Weltgipfel über die Informationsgesellschaft: Kofi Annan trifft eine Schweizer Delegation und den Präsidenten der PREPCOM des WSIS

BERN. Adama Samassékou aus Mali, Präsident der Vorbereitungskonferenzen des Weltgipfels über die Informationsgesellschaft (WSIS) und eine Schweizer Delegation unter der Leitung von Marc Furrer, Direktor des BAKOM, und Botschafter Daniel Stauffacher, Delegierter des Schweizerischen Bundesrates für den Gipfel, haben diese Woche in NewYork und Washington, DC amerikanische Vertreter des öffentlichen und des privaten Sektors getroffen. 

Steuererhöhung auf Zigaretten

BERN. Der Zigarettenpreis steigt spätestens am 1. Oktober 2003 um 30 Rappen je Päckli. Mit dem Mehrpreis leistet der Konsument auch einen Beitrag von 2,6 Rappen je Päckli in einen Tabakpräventionsfonds, den das Parlament am 21. März dieses Jahres beschlossen hat.

Sich auf einem Schiff ins Guiness-Buch der Rekorde singen!

LUZERN. "Der grösste Chor der Welt auf dem Wasser" - mit diesem Ziel möchte sich die Schweizer Schifffahrt am 1. August einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde sichern.

Dringende Warnung vor defekten Raketen - Rückruf

BERN. Bei der Zentralstelle Sprengstoff und Pyrotechnik im Bundesamt für Polizei ist die Meldung eingegangen, dass folgende Feuerwerks-Rakete

Bezeichnung: Bombenrakete mit Blinksternen

Artikel Nummer: 915

Hersteller: Zink Feuerwerk GmbH, D-74389 Cleebronn

zurückgerufen werden muss.

Massnahmen gegen die Folgen der Trockenheit

BERN. Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) senkt auf den 1.  August 2003 die Grenzabgabe für Heu um 6 auf 5 Franken pro 100 kg.  Gleichzeitig werden die Zollansätze für Futtermittel den neuen  Importpreisen angepasst.

Forschungs- zusammenarbeit für Alpkäse

BERN. Die Eidgenössische Forschungsanstalt für Milchwirtschaft (FAM) in Liebefeld-Bern, der landwirtschaftliche Dienst Wallis und die Tessiner Gesellschaft für Alpwirtschaft vereinen ihre Kräfte, um im Rahmen des soeben gestarteten Interreg IIIA Projektes ProAlp, einen Beitrag an die europäische Alpenforschung zu liefern.

Fahrplanänderungen während zwölf Wochen

OLTEN. Der Bau der neuen SBB-Aarebrücke beim Hauenstein- Basistunnel in Olten kommt in die entscheidende Phase. Ab kommenden Montag, 4. August 2003, bis Ende Oktober ist jeweils nur ein Gleis in Betrieb.

Der Tourismus – Ein Bedeutender Wirtschaftszweig

BERN. Die Bedeutung des Tourismus für die Schweiz wird oft unterschätzt. In der neuesten Ausgabe der Broschüre „Schweizer Tourismus in Zahlen“ kann eindeutig nachgelesen werden, dass der Tourismus einer der wichtigsten Zweige der schweizerischen Volkswirtschaft ist.

Caritas schickt Hilfsgüter für irakische Spitäler

LUZERN. Acht Lastwagen mit Hilfsgütern der Caritas Schweiz haben die Grenze zur Türkei passiert und sind in Al Kut, südlich von Bagdad, angekommen. Der Konvoi enthält Medikamente, medizinisches Material, Lebensmittel und Kleidung für zwei Krankenhäuser und elf Gesundheitszentren in der Region.

Beschränkte Konzessionsbereitschaft am WTO- Vorbereitungstreffen in Montreal

BERN. Bundesrat Joseph Deiss war in seiner Einschätzung der Gespräche an der informellen WTO-Ministerkonferenz in Montreal am Mittwoch eher pessimistisch.

 

 

31. Juli 2003

Weltgipfel über die Informationsgesellschaft: Kofi Annan trifft eine Schweizer Delegation und den Präsidenten der PREPCOM des WSIS

BERN. Adama Samassékou aus Mali, Präsident der Vorbereitungskonferenzen des Weltgipfels über die Informationsgesellschaft (WSIS) und eine Schweizer Delegation unter der Leitung von Marc Furrer, Direktor des BAKOM, und Botschafter Daniel Stauffacher, Delegierter des Schweizerischen Bundesrates für den Gipfel, haben diese Woche in NewYork und Washington, DC amerikanische Vertreter des öffentlichen und des privaten Sektors getroffen.

