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Rückgang
des Preisniveaus infolge des Ausverkaufs
NEUENBURG.
Der vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnete Landesindex der
Konsumentenpreise verzeichnete im Juli 2003 einen Rückgang um 0,8
Prozent gegenüber dem Vormonat und erreichte den Stand von 102,0
Punkten (Mai 2000 = 100). Innert Jahresfrist betrug die Teuerung
0,3 Prozent, verglichen mit Jahresteuerungsraten von 0,5 Prozent
im Juni 2003 und von -0,1 Prozent im Juli 2002.
Geflügelpest-Krise
beendet - BVET startet Risikoanalyse
BERN.
Vögel aus den Niederlanden und Belgien dürfen wieder eingeführt
werden. Nachdem in den Ländern seit Anfang Mai kein Tier mehr an
Geflügelpest erkrankt ist, hebt das Bundesamt für Veterinärwesen
(BVET) die geltende Importsperre am 1. August nach gut drei
Monaten auf. Die Krankheit hat zu keinem Zeitpunkt auf die Schweiz
übergegriffen. Zur Planung künftiger Schutzmassnahmen gegen Geflügelseuchen
prüft das BVET nun die Handelsströme sämtlicher Produkte der Hühnerhaltung.
Die
Klassische Geflügelpest (Aviäre Influenza) war Ende Februar in
den Niederlanden ausgebrochen und griff Mitte April auf Belgien über.
Um einer Einschleppung der Seuche in die Schweiz vorzubeugen,
verbot das BVET mittels einer Verordnung am 23. April den Import
aller Vogelarten aus den betroffenen Ländern. Für Geflügel und
Bruteier hat das Amt bereits seit dem 3. März keine
Einfuhrbewilligungen mehr erteilt.
Inzwischen
ist der Seuchenzug gestoppt - um das Ziel zu erreichen, mussten über
30 Millionen Geflügeltiere getötet werden. Insgesamt waren 252
Betriebe in den Niederlanden, 8 in Belgien und 1 in Deutschland
betroffen. Am 11. Juli hob die EU die Beschränkungen für die
Niederlanden, Ende Juni für Belgien und Deutschland, auf. Die
Schweiz normalisiert den Vogel- und Geflügelhandel mit den Ländern
ab dem 1. August. Einfuhrbewilligungen sind generell für
Papageien, Sittiche, Hühner, Gänse, Enten und Tauben nötig.
Die
Seuche hat die Schweiz zu keinem Zeitpunkt erfasst. Die heimischen
Geflügelbestände sind amtlich anerkannt frei von Klassischer
Geflügelpest. Um den Schutz vor hochansteckenden Geflügelkrankheiten
weiter zu verbessern, lanciert das BVET eine Risikoanalyse für sämtliche
Produkte rund um die Geflügelzucht. Bereits umfassend geregelt
sind Importe von lebendem Geflügel, Fleisch und Eiern. Kaum
bekannt ist bislang jedoch, woher und in welchen Mengen etwa
Eierkartons, Mist oder Hühnerfutter importiert werden. Fachleute
des BVET und der Geflügelbranche listen deshalb Einfuhrwege und
Herstellungsarten der Produkte auf und beurteilen das Risiko, über
Hühnermist und andere Waren eine Geflügelkrankheit
einzuschleppen. Neben der Risikoanalyse hat das BVET zusammen mit
Tierärzten und Vertretenden der Geflügelbranche auch
Verhaltensregeln für Hühnerhalter herausgegeben, um die
Gesundheit der Tiere weiterhin sicherzustellen.
Chemie/Pharma:
Exportwachstum stagniert im 1. Semester 2003
ZÜRICH.
Die weltweit schwache Konjunktur und der starke Schweizer Franken
haben im ersten Halbjahr 2003 das Exportwachstum des Vorjahres
gestoppt. Die Exporte der chemischen und pharmazeutischen
Industrie sind in der ersten Jahreshälfte um 1.9 % zurückgegangen
und erreichten noch CHF 23.1 Mrd. Der Anteil der chemischen und
pharmazeutischen Industrie an den Gesamtexporten stieg nochmals
leicht auf 34.7 % (VJ: 34.3 %). Mit einer Abnahme von 0.4 %
blieben die Importe gegenüber der Vorjahresperiode ungefähr auf
gleichem Niveau. Sie erreichten CHF 14.2 Mrd., sodass der Exportüberschuss
im ersten Halbjahr 2003 leicht abnahm und CHF 8.9 Mrd. betrug.
43
Menschen im ersten Halbjahr ertrunken
BERN.
Laut Informationen der Schweizerischen Lebensrettungsgesellschaft
(SLRG) sind in Schweizer Gewässern im ersten Halbjahr 2003 43
Menschen ertrunken, elf mehr als in der Vorjahresperiode. 22
Personen ertranken in Seen, 14 in Flüssen, eine im Schwimmbad und
drei beim Tauchen.
30
% kennen Nationalhymne nicht
LUZERN.
Laut einer Umfrage, die die Coop-Zeitung durch das Link-Institut für
Markt- und Sozialforschung durchführen liess, kennen 30 % der
Befragten die Schweizer Nationalhymne nicht. 18 % kennen die erste
Strophe des Schweizer Psalms, und rund die Hälfte erinnert sich
zumindest an die ersten paar Takte. Nur 4 % können bei allen vier
Strophen mitsingen.
Fiskaleinnahmen
2003: Einbruch bestätigt
BERN.
Der Einnahmeneinbruch bei den Fiskaleinnahmen bestätigt sich.
Bereits zu Anfang des Jahres mussten die Schätzungen der
Bundeseinnahmen um rund 4 Milliarden gegenüber dem Budget 2003
zurückgenommen werden. Die Entwicklung der Einnahmeneingänge in
der ersten Jahreshälfte steht im Einklang mit dieser Einschätzung.
Der Einnahmenausfall betrifft die Fiskaleinnahmen, insbesondere
die Verrechnungssteuer, Stempelabgaben, direkte Bundessteuer
(juristische Personen) und die Mehrwertsteuer. Die
nichtfiskalischen Einnahmen dürften die veranschlagten Werte
leicht übertreffen. Dies vorab aufgrund der nicht budgetierten
Nennwertrückzahlung der Swisscom im Umfang von 8 CHF pro Aktie.
Ausgabenseitig führen die Mindereinnahmen zu entsprechenden
Minderausgaben in Form der Anteile Dritter (Kantone,
Sozialversicherungen u.a.) an den Bundeseinnahmen. Das in der
Botschaft zum Entlastungsprogramm 2003 ausgewiesene Defizit für
2003 von mehr als drei Milliarden stellt weiterhin die
wahrscheinlichste Schätzung dar.
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