|
Vorabklärungen
gegen Swatch eingestellt
ZÜRICH.
Am 6. Mai 2003 gab die SWX Swiss Exchange bekannt, dass sie
Vorabklärungen gegen die Swatch Group betreffend eine mögliche
Verletzung von Art. 72 Kotierungsreglement (Ad hoc-Publizität)
eingeleitet habe. Im Rahmen der Abklärungen ergaben sich keine
Anhaltspunkte dafür, dass die Swatch Group gegen die Vorschriften
der Ad hoc-Publizität verstossen hat. Die SWX hat das Verfahren
daher eingestellt. Aufgrund von Medienberichten hat die SWX
untersucht, ob die Swatch Group anlässlich einer angeblich am 25.
April 2003 stattfindenden Telefonkonferenz potenziell
kursrelevante Informationen an verschiedene Analysten
weitergegeben hatte. Die Abklärungen haben ergeben, dass die
Swatch Group an diesem Tag keine Telefonkonferenz durchgeführt
hatte. Die Gesellschaft machte auf Anfrage von einzelnen Analysten
lediglich allgemeine Angaben dazu, dass sich die Umsätze (in
Lokalwährung) in einer Aufwärtstendenz befänden. Dieser
Information mangelte es im vorliegenden Fall an der Geeignetheit,
einen möglichen Einfluss auf den Kurs der Swatch-Aktien auszuüben.
Als kursrelevant nach Art. 72 Kotierungsreglement gelten neue
Tatsachen, die wegen ihrer beträchtlichen Auswirkungen auf die
Vermögens- und Finanzlage oder auf den allgemeinen Geschäftsgang
des Emittenten geeignet sind, zu einer erheblichen Änderung der
Kurse zu führen. Entsprechend ist die selektive Information
ausgewählter Personen über solche Tatsachen verboten. Gespräche
mit Analysten sind jedoch zulässig, solange nicht potenziell
kursrelevante Tatsachen weitergegeben werden. Dies war im
vorliegenden Fall nach dem derzeitigen Kenntnisstand der SWX nicht
der Fall, weshalb die SWX das Verfahren eingestellt hat.
Aargauer
Zahlen 2003 erschienen
AARAU.
Soeben ist die Ausgabe 2003 der “Aargauer Zahlen“
erschienen. Sie enthält in geraffter Form ausführliches und
aktuelles Zahlenmaterial zum Kanton Aargau, seinen Regionen,
Bezirken und Gemeinden.
Die
Aargauer Zahlen werden jährlich vom Statistischen Amt und von der
Aargauischen Kantonalbank gemeinsam herausgegeben. Trotz
Taschenformat sind die Aargauer Zahlen umfassende Quelle und wahre
Fundgrube für Datenmaterial. Sie enthalten aktuelle Angaben zur
Bevölkerung, den Schülerinnen und Schülern, den
Gemeindefinanzen, den Steuerfüssen, den Bauausgaben den
Motorfahrzeugen und vielem mehr. Neben diversen Zeitreihen, die
sich ausschliesslich auf den Kanton beziehen, enthält die
52-seitige Broschüre hauptsächlich Tabellen zu den Gemeinden,
Bezirken und Regionalplanungsverbänden. Beispielsweise geht aus
den neusten Aargauer Zahlen hervor, dass der Steuerfuss aller
aargauischen Gemeinden in diesem Jahr im Mittel bei 109% liegt,
bei der Volkszählung 2000 in einem aargauischen Privathaushalt
durchschnittlich 2,38 Personen lebten oder im aktuellen Schuljahr
an den aargauischen Volksschulen gesamthaft rund 78'000 Schülerinnen
und Schüler unterrichtet werden. Unter Anderem wegen des sehr
umfassenden Inhalts erfreut sich die handliche Publikation immer
grösserer Beliebtheit. Die Aargauer Zahlen 2003 können bei jeder
Geschäftsstelle der Aargauischen Kantonalbank, telefonisch (062
835 77 77) oder beim Statistischen Amt via Telefon (062 835 13 00)
oder Internet (www.ag.ch/staag/agz)
gratis bezogen werden.
Pädagogische
Hochschule Zürich erfolgreich gestartet
ZÜRICH.