Die strategischen Ziele des WSIS, der vom 10.-12. Dezember 2003 in Genf stattfindet und in einer zweiten Phase 2005 in Tunesien fortgesetzt wird, wurden in einer Reihe von Treffen am Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York diskutiert und erörtert, insbesondere mit UNO-Generalsekretär Kofi Annan und seinem Sonderberater für den Gipfel, Nitin Desai, Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen für Wirtschaftliche und Soziale Angelegenheiten. Ziel der Gespräche war eine Verstärkung des Engagements der Vereinten Nationen für den Weltgipfel über die Informationsgesellschaft.

Die Delegation ist auch mit Shashi Tharoor, Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, und Maurice Strong, Sonderberater des UNO-Generalsekretärs, zusammengekommen.

Der WSIS-Gipfel, ein weltweiter Prozess unter der Ägide des Generalsekretärs der Vereinten Nationen Kofi Annan und unter der Führung der Internationalen Fernmeldeunion (ITU), wird sich mit Entwicklungsfragen und dem wirkungsvollen Einsatz der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien (ICTs) zur Erreichung der Ziele der Millenniums-Erklärung der UNO befassen.

Der Gipfel, ein Prozess mit vielfältigen Teilnehmern - Regierungen, der Privatsektor, die Zivilgesellschaft und die Medien -, wird unter anderem Fragen wie Zugang zu Informationen, Infrastruktur, Regierungsführung, Sicherheit, Inhalt und kulturelle Vielfalt behandeln. Eine Grundsatzerklärung und ein Aktionsplan werden auf dem WSIS im Dezember in Genf ausgearbeitet werden. Gemäss BAKOM-Direktor Marc Furrer: "Die Ergebnisse eines erfolgreichen Genfer Gipfels werden ein umfassender Aktionsplan mit Benchmarks und klaren politischen Leitlinien, eine allgemeine, aber nicht zu allgemeine politische Erklärung und die Auslösung von Debatten über Themen, die auf dem Gipfel angesprochen wurden, sein."

Steuererhöhung auf Zigaretten

BERN. Der Zigarettenpreis steigt spätestens am 1. Oktober 2003 um 30 Rappen je Päckli. Mit dem Mehrpreis leistet der Konsument auch einen Beitrag von 2,6 Rappen je Päckli in einen Tabakpräventionsfonds, den das Parlament am 21. März dieses Jahres beschlossen hat. Die Erhöhung der Tabaksteuer (ohne Mehrwertsteuer) wird jährliche Mehreinnahmen von rund 180 Millionen Franken bringen. Der Ertrag aus der Tabakbesteuerung dient ausschliesslich der Mitfinanzierung der AHV/IV. Er betrug im Jahr 2002 zirka 1,65 Milliarden Franken.

Sich auf einem Schiff ins Guiness-Buch der Rekorde singen!

LUZERN. "Der grösste Chor der Welt auf dem Wasser" - mit diesem Ziel möchte sich die Schweizer Schifffahrt am 1. August einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde sichern. Genau um 15:15 Uhr erklingt auf allen Schiffen auf den Schweizer Seen die Nationalhymne, die die Passagiere mitsingen können.

Dringende Warnung vor defekten Raketen - Rückruf

BERN. Bei der Zentralstelle Sprengstoff und Pyrotechnik im Bundesamt für Polizei ist die Meldung eingegangen, dass folgende Feuerwerks-Rakete

Bezeichnung: Bombenrakete mit Blinksternen

Artikel Nummer: 915

Hersteller: Zink Feuerwerk GmbH, D-74389 Cleebronn

zurückgerufen werden muss. In verschiedenen Fällen wurde festgestellt, dass Raketen dieses Typs technische Mängel aufweisen und beim Abfeuern eine Gefahr für Personen darstellen können.

Wir bitten alle Personen, die noch im Besitze solcher Raketen sind, diese im Interesse der eigenen und der öffentlichen Sicherheit unter keinen Umständen zu zünden und sie der Verkaufsstelle zurückzugeben.

