|
Verbot
zur Wasserentnahme aus Bächen wird gelockert
BERN.
Lockerung des vom Kanton Bern verhängten Verbots zur Entnahme von
Wasser aus 35 Flüssen und Bächen: Für die Bewässerung ihrer
Kartoffel- und Gemüsekulturen können berechtigte Landwirte aus
15 letzte Woche gesperrten Bächen wieder Wasser entnehmen. Dabei
darf die vorgeschriebene Mindestwassermenge allerdings höchstens
um einen Viertel unterschritten werden. In den übrigen 20 und den
sowieso immer gesperrten Gewässern bleibt das
Wasserentnahmeverbot weiterhin bestehen.
Nach
der wochenlangen Trockenperiode musste der Kanton Bern ab 15. Juli
2003 die Wasserentnahme verbieten. Aus 35 Flüssen und Bächen des
Mittellandes darf in der Zwischenzeit zusätzlich zu den immer
gesperrten kein Wasser mehr entnommen werden. Daran haben die
Regenfälle und Gewitter der letzten Tage grundsätzlich nichts geändert.
Die Pegelstände haben sich durch diese Niederschläge nicht
dauerhaft erhöht. Das bestätigen die jüngsten Messungen des
Wasser- und Energiewirtschaftsamtes (WEA) des Kantons Bern. Daher
bleibt grundsätzlich das Wasserentnahmeverbot weiterhin
gerechtfertigt. Nicht betroffen von dieser Massnahme sind das
Berner Oberland sowie der Berner Jura.
Das
WEA hat das generelle Verbot jedoch gelockert und Ausnahmen
festgelegt. Damit sollen die Ertragsausfälle für die
Landwirtschaft minimiert werden. Unter Einhaltung bestimmter
Vorschriften darf aus den 15 Bächen wieder Wasser entnommen
werden (siehe beigelegte Tabelle). Das entnommene Wasser darf
allerdings allein zur Bewässerung von Kartoffelfeldern sowie Gemüsekulturen
verwendet werden. Zudem ist die Wasserentnahme nur von abends
20.00 bis morgens 06.00 Uhr erlaubt. Dabei darf die vom eidgenössischen
Gewässerschutzgesetz vorgeschriebene Mindestwassermenge höchstens
um einen Viertel unterschritten werden. Das WEA informiert die
betroffenen Gemeinden über die minimalen Pegelstände, die
jederzeit eingehalten werden müssen.
Umgang
mit Feuer, Feuerwerk und anderen Zündmitteln
APPENZELL.
Die anhaltende Trockenheit führt auch im Kanton Appenzell
Innerrhoden zu einer akuten Brandgefahr. Betroffen sind vor allem
Ökoflächen und Wälder. Eine Entspannung kann nur eine mehrtägige
Regenperiode bringen. Laut Prognosen von Meteo Schweiz ist in den
nächsten Tagen nur wenig Regen zu erwarten. Diese Regenfälle
werden voraussichtlich zu schwach ausfallen um die nötige
Entspannung zu bringen.
Für
den Umgang mit Feuer, Feuerwerk und anderen Zündmitteln gelten ab
sofort bis auf weiteres folgende Weisungen:
1.
Das freie Feuern im Wald, in Waldesnähe sowie in Ökoflächen ist
verboten. Ausgenommen ist das kontrollierte und bewachte Feuern an
fest eingerichteten Feuerstellen, sofern genügend Löschwasser in
unmittelbarer Nähe vorhanden ist und das Feuer vor Verlassen der
Feuerstelle vollständig gelöscht wird.
2.
Fackelumzüge sowie das Abfeuern von Feuerwerk sind generell
verboten.
3.
Cheminées im Freien dürfen nur mit grösster Vorsicht betrieben
werden.
4.
Im Umgang mit Raucherwaren ist im Freien äusserste Vorsicht
geboten. Brennende Zigaretten und Zündhölzer dürfen keinesfalls
weggeworfen werden.
5.
Weisungen über das Abfeuern von Feuerwerk und das Anzünden von Höhenfeuern
im Hinblick auf die 1. August Feiern werden rechtzeitig im
"Appenzeller Volksfreund" bekannt gegeben.
6.
Bei einem Brandausbruch ist unverzüglich die Feuerwehr über den
Notruf Tel 118 zu alarmieren.
Diese
Weisungen gelten bis zu ihrem ganzen oder teilweisen Widerruf
durch das Justiz-, Polizei- und Militärdepartement. Der Widerruf
erfolgt über den "Appenzeller Volksfreund".
Streetwork
mit Informationsstand und Pillentesting an der Street Parade
ZÜRICH.
