton. Deutsch wurde durch die  demografische und sprachliche Entwicklung gestärkt. Der Erosionsprozess  des rätoromanischen Sprachgebietes hat sich fortgesetzt. Italienisch hat  zwar als Hauptsprache eingebüsst, doch ist es als Zweitsprache so stark  verbreitet, dass sein Anteil insgesamt leicht zugenommen hat.

CHUR. In Graubünden geben 68.3 % der Bevölkerung Deutsch als Hauptsprache  (d.h. die Sprache, in welcher jemand denkt und die am besten beherrscht  wird) an, 14.5 % Rätoromanisch und 10.2 % Italienisch. Nur 0.5 %  sprechen die Landessprache Französisch.

6.5 % der Bevölkerung in Graubünden sprechen eine ausländische  Hauptsprache. Portugiesisch (3'099) und Serbisch/Kroatisch (3'036) sind  am stärksten vertreten. Darauf folgen Albanisch (1'277), Spanisch (852),  Englisch (699), Niederländisch (475) und Türkisch (370). Bei einem  Ausländeranteil von 15.1 % der Bevölkerung bedeutet dies, dass ein  grosser Teil der Ausländerinnen und Ausländer, hauptsächlich Angehörige  eines Nachfolgestaates des ehemaligen Jugoslawien und die grosse Mehrheit der zweiten Generation, sich einer schweizerischen   Landessprache als Hauptsprache bedienen.

Seit 1990 hat die deutschsprachige Bevölkerung 12.4 % zugenommen,  der Sprachanteil Deutsch ist gleichzeitig um 4.5 % gewachsen. Die  italienischsprachige Bevölkerung ist unverändert geblieben, der  Sprachanteil hat jedoch 7.4 % verloren. Die romanischsprachige  Bevölkerung, in den letzten zehn Jahren um 8.9 % vermindert, hat ihren  Sprachanteil um 15.3 % eingebüsst. In fünf Bündner Gemeinden hat sich  die Sprachmehrheit zu Gunsten des Deutschen geändert (Laax, Surcuolm,  Alvaschein, Brienz/Brinzauls und Patzen-Fardün). Die ausländischen  Sprachen haben im gleichen Zeitabschnitt 7.3 % bei einem  Bevölkerungszuwachs von 15.5 % zugenommen.

Über einen längeren Zeitraum ist die sprachliche Entwicklung  verstärkt wahrnehmbar. Vor 50 Jahren sprachen in Graubünden noch 56.2 %  Deutsch, 29.3 % Rätoromanisch, 13,2 % Italienisch und 1.3 % Französisch  und ausländische Sprachen. Von 1950 bis 2000 hat somit die deutsche  Sprache um 21.5 % zugelegt, während Rätoromanisch 50.6 % und Italienisch  22.5 % an Sprachanteilen verloren hat. Der Anteil der ausländischen  Sprachen hat sich gleichzeitig verzwölffacht.

In der Schweiz entfallen 63.7 % (1950 = 72.1 % und 1990 = 63.6 %)  auf Deutsch, 20.4 % (1950 = 20.3 % und 1990 = 19.2 %) auf Französisch,  6.5 % (1950 = 5.9 % und1990 = 7.6 %) auf Italienisch, 0.5 % (1950 = 1.0  % und 1990 = 0.6 %) auf Rätoromanisch und 9.0 % (1950 = 0.7 % und 1990 =  8.9 %) auf ausländische Sprachen.

Ein- und Mehrsprachigkeit (Umgangssprachen)

Rund 64 % der Gesamtbevölkerung in Graubünden sprechen eine, 22 %  sprechen zwei, 7 % sprechen drei oder vier Landessprachen. Von den  Schweizerinnen und Schweizern sprechen 65 % eine, 23 % zwei und 8 % drei  oder alle vier Landessprachen. Bei der ausländischen Wohnbevölkerung  sprechen 57 % eine, 19 % zwei und 4 % drei oder vier Landessprachen.

Nebst den 127'755 Einwohnern mit deutscher Hauptsprache sprechen  23'105 Personen oder 12 % der Bevölkerung Deutsch als Fremdsprache.  11'365 Personen oder 6 % sprechen zusätzlich Rätoromanisch. Italienisch  als Fremdsprache sprechen 22'759 Personen oder 12 % der Bevölkerung.  Dies ergibt eine Häufigkeit der Umgangssprachen (Haupt- und  Fremdsprache) von 61 % für die deutsche, 16 % für die rätoromanische, 17  % für die italienische und 6 % für die französische Landessprache.