Im Wintersemester 2002/03 hat die Pädagogische Hochschule Zürich
(PHZH) ihren Studienbetrieb als neue Bildungsinstitution für künftige
Lehrpersonen eröffnet. Sie löst damit die vormaligen sieben
Seminare ab, welche die Lehrerbildung bisher stufenspezifisch stärker
getrennt vermittelt hatten. Unter Einbezug der noch auslaufenden
Seminarausbildungen werden an der PHZH rund 1390 Studierende
unterrichtet. Die Bildungsdirektion rechnet damit, dass ihre Zahl
nach 2005 auf 1600 ansteigen wird.
Einblick
in 150 Jahre Keramikproduktion
ZÜRICH.
Seit vier Monaten führt die Abteilung Archäologie des
Hochbauamtes der Baudirektion im Vorfeld eines Bauvorhabens an der
Seestrasse 227 in Kilchberg-Schooren eine Rettungsgrabung durch.
Das Grabungsgelände befindet sich an der Stelle der ersten
Porzellanmanufaktur der Schweiz aus dem 18. Jahrhundert. Die archäologischen
Ergebnisse sind von grosser Bedeutung, da die aktuelle Ausgrabung
im Schooren Einblick gibt in eine jahrzehntelange
Keramikproduktion. Erstmals kann durch das reichhaltige
Fundmaterial das bekannte Formenspektrum der Porzellan-, Fayence-
und Steingutproduktion erweitert werden. Halbfabrikate und Fehlbrände
liefern zudem interessante Hinweise auf die Produktionsabläufe
der Manufaktur.
Kitesailing
auf dem urnerischen Teil des Vierwaldstättersees
ALTDORF.
Der Regierungsrat des Kantons Uri hat beschlossen, die am 28. Mai
2002 bewilligte Versuchsphase für Kitesailing auf einem
bestimmten Gebiet des Urnersees um ein weiteres Jahr zu verlängern.
Während des vergangenen Jahres konnten zu wenig Erfahrungen mit
Kitesailing gesammelt werden. Die zurzeit vorliegenden
Erkenntnisse genügen nicht, um die versuchsweise Bewilligung
allenfalls durch eine definitive Bewilligung ersetzen zu können.
Aus diesem Grund hat der Regierungsrat die Versuchsphase verlängert
und zwar bis längstens 31. Mai 2004. Der Regierungsrat behält
sich vor, die Bewilligung vorzeitig zu widerrufen, falls sich
Unzulänglichkeiten oder andere Probleme ergeben, die dem öffentlichen
Interesse widersprechen. Das Gebiet, wo Kitesailing erlaubt ist,
bleibt unverändert.
Landwirtschaftliche
Grundstücke und Gewerbe
SCHWYZ.
Der Schwyzer Regierungsrat hat Bericht und Vorlage für eine neue
Verordnung über die steueramtliche Schätzung
landwirtschaftlicher Grundstücke und Gewerbe zuhanden des
Kantonsrates verabschiedet. Mit der Verordnung wird das kantonale
landwirtschaftliche Schätzungsrecht an die eidgenössische Schätzungsanleitung
angepasst. Sie ermöglicht die Gleichbehandlung der
Steuerpflichtigen und trägt damit zur Steuergerechtigkeit bei.
Neues
Verzeichnis der Luzerner Orts- und Flurnamen
LUZERN.
Im Verlauf von über zwanzig Jahren ist ein neues Verzeichnis der
Orts- und Flurnamen der 107 Luzerner Gemeinden erarbeitet worden.
In der Einleitung zu diesem Werk, das über 18'000 Namen enthält,
schildert die Präsidentin der Nomenklaturkommission des Kantons
Luzern, Dr. Erika Waser, wie sich die Registrierung der Namen im
20. Jahrhundert entwickelte. Das zeitgemäss aufgearbeitete und
einheitlich ausgerichtete Register steht vorab im Dienst des
amtlichen Vermessungswerkes. Das Grundbuch verwendet die
bereinigten Namen zur Bezeichnung der Parzellen und zur
Beschriftung der diversen Planunterlagen. Im Zusammenhang mit der
Digitalisierung des Vermessungswerkes bekommt diese
Namenbereinigung eine zusätzliche Bedeutung.
Kinderschutzgruppe
nimmt Arbeit auf
LUZERN.
Die vom Regierungsrat gewählte Kinderschutzgruppe hat ihre Arbeit
aufgenommen. Ab sofort können Behörden, Beratungsstellen oder
andere mit Fragen des Kinderschutzes konfrontierte Stellen oder
Personen die Kinderschutzgruppe um Unterstützung anfragen.
