|
Situation
auf dem bernischen Arbeitsmarkt im Mai
BERN.
Die Zahl der Arbeitslosen sank im Kanton Bern im Mai 2003 um 437
auf 14’234 Personen. Die Arbeitslosenquote beträgt auf Grund
der neuen Berechnungsbasis 2,7 Prozent. Sie liegt damit 0,9
Prozent unter dem schweizerischen Mittel von 3,6 Prozent. Die Zahl
der Stellensuchenden sank um 1,6 Prozent oder 340 Personen und
liegt nun auf 20'704.
Strassenzufahrt
zum Flughafen Bern - Belp
BERN.
Der Flughafen Bern – Belp soll eine Strassenzufahrt
erhalten, die dem negativen Volksentscheid vom November 2002
Rechnung trägt. Erschlossen werden soll der Flughafen zum grössten
Teil über das bestehende Strassennetz, nur das Teilstück
zwischen dem Ende der Aemmenmattstrasse und dem Flughafen müsste
neu gebaut werden. Dem Verkehr übergeben werden soll die neue
Flughafenzufahrt im Jahr 2005.
Fondation
Bellelay: Der Kanton ordnet die Sanierung der finanziellen Lage an
BERN.
Das Amt für Sozialversicherung und Stiftungsaufsicht des Kantons
Bern hat eine Nachprüfung der Jahresberichterstattung der Jahre
2001 und 2002 sowie der Geschäftsführung der Fondation Bellelay
durch eine unabhängige Treuhandfirma angeordnet. Die Kontrolle
hat ergeben, dass die finanzielle Lage der Stiftung prekär ist
und dass dringender Handlungsbedarf besteht.
FIKO
unterstützt Überführung des Spitals Breitenbach in ein
Kompetenzzentrum für das Alter
SOLOTHURN.
Die Finanzkommission (FIKO) des Solothurner Kantonsrates steht
voll hinter der Überführung des Bezirksspitals Thierstein in
Breitenbach in ein Kompetenzzentrum für das Alter. Sie stimmte
den erforderlichen Krediten in der Höhe von 19,1 Mio Franken
einstimmig zu.
Solothurn:
Arbeitslosenquote neu bei 3.1%
SOLOTHURN.
Die Zahl der Stellensuchenden im Kanton Solothurn stieg im
Monat Mai 2003 von 7058 auf 7095 während die
Stellensuchendenquote von bei 5.3% stagnierte. Die Zahl der
Arbeitslosen sank gegenüber dem Vormonat von 4183 Personen auf
4077 Personen und die Arbeitslosenquote sank entsprechend von 3.2%
auf 3.1%. Weiter erfreulich ist der Rückgang bei den
Neuanmeldungen. Rückwirkend auf den 1. Januar 2000 wird die
Arbeitslosenquote auf der Basis der Volkszählung 2000 (bisher
Volkszählung 1990) berechnet. Das Bundesamt für Statistik BFS
hat die Ergebnisse der Volkszählung 2000 zu den Erwerbspersonen
soeben publiziert. Für den Kanton Solothurn beträgt die aktuelle
Zahl der Erwerbspersonen neu 132'754 gegenüber 122'212 im Jahr
1990. Für die Arbeitslosenquote des Kantons bedeutet dies z.B. für
den Wert des Aprils 2003 eine Korrektur von 3.4% auf 3.2%.
Strassenzustandsaufnahmen
im Raum Solothurn
SOLOTHURN.
Der Kanton Solothurn erstellt eine neue Datenbank über den
Zustand der Kantonsstrassen. Für die visuelle Erfassung des 247
km langen Strassennetzes im Kreis I (Bucheggberg, Lebern,
Wasseramt) steht ein eigens zu diesem Zweck gebautes Bike zur Verfügung.
Die Daten werden direkt in einen mit "Touch-Screen"
ausgerüsteten Laptop eingegeben. Die Aufnahmen, die teilweise
kurzfristige Verkehrsbehinderungen mit sich bringen, dauern vom
10. Bis Ende Juni 2003.
Wahlbeschwerden
zum Landgerichtspräsidium Uri
ALTDORF.
