Jahresbericht 2002 von UNICEF Schweiz

ZÜRICH. Im Jahre 2002 konnte UNICEF Schweiz insgesamt 21,6 Millionen Schweizer Franken an das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen überweisen.

Bilaterale Beziehungen Schweiz – Deutschland"

BERN. Eine Subkommission, bestehend aus Mitgliedern der  Aussenpolitischen Kommission (APK) und der Verkehrskommission (KVF)  des Ständerates hat sich heute zu ihrer konstituierenden Sitzung  getroffen. 

Mit Feuer gegen Rauch. Ein neues Handbuch zur Tabakprävention

LAUSANNE. Die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) veröffentlicht ein neues Lehrmittel, um Lehrpersonen und Gesundheitserziehende ein Hilfsmittel für die Tabakprävention bei Jugendlichen ab der 6. Schulklasse in die Hand zu geben.

Gemeinsame Weiterentwicklung der Volksschule

ZÜRICH. Im Sommer 2003 wird mit ersten Schulversuchen zur Erprobung der Basisstufe gestartet.

 

 

 

 

 
 

 

 

 

 
 
 
 

17. Juni 2003

Jahresbericht 2002 von UNICEF Schweiz

Im Jahre 2002 konnte UNICEF Schweiz insgesamt 21,6 Millionen Schweizer Franken an das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen überweisen. Hinzu kommen Beiträge des Bundes von 20,6 Millionen Franken. Damit gehört die Schweiz zu den 10 wichtigsten Gönnern von UNICEF International. Gemessen am Pro-Kopf-Beitrag der Bevölkerung nimmt die Schweiz weltweit gar eine Spitzenposition ein. Insbesondere Projekte für Mädchenbildung sowie Impfkampagnen und Nothilfeprogramme erhielten finanzielle Unterstützung.

ZÜRICH. UNICEF Schweiz kann nach Abschluss des Geschäftsjahres 2002 zugunsten von Programmen weltweit 21'616'902 Millionen Franken an UNICEF International überweisen. Zusammen mit den Beiträgen der Schweizer Regierung von 20'855'130 Franken ergibt dies ein Gesamtbetrag von mehr als 42 Mio. Franken. Diese Zahlen zeigen, dass die humanitäre Hilfe und die langfristige Entwicklungszusammenarbeit zugunsten der Kinder von einer breiten Bevölkerung getragen wird.

Patenschaftsprojekte

Die Projektpatenschaften gehören zu den Kernprogrammen von UNICEF Schweiz. Insgesamt 3,4 Millionen Franken ergaben Spenden für Patenschaften in Indien, Brasilien, Burkina Faso und Ruanda. Diese Projekte setzen auf Nachhaltigkeit, und das langjährige Engagement von UNICEF setzt ein Zeichen der Zuversicht unter den betroffenen Kindern.

Vor allem Mädchen, oft gegenüber Buben diskriminiert, kommen in den Genuss einer Schulbildung und erhalten so neue Zukunftsperspektiven. In Uttar Pradesh, Indien, eröffnete UNICEF ein Girls' Camp und ermöglicht so über 100 Mädchen den Zugang zu Unterricht. Ziel ist, allen Mädchen im Alter zwischen 6 und 14 Jahren eine Grundschulausbildung zu ermöglichen. In Burkina Faso hingegen arbeitet UNICEF im Kampf gegen die weibliche Genitalverstümmelung. Auch dabei spielt der Zugang zu Bildung eine zentrale Rolle.

UN-Weltkindergipfel in New York

Das Jahr 2002 stand auch im Zeichen des UN-Weltkindergipfels, welcher im Mai 2002 in New York stattfand. Der daraus entstandene Aktionsplan bis 2010 richtet sich gegen Kindsmissbrauch, Ausbeutung und Gewalt sieht Massnahmen vor gegen Mangelernährung, Kindersterblichkeit und fehlende Bildungsmöglichkeiten.

Seit dem ersten Weltkindergipfel im 1990 gibt es zwar einige Erfolge zu verbuchen: In den armen Ländern dieser Welt sterben heute jährlich 3 Millionen Kinder weniger als 1990. Vor allem bei der Eindämmung von Krankheiten wurde viel erreicht: So ist Polio heute beinahe ausgerottet. Gleichzeitig leiden aber immer noch 150 Millionen Kinder an Mangelernährung und 110 Millionen, mehrheitlich Mädchen, gehen nicht zur Schule.

Schweizer Regierung vor dem UN-Kinderrechtsausschuss in Genf

Am 29. Mai 2003 musste die Schweiz erstmals nach der Ratifizierung der Konvention über die Rechte des Kindes an den UN-Kinderrechtsausschuss in Genf Bericht erstatten. Unter der Federführung von UNICEF Schweiz haben 46 Nichtregierungsorganisationen einen so genannten Schattenbericht vorgelegt, der zum offiziellen Rechenschaftsbericht des Bundes kritisch Stellung nimmt.

Der Schattenbericht stellte zwar fest, dass es Kindern in der Schweiz im Vergleich zu anderen Ländern gut geht. Dennoch sind für bestimmte Gruppen Verbesserungen nötig, zum Beispiel für Kinder in armen Familien, ausländische Kinder und minderjährige Asylsuchende. Insbesondere kritisiert wurde, dass die Schweiz ihre fünf Vorbehalte gegenüber der Kinderrechtskonvention noch immer aufrecht erhält. Der UN-Kinderrechtsausschuss nahm in seinen Empfehlungen viele Punkte der 46 Nichtregierungsorganisationen auf und forderte die Schweiz auf, sich vermehrt für die Durchsetzung der Kinderrechte einzusetzen.