Damit
Kinderschutz gelingt, muss diese Aufgabe von rechtlicher,
sozialer, medizinischer und therapeutischer Seite angegangen
werden. Entsprechend setzt sich die Kinderschutzgruppe aus
SpezialistInnen verschiedener Fachbereiche wie Vormundschaftsbehörden,
Strafverfolgungsbehörden, KinderärztInnen, PsychologInnen und
Sozialberatungsstellen zusammen.
Die
Kinderschutzgruppe berät bei Problemstellungen im Bereich
Kinderschutz und befasst sich mit Fragen grundsätzlicher Natur.
Sie gibt in komplexen Kinderschutzfällen Empfehlungen zum
weiteren Vorgehen ab. Die Eingabe der Fragen erfolgt über die
Fachstelle Kinderschutz.
Pflegefamiliendienst
beider Basel
LIESTAL
/ BASEL. In den Kantonen Basel-Landschaft und Basel-Stadt
sollen Familien, die bereit sind, Kinder und Jugendliche zur
Pflege und Erziehung bei sich aufzunehmen, noch besser unterstützt
und beraten werden. Ein neu zu schaffender Pflegefamiliendienst
soll geeignete Familien motivieren und schulen, eine Pflegefamilie
zu werden, bestehende Pflegefamilien beraten, begleiten und ihnen
Weiterbildung anbieten. Dem Jugendamt, den Sozialdiensten und
Vormundschaftsbehörden in beiden Kantonen soll der
Pflegefamiliendienst bei der Vermittlung geeigneter Familien
behilflich sein.
Die
Bewilligungs- und Aufsichtstätigkeit im Pflegekinderbereich
bleibt weiterhin bei den zuständigen Behörden. Der
Pflegefamiliendienst ist ein ergänzendes Angebot, dessen
Inanspruchnahme freiwillig ist.
Die
zuständigen Fachstellen der beiden Erziehungsdirektionen erhoffen
sich von der Initiative einen Ausbau des Pflegefamilienangebotes
als wichtige Ergänzung zu anderen Angeboten der Kinder- und
Jugendhilfe. So soll der Pflegefamiliendienst unter anderem dazu
beitragen, für die kurzfristige Unterbringung von Kindern aus
Krisensituationen SOS-Familienplätze aufzubauen.
Der
Pflegefamiliendienst soll durch eine geeignete private Trägerschaft
aufgebaut und betrieben werden. Zu diesem Zweck haben die Kantone
den Auftrag öffentlich ausgeschrieben. Mit derjenigen Trägerschaft,
die auf Grund ihrer Projektofferte den Zuschlag erhält, werden
Leistungsvereinbarungen abgeschlossen werden. Der Beginn des
Projektes ist auf Anfang 2004 vorgesehen.
Projekt
"hot"
Die
Steuergruppe des Projektes "hot" (help our teachers) hat
nach einer Vernehmlassung weitere Massnahmen beschlossen, die die
Arbeitssituation der Lehrerinnen und Lehrer in Basel-Stadt
verbessern sollen: Per kommendem Schuljahr werden zusätzlich zu
den im letzten Jahr eingeleiteten Massnahmen eine weitere
Kriseninterventionsstelle für Schülerinnen und Schüler sowie
ein Entlastungslektionendach zur Verfügung stehen.
BASEL.
Die Vernehmlassung hat gezeigt, dass die Lehrkräfte im Kanton
Basel-Stadt am dringendsten Massnahmen wünschen, die ihnen den
Umgang mit schwierigen Schülerinnen und Schülern erleichtern und
es ihnen ermöglichen, wichtige Zusatzaufgaben (wie
Schulhausleitung und Projektarbeit) zu übernehmen.
Darum
hat die Steuergruppe "hot" einerseits beschlossen, per
kommendem Schuljahr an der Bläsiringstrasse eine weitere
Kriseninterventionsstelle (KIS) für Schülerinnen und Schüler
aller Schulstufen zu eröffnen; ein entsprechendes Angebot bestand
bisher nur für die Kleinklassen und die Weiterbildungsschule. Die
KIS kann Schülerinnen und Schüler für eine begrenzte Zeit
aufnehmen und die Situation in den Klassen rasch verbessern. An
der Orientierungsschule wird zudem in den Schulhäusern ein
"Hausarztmodell" eingerichtet: Fachpersonen stehen den
Lehrkräften im Umgang mit schwierigen Schülerinnen und Schülern
im Schulhaus zur Seite und übernehmen bei Bedarf die Koordination
mit externen Hilfsstellen.