Die wachsende Mobilität, die starke Zunahme neuer  Kommunikationstechnologien und der Trend zum Multilinguismus fördert in  Graubünden das Deutsch als die meistverbreitete Sprache. Aber auch die  englische Sprache gewinnt ständig an Bedeutung, nimmt sie doch auf dem  ganzen Gebiet der Wissenschaft, im internationalen Handel und z.T. auch  im Tourismus eine vorherrschende Stellung ein. Rund 10 % der Bündner  Bevölkerung sprechen Englisch.

Unter dieser Entwicklung leidet die Minderheitssprache  Rätoromanisch. Ausserkantonal   sprechen nur 0.4 bis 2.1 Promille der  Bevölkerung Rätoromanisch als Hauptsprache. Gesamtschweizerisch sind es  35'095 Personen oder 5 Promille, 11.4 % (Graubünden. 8.9 %) weniger als   1990. In der Rangliste der Hauptsprachen (Schweiz) figuriert  Rätoromanisch mit an 12. Stelle (1990 = 10. Stelle). Das 1982 als  Einheitssprache geschaffene Rumantsch Grischun, 1996 zur offiziellen  Amtsprache erhoben, kann diesem Abbröckeln nicht entgegenwirken.

Altbekannt und doch neu. Luftmess-Station Basel St. Johannplatz frisch eingekleidet

BASEL. Die Luftmess-Station auf dem St. Johanns Platz in Basel ist wegen Überalterung erneuert worden. Sie ist eine der Stationen, welche die aktuelle übermässige Ozonbelastung erfasst und es erlaubt, die Ozonwerte über Handy ab zu fragen.

Seit 1987 steht in Basel auf dem St .Johanns Platz eine Luftmess-Station. An diesem Container hat der Zahn der Zeit stark genagt: Die Seitenwände sind korrodiert, der Boden ist durchgefault, kurz gesagt, der Container ist immer unansehnlicher geworden. Deshalb hat der Container Anfang Juli einen neuen Nachfolger erhalten. Dieser sieht nicht nur frischer aus, sondern dank verbesserter Isolierung wird er auch einen geringeren Energieverbrauch aufweisen. Bei der Organisation des Umbaus wurde darauf geachtet, dass die Ausfälle der Messdaten möglichst gering geblieben sind. Bei den Problemschadstoffen Ozon und Stickoxid macht deshalb der Ausfall weniger als einen Tag aus.

Dass Luftmessungen nach wie vor notwendig sind, haben die vergangenen Wochen wieder bewiesen. Mit Spitzenwerten bis zwischen 180 und 200 Mikrogramm pro m3 wurden im Juni und Juli hohe Ozonwerte gemessen. Zwischen 100 und 360 Stunden überstieg bisher ab Juni die Ozonkonzentration den Grenzwert von 120 Mikrogramm pro m3. Im Juni wurde die längste Dauer übermässiger Ozonbelastung pro Monat seit Messbeginn gemessen, wobei allerdings die Spitzenwerte an den ländlichen Stationen nicht mehr so hoch lagen wie noch vor einem Jahrzehnt. Zu verdanken haben wir die Abnahme der Spitzenwerte beim Ozon dem Rückgang der Vorläufersubstanzen Stickstoffdioxid und flüchtigen organischen Verbindungen. So wurde im ersten Messjahr 1987 auf dem St. Johanns Platz noch ein Jahresmittel für Stickstoffdioxid von 59 Mikrogramm pro m3 gemessen, im Jahr 2002 waren es genau 30 Mikrogramm pro m3, was dem Jahresgrenzwert entspricht

Ausschreibung für den ersten Basler Sozialpreis

BASEL. Der erste Sozialpreis im Kanton Basel-Stadt für die Jahre 2003 – 2005 wird am 20. November verliehen. Mit diesem Preis sollen Unternehmen gewürdigt werden, welche sich um die Ausbildung und Beschäftigung von Personen mit eingeschränkter Leistungsfähigkeit verdient machen. Ein Formular zur Anmeldung oder Nomination steht im Internet zur Verfügung.

