Alpen-Initiative fordert LSVA auch für Lieferwagen

ALTDORF. Durch die Sparpolitik des Bundes gerät der Alpenschutz unter Druck.

Umstrukturierung im seco

BERN. Bundesrat Joseph Deiss wird im Staatssekretariat für Wirtschaft des EVD grundsätzliche Veränderungen vornehmen. 

EDA-Magazin "Schweiz global" 3/2003

BERN. Die weltweiten Wanderbewegungen haben eine noch nie da gewesene Dimension erreicht. Das EDA-Magazin "Schweiz global" analysiert die Hintergründe, fragt nach den Perspektiven und sagt, warum die Steuerung der Migration in internationaler Zusammenarbeit erfolgen muss.  

Suche nach Erben

BERN. Auf Ersuchen des deutschen Auswärtigen Amts suchte das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten im vergangenen Jahr nach Schweizer Kontoinhabern, die 1945 bei Banken auf dem Gebiet der späteren DDR Guthaben besassen.

Ernennung eines Postenchefs in Santo Domingo und Melbourne

BERN. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten gibt folgende Ernennungen bekannt...

11'400 neu gegründete Unternehmen 2001

NEUENBURG. 2001 haben 11'400 neu gegründete Unternehmen über 24'000 Stellen geschaffen. Dies besagt die Statistik zur Unternehmensdemografie des Bundesamtes für Statistik.

Detailhandel weiter im Tief – Rückgang um 4,3 Prozent

NEUENBURG. Nach den provisorischen Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik (BFS) nahmen die wertmässigen Detailhandelsumsätze im März 2003 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat um 4,3 Prozent ab.

 

 

 

 

 
 

 

 

 

 
 
 
 

24. Juni 2003

Alpen-Initiative fordert LSVA auch für Lieferwagen

ALTDORF. Durch die Sparpolitik des Bundes gerät der Alpenschutz unter Druck. Nach Meinung der Alpen-Initiative sind die Möglichkeiten zur Beschaffung von Mehreinnahmen anstelle von Kürzungen der Ausgaben nicht genügend geprüft worden. Als Alternative zu Einsparungen bei der Eisenbahn schlägt sie vor, die leistungsabhängige  Schwerverkehrsabgabe (LSVA) auf die Lieferwagen auszudehnen.

Eigentlich war es schon immer zu befürchten: Wenn die Bundesfinanzen knapp werden, drohen auch der Verlagerungspolitik Kürzungsmassnahmen. Genau das scheint jetzt einzutreten. Die Konjunkturflaute und grosszügige Steuergeschenke haben ein grosses Loch in die Bundeskasse gerissen. Jetzt fordern die Finanzpolitiker rigoroses Sparen. Die Verlagerungspolitik wird durch das Entlastungsprogramm nicht nur direkt durch eine Kürzung der Trassenpreisvergünstigungen getroffen. Auch die Verzögerungen beim Ausbau von Kapazitätsengpässen und die mögliche Verzögerung bei der Realisierung des Ceneri-Tunnels gefährden das Verlagerungsziel.

Als Alternative zu Einsparungen bei der Verlagerungspolitik schlägt die Alpen-Initiative Mehreinnahmen vor: Der Bund soll auch kleinere Gütertransportfahrzeuge von 3,5 Tonnen und weniger der LSVA unterstellen. Dies ist ohne Gesetzesänderung möglich, da die Gewichtsgrenze von 3,5 Tonnen nur in der Verordnung festgelegt ist. Das Landverkehrsabkommen lässt der Schweiz bei Fahrzeugen unter 12 Tonnen freie Hand für zusätzliche Massnahmen. Die leichten Nutzfahrzeuge unter 3,5 Tonnen haben 1998 rund 3071 Mio km zurückgelegt. Bei einem durchschnittlichen Gewicht von 2,5 Tonnen ergäben sich beim LSVA-Satz des Jahres 2005 rund 200 Mio. Franken Mehreinnahmen.

