Bilaterale Beziehungen Schweiz – Deutschland"

BERN. Eine Subkommission, bestehend aus Mitgliedern der  Aussenpolitischen Kommission (APK) und der Verkehrskommission (KVF)  des Ständerates hat sich heute zu ihrer konstituierenden Sitzung  getroffen.

Bekämpfung der Geldwäscherei

BERN. Die Schweiz und die übrigen Mitgliedstaaten der Arbeitsgruppe zur Bekämpfung der Geldwäscherei (FATF) haben die revidierten Empfehlungen verabschiedet, die auf diesem Gebiet als neue internationale Standards gelten werden.

Mit Feuer gegen Rauch - Ein neues Handbuch zur Tabakprävention

LAUSANNE. Die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) veröffentlicht ein neues Lehrmittel, um Lehrpersonen und Gesundheitserziehende ein Hilfsmittel für die Tabakprävention bei Jugendlichen ab der 6. Schulklasse in die Hand zu geben.

PISA 2000: Kompetenzmessung bei den 15jährigen

NEUENBURG. Die ersten Resultate von PISA 2000 (Programme for International Student Assessment, OECD) haben gezeigt, dass die Lesekompetenzen der Jugendlichen in der Schweiz im internationalen Vergleich mittelmässig sind.

 

 

 

 

 
 

 

 

 

 
 
 
 

23. Juni 2003

PISA 2000: Kompetenzmessung bei den 15jährigen

Die ersten Resultate von PISA 2000 (Programme for International Student Assessment, OECD) haben gezeigt, dass die Lesekompetenzen der Jugendlichen in der Schweiz im internationalen Vergleich mittelmässig sind. Rund 20% der Schülerinnen und Schüler bekunden am Ende der obligatorischen Schulzeit Mühe, einen ganz einfachen Text zu verstehen und ihn zu interpretieren. Fünf Teams von Forschenden haben die Gründe für schwache Leseleistungen und grosse Leistungsunterschiede untersucht.

NEUENBURG. Als wichtigste Faktoren haben sich die soziale und die kulturelle Herkunft der Jugendlichen herausgestellt. Die Bildungsnähe des Elternhauses und der Berufsstatus der Eltern haben einen entscheidenden Einfluss auf die Lesekompetenzen der Schülerinnen und Schüler. In der Schweiz ist dieser Einfluss besonders hoch. Im Vergleich mit andern Ländern gelingt es den Schulen hierzulande weniger gut, die ungleichen Lernvoraussetzungen der Jugendlichen auszugleichen. Die hier vorgestellten Resultate stammen aus fünf zusätzlichen Berichten, welche die PISA-Steuerungsgruppe im Anschluss an die ersten Resultate von PISA 2000 in Auftrag gegeben hat. In PISA 2000 war das Lesen das Schwerpunktthema zu welchem die umfangreichsten Tests durchgeführt wurden. Dadurch war es möglich, für diesen Bereich detailliertere Analysen vorzunehmen. Der Einfluss der sozialen und kulturellen Herkunft Jugendliche mit guten Ergebnissen im PISA-Test wachsen meist in einem Elternhaus auf, das sich durch Bildungsnähe auszeichnet. Vor allem gut ausgebildete Mütter und Väter ermöglichen  eine für den Lernerfolg günstige Umgebung zu Hause. Der Berufsstatus der Eltern hat eine grosse Bedeutung. Kinder, deren Eltern einen Beruf mit hohem sozialen Prestige und guter Entlöhnung ausüben, erreichen vergleichsweise bessere Leseleistungen. Zusammen mit anderen Ländern gehört die Schweiz zu einer Gruppe von OECD-Ländern, bei der die Lesekompetenzen am stärksten vom Berufsstatus der Eltern beeinflusst werden. Im Vergleich mit anderen Ländern gelingt es der Schweiz somit weniger gut, den Einfluss ungleicher Lernvoraussetzungen abzuschwächen. Wenn zum bildungsfernen Hintergrund von Jugendlichen aus tieferen sozialen Schichten noch mangelnde Kenntnisse der Unterrichtssprache und mangelnde Vertrautheit mit der einheimischen Kultur hinzukommen, verschärfen sich die Probleme. Rund die Hälfte der Jugendlichen aus immigrierten Familien hatte erhebliche Schwierigkeiten mit dem PISA-Lesetest. Ihr Leistungsrückstand reduziert sich allerdings mit zunehmender Verweildauer im schweizerischen Bildungssystem. Möglichkeiten zur Verbesserung der Chancengleichheit Der internationale Vergleich zeigt, dass es leichter ist, Chancengleichheit für alle sozialen Schichten zu realisieren, wenn die Kinder früh eingeschult werden. Den Kindern gelingt es dann besser, sich in die Schule zu  integrieren und von ihr zu profitieren. Dies gilt insbesondere in Bezug auf die Lesekompetenzen, weil sich das Sprachverständnis der Kinder in den frühen Jahren der Sozialisation entwickelt. Positive Effekte zeigen auch eine auf Integration ausgerichtete Immigrationspolitik sowie die gezielte Förderung des Sprachunterrichts für fremdsprachige Schülerinnen und Schüler. Der Einfluss des Sprachunterrichts Wo der reflexive Umgang mit Texten und die Entwicklung von Lesestrategien und -techniken bewusst geübt werden, zeigen sich höhere Lesekompetenzen. Die Jugendlichen in der Schweiz bekundeten gerade in diesem Bereich Schwierigkeiten, weil sie das kritische Reflektieren von Texten nicht gewohnt sind. Dabei geht es vielfach nicht um Unterschiede in den Lehrplänen, sondern vielmehr um die unterschiedlichen Umsetzungen im Unterricht. Das  Studium der Programme in den anderen Ländern zeigt, dass eine systematische Integration des Lesens und der Reflexion in die verschiedenen Fächer möglich ist und dazu beiträgt, die  Lesekompetenzen zu verbessern, ohne dass deswegen zusätzliche Sprachlektionen eingeführt werden müssen. Die Auswirkungen der Schulstrukturen und des Schulsystems Im Ländervergleich zeigt sich, dass stark selektive Schulstrukturen keinen eindeutigen Einfluss auf  die Leistungshöhe haben. Sie verschärfen jedoch die Abhängigkeit der schulischen Leistungen von sozialen Unterschieden. Für die Schweiz zeigt sich insbesondere, dass sich die Selektionsmuster auf der Sekundarstufe I auf die weiteren Bildungskarrieren auswirken. Die  Selektionsentscheidungen werden allerdings nicht alleine auf der  Basis der schulischen Leistungen der Jugendlichen gefällt. Andere Faktoren wie der Schultyp, die soziale und kulturelle Herkunft spielen eine bedeutende Rolle. Auf der Systemebene ist zu beobachten, dass Länder, die überdurchschnittliche PISA-Resultate erzielt haben, eine ausgeprägte Reformphase hinter sich haben. Gemeinsame Kernelemente dieser Reformen sind eine erhöhte Schulautonomie, die Förderung einer Evaluationskultur und das Einführen von standardisierten Leistungsmessungen zur Qualitätssicherung auf nationaler Ebene.

