Erfolgsabhängige Filmförderung

BERN. Die erfolgsabhängige Filmförderung des Bundesamtes für Kultur (BAK), welche das schweizerische Filmschaffen sektorenübergreifend über den Erfolg an der Kinokasse unterstützt, konnte in diesem Frühling etwas mehr als 4 Mio Franken an Filmschaffende, Verleiher und Vorführunternehmen gutschreiben. 

Vereinbarung Erdgas/Biogas unterzeichnet

ZÜRICH. Die schweizerische Gaswirtschaft und die Produzenten von einheimischem Biogas kooperieren bei der Förderung von Gastreibstoffen und leisten gemeinsam einen verstärkten Beitrag zum Klimaschutz im Mobilitätsbereich.

Ferkelkastration: gleiche Absicht, anderer Weg

BERN. Das heute durch den Schweizer Tierschutz STS breit bekanntgemachte Kastrationsverbot für Ferkel ab 2009 in Norwegen hat keinen Einfluss auf das entsprechende Vorgehen in der Schweiz...

Weko prüft Übernahme von 20 Minuten

BERN. Die Wettbewerbskommission (Weko) unterzieht die Übernahme der 20 Minuten (Schweiz) AG (20 Minuten) durch Tamedia AG (Tamedia) und Berner Zeitung AG (BZ) einer vertieften Prüfung.

 

 

 

 

 
 

 

 

 

 
 
 
 

10. Juni 2003

Erfolgsabhängige Filmförderung

Die erfolgsabhängige Filmförderung des Bundesamtes für Kultur (BAK), welche das schweizerische Filmschaffen sektorenübergreifend über den Erfolg an der Kinokasse unterstützt, konnte in diesem Frühling etwas mehr als 4 Mio Franken an Filmschaffende, Verleiher und Vorführunternehmen gutschreiben. 

BERN. Im vergangenen Jahr verzeichnete der Schweizer Film rund 646'000 Eintritte (Marktanteil 3.37%), was einer Steigerung von etwa 38% gegenüber dem Vorjahr (470'000 Eintritte, Marktanteil 2.78%) entspricht. Erfolgreichster Film ist "Ernstfall in Havanna" von Sabine Boss mit 309'000 Eintritten. Dies entspricht Rang 14 aller in der Schweiz im vergangenen Jahr gezeigten Filme. Der Dokumentarfilm war mit dem Grosserfolg "Mani Matter, warum syt dir so truurig" (Regie Friedrich Kappeler) mit 98'000 Eintritten und Erich Langjahrs "Hirtenreise ins dritte Jahrtausend" (23'014 Eintritte) in der Kinoauswertung sehr gut vertreten und machte rund 39% aller Eintritte des Schweizer Films aus. Die Zuschauerzahlen sind bei den im Vorprogramm von langen Kinofilmen gezeigten Kurzfilmen etwas zurückgegangen. Rund 100'000 Zuschauer haben Schweizer Kurzfilme gesehen. Carlo Piagets Kurzfilm "Luora" verzeichnete 42'500 Eintritte, Pierre Monnard mit "Swapped" wurde im Vorprogramm 29'000 mal gesehen. 

Das Jahr 2001 zeichnete sich durch einen rückläufigen Marktanteil bei den Schweizer Filmen aus und konnte trotzdem als erfolgreiches Jahr bezeichnet werden (zahlreiche Filme im mittleren Segment zwischen 30'000 und 90'000 Eintritten). Im Jahr 2002 waren hauptsächlich zwei Kassenschlager ("Ernstfall in Havanna" und "Mani Matter") für den Anstieg des Marktanteils und der Eintritte in absoluten Zahlen verantwortlich. Dauerhafte und überregionale flächendeckende Präsenz des Schweizer Films lässt sich mittelfristig nur über Kassenschlager erreichen, die Vielfalt in erster Linie durch das auch international anerkannte dokumentarische Schaffen. Vielfalt und Erfolg können sich die Waage halten, wenn das eine zur Verbesserung des anderen beiträgt und gegenseitig befruchtet. Ein besonderes Augenmerk ist auf die Verteilung der Gutschriften in den Sprachregionen zu richten. 22% der Kinogutschriften entfallen nach einem besorgniserregenden Vorjahr auf Vorführunternehmen in der Romandie (2001: 11%) Maximaler Betrag gutgeschrieben Für das Jahr 2002 konnte erstmals ein maximaler Betrag von 10 Franken pro Kinoeintritt an die verschiedenen Kategorien von Berechtigten gutgeschrieben werden. Die Produktionsfirma Vega Film AG (230'272 Franken) und das Verleihunternehmen Columbus Film AG (222'934 Franken) zeichneten sich durch die höchsten Gutschriften in ihrer jeweiligen Kategorie aus. Bei den Vorführbetrieben steht die Commercio Movie AG in Zürich mit den Arthouse Kinos an erster Stelle der Gutschriften (Höchste Gutschrift - 164'200 Franken und am meisten Referenzfilme - 29 - gezeigt). Auch andere Beispiele sind sehr erfreulich, so etwa das Kino Wildenmann in Männedorf, welches zwar geringere Gutschriften (rund 4'200 Franken), aber eine grosse Anzahl Referenzfilme (19) vorgeführt hat. 

