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Badewasseruntersuchungen
ALTDORF.
Im Auftrag des Amtes für Umweltschutz untersucht das Laboratorium
der Urkantone, Brunnen, im Sommer die Wasserqualität an den
verschiedenen Badeplätzen im Kanton Uri. Die Probenahmestellen
wurden dabei auch im Hinblick auf die laufenden Seeschüttungen
ausgewählt. An folgenden Stellen wurden Anfang Juli Proben
genommen: Badeplatz Sisikon, Badeplatz Bauen, Badeplatz Isleten,
Badeplatz Gruonbach, Badeplatz Campingplatz Flüelen , Strandbad
Flüelen, Bootshafen Flüelen, Badeplatzbereich Giessen- und
Meliorationskanal Flüelen, Badeplatz Mississippi Seedorf,
Badeplatz Strandbad Seedorf und Strandbad Seelisberg.
Als
Grundlage für die Beurteilung dient eine Empfehlung des
Bundesamtes für Gesundheitswesen (BAG). Es kann festgehalten
werden, dass die Wasserqualität in mikrobiologischer und
hygienischer Hinsicht sehr gut ist. Damit sind beim Baden
keinerlei gesundheitliche Beeinträchtigungen zu erwarten.
Ebenfalls wurde keine Beeinträchtigung durch die laufenden Schüttarbeiten
festgestellt.
Nordtangente
- Kunsttangente: Wandmalerei zum Dritten
BASEL.
Noch diesen Sommer soll die dritte Wandmalerei im basler
Nordtangentenperimeter realisiert werden. Anfang Juli wurde aus
einer Gruppe von fünf jungen Künstlern das Siegerprojekt
erkoren. Kalin Lindena aus Köln (*1977) hat mit ihrem Projekt die
Jury begeistert.
Nach
der Wandmalerei von Remo Hobi (Basel) und Franz Ackermann (Berlin)
in Grossbasel, soll noch in diesem Sommer eine dritte Wand ein
neues Kleid erhalten und vor ihrer Vergrauung gerettet werden.
Nordtangente-Kunsttangente (NT-KT), eine gemeinsame Initiative des
Bundesamtes für Strassen (ASTRA), des Baudepartementes
Basel-Stadt und des Erziehungsdepartementes Basel-Stadt, hat fünf
junge Künstler eingeladen, ein Projekt zur Gestaltung der
Brandmauer des Hauses an der Mühlheimerstrasse 164 / Durchgang
Horburgstrasse 38 einzureichen. Eingeladen wurden Stéphane
Dafflon (Lausanne, *1972), Martina Gmür (Basel, *1979), Kalin
Lindena (Köln, *1977) Janette Mehr (Basel, *1974) und Amy
O’Neill (Genf/New York, *1971).
Unter
dem Vorsitz von Peter Bläuer, dem Leiter der Kunstmesse Liste in
Basel, hat die Jury einstimmig das Projekt von Kalin Lindena zur
Ausführung empfohlen. Die Künstlerin, in ihrer Jugend selbst
Teil der Graffitiszene, nimmt den auf der Brandmauer angebrachten
Graffititag als Ausgangspunkt, um diese ungeliebte Sprache der
Strasse neu zu interpretieren und zu erweitern. Im Durchgang der
Horburgstrasse 38 wird Kalin Lindena auf dem Gerüst wandelnd ein
ornamentales, erzählerisches Geflecht entwickeln, das sich ganz
auf den Ort bezieht und für Menschen aus verschiedensten
Bildungs- und Kulturkreisen lesbar sein wird.
30
neue Wirte für Basel
BASEL.
Von den 38 Absolventinnen und Absolventen des Wirtefachkurses 2003
haben 30 die Wirtefachprüfung bestanden. Der Notendurchschnitt
lag bei 5,2 und damit leicht höher als im Vorjahr (5,1). Acht Prüflinge
fielen durch.
Mit
der Durchschnittnote von 5,9 erreichten Svea Meyer und Alois
Villiger die besten Resultate, gefolgt von Walter Gutzwar mit 5,8
sowie Christa Jost und Isabelle Tanachian mit einer
Durchschnittsnote von 5,7.
