Mehr Lehrstellen, mehr Jugendliche vor der Berufswahl

BERN. Laut Hochrechnung des Lehrstellenbarometers werden im Jahr 2003 70’000 Lehrstellen angeboten; 500 Lehrstellen mehr als am gleichen Stichtag vor einem Jahr.

Helikopter-Absturz im Wallis: Schlussbericht liegt vor

BERN. Der zuständige militärische Untersuchungsrichter hat zum Helikopter-Absturz im Oktober 2001 im Wallis den Schlussbericht vorgelegt. Dieser nennt als Unfallursache "unzweckmässiges Flugverhalten des Piloten".

Ernennungen von Missionschefs

BERN. Der Bundesrat hat Pierre Monod, gegenwärtig Missionschef in Caracas, zum ausserordentlichen und bevollmächtigten Botschafter der Schweiz in der Hellenischen Republik und Walter Suter, gegenwärtig diplomatischer Berater und Chef des Konsular- und Finanzinspektorats des EDA in Bern, zum ausserordentlichen und bevollmächtigten Botschafter der Schweiz in der Bolivarischen Republik Venezuela, in Antigua und Barbuda und Barbados, mit Sitz in Caracas ernannt.

Die EU-Käsekontingente sind versteigert

BERN. Im zweiten Jahr nach dem Inkrafttreten des bilateralen Agrarabkommens mit der Europäischen Union (EU) können insgesamt 14'500 Tonnen Käse zollfrei in die Schweiz importiert werden.

Besuch des südafrikanischen Präsidenten Thabo Mbeki

BERN. Auf Einladung des Bundesrates stattet Thabo Mbeki, der Präsident der Republik Südafrika, der Schweiz am 10. Juni 2003 einen offiziellen Besuch ab.

 

 

 

 

 
 

 

 

 

 
 
 
 

5. Juni 2003

Mehr Lehrstellen, mehr Jugendliche vor der Berufswahl

Laut Hochrechnung des Lehrstellenbarometers werden im Jahr 2003 70’000 Lehrstellen angeboten; 500 Lehrstellen mehr als am gleichen Stichtag vor einem Jahr. Gleichzeitig stehen mit 73’000 Jugendlichen 3’000 mehr als im Vorjahr vor der Berufswahl.

BERN. Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) rechnet aufgrund letztjähriger Entwicklungen, dass die Dynamik auf dem Lehrstellenmarkt bis in den Sommer hinein zu einer weiteren Erhöhung des Stellenangebotes wie auch zu Umorientierungen bei einzelnen Jugendlichen führen wird. Zudem hat die Task Force „Lehrstellen 2003“ Ende Mai verschiedene Massnahmen zur Schaffung zusätzlicher Lehrstellen gutgeheissen.

Die Ergebnisse aus der Befragung der Unternehmungen verzeichnen am 15. April 2003 eine leichte Zunahme des Gesamtangebotes an Ausbildungsplätzen. Gegenüber dem Stichtag des Vorjahres bieten die Unternehmungen 70’000 Plätze an (2002: 69’500). Von den angebotenen Lehrstellen sind gemäss Aussagen der befragten Unternehmungen bereits 70% (2002: 71%) vergeben. Hochgerechnet sind dies 49'500 (2002: 49'000) vergebene Lehrstellen, die knapp 20’500 (2002: 20’500) noch offenen Lehrstellen gegenüberstehen.

Bis zum Stichtag konnte das Angebot an Ausbildungsplätzen gegenüber dem Vorjahr in den Berufen der Metall- und Maschinenindustrie (2003: 18'000, 2002: 16'000), des Baugewerbes (2003: 8'500, 2002: 7'500) und des Gastgewerbes (2003: 5'500, 2002: 3’000) erhöht werden. In der Höhe des Vorjahres befinden sich die Lehrstellen der Verkaufsberufe (2003: 7'000, 2002: 6'500) und der technischen Berufe (2003: 4'000, 2002: 3'500). In den Büroberufen ist das Angebot an Lehrstellen zurückgegangen (2003: 12'500, 2002: 14'500).

Beliebtester Ausbildungswunsch der Jugendlichen ist nach wie vor die Berufslehre. Das Lehrstellenbarometer verzeichnet eine erneute Zunahme des Interesses um 1% auf 59% (2001: 60%, 2002: 58%). Hochgerechnet sind das 73’000 Jugendliche (2002: 70’000). Die Zunahme ist bedingt durch das demografische Wachstum sowie durch die höhere Zahl Jugendlicher, die nach einem Übergangsjahr auf den Lehrstellenmarkt drängen. In der Befragung der Jugendlichen haben 46’000 (2002: 45’500) angegeben, bereits eine Lehrstellenzusage erhalten zu haben. Die Fehlerspanne von 3’500 Lehrstellen gegenüber der Befragung der Unternehmungen zeigt die Notwendigkeit zweier Befragungen auf. Im Vordergrund der Lehrberufswünsche stehen nach wie vor die Berufe der Metall- und Maschinenindustrie (2003: 24%, 2002: 29%) sowie die Büroberufe (2003: 22%, 2002: 25%).