Ganz allgemein bitten wir die Bevölkerung, beim Umgang mit Feuerwerk die grösste Sorgfalt walten zu lassen und sich strikte an die Gebrauchsanweisungen und Sicherheitsempfehlungen der Hersteller zu halten.

Massnahmen gegen die Folgen der Trockenheit

BERN. Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) senkt auf den 1.  August 2003 die Grenzabgabe für Heu um 6 auf 5 Franken pro 100 kg.  Gleichzeitig werden die Zollansätze für Futtermittel den neuen  Importpreisen angepasst. Um die Auswirkungen der Trockenheit zu  mildern, hat das BLW zudem nach Absprache mit dem Eidgenössischen  Volkswirtschaftsdepartement Ausnahmeregelungen in den Bereichen  Direktzahlungen und Bio-Landbau zugelassen. 

Die inländische Heuernte ist in den unteren Lagen qualitativ und  quantitativ gut ausgefallen. Die anhaltende Trockenheit führt jedoch  in einzelnen Regionen zu Versorgungsengpässen. Die erforderlichen  Zukäufe können nur noch bedingt mit Inlandware aus weniger  betroffenen Gebieten gedeckt werden. Ergänzungsimporte sind aufgrund  der in weiten Teilen Europas herrschenden Trockenheit nur beschränkt  möglich. Weil dadurch die Importpreise angestiegen sind und heute  über dem Importrichtwert liegen, senkt das BLW die Grenzbelastung  für Heu von 11 auf 5 Franken pro 100 kg und passt diejenige anderer  Futtermittel den aktuellen Importpreisen an. Ausserdem werden die  rechtlichen Voraussetzungen geschaffen, damit vorübergehend auch  Siloballen und Maishäcksel eingeführt werden können. Die Änderungen  der Zollansätze haben aufgrund der erwarteten Mehrimporte wohl keine  Reduktion der Zolleinnahmen zur Folge. 

Wegen der grossen Trockenheit in den Monaten Juni und Juli hat das BLW den Kantonen erlaubt, Ausnahmen von Bestimmungen im Bereich der Direktzahlungen zuzulassen. So können die Kantone die Beweidung von extensiv und wenig intensiv genutzte Wiesen sowie von Rotationsbrachen erlauben. Auf Sömmerungsbetrieben kann der Normalbesatz in begründeten Fällen über- oder - betreffend Dauer - unterschritten werden. Zudem kann auf den Alpen auch zugekauftes Futter verwendet werden.

Die Futterknappheit als Folge der Trockenheit trifft auch die Bio- Betriebe. Grundsätzlich dürfen diese für Wiederkäuer jährlich nur 10 Prozent konventionelles Raufutter zukaufen. Weil aber Biofutter ebenfalls knapp wird, erlaubt das BLW nach Absprache mit der Produzenten-organisation in den betroffenen Regionen ausnahmsweise einen erhöhten Zukauf von konventionellem Raufutter bis maximal 40 Prozent.

Die Trockenheit kann in Einzelfällen zu ausserordentlichen finanziellen Belastungen für die Bauernbetriebe führen. Das BLW hat deshalb schon vor Wochen beschlossen, das Instrument der Betriebshilfe als zinsloses Darlehen in Härtefällen einzusetzen. Möglich ist auch, die Rückzahlung von bestehenden Darlehen zu sistieren. Die Gesuche um Betriebshilfe müssen an die Kantone gerichtet werden.

Forschungszusammenarbeit für Alpkäse

BERN. Die Eidgenössische Forschungsanstalt für Milchwirtschaft (FAM) in Liebefeld-Bern, der landwirtschaftliche Dienst Wallis und die Tessiner Gesellschaft für Alpwirtschaft vereinen ihre Kräfte, um im Rahmen des soeben gestarteten Interreg IIIA Projektes ProAlp, einen Beitrag an die europäische Alpenforschung zu liefern. Ziel ist es, Alternativszenarien und Entwicklungsstrategien für eine nachhaltige Alpwirtschaft zu entwickeln.

Die wirtschaftlichen Probleme haben gerade im Alpenraum besonders grosse Auswirkungen. Angesichts der Tatsache, dass diese Probleme grenzüberschreitend sind, beteiligt sich die Schweiz an einem europäischen Forschungs- und Entwicklungsprogramm. Zusammen mit der Region Piemont, sollen Erkenntnisse erarbeitet werden, welche im gesamten Alpenraum gültig sind und zu einer nachhaltigen Entwicklung desselben beitragen können.