Bilaterale Beziehungen Schweiz – Deutschland"

BERN. Eine Subkommission, bestehend aus Mitgliedern der  Aussenpolitischen Kommission (APK) und der Verkehrskommission (KVF)  des Ständerates hat sich heute zu ihrer konstituierenden Sitzung  getroffen. Maximilian Reimann (Präsident APK) wurde als Präsident,  Rolf Escher (KVF Vizepräsident) als Vizepräsident gewählt. Der  Subkommission gehören als Mitglieder die Ständerate Briner,  Fünfschilling, Pfisterer und Stähelin sowie Ständerat Hofmann als  Standesvertreter des Kantons Zürich an. Ausgehend von der  Problematik um den abgelehnten Staatsvertrag im Luftverkehr mit  Deutschland will sich die Subkommission in enger Zusammenarbeit mit  dem Bundesrat in einem thematisch weiter gefassten Rahmen mit den  bilateralen Beziehungen zwischen den beiden Nachbarn befassen. Sie  will dafür insbesondere den Kontakt und das Gespräch mit deutschen  Partnern auf parlamentarischer Ebene suchen. Als Gesprächspartner  bietet sich u.a. die Deutsch – Schweizerische Parlamentariergruppe  des deutschen Bundestages an, welche sich zu einem grossen Teil aus  Parlamentsvertreter aus Baden-Württemberg zusammensetzt. Die  Subkommission wird sich am Donnerstag, 26. Juni, zu ihrer ersten  Sitzung treffen und wird dann über ihr weiteres Arbeitsprogramm  entscheiden.

Mit Feuer gegen Rauch. Ein neues Handbuch zur Tabakprävention

LAUSANNE. Die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) veröffentlicht ein neues Lehrmittel, um Lehrpersonen und Gesundheitserziehende ein Hilfsmittel für die Tabakprävention bei Jugendlichen ab der 6. Schulklasse in die Hand zu geben.

Der Tabak ist das einzige Konsumgut, das auch beim Normalverbraucher zu Krankheit und vorzeitigem Tod führt. Jedes Jahr sterben in der Schweiz mehr als 8'000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Dennoch ist das Rauchen in unserer Gesellschaft omnipräsent, und Zigaretten sind praktisch überall für alle erhältlich. Die neue Schülerbefragung der SFA zeigt, dass bei den 15/16-Jährigen jede/r Vierte mindestens wöchentlich raucht, wobei die meisten gewohnheitsmässig Rauchenden täglich zu den Zigaretten greifen.

Gemeinsame Weiterentwicklung der Volksschule

Im Sommer 2003 wird mit ersten Schulversuchen zur Erprobung der Basisstufe gestartet. Am Schulversuch wird sich auch der Kanton Aargau betätigen. Ihr Interesse angemeldet haben ferner die Bildungsregion Zentralschweiz und der Kanton Bern.

ZÜRICH. Die Erziehungsdirektoren-Konferenz der Ostschweizer Kantone und des Fürstentums Liechtenstein (EDK-Ost), welcher die Kantone Zürich, Glarus, Schaffhausen, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, St.Gallen, Graubünden, Thurgau und Schwyz sowie das Fürstentum Liechtenstein angehören, hat sich bereits im Jahr 2001 entschlossen, Schulversuche zur Erprobung der Grundstufe (umfassend zwei Jahre Kindergarten und die 1. Klasse der Primarschule) und der Basisstufe (umfassend zwei Jahre Kindergarten und die 1. und 2. Klasse der Primarschule) im Rahmen eines gemeinsamen Entwicklungsprojektes der EDK-Ost vorzubereiten. Der Kanton Aargau beteiligt sich am Projekt der EDK-Ost. Die Bildungsregion Zentralschweiz (BKZ) hat beschlossen, beim Entwicklungsprojekt mitzumachen. Mit dem Kanton Bern laufen Gespräche über eine Mitbeteiligung.

Nach den Sommerferien 2003 beginnen in über 20 Klassen der Kantone Aargau, St.Gallen, Thurgau und Glarus Schulversuche für die Grund- und die Basisstufe. Ab dem Schuljahr 2004/05 werden voraussichtlich weitere Klassen in zusätzlichen Kantonen mit entsprechenden Versuchen starten. Mit den Schulversuchen wird im Alltag erprobt, was wissenschaftliche Untersuchungen belegen: Mit dem herkömmlichen Schuleintritt vom Kindergarten in die Unterstufe kann dem unterschiedlichen Entwicklungsstand von vier- bis achtjährigen Kindern nicht mehr entsprochen werden. Das EDK-Ost-Entwicklungsprojekt wird von einer Projektleitung begleitet. Eine Evaluation, welche die mit unterschiedlichen Rahmenbedingungen durchgeführten Versuchsklassen untereinander sowie mit herkömmlichen Klassen vergleicht, ist ausgeschrieben worden.

Die EDK-Ost hat die Projektleitung Esther Zumbrunn, Winterthur, übertragen. Sie bringt für diese Aufgabe neben grosser Erfahrung in Projektarbeit, Unterricht und Politik auch ausgewiesene kommunikative und vermittelnde Fähigkeiten mit. Nach langjähriger Tätigkeit als Primarlehrerin sowie als Lehrerin für musikalische Früherziehung und Grundschule studierte sie an der Universität Zürich Musikwissenschaft und Kunstgeschichte. Daneben begann ihre politische Arbeit als Schul-, Gemeinde- und Kantonsrätin. Vor sechs Jahren gründete sie ein eigenes Beratungsbüro mit den Schwerpunkten Bildung und Kultur. Esther Zumbrunn ist Leiterin verschiedener grosser Projekte wie z.B. der Schweizerischen Lehrerinnen- und Lehrerbildungskurse 2004 in Winterthur.

 

 

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