Zur Nachwahl für das Landgericht Uri vom 18. Mai 2003 sind
beim Regierungsrat zwei Wahlbeschwerden eingegangen. Um das
Vertrauen in die Justiz zu gewährleisten, hat der Regierungsrat,
unter Wahrung der Ausstandsregeln, vorderhand in einem ersten
Entscheid die Anträge der Beschwerdeführer um aufschiebende
Wirkung gutgeheissen.
Damit
trägt der Regierungsrat dem Umstand Rechnung, dass noch eine
gewisse Zeit für weitere Abklärungen notwendig ist. Frau Agnes
Planzer Stüssi ist aufgrund der Wahl vom 9. Februar 2003 als
Vizepräsidentin gewählt. Sie und Herr Dr. Bruno Aschwanden
gelten aber im Moment als Präsidentin bzw. Präsident als nicht
gewählt. Mit diesem Vorentscheid des Regierungsrates wird nichts
präjudiziert.
Nach
dem Gerichtsorganisationsgesetz übernimmt in einem solchen Fall
das amtsälteste Mitglied des Landgerichtes, zurzeit Herr Walter
Pfyl, die Funktionen des Landgerichtspräsidenten. Frau Planzer Stüssi
amtet bis zur endgültigen Entscheidung weiterhin als Vizepräsidentin.
Der Regierungsrat wird den definitiven Entscheid möglichst rasch
fällen.
Berufung
und Beförderungen an der Universität Zürich
ZÜRICH.
Der Zürcher Universitätsrat ernannte an seiner Sitzung vom
2. Juni Prof. Dr. Roland H. Wenger, geboren 1963, zum ordentlichen
Professor für Physiologie an der Medizinischen Fakultät. Prof.
Wenger studierte von 1982 bis 1987 an der Universität Bern Chemie
und Biochemie und schloss das Studium mit dem Diplom in Biochemie
ab. Danach nahm er am Theodor-Kocher-Institut der Universität
Bern ein Doktorandenstudium in Molekularbiologie in Angriff, das
er 1990 mit der Promotion abschloss. In der Folge war Prof. Wenger
am Max-Planck-Institut für Immunbiologie in Freiburg im Breisgau
als «Postdoctoral Fellow» tätig. 1993 wechselte er als «Senior
Scientist» ans Physiologische Institut der Universität Zürich,
wo er sich 1999 im Fach Physiologie mit der Arbeit «Die
Identifizierung Hypoxie-induzierbarer Gene und die Rolle des
Transkriptionsfaktors HIF-1 bei deren Aktivierung» habilitierte.
Im Jahre 2000 nahm er an der Medizinischen Universität Lübeck
die Tätigkeiten als Hochschuldozent (C2; «tenured») in
Physiologie sowie als Forschungsgruppenleiter «Zellphysiologie»
auf. Seit 2001 ist Prof. Wenger C3-Professor für Physiologie an
der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig. Sein grosses
wissenschaftliches Engagement zeigt sich unter anderem in einer
umfangreichen Liste von Einladungen für Präsentationen an
Universitäten, wissenschaftlichen Institutionen und Symposien.
Prof. Wenger wurden im Laufe seiner Tätigkeit zahlreiche «Grants»
zugesprochen, und sein wissenschaftliches Arbeiten wird mit
namhaften Beiträgen verschiedener Stiftungen für
wissenschaftliche Forschung und des Schweizerischen Nationalfonds
unterstützt.
Prof.
Dr. Marc Paolella, geboren 1967, wurde zum ausserordentlichen
Professor für Empirical Finance an der
Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät ernannt. Prof. Paolella
schloss seine Studien 1990 mit einem B.S. in «Applied Mathematics
and Statistics» und einem B.A. in «Economics» an der «State
University of New York at Stony Brook» sowie 1993 mit einem M.S.
in «Statistics» an der «Colorado State University» ab. Während
seiner Studienzeit war er in verschiedenen Funktionen tätig, so
unter anderem als «Teaching Assistent», «Statistical-Programmer»
und «Statistical Consultant». 1993 wechselte Prof. Paolella als
wissenschaftlicher Mitarbeiter an die
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. 1998 wurde er zum Dr.
sc. pol. promoviert, und ein Jahr später folgte seine Ernennung
zum Assistenzprofessor am Institut für Statistik und Ökonometrie
der Universität Kiel. Auf den 1. April 2003 wurde Prof. Paolella
für eine Lehrstuhlvertretung zum C3-Professor befördert, und er
übernahm auf diesen Zeitpunkt hin auch die Funktion eines Geschäftsführers
des erwähnten Instituts.
