2 Millionen im Fall Taylor gesperrt 

BERN. Auf Konten zweier Personen aus dem Umfeld des liberianischen Präsidenten Charles Taylor sind rund 2 Millionen Franken gesperrt worden.

Deutsche Maut erhöht Transportkosten 

BERN. Per 31. August 2003 ist die deutsche LKW-Maut geplant. Da die Erfassungsgeräte für die Fahrzeuge bis zu diesem Termin nicht in ausreichender Zahl vorhanden sein werden, befürchtet man Startschwierigkeiten, die bis zu starken Behinderungen im Strassenverkehr führen können.

Futtermittelkontrolle: weniger Proben beanstandet 

POSIEUX. In der ersten Jahreshälfte 2003 hat die amtliche Futtermittelkontrolle der Forschungsanstalt für Nutztiere in Posieux  (RAP) bedeutend mehr Proben untersucht als im gleichen Zeitraum 2002.

Massnahmen gegenüber Personen und Organisationen mit Verbindungen zu Usama bin Laden

BERN. Das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement hat am 18. Juli 2003 den Anhang 2 der Verordnung über Massnahmen gegenüber Personen und Organisationen mit Verbindungen zu Usama bin Laden, der Gruppierung „Al-Qaïda“ oder den Taliban um 18 Einträge ergänzt.

 

 

23. Juli 2003

2 Millionen im Fall Taylor gesperrt 

BERN. Auf Konten zweier Personen aus dem Umfeld des liberianischen Präsidenten Charles Taylor sind rund 2 Millionen Franken gesperrt worden. Dagegen wurden keine Konten gefunden, die direkt auf Präsident Taylor lauten. Das Bundesamt für Justiz (BJ) hat den Vollzug des Rechtshilfeersuchens des Spezialgerichtshofs für Sierra Leone an die Bundesanwaltschaft delegiert.

Das BJ hatte im Juni verschiedene Banken in Genf und Zürich angewiesen, allfällige Konten der im Rechtshilfeersuchen genannten Personen vorsorglich zu sperren. Gemäss Rückmeldungen der Banken wurden insgesamt rund 2 Millionen Franken gesperrt. Nach der formellen Vorprüfung delegierte das BJ den Vollzug des Rechtshilfeersuchens an die Bundesanwaltschaft. Der Spezialgerichtshof ersuchte die Schweiz, die Vermögenswerte von Charles Taylor und von Personen aus seinem Umfeld in der Schweiz zu sperren und die entsprechenden Bankunterlagen zu erheben. Das Rechtshilfeersuchen betrifft auch die Angehörigen Taylors, Vertreter seines Regimes sowie verschiedene Geschäftsleute und Firmen. Der Spezialgerichtshof für Sierra Leone wirft Taylor vor, einer der Hauptverantwortlichen für die während des Bürgerkrieges begangenen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen zu sein.

Deutsche Maut erhöht Transportkosten 

BERN. Per 31. August 2003 ist die deutsche LKW-Maut geplant. Da die Erfassungsgeräte für die Fahrzeuge bis zu diesem Termin nicht in ausreichender Zahl vorhanden sein werden, befürchtet man Startschwierigkeiten, die bis zu starken Behinderungen im Strassenverkehr führen können. In wirtschaftlicher Hinsicht erhöht die Maut die Transportkosten je nach Art der Fracht um bis zu 15 Prozent.

Die deutsche Maut betrifft Lastwagen ab 12 Tonnen Gesamtgewicht.Sie gilt auf allen Autobahnen der Bundesrepublik. Die Höhe der Abgabe richtet sich nach der Anzahl der Achsen und nach der Euro-Kategorie des Motors. Der Einführungstermin wurde auf den 31. August 2003 festgelegt.