Umstrukturierung im seco

BERN. Bundesrat Joseph Deiss wird im Staatssekretariat für Wirtschaft des EVD grundsätzliche Veränderungen vornehmen. Er möchte einfachere Strukturen, eine sichtbare Stellung der Aussenwirtschaft und eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Binnen- und Aussenwirtschaft. Darüber hinaus soll die Direktion für Arbeit mehr Gewicht erhalten. Staatssekretär D. Syz wird sich im Frühjahr des nächsten Jahres einer Tätigkeit ausserhalb der Bundesverwaltung zuwenden. BR J. Deiss zieht damit die Schlussfolgerungen aus den Erfahrungen der ersten sechs Monate als EVD-Vorsteher und einer internen Bilanz, vier Jahre nach der Schaffung des seco. Bundesrat

J. Deiss wird die Strukturen des seco straffen und dessen Bereiche in vier zum Teil neue Direktionen zusammenfassen: Eine Direktion für Aussenwirtschaft, eine Direktion für Fragen der Binnenwirtschaft, eine Direktion für Arbeit und eine Direktion für wirtschaftspolitische Grundsatz-fragen. Der Chef des seco soll gleichzeitig die Direktion für Aussenwirtschaft führen, um so das Gewicht dieses Bereiches zu unterstreichen.

Die Direktion für Arbeit soll im seco mehr Gewicht erhalten. Ihr Direktor wird in Zukunft die Nummer 2 des seco und wird den Staatssekretär gegen innen und gegen aussen vertreten. Darüber hinaus wünscht sich Bundesrat Deiss eine verstärkte Führung des seco, namentlich Verbesserungen in der Personalpolitik und in der Geschäftssteuerung. Das seco muss sich verstärkt als Dienstleister vor allem gegenüber den KMU profilieren und sein Leistungsangebot besser strukturieren. Gegenüber der Verwaltung und den Partnern der Wirtschaftspolitik soll es seine Rolle als Kompetenzzentrum deutlicher zur Geltung bringen.

Durch die Umstrukturierung sollen mögliche Synergien in einzelnen Tätigkeitsbereichen des seco und damit allfälliges Sparpotential besser genutzt werden. Die Umstrukturierung erfolgt kostenneutral und wird auf den 1. Oktober dieses Jahres vorbereitet.

Bundesrat J. Deiss hat Staatssekretär D. Syz und Generalsekretär W. Thurnherr beauftragt, diese Reformen vorzubereiten und einzuleiten. Staatssekretär D. Syz wird die Umstrukturierung umsetzen. Er stellt sein Amt auf eigenen Wunsch im Frühjahr des nächsten Jahres zur Verfügung, um sich einer Tätigkeit ausserhalb der Bundesverwaltung zuzuwenden.

Suche nach Erben

BERN. Auf Ersuchen des deutschen Auswärtigen Amts suchte das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten im vergangenen Jahr nach Schweizer Kontoinhabern, die 1945 bei Banken auf dem Gebiet der späteren DDR Guthaben besassen. Aufgrund dieser Aktion konnten zahlreiche Schweizer die Rückzahlung dieser Guthaben erwirken. Auf gewisse Konten, die zusammen eine Summe von 550'000 DM ausmachen, ist aber immer noch kein Anspruch erhoben worden.

Das deutsche Bundesamt zur Regelung offener Vermögensfragen (BARoV) in Berlin erstellte im 2002 Listen der schweizerischen Kontoinhaber, und in einer Pressemitteilung kündigte das EDA am 17. Juni 2002 die Veröffentlichung dieser Listen auf seiner Website an. Die Pressemitteilung wurde zudem am 28. August 2002 als Anzeige in den wichtigsten Schweizer Tageszeitungen publiziert. Die Listen führten 550 Konten mit einer Gesamtsumme von 1'400'000 DM auf. Mehr als die Hälfte der Konten wies einen Saldo unter 500 DM auf.

Aufgrund dieser Bekanntmachungen konnten 150 Berechtigte, deren Guthaben etwa die Hälfte der Gesamtsumme ausmachten, kontaktiert werden. Sechzig Gesuche wurden an das BARoV weitergeleitet. Angesichts der geringen Salden verzichteten viele Berechtigte darauf, die nötigen Schritte zur Auszahlung der Guthaben zu unternehmen.