Da der Tessiner und Walliser Alpkäse als Pilotbeispiel dienen, beteiligt sich die Eidgenössische Forschungsanstalt für Milchwirtschaft FAM-Liebefeld, mit ihren Experten, massgeblich an diesem Projekt.

Fahrplanänderungen während zwölf Wochen

OLTEN. Der Bau der neuen SBB-Aarebrücke beim Hauenstein-Basistunnel in Olten kommt in die entscheidende Phase. Ab kommenden Montag, 4. August 2003, bis Ende Oktober ist jeweils nur ein Gleis in Betrieb. Für diese Bauphase mussten die Fahrpläne neu geschrieben werden. Eine Reihe von Zügen fahren in Basel um bis zu sieben Minuten früher ab.

Damit die erste der alten  Stahlfachwerkbrücken abgebrochen und am 13./14. September 2003 die neue Brücke zur Hälfte eingeschoben werden kann, ist ab kommenden Montag, 4. August bis Ende Oktober 2003 jeweils nur ein Gleis in Betrieb. Dies bedeutete, dass für diese zwölf Wochen die Fahrpläne neu geschrieben werden mussten.

Anstelle des Regionalzugs «Läufelfingerli», die S9 der Regio-S-Bahn Basel, Sissach–Läufelfingen–Olten, verkehren während der ganzen Dauer Bahnersatzbusse in beiden Richtungen. Das «Läufelfingerli» muss den InterCity- und EuroCity-Zügen Basel–Bern Platz machen. Diese werden  in beiden Richtungen über die obere Hauensteinlinie geführt. Wegen des «Nadelöhrs» Aarebrücke müssen diese Züge zwischen zwei und vier Minuten früher in Basel SBB abfahren. In der Gegenrichtung kommen sie bis zu fünf Minuten später in Basel an. Die S3, Laufen–Basel–Olten, verkehrt wie bisher.

Die Nonstop-Züge – InterCity-, EuroCity- und die Intercity-Expresszüge (ICE) – Basel–Zürich verkehren zwischen drei und  sieben Minuten früher ab Basel. In der Gegenrichtung hingegen erfahren sie  keine Änderungen. Das gleiche gilt für die InterCity-Züge Basel–Luzern. Diese fahren zwei bis drei Minuten früher in Basel ab. In der Gegenrichtung ändert sich aber nichts. Die Schnellzugsverbindungen zwischen  Basel und  Luzern erfahren ebenfalls keine Änderungen.

Der Tourismus – Ein Bedeutender Wirtschaftszweig

Die Bedeutung des Tourismus für die Schweiz wird oft unterschätzt. In der neuesten Ausgabe der Broschüre „Schweizer Tourismus in Zahlen“ kann eindeutig nachgelesen werden, dass der Tourismus einer der wichtigsten Zweige der schweizerischen Volkswirtschaft ist. Zahlreiche Branchen profitieren vom Tourismus und eine von zwölf beschäftigen Personen verdankt ihre Stelle direkt oder indirekt diesem Sektor. Diese und andere Informati-onen zum Tourismus und insbesondere zum Gastgewerbe, zum Transport, zum Sport und zur Qualität im Tourismus finden sich in der erwähnten Broschüre. 

BERN. Die 40-seitige Broschüre, die der Schweizer Tourismus-Verband STV in Zusammenarbeit mit dem Bund und den touristischen Trägerorganisationen zusammengestellt hat, enthält eine Fülle von touristischen Daten. Neben den Angaben über die Gesamteinnahmen von Gästen aus dem Inland und dem Ausland finden sich auch Zahlen aus der Fremdenverkehrsbilanz, die nachweisen, dass der Tourismus nach wie vor an dritter Stelle aller Exportbranchen steht. Nur die Metall- und Maschinenindustrie und die chemische Industrie erarbeiten höhere Exporteinnahmen als der Tourismus.

