Fahrplanverbesserungen im Kanton Aargau

AARAU. Die Reisenden auf den beiden Linien Aarau–Suhr–Wetttingen und Aarau–Suhr–Zofingen – kommen ab 15. Juni 2003 weniger ins Schwitzen.

Professionalisierung im Betreibungswesen

AARAU. Die Betreibungsbeamtinnen und –beamten des Kantons Aargau sollen künftig einen kantonalen Fähigkeitsausweis erwerben müssen.

Fraktions- entschädigungen werden zurückgestellt

BASEL. Die Fraktionen des Grossen Rates sollen in naher Zukunft keine Entschädigungen erhalten.

Unterstützung durch den Lotteriefonds

BASEL. Der Basler Regierungsrat hat für verschiedene Anlässe Lotteriefonds-Mittel in der Höhe von insgesamt 295'000 Franken bewilligt.

Majorz statt "Bündner Modell"

CHUR. Die Nachzählung der Stichfrage zum Wahlmodus des Grossen Rats im Kanton Graubünden hat ein neues Gesamtergebnis hervorgebracht: Mit 24 Stimmen Unterschied haben sich die Stimmberechtigten für das bisherige Majorz-Wahlsystem entschieden.

Bewilligung für Night Skate

LUZERN. In der Stadt Luzern wird im September ein grosser Inline-Skate Anlass durchgeführt. Die Sicherheitsdirektion hat ein entsprechendes Gesuch des Vereins NightSkate bewilligt.

Volksinitiative "Mehr Bus für weniger Geld"

LUZERN. An der Sitzung der Luzerner Baukommission vom 5. Juni 2003 wurde die Initiative "Mehr Bus für weniger Geld" behandelt.

Besoldungsrevision muss überarbeitet werden

ZÜRICH. Der Zürcher Stadtrat hat an seiner letzten Sitzung die von Pricewaterhouse Coopers (PwC) erstellte Stärken-/Schwächenanalyse der strukturellen Besoldungsrevision (SBR 2000) zur Kenntnis genommen.

 

 

 

 
 

 

 

 

 
 
 
 

10. Juni 2003

Fahrplanverbesserungen im Kanton Aargau

AARAU. Die Reisenden auf den beiden Linien Aarau–Suhr–Wetttingen und Aarau–Suhr–Zofingen – kommen ab 15. Juni 2003 weniger ins Schwitzen. Ab dann verkehren dort die neuen klimatisierten Seetalbahn-Kom-positionen. Zwischen Aarau und Kölliken gibt es zudem am frühen Morgen in beiden Richtungen einen zusätzlichen Pendlerzug, in Wettingen werden zwei Zughalte wieder eingeführt.

Das Baudepartement des Kantons Aargau und die SBB haben beschlossen, in der Mitte der offiziellen Fahrplanperiode auf diversen Aargauer SBB-Strecken einige Neuerungen einzuführen, um den Reisenden ein noch attraktiveres Angebot mit möglichst viel Komfort bieten zu können. Schon heute verkehren im Kanton Aargau ausserhalb der Seetalbahn-Strecken die neuen klimatisierten Fahrzeuge sporadisch. Nun, da alle Kompositionen ausgeliefert sind, wird es möglich, sie vermehrt auch auf anderen Linien einzusetzen. Aus betrieblichen Gründen kommen diese Fahrzeuge vor allem auf den Linien im Raum Lenzburg–Aarau zum Einsatz. Die beiden Nationalbahnlinien Aarau–Suhr–Wettingen und Aarau–Suhr–Zofingen eignen sich bestens für den Einsatz der neuen Kompositionen. Die ideale Grösse der Fahrzeuge und die tiefen Einstiegsplattformen passen zur Infrastruktur der Nationalbahn. Zum Einsatz gelangen einteilige Einheiten mit rund 130 Sitzplätzen. Sporadisch werden ab Mitte Juni auch im Freiamt, im Birrfeld und zwischen Aarau und Brugg neue Fahrzeuge eingesetzt.

Pendlerinnen und Pendler zwischen Kölliken und Aarau können sich freuen: Ab 16. Juni 2003 wird in beiden Richtungen von Montag bis Freitag eine neue Frühverbindung eingeführt – Kölliken ab 06.45, Aarau an 06.59 Uhr und in umgekehrter Richtung Aarau ab 06.23, Kölliken an 06.35 Uhr. Diese Züge halten auch in Oberentfelden, Suhr und Buchs. Die neue Relation dient zur Entlastung der bisherigen Verbindung mit Ankunft um 07.18 in Aarau. Weiterer Vorteil: Mit dem neuen Angebot werden gute Anschlüsse an den Fernverkehr nach Basel, Olten–Bern und den Sprinter nach Altstetten und Zürich geschaffen.