Während bei den Ausbildungswünschen keine grossen Unterschiede nach Nationalitäten auszumachen sind, bestätigen sich die schon in den früheren Erhebungen festgestellten Differenzen bei der Lehrstellenvergabe: Während 69% der schweizerischen Jugendlichen (67% Frauen, 70%Männer) einen Lehrvertrag abschliessen konnten, trifft dies nur auf 41% der ausländischen Jugendlichen (40% Frauen, 41% Männer) zu. In allen Berufsgruppen nimmt die Zahl der Bewerbungsschreiben deutlich zu. Durchschnittlich erhalten die Unternehmungen 11 Bewerbungen pro Lehrstelle.. Die Informatikberufe erzielen mit 23 Anfragen pro Stelle den höchsten Wert und liegen damit klar vor dem frühen Spitzenreiter der KV-Lehre mit 19 Anfragen. Am wenigsten Bewerbungen erhält dieses Jahr das Baugewerbe mit 5 Anfragen pro Stelle.

Die Dynamik auf dem Lehrstellenmarkt bis in den Sommer hinein führt erfahrungsgemäss zu einer weiteren Erhöhung des Stellenangebots wie auch zu Umorientierungen bei einzelnen Jugendlichen. Dies ist hauptsächlich in der Westschweiz und im Kanton Tessin der Fall, wo die Lehrstellenvergabe traditionell um rund ein Vierteljahr später einsetzt als in der Deutschschweiz. Momentan sind in der Westschweiz erst 55% und im Tessin sogar erst 27% der dort ausgeschriebenen Ausbildungsplätze vergeben, während der Anteil in der Deutschschweiz bereits bei 76% liegt. Die von Bundesrat Joseph Deiss eingesetzte Task Force „Lehrstellen 2003“ hat zudem Ende Mai mehrere Massnahmen des BBT gutgeheissen, um kurzfristig gezielt Lehrstellen zu schaffen. Dazu zählt die finanzielle Unterstützung von Lehrstellenförderern, zusätzlichen Lehrbetriebsverbünden und Lehrstellen-Marketingmassnahmen.

Das aktuelle Lehrstellenbarometer basiert auf den Aussagen von 2’575 Unternehmungen, die Lehrstellen anbieten, und 2’632 Jugendlichen, die vor der Berufswahl stehen. Beide Umfragen sind repräsentativ für die ganze Schweiz.

Helikopter-Absturz im Wallis: Schlussbericht liegt vor

BERN. Der zuständige militärische Untersuchungsrichter hat zum Helikopter-Absturz im Oktober 2001 im Wallis den Schlussbericht vorgelegt. Dieser nennt als Unfallursache "unzweckmässiges Flugverhalten des Piloten".

Am 12. Oktober 2001 stürzte östlich der Bergstation der Plaine Morte, oberhalb Montana im Kanton Wallis, eine Alouette III der Luftwaffe ab. Dabei kamen der Pilot und drei Angehörige der Armee ums Leben. Der Absturz ist auf die Kollision des Helikopters mit dem damals nicht markierten Seil einer Lawinensprenganlage zurückzuführen. Gemäss Schlussbericht des zuständigen Untersuchungsrichters konnten keine Hinweise auf einen zum Unfallzeitpunkt bestehenden technischen Defekt festgestellt werden. Wesentliche Unfallursache dürfte das unzweckmässige Flugverhalten des Piloten sein. Ein allfälliges Mitverschulden der Betreiber der Lawinensprenganlage wird in einem zivilen Strafverfahren im Kanton Wallis geklärt.

Aufgrund der Tatsache, dass eine Kabel- bzw. Seilkollision die Ursache des Unfalls war, haben die Verantwortlichen der Luftwaffe entsprechende Massnahmen eingeleitet, die dazu beitragen sollen, das Risiko von "Kabelunfällen" künftig weiter zu vermindern.

Ernennungen von Missionschefs

BERN. Der Bundesrat hat Pierre Monod, gegenwärtig Missionschef in Caracas, zum ausserordentlichen und bevollmächtigten Botschafter der Schweiz in der Hellenischen Republik und Walter Suter, gegenwärtig diplomatischer Berater und Chef des Konsular- und Finanzinspektorats des EDA in Bern, zum ausserordentlichen und bevollmächtigten Botschafter der Schweiz in der Bolivarischen Republik Venezuela, in Antigua und Barbuda und Barbados, mit Sitz in Caracas ernannt. Botschafter Suter, der sein Amt Anfang September 2003 antreten wird, übernimmt die Nachfolge von Botschafter Pierre Monod.

Die EU-Käsekontingente sind versteigert

BERN. Im zweiten Jahr nach dem Inkrafttreten des bilateralen Agrarabkommens mit der Europäischen Union (EU) können insgesamt 14'500 Tonnen Käse zollfrei in die Schweiz importiert werden. Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) hat die erste Halbjahresmenge der Einfuhrrechte versteigert. Der gesamte Steigerungserlös beläuft sich auf rund 5,4 Millionen Franken.

Besuch des südafrikanischen Präsidenten Thabo Mbeki

BERN. Auf Einladung des Bundesrates stattet Thabo Mbeki, der Präsident der Republik Südafrika, der Schweiz am 10. Juni 2003 einen offiziellen Besuch ab. Dieser bietet Gelegenheit, die ausgezeichneten Beziehungen zwischen der Schweiz und Südafrika zu vertiefen. Präsident Mbeki wird vom Handels- und Industrieminister, Alec Erwin, und dem stellvertretenden Aussenminister Aziz Pahad begleitet. Die Schweizer Delegation wird von Präsident Pascal Couchepin geleitet und schliesst auch Volkswirtschaftsminister Joseph Deiss und Aussenministerin Micheline Calmy-Rey ein.

 

 

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