Das BARoV hat die Gesuche inzwischen behandelt und die Listen nachgeführt. Die neuen Listen enthalten noch 105 Konten mit einem Mindestsaldo von 1000 DM, auf die noch kein Anspruch erhoben worden ist. Die Gesamtsumme beläuft sich auf ungefähr 550'000 DM. Die Listen sind auf der Website des EDA unter folgender Adresse publiziert: www.eda.admin.ch/ddrkonto

Schweizerbürgerinnen und -bürger, die auf der Liste verzeichnet sind, oder deren Erben können ihre Ansprüche direkt bei folgender Stelle geltend machen:

Bundesamt zur Regelung offener Vermögensfragen

Referat II.1

Mauerstr. 39/40

10117 Berlin

Telefon-Nr.:(00 49) 30 22 310 143 oder (00 49) 30 22 310 285

Telefax: (00 49) 30 22 310 260

E-Mail poststelle@barov.bund.de

Ernennung eines Postenchefs in Santo Domingo und Melbourne

BERN. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten gibt folgende Ernennungen bekannt: Ursula AAROE, zur schweizerischen Generalkonsulin in Santo Domingo. Frau Aaroe wird ihre Arbeit Ende Juni 2003 aufnehmen.

Peter CASAULTA, zum schweizerischen Generalkonsul in Melbourne. Er übernimmt die Nachfolge von Generalkonsul Werner Ballmer. Herr Casaulta wird sein Amt Ende Juni 2003 übernehmen.

11'400 neu gegründete Unternehmen 2001

NEUENBURG. 2001 haben 11'400 neu gegründete Unternehmen über 24'000 Stellen geschaffen. Dies besagt die Statistik zur Unternehmensdemografie des Bundesamtes für Statistik (BFS). Die Zahl der Neugründungen ist tiefer als im Jahr 2000, aber leicht höher als 1999. Die neuen Unternehmen und Stellen sind zu 82% im Dienstleistungssektor angesiedelt. Ein Jahr nach ihrer Gründung existieren im allgemeinen noch rund 80% der neuen Unternehmen. Die Überlebensrate beträgt 72% nach zwei Jahren und 54% nach vier Jahren. Im Gegensatz zur klar rückläufigen Anzahl neuer Unternehmen ist die Zahl der neuen Stellen prozentual gesehen unverändert geblieben.

EDA-Magazin "Schweiz global" 3/2003

BERN. Die weltweiten Wanderbewegungen haben eine noch nie da gewesene Dimension erreicht. Das EDA-Magazin "Schweiz global" analysiert die Hintergründe, fragt nach den Perspektiven und sagt, warum die Steuerung der Migration in internationaler Zusammenarbeit erfolgen muss.

Die grenzüberschreitende Migration ist keine neue Erscheinung. Sie hat aber als Folge der wirtschaftlichen Globalisierung, der weltweiten Vernetzung und des wachsenden Gefälles zwischen armen und reichen Ländern eine neue Dimension erreicht. Längerfristig dürfte sie sogar noch wichtiger werden. Im aktuellen Dossier von "Schweiz global", dem aussenpolitischen Magazin des EDA, setzen sich in- und ausländische Fachleute mit dem Thema auseinander.

Weil Migration neben den innenpolitischen Belangen wichtige aussenpolitische Bereiche betrifft, will Bundesrätin Micheline Calmy-Rey in der Aussenpolitik vermehrt auch migrationspolitische Schwerpunkte setzen. Wie und wo, erklärt sie in unserem Magazin.

Ausserdem in dieser Nummer: Krisen und Katastrophen – was das EDA für Landsleute tun kann und was nicht; das Drama der "Verschwundenen" und ihrer Angehörigen – und was dagegen unternommen wird; "Blutdiamanten" – was die Zertifizierung bringt und wo Lücken bleiben; Waffenstillstandskommission in Korea – warum die Schweiz seit 50 Jahren dabei ist und was sie dort tut.

"Schweiz global" richtet sich an alle an Aussenpolitik interessierten Personen. Die Zeitschrift erscheint viermal  jährlich in Deutsch, Französisch und Italienisch und kann kostenlos abonniert werden bei:

"Schweiz global"

c/o Schaer Thun AG

Industriestrasse 12

3661 Uetendorf

Telefax 033/ 345 63 23

oder per e-mail: druckzentrum@schaerthun.ch.

Detailhandel weiter im Tief – Rückgang um 4,3 Prozent

NEUENBURG. Nach den provisorischen Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik (BFS) nahmen die wertmässigen Detailhandelsumsätze im März 2003 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat um 4,3 Prozent ab. Im Februar 2003 hatten die Umsätze einen Rückgang von 2,4 Prozent verzeichnet. Verkaufstagsbereinigt fiel die Abnahme noch prägnanter aus, wies doch der März 2003 einen Verkaufstag mehr auf als der März des Vorjahres. Die Umsatzberechnungen nach Verkaufstagen ergaben demnach einen Umsatzrückgang von 8 Prozent.

 

 

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