Neuigkeiten 2003

Filmförderung berücksichtigt seit dem 1. Januar 2003 auch die Kategorie der Drehbuchautoren. Die am 1. Januar 2003 in Kraft getretene Departementsverordnung über die Filmförderung (FiFV), welche auch die Bestimmungen der erfolgsabhängigen Filmförderung enthält, gibt die Stossrichtung dieses Fördermodells für die nächsten Jahre vor. Bis im nächsten Jahr gelten noch Übergangsbestimmungen im Bereich der Reinvestitionen. Weitere Informationen unter 031 323 13 40; www.succes-cinema.ch).    

Vereinbarung Erdgas/Biogas unterzeichnet

ZÜRICH. Die schweizerische Gaswirtschaft und die Produzenten von einheimischem Biogas kooperieren bei der Förderung von Gastreibstoffen und leisten gemeinsam einen verstärkten Beitrag zum Klimaschutz im Mobilitätsbereich. Das zu Erdgasqualität aufbereitete, CO2-neutrale Biogas wird in das schweizerische Gasleitungsnetz eingespeist und für den Betrieb von Gasfahrzeugen eingesetzt. Hauptvoraussetzung für eine breite Nutzung des alternativen Treibstoffs Erdgas/Biogas ist eine haushaltneutrale Reduktion der Mineralölsteuer auf Gastreibstoffen.  

Ferkelkastration: gleiche Absicht, anderer Weg

BERN. Das heute durch den Schweizer Tierschutz STS breit bekanntgemachte Kastrationsverbot für Ferkel ab 2009 in Norwegen hat keinen Einfluss auf das entsprechende Vorgehen in der Schweiz: Das Bundesamt für Veterinärwesen BVET wird seine verschiedenen Forschungsprojekte zur Evaluierung verschiedener Alternativmethoden wie geplant abschliessen und erst dann über ein allfälliges Verbot sowie die empfohlenen Alternativen beschliessen. 

Das norwegische Parlament hat im April 2002 ein Totalverbot der Kastration männlicher Ferkel ab 1. Januar 2009 beschlossen. Als erste Verschärfung darf bereits ab 1. August 2003 eine Ferkelkastration nur noch unter Schmerzausschaltung und zwingend durch Tierärzte vorgenommen werden. Norwegen hat sich für die Lokalanästhesie per Injektion entschieden.   

Weko prüft Übernahme von 20 Minuten

BERN. Die Wettbewerbskommission (Weko) unterzieht die Übernahme der 20 Minuten (Schweiz) AG (20 Minuten) durch Tamedia AG (Tamedia) und Berner Zeitung AG (BZ) einer vertieften Prüfung. Die Vorprüfung ergab, dass der durch die Tamedia und die BZ geplante Kontrollerwerb über 20 Minuten Anhaltspunkte für die Begründung oder Verstärkung von marktbeherrschenden Stellungen auf den regionalen/lokalen Werbemärkten Bern und Zürich sowie im nationalen Lesermarkt für Pendlerzeitungen liefert.

Tamedia und BZ beabsichtigen, über die gemeinsam kontrollierte Express Zeitung AG die Kontrolle über die 20 Minuten (Schweiz) AG zu erwerben. Sowohl Tamedia als auch BZ verfügen in ihren Heimmärkten über die auflagenstärksten und meistverbreiteten Tageszeitungen sowie über eine breite Palette von Multimedia-Angeboten (TV, Radio, Gratisanzeiger, Internetplattformen). Dies führt möglicherweise dazu, dass die Zusammenschlussparteien der Marktgegenseite ihre Werbeträger in Kombination anbieten können. Dabei ist zu prüfen, ob sie sich hinsichtlich der Festsetzung der Preise und Konditionen vom Markt unabhängig verhalten können.

Die vertiefte Prüfung des Zusammenschlusses soll erhellen, ob durch den Zusammenschluss tatsächlich eine marktbeherrschende Stellung in den oben erwähnten Märkten resultieren würde.

 

 

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