Die Beherbergungsindustrie bildet das Rückgrat des schweizerischen Tourismus. Im Tourismusjahr 2002 wurden rund 66 Mio. Logiernächte gezählt. Davon betrafen 45 % ausländische Gäste. Der Ausländer-Anteil steigt auf 56 %, wenn ausschliesslich die Logiernächte in den Hotels ausgewertet werden. Der Anteil der ausländischen Gäste in Städten fällt besonders auf. Bei einem Ausländeranteil von 76 % sind deshalb die städtischen Hotels den Veränderungen in den Aussenmärkten mehr als andere ausgesetzt.

Die Anzahl der gastgewerblichen Betriebe ist gegenüber den Berechnungen im Vorjahr weiter zurückgegangen (Hotels: -100, Restaurants: -1000). Der Strukturwandel greift auch im Gastgewerbe. Die meisten Touristinnen und Touristen benutzen verschiedene Verkehrsmittel. Sie können sich dabei auf eines der dichtesten Bahnnetze der Welt stützen. Rund ein Fünftel der Schweizer Ferien- und Geschäftsreisenden mit mindestens einer Übernachtung wählen die Bahn. 35 % der ausländischen Feriengäste kommen mit dem Flugzeug. Schweizerische Fluggesell-schaften decken 58,2 % des Passagierverkehrs auf den Landesflughäfen ab.

Im internationalen Vergleich hat die Schweiz bezüglich der Frequenzen einen Rang verloren und steht jetzt an 17. Stelle. Bei den Tourismuseinnahmen konnte sie ihre Position halten (13. Stelle) und bezogen auf den Anteil am Bruttoinlandprodukt um einen Rang verbessern (neu an 11. Stelle).

Caritas schickt Hilfsgüter für irakische Spitäler

LUZERN. Acht Lastwagen mit Hilfsgütern der Caritas Schweiz haben die Grenze zur Türkei passiert und sind in Al Kut, südlich von Bagdad, angekommen. Der Konvoi enthält Medikamente, medizinisches Material, Lebensmittel und Kleidung für zwei Krankenhäuser und elf Gesundheitszentren in der Region. Trotz der sehr angespannten Sicherheitslage konnten die Hilfsgüter in die Region gebracht werden. In diesen Tagen findet die direkte Auslieferung der Waren an die Krankenhäuser und Gesundheitszentren statt. Am Wochenende sollten die letzten Hilfsgüter verteilt werden können. Der Gesamtwert von Transport und Waren liegt bei mehr als 600'000 Franken.

Beschränkte Konzessionsbereitschaft am WTO- Vorbereitungstreffen in Montreal

BERN. Bundesrat Joseph Deiss war in seiner Einschätzung der Gespräche an der informellen WTO-Ministerkonferenz in Montreal am Mittwoch eher

pessimistisch. Zufriedenheit äusserte er darüber, dass namentlich die EU im Agrarbereich mit neuen konkreten Zahlen aufwartete und damit Bewegung in die Diskussionen brachte. Die Aussichten für Cancun bleiben jedoch sehr unsicher.

Die Gespräche umfassten im wesentlichen die vier Themen: Agrarhandel, Marktzugang für Industrie- und Fischereiprodukte, die Singapur-Themen (Investitionen, Handelserleichterungen, Transpa-renz im öffentlichen Beschaffungswesen, Wettbewerb) sowie die Anliegen der Entwicklungsländer.

Die grössten Differenzen bestehen weiterhin im Bereich des Agrarhandels, der für den Erfolg der Doha-Runde entscheidend sein wird.

Immerhin hat die EU mit einer neuen Offerte einen Beitrag zur Deblockierung eingebracht. Sie erklärte sich bereit, bei der internen Unterstützung einen Abbau bis zu 60% und bei den Exportsubventionen eine Reduktion bis maximal 50% vorzunehmen. Im Bereich des Marktzutrittes für Agrargüter hielt sie zwar an einem Abbau der Zölle um durchschnittlich 36% fest, signalisierte aber Bereitschaft, die Zollkontingente zu erhöhen.

Die Schweiz beharrte auf der Berücksichtigung der Multifunktionalität ihrer Landwirtschaft. Sie signalisierte bei den Exportsubventionen Handlungsspielraum, sofern die schweizerischen Anliegen betreffend Multifunktionalität (Umwelt, geographische Herkunftsangaben, Konsumenteninformationen) berücksichtigt werden. Keine bedeutenden Konzessionen sind hingegen beim Marktzutritt und bei den Zollkontingenten möglich.

 

 

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