Während
des sechs Wochen dauernden Wirtefachkurses waren die angehenden
Wirtinnen und Wirte nicht nur in Unternehmensführung,
Wirtschaftsgesetzgebung, Vertragslehre, Lebensmittel- und
Sozialgesetzgebung und Buchhaltung unterrichtet worden. Auf
dem Stundenplan standen etwa auch Fächer wie Bier-, Wein- und
Kellerkunde oder Service, Küche, alkoholfreie Getränke und
Warenberechnung.
Der
römische Silberschatz von Kaiseraugst
KAISERAUGST.
18 Silbergefässe, die vor acht Jahren aus Privatbesitz
auftauchten, werfen ein neues Licht auf den Silberschatz von
Kaiseraugst. Mit einem Gesamtgewicht von nunmehr 58,6 kg ist er
nicht nur einer der grössten, sondern zugleich auch einer der
kulturhistorisch bedeutendsten Schatzfunde der Spätantike.
Die
Überraschung war gross, als im Frühjahr 1995 aus einem privaten
Nachlass 18 Silbergefässe dem Kanton Aargau übergeben wurden,
die – wie anpassende Fragmente sofort zeigten – zum spätantiken
Silberschatz von Kaiseraugst gehörten. Offenbar waren sie im Zuge
der turbulenten Entdeckung des Schatzes 1962 unbemerkt entwendet
worden.
Versteckt
- wiederentdeckt
Dass
der Schatz nicht vollständig war, war längst bekannt; dass
jedoch der fehlende Teil so umfangreich sein würde, konnte
niemand vorausahnen. Noch grös-ser als die Bedeutung des
materiellen Zuwachses ist jedoch der Umstand, dass es dank der
neuen Teile nun möglich ist, den Schatz in seiner
gesellschaftlichen und politischen Dimension neu bzw. besser zu
verstehen.
In
Anschluss an eine erste Präsentation der "Neufunde" im
Aargauer Kunsthaus, hat sich – finanziert durch den Kanton
Aargau – ein neunköpfiges Forschungs-team um die
wissenschaftliche Erschliessung der Silbergefässe bemüht. Die
Ergebnisse des dreijährigen Projektes sind jetzt in der Reihe
"Forschungen in Augst" erschienen.
Geschenke
des Kaisers in Zeiten der Krise
Schlüsselstück
für das Verständnis des gesamten Fundes ist die sogenannte
Constans-Platte. Sie ist durch eine prunkvolle Inschrift als
Geschenk des römischen Kaisers Constans (337-350 n. Chr.)
ausgewiesen und wurde – wie in der Inschrift weiter festgehalten
ist – aus Anlass des zehnten Regierungsjubiläums des Kaisers
hergestellt. Der Empfänger der Gabe war vermutlich ein hoher
Offizier im Hofstaat des Herrschers. Ihm gehörte auch die
Mehrzahl der übrigen Silberge-fässe, die er im Laufe seiner
militärischen Karriere erworben und aus Furcht vor einem
Alemannenangriff in den Jahren 351/352 n. Chr. im Kastell von
Kaiseraugst versteckt hat.
Eine
Platte wird weiterhin vermisst
Rätsel
gibt weiterhin der auf einem der Silbertabletts sichtbare Abdruck
einer grossen Platte auf, die unter den vorhandenen Gefässen
nicht nachzuweisen ist. Wurde sie bei der Bergung des Fundes übersehen
und zerstört, oder wird auch sie dereinst den Weg aus ihrem
zweiten Versteck zurück in die Öffentlichkeit finden?
In
einer Sonderausstellung des Römermuseums Augst wird der Schatz ab
Ende November erstmals seit seiner Vergrabung vollständig im
Original zu sehen sein.
Gesetz
über den Finanz- und Lastenausgleich (FILAG)
BERN.