Anderseits
wird per Schuljahr 2003/2004 das so genannte
Entlastungslektionendach (ELD) realisiert. Es definiert den Umfang
von Entlastungen und Entschädigungen, die für Zusatzaufgaben der
Lehrkräfte zur Verfügung stehen werden.
Als
weitere Massnahmen werden den Lehrkräften Weiterbildungsmodule
zum Thema "Gesundheitsförderung im Beruf" angeboten. Im
Bereich der Information und Kommunikation soll die elektronische
Vernetzung der Schulhäuser etappenweise weiterverfolgt werden.
Mittels
einer externen Analyse soll Ende des Schuljahres 2003/04 überprüft
werden, inwiefern die Massnahmen die Arbeitssituation der Lehrkräfte
verbessert haben. Gegebenenfalls sollen die Massnahmen rasch
angepasst werden. Die externe Analyse wird von Professor Dr.
Eberhard Ulich durchgeführt. Er hat den Bericht über die
"Arbeitsbedingungen, Belastungen und Ressourcen der Lehrkräfte
des Kantons Basel-Stadt" verfasst, der Grundlage des
Projektes "hot" ist.
Neuer
Entsorgungsplan der Stadtreinigung
BASEL.
Die Stadtreinigung des Tiefbauamtes verteilt in den nächsten
Tagen den neuen Entsorgungsplan. Er ist gültig von anfangs Juli
2003 bis Ende Juni 2004. Die Abfuhrdaten sind auf einen Blick
ersichtlich. Somit ist der neue Entsorgungsplan für die
Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt Basel benutzerfreundlicher
als der bisher verteilte Abfallkalender. Durch die vereinfachte
Information über die Entsorgung erhofft sich die Stadtreinigung
eine grössere Bereitstellungsdisziplin und dadurch auch mehr
Sauberkeit in der Stadt.
Regionale
Arbeitsvermittlung (RAV) im Kanton Bern
Der
Kanton Bern steht vor der Herausforderung, für eine stark
gestiegene Zahl arbeitsloser und stellensuchender Menschen vielfältige
Dienstleistungen in den Bereichen Existenzsicherung,
Stellenvermittlung, Weiterbildungsangebote und Beschäftigungsprogramme
zu erbringen.
BERN.
Im neuen regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) Bümpliz-Bethlehem
hat die bernische Volkswirtschaftsdirektorin, Regierungsrätin
Elisabeth Zölch-Balmer, darüber informiert, wie die Aufgaben bewältigt
werden.
Im
Kanton Bern sind mehr als 500'000 Personen erwerbstätig. Knapp
21'000 Personen suchen eine Stelle, rund 14'200 Menschen sind
arbeitslos. In den vergangenen Monaten haben die
Arbeitslosenzahlen zugenommen; die Unterschiede sind je nach
Region und Branche beträchtlich. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt
bleibt trotz einer leichten saisonalen Erholung angespannt. Zwar
liegt die Arbeitslosenquote im Kanton Bern mit 2,7 Prozent
deutlich unter dem schweizerischen Durchschnitt von 3,6 Prozent.
Die Arbeitslosenquote wird neu auf der Basis der Ergebnisse der
Volkszählung 2000 berechnet, was sowohl für die Schweiz wie für
den Kanton Bern zu leicht tieferen Werten führt. Dennoch bedeutet
die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt für den Kanton und
insbesondere das beco Berner Wirtschaft eine grosse
Herausforderung.
An
einer Medienkonferenz im neuen regionalen
Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) Bümpliz-Bethlehem informierte
die bernische Volkswirtschaftsdirektorin, Regierungsrätin
Elisabeth Zölch-Balmer, über den Arbeitsmarkt im Kanton Bern und
zeigte auf, wie die Aufgaben im Bereich der Existenzsicherung über
die Arbeitslosenkassen und die Wiedereingliederung in den
Arbeitsmarkt (Beratung, Stellenvermittlung, Bereitstellen von
Weiterbildungsangeboten und Beschäftigungsprogrammen) gemeistert
werden.