An
der Medizinischen Fakultät wurde Prof. Dr. med. Rudolf Wüthrich,
geboren 1957, zum ausserordentlichen Professor für Nephrologie
ernannt. Prof. Wüthrich studierte an der Universität Genf
Medizin und erwarb dort 1983 das Arztdiplom. Im Anschluss daran
war er am Kantonsspital Genf als Assistenzarzt für Endokrinologie
und später als Assistenzarzt für Innere Medizin tätig. 1985
wurde Prof. Wüthrich promoviert. 1987 führte ihn sein Weg nach
Boston, wo er zunächst «Research Fellow in Medicine» der «Renal
Division, Brigham and Women's Hospital and Harvard Medical School»
und ab 1989 «Clinical Fellow in Nephrology» an der «Harvard
Medical School» war - einschliesslich «Brigham and Women's
Hospital» sowie «Beth Israel Hospital and Children's Hospital
Medical Center». 1990 wechselte Prof. Wüthrich an die «Division
of Nephrology» der «University of Alabama at Birmingham». Nach
diesen Ausbildungsjahren kehrte Prof.Wüthrich 1992 aus den USA in
die Schweiz zurück und wurde Oberarzt an der Klinik B für Innere
Medizin des Kantonsspitals St. Gallen. 1993 erlangte er den
FMH-Titel für Innere Medizin, 1994 den FMH Subspezialistentitel für
Nephrologie. Im selben Jahr wechselte er ans Universitätsspital Zürich,
wo er bis 1999 als Oberarzt in der Abteilung Nephrologie
arbeitete. Parallel dazu war er wissenschaftlicher Mitarbeiter und
Gruppenleiter am Physiologischen Institut der Universität Zürich.
1995 habilitierte sich Prof. Wüthrich an der Universität Zürich
und erlangte die «Venia legendi». Seit 1999 ist er Leitender
Arzt im Fachbereich Nephrologie des Kantonsspitals St. Gallen. Im
Jahre 2002 wurde ihm an der Universität Zürich der Titel eines
Titularprofessors verliehen. Prof. Wüthrich ist Mitglied
verschiedener beruflicher und wissenschaftlicher Organisationen
seines Fachbereichs. Im Laufe seiner wissenschaftlichen Tätigkeit
erlangte er verschiedene Auszeichnungen und Preise, so unter
anderem den Franz-Volhard Preis der Deutschen Gesellschaft für
Nephrologie (1993) und den Posterpreis der Schweizerischen
Gesellschaft für Nephrologie (1996).
Prof.
Dr. Thomas Gehrmann, geboren 1971, wurde an der
Mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät zum
ausserordentlichen Professor für Theoretische Teilchenphysik
ernannt. Prof. Gehrmann studierte an der Universität Dortmund
Physik und schloss sein Studium 1993 ab. Danach wechselte er an
die Universität Durham, GB, wo er im Jahre 1996 zum «Doctor of
Philosophy» promoviert wurde. 1996 bis 1998 war Dr. Thomas
Gehrmann wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Theoriegruppe des
DESY (Deutsches Elektronen-Synchrotron) in Hamburg, bevor er 1998
an der Universität Karlsruhe seine Tätigkeit als
wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Theoretische
Teilchenphysik aufnahm. Von Oktober 2000 bis September 2002
arbeitete Prof. Gehrmann als «Fellow» der «TH Division»
(Theory Division) am CERN in Genf. Seit Oktober 2002 ist er
Hochschulassistent (C1) am Institut für Theoretische Physik der
Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen.
Prof.
Gehrmann tritt seine Stelle am 1. August 2003 an, Prof. Paolella
und Prof. Wenger nehmen ihre Tätigkeit am 1. September 2003 auf,
und Prof. Wüthrich tritt sein Extraordinariat am 1. Januar 2004
an.