Bekämpfung der Geldwäscherei

BERN. Die Schweiz und die übrigen Mitgliedstaaten der Arbeitsgruppe zur Bekämpfung der Geldwäscherei (FATF) haben die revidierten Empfehlungen verabschiedet, die auf diesem Gebiet als neue internationale Standards gelten werden. Eine Anpassung war nötig, um den veränderten Geldwäschereimethoden sowie den bisherigen Erfahrungen bei der Umsetzung der 40 Empfehlungen Rechnung zu tragen. Die Genehmigung der revidierten Empfehlungen setzt einen Schlusspunkt hinter zwei Verhandlungsjahre, in denen regelmässige Konsultationen mit breiten Wirtschaftskreisen stattfanden. Die Schweiz, die der FATF seit deren Gründung im Jahr 1989 angehört, beteiligte sich aktiv an den Revisionsarbeiten. Einige der neuen Regeln, namentlich diejenigen, welche die Identifikation des Kunden oder des wirtschaftlich Berechtigten sowie die Sorgfaltspflicht gegenüber "politisch exponierten Personen" betreffen, entstanden in Anlehnung an die Schweizer Gesetzgebung, so dass diese bereits weitgehend den revidierten FATF-Empfehlungen entspricht. Der Bundesrat begrüsst das Verhandlungsergebnis als guten Kompromiss, der für die Schweiz insgesamt positiv ausfällt. Alle FATF-Mitglieder sind nun aufgerufen, die revidierten Empfehlungen umzusetzen, damit die Geldwäscherei noch wirksamer bekämpft werden kann.

Bilaterale Beziehungen Schweiz – Deutschland"

BERN. Eine Subkommission, bestehend aus Mitgliedern der  Aussenpolitischen Kommission (APK) und der Verkehrskommission (KVF)  des Ständerates hat sich heute zu ihrer konstituierenden Sitzung  getroffen. Maximilian Reimann (Präsident APK) wurde als Präsident,  Rolf Escher (KVF Vizepräsident) als Vizepräsident gewählt. Der  Subkommission gehören als Mitglieder die Ständerate Briner,  Fünfschilling, Pfisterer und Stähelin sowie Ständerat Hofmann als  Standesvertreter des Kantons Zürich an. Ausgehend von der  Problematik um den abgelehnten Staatsvertrag im Luftverkehr mit  Deutschland will sich die Subkommission in enger Zusammenarbeit mit  dem Bundesrat in einem thematisch weiter gefassten Rahmen mit den  bilateralen Beziehungen zwischen den beiden Nachbarn befassen. Sie  will dafür insbesondere den Kontakt und das Gespräch mit deutschen  Partnern auf parlamentarischer Ebene suchen. Als Gesprächspartner  bietet sich u.a. die Deutsch – Schweizerische Parlamentariergruppe  des deutschen Bundestages an, welche sich zu einem grossen Teil aus  Parlamentsvertreter aus Baden-Württemberg zusammensetzt. Die  Subkommission wird sich am Donnerstag, 26. Juni, zu ihrer ersten  Sitzung treffen und wird dann über ihr weiteres Arbeitsprogramm  entscheiden.

Mit Feuer gegen Rauch. Ein neues Handbuch zur Tabakprävention

LAUSANNE. Die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) veröffentlicht ein neues Lehrmittel, um Lehrpersonen und Gesundheitserziehende ein Hilfsmittel für die Tabakprävention bei Jugendlichen ab der 6. Schulklasse in die Hand zu geben.

Der Tabak ist das einzige Konsumgut, das auch beim Normalverbraucher zu Krankheit und vorzeitigem Tod führt. Jedes Jahr sterben in der Schweiz mehr als 8'000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Dennoch ist das Rauchen in unserer Gesellschaft omnipräsent, und Zigaretten sind praktisch überall für alle erhältlich. Die neue Schülerbefragung der SFA zeigt, dass bei den 15/16-Jährigen jede/r Vierte mindestens wöchentlich raucht, wobei die meisten gewohnheitsmässig Rauchenden täglich zu den Zigaretten greifen.

 

 

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