Qualität hat viele Facetten

Ausbildung und Beruf spielen eine Schlüsselrolle bei der gesellschaftlichen Integration von Personen mit eingeschränkter Leistungsfähigkeit. Wo die berufliche Integration gelingt und Menschen mit eingeschränkter Leistungsfähigkeit beteiligt sind, gewinnt auch die Unternehmenskultur an Qualität. Der Basler Sozialpreis würdigt Unternehmungen, die dabei durch besonderes Engagement hervortreten und den betrieblichen und sozialen Nutzen der beruflichen Integration beispielhaft zeigen können.

Der Basler Sozialpreis

Zur Förderung der beruflichen Integration von Personen, die aus sozialen, psychischen oder gesundheitlichen Gründen in ihrer Leistung eingeschränkt sind, verleiht der Kanton Basel-Stadt den Basler Sozialpreis an Unternehmen, welche solche Personen in überdurchschnittlichem Masse ausbilden und/oder beschäftigen und damit zu deren nachhaltigen beruflichen und sozialen Integration beitragen oder spezielle Integrationsprogramme für solche Personen durch Auftragserteilung fördern.

Der Sozialpreis ist mit bis zu Fr. 20'000.- dotiert und wird in jedem ungeraden Jahr verliehen. Er wird auf höchstens drei Preisträger verteilt.

Die Ausschreibung erfolgt über die Medienmitteilung und das Internet. Einsendeschluss ist der 31. August 2003. Die Benachrichtigung der Preisträger erfolgt schriftlich bis zum 31. Oktober 2003.

Die öffentliche Preisverleihung ist am 20. November 2003 im Rahmen einer angemessenen kulturellen Veranstaltung vorgesehen

Von „aua extrema“ zu „Clean Water“

HERISAU. Das Ostschweizer Expo 02 – Projekt „aua extrema“, das Wasser in seiner Vielfalt themati-sierte, hat mit einem Finanzierungsüberschuss abgeschlossen. Der Trägerkanton Appenzell Ausserrhoden erhält einen Anteil von gut Fr. 25'000.- zurück. An seiner letzten Sitzung vor den Sommerferien hat der Ausserrhoder Regierungsrat entschieden, davon Fr. 10'000.- der Stiftung „Clean Water“ zu überweisen. Die restlichen Mittel fliessen in den Lotteriefonds zurück.

„Clean Water“ ist eine aus Anlass des 200-Jahr-Jubiläums der Georg Fischer AG gegründete Stiftung, die sich in vielfältiger Weise im Bereich des Wassermanagements in allen Regionen der Welt engagiert, die unter Wasserknappheit leiden. Auch die Ostschweizer Ausstellung an der Expo 02 versuchte die Bedeutung des Wassers aufzuzeigen. Mit der Unterstützung von „Clear Water“ will die Ausserrhoder Regierung zur nachhaltigen Entwicklung wasserarmer Gegenden beitragen und die „Aua extrema – Botschaft weiterleben lassen“.

Trafobrand im Stadtkreis 4

ZÜRICH. Am Donnerstag, 17. Juli 2003, kurz nach 09.00 Uhr, ging bei der Funk- und Notrufzentrale der Stadtpolizei Zürich die Meldung ein, dass auf der Sihlbrücke, gegenüber der Helvetiabar, eine Trafostation in Brand geraten sei. Berufsfeuerwehr und Polizei rückten unverzüglich aus. Vermutlich als Folgeschaden strömte Gas aus und staute sich in der Hohlräumen unter der Sihlbrücke. Dadurch entstand erhöhte Explosionsgefahr, so dass die Umgebung Stauffacher grossräumig abgesperrt werden muss. Durch die erhöhte Explosionsgefahr mussten insgesamt fünfzehn Personen aus den Häusern Werdstrasse 1 und 3 sowie aus der Imbissstube an der Ecke Kasernenstrasse/Sihlbrücke evakuiert werden. Verletzt wurde niemand. Die Brandursache ist zur Zeit unbekannt und ist Gegenstand polizeilicher Ermittlungen. Die grossräumige Absperrung in der Umgebung Stauffacher konnte um 12.20 Uhr aufgehoben werden.

 

 

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