Ernennung
beziehungsweise Beförderung
Prof.
Dr. Jürg Helbling, geboren 1954 und seit 16. April 1995
ausserordentlicher Professor für Ethnologie an der
Philosophischen Fakultät, wird auf den 1. Juli 2003 befördert
und zum ordentlichen Professor für Ethnologie ernannt.
Lebensqualität
bis zuletzt
ZÜRICH.
80 % aller Betagten wollen zu Hause sterben, wenigen ist es
vergönnt. Aus Unsicherheit und dem gut gemeinten Antrieb „etwas
tun zu wollen“ werden sie zu einem Zeitpunkt ins Spital
eingewiesen, in dem keine Heilung mehr möglich ist. Palliative
Pflege - die Linderung aller körperlichen und seelischen
Beschwerden - soll künftig vermehrt auch zu Hause oder im Heim
durch den Hausarzt oder die Hausärztin möglich sein. Durch eine
gute palliative Pflege zu Hause kann dieser letzte Wunsch erfüllt
werden und die Angehörigen können mit einbezogen werden. Das
Gesundheits- und Umweltdepartement hat gemeinsam mit dem Verein
Hausärzte der Stadt Zürich einen Leitfaden für Betroffene und
ein Grundlagenpapier erarbeitet. Ebenso wurden von einer
Seniorengruppe des Zentrums für Gerontologie der Universität Zürich
Empfehlungen für Patientenverfügungen geschaffen, die nun
vorliegen. Ziel dieser vereinten Anstrengungen ist es, den Willen
der Betroffenen Ernst zu nehmen und Mut zu machen, miteinander darüber
zu reden. Viele Menschen haben mehr Angst vor dem Sterben als vor
dem Tod. Stadtrat Robert Neukomm sieht darin den Hauptgrund, sich
für palliative Pflege zu Hause und in Heimen einzusetzen. „Eine
gute Palliation ermöglicht es, ein Stück weit diese Ängste zu
nehmen. Aufgabe der Stadt ist es, die Bedingungen so zu gestalten,
dass dabei möglichst die individuellen Wünsche berücksichtigt
werden können“, führt er aus.
Mobilspiele
ZÜRICH.
Mit 40 Installationen, Plakaten, Tafeln in und an Trams,
Postkarten und einem Wettbewerb lanciert die Stadt Zürich die
Aktion "Mobilspiele". Bis Ende Oktober wird Mobilität
auf ungewohnte Weise dargestellt. "Bin ich auch
Verkehr?", fragt ein Plakat. "84 Minuten sind wir im
Schnitt pro Tag unterwegs", heisst es auf einer Tafel im
Tram. Fragen stellen und informieren, das will die am 5. Juni
lancierte Aktion "Mobilspiele", aber auch irritieren und
durchaus unterhalten. "Auf sympathische und witzige Art und
ohne zu moralisieren setzen wir uns mit dem modernen Mobilitätsverhalten
auseinander", erklärte Stadtrat Martin Waser an der
Vernissage.
Hauptelement
der Aktion sind rund 40 Installationen in einem Geviert rund um
den Löwenplatz. Da ist zum Beispiel eine
Stoppstrassen-Signalisation im Wasser oder ein Zebrastreifen, der
auf dem Trottoir weitergeht und auf eine Mauer hinaufführt. Um
sie jeweils als "Mobilspiel" zu kennzeichnen, sind die
Installationen in der Farbe Grün gehalten, die in der
Strassensignalisation nicht verwendet wird.
Im
Rahmen eines Wettbewerbs ist die Bevölkerung eingeladen, sich ein
Bild vom Zürcher Verkehr zu machen. Ob Collagen, Fotos,
Zeichnungen oder anderes, das Medium für die persönliche
Auseinandersetzung mit der Mobilität ist frei wählbar. Die
besten Beiträge werden ab dem 28. September im Stadthaus
ausgestellt. Hauptpreis des Wettbewerbs ist ein Elektrovelo.
Die
"Mobilspiele" stehen unter der Projektleitung des
Tiefbauamtes und werden von verschiedenen Firmen und städtischen
Dienstabteilungen getragen. Die Aktion dauert bis zum kommenden
24. Oktober.
|