In Wettingen gibt es ab 16. Juni 2003 zusätzliche Halte für die Züge der Strecke Waldshut–Zürich. Es betrifft dies am Morgen die Verbindung Wettingen ab 08.05, Zürich an 08.21 Uhr und in umgekehrter Richtung am Abend die Verbindung Zürich ab 17.38, Wettingen an 17.53 Uhr. Diese Halte mussten im letzten Dezember aus fahrplantechnischen Gründen gestrichen und können nun wieder eingeführt werden.

Professionalisierung im Betreibungswesen

AARAU. Die Betreibungsbeamtinnen und –beamten des Kantons Aargau sollen künftig einen kantonalen Fähigkeitsausweis erwerben müssen. Das Betreibungswesen bleibt wie bisher bei den Gemeinden. Allerdings sollen künftig alle aargauischen Betreibungsbeamten fest besoldet werden. Diese Vorschläge werden vom Regierungsrat in die Vernehmlassung geschickt, die bis zum 15. September 2003 dauert.

Fraktionsentschädigungen werden zurückgestellt

BASEL. Die Fraktionen des Grossen Rates sollen in naher Zukunft keine Entschädigungen erhalten. Eine allfällige Einführung von Fraktionsentschädigungen sollte nach Meinung des Regierungsrates erst im Zusammenhang mit der laufenden Verfassungsrevision ausgearbeitet werden. Ausserdem spreche die angespannte Finanzlage des Kantons gegen eine sofortige Einführung der Entschädigungen.

Unterstützung durch den Lotteriefonds

BASEL. Der Basler Regierungsrat hat für verschiedene Anlässe Lotteriefonds-Mittel in der Höhe von insgesamt 295'000 Franken bewilligt.

Die Avo Session Basel wird für das Musikfestival Avo Session 2003 mit einem Beitrag von 95’000 Franken unterstützt.

Das Theater Teufelhof erhält an die Programmkosten der Saison 2003/2004 einen Betrag von 80'000 Franken.

Für die Durchführung des Nike-Premier- Cup- Europameisterschaft (U15) im Rankhof wird der FC Basel mit einem Beitrag von 25'000 Franken unterstützt.

Für die Durchführung der Top Curling-Events im Oktober und Dezember in Arlesheim und Basel wird die BRO AG/Swiss Nation Cup und die CC Inferno/Swiss Cup mit einem Beitrag von insgesamt 25'000 Franken unterstützt.

Das Aufnahmeheim AHBasel wird für die 50-Jahr-Jubiläumsaktivitäten vom 22. und 23. August 2003 mit einem Beitrag von 25'000 Franken unterstützt.

Der Spalentor Verlag erhält an die Druckkosten des Buches "Basler Basilisken" einen Beitrag von 15'000 Franken.

Die Broadway-Theater Basel AG (von David Schönauer) wird für die Produktion 2003 des Varieté Broadway, Schoenauer’s Original-Spiel und Verzehr-Theater, mit einem Beitrag von 15'000 Franken unterstützt.

Der Försterverband beider Basel wird für die Waldtage 2003 vom 12. bis 14. September 2003 in Sissach mit einem Beitrag von 15'000 Franken unterstützt.

Majorz statt "Bündner Modell"

Die Nachzählung der Stichfrage zum Wahlmodus des Grossen Rats im Kanton Graubünden hat ein neues Gesamtergebnis hervorgebracht: Mit 24 Stimmen Unterschied haben sich die Stimmberechtigten für das bisherige Majorz-Wahlsystem entschieden. Am 18. Mai 2003 hatte die Auszählung der Gemeinderesultate noch einen Vorsprung von 12 Stimmen zu Gunsten des neuen "Bündner Modells" hervorgebracht

CHUR. Die von der Bündner Regierung am 3. Juni 2003 angeordnete Nachzählung hat ergeben, dass für das bisherige Majorz-Wahlsystem 20'482 Stimmen (+ 53 Stimmen im Vergleich zum amtlich publizieren Resultat vom 22. Mai) und für das neue "Bündner Modell" 20'458 Stimmen (+ 17 Stimmen) eingegangen sind. 3852 Stimmzettel enthalten gemäss Ergebnis der Nachzählung keine eindeutige Antwort für eines der beiden Wahlmodelle. Bei 77 Gemeinden wurden die Ergebnisse bei der Stichfrage korrigiert. In 59 Gemeinden sind die Änderungen relevant für das vorliegende, neue Gesamtergebnis.