Das
Arbeitsmarktgesetz als rechtlicher Rahmen
Der
weitaus grösste Teil des Arbeitsmarktes im Kanton Bern
funktioniert gut. Der Kanton kann sich darauf beschränken,
Aufsichts- und Koordinationsaufgaben wahrzunehmen und
Rahmenbedingungen zu definieren. Den rechtlichen Rahmen dafür
wird künftig das neue Arbeitsmarktgesetz bieten, das in der
kommenden Junisession vom Grossen Rat behandelt wird.
Flexibilität
in der Arbeitsvermittlung
Seit
Anfang Jahr wurde der Personalbestand in den 19 Regionalen
Arbeitsvermittlungszentren RAV von 288 auf 353 Stellen und in der
Arbeitslosenkasse von 81 auf 91 Stellen aufgestockt. Verstärkt
wurde auch das Angebot der arbeitsmarktlichen Massnahmen wie
Weiterbildungskurse und Beschäftigungs-programme. Mit der Eröffnung
des RAV Bümpliz-Bethlehem wurde ausserdem der Tatsache Rechnung
getragen, dass in dieser Region viele Menschen von
Arbeitslosigkeit betroffen sind.
Die
gegenwärtige Arbeitslosigkeit unterscheidet sich im Kanton Bern
nicht wesentlich von der Arbeitslosigkeit Mitte der Neunziger
Jahre. Die stellensuchenden Personen waren vor dem Verlust des
Arbeitsplatzes zu über 90 Prozent als Fach- oder Hilfspersonal tätig.
Arbeitslose Kader machen nur rund fünf Prozent der
Stellensuchenden aus. Im Einzugsgebiet des RAV Bümpliz-Bethlehem
verfügen viele Stellensuchende über ungenügende Grund- und
Fachqualifikationen. Sie lassen sich nur schwer wieder in den
Arbeitsmarkt integrieren.
Pilotprojekt
Assessment Stadt – Kanton Bern IIZ
Um
die Integrationsfähigkeit dieser Menschen zu verbessern, soll die
Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren der
Arbeitslosenkasse und der Arbeitsvermittlung, der Sozialhilfe und
der Invalidenversicherung sowie der Berufsbildung verbessert
werden. Kanton und Stadt Bern haben deshalb im Herbst 2002
gemeinsam das Pilotprojekt „Assessment Stadt – Kanton Bern
IIZ“ gestartet. Ziel dieses Projektes ist es, die Zusammenarbeit
zwischen den verschiedenen Institutionen besser zu koordinieren,
Doppelspurigkeiten zu vermeiden, und für jede Kundin, jeden
Kunden eine optimale, langfristig angelegte Lösung zu finden.
Altes
Frauenspital für die Universität Bern
BERN.
Das Gebäude des alten Frauenspitals an der Schanzeneckstrasse
in Bern soll künftig von der Universität Bern genutzt werden. Für
die Gesamtunterbringung der kantonalen Steuerverwaltung soll eine
andere Lösung gefunden werden. Dies hat der Regierungsrat
beschlossen.
Die
heutige Raumsituation der Universität Bern ist unbefriedigend.
Viele kleine Einheiten sind über das gesamte Stadtgebiet
verteilt. Sie sind teilweise in ungeeigneten Räumlichkeiten und
teuren Mietobjekten untergebracht. Zudem braucht die Universität
in Zukunft mehr Platz: Gründe dafür sind unter anderem weiterhin
steigende Studierendenzahlen und die Einführung des so genannten
„Bologna-Modells“. Mit der Ende März 2003 vorgestellten
„Strategie 3012“ können die mittelfristigen räumlichen Bedürfnisse
der Universität nicht gelöst werden, da sie erst im nächsten
Jahrzehnt zum Tragen kommt. Das Gebäude des alten Frauenspitals
hingegen ist bereits in zwei Jahren verfügbar. Es fügt sich mit
seiner Lage am Rande des Länggassquartiers sehr gut in das
Konzept einer Stadtuniversität.
Die
notwendigen baulichen Anpassungen bei den bereits angelaufenen
Umbaumassnahmen werden sich in Grenzen halten. Das kantonale
Hochbauamt hat den Umbau des alten Frauenspitals nicht als
Spezialbau für die Steuerverwaltung, sondern als modernes
Verwaltungs- und Bürogebäude konzipiert. Es kann flexibel
genutzt und an sich ändernde Bedürfnisse angepasst werden. Für
die Gesamtunterbringung der kantonalen Steuerverwaltung wird nun
mit hoher zeitlicher Priorität ein alternativer Standort gesucht.