Im Rahmen der Umsetzung des FILAG wurden die
Lastenverschiebungen zwischen dem Kanton Bern und den Gemeinden
auf Grund der neuen Aufgabenteilung durch eine Erhöhung der
Kantonssteueranlage und eine entsprechende Reduktion der
Gemeindesteueranlagen kompensiert. Der bernische Kantonsregierung
verzichtet auf eine nachträgliche Korrektur dieser
Steuerbelastungsverschiebung zum Ausgleich von Differenzen
zwischen Voranschlag und Rechnung des Jahres 2002. Die politisch
bestrittenen Mehrkosten als Folge eines Urteils des Eidg.
Versicherungsgerichtes vom November 2001 im Zusammenhang mit der
Spitalfinanzierung werden damit zu 60 Prozent vom Kanton und zu 40
Prozent von den Gemeinden getragen.
Ernüchternde
Bilanz nach Brandschutzaktion in Bern
BERN.
Fast ein Drittel der vom Berner Brandschutz geprüften Gebäude
weist grosse Mängel beim Brandschutz auf. Vor allem die
Fluchtwege seien oft unzureichend oder kaum begehbar, teilte die
Berner Gebäudeversicherung am Donnerstag mit. Während eines
halben Jahres hatten die fünf Brandschutzexperten der Gebäudeversicherung
820 öffentliche und private Gebäude mit grösserem
Publikumsaufkommen untersucht. Gemeinsam mit den Verantwortlichen
von Hotels, Restaurants, Tanzbetrieben, Kinos, Theatern, Spitälern
und Schulen schauten die Experten heikle Bereiche wie Fluchtwege,
Brandabschnitte, Sicherheitsbeleuchtungen und Löschgeräte an.
Die Resultate seien ernüchternd. Neben den versperrten
Fluchtwegen sei es auch bedenklich, dass vielen Menschen, die in
den Gebäuden lebten oder arbeiteten, Fluchtwege und
Verhaltensmassnahmen unbekannt seien. Besonders dramatisch sei die
Situation in Hotels und Heimen. Die Gebäudeversicherung will nun
ihren Expertenstab auf 15 Personen verdreifachen.
Täterschaft
von zahlreichen Sachbeschädigungen ermittelt
BERN.
In einem aufwändigen Ermittlungsverfahren konnte eine 11-köpfige
Täterschaft ermittelt werden, der in den Ämtern Fraubrunnen und
Büren sowie im Kanton Solothurn zahlreiche Sachbeschädigungen
zur Last gelegt werden. Sie hat sie zwischen Oktober 2002 und
April 2003 in wechselnder Zusammensetzung verübt.
Ab
Oktober 2002 bis April 2003 kam es in den Ämtern Fraubrunnen und
Büren sowie in der Region Bucheggberg (Kt. Solothurn) zu einer Häufung
von Sachbeschädigungen. Die Beschädigungen von Autoscheiben,
aber auch von Schaufensterscheiben, erfolgten alle mit Steinen.
Auf Grund der an den Tatorten vorgefundenen Spuren musste davon
ausgegangen werden, dass die Steine von fahrenden Autos aus auf
die Objekte geschleudert wurden. Zudem kam es ab Januar 2003 in
der Region Leuzigen zu Stein- und Holzlattenwürfen gegen
Fahrzeuge auf der Autobahn A5 sowie zur Sprengung von Briefkästen
mittels Knallpetarden. Der entstandene Sachschaden beläuft sich
insgesamt auf gegen 50'000 Franken.
Nach
einem Hinweis aus der Bevölkerung konnte ab April 2003 in einem
aufwändigen Ermittlungsverfahren eine 11-köpfige Täterschaft
ermittelt werden. Dabei handelt es sich um zwei erwachsene
Personen sowie um drei Lehrlinge und sechs Schüler der siebten
bis neunten Klasse. Im Verlaufe der Ermittlungen gestanden sie, in
wechselnder Zusammensetzung gegen 50 Delikte begangen zu haben.
Eine nicht unbeträchtliche Anzahl gleichgelagerter Delikte,
welche im fraglichen Gebiet und in der fraglichen Zeit durch
Steinwürfe verübt worden sind, konnte der Täterschaft nicht
angelastet werden.
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