An der Street Parade in Zürich führt Streetwork an der
Bahnhofstrasse zwischen Parade- und Bürkliplatz einen
Informationsstand. Streetwork will Raverinnen und Ravern zeigen,
welche Wirkungen und Gefahren vom Konsum von Partydrogen ausgehen.
Damit soll ein Beitrag zur Risikoverminderung im Umgang mit
Partydrogen geleistet und gesundheitsschädigendes Verhalten
minimiert werden. Am Stand von Streetwork können sich die
BesucherInnen auch mit umfangreichem Informationsmaterial zu
Partydrogen eindecken.
Ab
20.00 Uhr bis in die frühen Morgenstunden wird Streetwork an der
Energy im Hallenstadion Zürich Oerlikon in Zusammenarbeit mit dem
Berner Kantonsapothekeramt Pillen- und Substanztests sowie anonyme
Beratungen für PartydrogengebraucherInnen durchführen.
Wohin
mit den giftigen Abfällen?
FRAUENFELD.
Giftige Abfälle müssen gesondert entsorgt werden. Die beiden
Giftsammelstellen des Kantons Thurgau in Sulgen und Frauenfeld
nahmen im letzten Jahr rund 52 Tonnen nicht mehr benötigte
schadstoffhaltige Produkte entgegen.
Farbreste
von der letzten Zimmerrenovation gehören ebenso wenig in den
Hauskehricht wie die Medikamente mit abgelaufenem Datum. Sie können
Schadstoffe enthalten, die in der Kehrichtverbrennung gefährliche
Rückstände hinterlassen. Probleme bereiten auch
Reinigungsmittel, Pflanzenschutzmittel und dergleichen, welche über
die Toilette entsorgt werden. Sie belasten die Kläranlage und stören
die biologischen Abbauprozesse. All diese Sonderabfälle gehören
in die Obhut von Entsorgungsprofis. Die Giftsammelstelle des
Kantons Thurgau in Sulgen nimmt jeden Mittwoch von 14 bis 17 Uhr
Problemabfälle entgegen, bis 20 Kilogramm kostenlos.
Vorerst
keine Aufhebung des Nachtparkings auf dem Münsterplatz
BASEL.
Das Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt hat den hängigen
Rekurs gegen die vom Regierungsrat angestrebte und vom Polizei-
und Militärdepartement verfügte Aufhebung des bisherigen
Nachtparkings auf dem Münsterplatz gutgeheissen. Damit kann das
Nachtparking nicht wie vorgesehen aufgehoben und damit der Münsterplatz
verkehrsfrei werden. Der Regierungsrat bedauert das Urteil des
Appellationsgerichts.
EuroAirport
im 1. Semester: Ferienflüge legen zu, Linienflüge gehen
weiterhin zurück
BASEL.
Im ersten Halbjahr 2003 liegt das Passagieraufkommen mit 1,2 Mio.
Fluggästen insgesamt 19% unter der Vergleichsperiode des
Vorjahres. Der Linienverkehr verzeichnet einen Rückgang um 23%,
der Ferien- oder Charterverkehr hingegen ein Wachstum von 2%. Mit
40'000 Tonnen liegt der Frachtverkehr 1% über dem
Vorjahresniveau.
Im
Passagierverkehr haben im 1. Semester 2003 1'205'559 Passagiere
(-19% gegenüber dem Vorjahr) den EuroAirport benützt. 78% davon
(942'755) entfallen auf den regelmässigen Linienverkehr, der vor
allem wegen des steten Abbaus von Swiss gegenüber dem Vorjahr um
23% zurück gegangen ist. Der Ferienflugverkehr weist mit 2%
(257'040) eine leichte Zunahme aus. Insgesamt ist die Tendenz im
Passagierverkehr seit Jahresbeginn weiterhin rückläufig.
Der
Luftfrachtverkehr ist tendenziell wieder auf den Wachstumspfad zurück
gekehrt. Mit 40'084 Tonnen wurde im ersten Halbjahr 1% mehr
Luftfracht umgeschlagen als in der Vorjahresperiode. Die geflogene
Luftfracht liegt mit 14'775 Tonnen nur noch 2% unter dem
Vorjahresergebnis. Ende März betrug der Rückgang noch 19%. Diese
Verbesserung hat zwei Gründe: Die Express- und Kurierdienste
verzeichnen seit Jahresbeginn eine positive Entwicklung (+ 6% per
Ende Juni) und die Korean Air hat seit dem 2. Quartal auch die
Verkehrsrechte zwischen New York und dem EuroAirport.