Da die Fahrzeuggeräte, die so genannten On Board Units (OBU) noch nicht in ausreichender Zahl lieferbar sind, werden Startschwierigkeiten befürchtet. Was passiert dort, wo die Fahrer ihre Lastzüge parken müssen, um an den manuellen Maut-Terminals die Daten einzugeben? - Staus und chaotische Zustände könnten die Folge sein, jedenfalls an den neuralgischen Stellen wie etwa an Grenzübergängen. Stau bedeutet Zeitverlust, Umweltbelastung, ja sogar Unfallgefahr. Die ASTAG hat deshalb ihren Mitgliedern empfohlen, nach Möglichkeit die manuelle Buchung zu umgehen und stattdessen über Internet die deutsche Maut abzuwickeln - eine Alternative, die das deutsche Mautsystem anbietet, aber eine gewisse Disposition voraussetzt.

Futtermittelkontrolle: weniger Proben beanstandet 

POSIEUX. In der ersten Jahreshälfte 2003 hat die amtliche Futtermittelkontrolle der Forschungsanstalt für Nutztiere in Posieux  (RAP) bedeutend mehr Proben untersucht als im gleichen Zeitraum 2002. Die Beanstandungen und die Strafanzeigen haben abgenommen.

Die Futtermittelkontrolle der RAP kontrolliert sowohl die Herstellerbetriebe, Förder-, Lager- und Transporteinrichtungen als auch die in Verkehr gebrachten Produkte der Tierernährung. Die von den Inspektoren der RAP gezogenen Proben werden einerseits geprüft, ob die Angaben auf der Futtermitteletikette oder den Begleitpapieren sowie die analysierten Inhaltsstoffe den gesetzlichen Vorschriften entsprechen. Anderseits werden die Futtermittel auf unerwünschte und verbotene Inhaltsstoffe untersucht. Im ersten Halbjahr hat die RAP 899 Futtermittelproben geprüft. Dies sind rund 44 Prozent mehr als in der gleichen Vorjahresperiode. Deutlich abgenommen haben in der 1. Hälfte 2003 die Beanstandungen, die kostenpflichtig sind oder zu einer Strafanklage führen: von den 899 untersuchten Proben kam es in 6.5 Prozent zu kostenpflichtigen Beanstandungen. Im Vergleich zur gleichen Vorjahresperiode sind dies rund 10 Prozent weniger. In einem Fall kam es bisher zu einer Strafanzeige (Januar bis Juni 02: 4 Fälle). Diese abnehmende Tendenz hat sich bereits gegen Ende des letzten Jahres abgezeichnet.

Von den insgesamt 899 Futtermittelproben wurden 845 auf Tiermehl- Verschleppungen untersucht. In drei Fällen (0.4 %) hat die RAP Spuren von tierischen Verunreinigungen festgestellt. Auch hier ist eine deutliche Abnahme festzustellen, was die Tendenz des 2. Halbjahres 2002 bestätigt.

Im Weiteren hat die RAP von den 899 Futtermittelproben deren 138 auf gentechnisch veränderte Organismen (GVO) untersucht. Zusätzlich sind 29 Proben von der Zollbehörde zur Kontrolle an die RAP zur Analyse gesandt worden. Bei keiner der untersuchten Futtermittelproben sind GVO über der Deklarationsgrenze festgestellt worden.

Massnahmen gegenüber Personen und Organisationen mit Verbindungen zu Usama bin Laden

BERN. Das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement hat am 18. Juli 2003 den Anhang 2 der Verordnung über Massnahmen gegenüber Personen und Organisationen mit Verbindungen zu Usama bin Laden, der Gruppierung „Al-Qaïda“ oder den Taliban um 18 Einträge ergänzt. Gegenüber dem in Anhang 2 genannten Personenkreis bestehen ein Rüstungsembargo, eine Ein- und Durchreisesperre sowie Finanzsanktionen. 

Personen und Institutionen, die Gelder halten oder verwalten, von denen anzunehmen ist, dass sie von den Finanzsanktionen betroffen sind, müssen diese dem Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) unverzüglich melden. 

Mit dieser Änderung setzt die Schweiz kürzlich erfolgte Beschlüsse des gemäss Resolution 1267 (1999) zuständigen Sanktionskomitees der Vereinten Nationen um. 

Zur Zeit sind beim seco aufgrund dieser Verordnung 82 Bankkonten mit einem Gesamtbetrag von rund 34 Millionen Schweizer Franken blockiert.

 

 

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