Diese Änderungen gehen hauptsächlich auf folgende Gründe zurück:

- gültige Stimmzettel wurden von den Gemeinden fälschlicherweise als ungültige oder leere Stimmzettel angesehen;

- Stimmen zur Stichfrage wurden von den Gemeinden falsch erfasst ("Bündner Modell" statt Majorz-Wahlverfahren und umgekehrt)

Die Standeskanzlei hat in der vergangenen Woche mit einem Aufgebot von rund 40 Personen aus der gesamten Verwaltung die Stichfrage zur Totalrevision der Kantonsverfassung mit Variantenabstimmung zum Wahlmodus des Grossen Rats neu ausgezählt. Insgesamt wurden 47'719 Stimmzettel überprüft. Das neue amtliche Ergebnis der Stichfrage zur Totalrevision der Kantonsverfassung mit Variantenabstimmung zum Wahlmodus des Grossen Rats wird am kommenden Donnerstag im Kantonsamtsblatt publiziert.

Die Regierung beabsichtigt, bei der nächsten Revision des kantonalen Gesetzes über die Ausübung der politischen Rechte eine Bestimmung einzubringen, die bei knappen Abstimmungsergebnissen eine Nachzählung von Amtes wegen vorsieht.

Bewilligung für Night Skate

LUZERN. In der Stadt Luzern wird im September ein grosser Inline-Skate Anlass durchgeführt. Die Sicherheitsdirektion hat ein entsprechendes Gesuch des Vereins NightSkate bewilligt. Die abendliche Ausfahrt "Monday Night Skate" (www.nightskate.ch) wird am 1. September 2003 stattfinden und der ganzen Bevölkerung offen stehen. Verschiebungsdatum bei schlechtem Wetter ist der 15. September.

Die Sicherheitsdirektion hat in den vergangenen Wochen das Begehren intensiv geprüft und unter anderem auch einen vergleichbaren Anlass der selben Veranstalter in Zürich besucht. Die Stadtpolizei wird in Luzern den Tross von geschätzten 800 Skatern begleiten und absichern. Die genaue Route wird in den nächsten Wochen festgelegt.

Die Bewilligung von mehr als einem Anlass war wegen der personellen Engpässe bei der Stadtpolizei nicht möglich. Die Sicherheitsdirektion wollte mit der Bewilligung einer Durchführung aber Verständnis für die Wünsche von Veranstaltern und Freizeitsportlern zeigen.

Volksinitiative "Mehr Bus für weniger Geld"

LUZERN. An der Sitzung der Luzerner Baukommission vom 5. Juni 2003 wurde die Initiative "Mehr Bus für weniger Geld" behandelt. Eine Vertretung des Initiativkomitees war eingeladen, der Baukommission ihre Stellungnahme zur Initiative und zum Antrag des Stadtrates auf Ungültigerklärung darzulegen.

Das durch die Stadt bei einem externen Experten in Auftrag gegebene Rechtsgutachten vom 21. März 2003 überzeugte die Baukommission aus folgenden Gründen: Die Stadt Luzern kann die Forderungen der Initiative nicht in eigener Kompetenz durchführen. Das Begehren liegt also außerhalb der Zuständigkeit der Stadt. Bei der Buslinie 7 ist der Zweckverband für den öffentlichen Verkehr zuständig und bei der Postautolinie 73 der Kanton. Die Initiative ist also rechtswidrig.

Im Wissen darum, dass das Initiativrecht für alle Mitglieder einen hohen Stellenwert einnimmt, kam die Baukommission nach sorgfältiger Prüfung einstimmig zum Schluss, die Initiative für ungültig zu erklären.

Besoldungsrevision muss überarbeitet werden

ZÜRICH. Der Zürcher Stadtrat hat an seiner letzten Sitzung die von PricewaterhouseCoopers (PwC) erstellte Stärken-/Schwächenanalyse der strukturellen Besoldungsrevision (SBR 2000) zur Kenntnis genommen. Der Stadtrat muss feststellen, dass seine Befürchtungen über massive Kostensteigerungen vom PwC-Bericht voll bestätigt werden.
Die strukturelle Besoldungsrevision hat bereits jetzt jährliche Mehrkosten von gegen 50 Mio. Franken zur Folge. Die verschiedenen Parameter des Systems, insbesondere der automatische Anstieg der nutzbaren Erfahrung und die gegenüber den Prognosen weit höhere Zahl von Aufholerinnen und Aufholern, führen zu weiteren Kostensteigerungen von nochmals mindestens 50 Mio. Franken pro Jahr, und das ohne Berücksichtigung der Leistung und des Teuerungsausgleichs. Diese wiederkehrenden Zusatzkosten von mindestens 100 Mio. Franken pro Jahr sind für die Stadt bereits schon mittelfristig nicht finanzierbar.

 

 

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