Die
Flugbewegungen gehen weiterhin zurück und liegen im ersten
Semester mit 47'677 Starts und Landungen 14% unter dem
Vorjahresniveau. Ursache dafür ist im Wesentlichen der sukzessive
Abbau von Flugverbindungen im regelmässigen Linienverkehr.
Dezentrales
und eigenhändiges Kompostieren in der Stadt Basel
BASEL.
1987 startete die Stadtgärtnerei des Baudepartementes eine
Kampagne zur Förderung des dezentralen und eigenhändigen
Kompostieren in der Stadt. Basis für das Projekt sind das Prinzip
der geschlossenen Stoff-Kreisläufe, verbunden mit möglichst
kleinen Transportdistanzen, geringstem Energieaufwand, sowie die Förderung
der Eigenverantwortung im Umgang mit biogenem Rohstoffen aus Küche,
Haushalt und Garten. Das Projekt darf heute als voller Erfolg
bezeichnet werden: Jährlich werden 6'000 Tonnen Kompostmaterial
gesammelt.
Heute
werden in der Stadt Basel über 1’900 klein- und kleinste
Kompostplätze betrieben. Die auf diesen Plätzen verarbeitete
Menge beläuft sich auf immerhin 6'000 Tonnen Grüngut und Küchenreststoffe
pro Jahr. Dies entspricht rund 400 LKW-Ladungen, welche nicht
abtransportiert und mit technischem Aufwand verarbeitet werden müssen:
Ein wesentlicher Beitrag zu einer günstigen und gesunden Abfall-
und Umweltbewirtschaftung.
Die
Kompostberatung der Stadtgärtnerei fördert und unterstützt das
dezentrale eigenhändige Kompostieren vor Ort und mit Kampagnen.
Die Hauptarbeit hingegen leistet die "kompostierende"
Bevölkerung der Stadt. Wer mit dem Kompostieren beginnen will,
ruft die Kompostberatung an (Tel: 061 377 89 81). Gemeinsam wird
mit der Infrastruktur, welche die Stadt zur Verfügung stellt, der
Kompostplatz eingerichtet. Die Neukompostiererinnen und
–kompostierer werden instruiert, und der Einstieg wird gemeinsam
begonnen. Auch die "Ernte" nach einem halben bis ganzen
Jahr wird gemeinsam durchgeführt.
Auch
an Schulen und Kindergärten wird mit der Unterstützung der
Kompostberatung eifrig kompostiert. Dort steht natürlich die
Umweltbildung im Vordergrund. Bei Fragen und Problemen berät die
Kompostberatung meist vor Ort. Eine spezielle Organisation
brauchen die Quartierkompostanlagen. Bau, Einrichtung und
Instruktion leistet ebenfalls die Kompostberatung der Stadtgärtnerei.
Für den Betrieb aber muss sich eine Gruppe aus dem Quartier mit
einer federführender Person zusammenfinden.
Keine
gesamtkantonalen Vorschriften im Kanton Bern
BERN.
Trotz der Niederschläge der letzten Tage hält die Trockenheit in
verschiedenen Gebieten des Kantons Bern an. Nach einer neuen
Lagebeurteilung verzichtet Regierungspräsident Urs Gasche auf das
Verfügen eines kantonsweiten Verbots für das Abbrennen von
Feuerwerk und das Entfachen von Feuern im Freien. Die Kompetenz für
allfällige regionale oder lokale Einschränkungen liegt nach wie
vor bei den Regierungsstatthalterämtern und den Gemeinden.
Berner
Modell soll «Bund» retten
BERN.
Die wirtschaftlich angeschlagene Tageszeitung «Der Bund» erhält
eine neue Trägerschaft. Die Espace Media Groupe, die
Herausgeberin der Berner Zeitung, kauft 40 Prozent des
Aktienkapitals an der Bund Verlag AG von der NZZ-Gruppe. Diese hält
danach noch 40 Prozent. Der Anzeigenvermarkter PubliGroupe bleibt
mit 20 Prozent beteiligt.
Technische
Berufsschule Zürich erhält einen Turm
ZÜRICH.
Das kantonale Hochbauamt veranstaltete einen Wettbewerb für die künstlerische
Gestaltung der Dachterrasse des fünften Obergeschosses des
Neubaus der Technischen Berufsschule Zürich, die als Pausenplatz
genutzt wird. Zehn Künstlerinnen und Künstler wurden eingeladen,
am Wettbewerb teilzunehmen. Der Vorschlag von Daniel Roth aus
Deutschland, einen Turm zu bauen, wird von der Jury zur
Weiterbearbeitung empfohlen.
|