Dabei sollen die Ergebnisse der laufenden Studie "Raumkonzept
kantonale Verwaltung" einbezogen werden.
Erstmals
wird der Kantonale Gesundheitsförderungspreis vergeben
AARAU.
Das Interesse am ersten Gesundheitsförderungspreis war sehr
gross. 40 Projekte zu den verschiedensten Gesundheitsthemen wurden
eingereicht. Die Preissumme von 23'000 Franken wird auf einen
ersten, einen zweiten und fünf dritte Plätze aufgeteilt. Den
zweiten Preis kann die Gemeinde Brunegg entgegennehmen.
Das
Gesundheitsdepartement hat im November 2002 ein neues Konzept zur
Gesundheitsförderung und Prävention vorgestellt. Darin besteht
die Rolle des Kantons in der verstärkten Koordinations-,
Motivations- und Kommunikationstätigkeit. Im Sinne der Motivation
wurde daraufhin zum ersten Mal der kantonale Wettbewerb zur
Gesundheitsförderung lanciert.
Die
Ausschreibung fand eine erfreulich grosse Beachtung. Es wurden
insgesamt 40 Projekte eingereicht. Firmen, Vereine, Verbände,
eine Gemeinde und eine grosse Anzahl von Privatpersonen stellten
ihre Projekte zu den verschiedensten Gesundheitsthemen wie Ernährung,
Bewegung, Sucht, Entspannung und zur Gesundheitsförderung
allgemein, vor.
Die
Jury setzte sich aus dem Gesundheitsdirektor Ernst Hasler, der
Nationalrätin Pascale Bruderer, der Grossrätin Ruth Humbel, dem
Kantonsarzt Martin Roth und seinem Stellvertreter, Daniel Brenner,
der die Sektion Präventivmedizin und Gesundheitsförderung
leitet, zusammen. Es wurden ein erster, ein zweiter sowie fünf
Mal ein dritter Preis vergeben. Folgende Kriterien wurden von der
Jury speziell beachtet: Durchführbarkeit, Erfolgsaussichten,
Qualität in der Planung und Durchführung, Originalität und die
Bedeutung des Projektes im Rahmen der Gesundheitsförderung und Prävention
im Kanton Aargau. Zudem muss das Projekt noch in diesem Jahr
realisiert werden können.
Anlauf-
und Beratungsstelle Rechtsextremismus:
Rücktritt
von Franz kohler
LIESTAL.
Franz Kohler, im Auftrag der Kantone Baselland und Basel-Stadt
Betreiber der Anlauf- und Beratungsstelle Rechtsextremismus, hat
gestern, 2. Juni, sein Mandat niedergelegt. Ausschlaggebend für
diesen Schritt war die in einigen Medien geführte Kontroverse um
ein Zeitungsinterview und dessen anschliessende Publikation auf
der Homepage von Franz Kohler.
In
einem BaZ-Artikel (Fricktaler Split) vom 28.2.03 wurde Franz
Kohler zitiert: "... dass das Wort Nationalsozialismus an und
für sich nichts Anstössiges sei, es beinhalte lediglich eine
positive Grundhaltung gegenüber der Nation." Franz Kohler
distanzierte sich umgehend von diesem Zitat. sowohl von der
Aussage als auch von deren Inhalt. In der Folge unterliess es
Franz Kohler aber, diese Distanzierung auf seiner neuen Homepage
gemeinsam mit dem fraglichen Zeitungsartikel aufzuschalten.
Trotz
der guten Arbeit, die die gemeinsame regierungsrätliche
Arbeitsgruppe Rechtsextremismus BS und BL Franz Kohler attestiert,
führte dieses Versäumnis zu einer Belastung des Auftragsverhältnisses.
Die Arbeitsgruppe bedauert die Vorkommnisse, meint aber, dass
Franz Kohler gestern den richtigen Schritt getan hat.
Die
Anlauf- und Beratungsstelle wird interimistisch im Sinne einer
Triage von Barbara Umiker (Leiterin Kommunikation Justiz-,
Polizei- und Militärdirektion Basel-Landschaft) und Stephan
Mathis (Generalsekretär Justiz-, Polizei- und Militärdirektion
Basel-Landschaft und Präsident der gemeinsamen Arbeitsgruppe BL
/ BS) geführt, bis die Nachfolge geregelt werden kann. Die
Natelnummer der Anlauf- und Beratungsstelle 079 / 763 95 89 ist
weiterhin in Betrieb.
|